Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Prozent'

Kabbalisten zur Tora und den Geboten, Teil 23

Liebe Freunde! Bitte stellt Fragen zu den Zitaten der großen Kabbalisten.

(Anmerkungen in Klammern sind von mir)

Was ist ein Gebet?

Aber das Gebet muss vollkommen sein; es muss aus der Tiefe des Herzens kommen. Das bedeutet, der Mensch weiß zu hundert Prozent, dass es niemanden auf der Welt gibt, der ihm helfen könnte; nur der Schöpfer allein kann ihm helfen. Doch woher weiß man, dass nur der Schöpfer allein helfen kann?

Wenn man alles Menschenmögliche getan hat, um zum Schöpfer zu gelangen und dann feststellen muss, dass nichts davon geholfen hat. Dann erhört der Schöpfer das Gebet des Menschen, denn dann kommt es aus der Tiefe des Herzens.

Baal HaSulam. Shamati Art. 5 „LiShma bedeutet Erwecken von Oben und warum brauchen wir auch ein Erwecken von Unten?“

Zwei Prinzipien als Erfolgsgarantie

Eine Frage: Was fehlt uns um der Welt das Prinzip der Cogwheels zu erklären?

Meine Antwort: Wir alle sind voneinander zu 100 Prozent abhängig, In verschiedenen Bereichen drückt es sich im verschiedenen Maß aus, aber in der Tat, sind jegliche Prozentangaben außer Hundert, eine Lüge.

Auch wenn nur ein Prozent sichtbar ist, das bedeutet nur das die restliche 99% drinnen verborgen sind.

So oder so unsere Abhängigkeit voneinander ist absolut, auch wenn dies ganz anderes aussieht. Wo der Blick fallen mag sind wir mit eisernen Fesseln verbunden, und wir koennen nirgenwo davon abhauen.

Je deutlicher unsere gegenseitige Abhängigkeit hervortreten wird, desto lauter wird die Menschheit nach Hilfe rufen. Denn das bedeutet, dass Du von allen Deinen Feinden und Hassern abhängig bist, von jedem einzelnen und es bleibt unklar was man damit machen kann.

Genauso wie in einer Familie wenn der Mann und die Frau den Hass und die totale Abhängigkeit zwischeneinander enthüllen. Wir sind alle untrennbar und wir haben nirgenwo, wo wir uns voneinander verstecken koennen. Hier ist unsere kleine Wohnung, hier sind unsere Kinder, hier der Kühlschrank, hier das gemeinsame Eigentum. Gleichzeitig hassen wir einander zu Tode, aber zu sterben gelingt es uns auch nicht.

So eine unerträgliche Situation muss man irgendwie erweichen und ausgleichen. Denn das ist die Geburt der neuen Welt, die Geburstswehen vor dem Kommen des Messias.

Wir hoffen umsonst dass die Welt ihrer Situation bewusst wird und versteht wie sie handeln soll. In seinen Schriften über die letzte Generation, schreibt Baal HaSulam, dass die Menschen dessen nie bewusst werden und ein Feind wird nie mit seinem Feind zustimmen.

Daraus sehen wir, wie wichtig die Verbreitung der Kabbala und das Beispiel unserer Vereinigung fuer die ganze Menscheit ist.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“, 26.12.2010

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Den Schöpfer an die Hand nehmen

Wenn der Mensch die Wichtigkeit der Gruppe für seine Korrektur erkennt, öffnet er sich, als ob er eine Motorhaube öffnen und die Freunde darin „herumschrauben“ lassen würde. Genauso bereitwillig legt sich auch ein Kranker auf den Operationstisch, damit Ärzte sein Leben retten.

Denn der Mensch spürt, dass er zu hundert Prozent vom guten Willen der Freunde abhängt, dass er nur mit ihrer Hilfe geändert, korrigiert, von einer tödlichen Krankheit geheilt werden kann.

Und dann beginnt die Umgebung auf ihn einzuwirken. Je mehr er sich zu den Freunden hingezogen fühlt, desto klarer wird ihm gezeigt, wie schwer es ist, sich an sie zu wenden, wie ihn das anwidert.

Einerseits versteht der Mensch, dass er sich an die Freunde einfach wenden muss, weil davon sein ganzes Leben abhängt, andererseits lassen ihn der Egoismus und die Sturheit das nicht tun. Eben sie bedeuten auch „Hass“, „unreine Seite“, „Unreinheit“.

Es kommt manchmal vor, dass wir jemanden um Verzeihung bitten müssen und uns nicht dazu zwingen können. Hier entdecke ich ebenfalls zwei entgegengesetzte Kräfte: ich muss es tun, um gerettet zu werden, doch ich kann es nicht.

Dann sehe ich, dass mein Unvermögen durch fremde Macht hervorgerufen wird, und als Folge davon bekomme ich zusätzliche Kraft. Das geschieht auf jeder Stufe: ich fange an, zu begreifen, dass der Schöpfer das alles arrangiert hat, damit ich von nun an Seine Hand halte, wie ein kleines Kind sich am Erwachsenen festhält – dann werde ich mit Seiner Hilfe zum Pharao gehen können.

So ist unser Weg bis zum Ende der Korrektur: ich erkenne das Böse meiner Natur, sondere mich von ihr ab und erkenne, dass sie der Pharao, mein Feind, ist. Dann wünsche ich mir, ihn ausrotten zu können, und bitte darum, dass das höhere Licht das macht.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 18.10.2010

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Kabbalisten über Kabbalisten, Teil 23

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen. Ich verspreche euch, sie zu beantworten.

Anmerkungen in Klammern sind von mir.

Kabbalistische Hauptquellen

Der Kommentar von Baal haSulam zu den Werken von ARI und dem Buch Sohar

Alle früheren Deutungen des Buches Sohar erläuterten kaum zehn Prozent der komplizierten Stellen, die darin anzutreffen waren. Und auch in dem wenigen, was sie erklärten, sind ihre Worte nebulös, fast wie die Worte des Sohar selbst. Und in unserer Generation wurde uns der Kommentar „Sulam“ zuteil, welcher der volle Kommentar auf alles ist, was im Sohar steht.

Und außer dass er im ganzen Sohar keine einzige Unklarheit lässt, ohne sie zu erklären, gründen sich seine Erklärungen auch auf dem einfachen, gesunden Menschenverstand, und jeder Studierende kann sie verstehen. Und die Tatsache, dass der Sohar sich in dieser Generation offenbarte, ist ein klarer Beweis dafür, dass wir bereits am Anfang der Epoche des Messias (der vollkommenen und allgemeinen Korrektur der gesamten Menschheit) stehen, und die Generation sind, von der es heißt: „Und die Erde (Erde/„Erez“ von „Razon“/Verlangen) wird sich mit dem Wissen des Schöpfers füllen“.

Baal haSulam „Artikel zum Abschluss des Buches Sohar“

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Das Prinzip der höheren Gleichheit

Einige Seelen müssen sich einer größeren Korrektur unterziehen, andere einer kleineren, doch wenn sie zu der Wurzel ihrer Seele zurückkehren, erreicht jede von ihnen Vollkommenheit.

Es gibt Seelen, die den Hauptsystemen von Adam haRishon angehören: dem Gehirn, dem Herzen, der Leber, den Nieren, sprich den wichtigen Teilen der Gesamtseele.

Andererseits ist in einer Vollkommenheit auch eine beliebige Zelle an der Ferse genauso wichtig, wie eine Gehirnzelle.

Nur in unserer materiellen Welt kann ein Mensch ohne ein Arm oder ein Bein oder ohne einen Teil der Organe überleben.

Doch die spirituelle Welt ist vollkommen, darum ist der eine in ihr gleich wichtig wie der andere.

Selbst wenn ein Einziger seine Korrektur auch nur zu einem Prozent nicht abgeschlossen hat, gibt es keine Gesamtkorrektur. Selbst wenn alle anderen bereits korrigiert sind, wird es seinetwegen nicht zum Ende der Korrektur kommen.

Wir verstehen dieses spirituelle Prinzip nicht, bei dem alle wichtig sind, sich aber in der Wurzel ihrer Seelen unterscheiden.

Doch wenn wir zu der Welt der Unendlichkeit zurückkehren, wird keiner von uns einen Unterschied zu den anderen spüren.

Wenn er alles erfüllt hat, wozu er entsprechend seinen Parametern verpflichtet war, bedeutet das, dass er sich vollständig verwirklicht hat.

Aus diesem Grund, obwohl die meisten Seelen der Stufe Nefesh angehören, eine kleinere Anzahl der Stufe Ruach, eine noch kleinere Anzahl der Stufe Neshama und nur einige wenige der vollen Stufe NaRaNCHaY, scheint gemeinsames Licht für alle!

Das gesamte Licht der Unendlichkeit erfüllt alle in der korrigierten Gesamtseele.

Wir in unserer Welt mit unseren unkorrigierten Eigenschaften können das nicht begreifen, weil wir uns in einer solchen Unvollkommenheit befinden, dass wir uns den korrigierten Zustand der Seele noch nicht einmal vorstellen können.

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Die materielle Entwicklung der Menschheit ist wie harte Arbeit mit Lehm und Ziegeln

Was ist das Ergebnis all unserer materiellen Entwicklung, welche die Menschen so hoch bewerten? Was haben wir erreicht durch unsere harte Arbeit, unsere „ägyptische Arbeit mit Lehm und Ziegeln“, wie es ein kabbalistischer Text über die ägyptische Sklaverei, dem Exil von der Spiritualität, ausdrückt? Das Ergebnis ist, dass wir uns nun der Offenbarung der spirituellen Welt nähern und unsere Augen für die Tatsache öffnen, dass alles, was Menschen bisher in dieser Welt getan haben, absolut keinen Wert hat! Menschen tun Dinge, die absolut unnötig sind. Ja, sie erfinden alle Arten von schlauen Geräten, aber können wir ohne all diese Dinge wirklich nicht leben?

Je mehr Menschen sich entwickeln, desto mehr Zeit verbringen sie mit unnützen Tätigkeiten und gehen über das Grundnotwendige für das Leben hinaus. Wenn wir heutzutage den Zeitaufwand nur auf das reduzieren würden, was wirklich notwendig ist, hätten die meisten von uns nichts zu tun. Nur fünf Prozent der Bevölkerung müssten arbeiten, um die gesamte Menschheit mit dem Notwendigen zu versorgen. Alternativ könnte jeder von uns fünf Prozent seiner Zeit bereitstellen, um für seinen Lebensunterhalt zu sorgen.

Die restliche Zeit könnte unserer spirituellen Entwicklung gewidmet sein. Und warum nicht? Man erhält keinen Nutzen durch das Streben nach materiellen Dingen. In der Tat ist alles, was man dadurch tut, sogar schädlich für die Umgebung!

Es gibt nichts anderes mehr für jeden Menschen auf dieser Welt zu tun, als sich mit seiner spirituellen Korrektur zu beschäftigen. Andererseits würden wir das Problem mit den älteren Menschen haben, welche versorgt werden müssen, da wir doch glauben, dass nur der aktiv arbeitende Teil der Bevölkerung von Nutzen ist.

In der Tat muss unser Leben einem entgegengesetzten Prinzip folgen. Alles was wir brauchen, ist, jedem die Methode für seine innere Korrektur zu geben und so wird es für jeden einen Platz geben. Jede Person wird Arbeiten zum Wohle der Unendlichkeit durchführen, da die Seele kein Alter kennt. Und es sind gerade die älteren Menschen, die einige der größten Korrekturen vornehmen.

Je mehr Zeit wir mit „Lehm und Ziegeln“ verbringen, desto mehr schreiten wir auf die Erkenntnis zu, dass wir uns in Sklaverei befinden. Das Gewicht dieser Erkenntnis wird die Leute zum Schöpfer aufschreien lassen und sie somit auf die Stufe des „Menschen“ erheben. Dies ist der einzige Nutzen, den wir durch unsere materielle Entwicklung erreichen werden.

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Ein Leben frei von Ausschweifung ist zum Nutzen aller



Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ein Mensch versucht, das Prinzip der Nächstenliebe augenblicklich zu realisieren, wird er sich wie ein Schaf in einem Rudel Wölfe fühlen. Wo kann er Anhänger finden, die ihn unterstützen?

Meine Antwort: Warum sollte er sich wie ein Schaf in einem Rudel von Wölfen fühlen? Wenn ein Mensch ein Geschäft eröffnet, ohne die Absicht zusätzlichen Profit zu machen, wird er alle seine Gemeinkosten und die Löhne für seine Angestellten decken – alles, außer den zusätzlichen Einkünften, welche nicht für die lebenswichtigen Grundbedürfnisse von Nutzen sind.

Demzufolge senkt er den vorherigen Preis seiner Waren und bietet den Leuten die Waren zu einem Preis an, welcher 10 oder sogar 30 Prozent günstiger ist als jener, zu dem andere sie verkaufen.

Geschäfte, die nicht den Profit als wichtigstes Ziel haben, werden blühen, und das kann keineswegs als ein „Schaf in einem Rudel Wölfe“ betrachtet werden. Man ist der Besitzer eines Geschäftes, lebt ein normales Leben und empfängt ein Gehalt, wie alle Angestellten.

Wir alle müssen unsere Ausgaben decken, einschließlich einer Pensionsvorsorge, Zahlungen für Krankenversicherung und so weiter. Wir sollten ein normales Leben führen, in die Ferien fahren und alles besitzen, was notwendig ist, lediglich sollten wir nichts im Übermaß haben, denn wir benötigen es nicht. Lasst uns im Ausmaß unseres Überschusses alle anderen uns angleichen.

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Das gesamte Licht befindet sich schon in uns

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn alles, was ein Mensch fühlt, nur in seinem Kli existiert, muss es einen externen Faktor geben: Direktes Licht. Wenn das letztendlich eine rein innere Empfindung ist, ist es logisch, zu vermuten, dass es bereits im Innern des Menschen existiert, nur dass es vor ihm verborgen ist.

Es ist wie bei einem Kind, das noch nicht laufen gelernt hat, weil es die Technik dafür noch nicht herausgefunden hat. In gleicher Weise existiert das Licht schon im Menschen, wie das große Potential unseres Gehirns, das wir noch nicht entdeckt haben, nur wir wissen es nicht zu gebrauchen, außer ein paar Prozent. Wenn das stimmt, wird diese Dualität schwinden und das einzige, was bleiben wird, ist der Mensch und seine Umgebung.

Meine Antwort: Ich stimme Ihnen zu!

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Wenn ich reich wäre, würde jeder studieren, wie man schenkt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie werden die Beziehungen in einer korrigierten Gesellschaft sein und wie wird die Absicht „um zu geben“ sie verändern?

Meine Antwort: Wenn ich reich wäre, würde ich alle Geschäfte, Banken und alles Mögliche aufkaufen, und alle Leute in ihren Jobs lassen, damit sie eine Gelegenheit hätten, zu studieren. Lasst sie 10 bis 20 Prozent ihrer normalen täglichen Arbeit erbringen, denn die Welt braucht nicht mehr als das . Das würde auch die Umweltverschmutzung reduzieren.

Der Rest ihrer Arbeitszeit würde mit dem Studium verbracht werden, wie kleine Kinder im Kindergarten und in den Grundschulen. Die Menschen würden alle Arten von Spielen der Güte spielen, in der Absicht ihnen die Antwort auf die Frage zu lehren „Was bedeutet es zu geben?“ In dieser Weise würden sie lernen, was die Eigenschaft des Gebens ist, den Grund warum es notwendig ist zu geben und die Tatsache, dass wir keine andere Wahl haben.

(Aus dem Unterricht über Baal HaSulam´s Artikel „Ein Gebot“ am 10.3.2009)

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