Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Ozean'

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Über den Granatapfel

Der Granatapfel (Rimon) stammt vom Wort „Erhebung“ (Romemut). Wenn ich die Eigenschaft des Gebens in meinen Augen hervorhebe, dann kann ich mich über alle persönlichen Berechnungen erheben.

Woher ist diese Größe der Eigenschaft des Gebens zu nehmen? Nur wenn ich mich unter den Einfluss der Umgebung stelle, dann wird zu mir die äußerliche Kraft von allen Freunden kommen und mir „eine Gehirnwäsche“ verpassen, in mein Herz eindringen und dafür sorgen, dass ich die Eigenschaft des Gebens als das Wichtigste empfinde.

Wir befinden uns im Ozean des Lichtes, aber empfinden ihn nicht, weil wir ihn vernachlässigen. Wie ist seine Wichtigkeit zu steigern, um ihn folglich empfinden zu können? In jedem beliebigen Beruf ist das Wichtigste, sogar beim winzigsten Detail peinlich genau zu sein, wobei die anderen Menschen, die keine Spezialisten sind, dieses Detail vernachlässigen würden. Als ein Schneider kann ich beim Anblick eines beliebigen Kleidungstückes darüber alles erzählen, von wem und wie es genäht wurde. Und wenn ich kein Schneider bin, dann ist es für mich einfach ein Stück Stoff.

Wir befinden uns jetzt im Meer des Lichtes, aber haben keine Fähigkeit, es zu sehen, weil es uns an der Wichtigkeit mangelt. Warum? Dieses Licht, die Eigenschaft des Gebens ist von mir sehr weit entfernt. Ich habe kein Verlangen danach und werde sie auch weiterhin nicht wollen.

Nur wenn die äußerliche Kraft eingeschaltet wird, und mein Verstand und Herz berührt werden, wenn sie mich zum Nachdenken bringt und mich ununterbrochen beeinflusst, dann werde ich im Endeffekt sagen:“ ja, ich will!“ wonach das Licht offenbart wird.

Es bedeutet, dass ich das Gefäß für die Eigenschaft des Gebens vorbereitet habe, das als „die Wichtigkeit“ genannt wird, in dem „das Licht“ offenbart wird.

Daraus wird klar, wie wichtig es ist, die richtigen Definitionen, die richtige Erläuterung der Wörter zu haben. In der Spiritualität ist das das Geheimnis des Erfolges.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto

Die Liebe in einer bequemen Verpackung?

Frage: Ich las in der Zeitung, dass das Gefühl der Liebe von drei chemischen Verbindungen ausgelöst wird, welche man im Prinzip auch in Tablettenform erhalten könnte. Sollten wir uns nicht ein Paket der Liebe anschaffen, das leicht in die Hosentasche passt?

Meine Antwort: Das ist möglich, wenn es um sexuelle Anziehung geht oder um pharmakologischen Seelenfrieden, welcher durch Betrug und Betäubungsmittel einem Menschen vorgaukelt, dass er liebt. Eigentlich gibt es verschiedene Arten der Liebe.

Zum Beispiel liebe ich gebratenen Fisch, und du vielleicht diesen in Form einer Suppe. Aber in der Tat handelt es sich um „Liebe“, wenn ich die Wünsche des Nächsten spüre, die sich in ihm und nicht in mir befinden. Dafür ist zuallererst die Beschränkung der eigenen Wünsche nötig. Nur so bin ich der Eigenschaft des Gebens, Bina, die uns erlaubt, andere zu spüren. Dann kann ich an den Wunsch des Nächsten meinen eigenen anschließen und seine Wünsche mittels eigener Wünsche auffüllen. Das ist das, was wir Liebe nennen.

Auf dem Weg zu ihr erwartet uns ein langer Prozess. Zunächst einmal müssen wir mit uns die erste Kontraktion durchführen (Z“A – Zimzum Alef), die Aufgabe von persönlichem Engagement und vor allem, uns über alle eigenen Wünsche erheben. Dann bewahren sie Schweigen und stehen still. Dann komme ich aus mir heraus, um zu sehen, zu bekommen, um deine Wünsche zu spüren. Ich möchte deine Wünsche annehmen, um sie an mich anzubinden, mir vorzustellen, dass sie sich in mir zusammen mit meinen Wünschen befinden.

Zur dieser Zeit werden meine Wünsche sich oben befinden, ähnlich wie der Kopf des Parzufs, und deine werden wie der Körper des Parzufs sein, und ich kann sie auffüllen. Ich werde mich immer darum kümmern.

Das ist auch die Arbeit von Bina. In mir gibt es zwei Ebenen: Bina und Zon, d.h. „Kinder“. In abstracto, existiere ich nur in Galgalta we Ejnaim (G „E), wo ich außer dem Minimum nichts brauche. Dann hebe ich dich zu mir, und du wirst alles bekommen, was du willst. Ich befülle dich in mir selbst – in meinem „Leib“, in ACHaP.
Das ist das, was wir „Lieben“ nennen – dem anderen dienen, nach seinen Wünschen.

Gäbe es solche Pillen, würde ich sie in den Wasserspeicher schmeißen, von wo das Wasser in die Wasserleitung fließt. Aber die Pillen gibt es nicht und wird es nie geben, weil das große Sorgfalt erfordert – hier muss man Kraft investieren.

Es scheint unklar, warum der Schöpfer die Pille nicht vorgesehen hat? Genießt er es, wenn er auf unser Leid blickt? Tatsache ist, dass wir die negative Seite und den Weg zur Korrektur selbst erkennen müssen. Auf diesem Weg werden wir jedes Mal vom Schöpfer Kraft für die Analyse, sowie die Kraft für die Korrektur und die Füllung fordern. Dies sind die drei Etappen, ohne die man nicht auskommen kann.

Wenn ich mich nach diesem Bild innerlich aufstelle, beginne ich zu verstehen, was er geschaffen hat. Ich begreife seine Absicht, sein Programm und werde ihm in Status und Niveau immer ähnlicher. Ich verstehe die ganze Wirklichkeit und nehme sie an, durchbohre mit dem Blick die gesamte Breite und Tiefe ihrer Existenz, in vollem Umfang. Diesen Zustand, kann man nicht als Ausgangsposition bekommen. Denn die Schöpfung befindet sich in der Welt der Unendlichkeit, voller Licht, fühlt sich aber an wie ein winziger Tropfen in seinem Ozean.

Ich muss in mir selbst den Wunsch, in die Unendlichkeit zu steigen, enthüllen. Ich muss es selbst verstehen, spüren, es in eigene Verfügung bringen, es unter die Kontrolle des eigenen Strebens bringen, in die eigenen Wünsche einbeziehen. Pillen sind hier machtlos.

Aus dem Unterricht nach der Zeitung „Das Volk“

Die flüchtigen Gedanken quer durch „Shamati“ – Der Tag des Schöpfers und die Nacht des Schöpfers

Es steht geschrieben: „Die Finsternis wird wie das Licht aufleuchten“. Es gibt keinen Tag und es gibt keine Nacht in unserer inneren Arbeit, überall leuchtet das Licht und füllt die Malchut der Unendlichkeit aus. Wir befinden uns im Ozean des Lichts. Welche Nacht kann es dann geben?

In der Spiritualität gibt es weder Tag, noch Nacht, wir empfinden jedoch allerlei Veränderungen in unseren Zuständen. Allerdings müssen wir lernen, diese Veränderungen zu unterscheiden. Möglicherweise sind es meine Tage und Nächte, die ich im Egoismus empfinde. Der Tag bedeutet, dass ich verdient gesiegt habe, und die Nacht bedeutet, dass ich Pech habe. Und der Tag und die Nacht des Schöpfers sind anders. Als der Tag wird in der Spiritualität die Möglichkeit bezeichnet zu geben, zu lieben, zu helfen, erfüllt zu werden, sich zu verbinden , und als die Nacht das Gegenteil, die Abwesenheit jeglicher Kräfte des Gebens und der Liebe.

Deshalb sollen wir, um in der richtigen Absicht zu sein, immer unterscheiden, in welchem Zustand wir uns gerade befinden: in der finsteren Nacht oder im lichtvollen Tag, im Egoismus oder in der Eigenschaft des Gebens.

Auszug aus der 6. Lektion des Kongresses in Toronto, 18.09.2011

Wie finde ich den Kurs im Ozean des Lichtes.

Morgenunterricht aus Moskau

Alle Artikel aus dem Buch Shamati dienen dem Zweck den Menschen auf ein richtiges Verhalten zu sich selbst (zu meinen innerlichen Möglichkeiten, Fähigkeiten, Kräften, Eigenschaften) und zu jenen, außerhalb von mir (zu Menschen, Gesellschaft, Gruppe, Lehrer, Schöpfer, Natur) einzustellen, damit es verständlich wird, wie ich mich ändere, was ist der Grund dafür, wie soll mein Verhalten aussehen, damit ich einen Zustand der Vollkommenheit erreichen kann.

Unser Problem liegt darin, dass wir auf der einen Seite, selbst nichts tun können, da wir nur den Wunsch darstellen, den Wunsch uns zu füllen, den Wunsch nach Vergnügen.

Auf der anderen Seite, wenn wir selbst nichts tun können und nur einen Wunsch darstellen, welcher dem Schöpfer, dem Licht gegensätzlich geschaffen wurde, wie können dann danach bitten, dass man uns ändert, dass wir uns ändern, zu verlangen, selbständig oder durch andere Systeme zu handeln?

Das heißt wir befinden uns in einem zweifachen Zustand. Auf der einen Seite – ich kann nichts selbst tun. Auf der anderen Seite – ich muss zu so einem Zustand kommen, dass meine Bitte so eine Wirkung auf mich hervorruft, dass ich mich mit ihrer Hilfe ändern werde.

Dieser Punkt ist sehr schwierig für uns. Genau in ihm versteht der Menschen nicht sein richtiges Zusammenwirken mit der ihn erschaffenen Höheren Kraft.

Das heißt ich muss jenen Zustand erreichen, in dem ich meine ganze Unfähigkeit sich zu korrigieren erkenne und verstehe, dass meine Änderung nur durch Einwirken der äußeren Kraft vollzogen werden kann. Auf der anderen Seite, ist die äußere Kraft, welche sich außerhalb von mir befindet, permanent, und ich kann auf sie nicht einwirken. Sie ist absolut. Ich kann kein Einfluss auf sie ausüben, aber auf mich schon, in dem ich mich unter ihre Wirkung, eben durch meine Bitte stelle.

Meine Bitte – ist meine Handlung, wenn ich mein Verhalten zu der Höheren Kraft ändere, so ändere ich auf diese Weise ihr Einwirken auf mich, und sie korrigiert mich. Das heißt, praktisch findet die Arbeit im inneren des Menschen statt und hängt von seinem Wunsch, von seiner Absicht, von der Kraft, Richtung ab. Und dabei befindet er sich in einem absoluten und vollkommenen Feld. Und die Arbeit wird genau durch dieses Feld vollzogen, indem es auf ihn einwirkt. Und er bringt sich unter die Wirkung dieses Feldes.

Aus der Sicht des Wunsches nach Korrektur ist der Mensch das aktive Element. Und aus der Sicht der Korrektur des Menschen selbst ist er das passive Element er wird durch jenes Licht korrigiert, das sich außerhalb von ihm befindet, ihn umgibt und dabei unverändert ruht. Es kann viel über diesen Zustand gesprochen werden, aber er soll sich in uns nach und nach wie ein bestimmter, genauer, innerer Zustand von mir und des Lichtes, des Schöpfers bilden.

Der Artikel von Bal HaSulam „LiShma bedeutet Erweckung von Oben, und warum brauchen wir auch Erweckung von unten“ ist einer von jenen, die vom richtigen Mitverhalten des Menschen zum Schöpfer, des Menschen zum Höheren Licht erzählen. Unter dem Menschen wird unser Wunsch verstanden, und auf welche Art und Weise kann sich dieser Wunsch ändern, wenn er (der Mensch) sich richtig unter die Einwirkung des Lichtes stellt.

Die Eigenschaft des Gebens, die wir erreichen können und an die wir uns nach und nach unter Einwirkung des Lichtes annähern, wird „LiShma“ – „für Ihn“ genannt. Und die Ihm entgegen gesetzte Eigenschaft nennt sich „Lo LiShma“ „nicht für Ihn“, d.h. für mich.

Die Wünsche in uns entstehen unabhängig von uns, sie werden nicht von uns gesteuert, wir steuern lediglich die Absicht – was wir uns in jedem Moment der Zeit wünschen, was wir anstreben.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel aus „Shamati“,

Es ist besser gewissenhaft, anstatt klug zu sein

Frage: Warum findet der größte Fortschritt statt, während wir das Buch Sohar lesen, ohne irgendetwas zu verstehen, nur, indem wir die Absicht halten?

Meine Antwort: Für das Kabbala-Studium sind keine besonderen geistigen Fähigkeiten erforderlich, weil es nicht mit dem Verstand gelernt wird. Im Gegenteil, Menschen, die sich selbst für klug halten, die gut studieren und Dinge schnell erfassen können, die einen scharfen Verstand haben, machen normalerweise keine guten Fortschritte in der Kabbala. Das ist so, weil der Verstand und die Wahrnehmung ihrer geistigen Fähigkeiten sie davon abhält und sie wegführt, diese Wissenschaft durch rationales Studium zu lernen, anstatt sie durch Loyalität zur Gruppe zu erlangen. Das ist ein Problem.

Ich würde sagen, es sind genau die normalen, „durchschnittlichen“ Menschen, die größere spirituelle Fortschritte machen. Die brillianten Besserwisser, die kommen, um die Kabbala zu studieren, stolpern normalerweise gleich wieder davon. Das ist, als ob sie mit einem Kopfsprung in einen tiefen Ozean springen und von dort viele Jahre später „wiederauftauchen“, sobald das Wasser ihren ganzen Stolz, ihr Gefühl der Überlegenheit und Macht weggewaschen hat.

Lasst uns hoffen, dass wir zu jenen gehören, die erfolgreich im Erlangen sind, anstatt zu denen, die einen brillianten Verstand haben.

Aus dem 2. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 11.05.2011, Der Sohar

Europa ist unser gemeinsames Zuhause, unser gemeinsames Problem

Frage: Einige Dutzende Menschen aus Holland bereiten sich vor, am Europäischen Kongress in Berlin teilzunehmen.

Für die meisten wird das der erste Kongress sein, und einige haben noch nicht erkannt, was das Ziel des Kongresses ist und warum es äußerst wichtig ist, daran teilzunehmen. Wie kann man sie darauf vorbereiten?

Meine Antwort: Die Europäer müssen begreifen, dass ihr Kontinent in dem gefährlichsten Zustand im Vergleich zu den anderen befindet. Europa steht vor dem größten und ernsthaftesten Problem weltweit. Wenn es explodiert, kann es zum dritten Weltkrieg kommen.

Der Grund dafür ist, dass die Europäer beschlossen haben, sich zu vereinen, doch andererseits ist diese Vereinigung egoistisch, ihr Zustand ist sehr instabil. Wenn ein Egoist sich von dem anderen durch eine Grenze trennt, können sie noch einigermaßen eine Verbindung zueinander nach festgelegten Regeln pflegen.

Wenn es jedoch keine formalisierten Verbindungen gibt und alle in Richtung eines gemeinsamen Marktes gehen, mit der gemeinsamen Wirtschaft, mit diesen riesigen problematischen Reserven, über die Europa verfügt, sehe ich keine Möglichkeit, in Frieden zu leben und zu prosperieren.

Wie ist das möglich? Das wäre gegen das Naturgesetz. Europa wird vor immer ernsthafteren Problemen stehen, wenn die Europäer die Notwendigkeit der Korrektur seines Egos nicht erkennen. Sie haben sich in einen solchen Zustand gebracht, dass ihnen keine andere Wahl bleibt.

Gerade Europa dient im Moment als Versuchslabor für die Umsetzung der Methode der Kabbala, weil es vorhat, sich zu vereinen – jedoch auf der Grundlage des egoistischen Nutzens. Und nun wird es von Tag zu Tag feststellen müssen, dass es das schrecklichste Übel, die schlimmste Variante von allen ist.

Aus diesem Grund müssen die Europäer zum Kongress kommen, und wir werden uns alle verbinden, indem wir die höhere Kraft anziehen und uns danach sehnen, dass sie auf diesen Erdteil einwirkt und ihn korrigiert. Denn sonst kann er der ganzen Welt Leiden bringen, und es wird zu unserem gemeinsamen Problem. Ich wende mich an euch im Namen unseres gesamten Weltkli, wir müssen das tun.

Europa ist der problemreichste Ort auf der ganzen Welt, mit all seinen auseinanderfallenden Ländern und der gemeinsamen Währung. Ich sehe da keine Anzeichen für eine gute Zukunft. Obwohl Europa eine sehr gute Grundlage hat, sind die Beziehungen zwischen allen Ländern so, dass gerade dieses mächtige Potenzial, welches dort vorhanden ist, zu einer riesigen Explosion führen wird.

Und außer den sozialen Problemen erwarten uns auch noch Naturkatastrophen, denen wir schutzlos ausgeliefert sind. Die Klimaprobleme verstärken sich immer mehr, und Europa ist völlig abhängig vom Atlantischen Ozean und von allen Seiten anfällig. Das ist ein sehr großes Problem. Die Menschheit hat keine Kraft und keine Methoden, solchen Situationen, die im Moment in Europa entstehen, entgegenzuwirken – außer der Methode der Kabbala zu folgen.

Unsere Aufgabe besteht allein darin, das Wissen über diese Methode an alle heranzutragen und sie umzusetzen. Darum erwarte ich euch alle auf dem Berliner Kongress! Ich habe nichts mehr hinzuzufügen.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel „Analytischer Vergleich zwischen Kabbala und Philosophie“ vom 09.01.2011

Im Ozean der Liebe

Eine Frage, die ich erhielt: Bei der Kongresseröffnung, als Vertreter aller Länder mit den Flaggen auf die Bühne kamen, habe ich vor Freude geweint. Ich habe mich mit allen verbunden gefühlt, habe Verlangen von anderen Menschen, ihre Fürsorge und Liebe gespürt.

Was war das: eine psychologische Empfindung oder bereits eine spirituelle?

Meine Antwort: Das war eine wunderbare, gute, herzliche Ergriffenheit, jedoch noch keine spirituelle Empfindung. Eine spirituelle Empfindung ist die Erkenntnis der Wurzel: woher alles kommt und warum, wo wir uns befinden.

Diese Empfindung muss uns zu einem Zustand bringen, wo wir uns im Ozean einer gewissen Kraft befinden, die uns über der Zeit und dem Raum verbindet, uns unterstützt.

Dann verliert der Mensch die Empfindung des Körpers. Er bezieht sich noch auf den Körper, hält ihn jedoch für eine tiefere Stufe als er selbst. Dann spüren wir, dass wir der gleichen Kraft angehören, in ihr mit eingeschlossen sind und in ihr aufgehen.

Das, was ihr bei der Kongresseröffnung gespürt habt, ist die Stufe vor der spirituellen Wahrnehmung. Wollen wir hoffen, dass wir sie sehr bald erreichen werden.

Aus der 4. Kongresslektion vom 10.11.2010

Die Fenster in die Höhere Welt

Es gibt nichts Neues auf der Welt, sondern nur seine Offenbarung bezüglich uns, die sich auf den niedrigeren Stufen befinden.

Und wenn wir uns auf der höheren Stufe befinden würden, wäre die Realisation der Erscheinung in der materiellen Welt nicht notwendig – wir hätten sie schon auf der spirituellen Stufe wahrgenommen.

Und sogar auf der spirutellen Stufe wäre keine Realisation notwendig, wenn wir schon aus dem informativen Gen, aus dem Reschimo verstehen könnten, was diese Erscheinung darstellt.

Wenn der Mensch eine größere Materialisation fordert, sagt es über seine niedrige Stufe aus. Somit ist die Realisierung der Handlung ein Mangel der Vollkommenheit.

Und in Wirklichkeit gibt es keine neuen Offenbarungen! Wir steigen die Stufen hinauf und öffnen allmählich die höheren Wurzeln jener Erscheinung, die heute geöffnet wurde. Und wir nennen es die Offenbarung!

Als ob du nach oben klettern würdest und auf jeder Stufe ins Fenster hereinschaust und siehst: „Aha!“ Du steigst noch höher hinauf, schaust ins Fenster des folgenden Stockwerk hinein und rufst aus: „Aha!!“ Das heißt eben die Offenbarung!

Somit geschieht keine Erkenntnis außerhalb von dir, sondern du entwickelst dich, und enthüllst folglich etwas Neues. Nicht umsonst sagte Einstein, dass er sich wie ein Kind fühlt, das mit Sand und Steinchen am Ufer des Ozeans spielt.

Zum Kabbalalernzentrum–>

Wir befinden uns in der Welt der Unendlichkeit…

Wir befinden uns im Ozean des Lichtes der Unendlichkeit, der alle heiligen Namen des Schöpfers enthält, welche in unseren Wünschen im Maß der Ähnlichkeit unseren Eigenschaften mit den Eigenschaften des Schöpfers enthüllt werden, die in dieses unendliche Licht eingeschlossen sind. Diese allgemeine Kraft, das Licht heißt „Tora“. Natürlich sind wir heute nicht in der Lage, es zu bewerten oder zu erkennen –  es liegt über unseren Fähigkeiten und Wünschen.

Was wir aber machen müssen ist: dank des Leuchtens, das zu uns von diesem unendlichen Licht kommt, können wir, wenn wir uns wünschen, diesem Licht gleich zu werden, dann ein  Teil Ähnlichkeit erreichen und die Offenbarung „des heiligen Namens des Schöpfers“ empfinden. Die Heiligkeit liegt über „dem Körper“, sie ist das Geben, die Eigenschaft von Bina.

Denn „der Name des Schöpfers“ ist ein geistiges Gefäß, „Kli“, der korrigierte Wunsch (d.h. mit der Absicht, zu geben).

Unser Wunsch erreicht durch die Kraft des Lichtes eine solche Form (die Absicht), welche die Verbindung mit dem Schöpfer – d.h. mit dem Licht, mit der Tora (mit den Namen des Schöpfers) feststellen kann. Auf diese Weise enthüllen wir Schritt für Schritt aufgrund des Einflusses vom Licht O“M unsere speziellen Eigenschaften und Handlungen, die dem Licht, der Tora ähnlich sind. Und das alles wird im unseren Inneren und je nach unserer Ähnlichkeit den Eigenschaften des Lichtes, laut dem Gesetz der Gleichheit von Eigenschaften empfunden. Nur infolge der Gleichheit mit dem Licht, können wir es empfinden.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 11.08.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Wohin bringt uns der stürmische Ozean in Zukunft?


Eine Frage, die ich erhielt: Was wird in der menschlichen Gesellschaft geschehen, wenn die Menschen eine minimale Stufe der Spiritualität erreichen, also das Geben in der Absicht um zu geben? Wie werden sie beginnen, zu denken und einander zu fühlen? Was wird sich in unserer Welt ändern?

Meine Antwort: Ich glaube, dass wir bereits jetzt Veränderungen in dieser Welt sehen können. Die Weltkrise fängt an, uns zu zwingen, die Maßlosigkeit abzulehnen und zeigt uns, dass es viel angenehmer ist, mit einer mittleren Ebene der Existenz zufrieden zu sein. Das Verlangen nach übermäßigem Genuss schwindet, wie bei jungen Menschen in den vergangenen Jahren belegt ist.

Die Menschheit beginnt mehr qualitative Eigenschaften zu enthüllen. Anstatt Gold brauchen sie Ehre, statt Ehre – Macht, statt Macht – den Sinn des Lebens, die Erkenntnis der Tatsache, dass wir Befriedigung nur in unseren Verbindungen mit anderen Menschen finden können. Maßlosigkeit gibt uns diese Befriedigung nicht.

Das Leben selbst lehrt uns, dass die wirtschaftliche Kraft uns keine Befriedigung bringt. Die Menschen erkennen, dass all dies kommt und wieder verschwindet. Letzten Endes ist die menschliche Entwicklung in der Geschichte ähnlich wie das Schwimmen in einem stürmischen Ozean der Zukunft, in dem große Wellen einige Länder nach oben gedrückt haben, während andere in den Abgrund gerissen wurden. Alles verändert sich so schnell. Länder steigen auf und fallen wieder, genauso wie wir zum Beispiel nun Zeuge des Abstieges von Amerika und des Aufstieges von China werden.

Die Menschen sehen, dass Macht kommt und geht und große Zivilisationen zusammen brechen – Babylonien wurde von den Persern, dann von den Griechen und dann von den Römern verdrängt. Für sich alleine kann daraus niemand etwas lernen, da die Menschen nicht aus der Vergangenheit lernen. Die Verlangen (Reshimot) werden jedoch erneuert und sie entwickeln uns, damit wir neue qualitative Erfüllung fordern und neue Bedürfnisse wahrnehmen.

Zur Kabbala Akademie—>

Pages:  Prev 1 2 Next