Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Pflege'

Liebe muss gepflegt werden

Frage: Was ist der Unterschied zwischen Liebe unter den Freunden und der Freundschaft zwischen ihnen?

Antwort: Es gibt einen großen Unterschied. Die Liebe ist etwas, das die Menschen sehr eng miteinander verbindet. Freundschaft kann hingegen distanzierter sein, kühler, denn es ist nicht notwendig, direkt miteinander verbunden zu sein.

Freundschaft und Liebe sind schwer zu unterscheiden, auch wenn man den Unterschied zwischen ihnen erkennen kann. Liebe ist, wenn ich mich mit einem Menschen so verbunden fühle, dass wir nicht getrennt werden können. Wir sind sozusagen zusammengeklebt. Freundschaft wird von jedem von uns gut verstanden, da viele Menschen solche Beziehungen haben.

Frage: Wie kann man die Freundschaft zwischen Freunden im Zustand des Hasses erhalten?

Antwort: Man darf den Zustand des Hasses nicht zulassen, sondern muss die ganze Zeit in Kontakt bleiben, bis hin zur Liebe. Wenn sich der Hass offenbart, sollte man sich davon überzeugen, dass man prüfen muss, ob dieses Gefühl richtig ist oder ob es nur ein Hinweis auf einen Menschen ist, wie eine Krankheit, die man so schnell wie möglich loswerden sollte.

Frage: Wie kann man den Hass loswerden? Was ist der effektivste Weg?

Antwort: Ich denke, es gibt kein Patentrezept für alle Fälle. Man könnte sich daran erinnern, was für schöne Tage man hatte, wie man sich geliebt, wie man sich verziehen hat, wie man sich näher fühlen und sich kennenlernen wollte und jetzt fehlt einem genau das.

Man muss sich bewusst machen, dass die Liebe nur mit wenigen Menschen auf der Welt möglich ist, deshalb muss sie gepflegt werden. Auch bei der Freundschaft geht es nicht nur darum, eine herzliche Beziehung aufzubauen, denn sie kommt und geht.

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Aus dem Unterricht über Rabashs Notizen, 20.08.2024

„Trockene“ Wissenschaft wird die Erlangung der Höheren Welten nicht ersetzen.

Frage: Ich habe kein Verlangen danach, die Weisheit der Kabbala zu vereinfachen, um sie für die Massen zugänglich zu machen. Ich möchte mich mit einer trockenen methodischen Wissenschaft beschäftigen und sie genauso weitergeben. Das beunruhigt mich sehr. Womit könnte das zusammenhängen?

Antwort: Dies beruht auf der Tatsache, dass du nicht verstehst, dass die Weisheit der Kabbala eine praktische Wissenschaft ist. Alle Kalkulationen und Skizzen sind nur dann anwendbar, wenn du klare und präzise Handlungen hinter ihnen erkennst: Wie die Menschheit zur Stufe des Schöpfers aufsteigen kann, welcher sich in der nächsten Welt, der nächsten Dimension offenbart.

Wenn sich dir das wahrhaftig und auf praktische Weise zeigt (und die Weisheit der Kabbala ist eine absolut praktische Wissenschaft), wirst du keine Widersprüche oder Widerstände zwischen dieser und der Arbeit mit den Massen empfinden. Dies ist eine Arbeit, vergleichbar mit der Fürsorge für ein Neugeborenes, das du die ganze Zeit fütterst und pflegst. Das machst du viele Monate, bis es zu einem kleinen Menschen heranwächst. Zunächst erscheint dir diese Arbeit mühsam, unangenehm, abstoßend und vielleicht sogar unnötig. Aber das geht vorüber.

In dem Maß, in dem du die Weisheit der Kabbala betrittst, wirst du mehr und mehr spüren, wie unmöglich es ist, sich ohne Erlangung weiter zu entwickeln. Ohne sie sind alle Kalkulationen leer und werden die Entdeckung der Höheren Welten nicht ersetzen können. Die Höheren Welten können nur in dem Ausmaß offenbart und enthüllt werden, in dem du bereit bist, in gegenseitiger Anteilnahme mit den Freunden zu agieren und durch sie mit dem Schöpfer. Parallel dazu steigt ihr damit hinab zu den Massen der Gesellschaft. [123407]

Auszug aus der ersten Lektion des virtuellen Kongresses in Moskau „Verbindung ohne Einschränkungen“, 13/12/13

 

Wie der Hund an der Leine

Frage: Wir arbeiten mit dem Egoismus auf der menschlichen Stufe. Wie sollen wir uns gegenüber den Wünschen des unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveaus verhalten?

Meine Antwort: Nach dem Prinzip der unerlässlichen Forderung. Soviel zu nehmen, wie viel notwendig ist. Das Übrige stört nur. Es steht geschrieben: „Je größer das Eigentum ist, desto mehr Besorgnisse hat man“. Wenn du dich mit der menschlichen Stufe beschäftigst, dann bleibt in den übrigen Stufen nur das Notwendige übrig.

Zum Beispiel, halten einige Menschen einen Hund zu Hause. Morgens bellt er laut, damit man mit ihm draußen spazieren geht. Und hier gehen sie zusammen: der Herr und der Hund an der Leine. Ich gehe mit meinem inneren „Hund“ spazieren, und der Hund befindet sich außen.

Und tatsächlich fordert dieses „Tier“ eine Pflege. Ich füttere es, führe es aus, wasche es, bringe es zu Bett, ich mache alles Notwendige, damit es mir zulässt, spirituell zu arbeiten.

Solch eine gesunde Beziehung erleichtert das Leben sehr. Die materielle Existenz muss man in den einfachen, „mechanischen“ Rahmen einsetzen, sie den Bedürfnissen des Systems gleich den Zahnrädern im Uhrmechanismus unterordnen. Ich soll mich mit allen vertragen, das bestimmte materielle Gleichgewicht in der Familie, auf der Arbeit usw. halten, und die Hauptkräfte dem Hauptziel widmen.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Was bedeutet das Mahl des Bräutigams“, 10.01.2011