Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Als Kabbalist geboren werden


Früher, vor der Zerstörung des Tempels, wurden Kinder in eine Gesellschaft hineingeboren, welche die Höhere Welt und den Schöpfer wahrnehmen konnte und deren Leben auf spirituellen Gesetzen basierte. Die Kinder empfanden das Verhältnis von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ als eine einleuchtende Gegebenheit des Lebens. Sie sahen ständig die Erwachsenen, die dieses Beispiel vorgaben und nach einer noch größeren Verbindung mit dem Schöpfer strebten, den sie klar wahrnehmen konnten. Kinder verstanden, dass sie in diese Welt hineingeboren wurden und nur vorübergehend in ihr anwesend waren, um mit Ihm eine Verbindung herzustellen.

In der Bnei Baruch Gruppe nehmen unsere Kinder (und Enkelkinder) an den Kabbala-Lektionen teil, die speziell für sie vorbereitet wurden. Ihre Beziehungen werden unter der Anleitung von Lehrern, gemäß den Prinzipien der Tora (Schenken und Liebe für die Freunde), aufgebaut. Sie verstehen völlig, dass sie und alle Menschen im Allgemeinen untereinander verbunden sind. Die Lektionen finden sonntags während des ganzen Tages statt. Samstags kommen die Jungen mit ihren Vätern zur Morgenlektion und bleiben dann den ganzen Tag über. Wir haben einen speziellen Kurs für sie. Alle paar Monate gebe auch ich eine Lektion (einen Test) für alle Kinder.

Es ist eine große Freude, sie zu sehen und zu hören, ihre Fragen und Antworten und die heranwachsenden Menschen zu beobachten, wie sie der Welt eine völlig neue Perspektive geben. Wir verstehen nicht, was es bedeutet, das wahre Bild der Welt während der Kindheit zu bekommen, um den Ursprung der Welt, deren Bedeutung und Sinn zu verstehen. Dieses Bild durchdringt das Bewusstsein eines Kindes und verbleibt in ihm als seine Natur. Wenn wir ihr tägliches Verhalten beobachten, wenn sie zusammen oder getrennt sind, wenn sie in unserem Zentrum sind oder außerhalb, in der Kindertagesstätte oder in der Schule, können wir sehen, dass sie sich anders verhalten und eine bestimmte, verfeinerte, innere, spirituelle Eigenschaft haben. Ihre Ähnlichkeit zur Höheren Kraft garantiert ihnen Erfolg und Sicherheit in unserer Welt.

Verwandtes Material:
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Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)
Wer kann Kabbala studieren?

Geschichte aus Sicht der Kabbala

Eine Frage, die ich erhielt: Bitte erklären Sie, warum Fragen über Geschichte unangebracht sind. Etwas zu studieren, ohne seine Grundprinzipien zu kennen, wie seine Geschichte, ist ziemlich schwierig, wenn nicht sogar unmöglich.

Meine Antwort: Rabash lehrte mich, mich nicht mit Geschichte zu befassen, sondern mit tatsächlich erfahrener Errungenschaft. Warum von äußerlichen Phänomenen und Vorstellungen von Menschen ausgehen, wenn man fähig ist, diese selbst zu erlangen? Anfänger und jene, ohne einen Punkt im Herzen (d.h. Verlangen nach Spiritualität), werden allerdings von der Geschichte angezogen. Das gleiche gilt für das Studium der Kabbala: jemand, der einen Punkt im Herzen hat, studiert sie nicht, sondern zieht das Höhere Licht an, wohingegen jemand, der keinen Punkt im Herzen hat, sie wie eine Wissenschaft studiert und das gedruckte Material viel besser kennt als jemand, der dieses Material tatsächlich erlangte. Lesen Sie hierzu Baal HaSulam’s Kommentar über die Jerusalemer Kabbalisten.

Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin Kolumbianer und wie sie wohl wissen, scheint mein Land stets in einem Konfliktzustand zu sein. Warum leidet mein Land und seine Menschen? Es ist offensichtlich, dass die Menschen hier mehr leiden, als in anderen Ländern. Das lässt mich annehmen, dass mein Land eine Art Sonderauftrag hat – wie Israel.

Meine Antwort: Es ist besser, sich nicht in die Geschichte und andere Verwicklungen zu vertiefen oder etwas daraus zu entnehmen, sondern sich selbst zu korrigieren und indem man dies tut, sich selbst, sein Land und die Welt zu verbessern.