Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Anforderung an den Schöpfer

Wenn du einen korrigierten Zustand erreichen willst, entsprechend dem Plan des Schöpfers, so wie Er es umsetzen würde, und es dir dabei nicht wichtig ist, in welcher Form es mit dir geschehen wird, solange es Ihm ähnlich ist, dann solltest du von Ihm ein Beispiel und Anweisungen verlangen, und Er wird sie dir geben.

Dies gilt jedoch nur unter der Voraussetzung, dass du keine Entlohnung verlangst, bevor du mit der Arbeit begonnen hast. Du musst nach dem Wissen verlangen, wie man arbeitet.

Eine solche Forderung nach Korrektur wird als Aufstieg des MAN bezeichnet. Und dann erhalten wir von oben einen Plan, wie wir selbst die kleinste Handlung ausführen können. Natürlich kann der Mensch das nicht selbst finden. Er kann lediglich sein Umfeld so organisieren, dass es ihm die richtige Ausrichtung bietet, die nur auf die Korrektur ausgerichtet ist. Wenn das gelingt, wird alles in Ordnung sein.

Über das Umfeld organisieren wir die Forderung an den Schöpfer, uns ein Beispiel zu geben.

Wir selbst sind dazu nicht in der Lage, wir sind verwirrt, wir können uns unserer Natur nicht widersetzen, wir können die Regel „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ nicht erfüllen, aber wenn wir darum bitten, bekommen wir diese Möglichkeit. Das ist die einzige freie Handlung, und es ist unsere Pflicht, sie auszuführen.

Nur dafür gibt es Belohnung und Bestrafung.

Entweder kommen die Kräfte zur richtigen Zeit und am richtigen Ort zu uns, und der Mensch entwickelt sich in die richtige Richtung, oder er macht Fehler, und dann werden die Kräfte nicht richtig verteilt, um Früchte zu tragen, und der Mensch verpasst die Chance.

Der Fehler liegt darin, dass er sich nicht darauf vorbereitet, die richtige Bitte zu stellen, damit der Schöpfer ihm ein Programm zur Korrektur gibt. Normalerweise bittet der Mensch um Erfüllung und nicht um Korrektur. Er muss den Schöpfer um Korrektur bitten, um die Liebe zum Nächsten zu erreichen, d. h. die Eigenschaft des Gebens zu erlangen.

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Aus dem Unterricht nach der Notiz von Rabash „Der Mensch ist ein Baum auf dem Feld“ von 02.02.2026

Die Absicht des Schöpfers erkennen.

Frage: Haben Sie mit der Verbreitung für das Volk begonnen, weil die Tatsache besteht, dass wir die letzte Generation sind?

Antwort: Die Worte meiner Lehrer, dass wir die letzte Generation sind, ist für mich ein Ausgangspunkt, eine Tatsache, auf deren Basis ich verpflichtet bin zu handeln. Deshalb handle ich. Was daraus wird bin nicht ich, sondern der Schöpfer. Ich weiß nicht wie es funktionieren wird, es interessiert mich auch nicht besonders, ich muss tun was ich kann.

Es gibt keine Mysterien der Tora, keine Geheimnisse des Universums, keine geheimen Kräfte, Zaubereien und andere Dinge. Es gibt eine Methode, in dem alle Menschen der Welt, in dem System Adam, in dem wir einmal waren, vereint sind. Ich sehe nichts Falsches daran. Ich muss mich nicht schämen und nichts befürchten.

Anmerkung: Hier gibt es ein Geheimnis zu dem wir immer zurückkehren- wir können uns nicht verbinden. Wir können uns nur anstrengen und das Licht, welches zur Quelle zurückführt erledigt den Rest.

Antwort: Das ist bereits eine Technik! Es ist unsere Pflicht, alle Völker aufzufordern, die Absicht des Schöpfers zu erkennen. Wir haben diesen Zustand erreicht und können ihn nicht ignorieren, wenn wir mit dem Schöpfer verbunden sein möchten. Die Grundlagen dafür zu schaffen, ist genau das, was ich in meinem Leben wollte.

Aus dem Fernsehprogramm“ Die letzte Generation“ 09.05.2018

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Kabbala Akademie

Gebraucht wird eine „tektonische Verschiebung“ in den Köpfen der Menschen

Meinung: (M. Prochorow, Führer der Partei „Gerechte Arbeit“, Russland). Benötigt wird, eine „tektonische Verschiebungen“ in der russischen Wirtschaft und in der Psychologie der Bürger, insbesondere die Überwindung der „Verlumpung des Bewusstseins.“ Im Land geschieht ein Abriss der kulturellen Ausgewogenheit, die Sozialpolitik produziert Armut.

Drastische Veränderungen in der ökonomischen Sphäre sind nicht ohne Bildung eines neuen Systems der nationalen Werte möglich. Wir müssen das Leben auf Almosen, auf Kredit, auf Kosten künftiger Generationen aufgeben und das Bewusstsein wie auch die Wirtschaft neu formatieren. Leben am Rande oder unterhalb des Existenzminimums verstümmelt das Bewusstsein der Menschen. Ineffiziente Beschäftigung tötet die Lust am arbeiten. Armut schafft ihre eigene Subkultur.

Der Mensch zieht es vor 5 Tsd. zu bekommen und nichts zu tun, als für 25 Tsd. mehr zu arbeiten. Die Gewohnheit, die Armut mit „sozialem“ Geld zu überfluten führt dazu, dass die Verrottung noch tiefer reicht. Als Folge entwöhnt der Mensch sich, von seiner Leistung zu leben und zu arbeiten und folglich kann er nicht sparen. Er lebt in den Tag hinein. Brot und Spiele sind alles, was benötigt wird. Dies ist die „Verlumpung des Bewusstseins“. Das geschah bereits vor dem Tod vieler Zivilisationen.

Mein Kommentar: Für alle Bürgerinnen und Bürger gibt es nicht genug Arbeitsplätze, und wird es auch nicht geben (es sei denn, ihre Zahl wird auf das Doppelte verringert) . Notwendig ist es, das öffentliche Bewusstsein, die Verantwortung und die Teilnahme mit Hilfe von Belohnung zu erhöhen. Das ist die Aufgabe der Erziehung und die Pflicht für alle Altersstufen.

Jeder soll hinter die Schulbank: im Kindergarten, in der Schule, der Universität, in der Arbeit und zu Hause – für alle ist die Bildungskampagne „Neue Gesellschaft“ erforderlich, welche sich mit der neuen globalen und integrierten Welt, dem Gesetz der Ähnlichkeit mit der Natur, den Regeln der Gegenseitigkeit, der gegenseitigen Verantwortung und der Notwendigkeit sie zu befolgen, wie die Gesetze der Natur, um zu überleben, beschäftigt!

Mit der Erziehung wird sich der Wissensstand über die Welt, in welcher wir leben, verbessern. Ein Wissen darüber, wie man, entsprechend der Gesetze der Natur und der menschlichen Gesellschaft, Macht- und Verwaltungsstrukturen, soziale und familiäre Beziehungen aufbaut.

Die Erziehung muss als vorrangig betrachtet werden. Zur Umsetzung müssen die Medien und fast alle staatlichen Stellen eingebunden werden. Die Arbeit der Hilfsorganisationen muss neu ausgerichtet und Freiwillige gewonnen werden. Kulturelle und pädagogische Einrichtungen (Kinos, Theater und andere Unterhaltungsformen) müssen entsprechend der neuen Beziehung zur Natur und der Gesellschaft, und wozu uns die Natur verpflichtet, angepasst werden. (siehe Baal HaSulam „Letzte Generation“). Wer sich nicht an die neuen Gegebenheiten der Natur anpasst wird sterben.

Der Welt dienen!

Frage: Wie soll das Volk Israel, das auf der materiellen Ebene unserer Welt lebt, sich an der gemeinsamen Korrektur beteiligen?

Meine Antwort: Wir müssen neben der Korrektur des spirituellen Israel auch seine materielle „Hypostase“ korrigieren. Sie ist das Ergebnis von Reinkarnationen der Seelen Israel, wobei das spirituelle Israel all jene sind, welche den Punkt im Herzen haben, das spirituelle Bestreben, mit welchem sie sich an den Prozess anbinden.

Der Unterschied zwischen ihnen liegt in ihren Gelüsten: der Mensch mit dem Punkt im Herzen sucht das Spirituelle, und der Mensch, dem es an diesem Punkt fehlt, sucht das Spirituelle nicht. Und dennoch – wenn der Mensch ohne den Punkt im Herzen zum Volk Israel gehört, dann muss er mit der Korrektur beginnen.

Richtig, es existiert das Prinzip, das besagt, dass es auf einem spirituellen Pfad keinen Zwang gibt. Und dennoch – diese Pflicht wurde Israel auferlegt. Es steht in der Tora geschrieben: « … und ihr werdet mir ein Königreich der Priester und ein heiliges Volk sein“. Die Zeit ist jetzt gekommen.

Selbstverständlich, die Pflicht derjenigen vom Volk Israel, die einen Punkt im Herzen haben, unterscheidet sich von der Pflicht jener, die diesen Punkt nicht haben, von denen, die noch nicht erweckt wurden. Dennoch wurde die Pflicht allen auferlegt, und der äußere Druck von ACHAP, den Völkern der Welt, ist genau darauf gerichtet, damit Galgalta we Ejnaim sich korrigieren.

Dieser Druck wird sich noch erhöhen. Je mehr wir uns verspäten, umso mehr will ACHAP – weil der Egoismus ständig wächst, er aber dennoch mehr entleert bleibt. Und darum wird sich auch der Druck auf Galgalta we Ejnaim verstärken. Die Völker regen damit Israel indirekt an, ihre Korrektur zu beschleunigen.

Und darum: Die Menschen mit dem Punkt im Herzen, d.h. das spirituelle Israel, und der einfache Jude, das materielle Israel, müssen die Korrektur auf sich selbst realisieren und das Licht für ACHAP anziehen.

Was kannst du machen? Es geht um ein Gefäß, dessen Teile genau auf diese Art gegenseitig verbunden sind.

Frage: Es bedeutet, es sollen zwei Prozesse parallel laufen?

Meine Antwort: Ich sehe darin keine zwei Prozesse. Am Ende der Einführung zum Buch Sohar schreibt Baal HaSulam über zwei Teile von Israel: über den inneren und den äußeren Teil. Der innere Teil – dies sind die „Arbeiter des Schöpfers“, die sich wünschen, Ihm zu dienen. Sie unterteilen sich wiederum in zwei Teile: der innere Teil wünscht, die Absicht des Gebens zu erreichen, und der äußere Teil produziert materielle Handlungen. Außerdem gibt es in Israel auch diejenigen, die nichts wissen und sich für nichts interessieren.

Das gleiche gilt auch für die Völker der Welt. Der innere Teil will sich uns anschließen und schließt sich uns auch an; er gehört zu Israel, obwohl er auch „Israel in den Völkern der Welt“ genannt wird. Und der äußere Teil ist diesbezüglich mehr gleichgültig, er verspürt nur die Leiden dieser Welt. Diese Menschen sollen wir ebenfalls erwecken – und zwar aus dem Grund, damit sie in Zukunft große Fehler vermeiden können, dass sie sich vor Zerstörung und schweren Problem bewahren. So werden auch sie sich uns anschließen.

Im Ergebnis dient die Korrektur genau diesem äußeren Teil – ACHAP. Sie sind das Ziel der Schöpfung. An der Spitze steht das Verlangen zu genießen, und Israel ist nicht das Ziel der Schöpfung, sondern lediglich deren Korrektur.

Darauf soll unsere ganze Arbeit gerichtet sein: sich korrigieren, um der Welt die Korrektur zu bringen, was das „Königreich der Priester“ heißt. Wir – sind Diener, wir dienen der Welt.

Vertrauen zeigt sich in der Einheit

Frage: Wie können wir auf materieller Ebene Vertrauen erlangen, einschliesslich den wirtschaftlichen, medizinischen und sozialen Bereichen?

Antwort: Diese Probleme können nur durch Geben, mit Hilfe des Lichts, gelöst werden. Wenn du gesund sein willst und Immunität von bevorstehenden Problemen erwerben möchtest, dann musst du in einer Gesellschaft leben, die die Kraft der wechselseitigen Bürgschaft besitzt.

Soll man glauben: Was ist so besonders an diesen Freunden? Was besitzen sie? Bankkonten in der Schweiz? Eigene Firmen? Ein erfolgreiches Unternehmen? Oder vielleicht sind sie alle Doktoren, Rechtsanwälte, Banker und erfahrene Experten im Allgemeinen? Tatsache ist, dass sie nichts derartiges sind. Jedoch, wenn sie die richtige, gute Verbindung miteinander haben, dann kannst du sie nicht übertreffen. Sie haben vollkommenes Vertrauen. Sie empfangen eine solche „Ladung“ von oben, dass niemand sie eigennützig benutzen kann oder erfolgreicher sein kann als sie. Dies ist, weil sie im Unterschied zu jedem anderen, Erfüllung besitzen. Vertrauen kann nur in der Einheit ausgedrückt werden.

Dies sehen wir selbst in unserer Welt. Was kann ein Mensch vollbringen? Selbst wenn du Schwarzenegger herbeibringst und selbst wenn du zwei Menschen oder drei, oder ein tausend hast und sogar, wenn du sie in metallene Rüstungen steckst; wirst du dann Vertrauen haben? Heute haben wir Vertrauen in nichts, einschließlich der Macht. Wie viele Waffen können wir weiterhin produzieren? Welche Mittel haben wir, um uns selbst zu schützen? Letzten Endes, gibt uns dies kein Vertrauen, egal wie sehr wir uns bewaffnen. Die Bevölkerung fühlt sich lediglich beruhigt..

In Israel werden zum Beispiel regelmäßig Gasmasken an die Menschen verteilt, wenngleich ich hörte, dass die Menschen dieses mal diese gar nicht so sehr entgegennehmen wollen. Alle haben das satt. Die Menschen benötigen eine andere Art Vertrauen.

Wozu ist es gut, Millionen in einer Bank zu haben? Dies hat heutzutage noch etwas zu bedeuten, jedoch wird sich die Gesellschaft der Zukunft mit anderen Voraussetzungen um sich selbst sorgen müssen, durch das Gesetz des Gebens. Vollständiges Geben zwischen all seinen Mitgliedern wird die materielle Sorge über den morgigen Tag in den Ruf nach spirituellen Gesetzen umwandeln, da die Menschen im Innern dafür keinen wirklichen Bedarf haben werden. Sich um die lebensnotwendigen Bedürfnisse zu sorgen wird eine von oben gegebene obligatorische Pflicht für einen Menschen werden, wie das „Beachten eines Gebots.“

Aus dem 4.Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes vom 3/3/2011 über Zuversicht

Alles Wichtige befindet sich im Inneren

Frage: Wenn einzelne Zellen im gemeinsamen Organismus der Gruppe nicht die Wichtigkeit des Ziel erkennen, woher soll dann diese Wichtigkeit zwischen uns entstehen?

Meine Antwort: In erster Linie wende ich mich an die Gruppe äußerlich, um Freunde zu erwecken. Das ist meine Pflicht. Die Begeisterung, die ich als Antwort darauf von ihnen erhalte, zeigt sich nicht unbedingt in einer äußerlichen, „optischen“ Form. Überhaupt ist es bei den Kabbalisten üblich, die Gefühle nicht äußerlich durch künstliche Liebesbezeugung oder schöne Worte usw. zur Schau zu stellen. Alles Wichtige befindet sich im Inneren.

Und im Inneren muss ich positiv über Freunde urteilen. Ich schätze sie, weil der Schöpfer sie zusammengeführt und ihnen die Erkenntnis der Wichtigkeit des Ziels verliehen hat. Es ist unwichtig, inwieweit sie es verstehen, denn sie sind noch klein. Dennoch befindet sich der Schöpfer unter ihnen, erweckt und verbindet sie miteinander. Er ist derjenige, der sie zu einer großen Weltgruppe vereint hat. Und deswegen lasse ich ihnen die gleiche Wichtigkeit wie auch Ihm zuteil werden. Denn Er will sie, Er bringt sie näher und kümmert sich um sie. Für Ihn sind sie Seine Söhne.

Also muss ich mich ihnen gegenüber genauso verhalten. Ich schaue mir nicht an, wie sie aussehen, sondern sehe die innere Kraft, die in ihnen herrscht. Dort, im Inneren, hält der Schöpfer sie zusammen und unterstützt sie – und ich will mich jener inneren Kraft zwischen ihnen, die Er verwirklicht, realisiert und hält, anschließen. Ich will mich in sie einordnen.

Die Freunde verstehen und spüren das wahrscheinlich nicht, doch ich will mich dem ernsthaft anschließen, aus eigener Entscheidung und aus eigenem Verlangen heraus. Und wenn ich mich ihrer Verbindung anschließe, dort, wo der Schöpfer sie hält, bedeutet das, dass ich mich mit der Gruppe verbinde. Genau das bedeutet Gruppe und nicht die äußeren Entscheidungen. Dann kann ich von dort die Kraft des Schöpfers erhalten, der die Freunde unterstützt und in ihnen wohnt. Genau von dort lasse ich mich von der Wichtigkeit des Ziels begeistern, und ich habe Kraft, ständig danach zu streben.

Und das alles hängt von mir ab.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 17.02.2011

Die Pflicht, von einem wahren Weisen der Kabbala zu lernen

Frage: Woran kann ein Mensch erkennen, dass er einen wahren Kabbalisten vor sich hat?

Meine Antwort: Woher du wissen kannst, dass du einen wahren Kabbalisten vor dir hast? Er kann dir kein besonderes Zeugnis vorzeigen oder Wundertaten vollbringen, die dir spirituell vorkommen würden – denn woher sollst du überhaupt wissen, was Spiritualität bedeutet?

Deshalb kannst du dich nur auf dein Gefühl verlassen, ob es für dich geeignet ist, ob es dich mit der Wurzel deiner Seele verbindet. Ich habe zuvor an fünf oder sechs Orten studiert, bis ich Rabash gefunden habe. Ich habe diese Orte verlassen, nicht weil ich etwas Besseres gefunden habe, sondern weil ich gesehen habe, dass ich dort nichts mehr zu tun habe, nichts mehr lernen kann.

Es lag nicht daran, dass sie mich irreführen wollten, doch jeder von ihnen hatte seine eigene Methode und seine eigenen Vorstellungen und Irrtümer. Ich aber habe danach gesucht, wo ich Kabbala als Wissenschaft studieren könnte. Und als ich zu Rabash kam, habe ich sofort erkannt, dass er die authentischen Urquellen als Grundlage für seinen Unterricht benutzt: den Sohar, ARI, Baal HaSulam – die grundlegendsten kabbalistischen Bücher überhaupt, und tiefe Begriffserklärungen in logischer Form ohne äußere religiöse Handlungen oder Meditationen gibt.

Er hatte also eine rein wissenschaftliche Herangehensweise, ohne Neigung zu irgendeiner Seite – ich habe bereits damals verstanden, dass alles Andere nichts mit der Wahrheit zu tun hat. Ich habe gespürt, dass alles, was von irgendwelchen Handlungen, die mit dem physischen Körper zu tun haben, oder von Phantasien handelt, nichts mit der Spiritualität zu tun hat.

Ich hatte ein absolut klares Gefühl, dass es hier irgendeinen Eingang in eine tiefere Welt geben muss, die nicht vom Körper oder von der Einbildung – von all den Eigenschaften, über die ich momentan verfüge – abhängt. Es muss eine tiefere Schicht im Inneren des Menschen enthüllt werden, und ich habe danach gesucht, wie sie enthüllt werden kann.

Und als ich zu Rabash kam und mit dem Studium begann, habe ich gesehen, dass er genau davon erzählt.

Baal HaSulam schreibt, dass derjenige, der das spirituelle Wissen erlangen will, verpflichtet ist, einen Lehrer für sich zu finden – einen wahren Weisen der Kabbala, den er für geeignet hält. Doch wenn er spürt, dass er sich an einem für ihn ungeeigneten Ort befindet, darf er nicht mit der Suche aufhören, denn die Zeit läuft davon.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“, 13.02.2011

Opfer des Egoismus

Spirituelle Wurzeln, die in unsere Welt herabsteigen, schlagen hier ins Gegenteil um, und der Egoismus unserer Welt führt das höchste Gebot der Liebe entsprechend seinem Verständnis aus – das bedeutet, er geht töten. Doch du musst dich entscheiden, was du tun willst: entweder in diesen materiellen Zweigen bleiben oder zur spirituellen Wurzel aufsteigen.

Wenn du aufsteigen willst, dann arbeite in der Gruppe und nimm an ihrem Spiel der Bruderliebe zwischen allen teil. Dann wirst du feststellen, dass du zu einer solchen Liebe nicht in der Lage bist und dass das alles eine Lüge ist, und du wirst nach der Korrektur verlangen. Es wird eine Kraft herabsteigen, die dir Verbindung mit allen Anderen und Liebe schenkt.

Diese Verbindung existiert nicht auf der Ebene unserer Welt, sondern nur auf einer höheren Stufe. Schaut euch die Seelen und nicht die Körper an!

Es ist so, als ob ich einen Computerbildschirm vor mir hätte, auf dem ich entweder materielle oder spirituelle Handlungen sehen könnte. Wenn ich alles durch meine spirituellen Augen betrachte, dann sehe ich Liebe, und durch meine materiellen Augen sehe ich Mord.

Doch, wenn mich jemand angreift und töten will, bedeutet es nicht, dass er das aus Liebe macht – er handelt aus seinem Egoismus heraus. Und darum steht es geschrieben, dass du demjenigen, der gekommen ist, um dich zu töten, zuvorkommen und ihn zuerst töten sollst.

Dadurch korrigierst du ihn, denn er ist derjenige, der gekommen ist, um dich zu töten – also ist sein Egoismus größer als deiner. Aus diesem Grund vollziehst du eine Korrektur, wenn du ihn tötest, indem du mit einem kleineren Egoismus als derjenige, der dich angegriffen hat, arbeitest.

Hier ist alles sehr logisch und basiert nicht auf einem blinden Glauben. Denn ich hatte nicht vor, ihn zu töten, er hat mich als erster angegriffen, um mich zu töten. Und wenn es mit aller Deutlichkeit klar wird, denn wird es eine Korrektur sein, einen größeren Egoismus durch einen kleineren zu töten. Das ist deine Pflicht, das oberste Gebot: „Töte den, der dich töten will“.

Es gibt nichts außer den Korrekturen. Entweder ereignen sie sich auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Ebene, unbewusst und unverständlich für uns, oder es sind echte Korrekturen durch die Arbeit mit der Gruppe auf der menschlichen Stufe.

An allen Morden in unserer Welt ist unser Egoismus schuld, der nach solchen Opfern für dessen Korrektur verlangt. Wir können jedoch diese Korrekturen auf die spirituelle Ebene verlagern, wenn wir das wollen! Wir können alle diese Handlungen auf eine höhere Ebene heben, dann werden wir kein Übel in der Welt sehen und spüren.

Doch nur unter der Bedingung, dass wir unser gesamtes egoistisches Verlangen, welches diese ganzen Untaten vollbringt, auf eine höhere Stufe heben – und dort werden dann dessen gesamte Taten schön sein, entgegengesetzt denen, die wir heute sehen. Die Menschen um uns herum werden beginnen, sich zu verbinden, einander zu umarmen und sich einander nahe zu fühlen.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“, 09.02.2011

Wovon lasse ich mich begeistern?

Ich muss ständig nach immer bequemeren Mitteln suchen, die mir helfen werden, mich möglichst schnell von der Wichtigkeit des Ziels begeistern zu lassen und zu jenem Ort, zu jenem „Tropfen der Einheit“ zu streben, wo ich letztendlich hoffe, den Schöpfer zu enthüllen.

Hier hängt alles von dem momentanen Zustand ab. In mir kommen immer neue Reshimot zum Vorschein. In der Regel fange ich an, die Absicht aus einem unklaren, verschwommenen, „trockenen“ Zustand ohne einen Tropfen Gefühl und Verstand aufzubauen.

Nun muss ich aus diesem „Dämmerschlaf“ aufwachen, in mir muss ein dermaßen starkes Verlangen entbrennen, in dem es „besser wäre, zu sterben, als auf diese Weise, ohne die höhere Erkenntnis, weiter zu leben“ – wenn ich jetzt sofort nicht das enthülle, wovon mir das kabbalistische Buch erzählt.

Ich muss nach allem suchen und alles nutzen, was in der Lage wäre, mich zu ergreifen, zu berühren. Manchmal hilft die Gruppe, die mich an die Verbindung, an die Bürgschaft und an die Pflicht erinnert. Manchmal lässt mich der Gedanke an den Schöpfer als an ein schönes, erhabenes Ziel begeistern. Manchmal lässt mich die Handlung selbst, die Arbeit an der Annäherung mit den Freunden trotz der Hindernisse entbrennen.

Ich muss nach Mitteln suchen, die eine unausrottbare spirituelle Forderung beim Lesen von kabbalistischen Texten während des Unterrichts in mir entstehen lassen.

Die Herangehensweise an diese Texte muss ausbalanciert sein. Im Prinzip habe ich zwei Gründe, mich zu beschweren. Einerseits, wenn ich nichts verstehe, habe ich nichts, woran ich mich festhalten kann. Andererseits, wenn ich anfange, mich mit dem Inhalt auseinanderzusetzen, gebe ich Nahrung meinem Verstand und verliere die Absicht.

Deshalb schreibt Baal HaSulam im Brief 17: „Am Besten hältst du dich an das Ziel – strebst die Anweisungen des Schöpfers an. Denn wenn jemand die Wege des Schöpfers und die Anweisungen des Schöpfers, d.h. die Geheimnisse der Tora nicht kennt, wie wird er Ihm dann dienen können? Das ist das sicherste Mittel, auf der mittleren Linie von allen drei zu bleiben“.

Wir streben danach, zu verstehen, was wir tun sollen: „Gib uns Verstand, gib uns Kraft, richte uns aus, erkläre uns, zeig uns ein Beispiel, damit wir richtig handeln können“.

All das kannst du vom Schöpfer verlangen, wie ein Kind von einem Erwachsenen verlangt. Von der Seite des Kindes wird lediglich das Verlangen benötigt, und die Erwachsenen werden es mit allem Nötigen versorgen. Dieses Verlangen sammle ich in der Gruppe, bei den Freunden. Genau darin besteht meine freie Wahl.

Von oben bekomme ich alles, was ich auf dem spirituellen Weg brauche – außer der Forderung, die ich selbst herausarbeiten muss. Und diese kommt erst dann, wenn ich mich durch die Umgebung von der Wichtigkeit des Ziels begeistern lasse. Dann wird die Begeisterung vom Herzen kommen, und ich werde mit aller Kraft die Anweisungen des Schöpfers anstreben, damit ich lernen kann, Ihm zu dienen.

Aus einem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 13.12.2010

Womit beginnt die Gruppe?

Eine Frage, die ich erhielt: Was bedeutet das uneigennützige Geben an den Nächsten? Was muss ich dem Freund geben, was losgelöst vom egoistischen Genuss wäre?

Meine Antwort: Du musst ihm nichts Materielles geben. In deinen Verlangen bietest du ihm deine Unterstützung an, damit er an das Vorankommen zum Schöpfer denkt. Genau das ist dein Geben.

Was können die Seelen einander geben, wenn sie getrennt sind? Sie können nur einander erwecken und einander Kraft spenden. Man braucht nicht die Taschen oder den Kühlschrank von dem Freund zu füllen. Nur eine richtige Verbindung ist nötig – und das höhere Licht wird alle Bedürfnisse stillen.

Versorge den Freund mit Lebensmut, Teilnahme, Freude am Ziel – das ist deine Pflicht. Ohne diese Verpflichtung und diesen Geist gibt es keine Gruppe.

Der Schöpfer hat es so arrangiert, dass wir uns alle an einem Ort – in einem spirituellen Raum, in einem für alle Freunde aus der ganzen Welt gemeinsamen Verlangen befinden. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass wir eine Gruppe sind.

Die Gruppe beginnt mit der Verpflichtung, einander zu erwecken. Dabei ist die Rede nicht von äußeren Handlungen, sondern vom inneren Verlangen, in dem wir verbunden sind. Jeder gibt einen gemeinsamen Impuls, die Überzeugtheit vom Weg, an die anderen weiter – das bedeutet Bürgschaft.

Wenn ich aber die Fähigkeit verliere, die anderen zu entflammen, dann bohre ich ein Loch in unser Boot. Und wenn ich müde bin und Erholung brauche? – Dann kannst du dich von den anderen nicht begeistern lassen, du bohrst unter dir ein Loch im gemeinsamen Boot und alle gehen unter.

Entweder beteiligst du dich an der Bürgschaft oder nicht. Auf diese Weise müssen wir unsere Reihen zusammenschweißen. Jeder Einzelne und alle gemeinsam müssen erkennen, wie wir immer mehr voneinander abhängen.

Das ist die praktische Arbeit: der Mensch überprüft Tag für Tag seine Forderung an die Verbindung mit der Gruppe. Genau auf diesen Punkt der gegenseitigen Abhängigkeit müssen wir all unsere Hoffnung setzen.

Das Boot kommt an seinem Bestimmungsort an, unsere Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass es keine Löcher hat, damit sich unter allen die Sicherheit an der Erreichung des Ziels, die Erkenntnis der Wichtigkeit des Ziels breit macht. Denn es gibt nichts Wichtigeres, als uns zu verbinden und eine allgemeine Kraft des Gebens – den Schöpfer, das Licht – unter uns zu enthüllen.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 06.10.2010

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