Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Kontakt zu den großen Kabbalisten

Im Laufe der Menschheitsgeschichte sind immer wieder die gleichen Seelen in unsere Welt hinabgestiegen und haben die Methode der Kabbala verbreitet. Die Seele des großen Kabbalisten von Baal HaSulam war, wie er selbst sagte, eine Fortsetzung der Seele von Ari. Die Seele von Ari war eine Fortsetzung der Seele von RASHBI.

Die Anhänger von Baal HaSulam waren seine Schüler, insbesondere sein ältester Sohn, Baruch Ashlag (Rabash) und ich, ein Schüler von Rabash, setzen diese Aufgabe fort.

Frage: Spüren Sie Ihren Lehrer, Baal HaSulam?

Antwort: Ich fühle Baal HaSulam bis zu einem gewissen Grad und mit meinem Lehrer Rabash fühle ich mich sehr verbunden, ich bin in Kontakt mit ihm.

Ich spreche nicht von der physischen Empfindung, d.h. es geht nicht darum, dass ich mich an seinen Geruch, seine Stimme, seine Gewohnheiten, stunden- bzw. jahrelange Unterhaltungen erinnere. Aber auch diese Empfindungen bleiben bestehen und sind sehr lebendig. Sie werden einerseits vergessen, anderseits verstärken sie den Wunsch, bei ihm zu sein, seine innere Welt zu spüren. Ein solcher, immerwährender Kontakt auf spiritueller Ebene löst manchmal auch rein irdische Erinnerungen aus.

Ich kann Millionen von weltlichen Erinnerungen wachhalten, aber ich brauche sie nicht. Ich habe mit Rabash einen inneren Kontakt, so dass es keinen Sinn hat, irdische Empfindungen oder Erinnerungen zu haben. Ich kann nicht sagen, dass ich seine Worte oder sein Aussehen vermisse, denn es gibt eine innere Information, die zwischen uns fließt.

Über Baal HaSulam würde ich das nicht sagen. Ich habe das Gefühl, dass ich ihn auf einer inneren Ebene verstehe. Aber es geht mehr darum, die Seele zu verstehen, als mit ihr zu verschmelzen – der Kontakt findet mehr auf der Ebene des Verstandes als auf der Ebene der Gefühle statt. Bei meinem Lehrer geht es hingegen mehr um die Gefühlsebene.

Aus der Fernsehsendung „Die Kraft des Buches Sohar“ Nr. 21.

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Die spirituelle Bedeutung von “Diebstahl”


Frage: Baal HaSulam schrieb, dass die Völker der Welt die Weisheit von den Kabbalisten „gestohlen“ hätten. Was bedeutet das?

Antwort: „Stehlen“ bedeutet, den egoistischen Wunsch eines anderen zu nutzen. Es steht geschrieben, dass Adam HaRishon vom Schöpfer stahl, was bedeutet, dass er das Licht Chochma empfangen wollte, ohne sich in das Licht Chassadim zu kleiden. Zu stehlen bedeutet, für sich selbst zu empfangen, ohne die Absicht des Gebens.

In der Vergangenheit, also vor Zerstörung des Zweiten Tempels, verhüllten die Juden die Weisheit der Kabbala nicht. Sei teilten sie bereitwillig mit den Völkern der Welt, wodurch alle irdischen Wissenschaften, die sich mit der Erforschung der Natur befassten (die verhüllte Form des Schöpfers), entstanden: so zum Beispiel die Philosophie (ein System, welches den egoistischen Verstand nutzt, um Vermutungen über den Schöpfer anzustellen, der jedoch vor dem Verstand verhüllt ist). Rav Kook beschrieb genauso wie Johann Reuchlin, der ein großer Philosoph des 16. Jahrhunderts war, die kabbalistischen Wurzeln der Philosophie.

Wann wurde die Kabbala verhüllt? Es geschah, nachdem das Volk Israel von seiner hohen Stufe der Nächstenliebe auf die Stufe des grundlosen Hasses herab fiel. Dies führte in der Folge zur Zerstörung des Zweiten Tempels. Rashbi, der Autor des Buches Sohar war diesbezüglich sehr besorgt, denn von diesem Punkt an musste die Kabbala in einer für die Menschheit verhüllten Form weitergegeben werden und dies würde bis zum 20. Jahrhundert so bleiben. Ab dieser Zeit aber würde sie der gesamten Welt offenbart werden, um allen Menschen zu Gute zu kommen.

Vor der Zerstörung des Zweiten Tempels war es nicht nötig, über Kabbala zu schreiben, denn die Menschen fühlten den Schöpfer noch und die Wissenschaft der Kabbala war einfach ihr Mittel, sich darüber auszutauschen. Wäre die Kabbala nicht „gestohlen“ worden, hätte sich die Menschheit nicht entwickeln können. Für diese Entwicklung musste die Menschheit einen Funken jenes Lichtes enthalten, der sie belebt und aufrechterhält. Es ist also dieser Funke, der die egoistischen Wünsche der Menschen von einer Generation zur nächsten entwickelte und den Fortschritt in Technologie, Kultur, Bildung und anderen sozialen Einrichtungen gewährleistete.

Heutzutage haben wir alles, was dieser Funke an Licht uns gab, verwirklicht. Das Ego wuchs zu einer vereinten Struktur bzw. zu einem System heran. Es zeigte sich, dass die Menschheit durch das Zusammenfließen aller egoistischen Wünsche nicht mehr weiter wachsen sondern nur mehr absteigen kann. Dies findet Ausdruck in der globalen Krise, in allen Bereichen, in die sich der Mensch vertiefte – Kultur, Erziehung, Wissenschaft, Handel und Wirtschaft.

Von diesem Punkt an können wir die Weisheit der Kabbala dazu nutzen, um uns und unsere Beteiligung am globalen System zu korrigieren, solange, bis wir vollkommene Harmonie erreichen werden.

Verwandtes Material:
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Kabbala Akademie
 

Worum am Grabe eines Kabbalisten bitten


Fragen, die ich dazu erhalten habe, ob ein Mensch die Gräber der Rechtschaffenen besuchen sollte und worum man an diesen Stellen bitten sollte:

Frage: Ich würde gerne die Gräber der Rechtschaffenen auf dem Berg Miron besuchen. Die Reise, an der ich interessiert bin, findet nachts statt und der Reiseorganisator sagte, gemäß Kabbala könne man den Umlauf des Mondes dafür benutzen, zu berechnen, was die beste Zeit für eine Bitte um Heilung von Krankheit wäre. Ich hörte jedoch auch die Meinung eines anderen, der Kabbala studiert. Er sagte, man solle das nicht machen. Ich würde gerne herausfinden, ob man das machen kann und warum gerade nachts?

Antwort: Niemand besucht jemals Gräber bei Nacht. Die einzige Ausnahme ist die Nacht von Lag BaOmer, in der Menschen in ganz Israel und auch am Berg Miron, am Grab von Rashbi, dem Autor des Buches Sohar, Freudenfeuer entzünden. Dies ist ein antiker Brauch. Jedoch bei Vollmond um die Heilung von Krankheiten zu bitten hat nichts mit Kabbala, sondern nur mit Mystizismus und Schamanismus zu tun.

Rabash und ich gingen gewöhnlich für zwei Tage in der Woche nach Tiberias und manchmal besuchten wir das Grab von Rashbi auf dem Berg Miron. Rabash respektierte diesen Ort. Jedoch sah er diesen nicht als einen Ort an, um nach der Lösung von körperlichen, egoistischen Problemen der Menschen zu bitten, sondern vielmehr nur als einen Ort, um nach der Gleichheit mit dem Schöpfer zu bitten. Wenn ein Mensch dort ist, sollte er um die Fähigkeit bitten, seinen Nächsten zu lieben, anstatt sich mit dem eigenen tierischen Körper zu befassen, mit dessen Heilung oder anderem Nutzen. [Rest des Beitrags lesen →]

Gegner der Kabbala


Es gibt drei Arten von Kabbalagegnern:
1. Jene, die sagen, es gäbe keine Notwendigkeit für den verborgenen Teil der Tora.
2. Jene, die sagen, Kabbala sei so mächtig, dass es verboten sei, sie zu studieren.
3. Jene, die sagen, es sei schlimm, in solch einer verherrlichten Angelegenheit einen Fehler zu machen.
Rabbi Moshe Cordevero (der Ramak) „Da Et Elokey Avicha“, 118 – 132

Wenn ein Mensch aus dem Volke Israel die Wichtigkeit der Kabbala erniedrigt, erniedrigt er die Gerechten der Völker der Welt niedriger als die Sünder und verursacht dadurch Verachtung Israels selbst sogar bis hin zur Vernichtung. Der Fall Israels vollzog sich, da die Menschen die Kabbala verließen.
Baal HaSulam, „Einführung zum Buch Sohar“, Punkt 69

Wehe denen, die der Grund dafür sind, dass der Geist des Messias schwinden und vielleicht nie wieder in die Welt zurückkehren können wird, weil sie die Tora trocken machen, ohne jegliche Zugabe von Verstand und Wissen, da sie sich nur auf den ausführenden Teil der Tora beschränken und nicht versuchen wollen, die Wissenschaft der Kabbala zu verstehen, die Geheimnisse der Tora sowie den Sinn der Gebote zu erkennen und zu studieren. Wehe ihnen, die durch ihre Taten Hunger, Armut, Grausamkeit, Erniedrigung, Morde und Raub in der Welt entfesseln.
Baal HaSulam, „Einführung zum Buch Sohar“, Punkt 70

Jene, die nur den Babylonischen Talmud studieren sind wie der blinde Käfer an der Wand.
Rav Chaim Vital, „Einführung zum Buch Ez Chaim„, Teil 1, 9 – 10

Die Völker der Welt sagen zu Israel: „Worin unterscheidet sich eure Tora von unseren Lehren, besteht sie doch auch aus nichts anderem als Geschichten?“ Sie werden für die derartige Herabwürdigung der Tora bestraft werden. Und ihre Tora verursacht Exil und Leiden in der Welt. Aber … unsere Weisen sind zufrieden mit dem was sie haben und sie beteuern, es gäbe außer der einfachen Tora keine andere Tora. Offensichtlich sind sie in der kommenden Welt nicht vorgesehen.
Rav Chaim Vital, „Einführung zum Buch Ez Chaim„, Teil 1, 11 – 12

Moses Maimonides (der Rambam): Wer keine Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erlangt wird nicht als Mensch bezeichnet, sondern er ist lediglich ein Tier in der Form eines menschlichen Wesens. Allerdings kann er Schaden anrichten, wie es einem Tier nicht möglich ist, wenn nämlich der ihm zur Erlangung des Schöpfers gegebene Verstand zur Schädigung anderer verwendet wird, und dies wird ihn tiefer erniedrigen als ein Tier.
Rav Shim’on Lavi, „Katem Paz

Dies ist eine Antwort an alle „weisen“ Menschen, die gegen ein Studium der Kabbala sind: Lasst jene, die Kabbala studieren, Fehler machen und fragt sie nach dem richtigen Weg, wenn sie ihre Fehler aufdecken. Aus diesem Grund werden ihre Bemühungen vom Schöpfer gut geschrieben und belohnt. Und diejenigen, die Kabbala Studierende demütigen, werden vom Schöpfer gerichtet.
Rav Shim’on Lavi, „Katem Paz

Der Kranz der Tora ist die Kabbala, was jeder zurück weist. Aber du, strecke deine Hand aus und nimm ihn (den Kranz), denn jene, die es nie versucht haben, haben nie das Licht der Tora gekostet und leben in Dunkelheit. Groß ist die Sünde jener, die verschiedene Entschuldigungen verwenden, um das Studium der Kabbala zu vermeiden. Und es ist nicht der Fehler der Massen, sondern der ihrer Führer, die das Studium der Kabbala außer Acht lassen und stolz darauf sind, nur den enthüllten Teil der Tora zu studieren und nichts anderes außer dem einfachen Verständnis der Tora zu brauchen.
Vilnaer Rabbi Pincus Eliyahu, Sefer HaBrit, Teil 2, Artikel 12, Kapitel 5

Es gibt viele ignorante Menschen, die es ablehnen, Kabbala zu studieren. Aber wenn sie auf mich hören würden, würden Übel und Unglück aufhören, in unsere Welt zu kommen, denn der Mensch ist einzig von seinen Bemühungen im Studium der Kabbala abhängig.
Safrin, Yitzhak Yehudah Yehiel, Notzer Hesed al Pirkei Avot, Kapitel 4, Studie 20

Ach, diese Menschen, die die Tora trocken machen und die es nicht danach verlangt, die Weisheit der Kabbala zu studieren; sie verursachen durch ihre Taten die Armut, den Ruin und die Räuberei, die Plünderei, die Morde und die Zerstörung in der Welt.
Rabbi Shimon Bar Yochai (Rashbi), Tikunej Sohar, Kapitel 30

Rashbi bezeichnet jene, die die einfache Tora studieren, als „schlafend“, da sie ihre Augen nicht öffnen, um die Liebe des Schöpfers für sie zu sehen, als ob sie es verschmähten und nicht den Weg zur Perfektion und Anhaftung an den Schöpfer wüssten.
Rabbi Moshe Chaim Luzzatto (Ramchal), Shaarei Ramchal, Einführung zum Artikel Vikuah, Seite 97

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Die Mission der großen Seele des Baal HaSulam

Frage: Baal HaSulam sagte, dass er etwas völlig Neues in seinen Büchern enthüllt hat, was nie zuvor in all den Büchern seiner Vorgänger offenbart wurde. Was genau hat er offenbart?

Antwort: Erstens schreibt Baal HaSulam (1884 – 1954), dass er die nächste Reinkarnation derselben Seele ist, welche immer wieder in unsere Welt, in den großen Kabbalisten zurückgekehrt (von ARI, Raschbi, Moses, Abraham bis zu Adam HaRishon) sind. Dies ist eine besondere Seele, die in unserer Welt erscheint und sich in verschiedene „Kleider“ hüllt, um jedes Mal die gleiche Methode an uns zu übermitteln, aber jedes Mal in einer genaueren und ausführlicheren Form, welche geeigneter für die jeweilige Generation und das Zeitalter ist, in welche sie in diese Welt herabsteigt.

Deshalb war diese Seele, als sie sich im Körper des ARI (1534-1572) befand, noch nicht in der Lage, das zu offenbaren, weil die Zeit noch nicht reif dafür war. Deshalb war ein Teil der Wissenschaft der Kabbala, die für die Generation Baal HaSulams notwendig war, in den Zeiten des ARI noch nicht erforderlich. In der Tat war es sogar verboten, dies zu enthüllen. Aber in der Generation von Baal HaSulam wurde es absolut notwendig, weshalb er erschien und dies alles offenbarte.

Die tiefen Erkenntnisse der Wissenschaft der Kabbala, die wir heute diskutieren, waren noch bis vor zwanzig Jahren verborgen, geschweige denn vor 2000 Jahren. Aber das bedeutet nicht, dass die Kabbalisten der Vergangenheit nicht darüber Bescheid wussten. Wir sind wie kleine Kinder im Vergleich zu ihnen, folglich hatten sie nicht die Erlaubnis, das zu offenbaren, was uns heute erlaubt ist. Denn an wen hätten sie es offenbaren können, wenn die menschliche Wahrnehmung noch nicht bereit dafür war.

Wie Baal HaSulam in seinem Artikel „Zeit zu handeln“ schreibt, wurde es erst in unserer Generation notwendig, die Weisheit der Kabbala an die ganze Menschheit zu verbreiten und zu beginnen, sie zu praktizieren.

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Die Seele ist das Licht des Schöpfers


Frage: Warum steht geschrieben, dass Baal HaSulam es verdient hatte, die Seele des Ari zu empfangen? Hatte er nicht seine eigene Seele?

Antwort: Die Seele ist ein „Teil des Schöpfer von Oben“. Niemand, der in unsere Welt geboren wird, besitzt sie von Geburt an. Die einzigen Menschen, die eine Seele haben, sind jene, die zumindest die kleinste Eigenschaft des Gebens erlangt haben, die Eigenschaft des Schöpfers.

In dem Fall, wonach du fragst, hat sich ein Mensch selbst korrigiert, die Eigenschaft des Gebens erlangt, seine Seele (Gefäß der Wahrnehmung – Kli) gebildet und diese hat unversehens eine bestimmte Form angenommen und wurde mit dem Licht erfüllt, das „die Seele des Ari“ heißt. Die Seele ist das korrigierte Verlangen (das ist „der Körper“ der Seele) und das Licht, das sie erfüllt (das Licht der Seele) ist die Enthüllung, der Schöpfer, der sich in dir einkleidet. Deshalb wird die Seele „Teil des Schöpfers von Oben“ genannt.

Die Seele des Ari empfangen bedeutet, wie er zu denken, sich wie er zu fühlen, an seiner Stelle zu sein, durch seine Augen zu sehen und mit den Sinnen genau wie er zu fühlen.

Baal HaSulam empfing die Seele des Ari, welche die gleiche Seele ist, die von Adam an Abraham, von Abraham an Moses, von Moses an Rashbi, von Rashbi an den Ari und vom Ari an Baal HaSulam weitergegeben wurde. Es ist eine besondere Seele, durch die der Schöpfer die Methode, mit Ihm zu verschmelzen, während der Generationen, in denen eine besondere spirituelle Veränderung stattfinden muss, enthüllt. Wenn der Schöpfer uns einen Lehrer wie Baal HaSulam sendet, der die Seele des Ari hatte, zeigt uns das, dass wir in der letzten Generation, der allgemeinen Korrektur leben.

Die Seele verändert sich und reinkarniert ständig. Im Laufe des Lebens eines Kabbalisten hat er immer einen anderen Parzuf und eine andere Stufe. Die korrigierten Eigenschaften eines Menschen, welche die Absicht zu geben haben, in die sich das Licht einkleiden kann, werden Seele genannt. Das Kli wird der Körper der Seele genannt und das Licht wird Seele genannt. Das ist das Licht von NaRaNHY, doch normalerweise wird es „Neshama“ (Seele) genannt, denn bevor wir die vollständige Korrektur erlangen, können wir nur diese Stufe vollständig korrigieren.

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Jeder kann das

Baal HaSulam, „ Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“. Durch alle Generationen gab es nur wenige, die aufstiegen und mit der Anhaftung an den Schöpfer (Dvekut) belohnt wurden, aber in der Generation des Messias kann jeder Dvekut und Erkenntnis erlangen.

Die einschränkenden Konditionen waren in jeder Generation in allen Zuständen und Umständen für die Kabbalisten zwingend und diese erlaubten ihnen nicht, das Ende der Korrektur zu erlangen, was bedeutet, das ihre Erlangungen und Enthüllungen nicht vollständig waren.

Eine einzige Ausnahme in der Geschichte ist der Fall von Rabbi Shimon und seinen Studenten. Diese kleine Gruppe hatte die spezielle Erlaubnis, die gesamte Realität zu enthüllen, den Prozess und das Ziel, damit sie diese Grundlagen weitergeben konnten – vom Beginn des Exils, von dem Zustand vor der Zerstörung des zweiten Tempels, vom korrigierten Israel zu den Nationen Israels, die vollständig verdorben und zerstreut waren. Folglich werden wir im Stande sein, zu dem Weg zurückzukehren, der uns zum guten Zustand führen wird.

In jeder Generation gab es nur wenige Individuen, die die spirituelle Welt erlangten, während in unserer Generation jeder dazu im Stande ist. Es gibt keine Einschränkungen von Oben und alles hängt von der Fähigkeit des Menschen ab, sich mit seinen Freunden zu verbinden. Der einzelne ist kraftlos und unfähig, aber er kann sich mit den Freunden verbinden und dadurch das Ziel erreichen. [123517]

Auszug aus einem Unterricht nach einem Artikel von  Baal HaSulam, 19/12/13

Der Schöpfer enthüllt sich jedem

Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es einen Unterschied zwischen dem Studium des Buches Sohar auf dem Kongress, zusammen mit sehr vielen Menschen und dem Sohar-Studium in unserer Gruppe während der Morgenunterrichte? Was ist wichtiger – Quantität oder Qualität?

Meine Antwort: Die Quantität wertet die Qualität nicht ab. Innerhalb einer großen Anzahl von Menschen gibt es immer welche, die in der Lage sind, sich mehr oder auch weniger zu verbinden, es gibt aber auch welche, die sich überhaupt nicht verbinden können oder es vergessen.

Auf jeden Fall hat die Quantität ebenfalls ihren Vorteil, wie geschrieben steht: „Ich wohne unter Meinem Volk“. Was bedeutet „unter dem Volk“? Die Rede ist hier nicht von einer besonderen Gruppe von Menschen, die auffallen, zielstrebig sind, sich mit der inneren Arbeit beschäftigen können und gut vorbereitet sind.

Der Schöpfer wohnt unter einem ganzen Volk, und nicht innerhalb jener kleinen Gruppe von besonderen Persönlichkeiten, die Er selbst vorangetrieben und zu einer Pyramidenspitze vereint hat. Und doch sagt Er, dass Er sich gerade unter einer großen Menschenmenge befindet.

Die Höhere Lenkung kümmert sich am meisten um die unbelebte Stufe (innerhalb der Menschheit), weniger um die pflanzliche, noch weniger um die tierische und menschliche.

Je schwächer ein Geschöpf, je geringer sein freier Wille, je weniger es in der Lage ist, selbständig für die Korrektur der Schöpfung zu arbeiten, ausgehend vom Schöpfungsgedanken und dem Gesamtsystem, desto mehr kleidet sich die Höhere Lenkung in dieses Geschöpf – und das ist ein Anzeichen für die Enthüllung des Schöpfers (Elokut).

Das heißt, die Rede ist nicht von der Enthüllung des Schöpfers in so hohen Seelen wie Rashbi und allen anderen großen Kabbalisten. Die Enthüllung des Schöpfers wird an der Gemeinschaft und nicht an einzelnen Individuen gemessen.

Aus diesem Grund dürfen wir die große Anzahl nicht nur nicht verachten, sondern müssen sie sogar achten. Die Masse ist durch ihre Anzahl stark und nicht durch einzelne Individuen, die über persönliche Erkenntnis verfügen und persönliche spirituelle Arbeit leisten.

Das Wichtigste ist gerade die gemeinsame Arbeit, denn dadurch lassen wir das Licht sich enthüllen und erlangen die Enthüllung des Schöpfers.

Und persönliche, besondere Arbeit von einzelnen Menschen, unserer Gruppe oder einiger Gruppen ist nur dazu nötig, um uns in diese ganze riesige Masse (in einige Millionen, Milliarden Menschen) einzuordnen und über uns den Lebensgeist an sie weiterzugeben.

Darum ist die Richtung, die Absicht und das Ziel gerade die Gesellschaft, das Volk. Genau aus diesem Grund ist die Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala in den Massen notwendig.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 21.10.2010

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Die Wunderbrücke zum Sohar

Natürlich ist dieses Buch in einer solchen Form nicht für uns geeignet, denn wir befinden uns am Ende des letzten Exils, völlig von der spirituellen Welt getrennt, wir wissen nicht, wie wir dieses Buch öffnen und damit an uns arbeiten sollen.
Deshalb erschafft Baal haSulam für uns eine „Leiter“ (Sulam), die wir bis zur Höhe vom Buch Sohar hochsteigen können. Diese Leiter ist so aufgebaut, dass es zu jedem Auszug aus dem Text des Sohar einen Kommentar gibt.
Und es ist unwichtig, wie viel wir davon verstehen! Wir verstehen weder den Kommentar noch das Buch selbst. Doch der Kommentar baut eine Beziehung zwischen mir und dem Originaltext des Sohar auf.
Und das geschieht auf jeder Stufe. Indem wir diese Stufen hochgehen, treten wir durch den Sulam-Kommentar in das Buch Sohar ein. Ohne diesen Kommentar ist es unmöglich, sich dem Buch Sohar anzuschließen.
Der Sulam-Kommentar ist nicht für das Verständnis, sondern für unsere innere Verbindung notwendig. Wenn ich, selbst ohne sowohl den Kommentar als auch das Buch Sohar zu verstehen, sie benutze, verbinde ich mich mit der Quelle, und der Sohar beginnt, Einfluss auf mich zu nehmen.
Sulam ist erst einmal dazu bestimmt, uns mit dem Licht, das zur Quelle zurückführt, zu verbinden. Wir haben sonst keine Möglichkeit, dieses Wundermittel zu nutzen.
Ich lese, und das Licht wirkt auf mich ein – durch das Lesen, das Studium, die Gruppe – und erweckt in mir neue Eigenschaften.
Dank dieser Eigenschaften stelle ich wirklich den Kontakt mit dem Buch Sohar her – und ich fange an, wahrzunehmen, was dort geschieht, worum es dort geht. Erst dann kann die Rede vom Verständnis des Sohar sein.

Aus dem Unterricht zu Ehren von Baal haSulam vom 16.09.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 19

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman]

Kabbalistische Hauptquellen

Werke von ARI

Und es wäre richtig über ARI dasselbe auszusagen, was über Rashbi gesagt wurde, dass nämlich seinen Vorgängern (wenngleich sie auch mehr als ARI wussten) keine Erlaubnis von Oben gegeben wurde, die Deutungen der Wissenschaft zu enthüllen, während ARI eine solche Erlaubnis gegeben wurde.

Doch das definiert die Größe oder Bedeutsamkeit von Erkenntnissen überhaupt nicht, da es durchaus möglich ist, dass die Größe der Erkenntnisse der Vorgänger in unvergleichlicher Weise jener von ARI überstieg, ihnen jedoch keine Erlaubnis zur Enthüllung gewährt wurde.

Aus diesem Grunde hüteten sie sich davor Erklärungen zu verfassen, die zum Wesen der Wissenschaft gehörten, und gaben sich mit kurzen, nicht miteinander verbindbaren Andeutungen zufrieden.

Deswegen ließen alle, die sich mit der Wissenschaft der Kabbala beschäftigten, ab dem Zeitpunkt als sich die Bücher des ARI in der Welt offenbarten, von den Büchern des RAMAK ab, sowie von den Büchern (von Kabbalisten der Epochen) der Rishonim [Ersten] und Geonim [Weisen], die ARI vorausgingen, und konzentrierten sich allein auf das Studium der Werke von ARI.

Somit stellen die Bücher des Sohar und die dazugehörigen Korrekturen (Tikunej Sohar) die Basis für Erklärungen der Wissenschaft der Kabbala dar, wie diese sein sollen, und darauf basieren die Werke von ARI.

(Zum Sohar und den Büchern von ARI hat Baal haSulam einen vollständigen Kommentar geschrieben, darum studieren wir in unserer Generation diese beiden Quellen durch seine Werke).

Baal haSulam „Enthüllung von einem Teil und Verhüllung von zwei Teilen“

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