Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Plagen'

Heuschreckenschwärme zerstören die Vegetation, aus dem Glücksgefühl heraus in einem Schwarm zu sein


In den Nachrichten (aus Science Daily): „Wie ein chemischer Stoff im Hirn von Heuschrecken, harmlose Grashüpfer in einen Schwarm von Schädlingen verwandelt.“ Eine Zusammenarbeit zwischen einem Team von Wissenschaftlern hat einen Anstieg des chemischen Stoffes Serotonin („Glückshormon“) in bestimmten Teilen des Nervensystems von Insekten festgestellt, wodurch im Verhalten eine Veränderung ausgelöst wird, die sie Schwärme bilden lässt… Riesengroße Schwärme, die Milliarden von Wanderheuschrecken (ausschwärmende Heuschrecken) umfassen, erstrecken sich über mehrere Quadratkilometer, und fügen schwere wirtschaftliche Not in Teilen von Afrika und China zu. Im November 2008 plagten sechs Kilometer (3,7 Meilen) lange Schwärme Australien.

Mein Kommentar: Die Heuschrecken fühlen sich glücklich, wenn sie in einem Schwarm sind. Das ist der Grund für ihr Verhalten, wohingegen die Nahrung zweitrangig ist. Wenn die Heuschrecken sich nicht mehr in einem Schwarm glücklich fühlen, werden sie aufhören die Vegetation zu zerstören. Diese „ägyptischen Plagen“ werden nur verschwinden, wenn der Mensch über die Natur aufsteigt, und beginnt, das Gefühl von Freude zu vergrößern. Das wird alle niederen Stufen der Natur beeinflussen, und dann werden die Plagen verschwinden.

 

Wann wird die Finanzkrise enden?

News Report (aus Safe Haven): Hat sich der Bärenmarkt (Börsenmarkt mit stetig fallenden Kursen; Anm. d. Übersetzers) überholt? Erscheint schon der Bullenmarkt (Börsenmarkt mit stetig steigenden Kursen; Anm. d. Übersetzers) am Horizont? Keinen der Tiefpunkte seit Januar kann als der tiefste Punkt bezeichnet werden. Ich sehe keinerlei Anzeichen dafür, dass das Novembertief der Wendepunkt ist. Wir haben es mit einem K-Wave-Winter (Deflationäre Phase in den 60er Jahren in den USA) zu tun und darum möchte ich auf die Anzeichen dafür hinweisen:

  • Die Anzahl an Insolvenzen und die damit verbundene Verschuldung nehmen drastisch zu. – Das ist offensichtlich und hat zweifellos mit den geplatzten Immobilienfinanzierungsblasen begonnen.
  • Der gesellschaftliche Umbruch und die Gesellschaft an sich werden negativ. – Wir beginnen das erst zu sehen.
  • Das Bankensystem schwankt und ein neues wird eingeführt. – Es ist erst die erste Erschütterung. Es sollte noch viel mehr kommen.
  • Dem freien Markt wird die Schuld gegeben und gesellschaftliche Lösungen werden offeriert. – Das ist zwar noch nicht geschehen, wird aber erwartet.
  • Die Tendenz zu nationale und faschistischer Politik wird zunehmen
  • Der Schuldenstand wird nach den Insolvenzen und Zahlungseinstellungen sehr niedrig sein. – Das ist aber jetzt noch nicht der Fall.
  • Die Handelskonflikte werden sich verschlimmern. – Das ist auch noch nicht geschehen.
  • Die Erwartungen an die Zukunft ebben ab. – Das ist bis jetzt noch nicht geschehen, weil alle noch auf den Tiefpunkt warten.
  • Aufgrund des spärlichen Jobangebotes wird sich eine neue Berufsethik entwickeln. – Ich kann ihnen versichern, dass das noch nicht geschehen ist.
  • Die Habgier wird vom System entfernt werden. – Das ist mit Sicherheit noch nicht passiert.
  • Die Immobilienpreise werden auf den Tiefpunkt fallen. – Das ist noch nicht passiert.
  • Investoren verhalten sich sehr konservativ und risikoavers.– Auch das ist noch nicht passiert.
  • Die Preise und Investitionsrate sind auf dem Tiefpunkt. – Das ist noch nicht passiert.
  • Ein neues Wirtschaftssystem wird sich etablieren. – Das ist auch noch nicht geschehen.
  • Die Aktienmärkte erreichen ihren Tiefpunkt und es beginnt ein neuer Bullenmarkt. Wir sind an diesem Punkt noch nicht angelangt. Ich sehe jede Entspannungsphase dieses überkauften Marktes nur als Unterbrechung des Abstieges.

Mein Kommentar: Dies sind die Zusammenfassungen einen Wirtschaftlers, aber ein Kabbalist sieht die Dinge noch kritischer; um die Krise zu beenden muss der Mensch sich selbst korrigieren. Diese Krise ist eine Krankheit, dessen Ursache der Egoismus ist. Um sie zu überwinden, müssen wir uns heilen oder korrigieren. Wir müssen unseren Egoismus in Geben und Liebe umwandeln (alsoluter Altruismus).

Wir müssen jetzt mit der Korrektur beginnen, zumindest die Notwendigkeit zur Korrektur erkennen. Oder zumindest zuhören, dass es notwendig ist. Das wird schon der Beginn des Endes der Krise sein.

Im Verlauf der Krise werden wir Situationen begegnen, in denen es so scheint, als wäre die Krise vorbei. Und es werden neue egoistische Verlangen in unser Leben treten. Diese Krise ist sehr facettenreich und wird alle Bereiche unseres Lebens betreffen. Die Presse hat lange über Krisen in der Wissenschaft, Ausbildung, Familie usw. gesprochen.

Unsere Situation ist vergleichbar mit den Plagen in Ägypten. Zwischen den Plagen sah es so aus, als ob sie vorrüber wären. Dabei war diese Zeit nur die Vorbereitung auf die nächste Plage. Die Natur will uns antreiben, ein integraler Bestandteil von ihr zu werden und dem Gesetz von optimalen Genuss und vollkommener Einheit gerecht zu werden. Gemäß der Regel: Jedem gemäß seiner Fähigkeiten und Bedürfnisse. Das erreicht man aber nicht durch Zwang, wie im sowjetischen Experiment des Kommunismus, sondern wissentlich. Wenn wir das begreifen, ist der Tiefpunkt der Krise erreicht.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie lange wird die Krise andauern?

Wird Amerika sozialistisch?


Nachrichtenbericht (übersetzt von K2Kapital.com): „Das Wort Sozialismus wird in den USA nicht mehr geringgeschätzt“. Die Wall Street Krise, der Verlust der Ersparnisse, der Zusammenbruch des Immobilienmarktes und die Arbeitslosigkeit haben das Thema des wirtschaftlichen Überlebens zur Sprache gebracht. Die Krise erfordert mehr gesetzliche Regulierungen und man sollte liberale Methoden für den finanziellen Bereich ablehnen. Das Wort „Sozialismus“, welches bis vor kurzem noch Furcht einflößend für das amerikanische Ohr war, klingt nun weniger beängstigend. Wie schlimm ist der Sozialismus wirklich? Sollen sich die Regierungen lieber um die Bürger kümmern, anstelle die Interessen der Millionäre zu schützen.

Mein Kommentar: Im Moment ist der Trend in Richtung Sozialismus noch selbstsüchtig und egoistisch, doch kann es nicht anders sein. Die Menschen merken langsam, dass die Globalisierung die neue Wirklichkeit ist, in der wir leben müssen; die Welt ist ein kleines Dorf oder ähnlich einer Familie. Sie sprechen bereits über dieses Konzept, begreifen es jedoch noch nicht ganz. Wir haben noch nicht akzeptiert, dass es eine Tatsache ist, ein Phänomen, das sich plötzlich der Welt zeigte, dem wir nicht entkommen können und das uns zwingt, unser Leben völlig zu ändern.

Dies ähnelt dem, was ein Mensch fühlt, wenn er zu lebenslänglicher Haft verurteilt wurde: er bemerkt nur allmählich, wie sehr sein Leben sich verändert hat und dass diese Veränderung ihn nun zwingt, seine Einstellung und sein Verhalten zu ändern. Wenn die Menschen nun die Globalisierung fühlen, die globale Verbindung untereinander und die gegenseitige Abhängigkeit, ist es folglich nur natürlich für sie, den Sozialismus für erwünscht und besser zu halten.

Wir müssen jedoch unsere Vorstellungen über Sozialismus richtigstellen. Wenn wir spüren, dass alle in unserer Welt eine Familie sind, werden wir das Höhere Licht – das Gefühl von Harmonie, Freude und ewigem Leben – enthüllen. Aber bevor dies geschieht, müssen die Menschen den Weg der Zurückweisung des Egoismus durchlaufen. Und damit sie das wollen, müssen sie zuerst realisieren, dass der Egoismus schlecht ist. Und dies kann hierdurch geschehen:

• Aktuelle Leiden, verursacht durch den Egoismus (bekannt als „die zehn Plagen Ägyptens, wobei die erste Plage die finanzielle Krise ist, die dabei ist sich zu entwickeln, während wir sprechen); oder
• durch theoretisches Erkennen und das Studium der Kabbala

Wie dem auch sei, die Menschheit muß bewußt zu dem Verständnis gelangen, dass wir alle eine Familie sind, wo jeder auf jedes Familienmitglied Rücksicht nimmt. Mehr darüber im Artikel Die Freiheit und in der Zeitung Ha Uma – Die Nation.

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Finanzkrise hat Karl Marx in Europa modern gemacht
Blog-post: Gedanken der Einheit liegen in der Luft

Fragen über den Pharao – unseren Egoismus (fortgeschritten)


Fragen, die ich zu Gefühlen wie Schwäche, Zweifelhaftigkeit und Unsicherheit auf dem spirituellen Weg erhielt.

Frage: Ich verstehe das einfach nicht: Warum muss ein Mensch sich selbst bekämpfen, um diesen fiktionalen „anderen“ Zustand zu erreichen? Und warum braucht er dies überhaupt?

Meine Antwort: Sie haben Recht: Wenn Sie keinen Punkt im Herzen haben, dann leben Sie ohne Sorgen weiter. Schließlich realisiert ein Mensch nur die Verlangen, die in ihm erwachen. Wenn der Punkt im Herzen eines Menschen erwacht ist, dann wird er von Verlangen angetrieben, den Schöpfer zu enthüllen, zu verstehen und zu fühlen und er muss dies erreichen.

Frage: Ich habe versucht zu verstehen, wie es überhaupt möglich ist, seine eigene Natur zu verändern, da ich immer mehr entdecke, wie egoistisch all meine Gedanken und Verlangen sind und nur noch egoistischer werden. Warum sollte ich also mich selbst mit dieser unnützen Arbeit zerstören, anstatt ein normales Leben zu führen?

Meine Antwort: Sie haben absolut Recht: Ein Mensch kann seine eigene Natur nicht verändern! Wenn er aber nichtsdestotrotz beharrlich zum Ziel strebt, dann wird diese Ausdauer ihm helfen und der Schöpfer wird ihm die Stärke, Ihn zu enthüllen geben (siehe „Einführung zu Talmut Esser HaSefirot“, Punkt 133, wo von Menschen die Rede ist, die den Berg empor steigen). Nur die Kraft der Enthüllung des Schöpfers kann einen Menschen aus dieser Welt herausziehen – heraus aus der Wahrnehmung „innerhalb des Menschen“. Und dann enthüllt ein Mensch eine ewige und perfekte Welt. Doch nochmals, nur das Licht, welches die Schöpfung erschuf, ist fähig dazu, dies zu verändern und zu Seiner Stufe zu erhöhen.

Frage: Wenn ein Mensch älter wird, wird er schwächer und braucht mehr Stärke. Doch woher wird er diese bekommen, wenn er nie eine Antwort vom Schöpfer bekommt?

Meine Antwort: Der gesamte Weg bis hinauf zur Enthüllung des Schöpfers, dem Machsom, besteht aus ständig anwachsenden Enttäuschungen. Es steht geschrieben, dass der Auszug aus Ägypten geschieht, indem dem Pharao (unserem Egoismus) Plagen geschickt werden. Diese Plagen werden immer schmerzlicher und führen dazu, dass wir uns immer desillusionierter hinsichtlich unserer Fähigkeit fühlen, das Ziel zu erreichen, aus dem Egoismus heraus zu kommen und die Wahrnehmung der Höheren Kraft, des Schöpfers, zu erreichen. Diese Plagen enthüllen unsere egoistische Natur (den Pharao) und wie sehr er uns innerlich beherrscht. Lesen Sie den Abschnitt in der Tora, wo der Schöpfer dem Menschen (Moses) ständig wiederholt: „Gehe zum Pharao, denn ich habe seine Herz verstockt.“ Dies bedeutet, dass der Schöpfer unseren Egoismus ständig zu dem Zwecke erhöht, dass wir enthüllen können, wie absolut böse dieser für uns ist und uns wünschen werden, davor wegzulaufen!

Frage: Manchmal scheint es, als hätte ich nicht genügend Zeit in diesem Leben übrig, das Ziel, die Enthüllung des Schöpfers, zu erreichen.

Meine Antwort: In diesem Falle gibt es, wie auf dem gesamten Weg, nur ein „kabbalistisches Prinzip“ zur Anwendung: „Schlage dem Versucher die Zähne aus“ (der Versucher, der dich ständig vom Weg abbringt) und bleibe unbeugsam im Fortschritt mit dem „Glauben über dem Verstand“, an Stelle des allgemeinen (regulären, tierischen) Menschenverstandes. Und suche in all diesem nach der Hilfe des Schöpfers, um dazu fähig zu sein, diesen beiden Prinzipien zu folgen.

Frage: Vielleicht ist es besser, eine „angenehme Lüge“ zu leben, wie die Leute, die das kaufen, was Berg verkauft – psychologische Unterstützung und eingebildetes, jedoch süßes Vertrauen darauf, dass morgen alles in Ordnung sein wird, dass alles gut sein wird und dass alles zum Besseren hin verändert werden kann. Dies hat einen psychologischen Affekt auf den Menschen, gibt ihm Stärke und hilft ihm zu überleben. Und man bekommt die positiven Resultate im Voraus!

Meine Antwort: Wer könnte diesen über Jahrhunderte bewährten Methoden widersprechen? Wenn ich könnte, würde ich rote Bändchen und heiliges Wasser selbst kaufen. Aber niemand lädt diese Menschen überhaupt zur Kabbala ein, die sich selbst mit diesen Methoden trösten können und die sich selbst davon überzeugen können, dass sie helfen. Doch während sie ihre Augen vor der Krankheit verschließen und Schmerzmittel nehmen, breitet sich die Krankheit immer weiter aus.

Und es gibt andere, denen diese Schmerzmittel nicht mehr helfen. Sie verstehen, dass dies eine Lüge ist. Diese Menschen suchen weiter, da ein Mensch nicht unerfüllt bleiben kann und dieser Zustand von Vergeblichkeit und Leere ist schlimmer als der Tod, da ihr spirituelles Verlangen bereits nach einer Erfüllung strebt. Und so suchen sie weiter. Und den Menschen, die in dieser Welt nichts mehr finden können, was sie erfüllen könnte, bietet die Kabbala die Antwort: Erfüllung kommt in dem Maße vom Höheren Licht, wie ein Mensch diesem ähnlich ist!

Frage: Es scheint immer noch unmöglich und unausführbar, dass jeder Mensch und alle Menschen zusammen fähig sein werden, danach zu verlangen, aus dem Egoismus freiwillig herauszukommen, anstelle von Plagen angetrieben zu werden, die schlimmer als der Tod selbst sind, wenn sogar der Tod wie die Erlösung vom Leid aussieht.

Meine Antwort: Der Schöpfer sagt, dass es einfach ist, aus der körperlichen Natur auszutreten und die Höhere Natur zu betreten, gesetzt den Fall, dass ein Mensch unablässig die Bedingungen des Schöpfers oder die präzisen und strikten Gesetze der Natur ausführt. Niemand hat die Stärke und das Verlangen, über diese Welt – über die eigene Natur – aufzusteigen. Diese Verlangen kann ein Mensch jedoch von der richtigen Umgebung (der weltweiten Bnei Baruch Gruppe) bekommen, indem er Kabbala gemäß den authentischen Quellen (den Büchern von Baal HaSulam) studiert. Und dann wird das Licht ihn erheben und es gibt tausende von Beispielen, um dies zu belegen. Es ist Ihre Wahl!

Verwandtes Material:
Blog-post: Warum bekommt ein Mensch Schläge?