Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Auszüge aus den Unterrichten vom 15.01.2019

Auszüge aus den Unterrichten vom 15.01.2019  

Aus der Lektion nach dem Artikel von Rabash „Der Mensch helfe seinem Freund“.

Wenn alle glücklich sind und sich gut fühlen, ohne Mangel an etwas, wenn eine Verbindung untereinander mit der spirituellen Erkenntnis erreicht ist, darf man nicht in diesem Zustand bleiben.

Hier entsteht ein großes Problem, wie man das Verlangen nach der nächsten Stufe erweckt. Wenn wir länger als einen Moment im gleichen Zustand bleiben, ist dies bereits Klipa.

Wenn wir gemeinsam mit dem ganzen Zehner eine Verbindung mit dem Schöpfer erreicht haben, kann der Zustand erhaben, spirituell und altruistisch sein, aber sobald er länger als einen Moment andauert, haben wir ihn bereits für uns selbst genutzt. Daher muss sich hier sofort ein neuer Mangel aufdecken.

Es ist in Wahrheit viel schwieriger ein angenehmes als ein unangenehmes Hindernis zu überwinden. Das Leiden an sich treibt den Menschen nach vorne und der Genuss hält ihn auf.

Wenn die Verbindung noch nicht erreicht ist und jeder von uns mit seinem eigenen Weg und Zustand zufrieden ist, oder noch schlimmer er darüber weint, gilt dies nicht als ein spirituelles Bedürfnis. Ein spirituelles Verlangen ist das Bedürfnis nach Verbindung, nach der Arbeit am gemeinsamen Verlangen zum Schöpfer hin. Dankbarkeit ist ein Gebet, es sollte das Ergebnis der Verbindung sein.

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Für Geld kann man alles kaufen, nur den Schöpfer nicht. Es wurde gesagt: „Kauf dir einen Freund“, da wir alle Egoisten sind. Alle Probleme können mit Geld gelöst werden, außer einem: der Verbindung mit dem Schöpfer. Die Erkenntnis des Schöpfers geht einen völlig anderen Weg. Man wird zu Ihm kommen, wenn man seinen Egoismus aufgibt.

Wir können unseren Egoismus nicht aufgeben, einzig und allein der Schöpfer kann es für uns tun. Wir müssen deshalb alles Mögliche unternehmen, damit der Schöpfer unseren Egoismus aufheben und uns die Kraft der Überwindung geben will.

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Alle Probleme werden durch unsere Trennung zum Schöpfer verursacht. Wenn wir uns Ihm annähern, verschwinden die Probleme. Wir haben deshalb nur ein Problem: wie nähern wir uns dem Schöpfer an?

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Der Schöpfer hört von uns nur eine Bitte: die Verbindung mit den Freunden, das gegenseitige Geben in der Gruppe und nichts weiter. Wenn wir uns bei Ihm über unsere persönlichen Probleme beschweren wollen, so wenden wir uns an die falsche Adresse. Er wird diese Beschwerden nicht hören, denn er ist derjenige, der uns diese Probleme bereitet, damit wir uns mit der Gruppe verbinden.

Das Bedürfnis zur Verbindung mit dem Zehner muss wichtiger als die persönlichen Probleme sein. Mit dieser Bitte können wir uns an den Schöpfer wenden. Das bedeutet, dass das Spirituelle für uns wichtiger ist als das Materielle, d.h. die Verbindung mit dem Schöpfer und den Freunden ist uns wertvoller als alle Arten von materiellen Problemen.

Wir küssen den Stock, der uns hilft, auf den Schöpfer ausgerichtet zu sein. Wenn es keine persönlichen Lebensprobleme gäbe, würde der Mensch nie über den Sinn seines Lebens nachdenken.

Aus dem Morgenunterricht 15.01.2019

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Eine brillante Lösung für jedwedes Problem

RavEine brillante Lösung für jedwede Art von Problemen

Frage: Einer Gruppe von drei Personen wird eine Aufgabe gestellt. Jeder von ihnen hat sein eigenes Wissen, Aufgabengebiet, eigene Erfahrung und Berechnungen. Entweder können  sie die ihnen gestellte Aufgabe nun so gut es geht bewerkstelligen, oder aber sie bilden eine Gruppen-Intelligenz. Indem sie die ganze Zeit die emotionellen Verbindungen erhöhen, steigern sie ihre Fähigkeit zu denken. Gibt es in diesem Prozess irgendeine Einschränkung?

Antwort: Ja. Und es ist hier besonders wichtig zu prüfen, welche Art  Hindernisse es sind, über die die Menschen sich verbinden. Wenn es für sie aufgrund unliebsamer Verhaltensweisen zwischen den Gruppenmitgliedern, innerer Konflikte und  Ablehnungen schwierig ist, einander näherzukommen, es ihnen trotz allem aber gelingt, sich darüber zu verbinden, dann gibt  ihnen der Unterschied zwischen der Stufe, in der das Ego unter Kontrolle ist und die Größe, dass sie sich darüber erheben, um Einheit zu erlangen, eine intensive emotionelle Verbindung.

Frage: Um eine brillante Lösung zu bekommen, muss man also die selbstsüchtigsten Leute in einem einzigen Kollektiv versammeln? Was müssen sie tun, um sich zu vereinigen?

Antwort: Sie müssen sich nach einem einzigen gegenseitigen Empfinden sehnen. Dies bedeutet, dass jeder positiv über die anderen denkt, sich selbst beugt und zurücknimmt, sich über seine persönlichen Empfindungen erhebt und beginnt, den anderen so zu lieben, als ob er der näheste Mensch für ihn wäre.

Er sieht im Anderen die wunderbarste und idealste Person und will ihm in jeder nur denkbaren Weise Gutes tun. Gleichzeitig löscht er jedoch das Gefühl des Hasses nicht aus; vielmehr erschafft er eine Verbindung der Liebe darüber.

Hierfür führen wir eine Reihe von speziellen Treffen durch, in denen wir näher erläutern, wie jeder sich über sich selbst erheben, sein Ego – ohne es auszulöschen –   lediglich seine Wirksamkeit einschränken muss. Es geht hier darum, wie man sich selbst annullieren muss, um in andere eingeschlossen zu sein und sie so zu fühlen wie sie sind, und nicht wie es einem erscheint, dass sie sind. Ich möchte ein Bestandteil eines anderen sein, so als ob ich ihm bezüglich nichts fühle – keine Liebe und keinen Hass. Was will er? Was liebt, was hasst er,  wovon fühlt er sich angezogen? Welche Neigungen, Vorlieben und Pläne hat er? Ich will ihn wertschätzen; das ist die Hauptsache.

Frage: Den Umgang mit einem oder zwei Kollegen zu erlernen ist nicht schwierig. Heißt das aber, dass man, wenn es zehn Personen sind, jeden von ihnen wertschätzen muss?

Antwort: Ja. Das ist völlig richtig! Jeder annulliert sich, um die anderen zu fühlen. Und bei der nächsten Aufgabe braucht man sich nicht annullieren, sondern fühlt sich selbst sogar größer als alle anderen, bereit, alle zu erfüllen.

Von diesem Moment an ist es nun erforderlich zu prüfen, was dem anderen fehlt – man muss sich selbst zurücknehmen und ohne eignes Ego in ihm eingeschlossen sein. Man muss wie ein unauffindbarer Sensor, der keinerlei Störung verursacht, sein, und alle eigenen Fähigkeiten nutzen, um ihn zu erfüllen. Dies bedeutet, dass man, in seiner Fähigkeit zu erfüllen, bereits größer als alle anderen ist.  Man ist nicht der Kleinste, sondern wohl eher der Größte in einer Gruppe. Und dann hat man positiven Einfluss auf sie.

Frage: Wie kommt es, dass wir dank einer Atmosphäre guter Gesinnungen zwischen uns die besten Lösungen erreichen?

Antwort: Es geht hier nicht um die Atmosphäre. Vielmehr liegt die Wichtigkeit in der Fähigkeit, ein neues, integrales Gefühl und eine neue integrale Intelligenz oberhalb der Natur, die uns alle trennt,  zu erschaffen! Erschafft etwas – ähnlich der kollektiven Natur – das es einem ermöglicht, eine Lösung auf einer höheren Stufe zu finden als auf jener, auf der jeder von uns, sogar Einstein, ist.

(150263)

Auszug aus der TV-Reihe „Ein neues Leben“ vom 26. Jänner 2014