Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Partzuf'

Wie kann das Kli das Licht empfangen?


Wie zerbrach der Schöpfer das Kli? Dies geschah durch den Parzuf Ishsut, der die Mutter repräsentiert, den Schoß der Mutter, die gesamte unendliche Freundlichkeit, mit welcher der Schöpfer die Schöpfung behandelt. Dieser Parzuf ist es, der den Parsa untersützt, wissend, dass es dann zum Zerbrechen der Kelim kommt. Er weiß, dass das Licht entschwinden wird und die Kelim aus dem gebenden ins egoistische Empfangen hineinfallen wird, was den Tod bedeutet!

Versuche einmal zu verstehen, in welchem Maß diese Höheren Systeme alles Leiden und alle Einschränkungen auf sich nimmt, um damit das Zerbrechen zu erzeugen. Das Zerbrechen findet wegen der Tatsache statt, dass das Licht der vollständigen Korrektur (Gmar Tikun) in völlig offene Kelim hineinkommt, die danach verlangen, das gesamte Licht empfangen zu wollen, um zu geben. Sie wollen von dem gesamten Tische essen, der vom Gastgeber gedeckt wurde.

Ich bin Sein Gast und ich bin völlig sicher, dass ich alles, was zubereitet wurde, nur um Seinetwillen nehmen werde. Also nehme ich es, fülle mich damit und juble über die Tatsache, dass ich dem Gastgeber gebe. Es scheint mir, dass ich die vollständige Korrektur erreicht habe, dass ich mich in der Welt der Unendlichkeit befinde und einen Schirm für alles habe.

Doch dann beginne ich plötzlich zu enthüllen, dass ich überhaupt keinen Schirm über irgendetwas habe. Schließlich habe ich all das Licht von Chochma von oben empfangen, das niemals in die Kelim des Empfangens eintreten kann, da dies unmöglich ist. Ich habe gedacht, dass dies möglich sei, aber ich hatte unrecht. Wenn ich nur 10-20% falsch gelegen hätte. Doch ich tat etwas völlig Unannehmbares.

Wie kann ein Kli des Empfangens das Licht annehmen? Dies kann es nur, indem es sich mit Bina vereint. Das wird später in der Welt der Korrektur geschehen.

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Warum der Schlaf 1/60tel des Todes ist

In der Spiritualität ist ein Traum eine bestimmte Art und Weise, in der das Licht gefühlt wird. Es ist ein Zustand des Verlangens relativ zum Licht, wenn ich dieses Verlangen nicht nutze, weil es keinen Schirm hat. Daher wird ein Traum „ein Sechzigstel des Todes“ genannt.

Wir sprechen offensichtlich nicht über einen gewöhnlichen Traum, sondern über einen spirituellen Zustand, in dem ich nur den kleinsten Teil aus all den riesigen Verlangen nutze, die in mir enthüllt werden. Ich nehme die Wirklichkeit und meine Beziehung zum Schöpfer nur in diesem Teil wahr.

„Einschlafen“ bedeutet, einen neuen Abschnitt, eine neue Stufe zu beginnen, wenn ein alter Zustand endet und ich mit neuen, noch unkorrigierten Verlangen zu arbeiten beginne. Aus diesem Grund nehme ich sie als Dunkelheit, als Nacht wahr, als liegenden horizontalen Zustand, worin alle Teile des spirituellen Parzuf (Seele) – sein Kopf, sein Torso, seine Gliedmaßen (Rosh, Toch, Sof) – sich auf der gleichen Ebene befinden und es keine Einkleidung des Inneren Lichtes von Oben nach unten gibt.

Alles Licht ist verschwunden und es wurde in den Kelim nur ein schwaches Nachleuchten zurückgelassen, das diese belebt. Das wird Traum (Kista de-Chauta) genannt. Wenn ich nichts fühle oder verstehe, wenn ich das Gefühl des Träumens erlebe, wird das „ein Sechzigstel des Todes“ genannt.

Von diesem Zustand oder Punkt muss ich aufwachen und mich zu meiner vollen Höhe (GAR) erheben. Und dann, zusammen mit meinen neuen Verlangen, lege ich mich wieder hin. Und so folgt ein Zustand dem anderen, ein Zyklus nach dem anderen.

Zuerst überlasse ich mich der Höheren Kraft, lasse sie für mich sorgen, wie für einen Embryo im Körper der Mutter gesorgt wird. Und je mehr ich mich selbst zurücknehme, umso mehr hilft sie mir zu wachsen.

Dann fange ich an, mich selbst aktiv zurückzunehmen, mein Verlangen zu genießen aus eigener Kraft zu unterdrücken. Und dann entleert sich mein Parzuf vom Licht und ich beginne zu träumen bis ein neuer Tag beginnt und mit ihm eine neue Stufe.

Gleichzeitig verschieden und gleich


Eine Frage, die ich erhielt: Werden sich die niederen, spirituellen Objekte nach der Letzten Korrektur immer noch als niedriger stehend anfühlen?

Meine Antwort: Malchut der Unendlichkeit teilte sich auf in Welten, Partzufim und Sefirot und erhielt dann das Licht durch einen dünnen Kanal (Kav), während der verbleibende Teil der Sefira durch das Umgebende Licht erfüllt wurde. Infolge dieser Arbeit, die während sechstausend Jahren vollzogen wurde, vereinigen sich alle in einem einzigen Organismus, wo keine Unterschiede zwischen den Einzelteilen bestehen: die Stufen, Partzufim, Sefirot und Seelen. Aber sie existieren alle weiterhin, alle gemäss ihrer Vorbestimmung. Ihre Vereinigung hebt die Unterschiede zwischen ihnen nicht auf.

Falls alle spezifischen Eigenschaften und Unterschiede zwischen den spirituellen Objekten ausgelöscht würden, ginge die Kraft Ihrer Vereinigung auch verloren, da sie durch die Spirituelle Differenz (R), den „Druck“ oder „Kraft des elektrischen Stroms“ bestimmt wird – die Ähnlichkeit der Absichten. Es muss einen Gegensatz geben, einen spirituellen Widerstand, mit einem „Plus“ uns einem „Minus“ an beiden Enden. Die Kraft der Vereinigung wird durch die Kraft der Gegensätze und der Kraft des elektrischen Stroms bestimmt.

Einerseits ist es also nötig, das stärkste Licht (NaRaNHY) zu erlangen, aber auf der anderen Seite muss die gesamte Stärke des Verlangens arbeiten, um dieses Licht leiten zu können. Deshalb verschwindet nie etwas und alle Unterschiede zwischen den Partzufim, Sefirot und Seelen bleiben. Andererseits vereinigen sie sich alle in Bezug auf ihre Absicht und Liebe ohne Unterschiede zwischen ihnen.

Unser Verstand kann nicht verstehen, wie diese zwei Zustände simultan existieren können, da unser Verstand nur das „Empfangen“ verstehen kann. Aber sobald wir damit beginnen, sowohl das Empfangen als auch das Geben zu empfinden, dann werden wir verstehen, dass es möglich ist und zwei Gegensätze werden in der Lage sein, sich zu vereinen.

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Überlieferung der Weisheit der Kabbala von Mund zu Mund


Eine Frage die ich erhielt: Sie sagten, dass die Wissenschaft der Kabbala seit Jahrtausenden von „Mund zu Mund“ überliefert wurde. Was bedeutet das?

Meine Antwort: „Von Mund zu Mund“ bedeutet, dass spirituelle Errungenschaft durch einen gemeinsamen Massach (Schirm) von einem Lehrer an seinen Schüler weitergegeben wurde, als sich beide auf der gleichen Stufe befanden. Sie sind verbunden, wie ein Erwachsener mit einem Kind in unserer Welt verbunden ist: Ein Erwachsener kann auf das Niveau des Kindes herabsteigen um es zu lehren, wobei das Kind von dem Erwachsenen empfangen kann. Lernen ist möglich, da sich beide in der gleichen Welt und auf der gleichen Stufe befinden.

Das gleiche gilt auch in der spirituellen Welt. Wir können eine Verbindung mit dem Lehrer erreichen, weil dieser sich auf eine niedrigere spirituelle Stufe begibt, zu welcher der Student aufsteigen muss. Dadurch erreichen sie eine Verbindung, die „von Mund zu Mund“ heißt, was bedeutet: durch einen gemeinsamen Massach (Schirm) zwischen einem Parzuf der höheren Stufe und einem Parzuf der unterem Stufe. Dieser Schirm ist auf der Stufe von Pe (Mund), und deshalb wird diese gegenseitige Verbindung „Pe el Pe“ – von Mund zu Mund- genannt.

Erklärung einiger kabbalistischer Begriffe (fortgeschritten)

Fragen, die ich über verschiedene kabbalistische Begriffe und Konzepte erhielt:

Frage: Ist der Schirm ein Werkzeug, welches uns zum Zustand zurückbringt, in welchem wir waren, bevor wir den Unterschied zwischen Gut und Böse kannten?

Meine Antwort: Es ist das Mittel der Erkenntnis, Erreichung und des Aufstiegs jenseits des Wissens von Gut und Böse, welches zur Gleichheit der Form mit dem Schöpfer führt.

Frage: Was ist die spirituelle Bedeutung von Shabbat?

Meine Antwort: Es ist das Symbol für die vollkommene Korrektur.

Frage: Ich habe „Das Buch Sohar“ gelesen und im Abschnitt „Liste der Abkürzungen und Erklärungen“ steht geschrieben: „AA- Arich Anpin Parzuf von Chochma, der zentrale Anfangsparzuf in der Welt von Azilut, aus dem alle anderen Parzufim abstammen.“ Stimmt das? Laut meinem begrenzten Wissen ist Keter der Mittelpunkt und die anderen Parzufim stammen von ihm ab.

Meine Antwort: Arich Anpin ist Keter der Welt von Azilut, weil Atik von den niederen Parzufim verhüllt ist.

Frage: Was ist die „Mund zu Mund“ Lehrmethode? Wird diese Art von Studium heute verwendet?

Meine Antwort: Diese Art von Studium geschieht durch den gemeinsamen Schirm eines Lehrers und seines Studenten. Der Schirm befindet sich im Mund (Pe) der Seelen (Parzuf).

Frage: Was ist der Unterschied zwischen Verlangen und Anstrengung?

Meine Antwort: Anstrengung kann nur im Ausmaß des Verlangens ausgeübt werden.

Frage: Wenn es kein Verlangen gibt, wie kann man sich um eine Anstrengung bemühen?

Meine Antwort: Unter dem Einfluss der Umgebung.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie verbinden wir unsere Punkte im Herzen?
Blog-post: Unsere Verlangen kommen von der Gesellschaft
Baal HaSulam Artikel: Die Lehre der Kabbala und deren Wesen
Shamati #124: „Schabbat Bereschit und Schabbat der sechs Jahrtausende“

Die Bedeutung spiritueller und physischer Tränen


Ich erhielt folgende Fragen über Tränen und Weinen:

Frage: Ich habe nicht gesehen, dass Sie jemals eine Frage über Tränen in diesem Blog beantwortet haben. Was ist die spirituelle Wurzel dieses Phänomens?

Meine Antwort: In der Spiritualität sind Tränen der Ausdruck einer passiven Teilnahme an der Korrektur. Sie sind ein Zeichen dafür, dass ein Mensch (ein Parzuf oder eine Seele) spirituell schwach ist und sich im Zustand Katnut befindet. Das ist eine kleine Stufe, auf der man einen kleinen Schirm hat. Das heißt, ein Schirm der einen nur vor dem Egoismus beschützt, aber jemanden nicht befähigt, direkt mit dem Egoismus zu arbeiten, um zu schenken.

Es steht geschrieben, dass der Schöpfer Tränen in den Großen Ozean weinte, weil Er die Korrektur eines Menschen nicht selbst machen kann (siehe Kapitel „Die Vision des Rabbi Chiya“ im Buch Sohar). Ein Mensch muss die Korrektur wollen, aber er will sie nicht. Und dies schmerzt den Schöpfer mehr als den Menschen und er weint Tränen (Licht) in den Großen Ozean (das Verlangen, das er schuf), und aufgrund dessen wird der stärkste Teil des Verlangens (Malchut de Malchut) korrigiert.

Frage: Wenn wir weinen, weinen wir dann für uns selbst?

Meine Antwort: Unsere Tränen sind die Art des Egos sich selbst auszudrücken, wenn es etwas das es will, nicht haben kann oder wenn es „Mitleid“ für irgendjemand anderen empfindet, was bedeutet, dass wir selbst uns in der Situation eines anderen vorstellen und Angst haben, dass uns das gleiche passiert.

Frage: Weisen solche Tränen auf die Nähe zum Schöpfer hin?

Meine Antwort: Niemals!

Frage: Warum fühlt man sich dann „leichter“ nach dem Weinen?

Meine Antwort: Weil der tierische Organismus nach diesem nervlichen Stress physiologisch entspannter wird.

Verwandtes Material:
Blog-post: Was ist ein wahres Gebet?
Blog-post: Der Kreislauf von Abstiegen und Aufstiegen und die Korrektur des Maaser (fortgeschritten)
Blog-post: Scham bringt uns dem Schöpfer näher


Wir erheben das gesamte Universum bis zum Schöpfer!

Eine Frage, die ich erhielt: Durch die Verbreitung der Kabbala stiegst Du spirituell auf und ermöglichtest Rabash, noch höher aufzusteigen. Deshalb tat Rabash während seines Lebens alles, um sicherzustellen, dass Du damit fortfahren würdest, die Kabbala zu verbreiten, wenn er einmal gegangen ist – dies war der Zweck seines Lebens. Vor seinem Tode beauftragte Rabash Dich, die Verbreitung der Kabbala fortzuführen. Spielt Deine heutige Verbreitung der Kabbala irgendeine Rolle im Leben Rabashs nach seinem Tode?

Meine Antwort: Alle Seelen sind vollständig untereinander verbunden. Selbst in unserer Welt enthüllen Studien schon, dass jeder einzelne von uns jeden anderen zu einem Sechstel kennt. Baal HaSulam erklärt, dass alle Seelen in unserer Welt über einen Zeitraum von 6.000 Jahren in Form eines Parzuf korrigiert wird.

  • Zuerst, während der ersten 2.000 Jahre, wurde die Welt, die gemeinsame Seele, Kelim Chabad, durch das Licht von Nefesch korrigiert;
  • Als Nächstes, während der zweiten 2.000 Jahre, wurde die Welt, die gemeinsame Seele, Kelim Hagat, durch das Licht von Ruach korrigiert;
  • Als letztes, während der letzten 2.000 Jahre (und wir leben am Ende dieser Periode), wurde die Welt, die gemeinsame Seele, Kelim NHY, durch das Licht von Neschama korrigiert.

Indem wir uns selbst korrigieren, empfangen wir das geringste Licht – Nefesch, jedoch durch die Korrektur in den ersten Seelen (den Vorvätern, den großen Kabbalisten der Vergangenheit) enthüllen unsere Korrekturen das größte Licht – Neschama. Die Kabbalisten der Vergangenheit stellten alle Voraussetzungen für unsere Korrektur bereit, doch wir sind es, die die zerbrochenen (ohne einen Schirm, der Absicht „um zu Schenken“) und vermischten (Bina und Malchut) Kelim (Verlangen) korrigieren. Daher sind wir und unsere Handlungen im Prozess der Entwicklung der Schöpfung die Wichtigsten. Wir erheben das gesamte Universum bis zum Schöpfer!

Verwandtes Material:
Blog-post: die Reshimot, die heute an die Oberfläche gelangen, verlangen nach…
Blog-post: Verbunden durch die Welten

Verbunden durch die Welten

Michael LaitmanDrei Fragen, die ich zu meiner Verbindung mit Rabash erhielt:

Frage: Rabash schrieb, dass Baal HaSulams Studenten von der spirituellen Stufe abfielen, auf welcher sie sich nach dem Tode von Baal HaSulam befanden, da sie niemanden mehr hatten, der sie unterstützte. Haben die Studenten das nicht gemerkt? Und noch wichtiger: Wie schützt sich ein Kabbalist davor und welche Unterstützung nutzt er? Baal HaSulam und Rabash hatten keinen Rav und jetzt haben Sie auch keinen Rav. Wie schützen Sie sich vor Abstiegen und Fehlern?

Meine Antwort: So wie diese beiden auch- durch die direkte und klare Verbindung mit ihnen! Ein Mensch, der den Plan des Schöpfers erreicht, macht einen weiteren Fortschritt. Ein Mensch, der realisiert, dass es notwendig ist und sich verantwortlich fühlt, verlässt den Weg nicht.

Jeder erfährt bis zum Ende aller Stufen Abstiege und Aufstiege. Jedoch verfallen Anfänger in ihren Egoismus und können von sich selbst aus nicht einmal „einen Finger bewegen“, wohingegen die fortgeschrittenen Studenten dies anders erleben. Folglich sollte ein Mensch all seine Energie auf die Überwindung des ersten Teils des Weges richten.

Frage: Was tun Sie, wenn Sie keine Antworten mehr haben? Wenn Rabash heute immer noch bei uns wäre, dann würden Sie immer noch mit ihm studieren und ihn fragen. Aber was tun Sie, wenn Sie jetzt Fragen haben? Haben Sie jemals Fragen gehabt, auf die Sie noch keine Antworten gefunden haben?

Meine Antwort: Wenn ich Fragen habe, dann frage ich Rabash. Dies ist kein Mystizismus, sondern Realität. Ich bin sein Schüler, da ich eine Verbindung mit ihm erreicht habe – keine physische Verbindung, sondern eine innerliche Verbindung durch die Gleichheit der Form. Wenn ich Fragen habe, dann wende ich mich folglich an dieses Abbild einer größeren Gleichheit der Form mit ihm oder in anderen Worten, an „sein Abbild in mir“ und so finde ich seine Antworten auf meine Fragen – wie eine niedrigere Stufe von einer höheren Stufe lernt und empfängt.

Das ist deshalb so, weil der Niedrigere den Höheren fühlt. Ein Mensch fühlt immer nur sich selbst und er fühlt dies nur in sich. Rabash bleibt der Höhere Parzuf für mich und ich habe eine Verbindung mit ihm. Ansonsten würde ich mich nicht als sein Schüler bezeichnen.

Frage: Lieber Rav Laitman, wer hat Sie autorisiert, die Weisheit der Kabbala zu verbreiten?

Meine Antwort: Mein Lehrer Rav Baruch Ashlag (Rabash), der älteste Sohn des Baal HaSulam. Ich habe meine ersten drei Bücher geschrieben, während ich an seiner Seite war. Ich war sein Sekretär, Assistent und Student für zwölf Jahre. Die wichtigste Sache in der Kabbala ist, von wem man lernt. Zusätzlich bedeutet „lernen“, dass man wirklich ein Student seines Lehrers ist und mit ihm in jeder Weise verbunden ist. Siehe „Eine Rede zur Feier des Abschlusses des Sohar“ von Baal HaSulam.

Nachdem mein Lehrer verschieden war, machte ich mit unserer gewöhnlichen Arbeit in dieser Welt weiter. Rabash war der einzige Kabbalist in der vorigen Generation und ich bin sein Student. Ich denke, dass meine Lektionen, Bücher und alles was ich tue, darauf hinweisen. Ich lehre nur die Arbeiten des Baal HaSulam und von Rabash.

Übrigens, haben Sie diese Frage noch anderen Leuten gestellt, die heute „Kabbala“ lehren?

Verwandtes Material:
Blog-post: Immer bei mir
Blog-post: Letztendlich wird sich alles in Frieden und Korrektur vereinen
Baal HaSulam Artikel: Es ist an der Zeit zu Handeln
Video: Kabbala-Bücher
Kabbala eBooks
Baal HaSulam Artikel
Shamati – „Ich hörte“
Rabaschs Artikel über den Einzelnen und die Gruppe

Spirituelle und physische Babys


Ich habe viele Bitten um eine Erklärung der Beziehung zwischen der Entwicklung eines Babys in dieser Welt und der Entwicklung der Seele in der Höheren Welt erhalten. Hier ist eine Erläuterung:

Das grundlegende Buch der Kabbala, der Talmud Esser HaSefirot, mit über 2000 Seiten von schwierigem Text, beinhaltet ungefähr 300 Seiten, die über die intrauterine Entwicklung der Seele in der Gebärmutter (der AHP) des Höheren Parzuf (die Mutter – Ima, Bina) berichten. Diese Entwicklung kann für sieben, neun oder zwölf Monate anhalten, doch gewöhnlich dauert diese neun Monate. Darauf folgt die Geburt und dann 24 Monate des Stillens, welches ebenfalls über 200 Seiten von sehr schwierigem Text beschrieben wird.

Was bedeuten diese langatmigen, komplexen Beschreibungen in einfacher Sprache? Die Seele beginnt ihre Entwicklung mit dem Punkt im Herzen, wenn ein Mensch fragt: „Was ist der Sinn meines Lebens?“. Danach fängt ein Mensch an, seine Seele zu entwickeln, indem er das Höhere Licht zu diesem Punkt heranzieht. Zuerst geht er durch die vorbereitenden Phasen, welche die einfache und doppelte Verhüllung genannt werden und betritt dann einen Zustand, welcher Empfängnis (Ibur) genannt wird. In diesem Zustand hängt er sich an den Höheren Parzuf an, gesetzt den Fall, dass er trotz aller Schwierigkeiten zustimmt, mit Diesem zu verbleiben! Und die Schwierigkeiten verstärken sich weiterhin, doch indem er seine Verbindung mit dem Höheren – trotz der Schwierigkeiten, die vom Egoismus erschaffen werden, welcher ihn immer wieder zurückzieht – verstärkt, nimmt er fortwährend die Eigenschaften des Höheren an, welche Liebe und Beschenken sind. Dieser Prozess setzt sich fort, bis er all die Eigenschaften des Höheren, mit Hilfe seiner Selbstannullierung, erreicht. Diese Annullierung hindert ihn auch daran, eine Störung oder ein Fremdkörper im Höheren zu werden.

Wenn er alle Eigenschaften des Höheren aufnimmt, schließt dies die Periode des passiven Aufnehmens der Eigenschaften des Höheren ab, d.h. die Entwicklung in Form eines Embryos. Ein Embryo entwickelt sich, indem er auf passive Weise Licht erhält und deshalb wird dieser auch als Blut (Dam, von dem Wort Domem – unbelebt) gekennzeichnet oder als passive Annahme der Eigenschaften des Höheren.

Anders dargestellt endet der Zustand der Schwangerschaft, wenn ein Mensch danach verlangt, von der Selbstannullierung zur aktiven Interaktion mit dem Höheren überzugehen. Dies zwingt den Höheren, ihn wegzudrücken, um die vorige Art der Interaktion zu beenden – ähnlich dem, wenn ein Embryo zu lange in der Gebärmutter verbleibt und Abstoßung hervorruft. Der Höhere drückt den Niederen von Sich weg und zwingt den Niederen, mit Ihm aktiver zu interagieren, um ihn zu stillen. Der Höhere tut dies, indem er Bedingungen erschafft, die den Niederen befähigen, das Licht von Chassadim (Milch) zu erhalten. Jedoch verwandelt sich die Milch im Niederen immer noch in Blut (Dam).

Die Periode des Stillens dauert 24 Monate und während dieser Zeit, erreicht der Niedere aktive Eigenschaften des Beschenkens (Bina, Galgalta Einaim). Diese Stufe befähigt einen Menschen dazu, im ganzen Umfang der Höheren Welt zu existieren und völlig unabhängig von seinem Egoismus zu sein und das Höhere Licht wahrzunehmen und von Ihm zu lernen.

Das Wissen über die Gesetze, welche in unseren Wurzeln agieren und wie die Höheren Kräfte agieren, gibt uns ein absolut präzises Verständnis darüber, wie ein Kind ideal und auf völlig korrekte Weise erzogen und behandelt wird, wie mit einem Fötus und mit einem Neugeborenen interagiert wird, sowie mit einem Jugendlichen und einem Halbwüchsigen. Dies befähigt uns ein korrektes System der Wechselbeziehungen zu erbauen und die Bedingungen für die optimale Wahrnehmung der Möglichkeit, die wir in diesem Leben haben, zu erschaffen, d.h. den Sinn unserer Erschaffung zu erlangen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Geburtsvorbereitung – Ein Gespräch
Blog-post: Ein Gespräch über Schwangerschaft und Geburt

Geburtsvorbereitung – ein Gespräch


Ich hatte ein Gespräch über das Thema „Geburtsvorbereitung“ als Teil der Serie „Familie und Kinder“. Ich sprach mit:

Dr.Yoel Shofaro – ein Spezialist in der Behandlung von Unfruchtbarkeit

Hagit Telem – Projektmanager bei „Beit Kabbalah L’Am

Niv Navon – Manager der Abteilung, die für die Internetverbreitung unseres Materials zuständig ist

Wir verglichen die Vorgänge der Empfängnis und die Entwicklung des Embryos im Mutterleib, die dem Zweig entsprechen, d.h. dem was in unserer Welt stattfindet, mit dessen Wurzel, der Entwicklung der Seele in der spirituellen Welt.

Dr. Yoel Shofaro, einer der führenden praktizierenden Spezialisten auf dem Gebiet der Behandlung von Unfruchtbarkeit, erklärte die Erkenntnisse der modernen Wissenschaft über Empfängnis und die Hauptprobleme der heutigen Unfruchtbarkeit. Wir verglichen dies mit Fällen von Unfruchtbarkeit in der Tora und der Empfängnis unserer Seelen. Warum sprachen wir darüber? Weil es das allerwichtigste Ereignis in unserem Leben ist, wenn der Höhere Parzuf – der „Mutter“ (Ima) genannt wird – mit uns schwanger ist – mit unserer Seele!

Verwandtes Material:
Blog-post: Ein Gespräch über Schwangerschaft und Geburt
Blog-post: Spirituelle Wehen und die Zukunft der Kabbala