Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Punkt im Herzen'

Warum die Welt korrigieren? (Fortgeschritten)

Drei Fragen, die ich über die Korrektur der Welt erhielt:

Frage: Manchmal haben auch begeisterte Anhänger der Kabbala und Studenten von Bnei Baruch einfache, aber grundlegende Fragen, die notwendig für die weitere Entwicklung und das Verständnis sind. Meine Frage lautet: Es heißt, dass wir mit Hilfe der Weisheit der Kabbala die Welt korrigieren können. Aber warum sollten wir diese Welt überhaupt korrigieren?

Meine Antwort: Weil die Welt nicht unabhängig oder außerhalb von Ihnen existiert, sondern nur in Ihrem Inneren, und ihre Existenz hängt von Ihren Eigenschaften ab. Indem Sie folglich die Welt korrigieren, korrigieren Sie Ihre Eigenschaften.

Frage: Die Korrektur kann nur durch die Menschen in der Welt herbeigeführt werde, in denen bereits der Punkt im Herzen erwacht ist, auch wenn diese selbst noch nicht korrigiert sind. Stimmt es, dass Menschen mit einem Punkt im Herzen die Korrektur erlangen werden und vom Schöpfer die Eigenschaft von Bina, was die Eigenschaft des Gebens im Bezug auf die ganze Welt ist, erhalten werden, einschließlich der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen? Die Welt andererseits hat die Eigenschaft von Malchut, das Empfangen, und kann sich nicht selbst korrigieren. Somit können nur die Menschen mit der Eigenschaft von Bina, jene mit dem Punkt im Herzen, die Korrektur der Welt bewirken – Bnei Baruch.

Meine Antwort: Da liegen Sie absolut richtig!

Frage: Gibt es eine kritische Masse an Studenten der Kabbala, die erreicht werden muss, um für eine positive Veränderung in der Welt zu sorgen?

Meine Antwort: Du bist die kritische Masse!

 

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Wenn Israel sich mit den Nationen der Welt verbindet


Eine Frage, die ich erhielt: Die Menschen in Israel leiden unter dem Antisemitismus. Wenn sie damit beginnen werden, das Gesetz „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu befolgen, und das System der Beziehungen in ihrem Land verändern, werden andere Nationen dann aufhören, Israel zu hassen? Wie stehen diese Dinge miteinander in Verbindung?

Meine Antwort: Wir, Bnei Baruch, haben überall auf der Welt viele Freunde und diese globale Gemeinschaft zeigt, was mit Menschen geschieht, die etwas darüber gelernt haben, was die Kabbala der Welt zu geben hat. Diese Menschen sind uns nahe geworden und wir können alle spüren, dass es unter uns Liebe und Einheit gibt.

Wenn ein Mensch erkennt, dass man ein kostbares Wissen über die Seele, über die Zukunft, über das Schicksal der Welt und über die Verbindung untereinander besitzt und wenn er spüren kann, dass diese Dinge richtig sind, dann verbindet er sich mit dir. Und dann wirst du keinen Unterschied zwischen euch feststellen.

Das ist es, was wir in der Praxis sehen: Es gibt keine Entfernung oder irgendeinen Unterschied zwischen uns in Israel und unseren Freunden in der Welt. Sie sind Teil unserer Gruppe und werden durch den „Punkt im Herzen“ gelenkt. Es gibt zwischen uns keinen Unterschied in unserer Wahrnehmung, unseren Handlungen oder unserer Einstellung zum Schöpfer. Wenn du jemandem aus der Ferne nahe kommst, dann wird dir dieser Mensch sogar noch teurer.

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Blog-post: Bilder vom Internationalen Kabbala Kongress 2009
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Die Stufen unserer Entwicklung: unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich


Fragen, die ich über die Stufen der Entwicklung erhielt:

Frage: Verstehe ich richtig, dass ein Mensch auf der unbelebten Stufe der Entwicklung den Punkt in seinem Herzen noch nicht enthüllt hat? Und folgt die Entwicklung des Punktes im Herzen den gleichen Stufen: unbelebt, pflanzlich, tierisch und menschlich?

Meine Antwort: Ja, es ist genau so, wie Sie erklärt haben.

Frage: Ist es möglich, während unserer Entwicklung von der unbelebten auf die tierische Stufe oder von der pflanzlichen auf die sprechende Stufe zu springen?

Meine Antwort: Nein. Der Wechsel ist immer schrittweise, gemäß der festgelegten Ordnung.

Frage: Bevor wir in unsere Welt herabstiegen, hatten wir kein Konzept oder Bewusstsein davon. Werden wir daher ein spirituelles Bewusstsein entwickeln, wenn wir zurück zu der gemeinsamen Seele aufsteigen? Und wie wird sich das vom Fehlen unseres Bewusstseins vor unserem Abstieg unterscheiden?

Meine Antwort: Der Unterschied besteht in unserem Erkennen dessen, was mit uns geschieht und unserer Beteiligung am Prozess, den Schöpfer – Seine Stufe der Existenz zu erlangen.

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Leben aus der Kabbala, Kapitel 17: Vereinigung mit dem Schöpfer. Phasen der Offenbarung

Die Wirtschaftskrise ist eigentlich ein Mangel an Höherem Licht


Wenn ein Mensch fühlt, dass er von seinem Ego unterjocht wird, dann wird dieses Gefühl „Exil“ genannt. Exil bedeutet, wenn man Druck in seinem Leben verspürt, was geschieht, um von diesem Leben zum Höheren Leben zu gelangen.

Indem wir heute all die Leiden sehen, die an der Menschheit begangen werden, sollten wir verstehen, dass dieses Empfinden eines universalen Exils sich bald über die ganze Welt verbreiten und sich im Innern jeder Person ausdrücken wird. Dies wird stufenweise geschehen, denn es wird für eine riesige Masse von Menschen eintreten und jeden einzelnen in seinem individuellen Entwicklungsstand und seiner ihm eigenen Mentalität treffen. Die Leute mögen besitzen, was immer sie sich möglicherweise wünschen, doch wenn das egoistische Verlangen, Genuss zu erhalten, in jeder Person wächst, dann wird jedermann eine schreckliche Depression, Dunkelheit und Unzufriedenheit im Leben erfahren. Unterdessen werden die Schicksalsschläge, die uns treffen, mehr und mehr an Qualität zunehmen.

Jedoch werden uns diese Schicksalsschläge nicht ohne Arbeit oder Nahrung lassen. Im Gegenteil, sie werden auf der geistigen Ebene eintreten. Eine Person wird keine Mittel haben, sich neu zu beleben und wird sich ständig bis an die Grenze der Verzweiflung unzufrieden fühlen.

Es erscheint uns vielleicht, dass alle Probleme, die jetzt auf uns nieder kommen, auf der materiellen Ebene geschehen. Aber später wird sich offenbaren, dass es in Wirklichkeit spirituelle Probleme sind. Letzten Endes ist es das Ziel der Schöpfung, jedermann zur Angleichung mit dem Schöpfer zu bringen.

Wenn ein „Punkt im Herzen“ – ein Verlangen nach Spiritualität (=Geben, nicht zu verwechseln mit anderen Definitionen von „Spiritualität“) noch nicht in einer Person erwacht ist, dann versteht sie alles, was geschieht, nur durch die Existenz des physischen Körpers: Essen, Familie, den Zustand der Gesellschaft etc. Dadurch ist sie unfähig zu erkennen, dass dies spirituelle Probleme sind.

Auch wenn der Genuss, der einer Person fehlt, spirituell ist, ist sie unfähig zu erkennen, dass es gerade das ist, woran es ihr mangelt. Nur dann, wenn ihr etwas schlimmes im physischen Leben geschieht, beginnt sie zu verstehen, dass sie sich deshalb schlecht fühlt, weil es ihr an Spiritualität mangelt. So entwickelt sich allmählich der Egoismus in uns entlang der vier Stufen, wobei die tierische Stufe die spirituelle zur Folge hat.

Daher ist die ganze Welt in einem Stadium der ökonomischen Krise. Warum ist die Krise gerade ökonomisch? Was hat dies alles mit der Wirtschaft zu tun? Der Kern der Sache ist, dass dies genau die Sprache ist, die wir alle verstehen. Aber in Wirklichkeit ist es ein Mangel an Licht.

Vertwandtes Material:
Blog-post: Das Leben hängt von unseren Einstellungen ab
Blog-post: Die Zeit ist gekommen, um bei uns selbst ein „Upgrade“ durchzuführen
Blog-post: Die Krise wird fortdauern bis wir schreien: „Genug mit dem Egoismus!“

Ehe und Kabbala


Zwei Fragen, die ich über die Ehe erhielt:

Frage: Gerade kam ich vom Kongress zurück, der so wunderbar war, wie ich es erwartet hatte! Eines der Dinge, die ich bemerkte, war, dass viele Menschen, einschließlich mir selbst, darüber nachzudenken begannen, sich mit einem anderen Kabbalastudenten zu verheiraten und eine kabbalistische Familie zu gründen. Jedoch hörte ich auch einige Menschen sagen, dass es nicht wirklich von Bedeutung ist, wen man heiratet, da es um das spirituelle Ziel geht. Aber sollte es nicht mehr Gemeinsamkeiten zwischen den Partnern geben als nur Kabbala?

Meine Antwort: Eine Person, die Kabbala in einer ernsthaften Weise studiert, braucht einen Partner, der sie oder ihn unterstützt und versteht. Sonst wird ihr gemeinsames Leben nicht funktionieren. Wenn Sie bereits verheiratet sind, dann sollten Sie alles daran setzen, damit Ihr Partner Sie versteht und Ihre Studien unterstützt. Im Gegenzug sollte er ständig Ihre Dankbarkeit und Nachsicht erhalten, wenn es um andere Probleme geht, die Sie gemeinsam haben.

Frage: Mein Mann studiert seit langem in einer Gruppe, aber mein Punkt im Herzen ist noch nicht erwacht. Von Anfang an war ich verpflichtet mich anzupassen, und ich lebe nach den Regeln von Bnei Baruch, weil ich keine andere Wahl habe. Eine Scheidung kommt für uns beide nicht in Frage. Kabbala sagt, dass es keinen Zwang in der Spiritualität gibt. Aber kann diese Situation nicht als Zwang mir gegenüber betrachtet werden?

Meine Antwort: Jeder Ehegatte muss verstehen, wenn der andere ein Bedürfnis hat, die Bestimmung des Lebens zu erreichen, dass diesem Verlangen nichts entgegengesetzt werden kann, da es das einzige Verlangen ist, das höher ist als unser Leben.
Jedoch verstehe ich Sie, denn wenn Sie noch nicht das Verlangen haben, die Bestimmung Ihres Lebens zu erreichen, können Sie eine andere Person nicht verstehen, die danach strebt. In diesem Fall sollten Sie einfach den Studien Ihres Mannes zustimmen. Außerdem denke ich, Kabbala zu studieren ist ein besseres Hobby als andere Interessen, die verheiratete Männer oft haben.

Wenn Ihr Mann Ihnen nachgeben würde, würde das ein noch größerer Zwang sein. Ich denke nicht, dass er Sie zwingt, sich mit der spirituellen Arbeit zu beschäftigen, und ich verstehe die Behauptung nicht, „ich lebe entsprechend den Regeln von Bnei Baruch, weil ich keine andere Wahl habe.“ Was bedeutet es, nach den Regeln von Bnei Baruch zu leben? Frauen müssen nicht zu unserem Zentrum kommen. Es gibt keine Studien oder andere Verantwortungen für Frauen. Sie und Ihre Kinder können völlig fremd zu uns sein!

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Verwandtes Material:
Blog-Beiträge zu „Ehe“

Wer braucht die Tora – das Licht der Korrektur?


Eine Frage, die ich erhielt: Im Artikel „Die Enthüllung der Göttlichkeit (Matan Tora)“ zitiert Baal HaSulam die Weisen, „Der Schöpfer offenbarte die Tora allen Nationen und in allen Sprachen, aber sie akzeptierten sie nicht.“ Was bedeutet dieser Vers?

Meine Antwort: Normalerweise fühlt ein Mensch nur seinen natürlichen Egoismus und wird von ihm kontrolliert. In diesem Fall wird er als „die Nationen der Welt“ bezeichnet.

Wenn der Punkt im Herzen in ihm auftaucht (der Embryo seiner Seele, die zukünftige Eigenschaft des Schenkens und der Liebe für den Nächsten), dann wird er wegen dieser Zielsetzung als „direkt zum Schöpfer“ (IsraEl, im Hebräischen) bezeichnet.

Was die Weisen gemeint haben, ist, dass eine Person, wenn sie den Punkt im Herzen nicht fühlt (wenn sie noch zu den Nationen der Welt gehört), die Tora – das Licht der Korrektur – nicht braucht, da sie keine Notwendigkeit zur Korrektur empfindet.

Jemand, der seine Waagschale dem Verdienst zuneigt, bewegt die ganze Welt mit


Zwei Fragen, die ich erhalten habe: „Welche Voraussetzungen sind für die eigene geistige Weiterentwicklung notwendig?“

Frage: Ich bin 18 Jahre alt. Ich lebe in Brasilien, weit weg von jeder Gruppe, ich studiere online und mein einziger Kontakt mit der Gruppe besteht über das Internet. Seitdem mein Punkt in meinem Herzen erwacht ist, versuche ich soweit ich kann am richtigen Weg zu bleiben, aber manchmal fühle ich mich allein und unfähig den Kongress zu besuchen oder Teil einer physischen Gruppe zu werden. Was würden Sie mir raten: Ist es ausreichend mich mit anderen über das Internet zu verbinden? Was kann ich noch tun um meine Korrektur zu beschleunigen?

Meine Antwort: Die virtuelle Verbundenheit genügt um voran zu kommen. Sich die Lektionen anzuhören, die virtuelle Verbindung mit der kompletten Weltgruppe der Studenten aufrecht zu erhalten und an der Kabbala Verbreitung mitzuwirken ist die beste Voraussetzung um den Schöpfer zu offenbaren!

Frage: Es kommt mir so vor, als ob einige Menschen unter spirituell nicht förderlichen Voraussetzungen leben (sozial, finanziell, physisch, geistig, usw.), auch wenn sie den Punkt im Herzen haben und Kabbala studieren möchten. Können sie den Machsom trotzdem durchqueren?

Meine Antwort: Wenn ein Mensch das Wissen über eine solche Möglichkeit der spirituellen Weiterentwicklung erhalten hat, bedeutet das, dass der Schöpfer ihm Freiheit des Willens gegeben hat und alles Weitere hängt von der Person ab. Jedes Reshimo, das in einem Menschen auftaucht, enthält alle Daten über sein inneres und äußeres Kli (d. h. über ihn und seine gesamte Umgebungen). Das gibt ihm das Gefühl, dass es zum einen „ihn“ und zum anderen „die Welt“ gibt. Einschließlich all dem, das für seine Weiterentwicklung und seine freie Wahl notwendig ist (und einschließlich der Gruppe, egal ob virtuell oder physisch). Das ist der Grund, warum geschrieben steht: „Ein Mensch soll immer sagen, ‚Die Welt wurde für mich geschaffen‘ (um sein inneres Reshimo in jedem gegebenen Moment zu begreifen). Wenn man die Waagschale dem Verdienst zuneigt, bewegt man die ganze Welt in diese Richtung. Wenn man sie zum Übel zuneigt, bewegt man die ganze Welt zum Übel.“

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie verbinden wir unsere Punkte in den Herzen?

Der Gedanke ist die stärkste Kraft in der Welt


Eine Frage, die ich erhielt: Beeinflussen die Gedanken von jemandem, der in der Spiritualität fortschreitet, die Welt mehr, als die Gedanken von jemandem, dessen Punkt im Herzen noch nicht erwacht ist?

Meine Antwort: Unsere egoistischen Wünsche und Gedanken (Herz und Verstand) haben keinen Einfluss auf die Welt, da sie vollkommen von Oben kontrolliert werden. Warum steht also geschrieben, dass alle Gedanken und Wünsche eines Menschen die Welt beeinflussen? Das ist deshalb, weil die Welt vom Ausmaß des eigenen Mangels der Korrektur oder von der Diskrepanz mit dem Reshimo, das in einem auftaucht, beeinflusst wird. Hingegen beeinflusst man die Welt nicht durch persönliches Streben.

Mit anderen Worten, wenn man unkorrigierte Wünsche und Gedanken hat, beeinflusst man die Welt mit seinem Mangel an Korrektur. Der einzige bewusste und direkte Einfluss, den wir haben können, ist durch einen Wunsch, der das Reshimo oder die Richtung unserer Entwicklung angleicht. Mit anderen Worten, es ist nur durch die richtige Realisierung des Reshimo möglich.

In der Tat hängt alles von der Kraft des Schirmes ab, der Eigenschaft des Gebens – nur das beeinflusst die Welt. Der Gedanke ist die stärkste Kraft in der Welt. Allgemein gesprochen, je größer die Kraft ist, desto verborgener ist sie vor uns. Wenn ein Mensch spirituell wächst, vergrößert sich die Kraft seiner Gedanken. Physische Kräfte wirken nur in unserer Dimension von Zeit, Raum und Bewegung, während spirituelle Kräfte nicht durch Raum, Zeit und Ort begrenzt sind. Siehe Baal HaSulams Artikel „Von hinten und vorne umfasst Du mich“.

Verwandtes Material:
Blog-post: Das Böse Auge ist unser eigener Egoismus
Blog-post: Der einzige Punkt, an dem Freiheit möglich ist, ist Ihre Reaktion gegenüber dem Schöpfer

Wir können uns entwickeln, ohne auf das Kommen von Leiden zu warten


Zwei Fragen, die ich über die Entwicklung mittels Kabbala erhielt:

Frage: In einem Buch von Rav Kook wird erklärt, dass es zwei Arten von Erlösung gibt: Erlösung, die zu vorgegebener Zeit eintritt (בעיתה – Beito), und Erlösung, die als Antwort auf die Bitte einer Person kommt (אחישנה – Ahishena). So oder so wird die Erlösung letzten Endes kommen. Gemäß der Kabbala müssen wir uns von innen heraus verändern und dann werden wir Freude erreichen. Und indem wir die Weisheit der Kabbala verbreiten, werden wir alle glücklich machen, weil sie dasselbe Licht erhalten werden. Aber dann würde es den Anschein haben, dass Kabbala im Widerspruch mit der Vorstellung über das Bestehen von Zeit für die Korrektur steht.

Antwort: Sie haben alles miteinander vermischt! Kabbala wurde uns gegeben, damit wir, anstatt uns „zu vorgegebener Zeit“ zu entwickeln, die Zeit beschleunigen (Fortschritt durch אחישנה – Ahishena). Das bedeutet, dass wir uns entwickeln können, ohne auf das Kommen des Leidens zu warten (ohne בעיתה- Beito).

Frage: Was meinen Sie mit dem Punkt im Herzen? Sind Sie außerdem der Meinung, dass das Schicksal – oder schwierige Umstände in unserem Leben – uns zu diesem Punkt vorantreiben, damit wir unsere Bestimmung erkennen?

Antwort: Leiden und Leere führen einen Menschen zur Frage über deren Bedeutung, Grund und Zweck. Schrittweise beginnt eine Person zu fühlen, dass sie ein Bedürfnis hat, den Grund für alles was passiert zu verstehen, und dieses Gefühl ist ein unbewusster Wunsch den Schöpfer zu enthüllen. Ein Mensch entdeckt dann die Quelle dieses Wissens (die Bücher, die Gruppe und den Lehrer) und erreicht das Ziel.

Der Punkt im Herzen ist das Verlangen, den Schöpfer zu enthüllen, und Kabbala ist die Methode oder das Mittel Ihn zu enthüllen. Der Punkt im Herzen ist das anfängliche Verlangen deiner Seele und dann beginnt sich deine Seele von diesem Punkt aus zu entwickeln. Der Punkt im Herzen ist gleich einem Samenkorn: Wenn er in eine Umgebung gegeben wird, die gut für seine Entwicklung ist (die Gruppe, die Bücher und der Lehrer), beginnt er sich zu einem Gefäß der Seele zu entwickeln – ein Verlangen, worin ein Mensch die Höhere Kraft – den Schöpfer – zu spüren beginnt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Willensfreiheit liegt in der Beschleunigung

Jeder muss über Kabbala Bescheid wissen


Drei Fragen, die ich darüber erhielt, Kabbala zu erklären:

Frage: Wir verbreiten Kabbala an jene Menschen, die den Punkt im Herzen haben. Aber was müssen wir dem Rest der Welt lehren?

Meine Antwort: Jeder muss über Kabbala Bescheid wissen. Jedoch ist jeder Mensch frei, für sich selbst zu wählen, bis zu welchem Ausmaß er sie benötigt, von 0 % bis 100 %. Alles ist in Bewegung und die Frage über den Sinn des Lebens beginnt in den Menschen rasch aufzutauchen. Das ist eine Frage, die nur Kabbala beantworten kann.

Frage: Die Sprache, die in der Kabbala verwendet wird, ist verwirrend. Warum vereinfachen wir sie nicht? Wenn ihr Ziel die Verbreitung ist, dann sollte die Art der Darstellung modifiziert und vereinfacht werden.

Meine Antwort: Sie haben recht und ich hoffe, ich werde in der Lage sein, das zu tun. Baal HaSulam schreibt, dass wir neue Bücher schreiben müssen, um die Kabbala in einer einfacheren und mehr zugänglicheren Form zu präsentieren. Sie sollten studieren und versuchen, dies selbst zu tun.

Frage: Können Sie uns bitte ein Wörterbuch geben, das Begriffe erklärt, die in Kabbala-Unterrichten verwendet werden, wie Klipot, Kli, Gefäß, liShma, Parssa, Machsom, Or, Yechida, Gadlut, Brija, Adam haRishon, Zimzum, Or Makif, etc.? Für Menschen, die nicht mit Aramäisch oder Hebräisch vertraut sind, ist das schwierig zu verstehen.

Meine Antwort: Es gibt bereits einige Wörterbücher wie diese, welche Übersetzungen der Begriffe, Interpretationen, Kommentare usw. beinhalten (Siehe die Links im verwandten Material im Abschnitt unten). Ich denke, das wissentliche und wiederholte Durchgehen der Terminologie ist die Grundlage für den Erfolg, wenn man das System und die Struktur der Welten zu verstehen beginnt. Dies ist ein sicherer Weg, sich der Empfindung der spirituellen Kräfte anzupassen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie erklärt man anderen die Kabbala?
Glossar der Kabbala Begriffe