Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Ordnung'

Wenn die Seele schmerzt, dann gibt es sie!

Der Schöpfer wollte eine Schöpfung erschaffen, die Seine Stufe, Seinen Status erreicht, alles vom Schöpfer Erschaffene begreift und alles, was der Schöpfer wahrnimmt, auch wahrnimmt – d.h., genauso wie Er wird!

Doch um dem Schöpfer ähnlich zu werden und gleichzeitig Schöpfung zu bleiben, ohne sich im Schöpfer aufzulösen, muss man in sich zwei entgegengesetzte Kräfte – das Geben und das Empfangen – vereinen.
Und wie kann man überhaupt etwas erkennen, wenn nicht durch den Vergleich von Gegensätzlichkeiten? Wenn ich so erschaffen bin, dass ich mich in der vollkommenen Harmonie, Verschmelzung und Einheit mit meiner Umgebung befinde, bemerke und spüre ich sie nicht!
Die Empfindung kommt nur infolge von Gegenwirkung, wenn mich etwas stört, oder nicht in Ordnung ist. Ich spüre genau diesen Widerspruch.
Ich denke nicht daran, dass ich einen Kopf habe, solange ich keine Kopfschmerzen habe. Wenn ich plötzlich Ohrenschmerzen bekomme, dann fange ich an, zu spüren, dass ich Ohren habe. Und so ist es mit allem, was mich umgibt. Wenn um uns herum alles in Ordnung ist, denken wir nicht daran – wir spüren nicht, dass es um uns herum irgendetwas gibt.
Deshalb, wenn die Schöpfung die Realität (sowohl spirituelle als auch materielle) ergründen muss, dann muss sie sich mit ihr im Widerspruch befinden! In allen ihren Empfindungen, Eigenschaften, Gedanken, Verlangen und Zielen muss sie gegen den Schöpfer sein. Und wir sind in der Tat so erschaffen – der Schöpfer hat uns so erschaffen.
Er ist das höhere Licht, und wir sind der schwarze Punkt des Verlangens, der in allem dem Licht entgegengesetzt ist. Es ist aber unmöglich, sich nur aus der Finsternis, die dem Licht entgegengesetzt ist, zu entwickeln, das wären sehr große Leiden, die uns nicht erlauben würden, uns von der Stelle zu bewegen.
Aus diesem Grund erschafft der Schöpfer eine besondere Realität – Malchut der Welt der Unendlichkeit und ein ganzes System der Verhüllung (der Welten), damit wir uns nach und nach von dieser Unendlichkeit, wo wir uns in der Verschmelzung mit dem Licht, in ihm drinnen, befinden, entfernen und bis zu unserem heutigen Zustand herabsteigen.
Dieser ganze Weg wurde für uns zurückgelegt, wir mussten ihn nicht durchleiden und durchspüren – so wurde im voraus, vor uns, das lenkende System, die Welten von ABYA, erschaffen. Und wir erscheinen an Ende dieses Systems und empfinden uns als in diese Welt kommend, in ihr lebend. Und wir spüren nicht, dass uns etwas entgegengesetzt ist und wir etwas enthüllen müssen…
Doch nach und nach, mit Hilfe von kleinen Reizen, im Laufe von Jahrtausenden der Entwicklung, erweckt der Schöpfer in uns das Verlangen nach Ihm, und , nachdem wir unsere materielle Entwicklung abgeschlossen haben, gelangen wir zum Beginn der spirituellen Entwicklung, zu der Frage nach dem Sinn unseres Lebens. Ab diesem Punkt beginnen wir den Aufstieg zur spirituellen Welt.

Enthüllung des Zerbrechens

Eine Frage, die ich erhielt: Wer sind die Menschen mit zerbrochenem Herzen?

Meine Antwort: Das Herz sind alle Verlangen eines Menschen. Wenn er feststellt, dass alle diese Verlangen dem Eigengenuss dienen, erkennt er, dass sie zerbrochen sind.

Was bedeutet Zerbrechen? Sie waren einmal, am Anfang, durch die Kraft des Gebens, die Kraft der Verbindung zwischen ihnen vereint – auf eine natürliche Art und Weise, durch das Licht, durch die Erweckung von oben, denn so hat es der Schöpfer erschaffen.

Später hat sich der Schöpfer verhüllt, das Licht ist verschwunden, und deshalb ging auch die Verbindung zwischen uns verloren. Die Enthüllung der fehlenden Verbindung zwischen uns nennt man Zerbrechen. Das alles bezieht sich auf die Geschöpfe.

Die fehlende Enthüllung des Schöpfers, der Eigenschaft des Gebens, hat die Trennung hervorgerufen. Diese Trennung kann so wahrgenommen werden, wie wir sie im Moment empfinden: „Es ist nichts Schlimmes, es ist alles in Ordnung. Ich will bloß nicht gestört werden, und ich selbst schade niemandem“. Das nennt sich Verhüllung des Zerbrechens.

Es gibt aber auch einen Zustand, wenn wir spüren, dass wir zerbrochen sind und es zwischen uns keine Verbindung, keine Vereinigung existiert. Hier kann es ebenfalls ein unterschiedliches Maß an Erkenntnis des Bösen geben: entweder ich erreiche ohne Verbindung zwischen uns kein gutes materielles Leben oder ich rufe durch die fehlende Verbindung zwischen uns Naturkatastrophen hervor, oder aber ich erkenne durch diese fehlende Verbindung den Schöpfer, die Spiritualität, nicht.

Das heißt, es gibt eine Enthüllung über dem Exil, über der fehlenden Verbindung zwischen uns, und es gibt eine Enthüllung von unten – das ist das, was die Menschheit im Moment allmählich erkennt.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 15.08.2010

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Verbindung zwischen Gruppe und Unternehmen

Alle glauben, dass die Arbeit, die wir tagsüber verrichten, zum „Unternehmen“ und unser gemeinsames Studieren oder die Abendunterrichte zur Gruppenarbeit gehören. Doch es ist falsch.
Zum „Unternehmen“ gehört alles, was sich auf die Herausgabe von Materialien, Medien, die Vorbereitung auf verschiedene Events bezieht, körperliche, materielle Arbeit.
Wenn wir jetzt das Schabbat-Essen vorbereiten, dann gehört das zum Unternehmen! Weil es dort einen Küchenchef, Verantwortliche und ausführende Arbeitskräfte gibt. Und es spielt keine Rolle, ob das freiwillige oder bezahlte Kräfte sind.
Die Gruppe aber ist eine Einheit von Ideen, wo jeder bereit ist, indem er seinen Egoismus annulliert, sich mit den anderen zu verbinden, um den spirituellen Zustand zu erreichen.
Wir verbinden uns, um eine Zeitung, eine Internetseite, eine TV-Sendung u.a. zu produzieren. Alle diese Handlungen sind ihrer Natur nach Gruppenhandlungen, doch um ein Resultat zu erzielen, müssen alle bereit sein, sich zu einer Pyramide zu verbinden: Vorgesetzter/Mitarbeiter, wie in jedem Unternehmen, das ein Produkt herstellt.
Und es spielt keine Rolle, ob man bezahlt wird oder nicht, welche Arbeitszeiten man hat, ob man eine Mahlzeit im Zentrum vorbereitet oder eine TV-Sendung dreht.
Wenn du, mein Vorgesetzter, mir Anweisungen erteilst, muss ich, dir untergeordnet, sie ausführen. Obwohl wir ursprünglich freiwillig als gleichberechtigte Partner eine Entscheidung getroffen haben, uns zu verbinden.
Das heißt, bei allen unseren Unternehmungen gehen wir freiwillig Verpflichtungen ein, jeder nach eigenen Kräften, gleichzeitig verpflichten wir uns aber, Ordnung, Disziplin und Hierarchie einzuhalten.
Innerlich sind wir also alle gleich, eine Gruppe (Kreisform), doch äußerlich befinden wir uns im Verhältnis Vorgesetzter/Mitarbeiter (Pyramidenform).
Eine Vereinigung innerhalb des Unternehmens bedeutet, dass wir uns vereinen, um eine Verbindung von Freunden im Rahmen des Unternehmens umzusetzen.
Wir bewahren die Hierarchie, weil wir unsere Verbindung bewahren wollen. Mein Verlangen, der Gruppe anzugehören, verpflichtet mich, mich der Hierarchie unterzuordnen, und ich beuge mich und höre auf denjenigen, der als Vorgesetzter bestimmt wurde.
Nehmen wir an, ich wurde heute zum Arbeiten in die Küche geschickt, und ich mache das, was mir der Vorgesetzte sagt. Ich kann vielleicht klüger und fähiger als er sein, aber die Freunde haben entschieden, dass wir nach einem Dienstplan arbeiten, ich komme zu meinem Dienst, und dort sind wir keine Freunde.
Ich muss mich zu der Arbeit begeistern lassen, indem ich den Kraftstoff von der Gruppe erhalte, doch arbeiten muss ich so, wie sich das in einem Unternehmen gehört.
Ungeachtet dessen, dass jemand nach seiner Hauptarbeit für einige Stunden mit dem Verlangen, sich zu beteiligen, gekommen ist, wird er in dieser Zeit zu einem Unternehmensmitarbeiter, als ob er dafür bezahlt würde, denn er ist gekommen, um zu empfangen, ob für das spirituelle oder das materielle Vorankommen, spielt keine Rolle. Er bekommt die Erfüllung, egal, in welcher Form!
Doch aus irgendeinem Grund trennen die Menschen das eine von dem anderen und wundern sich, warum etwas von ihnen verlangt wird – wir sind doch Freunde in der Gruppe! Nein! Wir sind Arbeiter der spirituellen Front! Wir arbeiten bei dem Schöpfer.

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Die richtige Ordnung für das Studium

Wenn der Mensch mit der Frage kommt: „Wofür und warum lebe ich?“, dann muss man ihm erklären:

  • was das für ein Wunsch ist, der in ihm entstand, und welche Füllung er erfordert
  • was unsere Natur – das Ego – ist, nämlich die Quelle allen Übels, das korrigiert werden muss – denn darin besteht unsere einzige freie Handlung (die Freiheit des Willens).

Dafür muss man die Artikel von Baal HaSulam studieren: „Die Freiheit des Willens“ und „Das Wesen der Wissenschaft der Kabbala“, die über die Offenbarung des Schöpfers an die Geschöpfe erzählen, und die als Mittel zur Erreichung des Schöpfungsziels dienen.

Die übrigen Artikel von Baal HaSulam helfen dem Anfänger, das ganze Bild des existierenden Universum zu verstehen: die Welten, der Anfang, der Prozess, das Ziel jedes Elementes der Schöpfung, das Übel und die Leiden als treibende Kraft usw.

Wenn das Gesamtbild schon vorhanden ist, dann muss man im nächsten Schritt klären, wie der Aufstieg und die Korrektur erfolgen. Die Seele ist das Hauptwerk, deren Zerbrechen durch den Schöpfer und deren Korrektur durch uns zustande kommt – hierfür sind schon die Artikel von Rabash notwendig.
Ihr Ziel ist, die Position des Menschen innerhalb der Gesellschaft zu finden, das Zerbrechen zu erkennen, um zu verstehen, was zu korrigieren ist. Wie man also das Zerbrechen der Seelen korrigieren kann.

Deshalb lernen wir zusammen aus den kabbalistischen Büchern von Baal HaSulam – weil sie über die Kraft verfügen, unserer Generation das Licht, das zur Quelle zurückführt, zu geben.

Man kann dieses Material in beliebiger Reinfolge studieren, denn auch der Mensch befindet sich in verschiedenen Zuständen.

Ein neuer Student gerät in die Mitte des gemeinsamen Lernprozesses, aber das spielt keine Rolle. Hauptsache man arbeitet mit allen zusammen, denn wir sind alle in einander eingeschlossen – unsere Seelen und Wünsche sind in einander verschlungen.

Deshalb ist es unwichtig, mit welchem Artikel man das Studium beginnt. Aber es wäre wünschenswert, wenn es eine mehr oder weniger klare Ordnung des Studiums gäbe, die sich direkt aufs Ziel richten würde.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 09.08.2010

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Unglücksfälle sind verkleidete Hilfen

Der Sohar: Zahlreich waren die Leiden, die Jakob dulden musste, um nicht an der bösen Neigung haften zu bleiben. Und wie viele Leiden müssen die Rechtschaffenen in dieser Welt erdulden, Krankheiten über Krankheiten und Leiden über Leiden, um sich für die nächste Welt zu läutern?

Die Enthüllung der bösen Neigung ist nötig, denn wie sonst könnte der Mensch vorankommen? Der Zustand des „Gerechten“ ist ein Zustand der Reglosigkeit. Es ist der Zustand, in dem man fühlt, dass man nichts braucht, dass alles perfekt in Ordnung ist und was auch immer passiert, nur zum Besten ist. Der Mensch kann jedoch, wenn er so fühlt, nicht vorankommen.

Gerade die Unglücksfälle, die zu uns kommen, werden zum „Motor der Entwicklung“. Wir müssen sie als Formen der Hilfe sehen, die exakt zum gewünschten Effekt führen.

Es hängt jedoch alles von der eigenen Vorbereitung ab. Wenn sich eine Person richtig darauf vorbereitet, um das „Böse“ (verschiedene negative Verlangen, Schwächen und Verwirrtheit) zu enthüllen, dann ist sie fähig, sie als Güte zu akzeptieren. Indem der Mensch Erfahrung sammelt, sieht er, dass, indem er einen Weg aus diesen Abstiegen sucht, er immer schlauer und stärker wird, und sich so über den gegenwärtigen Zustand erheben kann. Das ist es, weshalb der Mensch aus dem Zustand der Rechtschaffenheit herausgezogen wird und durch fremde Gedanken und Wünsche verwirrt wird; es geschieht, weil ihm dies das Material für den Fortschritt gibt.

Wir müssen unsere Einstellung gegenüber dem ändern, was passiert. Es ist sehr wichtig, alle Störungen als Hilfe auf dem Weg zum Ziel zu empfinden. Schließlich zwingen sie uns dazu, nach den Kräften zu bitten, die uns Unterstützung bringen und uns in Zeiten der Not helfen werden. Die Gruppe, die Verbreitung, das Studium und ein geeigneter Tagesplan sind die Mittel, die uns zwingen werden, stärker zu werden und Kräfte zu sammeln, anstatt im stillen Wasser unserer eigenen Rechtschaffenheit zu stagnieren.

Welchen Bezug haben Hypnose und ausgestorbene Tierarten zur spirituellen Korrektur?

Drei Fragen, die ich über unreine Kräfte, Hypnose und ausgestorbene Tierarten erhielt:

Frage: Was genau ist die männliche unreine Kraft und wie kann man erkennen, wenn man von ihr beherrscht wird?

Meine Antwort: Sorgen Sie sich nicht um Dinge wie unreine Kräfte. Sie sollten immer nur nach Geben, Verbindung und dem Schöpfer streben.

Frage: Sie wurden vor kurzem von jemandem gefragt, „Ist es für einen Kabbalisten in Ordnung, Hypnose zu verwenden? Ist dies ein Werkzeug, welches uns der Schöpfer zu benutzen erlaubt?“ Ihre Antwort war damals: „Nein, es ist nicht erlaubt.“

Ich hätte dies gerne näher erläutert. Ich weiß, dass Hypnose ein sehr manipulatives Werkzeug sein kann, wenn es in die falschen Hände gerät. Aber ich sehe auch, dass es eine sehr nützliche Form der Therapie sein kann. Hätte zum Beispiel eines meiner Familienmitglieder extreme Angstzustände, so wäre Hypnose ein hervorragendes Werkzeug, um dadurch zur Wurzel des Übels zu gelangen und diese ans Licht zu bringen, anstatt einfach zu angstregulierenden Medikamenten zu greifen.

Warum ist das nicht erlaubt? Schließlich sagen Sie, dass wir unsere körperlichen Probleme behandeln müssen, während wir in beiden Welten gleichzeitig existieren.

Meine Antwort: Ja, Sie können dies zur Behandlung benutzen, aber nicht als eine Ablenkung von der Korrektur.

Frage: Gibt es einen Grund in der spirituellen Welt, weshalb Tierarten aussterben?

Meine Antwort: Es ist die Folge davon, dass viele Eigenschaften in uns aussterben. Wenn wir uns jedoch künftig selbst korrigieren, werden wir wahrscheinlich sehen, dass einige dieser Arten wieder erscheinen und ihre Population steigen wird.

Die Weisheit Abrahams verbreiten

Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin ein Student des Kabbala Lernzentrums. Ich bin Moslem und komme aus dem Sudan, lebe aber nun in den USA. Ich habe zwei Fragen:

Über Maaser: Meine Leute im Sudan sind in großer Not und brauchen die 10% meines Einkommens und manchmal auch mehr. Kann dieses Geld, welches ich in den Sudan schicke, als Maaser betrachtet werden?

Meine Antwort: Ja.

Fortsetzung der Frage: Ich verbreite Kabbala in einem arabischen Forum, welches täglich von Tausenden von Leuten besucht wird. Die meisten dieser Mitglieder und Besucher sind arabische Muslime und ich fühle, dass ich zuerst über diese Methode schreiben und erst danach über deren jüdische Herkunft berichten muss.

Meine Antwort: Ja, es ist in Ordnung. Noch besser wäre es jedoch, wenn Sie mehr über die Korrektur der Seele diskutieren würden, als über die Geschichte, weil das ist es, was Abraham uns überliefert hat.

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Ein Kabbala Buch ist ein Abdruck der Seele


Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist es so wichtig, Kabbala Bücher zu lesen?

Meine Antwort: Informationen kommen in vielen Formen vor. In unserer Zeit bewegen sich die Menschen allmählich vom Lesen hin zum Hören von Audiodateien, und vom Hören zum Anschauen von Videos. Dies sind jedoch nicht die gleichen Dinge.

Etwas zu sehen und zu hören geschieht auf der tierischen Ebene, jedoch Lesen geschieht auf der menschlichen Ebene. Das ist vollkommen verschieden. Indem man ein Buch liest, verbindet man sich mit einem spirituellen Kanal.

Es ist großartig, wenn Sie die Unterrichte anschauen oder hören, jedoch nichts kann ein Buch ersetzen, denn es lässt Sie den intimeren Kontakt finden, selbst wenn Sie dies nicht klar spüren. In unserer Zeit sind die Leute nicht mehr so sehr daran gewöhnt, Bücher zu lesen, jedoch ändert dies nichts an der Tatsache, dass Lesen auf der menschlichen Ebene geschieht.

Wenn Sie zum Beispiel das Buch Sohar lesen, entdecken Sie die Wichtigkeit der Buchstaben, ihre Formen und ihre Ordnung. Und es spielt keine Rolle, in welcher Sprache das Buch geschrieben ist. Kabbalisten haben uns einen Code in einer Sprache übermittelt – Hebräisch (oder Aramäisch) anstatt in anderen Sprachen.

Die Gestalt der Buchstaben gibt das Modell der Seele wieder, als ihren Abdruck. Die Seele hat verschiedene Gestalten und auf diese Weise ist sie jedes Mal in einer anderen Form „eingeprägt“.

Wenn wir den Text lesen, gehen wir von einem Buchstaben zum nächsten und demzufolge verändert sich unsere Seele, indem sie eine Form nach der anderen annimmt. Deshalb ist ein Buch mit der Seele eines Menschen verbunden.

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Die Ordnung des spirituellen Aufstiegs


Eine Frage, die ich erhielt: Gibt es nur ein Gebet oder unterschiedliche Gebetsarten?

Meine Antwort: Ein Gebet ist ein Verlangen, das man erhebt, um korrigiert zu werden. Man hebt es auf die Höhere Stufe oder Partzuf, den Schöpfer, indem man bittend die Korrektur fordert.

Die Anzahl der Bitten nach Korrektur, die ein Mensch erhebt, bestimmt die Zahl der verschiedenen Gebete. Es gibt eine spezifische Anzahl an Gebeten – abhängig von den Zuständen, die ein Mensch auf jeder Stufe durchmacht.

Deswegen konnten Kabbalisten ein Gebetsbuch namens „Siddur“, d.h. „Ordnung“ zusammenstellen (sowie man beispielsweise in Statuten die Dinge anordnet). Dort beschrieben sie exakt die Ordnung des Aufstiegs von dieser Welt in die Welt der Unendlichkeit mit allen Zwischenstufen.

Das Buch ist eine Bedienungsanleitung. Indem man die Gebete nacheinander liest, erhält man die Reihenfolge, in der man sich an das Höhere Niveau wendet, um korrigiert zu werden. Jegliche Transformation geschieht nur unter dem Einfluss der Höheren Stufe.

Jeder Tag hat seine eigene Ordnung (pro Stufe oder Sefira) und wenn man einen spirituellen „Tag“ durchlaufen möchte, dann zeigt dieses Buch in welcher Reihenfolge man seine Verlangen nach Korrektur erheben muss.

Wenn man sich über sechs „Tage“ (Stufen) korrigiert, dann geht man zu anderen Gebeten (Korrekturen) über, den Schabbatgebeten und dann zu weiteren besonderen Zuständen (Tage, Moadim) und Feiertagen.

Es gibt viele Zustände und jeder hat sein entsprechendes Gebet, d.h. Aufstieg eines Verlangens zur Korrektur. Denn dort findet eine Veränderung des Zustands der Anheftung an den Schöpfer statt. In der spirituellen Arbeit hören Gebete niemals auf.

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Warum müssen wir in einer Gesellschaft leben?

Was wissen wir über uns selbst? Wir wissen, dass wir uns in einer Wirklichkeit befinden, die wir „diese Welt“ nennen. Wir werden in sie hineingeboren, Generation für Generation. Und diese Welt schreitet ständig voran, da der Mensch sich entwickelt; das heißt, dass er klüger und egoistischer wird, und die Verlangen immer mehr werden.

Dies ist unsere Entwicklung, für jede Person im Laufe ihres Lebens und eine Generation nach der anderen. Im Gegensatz zu allen anderen Teilen der Natur (den unbelebten, pflanzlichen und tierischen Ebenen) entwickeln wir Menschen uns ständig weiter. Das heißt, unser Verlangen entwickelt sich und zwingt uns zur Verbesserung unserer Umgebung und unseres Lebens, einschließlich Bildung, Kultur, Wissenschaft, Technik und alles andere.

Aber eine Person allein kann sich nie das Leben sichern, das sie will, und auf Grund dessen leben wir in einer Gesellschaft, in der wir uns zusammenschließen und jeder vom anderen profitiert. Wir können sehen, dass im Laufe der Geschichte die Ordnung und Struktur der Gesellschaft sich häufig verändert haben.

Somit dreht sich unser ganzes Leben um die Entscheidung, „wie viel wollen wir geben, um so viel zu bekommen, wie wir wollen?“ Oder in anderen Worten: Wie können wir eine Beziehung zwischen dem Empfänger und dem Geber herstellen (wobei jeder von uns beides ist), damit alle zufrieden sein werden?

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