Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Das Innere dem Äußeren vorziehen

Der bevorstehende Kongress am Toten Meer ist dazu bestimmt, die Korrekturmethode, sprich die Notwendigkeit, das Innere dem Äußeren vorzuziehen, an die Welt weiterzugeben.

Baal HaSulam schreibt, dass das der Hebel und unser Prinzip bei der Verbreitung der Wissenschaft der Kabbala ist.

Und wenn wir die Wichtigkeit des Inneren vor dem Äußeren in erster Linie zwischen uns verbreiten, wird sich das von uns auf die ganze Welt ergießen, und die ganze Welt wird zuhören und das Innerem dem Äußeren vorziehen. Auf diese Weise werden wir jene Dinge, die uns dem Schöpfer näherbringen, noch mehr erheben, sie vereinen und zur Korrektur der Welt gelangen können.

Ich glaube, dass wir dem nah sind und gut vorankommen. Lasst uns also den höchsten Punkt, den Bnei Baruch darstellt, mit dem tiefsten Punkt der Erde, dem Toten Meer, verbinden!

Auszug aus dem öffentlichen Vortrag „Kabbala für alle“, 22.02.2011

Wer soll verurteilt werden und wofür?

Frage: Wenn man Abstoßung gegenüber der Gruppe empfindet, muss man die Geduld bewahren und darf die Freunde nicht verurteilen?

Meine Antwort: Man muss sich selbst und nicht sie verurteilen, denn sie werden von mir negativ wahrgenommen, weil sie so von meinem Egoismus gesehen werden. Doch diese unterschiedlichen Menschen wurden von dem Schöpfer zu einer Gruppe vereint, und Er will, dass ich mich mit ihnen verbinde. Er ruft die Feindseligkeit ihnen gegenüber in mir hervor, und mein egoistisches Verlangen stößt mich von der Vereinigung weg. Das bedeutet, dass ich das Böse in mir enthüllt habe, wie geschrieben steht: „Ich erschuf den bösen Trieb und erschuf die Tora zu dessen Korrektur“.

Nun muss ich während des Studiums das Licht anziehen, und zwar nur zu einem Zweck: mich mit den Menschen in der Gruppe zu verbinden, die ich abstoße. Ich brauche nichts anderes. Wenn sich meine Einstellung ihnen gegenüber infolge des Studiums verändert hat, dann bedeutet das, dass das Licht der Tora auf mich eingewirkt hat und ich die Eigenschaft des Gebens erlangt habe.

Das heißt, das Ziel besteht nicht darin, sich mit den Freunden zu verbinden oder den eigenen Egoismus zu korrigieren – das sind lediglich Mittel. Das Ziel besteht darin, durch das Anziehen des Lichts die Eigenschaft des Schöpfers, Sein Abbild zu erlangen.

Deshalb ist es so arrangiert worden, dass ich die Freunde zurückweise, damit ich die Einwirkung des Lichts brauche, welches mir die Eigenschaft des Schöpfers verleiht. Ansonsten besteht keine Notwendigkeit darin. Also müssen wir nicht an die Notwendigkeit denken, etwas zu korrigieren, sondern daran, dass wir durch die Korrektur das Ziel erreichen.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 18.02.2011

Auf der Suche nach dem Wichtigsten

Solange die Einheit nicht dringend notwendig geworden ist, wird sie keine Gestalt annehmen. Entweder erhöhen wir in unserer Mitte die Wichtigkeit der Vereinigung oder alle unsere übrigen Handlungen, außer der Vereinigung, bringen dennoch das Licht, das zur Quelle zurückführt, es wird jedoch eine negative Wirkung auf uns haben – es wird uns zeigen, wie sehr wir von einander getrennt sind. Dann werden wir uns aus der Notwendigkeit heraus, infolge von Schmerz und Leiden, dennoch verbinden.

Zum Beispiel, will ich mich nicht um meine Gesundheit kümmern und zerstöre dadurch allmählich meinen Organismus, bis ich spüre, dass es schlecht um mich steht. Und dieses Gefühl zwingt mich, mit der Heilung meines Körpers zu beginnen.

Genauso kümmern wir uns in der Gruppe nicht um die spirituelle Gesundheit – wir sorgen nicht für die Vereinigung. Und dennoch studieren wir, verbreiten die Kabbala und führen verschiedene andersartige Handlungen aus. Diese Handlungen ziehen das Licht an, das zur Quelle zurückführt, und letztendlich wird es uns zeigen, wo das Problem ist. Würden wir das nicht machen, würden wir nicht spüren, dass etwas nicht stimmt. Also gibt es doch einen gewissen Nutzen: dadurch erkennen wir, dass uns das Wichtigste fehlt.

Wenn du den Schöpfer enthüllen willst, dann musst du an den „Ort“, an das Verlangen denken, in dem Er sich enthüllt. Es gibt kein Licht ohne Kli.

Auszug aus dem Unterricht über einen Brief von Rabash, 24.12.2010

Mit einem Klick

Frage: Wie kann man die Kraft der Überwindung erhöhen, wenn sich noch größeres egoistisches Verlangen offenbart?

Meine Antwort: Alle Eigenschaften eines Menschen, unabhängig davon, wie sie ihm erscheinen, von gut bis ganz schlecht, offenbaren sich im Rahmen des gemeinsamen Systems aller Seelen, die nach dem Programm der Schöpfung in Richtung Vereinigung schreiten.

Deswegen können wir ihn für keine seiner Eigenschaften verantwortlich machen. Wie in einem Zahnrad, in einem Teil des Systems, sollte er in sich einen bestimmten Satz an Veranlagungen, Zuständen und Stößen offenbaren.

Was auch immer im Inneren eines Menschen geschieht, braucht er diesbezüglich keine Berechnung aufzustellen. Er ist nicht selbstständig, denn alles, was mit ihm zur Zeit geschieht, wird von dem Gesamtsystem bestimmt.

So brauchst du dir keine Sorgen um den jetzigen Zustand machen, denn damit kannst du nichts anstellen. Er ist aus tausend Fakten auf dich bezog gewoben. Was den zukünftigen Zustand anbelangt, darüber brauchst du dir auch nicht den Kopf zu zerbrechen, er hängt auch nicht von dir ab, sondern wird nach der Notwendigkeit des Systems bestimmt, mit der man vorwärts schreiten soll.

Eigentlich sollte ich nur über diesen einen Schritt nachdenken. Was hängt dabei von mir ab? Hier gibt es auch Sachen, die nicht von mir, sondern von der höheren Kraft, verwirklicht und vom höheren Licht offenbart werden. Der Mensch führt eine Analyse durch und kommt zu dem Punkt, wo er sich wirklich realisieren kann. Dann sieht er eine klare und deutliche Handlung, vor sich.

Das, ist die Aufgabe eines Menschen: in jeden Moment eine von ihm verlangte Handlung zu offenbaren und auszuführen. Im Laufe dieser Analyse offenbart er auch vieles Andere, und als Ergebnis, bringt er das System in Bewegung und beginnt es wahrzunehmen, anzunehmen und sich ihm anzuschließen.

Anders gesagt, der Mensch beginnt das System im Ganzen aufzufassen. Er ist kein Versuchskaninchen, welches im Labyrint eine Taste für den Fressnapf gefunden hat. Im Gegenteil, mit seinen Bemühungen in verschiedenen Zuständen, fängt er an, die Umstände, die Gründe und das Wesen des Geschehens zu begreifen.

Nachdem er bei diesem „Knopf“ des Verstehens angelangt ist, wird er ihn ohne Zweifel drücken. Es geht hier um Analyse, und hieraus folgt dann die wirkliche Errungenschaft.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel von Rabash, 12.01.2011

Alle Nöte führen in die Gruppe

Rabash, „Schlawej Sulam“, 1988/89, Artikel 9, „Die Leiden, die zu den Sündern kommen…“

Die Weisen sagten: „Die Not kommt zur Welt, nur wenn es dort die Sünder gibt, fängt aber bei den Gerechten an…“

Der Aufstieg eines Einzelgängers ist unmöglich. Mehrere Abstiege fördern im Menschen den großen Egoismus zu Tage. Er fängt an, sich zu fragen: „Ob man sich überhaupt vom Egoismus befreien kann?“ Diese dringende Notwendigkeit zwingt ihn, sich an die Gruppe zu wenden. Nur dort, zusammen mit anderen, kann er die Kraft rufen, die ihn heraus führen wird.

Alle Versuche, selbständig herauszukommen (der rote Zeiger auf der Zeichnung) sind zum Scheitern verurteilt. Alleine wird es nie klappen. Der Mensch ist verpflichtet, das Zerbrechen zu korrigieren, den Ausstieg aus sich selbst dem Nächsten entgegen, vorzubereiten.

Deshalb fordern uns alle Abstiege auf, die eigene Kraftlosigkeit zu entdecken, damit wir keinen Ausweg mehr haben, als sich an die Gruppe zu wenden und mit ihrer Hilfe die Wichtigkeit des Schöpfers zu entdecken. Diese Wichtigkeit wird uns zwingen, den Ausgang zu suchen und wird uns zur richtigen Lösung bringen. Nur in der Umgebung werden wir die Kräfte finden, die uns vorwärts bewegen.

Die Umgebung, wie wir es verstehen – ist ein künstliches Gebilde. Es stellt sich dem Menschen als etwas Fremdes dar, damit er auf die Selbstsucht verzichten kann und sich vom Willen zu empfangen befreien kann.

Deshalb kommt die Not, damit wir immer mehr „die Sünder“ in uns entdecken. Sie wirkt aber auf die Zustände, die „die Gerechten“ heißen.

Aus einem Unterricht vom 05.01.2011 nach dem Artikel von Rabash „Die Leiden, die zu den Sündern kommen…“

Geheimnis des Buches Sohar

Es ist gefährlich das Buch Sohar zu studieren mit einem Verlangen, das noch nicht reif ist – d.h. mit einem Verlangen, das sich in dieser Welt noch nicht erschöpft hat und nicht verstanden hat, dass es nicht anderes in dieser Welt zu tun gibt, außer ihn als ein Sprungbrett für den Aufstieg in die höhere Welt zu benutzen.

Nur wenn der Mensch nach dem Sinn des Lebens sucht und unbedingt finden muss wofür er lebt, dann kann er für sich die Kabbala entdecken.

Und wenn er diese Frage noch nicht hat, wird er der Kabbala eine egoistische Interpretation geben. Er wird sie für den Eigennutz anpassen, und sich täuschen, dass er sich dabei korrigiert. Er wird sie verkaufen und als ein Gewehr für seinen Ego benutzen – nicht gegen Egoismus, sondern für seine egoistische Eroberungen, und statt des Lebenselixier wird er ein tödliches Gift für sich und für die Anderen erlangen.

Deshalb weigerten sich die Kabbalisten, die Wissenschaft der Kabbala für die Massen zu öffnen und haben eine Menge von Verboten gemacht: Altersbegrenzung ab 40 Jahre, Notwendigkeit die ganze Tora vorher studiert zu haben, Ausführung von allen Geboten und sie haben die Menschen noch eingeschüchtert, dass man von der Kabbala wahnsinnig werden kann, um den Interessenten endgültig davon abzuweisen. Denn der Egoismus war noch in der Mitte seines Entwicklungsweges.

Es steht im Buch Sohar selbst, dass es enthüllt werden wird nur am Ende der Tage, wenn diese Weisheit sich für die Korrektur der Welt öffnen wird. Und dann kommen die Kabbalisten, die verkünden, dass diese Zeit schon gekommen ist!

Deshalb weinte Rabbi Shimon, wie er das Buch Sohar schreiben soll, damit auch wenn man sie zu früh öffnet, kein Schaden dadurch verursacht wird. Und deshalb schreibt er es mit Hilfe von Rabbi Abba, der mit Hilfe einer besonderen Geheimschrift. Wir lesen das Buch Sohar und fragen uns, wo steckt hier hinter Rabbi Abba, Rabbi Shimon, der um die Enthüllung eines großen Geheimnis geweint hat?

Rabbi Shimon benutzte Rabbi Abba wie einen Schild, ein äußeres Gewand, eine Möglichkeit, verborgen zu schreiben. Der Mensch kann das Geheimnis, das von Rabbi Shimon entdeckt wurde nur unter der Bedingung, dass er durch das Schutzgewand von Rabbi Abba durchdringt. Vorher kann er den Sohar nicht verstehen.

Aus einem Unterricht über den Artikel „Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“, 14.12.2010

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Wie dringt man bis zum Herzen durch?

Das Material der Schöpfung, d.h. wir selbst, ist das Verlangen zu genießen. Wir können keine einzige Handlung ausführen, wenn wir sie nicht für unseren Genuss brauchen.

Wir handeln nur auf Geheiß unseres Verlangens, das als „Ort“ (Makom) bezeichnet wird.

Es steht geschrieben: „Der Mensch lernt nur dort, wo sein Herz ist“ – das heißt, er lernt nur aus der Notwendigkeit, aus dem Bestreben heraus.

Was macht es in diesem Fall für einen Sinn, zu sitzen und zu versuchen, irgendeine besondere Absicht in mir aufzubauen? Denn das alles ist eine Lüge. Mein Herz will was Eigenes, und ich weiß noch nicht einmal, was genau.

Ist es dann nicht besser, einfach nur den Text zu lesen, ohne zu hoffen, bis zum Herzen durchzudringen? Wie können wir das Verlangen verändern, wenn wir selbst dieses Verlangen sind?

Die Kabbalisten geben folgende Antwort darauf: Ihr müsst euch verbinden, euch ineinander einschließen, das für alle gemeinsame Verlangen finden und es verstärken, es verändern, eure Absichten und Ziele mit Hilfe der Umgebung verändern.

Alles Andere hängt nicht von uns ab. Im Artikel „Die Freiheit des Willens“ erklärt Baal HaSulam, dass wir, indem wir uns der Gruppe anschließen, mit ihr zusammen „fließen“ und in allem ihrem Einfluss ausgesetzt sind. Dennoch haben wir erreicht, was wir wollten – denn jetzt handeln wir nach dem Willen eines neuen Verlangens, das von der Gruppe erhalten wurde.

Immer und immer wieder versucht der Mensch, sich mit der Gruppe zu verbinden, und sein Verlangen ändert sich. Dadurch wird er mit einer anderen Forderung zum Studieren kommen und das sich ständig erneuernde höhere Licht anziehen, welches ihn verändern und zu einem klareren Ziel, zu einer höheren Stufe hinziehen wird.

Selbst wenn mein Verlangen egoistisch ist: ich will alles Gute dieser Welt und der zukünftigen Welt, mich gehen noch nicht einmal die Anderen oder der Schöpfer was an – doch zugleich spricht die Gruppe um mich herum über die höheren Dinge.

Es kann sein, dass alle meine Freunde vom spirituellen Standpunkt her Lügner und Betrüger sind, doch sie sprechen schön und ich lasse mich von ihren Worten begeistern.

Im Endeffekt übernehme ich von der Gruppe, ob ich will oder nicht, zusätzlich zu meinem einfachen egoistischen Verlangen eine neue Richtung zum Geben, ich will mich anschließen, fange an, die Vereinigung zu schätzen.

Ob ich will oder nicht, werde ich von den Werten der Gruppe durchdrungen. Die Freunde werden zu einem Teil von mir, und meine Absicht ändert sich.

Jetzt, wenn ich während des Studiums die Einwirkung des Lichts wünsche, kommt es natürlich – ähnlich einem „Virus“, den ich von der Umgebung eingefangen habe.

Ich habe bereits etwas außer meinem eigenen Ego – eine neue Ausrichtung auf das Ziel, an das ich früher nicht denken wollte, ja noch nicht einmal konnte.

Die Gruppe verpflichtet. Denn in unserer Wurzel sind wir zu einer Seele vereint, und deshalb werde ich von den Verlangen der Freunde durchdrungen, sie wirken auf mich ein.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 17.11.2010. Das Vorwort

Es gibt nichts Besseres, als die Umarmung des Schöpfers zu spüren

Der Schöpfer will, dass wir Genuss von Ihm empfangen. Das ist der Schöpfungsgedanke. Denn wenn Er „gut ist und Gutes tut“, dann mangelt es Ihm nur an jemandem, dem Er Gutes tun kann. Aus diesem Grund hat Er uns aus dem Material erschaffen, das sich „Verlangen zu genießen“ nennt. Doch was sollen wir genießen? – Genau Ihn. Und wenn unser Verlangen den Schöpfer als nah, als es erfüllend und mit ihm verschmolzen wahrnimmt, genießt es. Und wenn es sich von dem Schöpfer entfernt, verspürt es eine Abkühlung Ihm gegenüber und empfindet sogar Leiden und Leeregefühl. Wir nehmen immer nur den Schöpfer wahr!

Wenn unser Material, welches der Wahrnehmung des Schöpfers und Seiner Anwesenheit gegenüber empfindlich ist, den Schöpfer mehr spürt, dann nimmt es Ihn als Genuss wahr, und wenn es Ihn weniger spürt, dann empfindet es Ihn als Leiden.

Und es geht so weiter, solange das Verlangen, den Schöpfer zu genießen, sich immer mehr von Ihm entfernt und zu einem Zustand gelangt, als es vollkommen den Kontakt mit Ihm verliert. Und dann findet sich das Verlangen zu genießen in dieser Welt wieder, wo es gar keine Verbindung weder zum Genuss selbst noch zu dessen Quelle gibt.

Die Notwendigkeit einer solchen Entfernung besteht darin, dass wir selbst den Wunsch verspüren, Ihm näherzukommen, von Ihm Genuss zu empfangen und zu begreifen, dass es nichts Angenehmeres und Besseres gibt, als sich in einer Verschmelzung mit Ihm zu befinden.

Diese gemeinsame Handlung nennt sich „Siwug“ (spirituelle Vereinigung), wenn wir uns in einem solchen Maß ineinander einfügen, dass es unmöglich ist, uns voneinander zu trennen und zu unterscheiden. Zu einer solchen Verbindung müssen wir kommen. Und wenn wir ein richtiges Bedürfnis danach erlangen, fangen wir an, Ihn zu spüren, uns mit Ihm zu verbinden und Seine Umarmung wahrzunehmen.

Aus dem öffentlichen Vortrag „Kabbala den Menschen“ vom 02.11.2010 

Kabbalisten über den Studium von Kabbala, Teil 14

Liebe Freunde! Ich bitte euch, Fragen zu diesen Zitaten von großen Kabbalisten zu stellen.

Anmerkungen in Klammern sind von mir [M. Laitman].

Über die Gegener des Kabbalastudiums

Doch wenn es – Gott behüte! – umgekehrt ist: Ein Mensch aus dem Volk Israel erniedrigt deie Wichtigkeit des inneren Teils der Tora und ihrer Geheimnisse, die von den Wegen der Entwicklung in der Korrektur unserer Seelen und den Stufen ihrer spirituellen Erhebung sprechen, und er erniedrigt auch den Sinn und das Licht der Gebote gegenüber dem äußeren Teil der Tora – und wenn er nur von deren mechanischer Ausführung spricht;  oder wenn er sich ab und zu mit dem inneren Teil der Tora beschäftigt, dem jedoch wie etwas Unbedeutendem ein Minimum seiner Zeit schenkt – wenn es weder  Tag noch Nacht ist, so, als wäre sie – eine unnötige Sache, dann verursacht er dadurch die Erniedrigung und Herabsenkung der Innerlichkeit der Welt, der Söhnen Israels – und verstärkt die Vorherrschaft der Äußerlichkeit der Welt, der Völker der Welt über Israel, damit sie es erniedrigen und demütigen, und sie Israel für etwas Unnötiges und Überflüssiges in der Welt halten, als ob die Welt keine Notwendigkeit an Israel hätte.

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Lasst uns alle Kräfte zur wichtigsten Richtung hin konzentrieren!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich alle Richtungen, alle 359 Grad benutze, aber gerade die Aufgabe der Bürgschaft vernachlässige, bohre ich dann dadurch „das Loch im allgemeinen Boot“?

Meine Antwort: Ich habe doch mit den Freunden den allumfassenden Vertrag unterschrieben! Meine Bürgschaft betrifft somit nicht nur jene winzige freie Öffnung, durch welche ich zur Bürgschaft kommen soll. Du kannst dich nicht nur auf die Bürgschaft konzentrieren, wenn die Kräfte, gerichtet auf andere Aufgaben,nicht ergriffen werden, und dort nur das Lebensnotwendige eingesetzt wird.

Wenn du alle übrigen Richtungen nur als die Notwendigkeit siehst, die „nicht getadelt und nicht gepreist wird“, und alle Kräfte, die nach der Versorgung der Existenz auf die Erreichung der Bürgschaft gerichtet werden, dann bohrst du in diesem Fall kein Loch im Boot.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Die Liebe zum Schöpfer und zu den Geschöpfen“, 12.10.2010

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