Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Sohar-Unterricht auf Russisch vom 04.07.10

Der Himmel und die Erde

Pp.: 151-160
151. Rabbi Schimon hat geöffnet (enthüllt) und gesagt: „Zunächst hat der Schöpfer den Himmel und die Erde geschaffen“.

Man muss das Gesagte anschauen, weil jeder, der behauptet, dass es einen anderen Schöpfer gibt, aus der Welt verloren geht.  Wie gesagt: „Diejenigen, die behaupten, dass es einen anderen Schöpfer gibt, gehen sowohl von der Erde als auch vom Himmel verloren, weil es keinen anderen Schöpfer außer dem Dominus gibt. “

Der Himmel ist die Eigenschaft des Schöpfers, Bina, die Eigenschaft des Gebens.

Die Erde ist die Eigenschaft des Geschöpfes, Malchut, die Eigenschaft des Empfangens

Ursprünglich ist das ganze Weltall mit Hilfe dieser zwei entgegengesetzten Kräfte geschaffen worden. Auf ihrer Kombination stützen sich die Handlungen aller Objekte und der Erscheinungen im Universum.

Die geistige Arbeit in drei Linien ist auf den Prinzipien des Gleichgewichtes zwischen der Selbstsucht und dem Altruismus, dem Empfangen und dem Geben gegründet.

Die Linke Linie ist die Erde oder der Wunsch zu empfangen, und die Rechte Linie ist der Himmel oder der Wunsch zu geben.
Zwischen den beiden befindet sich der Mensch, der diese Eigenschaften in sich einer bestimmten Ordnung in aufnimmt:

• Der Aufstieg über die Selbstsucht mit Hilfe der Eigenschaft des Gebens;

• Die Heranziehung der Eigenschaft des Empfangens je nach dem Erwerb der Eigenschaft des Gebens;

• Die Bildung der mittleren Linie auf ihrer Grundlage.

Die Mittlere Linie, die aus der Kombination zweier Kräfte besteht, schafft solch ein geistiges Gleichgewicht, das „der Mensch“ heißt.

Der Mensch ist kein physiologischer Körper, sondern die Eigenschaft, die wir in uns entwickeln, ausgehend von unserem Punkt im Herzen.

Mit Hilfe der Kräfte des Empfangens und des Gebens dehnen wir den Punkt im Herzen bis zum höchsten Zustand, der sowohl den Himmel als auch die Erde einschließt.

Die Wissenschaft der Kabbala ist eine praktische Enthüllung des Schöpfers in der Welt. Wir müssen ständig in uns den Wunsch entwickeln, der danach strebt.

Solchen Wunsch kann man nur von der Umgebung bekommen, unter deren Einfluss sich die vollwertige Forderung in uns entwickelt, den Schöpfer zu enthüllen.

Jeder von uns hat nur einen Punkt im Herzen – ein sehr kleiner Wunsch, der zur höchsten Welt gewendet ist.
Um ihn zu enthüllen, braucht man ein riesiges Potential oder die Kraft, die unseren Wunsch ausdehnen wird und dem Licht den Eingang öffnet.

Die Teilnahme an den Kongressen, das Streben zur Vereinigung ermöglichen uns, vom gegenseitigen, geistigen Wunsch durchdrungen zu werden.

Die Wünsche der anderen in uns aufnehmend, werden wir den Weg dem Licht öffnen, das zur Quelle zurückführt.

Aus einem Unterricht “zum Buch Sohar”, von 04.07.2010

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Der erste Schritt aus der Ebene – hinauf in die höhere Dimension

Der Mensch wird mittels des Höheren Willens an den Ort seiner freien Wahl geführt. Und unsere Freiheit besteht nicht darin, zwischen dem Genuss und dem Leiden zu wählen.
Ich wurde schon in diesen Zustand, an diesen Ort gebracht, und meine Auswahl besteht nicht mehr darin, sie liegt über dem Genuss und über dem Leid, in der höheren Dimension.

Es gibt eine Ebene in dieser Welt, entlang welcher ich geführt wurde, man brachte mich aus dem schlechteren Ort an einen solchen, der für mich besser geeignet war (mit weniger Leiden). Und jetzt soll ich die Wahl treffen – und nicht zwischen dem schlechten und guten Zustand wählen, denn ich kann aus dieser Stelle nicht heraus. Egal, wohin ich daraus hinausgehe, wird es dort schlechter sein, das heißt noch größeres Übel geben.

Deshalb bleibe ich erstmal auf der Stufe dieser Welt – soll aber daraus nach oben, in die andere Dimension hinausgehen. Ich soll mir hier andere Werte aneignen, die als „gut und böse“ in Bezug auf „das Erhalten oder das Geben“ sind, sowie in Bezug auf „die Wahrheit oder Lüge“ – und nicht im Hinblick auf „den Genuss und das Leiden“, die ich früher wählte.

Den Genuss und die Leiden empfand mein tierischer Körper, und die Wahrheit und Lüge empfindet der Mensch in mir. Das heißt meine Wahl liegt darin, in mir den Menschen aus dem geistigen Gen zu entwickeln. Darin besteht eben meine Freiheit der Wahl – bezüglich der neuen Sorgen, des neuen Ziels, der völlig anderen Dimension. Dann wird alles Übrige unten in dieser Welt bleiben, ich nehme es nur im Maß der Notwendigkeit wahr, und möchte mich nur mit dem Menschen in mir beschäftigen. Ich habe einen Punkt im Herzen, das erste geistige Reschimo (das Gen), woraus ich beginne, in mir den Menschen zu entwickeln. Wie? – Mit der Wahl der Umgebung, der Bücher, des Lehrers.

Ich antworte auf Ihre Fragen, Teil 7

Antworten auf Ihre Fragen zu „Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung“, Teil 5

Was ist das Ziel der Schöpfung?

Die Frage: Sind der Wunsch, alles zu empfangen und der materielle Körper ein und dasselbe?
Meine Antwort: Ja, weil es keine Körper gibt, und nur der Wunsch die einzige Schöpfung ist.

Die Frage: Stimmt das Gesetz von Ursache und Wirkungs innerhalb einer Stufe mit dem Heruntersteigen „von Stufe zu Stufe“ überein?

Meine Antwort: Das Gesetz der treppenförmigen, konsequenten Entwicklung ist allgemeingültig.

Die Frage: Wenn man davon ausgeht, dass diese Welt die genaue Kopie der spirituellen Welt ist…

…Besteht dann die Aufgabe der Menschheit in dieser Welt darin, sich zu korrigieren, damit diese Welt ihren Platz in der Geisteswelt wieder belegen kann?

…hängt die Korrektur der Menschheit von der Korrektur eines jeden einzelnen ab? Kann man daraus die folgende Schlussfolgerung ziehen: wird das Gesetz “ liebe deinen Nächsten, wie sich selbst“ in der Zukunft so aussehen: Bei jedem Menschen in der ganzen Welt wird der Punkt im Herzen erwachen, und er wird sich bemühen, seinen Nächsten, wie sich selbst zu empfinden, um ihn dadurch zu erfüllen, um dem Schöpfer gleich, gebend zu werden?

…wird folglich jeder Mensch entscheiden, dass er zum Gebenden werden will, und als Ergebnis dieser Entscheidung kann er dann die Wünsche anderer emfpinden?

…wird dann der Mensch in seinem Inneren mit dem fremdem Wunsch so wie mit dem eigenen arbeiten?

Kann es dann so sein, dass solche Arbeit dazu führen wird, dass viele existierende Wünsche wie zum Beispiel Mord oder Diebstahl usw. korrigiert werden, ohne in dieser Welt realisiert zu werden?

Meine Antwort: Stimmt alles!

Die Aufgabe des Embryos ist, sich an den Höheren anzuheften

Eine Frage, die ich erhielt: Wer ist unser „Höherer“ in der Spiritualität?

Meine Antwort: Das wissen wir nicht. Wir befinden uns im Mutterleib des Höheren wie ein einziger Punkt, ein Samentropfen, unser spirituelles Reshimo (Aufzeichnung, Gen). Außer diesem Reshimo haben wir nichts mehr!

Denn unser irdischer Körper, unser Verstand und unsere Gefühle gehören nicht zur spirituellen Welt und sind dort nicht zu sehen.

In der spirituellen Welt gibt es nur den Mutterleib des Höheren (Malchut der Welt der Unendlichkeit) und uns innerhalb dieses Mutterleibes. Und jeder von uns ist ein Reshimo (0/1, Shoresh de Awiut / Alef de Hitlabshut) bzw. ein Punkt im Herzen. Und nun besteht unsere Aufgabe darin zu versuchen, uns im Mutterleib einzunisten!

Alles beginnt mit drei Tagen der Absorption des Samens. Das allererste Problem für den Embryo (für uns) ist, sich an die Gebärmutterwand anzuheften, d.h., den ersten Kontakt mit dem Höheren herzustellen. Und um sich an ihn anzuheften, muss man sich vor ihm annullieren.

Doch wo ist dieser Höhere, diese Gebärmutterwand? Was ist das? Der Höhere ist eine kabbalistische Gruppe, meine Umgebung! In dieser Form präsentiert sich der Höhere als Schöpfer vor mir.

Es gibt also eine Umgebung, und ich, der sich an sie angeheftet hat, nehme trotz aller Hindernisse die ganze Kraft des Verlangens der Gruppe an und bin bereit, alles von ihnen in mich aufzunehmen, indem ich mich vor ihnen annulliere.

Wenn ich mich an die Gruppe anhefte, beginnt mein Awiut, die Kraft des Verlangens zu wachsen und unangenehme Gefühle in mir hervorzurufen: Enttäuschung, Wachstum des Egoismus, Schwere. Doch ich muss wie ein Blutegel noch tiefer eindringen, mich in der Gruppe, in der „Gebärmutterwand“, einnisten.

Und dann wird die erste Verbindung zwischen uns entstehen, nicht durch einen Punkt, sondern durch ein Röhrchen, das mich mit Blut versorgt – noch ist das eine Verbindung auf der unbelebten Stufe (Dam/Blut von domem/unbelebt), doch ich bekomme bereits spirituelle Nahrung von dem Höheren.

Und all das geschieht durch meine Verbindung mit der Gruppe. Es gibt für mich keine andere Wand zur spirituellen Welt, durch die ich dorthin gelangen kann!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zum Sulam Kommentar“ vom 24.06.2010

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Der Schlüssel zum Licht

Wenn ich mich über meinen Egoismus hinweg erhebe und auf die Wünsche anderer Menschen eingehe, dann bekomme ich das unendliche, geistige Gefäß, in dem ich das ganze Licht der Unendlichkeit empfinden kann.

Es funktioniert sehr einfach: Als ob es ein großes Rohr mit einem Absperrschieber gäbe, durch welches das Licht ununterbrochen fließt. Und mit diesem Absperrschieber kann ich die Strömung des Lichtes beliebig stark verändern, indem ich das Rohr vollständig offen halte.

Genauso ist es in unserer Welt, in welcher sogar ein kleines Kind den Absperrschieber drehen und dadurch den Andrang des Wassers verändern kann. Ich mache dasselbe. Ich verfüge nur über einen kleinen Wunsch zur Spiritualität, über den Punkt im Herzen.

Wenn ich mich aber auf die Wünsche anderer Menschen konzentriere, mich in den allgemeinen Körper der Seele einreihend, wie die einzelne Körperzelle, dann gebe ich diesem allgemeinen Körper etwas zurück, und er beginnt sich, um mich zu sorgen. Folglich erhalte ich auch alle seine unendlichen Möglichkeiten.

Das heißt, die Kabbala spricht nun zweckmäßig darüber, dass man die eigenen Wünsche zurücklassen sollte, um in die Wünsche der anderen Menschen berücksichtigen zu können.

Dadurch bekommen wir die Möglichkeiten, geistige Gefäße, Wünsche, welche um „613“ Mal größer sind, als diejenigen, die wir ursprünglich hatten!

Anfänglich hatten wir nur einen Punkt – und nun bekommen wir den ganzen Körper zur Verfügung, und zwar jeder von uns!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zum TES“, 10.06.2010

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Wie man in der Spiritualität wächst

Die kabbalistische Gruppe ist ACHaP des Höheren, Malchut, die viele andere Seelen einschließt. Sie sind fremd für mich, dem Unteren, der seinen Punkt im Herzen an sie anheften muss.

Wenn ich meinen Punkt in Bezug auf den Höheren annulliere, dann wird er zu meinen Galgalta we Ejnaim und erhält durch den Höheren die Form.
Der Höhere gibt ihm alles für sein Wachstum, er gibt ihm die Struktur – alle Seelen, die gesamte Welt der Unendlichkeit, das ganze Gefäß der Gesamtseele.

Wenn ihr zu einem spirituellen Objekt (Parzuf) werden wollt, dann heftet euch an den Höheren an, und sein ACHaP wird zu eurer Welt, die ihr enthüllt.
In dem Maße meiner Anheftung an ACHaP des Höheren beginnt mein Punkt zu wachsen, durch die Teile von ACHaP. Sich anheften bedeutet, seine Macht über sich zu akzeptieren, wie Baal haSulam im Artikel „Freier Wille“ erklärt.

ACHaP des Höheren ist meine Umgebung, und indem ich mich an sie anhefte, bekomme ich von ihr, wie der Embryo von der Mutter, Blut, Sauerstoff, Minerale, damit aus meinem Punkt im Herzen ein spiritueller Organismus entsteht.

Dieser Organismus ähnelt dem, was ich von ACHaP des Höheren, von der Gruppe, bekommen habe, doch ist es in meinem Punkt, in meinem spirituellen Gen verkörpert, d.h., es gehört ihnen beiden.

So ist auch das Kind in gewisser Weise seinen Eltern ähnlich, doch seine Grundlage bekommt es von dem Schöpfer. Ich annulliere mich vor der Gruppe und verpflichte sie, sich um mich zu kümmern. So annulliert sich auch der Säugling vor der Mutter, um ihre ganze Fürsorge, das ganze Essen von ihr zu bekommen, doch er verpflichtet sie, das zu tun.
Ich gebe mich dem Höheren hin, ich gebe mein Verlangen an ihn weiter, meine Forderung, zu dem Teil zu werden, in dem sich die rechte und die linke Linie vereinen und die Handlung des Gebens vollziehen.

Und in dem Maße, wie ich das tue, wie sich der Embryo vor der Mutter annulliert und sie verpflichtet, ihn großzuziehen, so wird sich die Mutter im Gegenzug um ihn kümmern.

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Von einem Punkt in Malchut zur Unendlichkeit

Es gibt kein Licht ohne Gefäß, keine Erfüllung ohne Verlangen. Das höhere Licht befindet sich in einem absoluten Ruhezustand, es erfüllt und umgibt das ganze Universum. Alles hängt nur von unserem Verlangen, unseren Wahrnehmungsgefäßen ab.

Wenn unser Verlangen gerade nach dieser Erfüllung streben wird, werden wir diese Erfüllung spüren. Wenn aber das Verlangen der Frequenz oder der Eigenschaften der Erfüllung entspricht, es also zwischen Verlangen und Erfüllung keine Gleichheit der Eigenschaften gibt, können wir die Erfüllung nicht spüren, so wie auch in vielen Situationen in unserer Welt.

Wir müssen unser Verlangen in eine Übereinstimmung mit dem höheren Licht bringen, damit das Licht das Verlangen erfüllen kann. Das Verlangen muss auf das Licht abgestimmt sein, d.h. sich in der Eigenschaft des Gebens befinden. Wo bekommen wir die Kraft zu geben? Kabbalisten sagen, dass die Kraft des Gebens in jedem Menschen vorhanden ist. Aber sie ist sehr klein, und wenn der Mensch allein ist, bleibt sie auch klein.

Sie kann nur dann wachsen, wenn der Mensch sich mit anderen Menschen verbindet. Wenn er die Eigenschaft des Gebens erreichen möchte und für alles bereit ist, um von der Gruppe und den Freunden ihre Verlangen zu geben zu bekommen, wird er viele solche Wünsche von ihnen sammeln, in dem Maß, in welchem er sich gegenüber Freunden klein macht und seine Freunde vor den eigenen Augen hochstellt. So kann er ein größeres Verlangen von ihnen bekommen, sowohl in der Menge als auch in der Qualität.

Und wenn er das Verlangen zu geben schon hat, kann das Licht beim Lesen des Buches Sohar auf ihn einwirken und in ihm dieses Verlangen einordnen und auffüllen.

So muss die Vorbereitung auf das Lesen des Buches Sohar in einer Gruppe stattfinden, in einer gegenseitigen Einschließung ineinander, um ein starkes Verlangen zu bilden. Dann erreichen wir unser Ziel.

Wir können die Zeit beschleunigen, sie verkürzen, anstatt in lange physische Leiden einzutauchen, sie in Leiden der Liebe umzuwandeln, Leiden, die daraus resultieren, dass wir keine Eigenschaft des Gebens, Verlangen zu geben haben und wir verpflichtet sind, sie zu erreichen. Wir können in Bezug auf unsere Freunde aus der Gruppe verschiedene Handlungen ausführen und so dieses Verlangen erlangen.

Das heißt, dass alles in unseren Händen liegt. Wir können tatsächlich die Zeit auf Null bringen. Der Schöpfer hat nur den Punkt „Etwas aus dem Nichts“ geschaffen. Alles andere hat Er uns nur gegeben, damit wir unser Verlangen, einen Punkt im Herzen auf die Größe von/in? Malchut der Unendlichkeit vergrößern. Das ist nur durch Verbindung möglich.

Deshalb haben wir nur eine Möglichkeit, das Verlangen zum Licht zu erreichen: versuchen, gemeinsam innerhalb unserer kleinen Wünschen zu geben zu sein.

Aus einem Soharunterricht, 06.06.2010.

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Die Kräfte des Guten zu erwecken

Eine Frage, die ich erhielt: Mich wundert, welche bedeutenden Veränderungen jetzt geschehen – es entstehen eine Menge neue Gruppen, wie die Pilze nach dem Regen.

Wie gelingt es uns, ein solches Ergebnis in der inneren Arbeit zu erreichen?

Meine Antwort: Es hängt nicht nur von uns ab. Sie sehen, wie viele neue, ernste Menschen zu uns kommen – es bedeutet, dass die Zeit wirklich reif ist. Der Schöpfer möchte die Menschen der Kabbala annähern!

Nach allen diesen Windungen der Spirale unserer Entwicklung, sind wir endlich beim geistigen Gen (dem Punkt im Herzen) angekommen, und das umgebende Licht begann einzuwirken.

Wir müssen ihnen nun helfen, die Umgebung, die Gruppe, dieses Hilfssystem zu organisieren.

Folglich werden wir zusammen beginnen, das Licht der Korrektur zu fordern – 3-5 Jahre für die Vorbereitungsperiode, über welche Baal HaSulam schreibt, werden nicht mehr nötig sein. Die Korrektur wird sehr schnell und leicht erfolgen.

Stellen Sie sich den Unterschied vor – wenn der Mensch aus der Bewusstlosigkeit aufwachen soll, während alle seine Systeme noch schlafen und nicht funktionieren, oder aber wenn im Körper eine Menge verschiedener Teile schon aufgewacht sind und man diesen Prozess nur beenden muss.

Es ist nicht ein einziges Organ des Körpers, das im unbelebten Körper erwachen will – sondern eine Menge der wiederbelebten Teile.

Und es ist klar, dass es dabei viel mehr Möglichkeiten gibt, um schnell zur Besinnung zu kommen und hinaufzusteigen.

Ich bin überzeugt, dass wir in allernächster Zukunft die riesigen Veränderungen in der ganzen Welt sehen werden. Denn die Welt befindet sich in einem sehr gefährlichen Zustand – die Krise ist noch lange nicht vorbei.

Und welche furchtbare Katastrophe geschieht mit dem Erdöl, das im Golf von Mexiko ausgegossen wird. Wir verstehen noch nicht, welche Folgen es haben kann.

Es ist unmöglich, diesen Springbrunnen zu stopfen – stellen sie sich vor, was geschehen kann?! Jetzt strömt aus dem Inneren der Erde das Meer des Erdöles, was zur katastrophalen Verschmutzung führt. Es wird nicht nur Florida und Amerika beeinflussen, sondern auch die gesamte Welt.

Die Menschen denken schon daran, mittels einer nuklearen Explosion den Durchgang des Erdöls zu bedecken. Aber sie befürchten, dass er sich an anderen Stellen öffnen wird. Wir haben die bösen Kräfte in die Welt gelassen…

Deshalb hoffe ich, dass mit Hilfe aller unserer kabbalistischer Gruppen, die sich weltweit bilden, sowie mittels einzelner Menschen, die zu uns kommen, wir die Kräfte des Guten im Gegensatz zum geöffneten Übel erwecken können werden.

Wir sollen handeln bzw. uns korrigieren – und dann werden wir unbedingt vorankommen. Denn wir haben die Kraft der Tora bzw. das Licht der Korrektur bekommen – alles weitere hängt von uns ab.

Aus dem Unterricht zum Artikel „Vorwort zu TES“, 31.05.2010

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Das holographische Bild der Seele

Der Schöpfer fordert von unseren Seelen die Vereinigung. Unsere Unkorrigiertheit kommt davon, dass wir uns seelisch voneinander entfernt haben und uns als Fremde wahrnehmen.

Unsere Korrektur besteht also darin, sich als Teile eines Körpers zu fühlen. Und sogar viel mehr als einfach nur Körperteile, die aufeinander abgestimmt sind – das alleine genügt eben nicht.

Es soll meine Verbindung zu jedem aufgebaut werden, und jeder soll sich mit allen anderen verbinden -bis die Unendlichkeit erreicht wird! Dies gleicht einem holographischen Bild, worin jeder Teil auch alle Übrigen einschließt.

Wir sind noch nicht in der Lage, uns dieses Bild sinnlich vorzustellen, weil wir diesem Bild vollkommen entgegengesetzt sind.

Der Zerbruch der Seelen geschah mit dem Ziel, dass wir uns abgesondert voneinander empfinden und einander nicht verstehen, denn wie kann man sich mit anderen verbinden, wenn es das eigene „Ich“ nicht gibt – es vereinigt sich mit allen und bildet das einheitliche Ganze.

Wenn sich also unsere Punkte im Herzen verbinden, dann geht diese illusorische Realität der physischen Körper verloren – und es bleiben nur unsere Wünsche.

Und je mehr sich jeder von uns bemüht, sich unsere Vereinigung vorzustellen, desto eher wird er sich dem wahrhaften Blick an die echte und einzig existierende Realität nähern.

Wir müssen uns nur ihr annähern und sie enthüllen. Und somit werden wir von diesen materiellen Illusionen geheilt, die uns heute umgeben.

Aus dem Unterricht zum Buch Sohar, 30.05.2010

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Wie funktioniert der Korrekturmechanismus?

Eine Frage die ich erhielt: Wie kann man seinen Punkt im Herzen durch die Gruppe, die als spiritueller Verstärker dient, realisieren ?

Meine Antwort: Es gibt äußere Mittel, die wir benutzen: Bücher, Gruppe, Lehrer, unsere Bildungs und Verbindungssysteme in der ganzen Welt. Solche Bedingungen haben für uns die Kabbalisten bestimmt.

Wenn wir sie benutzen, indem wir für uns äußere Rahmen bilden und unsere Verlangen zum Spirituellen in dieses System hineinbringen, beginnt das Verlangen zu wachsen.

Ursprünglich habe ich nur einen Punkt im Herzen und ich gebe ihn an meine Freunden weiter, wobei ich alle ihre Punkte bekomme! Und dieses System der Verbindung zwischen uns, den Seelen, existiert schon.

Alles wurde bei dem Abstieg der Welten von oben nach unten vorbereitet, für unseren Aufstieg von unserer Welt bis zu der Welt der Unendlichkeit.

Ich muss es nur schaffen mich diesem System anzuschließen: mich annulieren, alle anderen als korrigiert sehen und durch sie das Licht der Korrektur empfangen wollen.

Dann bekomme ich von allen ihre Verlangen zur Korrektur, die mein eigenes Verlangen verstärken. Obwohl ich am Anfang nur einen kleinen Punkt im Herzen hatte, und man weiß nicht mal wohin er gerichtet war.

Aber ich investiere in die Gruppe, ich möchte mich an sie anschließen, das heißt ich habe eine Handlung des Gebens vollbracht! Und als eine Antwort habe ich eine tatsächliche Kraft von den anderen bekommen, ein wahres Verlangen zu geben!

Du siehst plötzlich, dass du dies wirklich haben möchtest und schätzt. Und dann kommt zu dir eine Angst: “ Wird es mir gelingen die Eigenschaft des Gebens zu erlangen oder bleibe ich mein ganzes Leben so wie jetzt?… “

Das sind noch egoistische Gedanke, aber es geht schon darum, wie man die Eigenschaft des Gebens erreicht! Das nennt man „Lo Lishma„: a) das Geben um des Gebens willen erreichen wollen b) davon profitieren wollen

So bekommst du durch die Gruppe eine innere Ausrichtung, zum Schöpfer.

Und wenn du nach dem Schöpfer strebst, näherst du dich dem Glauben an, und du beginnst ein anderes umgebendes Licht anzuziehen.

Das Licht hat sich nicht geändert, aber Du bist jetzt anders und deshalb wirkt das Licht anders auf dich. Jetzt kann er dir die Eigenschaft des Gebens schenken.

Und wenn du die Eigenschaft des Gebens gewinnst, dann beginnst du dich über deinen Egoismus zu erheben…

Das wolltest du doch von Anfang an erreichen, aber das Licht hat es so gemacht, dass dies nicht aus Zwang sondern nach deinem eigenen freien Willen geschehen ist.

Und plötzlich spürst du, wie dich die Eigenschaft des Glaubens, das heißt die Eigenschaft des Gebens auffüllt, denn der Glaube ist nichts anderes als das Geben, Bina.

Sie gibt dir die Freiheit von deinem Ego! Es ist nicht so, dass sie dich von deinem Egoismus völlig befreit, aber sie gibt dir die Kraft, sich darüber zu erheben. Das ist schon über dem Machsom.

Aus einem Unterricht zu Artikel von RaBaSH „Die Liebe zu Freunden“, 27.05.2010