Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Projektion'

Was verbirgt sich hinter dem Schirm dieser Realität?

Eine Frage, die ich erhielt: Ich verstehe, dass der Sohar nicht über unsere Welt spricht. Doch wie kann man die Verlangen in unserem täglichen Leben nutzen, die darin beschrieben werden?

Meine Antwort: Der Sohar spricht ebenfalls über unsere Welt. Nur dass du dir die Welt in Form von irdischen Bildern vorstellst, wie Bilder auf einem Computerschirm, während der Sohar über die Kräfte spricht, welche dieses Bild in dir erschaffen. Während man den Sohar liest, beginnt man allmählich, sich selbst und die Welt als Projektion der Höheren Kräfte (oder Eigenschaften) zu verstehen.

Die Verbindung zwischen dem Bild und den Kräften zu sehen, die dieses Bild wiedergeben, ermöglicht dir, den Schöpfer dieses Bildes, Seinen Plan und Ihn selbst zu verstehen. Du gelangst dahin, Ihn aus dir selbst heraus zu verstehen, weil du zur Vereinigung mit Ihm gelangst.

Außerdem solltest du sogar in deinem täglichen Leben versuchen, über das Gleiche nachzudenken und auf diese Weise wirst du Schritt für Schritt eine ununterbrochene, klare Verbindung zwischen dieser Welt oder Wirklichkeit und ihrem Erschaffer, dem Schöpfer, erwerben.

Die Welt, die wir wahrnehmen, ist wie ein Kinofilm


Eine Frage, die ich erhielt: Verliere ich den Siwug de Haka’a, den Kabbalisten an einem Kongress erleben oder wenn sie Live-Sendungen anschauen, wenn ich mir aufgezeichnete Kongress-Unterrichte anschaue?

Meine Antwort: Du verlierst nichts, denn alles was wir wahrnehmen existiert ähnlich wie die Einzelbilder eines Films und wir rufen diese einzelnen Bilder ab und lassen sie nochmals abspielen. Entweder fanden diese Einzelbilder schon statt und wir enthüllen sie nur – jedes in seiner eigenen Zeit – oder wir enthüllen sie zum ersten Mal, z.B., wenn wir zu einem Kongress zusammenkommen.

All das existiert jedoch bereits in Malchut und wir rufen lediglich durch unsere positiven Anstrengungen in uns die Projektion der Einzelbilder hervor.

Wenn wir selbst diese Einzelbilder erwecken, dann empfinden wir sie positiv, weil unser Egoismus zu unserem Nutzen und in einer angenehmen Weise mit dem Schöpfer zusammenarbeitet. Wenn wir jedoch die Einzelbilder dieses Films nicht abrufen, werden sie mit Nachdruck projiziert und zwingen uns zu handeln – sogar auf unangenehme Weise.

Ruf die Einzelbilder daher selbst ab und nimm teil sowohl an dem, was bereits enthüllt ist, als auch an dem, was wir noch immer zu enthüllen haben!

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Die Welt der Unendlichkeit ist vor Ihren Augen

Michael LaitmanEine Frage, die ich erhielt: Was kann ich machen, wenn ich keine egoistischen Bestandteile in den Taten der Anderen sehe?

Meine Antwort: Sie sollen da nichts machen. Überhaupt nichts. Sie sollen Ihre inneren Eigenschaften und Wünsche richtig entwickeln, richtig stimmen (einstellen), richtig korrigieren. Und was Ihnen dabei eröffnet wird – wird eröffnet. Sie befinden sich in der Welt der Unendlichkeit, Sie müssen nichts damit machen. Wollen Sie sich besser fühlen? Ändern (korrigieren) Sie sich, dann fühlen Sie sich besser. Das ist wie mit einem Kranken. Ich soll nicht die Welt verändern, sondern mich selbst heilen. Deswegen sehe ich die egoistischen Taten von anderen Menschen oder auch nicht. Aber ich muss es nicht sehen! Im Maße meiner eigenen unkorrigierten persönlichen Eigenschaften scheint es mir so.. Man sagt: „Jeder tadelt die Anderen nur nach dem Maß seines eigenen Defektes“. Das ist alles.

Mit dem Bild, das Ihnen erscheint, müssen Sie nichts machen. Dieser Zustand ist schon vollendet. Entsprechend Ihrer Eigenschaften sehen Sie das Bild. Vor Ihren Augen ist die Welt der Unendlichkeit, die Ihnen als unsere Welt vorkommt, wie diese Welt also. Aber wieso ist das so? Weil Ihre inneren Instrumente so gestimmt sind. Ihr Kli und Ihre Kelim sind so gestimmt, dass Sie aus der Welt der Unendlichkeit solche Gestalten wahrnehmen, allerdings auf ihrem niedrigsten Niveau, d.h. der unbelebten, pflanzlichen, tierischen sowie der menschlichen Form.. Stimmen Sie sich anders ein, dann werden Sie dieselben Niveaus auf der Höhe der Welten Assija, Yezira, Brija, Azilut, Adam Kadmon und die Welt der Unendlichkeit (Ejn Sof) sehen. Stimmen Sie sich darauf ein, so wird auch das Bild, in dem Sie existieren, sich entsprechend Ihrer Kelim ändern.

So wie wir studieren, gibt es das Kli und das Licht, das es füllt. Alles, was in das Kli eindringt, dem Schirm und der Berechnung entsprechend, alles, was es verspürt, nennt man die Welt der Menschen. Außerhalb dem Kli empfinden wir nichts, nur innerhalb. Deshalb müssen Sie auch bezüglich des Äußerlichen nichts unternehmen. Dieses Äußerliche ist eine Projektion meiner Eigenschaften auf das unendliche Licht.

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Sprach der Ari mit den Dybbuks?


Eine Frage, die ich erhielt: In der „Einführung zum Buch Baum des Lebens“ beschreibt Rabbi Chaim Vital viele Aspekte der Kabbala des Ari. Er schreibt folgendes über Ari: „Er war fähig, mit reinkarnierten Seelen zu sprechen. Er kannte alle Geheimnisse aller Menschen, die Wurzel ihrer Seelen und jedes Detail aus ihren vorherigen Leben. Er konnte sowohl mit den Dybbuks sprechen, als auch sie korrigieren und sie aus den Körpern der Menschen austreiben, die sie in Besitz hatten.“ Meine Frage lautet: Was sind die „Dybbuks“? Ich konnte dieses Wort in keinem heute verfügbaren Studienmaterial finden. Vermutlich bezieht es sich auf innere Kräfte eines Menschen, oder?

Meine Antwort: Das ist völlig richtig. Dies bezieht sich auf innere Kräfte des Menschen, da sich alles Existierende in unserem Inneren in Form von Kräften, Verlangen und Gedanken befindet. Siehe Baal HaSulams „Vorwort zum Buch Sohar“, Punkt 34. Nichts existiert außerhalb des Menschen. Wir nehmen die Welt als außerhalb von uns wahr, tatsächlich jedoch ist es nur eine Projektion unserer Eigenschaften auf das weiße Licht. Im Buch Sohar wird gesagt „Alle Welten befinden sich innerhalb des Menschen“, doch der Mensch nimmt sie im Äußeren wahr, damit er den Schöpfer als außerhalb von sich selbst empfindet und Ähnlichkeit mit Ihm erlangen kann. In dem Maße, in dem er Ähnlichkeit mit dem Schöpfer erlangt, wird er beginnen, alles, was „außerhalb von ihm“ geschieht, als etwas wahrzunehmen, das „innerhalb von ihm“ geschieht. Heute, in unserer Welt, werden wir zur Tatsache gelangen, dass unsere Wahrnehmung absolut subjektiv ist – dass sie in unserem Innern stattfindet.

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Korrigiere dich und alles wird Harmonie ausstrahlen

Zwei Fragen, die ich über unsere Wahrnehmung der Welt erhielt:

Frage: Wie kann ich dieses Paradox verstehen: Einerseits werden wir als ein ganzheitliches System von Adam betrachtet, aber gleichzeitig fühlen wir uns als Individuen? Und was ist mit dem Individuum, das in all die üblichen Leiden und Nöte, die dem gesamten System widerfahren, miteinbezogen ist? Wie kann jemand diesen Weg angenehm und sicher gehen? Und wem kann man die Schuld für die Tatsache geben, dass dieses System so gegensätzlich zu den Gesetzen des Gebens ist?

Meine Antwort: Alles wurde vollkommen und logisch aufgebaut. Was Sie wahrnehmen, ist keine miserable Welt, sondern Ihre eigene Unvollkommenheit, Ihr eigenes Bild von der Welt. Wenn Sie sich selbst korrigieren, wird alles Harmonie ausstrahlen. Das ist so, weil der Filter, durch den Sie sich und Ihre Umgebung sehen, Ihre Eigenschaften sind. Und um sich selbst zu ändern, sodass Sie die Welt als ewig und vollkommen erkennen oder mit anderen Worten, um in der Art Welt zu leben, die Sie beschreiben, muss man ewige und vollkommene Eigenschaften erwerben. Aus diesem Grunde wurde uns die Kabbala gegeben.

Frage: Warum wurde die Welt genauso geschaffen, wie sie ist? Warum gibt es Natur, Verhalten, Änderung des Verhaltens, Leiden, Genuss, der „Wille zu empfangen“, der „Wille zu geben“, usw.? Wer braucht das alles? Warum können wir nicht einfach genießen und sei’s drum? Was gibt es für jemanden zu tun, der keine Geduld und nicht mal den Wunsch, zu existieren, hat (nicht in einem Körper oder ohne einen Körper, sondern einfach nicht zu existieren)?

Meine Antwort: Die Seele wurde in Vollkommenheit erschaffen, in der Welt der Unendlichkeit. Es gab nur eines nicht: die Wahrnehmung dieser Vollkommenheit. Der einzige Weg, diese Wahrnehmung zu erlangen, ist durch den Vergleich der Gegensätze von Finsternis und Licht – die Abwesenheit von Vollkommenheit und ihrer Präsenz. Ihre Präsenz ist da, aber ihre Abwesenheit fehlt. Daher wurde unsere Welt geschaffen; es ist der Ort, an dem wir die Abwesenheit der Vollkommenheit vollauf wahrnehmen und samt dieser Wahrnehmung, zur Welt der unendlichen Vollkommenheit zurückkehren müssen. Dort werden wir durch diese Gegensätze wahre Erfüllung verspüren.

sd

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Shamati Artikel #34 – The Profit of a Land