Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Zwei Vögel, die den Boten hörten

Sohar, WaJechi, Punkt 136: Ein Vogel kommt im Süden heraus, rechts – derjenige, der von einem Funken von Chochma kommt. Ein Vogel kommt auch im Norden heraus, links -derjenige, der von dem Funken von Bina kommt. Einer kommt heraus, wenn der Tag aufgeht, von Chochma, und einer, wenn der Tag untergeht, zur Abendzeit, nach Mittag, von Bina. Jeder ruft und verkündet, was er von diesem Boten hört. Mit anderen Worten, sie scheinen im gleichen Ausmaß, das sie vom Leuchten des Mitternachts-Siwug, „ein Vorbote“ genannt, empfingen.

Hier geht es um die inneren Zustände des Menschen, während er sich mit der Selbstanalyse beschäftigt und geht verschiedene Prozesse durch. Er klärt in sich drei Linien auf, nämlich, inwiefern er sich in der Rechten Linie, in der Linken oder gleichgewichtig in der Mitte befindet. 

„Der Tag“ und „die Nacht“ kommen nicht von außen. Wir befinden uns immer im Licht und unsere Kelim (pl. von Kli sind in eine Menge von Arten aufgeteilt, in den wir die rechte Seite, die linke, die Mitte, oben und unten, alle Richtungen und die Zeiten empfinden.

Die Aufteilung nach inneren und äusserlichen Kelim gibt uns die Empfindung der Entfernung und des Raumes: nah und fern, die Aufteilung der Wünsche in „Wurzel-Seele-Körper-Gewand-Haus“.

Alle solche Besonderheiten, wie: der Tag, die Nacht, der Morgen, der Abend sowie verschiedene Stunden sind ein Prozess, der mit unserem Wunsch geschieht. Außer ihm haben wir ja nichts!

Und dieser Wunsch, der in eine Menge von Arten aufgeteilt ist, enthüllt uns die ganze Zeit die neuen Arten. Er gibt uns die Empfindung der geschehenen Veränderungen in der Zeit und im Raum sowie in den kommenden Zuständen. Wir verteilen sie nach vier Arten der Wahrnehmung: „Die Welt, das Jahr, die Seele“ und die Existenz der Realität. Diese Veränderungen geschehen in uns als Folge unserer Korrektur. Außer uns befindet sich ja alles in der absoluten Ruhe.. Nur die Reschimot wickeln sich in der Kette ab und werden entweder zu „seinerzeit“ (Beito) enthüllt oder „Achischena“ – wenn wir beginnen, sie zu beeilen und beschleunigen die Zeit.

Deswegen sind „die anfliegenden Vögel, die Nacht, der Tag, der Morgen, der Abend“ sowie alle Niveaus: die „Wurzel Seele-Körper-Gewand-Haus“ und die Existenz der Realität in dem Menschen, in seinem Wunsch empfunden.

Und mir scheint es, dass es ringsherum eine Welt voller Menschen gibt. Alles bewegt sich und das Leben geht weiter. Aber von mir hängt nur eins ab – welche Schritte ich zur richtigen Wahrnehmung der Realität machen werde.

Aus dem Sohar Unterricht vom 31.08.2010

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Empfänger für den Bereich des Gebens

Alles, wovon die Kabbalisten uns erzählen, hat in ihren Empfindungen stattgefunden. Doch auch in mir, in meiner Materie, findet es gerade statt, nur empfinde ich es nicht! Ich muss die Eigenschaften jener Prozesse, die ich wahrnehmen möchte, erlangen, dann werde ich sie empfinden. Alle Handlungen, die in der Lehre von den zehn Sefirot beschrieben sind, finden in uns statt – eine unendlich große Anzahl von Handlungen pro Sekunde. Doch wir nehmen sie nicht wahr, weil wir „(spirituell) bewusstlos“ sind.
Auch in der materiellen Welt ist es genauso: ich werde gerade von Tausenden von Wellen durchdrungen, Wellen von all den Geräten dieser großen Stadt gehen in diesem Moment durch mich hindurch – Millionen von Telefongesprächen sowie alle Radio- und Fernsehkanäle! Mithilfe von Geräten können wir diese Wellen wahrnehmen.

Genauso befinden auch wir uns gerade inmitten der spirituellen Natur, wo die von den Kabbalisten beschriebenen Handlungen stattfinden, und wir müssen lernen, sie zu erkennen.

Wir müssen empfindsam dem Geben gegenüber werden: was ist Geben, wem soll ich geben und wozu, welche Belohnung gibt es dafür, lohn es sich, das zu tun, oder nicht? Wenn ich beginne, mir das klar zu machen, dann werde ich ein Sinnesorgan in mir entwickeln, welches die Eigenschaften des Gebens wahrnimmt. Dann werde ich plötzlich anfangen, die Wellen des Gebens wie Radiowellen zu hören. In mir wird ein Empfänger entstehen, der verschiedene Arten von Wellen des Gebens, welche Lichter genannt werden, auffängt.

Und durch die Wellen werde ich anfangen, die Quellen, von denen sie kommen, zu enthüllen sowie wohin, zu wem, zu welchem Zweck und warum sie gehen. Und das Wichtigste – was ist das für eine Sendestation, die diese ganzen Wellen erzeugt?  Der Schöpfer!

Doch all das geschieht nur unter der Bedingung, dass ich in meinem Inneren einen Empfänger aufbaue, der auf ihre Eigenschaften reagiert. Denn nach dem Gesetz der Ähnlichkeit der Eigenschaften, dem Gesetz der Resonanz, muss ich, um diese Wellen, die von außen kommen, aufzufangen, die gleiche Welle in mir erzeugen.

In diesen äußeren und inneren Wellen gibt es eine gemeinsame Komponente, „die tragende Welle“. Doch in der äußeren Welle gibt es noch eine zusätzliche Welle, die sich mit der Hauptwelle überlagert – und sie leitet die Informationen an mich weiter.

Du musst in deinem Empfänger (deiner Seele) eine Welle mit der gleichen Frequenz (93 MHz, zum Beispiel) erzeugen, dann wirst du das äußere Signal (den Schöpfer) empfangen und das Nutzsignal – die überlagerte Welle (die Stimme, das Lied oder die Botschaft des Schöpfers) – zuordnen können.

Der spirituelle Empfänger funktioniert nach dem gleichen Prinzip wie der irdische, denn die Natur ist die gleiche! Wir brauchen eine mit dem Schöpfer gemeinsame Basis – diese Welle (93 MHz), die Kraft (die Absicht) des Gebens, und sie wird von einem kleinen Signal für dein Empfangen, das in dich hineingeht und von dir empfangen wird, überlagert. Wenn du dich an die kommende Welle in ihren Eigenschaften angeglichen hast, gibt sie einen kleinen Zusatz für das Empfangen – das Licht von Chochma, die Erfüllung – von dem Schöpfer an dich weiter.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 08.07.2010

 

Die psychologische Barriere auf dem Weg zum Geben

Es gibt eine psychologische Barriere auf dem Weg zum geistigen Ziel. Wenn ich das Geben erreichen will, dann muss ich nichts anderes fragen, außer wie ich den Zustand des Gebens erreichen kann.

Dieser Zustand des Gebens befindet sich nicht in den Definitionen meiner egoistischen Vernunft und meines heutigen Wunsches.

Das heißt, ich darf nichts verlangen, was mir jetzt klar ist – denn es wird dem echten Geben, dem wahrhaft spirituellen Zustand entgegengesetzt.

Wenn ich diesen Zustand erreichen werde und mir diese geistige Eigenschaft aneignen werde, dann werde ich mich dort schon mit der neuen Vernunft und dem neuen Herz prüfen – ich werde in den gebenden Wünschen fühlen und verstehen.

Aber wenn ich über das Geben in den egoistischen Wünschen erfahren möchte, dann werde ist keine Erkenntnis erlangen. Deshalb heißt die allererste Etappe „der Übergang des Machsom“ (der Barriere zur spirituellen Welt).

Es bedeutet, die Wahrnehmung der Eigenschaft des Gebens in der Loslösung von allem, was in meinen heutigen Wünschen empfunden wird.

Deshalb verlange ich die Eigenschaft, die höher als mein Verstand ist: Ich will nur wissen, wie diese Eigenschaft zu bekommen ist, aber was diese Eigenschaft bedeutet – weiß ich nicht.

Ich habe mit ihr keine Verbindung, keinen Punkt des Kontaktes, keine Prüfung – ich nehme sie als solche, die mir von oben geben wird.

Es scheint so zu sein, dass eine solche Herangehensweise für den ernsten, entwickelten, klugen Menschen unpassend wäre. Aber im Gegenteil!

Gerade diejenigen, die über das entwickelte Gefühl oder die Vernunft und das Verständnis bezüglich aller Prozesse verfügen, die über den Egoismus nachdenken und erkennen, wie sehr sie sich in seiner Macht und in der Sklaverei befinden, verstehen auch folglich, dass wir keine andere Wahl haben, als darüber aufzusteigen und uns von den heutigen Wünschen, von egoistisch beschränkten Gefühlen und Vernunft vollständig loszulösen!

Deshalb bitte ich während des Unterrichts nur um die Einwirkungen des Lichtes – ungeachtet davon, was es mit mir machen wird.

Ich fühle mich wie das Kleinkind, das nichts versteht, und mit allem einverstanden ist, was die Mutter macht, während es sich in den Händen seiner Mutter befindet.

Gerade solche Hingabe und solche Ergebenheit muss ich gegenüber dem Höheren erreichen: Ich bitte es, heile mich! Und außer dem verlange ich nichts mehr.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, 02.06.2010

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Eine Lektion über die Physiologie der Seele


Wir müssen tief in unser Inneres eintauchen und versuchen, die Prozesse zu fühlen, die aus dem Innersten unserer Seelen im Sohar beschrieben werden. Ich weiß nicht, wo sich all diese Verlangen und Eigenschaften in mir befinden. Ich möchte nur empfinden, was das Buch Sohar mir von den Prozessen erzählt, die gerade in mir stattfinden.

Es spielt keine Rolle, dass ich nicht verstehe, welcher Art Prozesse das sind oder dass alles auf spirituellen Stufen stattfindet, die vor mir verborgen sind. Ich will sie aufdecken, weil das alles hier und jetzt in mir geschieht. Ich will spüren, wo sich diese Eigenschaften befinden, wo diese Prozesse stattfinden und wie all diese Teile in mir arbeiten.

Wo in meinem Innern befindet sich der Sohar?


Eine Frage, die ich erhielt: Soll ich versuchen, beim Lesen des Buches Sohar die Bedeutung eines jeden Wortes zu verstehen?

Meine Antwort: Wir sollten mit der Geschichte, mit der Strömung schwimmen. Wir lesen etwas darüber, was innerhalb unserer Seele geschieht, genauso wie wir ein Buch über die Physiologie des menschlichen Körpers lesen würden. Es sagt uns etwas über den Metabolismus des Körpers, den verschiedenen Organen, wie sie einander beeinflussen, welche elektrische und chemische Reaktionen und Prozesse ablaufen und so weiter.

Nun, ein spiritueller Organismus ist die exakte Kopie eines physischen. Der Unterschied besteht darin, dass wir uns mit unseren physischen Körpern nicht der Tausenden von Systemen darin bewusst sind, wobei sie uns enthüllt werden, wenn wir unsere Seele studieren. Deshalb ist die innere Suche beim Lesen des Buches Sohar die Hauptsache – wo befindet sich das alles in meinem Innern?

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Wir müssen alles durchleben, worüber wir in Talmud Esser HaSefirot lesen

Eine Frage, die ich erhielt: Muss ich mir während der Unterrichte über Talmud Esser HaSefirot oder Pticha (der Artikel „Einführung in die Weisheit der Kabbala“) vorstellen, dass alles, worüber wir lesen, sich in mir befindet, so wie beim Lesen des Sohar?

Meine Antwort: Es ist gut, sich mit dem Text zu identifizieren und ihn in sich selbst fühlen zu wollen. Während wir allerdings das Buch Sohar lesen, lagern sich die Einstellung und das System, welche in dem Text eingebaut sind, in uns ab und zeigen uns die Formen, Bilder und Abfolgen, durch welche wir Spiritualität betreten. Hingegen arbeitet der Talmud Esser HaSefirot auf andere Weise. Dennoch ist man während des Lesens des Talmud Esser HaSefirot fähig, sich innere Handlungen vorzustellen, welche mit unseren Verlangen harmonieren oder ihnen entgegengesetzt sind. Wenn man beginnt zu spüren, dass die Dinge, die im Talmud Esser HaSefirot beschrieben werden, über einen selbst sprechen, dann wird man davon nicht weniger beeinflusst als durch den Sohar.

Wir müssen verstehen, wie dies alles funktioniert und uns vorstellen, dass der Wille nach Genuss erschaffen wurde, dann „empfangen um zu geben“ wollte und danach zerbrach. Was geschah mit diesem Verlangen, nachdem es seinen Schirm verloren hatte und wie verhalten sich nun alle fünf Komponenten dieses Verlangens? Wie hat es sich selbst vom Licht entleert? Es will nicht sein Licht verlieren, aber das Licht entfernt sich, weil die Kräfte der Verhüllung von Oben handeln. Die schlechten egoistischen Kräfte des Verlangens stoßen das Licht ab.

All dies spricht über mich. Zum Beispiel weise ich innerhalb meines korrigierten Galgalta we Ejnaim das Licht ab und errichte einen Schirm (Verhüllung) zwischen mir und dem Licht. So bleibe ich Angesicht zu Angesicht mit dem Schöpfer; ich verbinde mich nur mit Ihm, aber ich empfange nicht von Ihm, da ich das Licht abweise. Somit bleibe ich bei Ihm, da ich die Kraft besitze, meinem Willen nach Genuss zu widerstehen. Jedoch ist meine Verbindung mit dem Schöpfer (dem Licht von Chassadim) sehr schwach.

Während ich studiere, muss ich mir all diese Prozesse vorstellen: Wie mein Schirm verschwindet, wie das Licht sich von mir entfernt, wie ich meinem Egoismus widerstehen und die Kraft des Gebens bewahren möchte, denn immer noch verschwindet sie, weil mein egoistisches Verlangen größer als mein altruistisches Verlangen ist. Ich kann mein Verlangen nicht beherrschen, weil die Verbindung zwischen dem Verlangen und dem Genuss größer als meine Widerstandskraft ist. Ich muss meinen Widerstand zwischen zwei Polen (Plus und Minus) errichten, jedoch ist mein Widerstand so klein, dass er ausbrennt. Ein Kurzschluss geschieht und als Resultat davon brenne ich. Was kann ich folglich tun, wenn ich nicht länger in der Lage bin, das Licht zu empfangen?

Wenn sich ein Mensch spirituelle Zustände auf diese Weise vorstellt, wird er den Text wieder und wieder lesen wollen. Anstatt den Text als trockene technische Details über etwas wahrzunehmen, die irgendwo entfernt oben geschehen, wird er sie als Geschehnisse in sich selbst sehen, hier und jetzt.

Unser Leben ist ein Wachtraum

Wie weiß ich, was in der Welt um mich herum passiert? Etwas stößt an mein Trommelfell, geht durch mein Nervensystem und produziert elektro-chemische Prozesse in meinem Gehirn. Diese Prozesse verweisen auf einander und dann entziffere ich diese Information und vergleiche sie mit dem, was schon in meinem Gehirn gespeichert ist. All das findet statt, damit ich Geräusche unterscheiden, Wörter daraus machen und den Sinn dahinter verstehen kann.

Es gibt viele Prozesse im Gehirn, die uns erlauben, uns „äußeres“ Wissen anzueignen und daraus Eindrücke zu erhalten. Wir verstehen diese Systeme, weil sie auf verschiedenen Stufen unseres Verlangens, erfüllt zu werden, existieren: unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen. Es finden dort elektrische und chemische Reaktionen statt, wie auch ihre Entschlüsselung und Querverweise.

All diese Prozesse enthalten das Verlangen nach Erfüllung. Alles findet in diesem Verlangen statt. Unser Unterbewusstes filtert Informationen, bevor sie überhaupt in unseren Denkprozess eindringen. Nachteilige Informationen werden ausgefiltert und wir nehmen nur die gewünschten Informationen auf, obwohl dies auch Angst machende Dinge sein können.

Wir „gehören“ zu unseren Verlangen und deshalb nehmen wir ein verzerrtes Bild der Realität wahr. Wir sind uns jedoch dieser Mängel nicht bewusst und sehen nur das fertige Bild, das unser Unterbewusstsein filtert.

Deshalb sind wir nicht fähig, in unserem jetzigen Zustand den spirituellen Bereich zu enthüllen. Unsere momentane Wahrnehmung stellt nur unsere materielle Realität dar. Wir haben nichts, um diese Bilder mit etwas zu vergleichen, und deshalb weiß niemand, wo wir wirklich sind. Wir nehmen nicht einmal uns selbst wahr – es ist, als ob wir schlafen würden.

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Das ernsthafteste Spiel von allen


Alle Hindernisse und Probleme sind dazu da, um uns lernen und wachsen zu helfen. Eigentlich ist es genauso wie Erwachsene uns behandelt haben, als wir Kinder waren, und wie wir gegenüber unseren Kindern handeln, wenn wir ihnen Aufgaben, Aktivitäten, Spiele und Tests geben. Sogar die Kinder selbst suchen ständig nach etwas zum zerbrechen, bauen und tun, um dann die Folgen zu sehen, ebenso um etwas von den Erwachsenen zu lernen. Auch wenn es ein Spiel genannt wird, ist es ein ernsthafter Prozess des Wachstums, den jedes Geschöpf in der Welt durchmacht.

Wenn es dieses Spiel nicht gäbe, würden wir nicht als menschliche Geschöpfe wachsen. Wir würden wie Kinder sein, die im Wald verloren sind und mit Tieren aufwachsen. Alles ist abhängig von der eigenen Vorbereitung für das Leben und von der Hilfe, die man von der Höheren Stufe erhält. Diese Hilfe kommt in Form von Hindernissen, Problemen, Aufgaben und Forderungen, welche wir zu erfüllen haben und zwar eine nach der anderen.

Wir erschaffen verschiedene Spiele für Kinder verschiedenen Alters. Diese Spiele und Aufgaben sind für alle Altersgruppen unterschiedlich. Auf diese Weise stellt auch die Natur (der Schöpfer) die notwendigen Hindernisse vor den Menschen, welchen Er erheben möchte. Und mit Hilfe dieser Hindernisse steigt ein Mensch zur nächsten Stufe auf.

Deshalb erhalten wir Hilfe anstatt Hindernisse! Unsere Aufgabe ist es, aus uns spirituelle menschliche Wesen zu bilden, und dafür müssen wir eine Menge Aufgaben ausführen, die uns dem Schöpfer ähnlich machen.

Der Schöpfer ist tief in unserer bösen Absicht verborgen (Fortgeschr.)

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet „die böse Absicht“?

Meine Antwort: Die böse Absicht ist dein Wunsch, den du als böse bezeichnest. Im Hebräischen stammt das Wort „jezer“ aus dem Wort „razon“ – Wunsch. Und es ist nicht nur ein Wunsch, sondern viele Verlangen in dir, die dich daran hindern, das Ziel der Schöpfung zu erreichen und die als Hindernisse auf deinem Weg erscheinen.

Der Stolperstein auf dem Weg zum letztendlichen Erfolg wird in dir gefunden und ist nichts, was man außen finden kann. Du kannst ihn jedoch von allein nicht zerstören oder loswerden, trotz der Tatsache, dass du sehen kannst, wie sehr er dir Schwierigkeiten bereitet, dein Leben ruiniert und dir auf dem Weg zum Erfolg im Wege steht! Darum heisst diese Eigenschaft in dir die böse Absicht.

Die „böse“ Absicht ist nur böse, wenn du dir alle Mühe gegeben hast, sie loszuwerden…und daran gescheitert bist. Dann wird dir klar, dass sie die endgültige Macht über dich und alles, was du tust, hat. Sie betrügt dich dauernd, doch du vergisst das und folgst dauernd ihrem Rat. Daher ist das Böse der Wunsch, der dich dazubringt.

Die Erkenntnis des Bösen ist kein leichter Prozess. Du mußt dir selbst ein wahrer Richter werden und dich nicht der „Bestechung“ hingeben. Du mußt Dir über dein Ziel klarwerden, wer du bist, welche Eigenschaften du hast und verstehen, was du innerhalb deiner selbst loswerden mußt. Und dann mußt du dir die größte Mühe geben, das zu tun. Und letztendlich, die Eigenschaften, die du noch verbleiben und die nicht zu ändern sind, die werden dann die böse Absicht genannt.

Wenn du so vorgehst, dann wirst du für die Korrektur vorbereitet, die von Oben kommt, und dann kommt das Licht und korrigiert dich. Aber erst dann, wenn du alles getan hast, was in deiner Macht steht, kannst du wirklich feststellen, was das Böse ist. Dies wiederum bereitet dich darauf vor, dich an den Schöpfer mit der Bitte zu wenden und Ihn anzuflehen „Ich will dieses Böse ein für alle mal loswerden – aber ich kann es nicht!“.

Und dann wirst du feststellen, dass Er hinter allem steckte. Innerhalb der bösen Absicht enthüllst du die Verbindung mit dem Schöpfer. Alle Probleme, mit denen du nicht fertig wirst, wurden dir absichtlich vom Schöpfer geschickt, damit du eine Verbindung zu Ihm aufbaust, und Dich an Ihn wendest.

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Die Physik des Sechsten Sinnes


Eine Frage, die ich erhielt: Um Spiritualität zu spüren, muss der sechste Sinn entwickelt werden, der nicht dem physischen Körper angehört. Wie funktioniert das?

Meine Antwort: Alles, was wir fühlen, wird von unseren Sinnen wahrgenomen, im Gehirn zu elektrischen und chemischen Prozessen umgewandelt, mit dem was in der Erinnerung existiert, verglichen und dem Bewusstsein als vorgeformtes Bild oder Konzept vorgelegt.

Meine Auffassung besteht aus zwei Komponenten, dem Ich und dem, was ich wahrnehme. Außerdem geschieht alles im Verlangen, denn das Verlangen ist immerhin die Materie in dieser Welt.

Das Verlangen selbst existiert nicht in den Körperzellen. Ich messe nur seine Reaktion auf meine Verlangen und Absichten innerhalb meines Körpers. Ich kann die elektrischen und chemischen Prozesse im Körper messen, doch damit messe ich nur die Reaktion des Körpers auf diese Weise und nicht was im Verlangen geschieht.

Es gibt nichts, womit ich das Verlangen selbst messen oder fühlen kann. Nehmen wir an, ich koste ein Getränk. Ich kann es schmecken, riechen und geniessen. Wir können unterschiedliche Reaktionen des Körpers auf dieses Getränk feststellen, doch ist dies immer das Messen der Reaktion und nicht des Verlangens.

Darum ist jedes Verlangen, sowohl in den spirituellen, als auch in den materiellen Welten, gedacht. Das Verlangen an sich, egoistisch oder altruistisch, existiert nicht in der Materie.

Aus der Ersten Lektion vom Amerikanischen Kongress 16. Oktober 2009

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