Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Prozesses'

Die Höheren Vater und Mutter, die uns verstehen

Das Ganze Universum wird in 3 Teile geteilt:

1. Die Wurzel des Lichtes, die alles beinhaltet, von der Welt der Unendlichkeit, mit vier Stufen der Verbreitung des Lichtes und dem Ausgangspunkt der Schöpfung bis zu Atik und Arich Anpin der Welt Azilut. Das alles heißt die Wurzel oder die Quelle des Lichtes Mochin (Chochma).

2. Das Licht Mochin (Chochma) selbst, das für die Schöpfung vorbestimmt ist, das wir so sehr ersehnen befindet sich in Aba we-Ima der Welt Azilut

3. Und SO“N (Seir Anpin und Nukwa) der Welt Azilut, sowie alles, was sich darunter befindet: alle Welten BE“A (Brija, Jezira, Assija) und alle Klipot, die tatsächlich auch die Teile von SO“N sind gehören zu den Geschöpfen, die das Licht Mochin empfangen.

Es ist wichtig den Unterschied zwischen der Quelle des Lichtes, Atik und Arich Anpin, und Aba we-Ima in allen Einzelheiten zu verstehen, um sich mit Aba we-Ima tatsächlich zu verbinden. Denn in ihnen ist die Wurzel der Geschöpfe enthalten, die wir folglich erreichen sollen. Sie heißen die Höheren „Vater“ und „Mutter“, die sich in der ununterbrochener Verschmelzung befinden (Siwug de-lo pasik).

Аtik und Arich Anpin nehmen für ihre Schöpfung nach dem Zerbrechen solche Teile des Wunsches mit, die mit ihnen früher keine Verbindung hatten. Deshalb erscheinen sie für uns so unendlich hoch und dienen als die Quelle des Lichtes Mochin.

Аtik nimmt G“E von Keter der Welt Nekudim. Arich Anpin nimmt den unteren Teil (АCHА“P) Keter der Welt Nekudim und darüber hinaus „stiehlt für sich“ die oberen, besten Teile aller übrigen Parzufim, wo sich das ganze Licht befindet (GA“R de-Aba, DA“R de-Ima, 7 Keter…) Er nimmt sich alles und bleibt davon unabhängig, was dort unten mit uns, mit den Geschöpfen geschieht!

Es erweist sich, dass Aba we-Ima der Welt Azilut nur den unteren Teil (SA“T) von Aba we-Ima der Welt Nekudim bekommen: Die Teile, die dort zum Zerbrechen geführt haben. Es bedeutet, dass sie aufgrund des Zerbrechens beschädigt wurden, und daran schuldig sind! Sie mussten sich annulieren, auch wenn sie selbst nicht zerbrochen sind, haben sie dennoch gelitten.

Jetzt sammeln gerade diese Aba we-Ima neue Parzufim aus den zerbrochenen Gefäßen -Wünschen der Welt Nekudim, und es hilft uns in der Korrektur sehr! Denn sie erreichen „die ununterbrochene Verschmelzung“ (Siwug de-lo pasik) und die „Allerheiligste“ (GA“R des Lichtes Chochma), aber das alles in den Wünschen, die gelitten und zum Zerbrechen geführt haben.

Und jetzt, wenn sie „Allerheiligste“ erreichen, sind sie fähig, für uns zu sorgen, denn sie sind durch alle Mangel selbst gegangen und haben die Korrektur erreicht. Jetzt sind sie bereit, für uns zu sorgen und uns von den Fehlern zu schützen, für uns tatsächlich die Höheren „Vater“ und „Mutter“ zu sein.

Wir hatten „Glück“, dass solche hohen Wünsche an der Spitze unseren gesamten Prozesses der Korrektur stehen.

Auszug aus einem Unterricht über „Die Lehre der Zehn Sfirot“ „, 10.01.2011

Alles befindet sich innerhalb unserer Verbindung

Eine Frage, die ich erhielt: Was hat die Enthüllung der Wahrheit mit der Enthüllung des Systems der gegenseitigen Verbindung aller Seelen zu tun?

Meine Antwort: Das ist ein und dasselbe. Die gegenseitige Verbindung ist die Wahrheit. Das Netz unserer Verbindungen nennt sich „Gefäß“, Kli.

Der Schöpfer hat einen Abdruck von Sich im Material des Verlangens zu genießen hinterlassen, hat diesen Seinen Abdruck in dessen Masse eingetaucht. Nun gibt es in mir eine „Vertiefung“ mit einem Reliefmuster.

Dieses Muster stellt eine Verflechtung von Verbindungen zwischen den Verlangen dar, die der Schöpfer erfüllt, wenn sie korrigiert sind. In diesem Fall ist Er ihr Netz. Das gemeinsame Netz dieser Punkte nennt sich „Malchut der Welt der Unendlichkeit“.

Nach und nach verbirgt Sich der Schöpfer und hinterlässt ein Seelensystem – und dann findet das Herabsteigen der Welten statt. In dem Maße Seines Verschwindens fühlen sich die Seelen immer mehr einander entgegengesetzt, während sie zur Kehrseite (Sitra Achra) übergehen, wo die Verbindung gestört, geschwächt ist und einen egoistischen Charakter annimmt.

Im Endeffekt landen wir in dieser Welt und nehmen anstelle der gegenseitigen Verbindung, anstelle des Schöpfers, der uns erfüllt, die Leere, die Trennung voneinander wahr.

In Wirklichkeit nehme ich immer den Schöpfer wahr. Denn es gibt nichts mehr, was ich wahrnehmen könnte, es gibt nur mich und Ihn. Doch in der jetzigen Realität nehme ich Ihn entsprechend meinem momentanen egoistischen Zustand wahr.

Das Ziel des Prozesses ist, die Wahrheit, den wahren Zustand zu erreichen, indem man alle Hüllen von sich wirft. Indem ich die Verbindung zwischen uns aufs Neue enthülle, werde ich in einem bestimmten Moment sehen, dass sie nicht die Menschen, sondern die Seelen, die Verlangen verbindet. In dem Charakter dieser Verbindung, in deren Wesen, in deren Stärke enthüllt sich uns der Schöpfer.

Es gibt keine andere Realität außer der allgemeinen gegenseitigen Verbindung. Sie füllt alles aus, und wir sind so erschaffen worden, dass wir nichts außer ihr wahrnehmen können. Wir befinden uns innerhalb von ihr.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 03.11.2010