Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Phase'

Geld allein macht nicht glücklich

Anmerkung: Im Rahmen langjähriger Studien haben Wissenschaftler aus Großbritannien herausgefunden, dass ein hohes Einkommen einen Menschen nicht glücklich macht. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Personality and Social Psychology Bulletin“ veröffentlicht.

Antwort: Auch wenn die Menschen wissen, dass „Geld alleine nicht glücklich macht“, wollen sie dennoch Geld. Wenn du einen Menschen von heute fragst, was er lieber hätte, Geld oder Glück, denke ich, er würde antworten: „Geld. Mit Geld kann ich mir dann auch Glück kaufen.“

Der Egoismus, der sich derzeit in der gesamten Menschheit offenbart, braucht außer Geld nichts. Früher waren die Menschen nicht so egoistisch. In ihnen entstanden auch andere Bestrebungen, ihr Egoismus verlangte keine so allumfassende Erfüllung.

Anmerkung: Sie widerlegen also gewissermaßen diese Studie, in der es heißt, dass Menschen Familie, Kinder und Freunde als Glück betrachten.

Antwort: Sie sind zu diesem Fazit gekommen, nachdem sie sehr gründlich geprüft hatten, ob man alles mit Geld kaufen kann, und festgestellt haben, dass das nicht funktioniert.

Aber wir haben unsere absolute Entwicklung noch nicht vollendet. Wir befinden uns in der letzten Phase, die noch nicht abgeschlossen ist. Die Menschheit erkennt bereits, dass Geld kein Glück bringt und dass Glück letztendlich wichtiger ist als Geld.

Aber andererseits: Wenn das Glücksgefühl nicht auf einer materiellen Grundlage beruht, dann ist dieses Gefühl unecht. Das ist genauso, als würdest du dir eine Droge spritzen: „Ich bin glücklich“. „Was ist los?! Warum, wie, was?!“ – „Glücklich“.

Du hast eine Art Spritze bekommen und wirst von einer Welle der Wonne überflutet. Du spürst kein Leid und keine Leere mehr, musst nach nichts streben und nichts unternehmen. Du kannst nicht einmal das Leiden und die Wünsche anderer Menschen verstehen. Du kannst mit niemandem verbunden sein! Du stehst einfach wie ein Idiot mitten in der Welt und dir geht es gut.

Frage: Heißt das also, dass Glück die Entwicklung aufhält?

Antwort: Natürlich! Hätten die großen Künstler, Schriftsteller und Musiker nicht gelitten, wären sie nicht innerlich unglücklich gewesen – egal, ob sie ein Stück Brot hatten oder nicht – unglücklich in ihrer inneren Suche, in ihren Leiden, hätten sie dann überhaupt etwas geschaffen?! Niemals! Glück liegt also nicht in der Definition, die wir ihm sofort zuschreiben.

Glück kann man nur im Gegensatz zum Unglück empfinden, nur im Gegensatz zur Suche, zum Leiden, wenn du strebst und erreichst, strebst und erreichst! Aber wenn du strebst und erst später erreichst, was du gestrebt hast, ist das kein Glück!

Glück umfasst sowohl das Leiden als auch die Freude darüber. Dieser Zustand wird nur in der Kabbala erreicht, wenn die Leere nicht gefüllt wird, sondern wenn sich über ihr eine Füllung aufbaut. Sowohl die Leere als auch die Füllung existieren dauerhaft! Nehmen wir an, ich sehne mich nach etwas und empfinde durch dieses Verlangen Freude und Erfüllung.

Glück ist, wenn wir es richtig definieren, kabbalistisch gesehen, in seiner wahren Form, gleichzeitig ein Zustand absoluten Unglücks und absoluten Glücks, eine Leere und eine Fülle, die sich gegenseitig nicht annullieren.

Dann brauchst du das wirklich nicht mit Geld oder Ähnlichem zu ersetzen, denn deine Leere wird gefüllt und bleibt dabei doch eine Leere. Zum Beispiel isst du etwas und sehnst dich trotzdem die ganze Zeit danach, du trinkst etwas und sehnst dich die ganze Zeit danach, du siehst etwas und sehnst dich die ganze Zeit danach. Das heißt, die Genüsse hören nicht auf, sondern nehmen nur immer weiter zu – und in demselben Maße nimmt die Leere ebenfalls zu!

Das ist die Wissenschaft der Kabbala! Die Wissenschaft, das wahre Glück zu erlangen. Dabei führt dich das Gefühl des ständigen Glücks zum Gefühl der Ewigkeit!

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Aus der TV-Sendung „Nachrichten mit Michael Laitman“

 

Rat für Einsteiger – Finde die Antworten in Dir


Zwei Fragen, die ich über die Verwirrung, die man am Anfang des spirituellen Weges spüren kann, erhielt

Frage: Wo soll ich anfangen? Ich meine damit nicht, was zu studieren oder ähnliches, sondern eher, an welchem Punkt soll ich anfangen und mit welchen Fragen?

Meine Antwort: Das ist etwas, das man in sich selbst finden muss. Gewöhnlich ist es die Frage „Warum lebe ich? Was ist der Sinn meines Lebens und der Zweck allen Leidens? Ich kann oft keinen „Sinn oder Grund zum Leben finden“ usw. Am besten fangen Sie mit meinem Buch „Leben aus der Kabbala“ an.

Frage: Ich lerne jeden Tag und manchmal überkommt mich das Gefühl von Enttäuschung, weil ich keine Ahnung habe, wie ich ausführen soll, was ich gerade lese. Manchmal verstehe ich das Gelesene etwas, und kann es auch fühlen, und ein bisschen später vergesse ich wieder alles und habe keine Ahnung, was ich eigentlich lerne, was ich denke und wie ich handeln kann. Haben Sie irgendeinen Rat für mich?

Meine Antwort: Sie werden alles Gelernte vergessen, solange Sie das Material nicht aufnehmen, zu dem Ihren machen, und spüren, dass es zu Ihnen über Sie und das, was in Ihrem Innern ist, spricht. Dies ist jedoch nur eine Phase, die vorübergeht, weil Sie vom Umgebenden Licht (Or Makif), beeinflusst werden – und dann werden Sie das, worüber die Kabbalisten sprechen, in Ihrem Innern finden. Und danach wird „die Seele des Menschen ihn lehren“. Übrigens zeigt das Gefühl, dass Sie alles schnell vergessen, dass Sie schnell verschiedene Phasen durchlaufen und Sie sollten sich darüber freuen!

Verwandtes Material:
Blog-post: Unsere Seele wird es uns lehren
Bestellen von: Leben aus der Kabbala
 
 interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie
 

Die Natur fordert, dass wir persönliche Beziehungen der Liebe zueinander haben

Frage: Warum führt die natürliche Entwicklung der Menschheit nicht zu dem Verständnis, dass wir alle in einer wohlwollenden Verbindung miteinander verbunden sein müssen?

Antwort: Jeder kann geben und nehmen, indem er seine egoistischen Eigenschaften einsetzt – bei der Arbeit, in der Geschäftswelt und gesellschaftlich. Wenn unsere egoistischen Eigenschaften eine globale internationale Ebene erreichen, dann erreichen wir das Maximum der Verwirklichung unserer Verlangen. Da endet die erste Phase der menschlichen Entwicklung und es beginnt eine andere – die Phase der Korrektur des entwickelten Verlangens.

Die Natur fordert, dass wir die Verbindung unter uns erneuern, die zerbrochen war, noch bevor wir geboren wurden. Diese Verbindung kann nur mit der Hilfe des Lichtes korrigiert werden, welches die Wissenschaft der Kabbala bieten kann.

Das Verlangen, eine Familie zu gründen, für unsere Kinder zu sorgen, ein guter Nachbar zu sein, zu geben und zu empfangen, Geld miteinander zu verdienen, in Frieden zu leben – alles existiert innerhalb des egoistischen Verlangens.

Wenn wir jedoch über ein neues System der Verbindung untereinander sprechen, ist dies nicht ein System gegenseitiger nutzbringender Geschäfte, sondern ein System, in dem ich verpflichtet bin, an alle zu geben; ich muss in alle investieren. Dies ist kein Übergang zu mehr Handel mit einem größeren Ausmaß der Teilnahme, obwohl die Welt es so verstehen könnte. Jeder versteht, dass wir auf positive Weise miteinander verbunden sein müssen. Doch was die Natur von uns fordert, sind herzliche Beziehungen, die auf den Prinzipien des Gebens und der Liebe gegründet sein müssen und nicht nur ehrliche Geschäfte!

 
http://bit.ly/2IyOsyh
 
 

 

Die Menschheit hat jemanden, auf den sie sich stützen kann…

Wie im Leben eines einzelnen Menschen der Egoismus zunächst wächst und dann der Wendepunkt eintritt, nachdem er zur Kabbala kommt, um an sich zu arbeiten, so findet auch im Leben der ganzen Gesellschaft das Wachstum des Egoismus bis zum Wendepunkt statt, und heute muss sie genauso wie das Individuum zur eigenen Korrektur übergehen, nach der gleichen Regel „Das Persönliche und das Allgemeine sind gleich“.

Aus diesem Grund können wir vom Verständnis der Methode der persönlichen Korrektur direkt zur Methode der allgemeinen Korrektur (der Gesellschaft) übergehen, die die Phase der Entwicklung des allgemeinen Egoismus durchlaufen hat und nun nach dem Prinzip „Ich erschuf den Egoismus und gab die Methode zu dessen Korrektur“ beginnt, dieses Böse „Jezer haRa“ wahrzunehmen, und danach nach der Methode zu dessen Korrektur (Tora tavlin) verlangen wird – entweder durch Leiden oder durch die Verbreitung der Kabbala oder aber durch beides zusammen.

Heute gelangt die gesamte Menschheit zur Erkenntnis des egoistischen Bösen, und deren Weg ist ähnlich dem Weg jedes Einzelnen, der persönlich zur Erkenntnis des Bösen gelangt, entsprechend der Regel „Das Allgemeine und das Persönliche sind gleich“ (Klal u prat schawim). Das heißt, das Persönliche, das Individuum, ist dem Allgemeinen, der Gemeinschaft, gleich – weil das Allgemeine einen Menschen, ein Geschöpf, eine erschaffene Schöpfung, darstellt.

Darum durchläuft sowohl jeder Teil als auch die gesamte Schöpfung einen Weg. Und deshalb sieht derjenige, der die Etappen der Korrektur persönlich durchlaufen hat, aus eigener Erfahrung den Weg, den die Menschheit bei der Erkenntnis des Bösen, bei dessen Korrektur und bei der Bewegung zur Enthüllung des Schöpfers durchlaufen muss. Doch wird die Menschheit denjenigen, die es aus eigener Erfahrung wissen, zuhören können? …

Kabbala Grundkurs

Verbreitung ist eine Partnerschaft mit dem Schöpfer


Ich wiederhole immer, dass wir die Kabbala verbreiten müssen, wenn wir Erfolg haben wollen. Jedoch spüre ich, dass „Verbreitung“ kein gutes Wort ist, da ich mich wie ein Verkäufer anhöre oder wie ein Versicherungsagent, der jedem seine Versicherung aufdrückt. Wenn wir über die Verbreitung der Kabbala sprechen, könnte es sich anhören, als ob wir versuchen, anderen etwas aufzunötigen.

Heute wird das Wort „Verbreitung“ mit Kommerz und Verteilung von Waren in Verbindung gebracht. Daher denken jene, die den Begriff nicht kennen, dass es mit Kommerz oder Geschäft zu tun hat, dass wir etwas verkaufen und Profit machen. Anders ausgedrückt: Dieses Wort ist sehr schlüpfrig.

Aber tatsächlich besteht unser ganzes Leben aus Verbreitung, denn die wahre Bedeutung dieses Wortes ist, sich dem Schöpfer anzunähern, auszustreuen, auszudehnen, zu enthüllen und zu erlangen. Die gesamte Schöpfung beginnt mit Verbreitung. Das heißt, sie beginnt aus einem winzigen Punkt, wo plötzlich aus dem Nichts etwas, das existiert, geboren wird – Yesh Mi Ain (etwas aus nichts) und dann geht es mit der Verbreitung durch die vier Phasen des Direkten Lichts weiter und es werden alle Welten, herunter bis zu unserer Welt erschaffen.

Die letzte spirituelle Stufe bricht als eine einzelne winzige spirituelle Füllung in unsere Welt. Die gesamte Materie unserer Welt, das ganze Universum, wurde aus diesem einen Funken in einem Prozess, der als Big Bang oder als Urknall bezeichnet wird, geboren und verbreitet sich fortwährend. Auf diese Weise entwickelt es sich, bis sich unser Solarsystem bildet, unser Erdball und alles, was hier existiert.

All das gehört zur Verbreitung des Schöpfers hinaus zu seinen geschaffenen Wesen, um die Schöpfung Ihm anzugleichen. Dies geschieht unter der Einwirkung des Lichts, Seiner Eigenschaft des Gebens. In der Tat stellt jede Geburt oder Entwicklung Verbreitung dar. In anderen Worten ist die wahre innere Eigenschaft der Verbreitung eine Partnerschaft mit dem Schöpfer. Das bedeutet, durch Zusammenarbeit mit dem Schöpfer, bei der Überbringung und Enthüllung Seines Plans an die Welt zu helfen.

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Die Natur duldet kein Ungleichgewicht

Wir bewegen uns in Richtung Gleichgewicht mit der Natur. Diese strebt danach all ihre Teile ins Gleichgewicht zu bringen. Der Temperaturunterschied gerät aus dem Gleichgewicht, der Wind balanciert die Unterschiede im Luftdruck aus, ein Gegenstand, der geworfen wird, fällt nach unten in Richtung des Ortes, wo er das Gleichwicht mit der Schwerkraft findet. Dieser Prozess zielt auf ein ausgeglichenes Stadium ab, überall und in jeder Beziehung.

In jedem Bereich, sei es in Chemie, Physik, Biologie und so weiter, alles ist auf diesem Prinzip aufgebaut. Alles strebt nach dem Gleichgewicht, zu einem Abbau des Drucks. Alles fügt sich dem Gesetz der Entropie. Die Natur möchte besänftigt werden. Sie toleriert keine Unterschiede und Schwankungen in irgendeinem Parameter. Letztendlich muss alles dieses Gleichgewicht erreichen.

Und jetzt fordert das Gesetz der Natur das Gleichgewicht von der menschlichen Gesellschaft. Wir sehen Ausbrüche und Unordnung, und das ist die Art der Natur, das Gleichgewicht zu verwirren. Die unbelebten, pflanzlichen und belebten Stufen hatten bereits ihre Wende und jetzt ist die Wende der menschlichen Stufe an der Reihe. Das Verlangen nach Gleichgewicht taucht in uns auf, aber zwischen uns ins Gleichgewicht zu gelangen bedeutet: zu „einem Menschen mit einem Herzen zu werden“. Wir mögen alle verschieden sein, aber es gibt ein Kriterium: Wir sind alle verpflichtet, uns gegenseitig zu unterstützen.

Und es gibt nichts, was wir dagegen tun können: Ob wir es wollen oder nicht, die Natur wird gewinnen, weil sie eine gewaltige Kraft ist.

Da taucht eine Frage auf: Warum werden wir nicht verschwinden, wie die Mammuts und die Dinosaurier? Warum verlassen wir nicht einfach die Bühne, wie ein Teil, der nicht dazu passt? Am Ende ist unsere Disharmonie mit der Natur viel größer als die der ausgestorbenen Dinosaurier. Jedoch im Gegensatz zu ihnen haben wir eine Mission, eine Bestimmung, ein Ziel: Wir müssen uns selbst korrigieren und unsere anfängliche Natur verändern.

Sie waren nicht in der Lage das zu tun, und sie verschwanden im natürlichen Vorgang der Evolution, während wir verpflichtet sind, uns selbst ins Gleichgewicht mit der derzeitigen Phase der Entwicklung zu bringen.

Deswegen werden wir in Situationen gebracht, in denen unser Mangel an Harmonie mit der Natur in den ernsthaftesten Formen zum Ausdruck gebracht werden, aber es wird nicht zur endgültigen Auslöschung kommen. 90 % der Welt verschwindet vielleicht, aber einige Menschen werden trotzdem überleben, um die menschliche Natur zu ändern und das notwendige Gleichgewicht zu erreichen. Das ist das Ziel, und es gibt keinen anderen Weg, den wir gehen können.

Aus dem 5. Teil der täglichen Kabbala Lektion vom 29.08.2011, „Die Nation“

Sich bis zu einem gewissen Punkt einschränken

Frage: Was meinen wir mit „Einheit“, wenn wir die Welt ansprechen?

Meine Antwort: Sich entsprechend der Ausssage „Gegenseitige Bürgschaft“ zu verbinden bedeutet, wie ein Mensch mit einem Herzen zu sein. Wir gehen durch zwei Phasen, um Herzen zu einem zu vereinen, alle Verlangen in einem Verlangen zu einigen, so wie es vorher war, vor dem Zerbrechen der Kelim.

In der ersten Phase neutralisieren wir den Willen um des Empfangens willen und verwirklichen dabei die Bedingung von Chafez Chessed, die lautet: „Tue keinem anderen an, was dir selbst verhaßt ist“. Aufgrund dessen urteile ich über niemanden mehr, wie gut oder schlecht er ist, inwieweit ich ihn ausnutzen, kontrollieren oder betrügen kann.

Ich ersuche auch keinen Vorteil mehr von der Welt, ich will einfach nichts mehr. Sobald ich die gesamte Größe und Tücke meines Übels erkannt habe, welches mich dazu bringt, anderen immer zu schaden, sehne ich mich danach, den Einsatz meiner Verlangen maximal klein zu halten. Ich möchte nur Dinge, ohne die ich nicht auskommen kann, das Allernotwendigste, und hoffe, dass ich dann die Eigenschaft des Gebens erreiche.

Ich möchte ein Punkt werden, wie Malchut, die in Bina eingeschlossen ist. Nur ein Punkt. Es ist, als ob ich nicht existiere. Mein „ich“ ist in Bina eingeschlossen und ihr ergeben, wie ein Samentropfen im Mutterleib.

Ab jetzt bin ich nur ein Tropfen, der nicht aus eigener Kraft existiert, sondern wegen des Oberen.

Dies ist die erste Phase, in der unsere Herzen noch nicht vereint sind, doch stoßen sie sich auch noch nicht gegenseitig ab. In der nächsten Phase nähern sie sich, wie geschrieben steht: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“. Von ganzem Herzen (ich habe kein anderes Werkzeug) untersuche ich das Herz meines Freundes und sehe, wieweit ich ihn erfüllen und von ihm empfangen kann. Mein Herz arbeitet vollkommen darauf hin, seinem Herzen zu dienen und es zu erfüllen, und er behandelt mich ebenso. Dies ist die Einheit, die wir erreichen, wenn wir das Prinzip von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ durchführen, und dabei wie ein Mensch mit einem Herzen werden.

Auszug aus dem 5. Teil der Täglichen Kabbala Lektion, 27-7-2011, Der Friede.

Der Natur zuvorkommen

Unsere Aufgabe besteht aus zwei Teilen: einerseits müssen wir an uns selbst arbeiten, andererseits müssen wir dem Rest der Menschheit helfen. Sie spürt bereits die Krisenerscheinungen, und in der nächsten Phase müssen wir uns mit ihr vereinigen, um gemeinsam den Weg fortzusetzen.

Dabei werden wir natürlich die allgemeine Bewegung anführen, weil die Menschen einfach nicht wissen, wie man zum Ziel gelangt. Wir müssen zur „Zugkraft“ werden – zu jenem Teil der Menschheit, der sie vorwärts bringt.

Um die Menschen anzuführen, müssen wir uns in erster Linie um uns selbst kümmern. Es ist jedoch wichtig, daran zu denken, dass wir die spirituelle Erweckung nicht bekommen hätten, wenn wir nicht die ganze Welt korrigieren und sie anführen müssten. Und das wird uns heute nicht gelingen, wenn wir nur an unseren eigenen Aufstieg denken werden. Wir müssen an alle Menschen denken, uns um die ganze Welt kümmern, um sie zur globalen Vereinigung, zu einer gemeinsamen Seele zu bringen, zurück zum Ursprung. Für diese Aufgabe wurden wir erweckt, und so sollte auch unsere Ausgangsabsicht sein.

Wie können wir uns aber selbst entwickeln und zugleich den richtigen Kurs an die ganze Welt weitergeben? Die allgemeine Regel unserer Arbeit besteht darin, dass es eine einzige Kraft gibt, genannt „Licht“ oder „Schöpfer“, die die Welt beherrscht und beeinflusst. Sie bestimmt und lenkt alles. Um uns bewusst in ihre Tätigkeit einbetten zu lassen, müssen wir wollen, dass sie unsere Entwicklung beschleunigt. Ohne diesen Wunsch wird sie sich nach dem ursprünglichen Programm in uns entwickeln – mithilfe von starken negativen Impulsen, die ganze Massen bewegen.

Und darum besteht unsere ganze Arbeit darin, der Forderung nach der beschleunigten Vorwärtsbewegung Kraft zu verleihen, die die negativen Erscheinungen des ursprünglichen Programms der Natur überholt. Um dies zu tun, müssen wir stets begreifen, dass wir vor einer einzigen Kraft stehen, die auf uns einwirkt. Und wir müssen sie zu einer intensiveren, beschleunigten und effektiveren Einwirkung vorantreiben, wir müssen sie buchstäblich in die richtige Richtung „ziehen“.

Genauso zieht der kleine Junge seine Mutter an der Hand. Wenn er sie aber in die falsche Richtung zieht, wird es nicht funktionieren; sie werden nicht nach seinem Wunsch ins Kino gehen, wenn er in den Kindergarten muss. So müssen auch wir immer danach streben, uns in die richtige Richtung fortzubewegen und uns wünschen, diese einzige Kraft zu finden, außer der es nichts gibt. Ich möchte sie studieren, herausfinden, wie sie funktioniert, in welche Richtung sie geht. Und deshalb bestehe ich darauf, dass sie sich mir offenbart, denn dann werden ihre Handlungen für mich klar sein.

Das alles weiß ich und verlange deshalb von ihr, die Geschwindigkeit meiner Entwicklung zu beschleunigen Jedes Mal „ziehe“ ich sie in die richtige Richtung, als würde ich meine Mutter mit einem noch stärkeren Wunsch und Eifer in den Kindergarten ziehen, als sie selbst hat.

Aus der 1. Lektion des Kongresses in Deutschland, 05.08.2011

Der Finanz-Turm zu Babel

Meinung (R. Matthews, Professor, Präsident der International League of Strategic Management): In der biblischen Geschichte versuchten die Bewohner von Babylon einen konsumorientierten Turm zu erschaffen, der direkt in den Himmel ragen sollte. Das Projekt scheiterte, als der Turm zusammenbrach und die Menschen die Fähigkeit, einander zu verstehen, verloren haben.

Zusammenfassung: Die Weltwirtschaft steht vor der tiefsten Krise seit der Großen Depression: Überschuldung, Notwendigkeit der ständig wachsenden Nachfrage, Fehlen des Verständnisses dafür, dass der Finanzsektor ein russisches Roulette ist und das moderne Businessmodell, das auf der Gier der Menschen basiert, prinzipiell instabil ist.

Die Weltwirtschaft ist insolvent: die Schulden übersteigen die Liquidität um 100%. Der Staatsbankrott ist unvermeidlich und wird die geopolitische Situation beeinflussen. Meinungsverschiedenheiten, Nationalismus und Terrorismus verschärfen sich. Die Versuche, den Klimawandel zu verhindern, werden scheitern. Andererseits könnte die Krise zu einer sehr inspirierenden Entwicklungsphase beitragen und neue Wege des Daseins eröffnen.

Einleitung: Gemäß der biblischen Geschichte begannen die Babylonier, einen Turm zu bauen, mit dem sie den Himmel zu erreichen versuchten. Der Turm stürzte ein, als sie die Fähigkeit zu kommunizieren verloren haben: sie haben aufgehört, die gleiche Sprache zu sprechen.

In den vergangenen 20 Jahren haben wir versucht, einen Turm zu Babel auf der Grundlage von Konsuminteressen zu errichten. Dieser war aus Schulden erbaut worden und fiel in sich zusammen, genauso wie auch das Vertrauen in die Stabilität der Finanzwelt.

Der Finanz-Turm zu Babel wurde aus einem symbolischen Kapitalguthaben gebaut, der nur einen spekulativen Wert hatte. Der Turm musste zusammenbrechen, als die Sprache der Kommunikation verloren ging – die Finanzsprache drückte plötzlich nur leere Versprechungen aus.

Die Zerstörung des babylonischen Turms. Obwohl die Krise ihren Anfang im Finanzsektor zu nehmen scheint, liegen ihre Wurzeln viel tiefer. Die hemmungslose Jagd nach Wettbewerbsvorteilen hat zu einem riesigen Volumen und einer Vielfalt an Waren und Dienstleistungen geführt. Die Marktteilnehmer sehen die Notwendigkeit in der Bildung der Nachfrage.

Unterdessen ignorierten die Ökonomen die Nachfrage und konzentrierten sich auf die Erhöhung des Angebots. In den vergangenen 20 Jahren äußerte sich die manische Suche der Firmen nach Wettbewerbsvorteilen in der Errichtung der Schulden durch Spekulationen.

Dieser Turm zu Babel wurde auf einer illusorischen Grundlage von Kapitalguthaben errichtet, welche ihren Wert nur so lange hatte, solange wir uns selbst bezüglich dieser Werte belogen haben.

Der Turm war dazu verdammt, früher oder später zusammenbrechen, und der kritische Moment kam, als die Sprache der Kommunikation verloren ging. Bauunternehmer, Lieferanten und Manager des Turms hörten letztendlich auf, miteinander zu kommunizieren, weil sie nicht mehr daran geglaubt haben, dass die gehandelten Vermögenswerte noch ihren realen Wert haben.

Der kritische Punkt oder Übergang zu einer neuen Stufe. Was sind die positiven Auswirkungen der Krise? Wir haben einen kritischen Punkt (die Phase des Übergangs) erreicht, an dem Veränderungen jeglichen Ausmaßes möglich sind.

Die Abnahme der Intensität der aktuellen Krise kann nur durch internationale Zusammenarbeit und nicht durch das Streben nach nationalen Wettbewerbsvorteilen erzielt werden.

Wohlstand hat enorme Vorteile, wenn er gleichmäßig verteilt ist. Der moderne Finanz-Turm, genauso wie sein biblischer Prototyp, verkörpert einen dummen Versuch, die grundlegenden Aspekte des Lebens sowie die Hoffnung im Rahmen der völlig materialistischen Unternehmen zu definieren.

Der Turmbau war ein Glücksspiel mit sehr hohen Einsätzen. Das Spiel mit dem negativen Betrag, in dem die Gewinne für die Sieger riesig waren, jedoch viel niedriger als der Schaden für die Gesellschaft, die in den kommenden Jahren leiden wird.

Neue Wege des Daseins. Das Wachstum des Reichtums basiert auf der Kluft zwischen der wissenschaftlichen und der spirituellen Entwicklung des Menschen. Außer der Verwirrung bei dem Verständnis des Reichtums wird nun Spiritualität (die Eigenschaft des Gebens und der Liebe) mit Mystik und Aberglauben verwechselt. Der Zusammenbruch des modernen Finanz-Turms zu Babel ist ein Signal für ein neues Verständnis des Daseins. Die Arbeit an dieser Problematik ist das Hauptziel der Internationalen Liga des strategischen Managements.

Einheit als Gefäß

Frage: Können wir in unserer Dimension den Schöpfer als eine Kraft der Vereinigung beschreiben und die Einheit der Organe unseres Körpers als Beispiel benutzen?

Meine Antwort: Nein, die Vereinigung ist ein Hilfsmittel, nicht das Ziel. Alle Körperorgane sind miteinander verschweißt, arbeiten in Harmonie und ergänzen einander und jedes annuliert sich selbst, um sich zu vereinen und den anderen zu dienen.

Deshalb wird der Körper zu einem integralen System, das eine bestimmte Kraft erweckt, die zur höheren Dimension gehört: der Kraft des Lebens. Es ist nicht einfach eine materielle Existenz auf der tierischen Stufe, sondern ein höherer Existenzzustand, die Erlangung der Ganzheit und des Ziels des Körpers.

Woher kommt er? Zunächst, durch die vier Phasen des Direkten Lichts, steigt alles von der Wurzelphase zur vierten Phase ab. Und dann, indem die Einheit erlangt wird, steigt die vierte Phase als erstes zu der Kraft auf, welche diese Ganzheit erschuf, d.h. sie geht zurück zur Wurzelphase.

Das ist ein allgemeines Gesetz: Indem eine niedrigere Stufe abgeschlossen wird, erreicht man den Anfang der nächsten. Darum erlangen wir eine höhere Kraft, wenn wir uns vereinen. Ganzheit ist ein Gefäß und die Kraft, die wir enthüllen, ist der Schöpfer.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 3.05.2011, Die Wichtigkeit der Verbreitung der Kabbala