Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Mach Platz für den Schöpfer!

Kommentar: Willst du, dass Platz für den Schöpfer ist? Dann mach Platz! Tritt ein wenig zur Seite, mach Platz für Ihn! Das bedeutet die Einschränkung des eigenen Egos.

Dränge deinen Egoismus zurück, begrenze ihn und ziehe dich zurück, damit ein Raum für den Anderen entsteht. Wir müssen uns so weit einschränken, dass wir alle gemeinsam in einen zentralen Punkt der Schöpfung hineinpassen. Der ganze riesige Raum um uns herum, befreit von unserem Egoismus, wird zu einem Ort, den wir dem Schöpfer überlassen. Deshalb wird der Schöpfer „der Ort“ genannt.

In dem Maße, in dem wir unser egoistisches Verlangen zurücknehmen, machen wir Platz für den Schöpfer.

Wir verdichten all unsere egoistischen Wünsche zu einem einzigen Punkt, von dem der Schöpfer sagte: „Ich habe den bösen Trieb geschaffen.“ Tatsächlich hat Er nichts anderes erschaffen als diesen Punkt, aus dem wir existieren. Und alles andere außer ihm sind Eigenschaften des Schöpfers.

Indem wir den gesamten Raum – bis auf diesen zentralen Punkt – von unserem Egoismus befreien, können wir uns an diesem Ort mit dem Schöpfer verbinden. So offenbaren wir Ihn in diesem Raum. Mit anderen Worten: Wir setzen Ihn als König über uns ein, damit Er über dem gesamten Ort herrscht. Wir geben Ihm den Platz, sich zu offenbaren und die gesamte Wirklichkeit zu lenken.

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Aus der Lektion „Einführung in die Wissenschaft der Kabbala (Pticha)“ 16.02.2022

 

Ein Volk, das aus einer Idee gewoben ist. Teil II

Andere Völker entstanden auf natürliche Weise aus Stämmen, die bestimmte Regionen der Erde bewohnten, auf der Grundlage eines gemeinsamen Territoriums, einer gemeinsamen Kultur, einer gemeinsamen Erziehung, einer gemeinsamen Sprache und später auch einer gemeinsamen Geschichte. Es entstanden große und kleine Völker, dann schlossen sie sich der einen oder anderen Religion und dem einen oder anderen Glauben an, und alles verlief seinen gewohnten Gang.

Das Volk Israel hingegen entstand auf seltsame Weise aus einer besonderen Organisation, aus einem beispiellosen sozialen Phänomen. Ein Mann namens Abraham „brachte“ der Menschheit eine einzigartige Idee, ein Ideal, eine Bestimmung ein, die sich auf die Rolle und das Leben der gesamten Menschheit bezog – und rief von überall her besondere Menschen zusammen, denen der Sinn des Lebens, der Lebenszweck, die Verbindung zur Höchsten Kraft und deren Offenbarung wichtig waren.

Anders ausgedrückt: Die Idee, die diesem Volk zugrunde lag, war sehr hoch, unnatürlich, sozusagen „nicht von dieser Welt“. Es ging nicht darum, sich irgendwo abgeschieden niederzulassen, die eigenen Grenzen zu bewachen, sich vor Nachbarn zu schützen und dergleichen.

Die Menschen wurden nicht durch grundlegende, materielle, ich würde sogar sagen, körperliche, „tierische“ Faktoren verbunden, nicht durch die gewöhnlichen Bedürfnisse des Körpers. Das Volk Israel organisierte sich um völlig andere Grundpfeiler, auf einer anderen Ebene, philosophisch und konzeptionell höher als alle anderen Völker.

Außerdem hatten diese Menschen keinen gemeinsamen Wohnsitz. Abraham sagte ihnen lediglich, dass die Zusammengehörigkeit um eine spirituelle Idee herum erfordere, „wie ein Mensch mit einem Herzen“ zu leben, in brüderlicher Liebe, um in ihrer Mitte den Schöpfer zu offenbaren, d. h. die Eigenschaft des Gebens und der Liebe – und deshalb liege ihr Platz auf der Erde gemäß diesen Prinzipien in Kanaan. Dorthin machten sie sich auf den Weg.

Auf diese Weise wurde das Land, in dem das Volk lebte, durch sein Ziel bestimmt, durch seine Übereinstimmung mit diesem Land in seinen Eigenschaften. Ein „künstliches“ Volk ließ sich an einem „künstlichen“ Ort nieder. Deshalb ist die Verbindung des Volkes Israel mit seinem Ort einzigartig: Solange die Menschen an der Idee der Einheit festhielten, lebten sie hier, und als das Volk aufhörte, den spirituellen Bedingungen der Vereinigung und der Nächstenliebe zu entsprechen, geriet es auch mit seinem Wohnort in Dissonanz, und dieser stieß es aus, warf es hinaus.

Nirgendwo sonst sind wir auf einen ähnlichen historischen Präzedenzfall gestoßen, dass ein bestimmtes Gebiet, d. h. die leblose Natur, auf diese Weise auf seine Bewohner reagiert.

Es gibt noch viele weitere „seltsame“ Phänomene, die mit diesem Volk verbunden sind. Ohne sein Wesen und seinen Ort zu kennen und zu spüren, können wir nicht verstehen, was mit ihm geschieht. Und doch dient die Geschichte selbst nur dazu, Zeit und Raum für sein Wirken im Rahmen einer besonderen historischen Mission zu schaffen.

Hier müssen wir verstehen, was Abraham seinen Anhängern gelehrt hat. Er erklärte ihnen, dass es einen Plan gibt, nach dem das Volk Israel verpflichtet ist, sich in der Zeit der Besserung wie ein einziger Mensch mit einem einzigen Herzen zu vereinen, um seine Höhe zu erreichen.

Anschließend muss er eine Spaltung durchlaufen, d. h. anstelle einer harmonischen Verbundenheit den gegenteiligen Zustand innerer seelischer Zerrissenheit und Zersplitterung offenbaren.

Dies wird sich in seinen Beziehungen zu seinen Nachbarn und zur Höchsten Kraft widerspiegeln, die alles ordnet. Dann, während der Zeit der Verbannung und der gegenseitigen Entfremdung, werden sich die Söhne Israels unter alle Völker zerstreuen und in deren Mitte eine besondere Vorbereitungsarbeit leisten.

Und dann werden sie sich wieder versammeln, wieder auf die Höhe der Einheit aufsteigen – und im Aufschwung die gesamte Menschheit zur Einheit führen. So wird die Geschichte enden, d. h. die allgemeine Korrektur der Menschheit, worin das Ziel der Schöpfung, das Ziel der Existenz der Menschheit im Zustand „dieser Welt“ besteht.

Der Geschichte ist eine Frist von sechstausend Jahren zugeteilt, beginnend mit dem Moment, als sich das Programm in dieser Welt erstmals einem Menschen namens Adam offenbarte, bis hin zum letzten Menschen, der die letzte Korrektur vornehmen und damit den historischen Schlusspunkt setzen wird.

Nun ist eine besondere Zeit angebrochen. Nach einem langen, zweitausendjährigen Exil können und müssen wir dem gesamten Volk Israel und der ganzen Welt offenbaren, was auf der Tagesordnung steht. Wir müssen allen sagen:

„Meine Herrschaften, eine schicksalhafte Zeit steht bevor, denn jetzt erhalten wir beide Zügel der Herrschaft in die Hand: „Plus“ und „Minus“ – zwei Naturkräfte. Sie sind für uns vorbereitet, und mit ihrer Hilfe müssen wir eine integrale Verbindung zwischen uns herstellen, die Gesellschaft zur Harmonie führen und die Stufe der Hingabe und Liebe erklimmen. Das liegt in unseren Händen. Beide Kräfte werden uns dabei helfen, und selbst die negative Kraft wird zu einer ‚Hilfe durch das Gegenteil‘ werden. Es wartet Arbeit auf uns. Lasst uns also an die Arbeit gehen.“

Mit diesem Aufruf müssen wir uns an die Welt, an uns selbst und an die Höhere Kraft wenden und dabei alle möglichen Mittel nutzen.

Denn wir haben die Freiheit erhalten, diese Wahl zu treffen, sowie ein Programm, einen Prozess mit einem „Drehbuch“, das bis zum „Happy End“, d. h. bis zur endgültigen Korrektur, ausgearbeitet ist. Und deshalb muss man die aktuelle Situation nur ausgehend von dieser Aufgabe, aus der Perspektive des „programmatischen“ Plans betrachten und verstehen, was dieser von uns verlangt.

Genau aus dieser Perspektive betrachte ich das, was heute in Israel geschieht – und nicht aus der Perspektive der Medien oder der Psychologie unserer Nachbarn. Welchen Sinn hat es, sich in die Feinheiten der israelischen und arabischen Mentalität zu vertiefen, wenn dieses ganze Bild höchst oberflächlich ist? Eine solche Analyse erlaubt es nicht einmal, die auflodernden Flammen zu löschen. Wir müssen die Tendenzen der Natur verstehen, die die aktuellen Prozesse in Gang setzt – und dann werden wir erfahren, wie das Problem tatsächlich gelöst werden kann.

(Aus dem 452. Gespräch über das neue Leben, 13.11.2014)

Der Wohnsitz in der Welt der Unendlichkeit

Frage: Über den Sukkot Feiertag ist gesagt: „Gehe aus deinem Haus heraus und lasse dich an dem zeitweiligen Ort nieder“.

Aber welcher normale Mensch wird freiwillig sein festes, bequemes Haus verlassen, um in den Behelfsbau umzusiedeln?

Antwort: Wir werden sowieso gezwungen sein, unsere egoistische Behausung zu verlassen, ob wir es wollen oder nicht. Auch wenn dir jetzt dein heutiger Wohnsitz als fest vorkommt, ist es allen bekannt, dass er vorübergehend ist, und alle an den anderen, beständigen Ort umgesiedelt sein werden.

Und Kabbala bietet im Voraus „das beständige Haus zu verlassen“, das uns solch sicher zu sein scheint, und, „ins vorübergehende“ überzugehen.

Unsere Selbstsucht zeichnet uns unsere Welt als beständig auf, aber das Studium der Kabbala zeigt uns eine andere Beziehung der Welten: die Welt des Gebens ist konstant, in Wirklichkeit ist sie die Welt der Unendlichkeit, worin sich der Mensch mit dem Schöpfer verbindet und die Ewigkeit und die Vollkommenheit erreicht.

Und wir sind wie kleine Kinder, die am gewöhnlichen Ort befestigt sind, wir haben Angst, uns davon zu entfernen, das Lieblingsspielzeug abzugeben, sogar für die Erwachsenen ist es schwierig, sich von den gewöhnlichen Anblicken zu trennen und, die Welt anders anzuschauen.

Der Unterschied zwischen der beständigen und vorübergehenden Behausung besteht darin, dass ich mit Hilfe der neuen Umgebung versuche, von der vorigen Umgebung abgetrennt zu werden, die „der beständige Wohnsitz“ heißt.

Ich befinde mich in der vorigen Umgebung unter dem Druck der Massenmedien, der Meinung der Mitarbeiter und der Nachbarn, mit der Verpflichtung, wie alle zu sein, wie alle zu denken.

Ich hänge von der Menge der Faktoren ab, die meine „ständige Behausung“ bestimmen – ich bin allen verpflichtet, ich lebe genauso, wie es alle tun. Meine Lebensweise ist allen klar und von allen gebilligt.

Und plötzlich scheint mir diese beständige Behausung, ein Konzentrationslager zu sein, aus dem ich mich nicht befreien kann! Ich beginne, mich von der Seite zu betrachten, beginne zu verstehen, dass dieses beständige und so ein vorübergehendes Leben schon bald zu Ende gehen wird…

Unter der neuen Einwirkung der Bücher und der Meinung der Gruppe, gehe ich allmählich aus „dem Wettbewerb des Lebens“ hinaus und sehe „den beständigen Wohnsitz“ (den Zustand) an – im höheren Licht, in seiner absoluten Ruhe, sowohl in dieser Welt, als auch in der Zukunft.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Baal HaSulam, 22.09.2010

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Zum Gedenken an Baal HaSulam

Wir sind von der Welt der Unendlichkeit durch 125 Stufen der Verringerung des Lichtes, von Verhüllungen, getrennt und von der wahren Realität vollkommen abgeschnitten, als ob wir bewusstlos wären und nicht verstehen würden, wer und wo wir sind.Aus diesem Zustand müssen wir erwachen, das Bewusstsein erlangen und über die 125 Stufen an den Ort zurückkehren, von dem wir herabgestiegen sind, zu unserer Wurzel. Indem wir auf diesem Wege von unten nach oben Verhüllungen überwinden, erreichen wir die Ähnlichkeit mit dem Schöpfer, werden genauso wie Er.

In Wirklichkeit hat der Mensch in dieser Welt gar keine Möglichkeit, selbst aus der Bewusstlosigkeit zu erwachen und aus dem tiefsten Punkt, der unter den 125 Stufen der Verhüllung begraben ist, aufzusteigen. Wie geschrieben steht: „Der Gefangene kann sich selbst nicht aus den Gefängnis befreien“ – er braucht eine äußere Kraft dazu.   

Wir nehmen die höhere Welt nicht wahr und stellen uns selbst in einer falschen Wirklichkeit vor. Wir träumen in unserem bewusstlosen Zustand, als ob wir leben würden und um uns herum die Welt voller Menschen, die Erde und das Universum existieren würden. Solche Gestalten entstehen in unserem bewusstlosen Zustand und erscheinen uns als das wahre Leben.

Und wenn wir wie im Schlaf Stimmen hören, die uns sagen: „Du bist doch bewusstlos, abgeschnitten vom wahren Leben, von der spirituellen Welt!“, glauben wir ihnen nicht. Und nur Menschen, die uns von der Seite betrachten, verstehen, dass wir bewusstlos sind.

Deshalb müssen wir dankbar für die Erweckung des „Punktes im Herzen“ in uns sein. Durch diesen Punkt fange ich an, etwas, das zu mir aus einer anderen Welt durchdringt, zu erkennen – und zwar, dass es eine andere Realität gibt. Und die großen Kabbalisten versuchen uns wiederzubeleben, zum wahren Leben zu erwecken.

Von Adam, der als erster das Bewusstsein wiedererlangt hat, bis heute zieht sich eine lange Kette von Kabbalisten hin, die das wahre Leben erlangt haben. Doch heute müssen wir alle aus der Bewusstlosigkeit erwachen.

Und unser Arzt Baal HaSulam zusammen mit seinem Assistenten Rabash bieten alle ihre Kräfte auf, um uns wiederzubeleben. Sie sind diejenigen, die den Lichtstrahl erwecken, der aus der wahren Realität in unser ausgeschaltetes Bewusstsein durchdringt.

Aus dem Unterricht zu Ehren von Baal haSulam vom 16.09.2010

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Worum am Grabe eines Kabbalisten bitten


Fragen, die ich dazu erhalten habe, ob ein Mensch die Gräber der Rechtschaffenen besuchen sollte und worum man an diesen Stellen bitten sollte:

Frage: Ich würde gerne die Gräber der Rechtschaffenen auf dem Berg Miron besuchen. Die Reise, an der ich interessiert bin, findet nachts statt und der Reiseorganisator sagte, gemäß Kabbala könne man den Umlauf des Mondes dafür benutzen, zu berechnen, was die beste Zeit für eine Bitte um Heilung von Krankheit wäre. Ich hörte jedoch auch die Meinung eines anderen, der Kabbala studiert. Er sagte, man solle das nicht machen. Ich würde gerne herausfinden, ob man das machen kann und warum gerade nachts?

Antwort: Niemand besucht jemals Gräber bei Nacht. Die einzige Ausnahme ist die Nacht von Lag BaOmer, in der Menschen in ganz Israel und auch am Berg Miron, am Grab von Rashbi, dem Autor des Buches Sohar, Freudenfeuer entzünden. Dies ist ein antiker Brauch. Jedoch bei Vollmond um die Heilung von Krankheiten zu bitten hat nichts mit Kabbala, sondern nur mit Mystizismus und Schamanismus zu tun.

Rabash und ich gingen gewöhnlich für zwei Tage in der Woche nach Tiberias und manchmal besuchten wir das Grab von Rashbi auf dem Berg Miron. Rabash respektierte diesen Ort. Jedoch sah er diesen nicht als einen Ort an, um nach der Lösung von körperlichen, egoistischen Problemen der Menschen zu bitten, sondern vielmehr nur als einen Ort, um nach der Gleichheit mit dem Schöpfer zu bitten. Wenn ein Mensch dort ist, sollte er um die Fähigkeit bitten, seinen Nächsten zu lieben, anstatt sich mit dem eigenen tierischen Körper zu befassen, mit dessen Heilung oder anderem Nutzen. [Rest des Beitrags lesen →]

Stellt euch auf die Feinfühligkeit der Seele ein

Frage: Ich komme zum Kongress wie auch sehr viele andere Menschen. Ich möchte mich darauf konzentrieren, in das innere Netz der Verbindung zwischen ihnen einzudringen.

Gibt es irgendwelche Regeln, die ich ständig in den Gedanken und in der inneren Einstellung befolgen muss, um in dieses Netz eindringen zu können?

Antwort: Das Wichtigste ist, zu versuchen, den inneren Zustand wahrzunehmen, der zwischen allen herrscht. Versuchen! Das hängt von dem Einfühlungsvermögen der Seele ab.

In dem Buch „Glaube und Zuversicht“ (Verfasser – Chazon Ish, A. Karelitz) steht geschrieben: „Der Glaube ist die zarte Neigung einer feinfühligen Seele“. Das sind alles dermaßen schwer fassbare Begriffe, dass kein einziges Wort eine haltbare irdische Auslegung zulässt. In unserem Fall kann es jedoch geklärt werden.

Alles hängt davon ab, inwieweit ich versuche, nach Möglichkeit, ohne mich mit meinen eigenen Eigenschaften einzumischen, in die gemeinsame Wahrnehmung der Menschen, die sich verbinden, einzusteigen, mit dem Verlangen, ihre innere Einheit, den Zustand zwischen ihnen wahrzunehmen.

Der Schöpfer sagte: „In meinem Volk wohne Ich“. In unserer Vereinigung will ich die Shechina – denn, dort in der Verhüllung herrschenden Schöpfer – enthüllen, denn Er befindet sich in der guten Verbindung zwischen uns, in der Gruppe, die sich vereinen will.

Und obwohl meine Freunde das noch nicht deutlich spüren können und noch nicht ganz begreifen, wofür und warum sie es tun, sondern sie befolgen einfach die Ratschläge der Kabbalisten, so kann jeder durch seine Anstrengung, aus der Feinfühligkeit seiner Seele heraus, in dem Maße, in dem er diese Feinfühligkeit in seinen Anstrengungen zur Vereinigung erfasst hat, einsteigen und anfangen, den Schöpfer wahrzunehmen, der „in seinem Volk“ herrscht.

Dort, im Inneren, verbirgt sich der Zustand (der spirituelle Ort), der den Namen „Shechina“ trägt, unseren Bestrebungen einander entgegen – der Ort, den der Schöpfer ausfüllt – „haKadosh Baruch Hu“ (die Heiligkeit ist die Eigenschaft von Bina, des vollkommenen Gebens).

Shechina bedeutet alle Verlangen, die einander entgegen streben, die sich im Netz der Verbindung zwischen ihnen befinden. Und der Schöpfer ist das höhere Licht, welches sie erfüllt. Dieses Netz will geben und in seinem Geben, im Licht von Chassadim, enthüllt es das Licht von Chochma – das höhere Licht, den Schöpfer.

Wenn der Mensch danach strebt, diesen Zustand wahrzunehmen, ihn zu ergründen, in ihm zu leben, kann er ihn enthüllen, unabhängig von niemandem auf der Welt. Das ist die Arbeit, die wir versuchen müssen, auszuführen. Besonders während der Kongresse, denn das ist die Zeit, um uns mit dem inneren Zustand der hohen Einheit zwischen uns zu verbinden.

Kabbala Akademie

 

Eine Atacke im Stillen

Frage: Nach den Empfindungen der letzten Tage, treten wir in den nächsten Zustand nach dem Kongress ein und sind bereits im Stande eine neue Attacke durchzuführen. In naher Zukunft planen wir, uns innerlich zu konzentrieren, und uns im Stillen zusammen zu vereinigen; wir wünschen uns in das Bild der spirituellen Realität einzutreten. Ihre Empfehlung: Was soll zum Fokus unserer Bemühungen werden?

Meine Antwort: Es gibt den aktuellen und den gewünschten Zustand – und den Übergang zwischen ihnen, den wir durchgehen sollen.

Die Mittel für den Übergang aus dem einen Zustand in einen anderen Zustand können solche sein wie ein Kongress: das Zusammenbringen unserer Bemühungen, Hoffnungen, Kräfte, Freude, Handlungen, Aktivitäten, alles zusammen, d.h. wenn wir alle unsere Bemühungen auf diese wenige Tage konzentrieren und non-stop versuchen sie zu realisieren.

Und es gibt noch andere Mittel, mit deren Hilfe wir von einem Zustand in den nächsten übergehen können. Die Kabbalisten haben sie überwiegend für eine mehr innerliche Konzentration benutzt, die sie erreicht haben, indem sie die äußerlichen Handlungen lediglich dazu vollbracht haben, um alles in innerlichen Handlungen zu konzentrieren.

Und das heißt, sie haben sich versammelt, alle äußerlichen Bedingungen haben sie bereits vorbereitet, damit sie nicht stören, und sie eher, umgekehrt in der Konzentration unterstützen: z.Bsp.in einer Höhle, an einem abgesonderten, ruhigen Ort, abseits von möglichen Ablenkungen, in einem speziellen Zustand, am Tag oder in der Nacht, welcher ebenfalls auf den Menschen Auswirkungen hat. Kurz gesprochen: sie haben alles arrangiert, damit Freunde es schaffen sich innerlich zu verbinden, mithilfe von inneren, meist spiritullen Bemühungen.

Selbstverständlich, sollen wir ebenfalls solche Handlungen vornehmen. Aber dafür benötigen wir eine Vorbereitung und das Bewusstsein der Wichtigkeit dieses Vorhabens, dass nicht etwas Langweiliges oder Nutzloses, was keine Erfüllung gibt, entsteht.

Jeder soll es verstehen, dass der Fortschritt nur durch Bemühungen zustande kommt, dass „Münze zu Münze sich zu einem großen Kapital sammelt“, und, dass in der Summe dieser Bemühungen,, in Bestrebungen sie an einem Ort, in einem Kli/Gefäß zusammenzubringen, wir jene gemeinsame Kraft erreichen, die Schrei genannt wird, eine Forderung – und dann öffnen sich uns die Tore.

Wir hatten in Israel und der Welt eine große Vorbereitung während des Kongresses durchgeführt, und jetzt sollen wir eine etwas entgegengesetzte Handlungen vollbringen – in einer mehr inneren Konzentration. In Bescheidenheit strengen wir uns an es zu tun. Wie weit es uns helfen wird hängt von uns ab.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar 22.12.2011

Der heilige Ort, an dem die Seele enthüllt wird

Kongress in Arava. Gespräch während der Mahlzeit.

Die vierundzwanzig Stunden, die wir zusammen verbringen werden, sind, wenn sich der Mensch auf die Kraft des Gedankens, der Absicht konzentriert, sehr lange Stunden. Man kann in dieser Zeit vieles erreichen. Lasst uns bemühen, es zu machen!

Lasst uns auch über die Zukunft nachdenken, um solche Ausflüge regelmäßig organisieren zu können. Natürlich sollen sie nicht zur alltäglichen Gewohnheit werden und wir müssen jedesmal daran arbeiten. Aber in Wirklichkeit wird an diesem Ort die Seele offenbart. Ich danke euch dafür, dass ihr für uns diesen schönen und heiligen Ort vorbereitet habt!

Aus dem Gespräch während der Mahlzeit vor dem Kongress in der Wüste Arava, 18.11.2011

Wir schmieden den Kern der weltweiten Einheit

Frage: Wie können wir uns auf den Kongress in der Arava vorbereiten, um dort mit der richtigen Forderung anzukommen?

Meine Antwort: Wir wissen, dass die Korrektur der Welt schrittweise verläuft. Die Männer – diejenigen, die das wahre Verlangen nach Vereinigung verspüren und begreifen, dass die Bürgschaft nur in der Einheit zwischen uns möglich ist – müssen als erste die Korrektur vollziehen. Die Frauen schließen sich in einer weniger aktiven Form an.

Aus diesem Grund fahren wir an einen Ort, an dem wir nicht von fremden Gedanken und Verlangen gestört werden. Dort versuchen wir eine Attacke, die auf die Vereinigung gerichtet ist, zu starten. Ich möchte empfehlen, dass in allen unseren Zentren sich nur die Männer versammeln. Denn wenn die Männer auf der ganzen Welt jetzt versuchen, sich zu verbinden, wird das eine Vorbereitung auf den Kongress im Dezember.

Und später werden wir noch einen Vorbereitungsschritt machen – und werden bis Dezember mehr Kräfte sammeln, um jene Männer, die sich heute noch nicht mit uns an der spirituellen Arbeit beteiligen können, sowie Frauen aufnehmen zu können.

Im Moment bereiten wir den Kern vor, und im Dezember werden wir die äußeren Kreise vereinen. Denn das Ziel des Kongresses im Dezember ist es, den Teil der Menschheit, der mit uns zusammen daran teilnimmt, zur inneren Kraft werden zu lassen, die alle anderen zur Einheit und Bürgschaft erweckt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Bürgschaft“, 15.11.2011

Zusammenfassung der Prinzipien und Ratschläge aus der Morgenlektion 25/10/1

Allgemein

*Seit der Zeit des ARIs und länger existiert die Korrektur der Welt, und wir müssen jetzt verstehen, dass alle Ereignisse und Vorfälle, die in der Welt geschehen, sich nun aufgrund der mangelnden Korrektur unserseits offenbaren, aus der fehlenden richtigen Wahl, aus mangelnder Einsetzung der für uns getroffenen Vorbereitungen. Und all diese Vorbereitungen werden als die „Vorväter“ bezeichnet.

*Die Verbindung zwischen Menschen, als solche unbekannt in der Tierwelt, ermöglicht uns, die Last in unserem Leben mit anderen zu teilen – das Zuhause, im Gesundheitswesen, in der Erziehung – mit Millionen von Menschen auf der ganzen Welt, um uns in kürzester Zeit, all das zu Verfügung zu stellen, was wir benötigen, und in der restlichen Zeit, die uns verbleibt, können wir uns mit dem, was im Inneren geschieht, beschäftigen, mit der spirituellen Nahrung.

*Die Hauptarbeit liegt an uns; dass wir uns in Bürgschaft und Verbindung miteinander organisieren müssen, und gerade dann wirken wir mit unserem Inneren auf das Verbindungsnetz, in dem wir uns alle befinden. Wenn zwischen uns die Macht der Bürgschaft herrscht, so ist das eine qualitative, hohe, sich in alle Systeme einkleidende Kraft, mit der alle Menschen anfangen werden, wahrzunehmen, dass die Welt wahrhaftig miteinander verbunden ist, und dass sie ins Gleichgewicht gelangen muss.

Frieden auf der Welt

*In unserer jetzigen Situation sind wir bereit, uns mit einem Minimum an Leid zufrieden zu geben. So ist unser Leben aufgebaut. Aber sobald sich das integrale System offenbart, offenbart sich zusätzlich zum individuellen Leid, auch das Leid der Allgemeinheit, welches die Menschen schrittweise aus dem Gleichgewicht wirft – sowohl innerlich als auch äußerlich.

*Wir führen, in unserem Leben unzählige Handlungen durch, um Anerkennung von der Gesellschaft zu erhalten; ich messe mich ständig anhand der Umgebung, der ich wie ein Sklave verpflichtet bin. Jeden Moment denke ich darüber nach, wie und wem ich gebe; wir befinden uns bereits im System des gegenseitigen Einflusses aufeinander, wenn wir nur wüßten, wie wir das zum Wohle des Allgemeinen Systems nützen könnten, anstatt nur unser Verlangen zu füllen, aufgrund der für uns profitablen Motiven, um das egoistische Verlangen der Gesellschaft zu füllen – so würden wir die Gesellschaft zum Ausgleich und zu einem sicheren und ruhigen Leben miteinander bringen.

*Wir befinden uns und agieren in der schlimmsten Etappe der Menschheitsgeschichte, alle sind wie hypnotisiert, so als hätte man in uns Eigenschaften implantiert, die sich ständig erneuern. In jedem Augenblick erscheint dir, dass du für Dich, deine Familie und deine Kinder arbeitest – aber dem ist nicht so, es scheint dir nur so. Das gesamte zwischen uns herrschende System existiert nur, um die egoistischen Bedürfnisse der anderen zu erfüllen.

*Wenn der Mensch ausrechnen würde, wieviel er der ganzen Welt ohne Gegenleistung gibt, und das dem gegenüberstellt, was er von der Welt, in seinem ganzen Leben erhält, so würde er vorziehen, niemals geboren worden zu sein. Deshalb liegt die gesamte Veränderung des Bewusstseins des Menschen in der genauen Berechnung, welche klar und transparent sein soll, was man vom Empfangen und Geben hat – materiell und noch mehr spirituell berechnet.

Die Wahrheit ist vor dem menschlichen Auge verborgen, und deshalb müssen wir ein Bildungs- und Aufklärungsprogramm aktivieren, und erst dann wird die Welt in ihrer verzweifelten Lage einsehen, dass sie vor einem neuen Wendepunkt steht.

*Resultierend aus den unterschiedlichen egoistischen Systemen, in denen wir bis heute lebten und den Systemen, die sich von heute an schrittweise offenbaren und in denen wir miteinander verbunden sind, offenbaren sich alle Probleme, die im egoistischen System existieren, und führen die ganze Welt zu Protesten und Bürgerkriegen. Die Menschen beginnen zu enthüllen, wie sehr die allgemeinen jetzigen Systeme ihnen die Menschlichkeit rauben, und das kann zu gewaltsamen Ausschreitungen, Bürgerkriegen, bis hin zu einem Weltkrieg führen. Das ist der Weg des Leidens in der menschlichen Entwicklung, die man nur anhand der Bildung des Menschen unter den herrschen Gesetzmäßigkeiten, in der neuen Welt, abwenden kann, und damit auf gute Weise zur kommenden Entwicklungsstufe gelangt.

*In der Verbindung zwischen Menschen, in Beziehung des einen zum anderen befinden sich freie Sphären, welche als die „spirituelle Existenz“ definiert werden. Sobald jeder einzelne aus sich herausgeht – nicht frontal anderen gegenüber sondern mit Rücksicht auf den anderen, dann wird er dort seine spirituellen Existenz enthüllen.

Vorbereitung auf den Unterricht

*Alle kabbalistischen Bücher sind der „Verdienst der Vorväter“, welche wir verwenden können, und ohne sie wären wir unglückliche Wesen auf der Erde – leidend und unfähig, dem zu entfliehen. Jeden Rettungsanker, den uns die Vorväter zuwerfen, ist ein Rettungsring, um unser Leben vor dem irdischen Dasein zu retten. Deshalb müssen wir uns während des Sohar Studiums an diesem Rettungsanker festhalten und uns bemühen, dass er auf uns Einfluss hat, und wir es dann schaffen werden, uns zu verbinden, und unser spirituelles ewiges Leben enthüllen.

*Das Erheben des Gebets gelangt nicht nach oben, da sich alle Parzufim im Zustand von „Katnut“, der Vorbereitung befinden; und je nach unserer Bitte fangen sie an, aktiv zu werden. Von dem Ort des Erhebens des MaNs bis zum Ort Ejn Sof, befindet sich alles in minimalster Existenz, und erwacht anhand des MaNs, welches die Geschöpfe erheben.

*Anhand der Bitte von unten, treten alle Parzufim in Aktion, und das führt zur Korrektur der Schöpfung. Von hier können wir beobachten, dass alle Wünsche, die in jedem Menschen erwachen, Einfluss auf das ganze System haben.

*Unser MaN, auch wenn es nicht wahrhaftig ist, wird oben immer als wahrhaftiges MaN empfangen.