Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die persönliche Lenkung (Das Gleichnis von einem Sklaven) Teil 1

Die persönliche Lenkung der Geschöpfe durch den Schöpfer

Jeder glaubt an die persönliche Lenkung der Schöpfung durch den Schöpfer….

Ein Mensch kann sagen: „Ja, es ist so, es geschieht – der Schöpfer persönlich kontrolliert jede Schöpfung“. Das heißt, alles, was dem Menschen in jedem Moment seiner Existenz widerfährt, in welchen Zuständen auch immer er sich befindet, seien es niedere, irdische, einfache oder spirituelle, höhere Zustände – sie sind alle eine Folge der Höheren Lenkung.

Das Kontrollsystem Aba we Ima und SoN de Azilut verteilen ihre Signale so an jedes Teilchen von Adam haRishon, dass es sich unter Berücksichtigung aller Bewegungen, aller Verschiebungen in jeder der Seelen, in Übereinstimmung mit ihnen bewegt, um sich am Ende in einem gemeinsamen Kli zu vereinen.

Es gibt diejenigen, die sich schneller bewegen, sie erhalten das Signal früher, die Erregung. Es gibt diejenigen, denen die Erregung später gegeben wird. Es besteht eine Abhängigkeit zwischen den Seelen. Galgata we Ejnaim (GE) geschieht zuerst, dann kommt ACHaP. Es gibt ACHaPs, die miteinander verbunden sind, und zuerst wird ein Teil von ihnen aktiviert, und dann wieder das GE usw.

Das heißt, es gibt verschiedene Phasen des Eintritts jeder Seele in die spirituelle Arbeit, ihrer Erregung, ihres Einflusses darauf. Nicht nur seit dem Moment, in dem die Seele beginnt, sich mit der Kabbala und der vorbereitenden Arbeit „sman achana“ zu beschäftigen, und sich bereits bewusst Richtung Machsom bewegt, sondern auch schon vorher, während all unserer vielen vorangegangenen Lebenszyklen, erhielt jede einzelne Seele ihre Erregung in dem einen oder anderen Bereich durch das eine oder andere Zeichen.

Jede Seele in ihrer eigenen Zeit, in ihrer eigenen sozialen Formation, in ihrer eigenen historischen Zeit. Wir alle schritten ohnehin voran, lebten unser unbewusstes Leben, als wir einfach durch all diese Kreisläufe gezogen wurden, ohne irgendetwas zu fordern, sondern indem uns verschiedene Wünsche gegeben wurden, jagten wir wie blinde Kätzchen hinterher, um jeden Wunsch zu erfüllen, der in uns geweckt wurde.

Und nun offenbart die Wissenschaft, dass einige innere Informationsdaten, Gene, die wir in der Kabbala „Reschimot“ nennen, die ursprünglich in uns angelegt wurden, für alles verantwortlich sind.

Sie werden in jedem von uns periodisch in einer bestimmten Reihenfolge erregt, und wir setzen einfach um, wozu uns unser innerer Wunsch drängt. Sind wir in diesem Moment frei, ihn zu erfüllen? Natürlich sind wir das nicht. Und gerade jetzt sind wir auch nicht frei.

Aus der Kongresslektion „Die Früchte der Weisheit“, Brief 1

Gibt es materielle Bilder in der spirituellen Welt?

Aussage: In der spirituellen Welt gibt es nur Objekte mit einem unabhängigen bewussten Wunsch. Ein Bleistift zum Beispiel existiert dort nicht, weil er kein eigenes Verlangen hat.

Antwort: Wie alle unbelebte Materie hat er mit ihr einen gemeinsamen Wunsch: seine Form zu bewahren.

Im Spirituellen gibt es keine unbelebte, pflanzliche und belebte Natur, denn alle Wünsche dieser Ebenen zielen nur darauf ab, sich selbst zu erhalten.

Und einen gewöhnlichen Menschen gibt es dort auch nicht. All dies ist imaginärer Natur, denn sie strahlt nichts aus, produziert nichts aus sich selbst. Sie ist nur damit beschäftigt, ihre Existenz auf die bequemste Art und Weise zu erhalten, mehr nicht.

Frage: Es stellt sich also heraus, dass die ganze spirituelle Welt in unserem Gehirn existiert?

Antwort: Natürlich. Und wo sonst? Denn es gibt keinen Raum in der Tat. Mit Raum meinen wir das spirituelle Verlangen. 

Frage: Aber die Wurzeln aller materiellen Objekte und Phänomene existieren?

Antwort: Absolut. Sie befinden sich in unserem Wunsch und werden deshalb in ihm reproduziert.

Frage: Können Sie uns sagen, was zum Beispiel, ein Tisch im Spirituellen ist? Wie wird er verwendet?

Antwort: Es ist eine bestimmte Kraft oder, wie wir es nennen, Reshimo (ein Informationssatz), die diesen Tisch in uns zeichnet.

Aus dem TV-Programm „Die Grundlagen der Kabbala“, 10.06.2019.

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Sich mit dem Licht wachrütteln

Frage: In welchem ​Umfang kann ein Kongress im Menschen die schlafenden Informationsgene (Reshimot) zum Leben erwecken?

Meine Antwort: Wir können die Informationsgene (Reshimot) nur unter dem Einfluss der Umgebung erwecken. Ohne den Einfluss der Umgebung werden Reshimot mit Hilfe eines „Motors“ erweckt, welcher uns durch den Druck von Leiden, im Einklang mit der Entwicklung der Natur nach vorne treibt. Alles kommt, wie es gesagt wird, zu seiner Zeit (Beito).

Wenn wir aber anstelle des naturgemäßen Zeitverlaufs die Zeit beschleunigen wollen „Achishena„, dann brauchen wir das Licht. Je stärker das Licht einwirkt, desto schneller erweckt es die Reshimot, und desto schneller bewegen wir uns vorwärts.

Von oben leuchtet das Licht, und von unten erwacht unter dem Einfluss des Lichtes das Reshimo. Wir können Einfluss auf die Erscheinungsform des Lichts nehmen, es anregen und das Licht wird das Erwecken von Reshimot beschleunigen. Darin besteht unsere gesamte Arbeit, sonst können wir nichts tun.

Dementsprechend ist der Kongress ein sehr wirksames Mittel zur Offenbarung des Lichts, das zur Quelle zurückführt. Wenn wir unseren nächsten Zustand, die Kraft des Gebens und die Bürgschaft erlangen wollen, dann wird infolge dieses Verlangens das große Licht angezogen, das Reshimo erweckt. Damit beschleunigen wir unsere Entwicklung.

Die Geschichte (Historie) ist vorüber

Die Kabbala spricht über Verlangen. Es gibt keine Zeit, Bewegung oder Raum, sondern nur ein Zustand des Seins. Was aber ist dann mit der Vergangenheit und der Zukunft? Und was mit den spirituellen Welten? Ich spüre sie nicht. Gibt es also neben dem gegenwärtigen Zustand der Existenz noch andere außer unserer Welt? Ich weiß es nicht, weil ich sie nicht erlebt habe. Ich habe von dort keine Empfindungen oder Reschimot. Ich kann sie jetzt nicht erreichen und ihre Echtheit bestätigen.

Ein Mensch beurteilt alles nach dem, was er sieht. Das ist nicht nur ein Axiom, sondern das Ergebnis dessen, was das Verlangen empfindet, wenn es die Stufe des Seins entwickelt hat, wo es sich seiner selbst bewusst ist und versteht, was es empfindet. Sonst werden wir von der Realität abgeschnitten und verlieren uns in Fantasien.

Ich selbst spreche nicht über die höhere Dimension. Die Kabbalisten haben mir davon erzählt und ich vertraue ihnen. Ich halte ihre Worte für wahr, wenn sie mir sagen, dass es möglich ist, in unterschiedlichen Zuständen zu existieren. „Trachte nach ihnen, steige empor zu ihnen“, sagen mir die Kabbalisten. „Sie sind besser als das, was du jetzt empfindest“. Dann gehe ich in meinem Verlangen von einem Zustand zum nächsten, indem ich ihn korrigiere und verbessere. Indem ich ihn als Geben enthülle, enthülle ich darin neue Zustände.

In unserer Zeit überquert die ganze Menschheit diese vertikale Achse, um von unten nach oben aufzusteigen. Wir haben die horizontale Achse der Geschichte (Historie) abgeschlossen und nirgends können wir darauf weitergehen. Von hier führt uns unser Weg nach oben.

Aus dem 5. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 21.06.2011, „Matan Tora (Die Gabe der Tora)“

Der schöpferische Gedanke

Auszug aus der Lektion №2, in Moskau

Das Geschöpf ist ein Wunsch. Der Schöpfer, das Licht, hat den Wunsch, Kli – „für sich“ geschaffen.

Entsprechend Seinem Wunsch Genuss zu bereiten, auszufüllen, die Empfindung des Guten, der Wärme, des Wohls hervorzurufen, hat Er im Geschöpf das Bedürfnis zu diesen Eigenschaften geschaffen, die sich folglich darin zeigen sollen.

Und damit dieser Wunsch nicht automatisch entsteht, damit er zurechtkommt, sich gleich dem Licht ausrichtet, und sich als existierend empfindet, entwickelte sich die Vernunft. Somit ist die Vernunft ein Erzeugnis, und deshalb ist sie – die Hauptcharakteristik des Menschen: „Was wünschst du?“ Es handelt sich nicht um den natürlichen Wunsch, sondern darum, was ich mir mittels der Vernunft unter dem guten Zustand vorstelle.

Die Differenz zwischen dem Erwünschten und dem Vorhandenen stellt den Vektor unserer beliebigen Handlungen dar. Nach diesem Kriterium – nach der Richtung seiner Handlungen, Streben, Erwartungen wird der Mensch eben bewertet.

Unsere Handlungen verwirklichen sich nicht von alleine, sondern unter dem Einfluss der umgebenden Gesellschaft. Der folgende beste Zustand kann willkürlich sein, und wir wählen ihn unter dem Einfluss der Umgebung. Somit wird die Gesellschaft uns und unsere Zukunft bilden.

Und deshalb ist dem Menschen die Vernunft, sowie die Empfindung des Mangels gegeben. Jetzt kann er sich mit Hilfe der umgebenden Gesellschaft zum folgenden Zustand ausrichten, den er selbst ausgewählt hat.

Uns charakterisiert der Vektor der Bestrebungen und seine Größe. Deshalb richten wir niemals über den Menschen in seinem jetzigen Zustand – denn dieser wird im Menschen von oben hervorgerufen. Vielmehr bewerten wir den Menschen nach seiner Handlung, die er bezüglich der Umgebung begeht, um in sich die bestimmte Richtung der Gedanken, der Wünsche zu irgendeinem neuen Zustand hervorzurufen.

Deshalb sollen wir um uns herum eine solche Umgebung erschaffen, die uns den zukünftigen Zustand, wonach wir streben, klar bestimmen wird. Im Einklang mit diesem zukünftigen Bild, das in unserer Einbildung gezeichnet wird, bewerten wir uns und die Gruppe im voraus.

Der Mensch und die Gruppe, werden nur nach dem Vektor bewertet: wohin sie sich und mit welcher Kraft ausrichten. Wenn die Gruppe sich irgendwie kontrollieren möchte, wenn der Mensch verstehen möchte, welche Richtung er gewählt hat, dann soll er immer vor sich das nächste erwartete Bild sehen.

Man muss sich nur darauf konzentrieren, darin leben. Dann wird unsere Vorwärtsbewegung schnell sein, und die Gedanken und Reschimot, die in uns entstehen, werden die unverzügliche Verkörperung bekommen.

Und deshalb ist das Wichtigste – im Gedanken zu arbeiten, sich klar und deutlich die folgenden Zustände vorzustellen. Der Gedanke schafft, baut unsere Zukunft. Er begründet unsere Handlung und wandelt sie in die Realität um.

Auszug aus einem Unterricht über Artikel aus dem Buch „Schamati“, 17.01.2011

Innerhalb der egoistischen Falle

Das größte Problem des Menschen ist, zu verstehen, in welcher Welt er sich befindet! Mit welchen Augen ist die Realität anzuschauen, welcher Standpunkt ist zu wählen?

Wie kann man sich von einem Selbstbetrug trennen, um nicht das zu sehen, was man gerne möchte, sondern das objektive Bild, das von den egoistischen Eigenschaften, Wünschen und Stimmungen unabhängig ist?

Wir wissen, dass jeder im Maß seiner Verdorbenheit urteilt und mit dem voreingenommenen, bestochenen Blick schaut, der unsere Vision des Lebens vollständig verzerrt. Und so handelt die ganze Welt. Wir kennen aus der Geschichte, inwiefern sich die Menschen aller Generationen in der Wahrnehmung der Realität, im Herangehen an das Leben, irrten. Sie haben nie verstanden, in welcher Welt sie sich befinden und warum sie leben.

Bei einem Menschen, der Kabbala studiert, gibt es schon eine Möglichkeit, die Wahrheit zu sehen. Aber der Mensch, der im inneren Bereich unserer Welt gefangen ist, kann im Rahmen dieses kleinen Kreises nichts sehen, was ueber seine Grenzen hinausgeht. Und hier, innerhalb von diesen, sieht er alles seinem Ego entsprechend, den eigenen Gewinn betreffend, weil er nicht fähig ist, anders zu denken.

Denn alle seine Bestrebungen sind nur nach innen, zum inneren Punkt gerichtet. Deshalb ist es unmöglich, dass darin irgendein Wunsch oder Gedanke entsteht, etwas, das außerhalb des eigenen Interesses liegt, zu sehen. Er ist von vornherein so geschaffen, dass er nichts sieht und fühlt, was mit seinem inneren Punkt nicht in Berührung tritt.

Somit ist der Mensch nicht einmal fähig, darüber nachzudenken. Dies tritt aus dem Gebiet seiner Wahrnehmung heraus. Neben ihm kann eine andere Realität existieren, die milliardenfach größer und stärker ist, als die im inneren egoistischen Punkt empfundene , aber er ist daran gar nicht interessiert, weshalb er sie auch nicht sieht.
Seine informativen Gene (Reschimot) diktieren ihm, dass er sich nur darum kümmern soll, was ihn persönlich betrifft, und das tut er auch.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel „Die Kabbala und die Philosophie“, 10.01.2011

Die Lenkung ist immer ideal. Und ich?

Frage: In welchem Moment entscheidet der Schöpfer: „Das war’s, es ist genug, Ich habe dich in vollständige Verzweiflung gesenkt“?

Meine Antwort: Du sollst dich darum nicht kümmern. Der Schöpfer ist eine unveränderliche Kraft, das unzerbrechliche Gesetz, die Vollkommenheit, die Ewigkeit, die Beständigkeit. In Ihm gibt es keine Veränderungen, so dass alles nur von mir abhängt. Mit welcher Seite ich mich auch zu Ihm drehe,die entsprechende Antwort bekomme ich , in der idealen Übereinstimmung mit dem Kurs auf das Schöpfungsziel.

Der Schöpfer ist eine Welt der Unendlichkeit (Ejn Sof), wo ein vollkommenes Kli vorhanden ist, das vollkommene Licht, der vollkommene Schirm (Massach), wo die Bemühungen, die Enttäuschungen, die Erfolge und alles Übrige gesammelt ist. Dorthin richten mich meine Reschimot.

Aus diesem vollkommenen Zustand, aus den vollkommenen Strichen des zusammenfassenden Bildes, bekomme ich die aktivierende Einwirkung, gemäß dem eigenen Zustand. Mich richtet man vorwärts anhand der kleinen Dosen der Verzweiflung und der Kräfte, des Begreifens und der Verhüllung – anhand der vielseitigen und filigranen Lenkung.

Ich weiß nicht genau, in welcher Reihenfolge diese Geschehnisse ankommen. Sie sind durch die Struktur der Seele bedingt, die ich allmählich begreife, nachdem ich vorankomme. Gerade in der Seele begreifen wir die Verbindung mit der Unendlichkeit, verstehen, wie das Ganze mit seinem Teil vereint wird, bis eine Einheit entsteht.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Welche Kräfte brauchen wir für die spirituellen Arbeit“, 09.01.2011

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Die höhere Lenkung mit dem vielfältigen Gesicht

Die höhere Lenkung ist sehr kompliziert. Weil sich unsere Zustände (Reschimot, Wünsche) ständig verändern.

Wir empfinden jedoch nicht, dass alles nicht außen, sondern in unserem Inneren verändert wird. Wir sind uns diesbezüglich nicht bewusst und empfinden nur die sich ständig ändernde äußere Welt, ihre verschiedene Beziehung zu uns.

Selbstverständlich, organisiert das alles der Schöpfer, mittels allerlei Gewändern dieser Welt. Aber wir assoziieren diese variable Beziehung entweder mit den anderen Menschen, oder mit dem Schöpfer, und manchmal – mit sich selbst, aber das hängt schon vom Niveau des Menschen ab.

Wenn der Mensch diese Veränderlichkeit nur mit dem Schöpfer verbindet, dann ist es schon der Anfang der Korrektur, wie es gesagt ist: „Es gibt niemanden außer Ihm, außer dem Guten und das Gute Schaffenden“.

Auf jeden Fall gibt es einerseits die allgemeinen Lichter, die in Form von umgebenden Lichtern einwirken, und andererseits die persönlichen Lichter, welche genauso die Kelim/Wünsche anregen und entwickeln.

Wenn wir uns nicht freiwillig entwickeln, dann  kommen zu uns die Lichter in Form von den grausamen Kräften der Überwindung (Gwurot), welche uns mittels harten Methoden vorankommen lassen. Man muss jedoch verstehen, dass wir selbst solche Einwirkung des Lichtes hervorrufen.

Die Lichter kommen in der unveränderlichen Art und sind immer auf unser Wohl gerichtet, um uns zur Ähnlichkeit der Eigenschaften mit dem Schöpfer zu bringen. Denn sie wirken aus unserem endlichen vollkommenen Zustand in der Welt der Unendlichkeit ein.

Aber das Kli / der Wunsch, der sich in uns unter der Einwirkung dieses Lichtes entwickelt, geht verschiedene Etappen der Entwicklung durch. Und deshalb empfinden wir, dass es entweder eine langsame, gestufte Entwicklung gibt, oder eine schnelle, momentane, im Einverständnis mit dem Licht, die gute oder die schlechte Entwicklung eben.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Eine Dienerin, die ihrer Herrin vererbt“, 09.12.2010
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Geben aus Verzweiflung

Warum gibt der Mensch auf einmal auf und kämpft gegen die Leiden nicht weiter?

Das ist das Ergebnis seiner Informationsgene („Erinnerungen“, Reshimot).

Mit einem Tier passiert es nicht, weil es wie eine Maschine handelt und für sein Leben kämpfen wird bis zum Schluss, es verzweifelt nicht wie ein Mensch.

Das Tier kämpft verzweifelt oder flieht, es wird niemals den Schmerzen unterliegen. Nur der Mensch lässt die Hände hängen: es kommt wie es kommen soll, er hat „menschliche“ Informationsgene und handelt nicht instinktiv, wie eine Maschine, in der das Verlangen gegen die Leiden steht.

In diesem Punkt der Verzweiflung liegt die ganze menschliche Psychologie, wo der Mensch zum kämpfen aufhört und das Geschehene annimmt.

Denn unsere inneren Daten, „Reschimot“, sind das Ergebnis von der Zerbrechlichkeit der Seelen. Sogar in einem kleinem Reshimo gibt es eine Verbindung zum Höheren, zum Schöpfer, welcher mit uns auf der gebenden Stufe zerbrochen ist.

Und deshalb erwachen in uns unbewusst solche Eigenschaften, wo wir nicht mehr über das Nehmen denken, sondern bereit sind, über das Geben nachzudenken.

Auszug einem Unterricht ueber den Artikels „Frieden in der Welt“, 22.12.10

Die Mauer zwischen uns einreißen

Frage: Können Sie erklären, wie es möglich sein soll, dass der Mensch aus dem Leid heraus plötzlich den Wunsch hat, zum Geben zu gelangen?

Meine Antwort: Tatsächlich ist es aus dem irdischen, „gesunden“ Menschenverstand heraus nicht möglich, auf diese Weise zum Geben zu gelangen.

Denn wenn es dem Menschen schlecht geht, wird er nur daran denken, wie er für sich Gutes tun kann, indem er versucht, das Problem auf direkte Weise zu lösen: indem er die Leere füllt.

So funktioniert die menschliche Psyche: geht es mir schlecht oder fehlt mir etwas, dann gehe ich zum Arzt für Arznei, versuche, Geld zu verdienen, zu klauen – nur um die entstandene Leere zu erfüllen. Doch nach all diesen Versuchen, nach dem ersten, dem zweiten, dem dritten Rückschlag beginne ich zu fragen: „Wann wird das vorbei sein?!“

Und dann verzweifelt der Mensch, verfällt in Depression oder nimmt Drogen – nur um sein Leid irgendwie zu ersticken! Denn er sieht, dass all seine Handlungen ihm nicht helfen.

Wie ist es da möglich, zum Geben zu übergehen? Dafür haben wir sowohl Veranlagungen auf physischer Ebene, als auch spirituelle Genen. Auf physischer Ebene beginnt der Mensch, an das Geben zu denken, weil er sieht, dass ihm kein anderer Ausweg bleibt – er ist bereit, Anderen zu geben, damit auch sie ihm geben, und es allen gut geht, denn sonst werden wir einfach einander auffressen wie wilde Tiere.

Das ist einfache egoistische Berechnung auf der Stufe unserer Welt, und sie ist genau deswegen möglich, weil wir uns nicht auf der Stufe eines Tieres befinden, sondern über starke Waffen verfügen, die es jedem ermöglichen, alle zu vernichten. Und so müssen wir zwangsweise schlussfolgern, dass eine Rettung nur im Geben liegen kann. Jetzt verstehen es bereits viele, und nur ein Irrer kann einen Krieg wollen. Ferner…

Doch außer diesem materiellen Grund, aus dem wir verstehen, dass Geben nützlich sein kann, erwachen in uns auch Reshimot der Zerbrechung: von leichten zu immer schwereren. Und sie bringen uns zum Gefühl, dass wir uns in falscher Richtung bewegen, und zur Enttäuschung an unserer Entwicklung.

So beginnt eine Annäherung zwischen solchen, die sich unter dem Zwang von materiellen Reshimot und solchen, die sich unter dem Zwang von spirituellen Reshimot bewegen. Folglich beginnen Kabbalisten, die sich ihrer spirituellen Entwicklung widmen, und Menschen, die einfach im gewöhnlichen, irdischen Leben verzweifeln, sich einander anzunähern. Denn obgleich sie nicht den Punkt im Herzen haben, so stellen sie doch sehr ähnliche Fragen.

Die Meinung der Massen nähert sich langsam der Meinung der Kabbalisten. Zwischen innen bleibt immer noch eine Mauer, doch gewöhnliche Menschen nähern sich ihr immer mehr, auf der Suche nach Antworten, obwohl sie sich natürlich nicht fragen, wie sie sich korrigieren können. Doch eines Tages werden sie kommen und fragen: was sollen wir tun?! Und dann wirst bereit sein, ihnen zu zeigen, wie sie Perfektion erreichen.

Auszug aus einem Unterricht ueber den Artikel  „Frieden in der Welt“, 22.12.2010