Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Reschimo'

Der Grund aller Verzögerungen.

Eine Frage, die ich erhielt: Welche praktische Tipps haben Sie für die Verstärkung unserer inneren Arbeit?

Meine Antwort: Wir müssen mehr Zugehörigkeit zur allgemeinen weltweiten Gruppe empfinden. Sie besitzt mehr Kräfte und Möglichkeiten, um uns aus den einzelnen Gruppen zum allgemeinen Wunsch zu erheben. Wir sollten in unserer Einigkeit die erste Eigenschaft des Gebens öffnen.

Ich hoffe, es wird auf diesem Kongress geschehen, und ihre Konturen werden in unserem Inneren sichtbar werden. Unsere nächste Aufgabe ist, sich zu bemühen mit ihr die Verbindung zu halten, d.h., trotz ständigem Wachsen/Öffnen der Selbstsucht in jedem einzelnen immer mehr vereinigt zu werden.

Welche Handlungen werden uns darin helfen? Aus allen kabbalistischen Quellen und aus der Gesprächen mit Rabasch ist nur ein Mittel ersichtlich: Die gemeinsame Bitte während des Studiums. Im Laufe des Tages, vor dem Unterricht soll ich klären, worum ich bitten möchte.

Unabhängig davon, womit ich mich gerade beschäftige, woran ich momentan arbeitete – bin ich verpflichtet, das Studium mit der FragedesProblems zu beginnen, ich muss also genau wissen, worum ich zu bitten habe.

Jeder soll zum Unterricht mit der Frage kommen, die auf das Ziel gerichtet ist. Dabei kann jeder seine Frage auf die eigene Art formulieren, in Verbindung mit dem persönlichen Zustand. Hauptsache, man kommt mit der Frage, mit der Forderung.

Diese Fragen reihen sich in Malchut der Welt Azilut ein, sie hebt das МАN zu Seir Anpin, und er – zu Bina. Dies ist notwendig: der Wunsch, das Erwachen, die Leidenschaft, der Schrei, bis die Tore der Tränen erreicht werden.

Für die Vorbereitung auf die Bitte sind uns alle Tagesstunden vom Unterricht gegeben, wobei sie selbst während des Unterrichtes entsteht.

Somit ist es unwichtig, welches Material wir gerade lesen oder welche Fragen wir bearbeiten – der Lehrstunden widmet man der Bitte: wie bekomme ich das, was ich im Laufe des Tages zum ersehnten Wunsch gemacht habe, den ich jetzt realisieren muss.

Der Grund aller Störerungen- ist die ungenügende Vorbereitung, der Mangel an gegenwärtiger Bitte, wenn wir uns zusammen mit dem Lichtsowie dem Weltkli befinden.

Auf dem Kongress ist es also wichtig, vereinigt zu werden, man muss dorthin mit dem echten Wunsch kommen. In verschiedenen Stilen und den Variationen müssen wir das allgemeine Wesen zeigen: wir wollen zwischen uns die Höhere Kraft offenbaren.

Welche Kraft ist die Höhere in Bezug auf uns? Wir stellen den Wunsch des Erhaltens dar, und die höhere Kraft ist ein Wunsch des Gebens. Wir wollen ihn in uns öffnen, damit er in uns gezeigt wird, uns ausfüllt. Es ist die Offenbarung des Schöpfers in den Geschöpfen.

Auch wenn unsere Wünsche zunächst schwach sind, wird ihre allgemeine Macht ausreichen, um den Schöpfer zu enthüllen, aber nur dann, wenn sie vereinigt werden.

Und dann bleibt in uns Reschimo – der Eindruck von der Enthüllung, der uns jeden Tag in der häuslichen Gruppe zugelassen wird, sich nach diesem Zustand zu richten, ihn heranzuziehen, zu festigen und zu verstärken, auf seiner Grundlage die neuen Stufen aufzubauen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Verhüllung und die Enthüllung des Schöpfers“, 05.11.2010

Die Fenster in die Höhere Welt

Es gibt nichts Neues auf der Welt, sondern nur seine Offenbarung bezüglich uns, die sich auf den niedrigeren Stufen befinden.

Und wenn wir uns auf der höheren Stufe befinden würden, wäre die Realisation der Erscheinung in der materiellen Welt nicht notwendig – wir hätten sie schon auf der spirituellen Stufe wahrgenommen.

Und sogar auf der spirutellen Stufe wäre keine Realisation notwendig, wenn wir schon aus dem informativen Gen, aus dem Reschimo verstehen könnten, was diese Erscheinung darstellt.

Wenn der Mensch eine größere Materialisation fordert, sagt es über seine niedrige Stufe aus. Somit ist die Realisierung der Handlung ein Mangel der Vollkommenheit.

Und in Wirklichkeit gibt es keine neuen Offenbarungen! Wir steigen die Stufen hinauf und öffnen allmählich die höheren Wurzeln jener Erscheinung, die heute geöffnet wurde. Und wir nennen es die Offenbarung!

Als ob du nach oben klettern würdest und auf jeder Stufe ins Fenster hereinschaust und siehst: „Aha!“ Du steigst noch höher hinauf, schaust ins Fenster des folgenden Stockwerk hinein und rufst aus: „Aha!!“ Das heißt eben die Offenbarung!

Somit geschieht keine Erkenntnis außerhalb von dir, sondern du entwickelst dich, und enthüllst folglich etwas Neues. Nicht umsonst sagte Einstein, dass er sich wie ein Kind fühlt, das mit Sand und Steinchen am Ufer des Ozeans spielt.

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Die Etappen der Entwicklung – das Minireferat

Auf der ersten Etappe hat der Mensch weder den Schöpfers, noch die Gruppe, er wünscht einfach, die Genüsse zu bekommen.
Auf der zweiten Etappe ist er schon bereit, für das Erhalten zu geben, für ihn ist aber nicht das Geben, sondern die Füllung wichtig. Sie ist sein Ziel eben.
Auf der dritten Etappe wacht der Mensch auf: er hat den Schöpfer, Reschimo, den Punkt im Herzen. Er möchte nicht mehr erhalten, strebt nach etwas Neuem. Das Neue will er auch für sich bekommen, er teilt aber der Selbstsucht weniger Aufmerksamkeit zu.
Auf der vierten Etappe beginnt der Mensch, mit der Gruppe zu arbeiten. Zwischen der dritten und vierten Etappe liegen viele Zustände der Verzweiflung, die von der Unfähigkeit heraus, die Geisteswelt zu finden, herbeigerufen ist.
Infolge dieser Verzweiflung, versteht der Mensch, dass es keinen Ausgang gibt, weil er alleine keinen Erfolg erzielen kann, denn hierfür ist die Gruppe notwendig, die das einzige wirksame Mittel darstellt. Er ist schon bereit, vor ihr den Kopf niederzubeugen. Dieser Übergang kann aber einige Jahre dauern.
Und dann beginnt der Mensch sich auf das Geben der Gruppe zu konzentrieren, in der auch der Schöpfer verborgen ist, so dass er das Geben und das Empfangen um zu geben erreicht.

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Das Licht des nächsten Zustandes

Eine Frage die ich erhielt: Wenn ein Reschimo ein neuer Zustand, ein neuer Wunsch ist, den wir von oben bekommen haben, wie kann unsere Absicht denn diesen Zustand ändern?

Meine Antwort: Wenn ich mich in meinem jetzigen Zustand befinde, fühle ich dass ich ihn ändern kann.

Dieses Bedürfnis, meine Weltempfindung zu ändern, ruft in mir ein Reschimo hervor, eine Informationsdatei über meinem zukünftigen Zustand. Es schließt in sich den ganzen zukünftigen Zustand ein; die einzige Wahl ist, dieses in der Eigenschaft des Gebens oder des Empfangens zu verwirklichen.

Warum spüre ich, dass ich die Möglichkeit habe, den nächsten Zustand zu erreichen? Da ich ein Reschimo de Itlabschut (Information über das Licht) und Reschimo de Awjut (Information über dem Wunsch) habe.

Reschimo de Itlabschut – ist höher bezüglich des nächsten Zustand, als Reschimo de Awjut: 4/3, 3/2, 2/1, 1/0. Ich verfüge immer über einen Teil von dem nächsten Zustand, und durch diesen Teil, kann ich ihn verwirklichen (ihn an mich ziehen). So erreiche ich Veränderungen.

Aus einem Soharunterricht, 12.07.2010

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Wir können das ganze Universum verändern!

Der Sohar, Kapitel „Lech Lecha“, Punkt 4: … dass die zwei Linien, die feucht und miteinander vermischt waren, von der Mittleren Linie, dies ist Tiferet, gefroren worden sind, und sich nicht länger miteinander vermischen. Von oben steigen nur zwei Linien hinunter. Und unsere Arbeit besteht darin, die in uns entstehenden Reschimot (die Aufzeichnungen der Reschimot) zu realisieren, und daraus die mittlere Linie aufzubauen.

Auf Reschimot wirken zwei Linien ein, die rechte und die linke, die Eigenschaft der Barmherzigkeit (Rachamim) und die Eigenschaft des Gerichtes (Din), das Geben und das Erhalten. Sie wirken auf mich ein, und ich soll diese zwei Kräfte mithilfe von Reschimo optimal realisieren, eine solche Arbeit wird dann eben als mittlere, dritte Linie bezeichnet. Darin besteht also meine Aufgabe – die beiden Kräfte, die ich vom Schöpfer bekomme zu verwenden, bzw. deren richtige Kombination in meinem Inneren zu erschaffen.

Wie kann ich diese zwei Kräfte unterscheiden, woher weiß ich eigentlich, wie sie zu kombinieren sind? In mir gibt es immer Reschimot, die ich – in jedem Zustand zu realisieren habe, auf meinem gesamten Aufstieg bis zur endgültigen Korrektur. Der folgende Zustand ist schon gegeben, ich muss danach nicht suchen. Ich soll nur begreifen, wie diese Kräfte auf richtige Weise zu verbinden sind, wie ich den folgenden Zustand in der optimalen Weise aufbauen kann, damit ich in jedem gegebenen Zustand dem Höheren ähnlich werde. Der Schöpfer hat diese zwei Kräfte erschaffen, die zu mir von oben kommen. Und ich soll aus meiner Natur heraus durch meine Arbeit hier unten eine Form finden, die Ihm gleich wäre – mit Hilfe zweier Kräfte und Reschimo.

Ich habe alle Ausgangsdaten: es gibt „den Motor“ (Reschimo), es gibt „das Plus“ und „das Minus“ (zwei Linien). Ich muss nur wissen, wofür bzw. für welches Ziel ich ihn starte. Alles existiert schon, ich muss den Prozess nun um die eigenen Bemühungen ergänzen – aber nicht um die Bemühungen in der Konstruktion des Zustandes, sondern im Begreifen, wofür und warum ich das mache. Und darin bin ich schon dem Schöpfer ähnlich.

Häufig denken wir, dass wir die Welt korrigieren oder neu erschaffen sollen. Aber wir müssen uns nur auf eine einfache Aufgabe konzentrieren. Und obwohl unsere Arbeit, sehr einfach ist, kann sie wirklich die ganze Realität verändern.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 12.07.2010.

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Die ganze Welt ist im Reshimo

Wir empfinden die Realität erst dann, wenn zwei Kräfte von oben kommen und auf etwas Gemeinsames zwischen ihnen beiden einwirken. Wenn sie Reshimot (Informationsgene) in Betrieb setzen können, sie in unserem Inneren öffnen können, dann gehen sie darin, und daraus entsteht unser Weltbild, unser Zustand – und dann empfinde ich alles. Wenn diese Kräfte aber nicht in der Lage sind, Reshimot zu erreichen, sie in Betrieb zu setzen, und nicht starten sie – dann empfinde ich die Realität nicht, sie existiert nicht für mich. Meine ganze Existenz, das ganze Weltbild, jeder Zustand, in dem ich mich selbst und die Umwelt empfinde, sind Reschimot, die aufgrund dieser zwei Kräfte – der rechten und der linken Kraft, des Erhaltens und des Gebens in Betrieb gesetzt werden. Und wie ein Roboter empfinde ich folglich die Realisierung des Reshimo in mir. Wenn diese Kräfte kein Reshimo starten, dann befinde ich mich in dieser Welt, worin über mich wie über ein Tier bestimmt wird, und ich habe keine Freiheit der Wahl. Auf diese Weise funktionieren alle meine Reinkarnationen, meine gesamte Geschichte, unsere ganze Entwicklung in dieser Welt. Zwei Kräfte wirken ununterbrochen auf Reshimot ein, und zeigen uns diesem Film des Lebens.

Aber allmählich wird alles erschwert, man fordert von mir die selbständigen Handlungen, die Reshimot zu beleben, damit ich hier zur mittleren Linie werde, damit ich eine eigene Einstellung zur Einwirkung zweier Kräfte auf die Reshimo bilden kann. Dann hängt es von mir ab, wie ich meinen Zustand, die ganze Welt sehen werde. Und in der Welt will ich nur eine Veränderung – die Anwesenheit des Schöpfers, der Kraft des Gebens und der Liebe sehen.

Auf diese Weise realisiere ich Reshimo – schon mit der eigenen Teilnahme und mit der Enthüllung des Schöpfers -meinem Wunsch entsprechend, Ihn in meine Welt heranzuziehen.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 12.07. 2010

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Der erste Schritt aus der Ebene – hinauf in die höhere Dimension

Der Mensch wird mittels des Höheren Willens an den Ort seiner freien Wahl geführt. Und unsere Freiheit besteht nicht darin, zwischen dem Genuss und dem Leiden zu wählen.
Ich wurde schon in diesen Zustand, an diesen Ort gebracht, und meine Auswahl besteht nicht mehr darin, sie liegt über dem Genuss und über dem Leid, in der höheren Dimension.

Es gibt eine Ebene in dieser Welt, entlang welcher ich geführt wurde, man brachte mich aus dem schlechteren Ort an einen solchen, der für mich besser geeignet war (mit weniger Leiden). Und jetzt soll ich die Wahl treffen – und nicht zwischen dem schlechten und guten Zustand wählen, denn ich kann aus dieser Stelle nicht heraus. Egal, wohin ich daraus hinausgehe, wird es dort schlechter sein, das heißt noch größeres Übel geben.

Deshalb bleibe ich erstmal auf der Stufe dieser Welt – soll aber daraus nach oben, in die andere Dimension hinausgehen. Ich soll mir hier andere Werte aneignen, die als „gut und böse“ in Bezug auf „das Erhalten oder das Geben“ sind, sowie in Bezug auf „die Wahrheit oder Lüge“ – und nicht im Hinblick auf „den Genuss und das Leiden“, die ich früher wählte.

Den Genuss und die Leiden empfand mein tierischer Körper, und die Wahrheit und Lüge empfindet der Mensch in mir. Das heißt meine Wahl liegt darin, in mir den Menschen aus dem geistigen Gen zu entwickeln. Darin besteht eben meine Freiheit der Wahl – bezüglich der neuen Sorgen, des neuen Ziels, der völlig anderen Dimension. Dann wird alles Übrige unten in dieser Welt bleiben, ich nehme es nur im Maß der Notwendigkeit wahr, und möchte mich nur mit dem Menschen in mir beschäftigen. Ich habe einen Punkt im Herzen, das erste geistige Reschimo (das Gen), woraus ich beginne, in mir den Menschen zu entwickeln. Wie? – Mit der Wahl der Umgebung, der Bücher, des Lehrers.