Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Streben Sie immer die Vollkommenheit an!

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn ich beginne, all das, was in meinem alltäglichen Leben geschieht, in meinem Inneren zu empfinden, ist das dann ein Merkmal des Aufstiegs, infolge des Lesens des Sohar?

Meine Antwort: Nein. Wenn ich Sohar lese, dann existiert kein alltägliches Leben für mich.

Ich verfüge über einen Keim der Seele – den Punkt im Herzen, mit dessen Hilfe ich mich im höheren System befinden kann, um zu verstehen, worüber der Sohar erzählt.

Wie kann ich mich mit diesem winzigen Punkt verbinden, in dem es nichts gibt, sei es sinnlich oder rational, all diese Eigenschaften – drei Linien, die Aufstiege und die Abstiege, die spirituellen Handlungen?

Gerade das suche ich auf. Wie kann ich mich darin aufhalten, sie empfinden, sie erproben – dort in SoN der Welt Azilut sein?

Ich will nichts von dieser Welt – weder mich selbst noch die Freunde, die ich in meinen fünf Sinnesorganen wahrnehme oder die ganze Welt. Wozu brauche ich all das?

Diese Welt existiert nicht, sie wird mir nur innerhalb meines Egos, innerhalb des Wunsches zu genießen, vorgestellt. Wenn ich aber auf das höhere Niveau – auf die Stufe des Gebens, des Glaubens über dem Verstand hinaufsteigen werde, dann werde ich alles anders betrachten.

Ich möchte mich nicht mehr mit dieser Welt beschäftigen! Ich will hinaufsteigen und mit dem Höheren verschmelzen! Ich sehe das alles realistisch an und verliere unsere Welt nicht aus den Augen.

Aber ich studiere das Buch Sohar wie auch die gesamte Wissenschaft der Kabbala, um für mich die höhere Welt zu enthüllen und nicht, um sie in unsere Welt heranzuziehen. Dies wird niemals geschehen! Niemals wird sich die Höhere Welt in die materielle Welt einkleiden.

Die materielle Welt hingegen wird zu ihren Wurzeln – in die Spiritualität hinaufsteigen. Durch die materielle Welt werde ich folglich die Höhere Welt sehen können. Man muss jedoch zuerst das Höhere wahrnehmen können.

Deshalb versuche ich vor Unterrichtsbeginn alles abzuschalten, woran ich in dieser Welt denke. Denn ich enthülle jetzt die Vollkommenheit, die Spiritualität, den Schöpfer.

Aus dem Unterricht nach Buch Sohar, 10.06.2010

Der Treiber unserer Esel

Obwohl wir alle mit einer eigenen, besonderen Wurzel der Seele, auf verschiedenen Stufen und mit verschiedenen Verlangen und Fähigkeiten geboren wurden, kann jeder die Wünsche der anderen übernehmen, da es ein gegenseitiges Einschließen der Seelen [in das gemeinsame Seelensystem] gibt.

Zudem steht geschrieben, dass jeder die Stufe von Mosche erreichen kann. Wie ist dies aber möglich, wenn ich mit einer niedrigen Wurzel der Seele geboren wurde?

Tatsächlich hängt alles vom Menschen ab! Auch wenn man eine niedrige Wurzel der Seele hat, kann man sich mit höheren Wünschen verbinden, sie korrigieren und auf das höchsten Niveau aufsteigen.

Das heißt der Schöpfer schickt ihm einen Eseltreiber (Esel/Chamor von Materie/Chomer), eine Seele, die ihm hilft sich mit höheren Wünschen zu verbinden und sie zu korrigieren.

So kann jeder bis zur Stufe der Vorväter aufsteigen: Abraham, Itzchak und Yaakov, die größten Seelen, und auch bis zur Stufe von Mosche, dem größten aller Propheten.

Deswegen kann der Mensch, wenn er im Spirituellen geboren wird, sich selbst gebährt, von allen anderen ihre Wünsche bekommen, und dank der Verwendung dieser so wichtig wie die höchste Seele werden.

Dabei behindern die Seelen einander nicht. Alle steigen bis zu einem maximalen Korrekturnieau, bis zum vollen Licht NaRaNCHaY auf.

Aus dem Abendunterricht zum Artikel von RaBaSH „Welche Stufe muss der Mensch erreichen“, 02.06.2010

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Überlieferung der Weisheit der Kabbala von Mund zu Mund


Eine Frage die ich erhielt: Sie sagten, dass die Wissenschaft der Kabbala seit Jahrtausenden von „Mund zu Mund“ überliefert wurde. Was bedeutet das?

Meine Antwort: „Von Mund zu Mund“ bedeutet, dass spirituelle Errungenschaft durch einen gemeinsamen Massach (Schirm) von einem Lehrer an seinen Schüler weitergegeben wurde, als sich beide auf der gleichen Stufe befanden. Sie sind verbunden, wie ein Erwachsener mit einem Kind in unserer Welt verbunden ist: Ein Erwachsener kann auf das Niveau des Kindes herabsteigen um es zu lehren, wobei das Kind von dem Erwachsenen empfangen kann. Lernen ist möglich, da sich beide in der gleichen Welt und auf der gleichen Stufe befinden.

Das gleiche gilt auch in der spirituellen Welt. Wir können eine Verbindung mit dem Lehrer erreichen, weil dieser sich auf eine niedrigere spirituelle Stufe begibt, zu welcher der Student aufsteigen muss. Dadurch erreichen sie eine Verbindung, die „von Mund zu Mund“ heißt, was bedeutet: durch einen gemeinsamen Massach (Schirm) zwischen einem Parzuf der höheren Stufe und einem Parzuf der unterem Stufe. Dieser Schirm ist auf der Stufe von Pe (Mund), und deshalb wird diese gegenseitige Verbindung „Pe el Pe“ – von Mund zu Mund- genannt.

Bis auf das Notwendige sollte alles dem Geben gewidmet sein

Eine Frage, die ich erhielt: Wie können die Menschen ermitteln, was heutzutage eine Notwendigkeit ist?

Meine Antwort: Das Niveau des Notwendigen ist ein mittleres Niveau des Wohlergehens an dem Ort, wo ein Mensch lebt. Es gibt viele Methoden, das tatsächliche mittlere Niveau zu ermitteln. Baal HaSulam behandelt das im Detail im Artikel „Die zukünftige Generation“. Er bezieht sich auf allerlei Arten von Gremien, die die tatsächlichen Bedürfnisse jedes Menschen untersuchen und erfüllen könnten.

All das wird nach den Bedürfnissen eines Durchschnittsmenschen bemessen. Sagen wir, dass jede Familie einen Raum für jedes Familienmitglied haben muss. Jeder Mensch muss eine Arbeitsstelle haben. Die Familie muss ein Auto haben, um zur Arbeit und zurück zu kommen und für andere Notwendigkeiten. All das wird in Übereinstimmung mit Veränderungen, die in der Welt geschehen, bestimmt. Gleichwohl muss eine Familie alles haben, was sie braucht, um normal existieren zu können.

Tatsache ist, dass das Problem nicht das ist, was man besitzt, sondern die Einstellung dazu. Letztendlich möchte der Schöpfer nicht, dass man leidet. Das Ziel der Schöpfung ist, die Geschöpfe zu erfreuen. Deshalb beschränke dein irdisches Leben auf die Bedürfnisse deines physischen Körpers – nicht mehr und nicht weniger.

Man muss seine Verlangen nach Nahrung, Sex, Familie, Gesundheit, Ehre, Macht und Wissen erfüllen. Man sollte keinen Mangel in solchen Verlangen spüren und sie sollten in dem Maße erfüllt werden, indem sie eine wesentliche Notwendigkeit für das Leben des tierischen Körpers darstellen. Alles, was über das Notwendige hinausgeht, sollte zum Geben an seine Mitmenschen verwendet werden.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Geben kann uns mehr erfüllen als alles andere
Blog-post: Einheit ist der Weg, um vollständige Erfüllung zu erhalten
Blog-post: Die gesamte Schöpfung ist das Werk von zwei Kräften
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Lehrt Eure Kinder richtig

Als die Menschen die antike Stadt Babylon verließen, begannen sie das Bedürfnis nach einem einheitlichen und systematisierten Bildungssystem zu verspüren, das der jungen Generation die Werte richtigen zwischenmenschlichen Verhaltens vermitteln sollte. Dies stammte aus der Wissenschaft der Kabbala. Zu dieser Zeit formte sich die Idee einer Schule. Die Kinder dieser Gruppe lernten im Alter von 3 Jahren schreiben und lesen. Sie lernten sich miteinander zu verbinden, um die Wahrnehmung der spirituellen Welt zu erlangen. Der Lernprozess fand in Form von Diskussionen statt: In Gruppen, an denen alle mit Fragen, Erörterungen und Diskussion teilnehmen konnten, teilten Erfahrenere Menschen ihr Wissen mit den Anderen (die Kinder eingeschlossen).

Die alten Griechen, die ihre Philosophie und Naturwissenschaften von der Kabbala erhielten, verwendeten ebenfalls dieses Schulsystem.

Aus dem Altgriechischen übersetzt bedeutet das Wort „Schule“ „Freizeiteinrichtung“- ein Ort, wo die Menschen ihre freie Zeit verbrachten. Die Menschen versammelten sich dort zu genau diesem Zweck.

Die Schule der heutigen Zeit ist von diesem Modell natürlich weit entfernt. Heute wird ein Kind dazu gezwungen zur Schule zu gehen und eine Erziehung zu bekommen. Ein Kind muss es jedoch wollen in einer Umgebung zu sein, die Schule genannt wird, denn sonst lernt es nicht.

Zuallererst soll das Kind sich entwickeln und mit Hilfe der Schule wird aus ihm eine Persönlichkeit geformt. Nicht indem es mit Wissen vollgestopft wird, sondern indem es verändert wird, indem man ihm ermöglicht sich selbst, die Natur und die menschliche Gesellschaft zu verstehen. Das Kind muss wissen, was es in sich selbst ändern muss, um den Sinn des Lebens zu erfüllen. Indem es sich selbst ändert, wird es verstehen, was in der Welt und in der Natur geschieht. Es muss dabei durch aufregende Konversationen unterstützt werden.

Wenn eine Gruppe von Gleichgesinnten zusammenkommt, spielt das Alter keine Rolle. Der Lehrer unterdrückt und begrenzt nicht, er bleibt auf dem Niveau der Allgemeinheit. Die Kinder lehren die anderen Kinder und die Schule wird zu einem Ort der Kommunikation, des Lernens, der Konversation und des Zusammenkommens von Kindern, wo jeder aus freien Stücken teilnehmen kann.

Die Wissenschaft der Kabbala lehrt, dass ein Mensch von seinem Umfeld geformt wird. Was wir in der Schule benötigen sind nicht Tafeln, Lehrer oder Lehrbücher. Wir müssen eine Gesellschaft formen, wo jedes Kind die Verpflichtung spürt mit allen Freund zu sein und die Gesellschaft so gut es kann zu unterstützen. Die natürlichen Eigenschaften des Neides, des Konkurrenz Denken und des Ehrgeizes werden dem Kind bei seinem Fortschritt helfen, denn es wird für die Reaktionen seiner Umgebung empfänglich sein.

Wenn wir eine Generation richtig lehren, werden sie diese Erfahrung an ihre Kinder weitergeben. Der Niedergang der Generation wird enden und ihr Aufstieg wird beginnen.

 

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Es ist nicht das Ende der Welt, sondern der Anfang


Eine Frage, die ich erhielt: Wenn jeder von uns das gewünschte Gleichgewicht erreichte, wäre es dann möglich, Naturkatastrophen zu verhindern? Wir haben die Welt schon genug zerstört.

Meine Antwort: Wir haben einen Großteil der Welt zerstört und den Punkt, von dem an es kein Zurück mehr gibt, schon längst überschritten. Allen Berechnungen zufolge nähern wird uns dem Ende, und dies mit großer Geschwindigkeit.

Indem wir in unseren Gedanken und Verlangen eine Harmonie mit der Natur erreichen, werden wir jedoch in der Lage sein, all die „irreversiblen“ Ungleichgewichte in der Natur zu verhindern. Diese ganzen Phänomene wurden nicht durch unsere materiellen Vergehen verursacht, wie zum Beispiel exzessiver Konsum oder Raubbau und die Verschmutzung der Umwelt, sondern durch unsere egoistischen Einstellungen, Gedanken und Verlangen.

Die aktuellsten wissenschaftlichen Informationen zeigen, dass des Menschen Versuche, Veränderung auf der physischen Ebene zu bewirken, wenig Auswirkungen auf die Umwelt zeigte. Demnach können es nicht diese materiellen Handlungen sein, die für die derzeit von uns in der Natur beobachtbaren Verlagerungen verantwortlich sind. Die Veränderungen in der Natur werden vielmehr durch das Schöpfungsprogramm festgelegt: um uns auf das höchste Existenzniveau zu bringen. Und es ist unumgänglich, dass wir dieses erreichen werden.

Wir können ein Gleichgewicht mit der Natur erlangen, indem wir Rücksicht aufeinander nehmen, indem wir zu einer „gegenseitige Bürgschaft“ gelangen. Und in dem Ausmaß, in dem wir dieses Gleichgewicht erzielen, werden wir die niederen Stufen der Natur – die tierische, pflanzliche und unbelebte Stufe – ebenso beeinflussen. Dann werden alle negativen Erscheinungen und Vorkommnisse abklingen. Alle dieser Probleme oder Störungen in der Natur treten nur aufgrund der mangelnden zwischenmenschlichen Harmonie in Erscheinung. Alle Katastrophen und Krisen, die sich auf der Welt abspielen, sind lediglich ein Ausdruck unausgeglichener Kräfte. Und es ist unsere egoistische Haltung, welche die negativen Folgen auf dem unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Niveau der Natur bedingt.

Wenn ein Vulkan ausbricht oder sich plötzlich ein Tsunami erhebt – geschehen diese Dinge in Deinem Inneren. Es ist in Dir, dieses Ungleichgewicht auf dem unbelebten, pflanzlichen und tierischen Niveau. Dies ist der Grund dafür, warum Du diese äußeren Bilder siehst, die jedoch Reflektionen dessen sind, was in Dir geschieht!

Die Welt wird nicht „enden“. Wir werden jedoch einen Zustand erreichen, der „nahezu“ das Ende der Welt ist. Dies wird ein Umkehrpunkt sein und der Beginn eines neuen Lebens. Kabbala bietet uns einen Fundus von Wissen und Ratschlägen zum Verhalten in dieser kritischen Situation. Sie versorgt uns mit einer Methode, die uns die perfekte Existenz schneller und einfacher erlangen lässt.

Verwandtes Material:
Blog-post: Katastrophen und Krankheiten werden beendet, wenn sich die Menschheit jenseits der Selbstsucht vereint
Blog-post: Wie wird die korrigierte Welt aussehen?

Die Zeiten des egoistischen Austauschs sind zu Ende


Die aktuelle Krise hat ein Niveau erreicht, wo unser egoistisches voneinander Getrenntsein ihren Höhepunkt erreicht hat und uns keinerlei kollektive Handlungen erlaubt. Heutzutage sind wir sogar unfähig einen Austausch zu vollziehen, wo wir etwas geben um im Gegenzug etwas dafür zu empfangen. Dies bedeutet wir sind sogar unfähig zu geben, um zu empfangen.

Ich kann nicht mein Geld auf die Bank bringen und es zurückbekommen. Ich kann nicht für jemanden arbeiten und meinen Lohn bekommen, ein Geschäftsbesitzer kann sein Produkt nicht einem anderen verkaufen und einen Gewinn erzielen. Diese Art des gegenseitigen Austauschs funktioniert nicht mehr!

Deshalb müssen wir zu einer Haltung übergehen, wo wir uns um andere sorgen. Dies ist der einzige Weg, wie jeder einzelne alles bekommen kann, was er für ein komfortables Leben braucht.

Wir haben bisher in einer Welt gelebt, wo wir bekommen konnten ohne auf andere Rücksicht zu nehmen, ohne etwas zurückzugeben oder anders gesagt, indem wir stahlen. Über die Jahrtausende hinweg ist die gesamte Zivilisationsgeschichte eine Geschichte des Austausch und der Interaktion. So wie es in der Bibel steht: „ Geht hin und verdient aneinander“.

Dieses Zeitalter des egoistischen Austauschs ist jedoch nun zu Ende gegangen. Man kann nicht mehr weder bekommen noch geben, um zu bekommen. Wie können wir dann aber existieren? Was sollen wir tun?

Die Menschheit hat ihren neuen Zustand noch nicht erkannt. Die Menschen verstehen noch nicht, dass es die alten Regulatoren nicht mehr gibt und dass von nun an jeder nur dann leben kann, wenn er völlig vernetzt mit der Welt ist. Das ist die Bedingung in der globalen, integralen Welt. Diese Bedingung, wird die „gegenseitige Garantie“ genannt.

Die Menschen werden Wohlstand nur durch andere erreichen. Abhängig davon wie freundlich sie anderen gesinnt sind und wie sehr, sie anderen geben wollen. Das ist es, wozu uns die heutige Krise drängen will.

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Verwandtes Material:
Blog-post: „Warum Sozialismus?“ – Ein Essay von Albert Einstein
Blog-post: Die Menschheit ist ein einziger integraler, ineinandergreifender Organismus
Blog-post: Die Erfolgsformel: Achte auf deine Bedürfnisse und auf deine Beziehungen mit der ganzen Welt
Blog-post: Wie man den richtigen „Regulator für Beziehungen“ schafft

Die Krise ist eine negative Enthüllung von Spiritualität


Eine Frage, die ich erhielt: Sie haben gesagt, dass wir, d. h. die Welt, einen Zustand erreicht haben, in dem wir bereits in ein Ganzes oder ein Gefäß gebunden sind. Und gemäß dem Plan der Natur (des Schöpfers), muss dieses Gefäß mit der Empfindung des Höheren Existenzniveaus gefüllt werden. Allerdings spüren wir unsere Verbindung nicht eindeutig und für den Zustand der Welt gibt es keinen Präzedenzfall in der Vergangenheit. Können sie bitte die Bedeutung dessen erklären?

Meine Antwort: Heutzutage enthüllen wir eine globale, integrale Verbindung untereinander, den Effekt eines „kleinen Dorfes“ oder den Schmetterlingseffekt. Allerdings enthüllen wir eine egoistische Verbindung zwischen uns, zusammen mit universeller wechselseitiger Abhängigkeit. Somit erkennen wir, dass wir unfähig sind, korrekte, freundliche Verbindungen unter uns aufrechtzuerhalten. Dies wird als „ein gebrochenes Gefäß“ bezeichnet, da unsere Verbindung falsch ist.

Daher ist die derzeitige Krise eine Enthüllung unseres spirituellen Zustandes. Die ganze Menschheitsgeschichte hindurch bis heute existierten wir auf dem Niveau unserer Welt. Aber nun enthüllen wir das nächste Niveau der Natur, indem wir die Vernetzung zwischen allen Teilen der Natur erkennen.

Die Welt muss dieses Niveau verstehen und verinnerlichen. Immerhin waren wir nie zuvor in dieser Situation. Wir dachten immer über Spiritualität als etwas im Himmel, in anderen Galaxien, jenseits der Grenzen des Universums oder in anderen Dimensionen. Doch nun enthüllt sich Spiritualität tatsächlich in unserem Inneren, aber es enthüllt sich in unkorrigierter Form – der egoistischen Verbindungen zwischen uns.

Baal HaSulam schreibt: „Wir sind alle eine Familie.“ Und wir sind eine Familie, sogar wenn alle ihre Mitglieder einander hassen. Die Verbindung zwischen uns ist eine spirituelle. Aber sie ist unkorrigiert, da sie egoistisch ist. Unsere Aufgabe liegt darin, sie zu korrigieren, sie umzuwandeln in „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“.

Spiritualität wurde in der ganzen vor uns liegenden Geschichte nie enthüllt. Darum wird unsere Generation als „die Generation des Messias“ bezeichnet, wobei das Wort Messias vom Wort Limshoch abstammt – uns selbst aus dem Egoismus „heraus ziehen“.

Somit ist die Krise die Enthüllung der zerbrochenen Verbindung zwischen uns. Es handelt sich nicht um eine ökonomische, finanzielle, politische oder ökologische Krise, sondern um eine Krise in den Beziehungen unter uns. Und dies ist es, was wir im Moment enthüllen.

Wir müssen jedem (einschließlich uns selbst) eine Erklärung über den Zustand abliefern, in dem wir uns befinden. Wie ein Kranker werden wir fähig sein uns selbst zu heilen, wenn wir die Ursache unserer Krankheit entdecken. Indem wir den Ratschlägen der Kabbalisten folgen, können wir die richtige Verbindung zwischen uns erschaffen – jene von Liebe und Schenken. Wir werden uns dann in einer perfekten Welt wiederfinden!

Verwandtes Material:
Blog-post: Anstatt unser Wirtschaftssystem zu ändern, sollten wir uns vielmehr bemühen, das Höhere Korrigierende Licht anzuziehen
Baal HaSulam Artikel: Das Horn des Messias
Artikel: In sich den Schöpfer finden

Obamas erste Tage im Amt


In den Nachrichten (Daily Mail): „Hat ein Ufo Obamas Einweihungszeremonie überflogen?
Ein Ufo hat bei der Einweihung des US-Präsidenten Barack Hussein Obama für Wirbel gesorgt. Jemand schrieb: „Ich persönlich denke, die kleinen grünen Männchen sind nur aufgetaucht, um Obama gemeinsam mit dem Rest der Welt alles Gute zu wünschen.“

Mein Kommentar: Genaugenommen existieren laut Kabbala keine Ufos. Was Obamas PR-Team meinte, war wohl eher etwas wie: „Die Augen des gesamten Universums sind auf Amerika gerichtet.“

In den Nachrichten (FOX News): Präsident Obama erste offizielle Handlung im Amt war die Einführung neuer Beschränkungen für Lobbyisten im Weißen Haus und das Einfrieren der Gehälter hochbezahlter Berater als Zeichen im Hinblick auf die wirtschaftlichen Turbulenzen des Landes. Das Einfrieren der Gehälter der rund 100 Beschäftigten des Weißen Hauses, belässt die Gehälter auf deren derzeitigem Niveau von über 100 000 US-Dollar jährlich.

Mein Kommentar: Diese Art von Solidarität muss universell und gleichmäßig verteilt sein, dann wird sie zu Arvut (gegenseitige Bürgschaft) führen und die korrigierende Kraft, das Höhere Licht, anziehen. Sobald auch nur ein einziger Schritt in diese Richtung getan wird, wird die Krise zu Ende gehen.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Obama wird sich ändern müssen – zusammen mit dem Leben

Der Schmetterlingseffekt und die Globale Krise

Die Wirtschaft ist eine Wissenschaft über die menschlichen Wechselbeziehungen, die in der offenbaren Form uns nicht geöffnet sind. Wir können uns schlecht in den eigenen Gefühlen orientieren, und in den Beziehungen zwischen uns noch weniger. Alle Wissenschaften untersuchen und öffnen uns die Welt auf drei Niveaus: leblosen, pflanzlichen- und tierischen. Und das Niveau „der Mensch“ können wir erst begreifen, wenn wir über dieses Niveaus hinaufsteigen «über uns». Es ist nur bei der Realisierung und Beachtung des Hauptnaturgesetzes «Liebe deinen Nächsten wie dich selbst» möglich.

Und die moderne Globalisierung verpflichtet uns dazu: wir sollen zu Einheit und Liebe (anstelle des Hasses und der Konkurrenz) kommen, um den Naturverwaltungskräften zu entsprechen. Wir werden in der globalen Krise solange feststecken, bis wir beginnen uns zu verändern, uns als ein Teil des Einheitssystems zu fühlen, in dem sich alles in der Harmonie, in allen Wünschen, Gedanken und Handlungen, befindet. Wie ist das zu verwirklichen? Dies erklärt uns die Wissenschaft der Kabbala.

Im Laufe von hunderttausenden Jahren ging unsere Entwicklung auf der Erdkugel nach dem individuellen Weg. Jeder Mensch entwickelte sich persönlich, und bei der Bildung von großen Menschenvereinigungen – Gemeinden, Städte, Staaten wogen sie sich, auf eine oder andere Art aus. Das menschliche Ego hat das globale Niveau noch nicht erreicht.

In unserer Entwicklung durchliefen wir einige Stufen: die Perioden der Sklaverei, des Feudalismus, des Kapitalismus, die postmoderne Periode. In jede dieser Epochen (Stufen) änderte sich die Verbindung zwischen den Menschen in ihrer Qualität. Wir setzten uns ins Netz der künstlichen Gesetze ein, die wir für die Regulierung der zwischenmenschlichen Beziehungen festlegten. Es fanden sich «die klugen Köpfe», die meinten, dass die Verbindung zwischen uns durch diverse Ordnungen verwirklicht werden sollten. Aber das waren Gesetze, die der Mensch erfand. Er erkannte entsprechend seinem Ego wie es gerade am sinnvollsten zu handeln war.

In unseren gegenwärtigen Beziehungen beginnen die Naturgesetze zu gelten, und wir setzen fort so zu leben, als wären diese Gesetze uns unbekannt. Wir enthüllten unser Ego, das heißt wir stiegen zu solchem Zustand hinauf, der eigentlich unser Endzustand ist. Aber wir verstehen immer noch nicht, dass jeder von uns die gesamte Masse in Bewegung bringen kann, und somit alle Naturniveaus beeinflusst, der sogenannte Schmetterlingseffekt. Sich in der global verbundenen Welt befindend, wie in einem kleinen Dorf, in dem jeder Einzelne von ganzem Kollektiv abhängig ist, also vom Flügelschlag des kleinen Schmetterlings, müssen wir uns an den Händen fassen!

Wenn wir fortsetzen nach den jetzigen Gesetzen zu leben, so wird es nicht funktionieren, es wird einfach keine Übereinstimmungen geben. «Wir sollen uns bis zu einem Zustand entwickeln, indem wir begreifen, dass wir wirklich alle miteinander verbunden sind», schreibt Baal HaSulam im Artikel „Der Frieden“.

Das Wirtschaftssystem ist nur das erste System, dass uns verbindet und die Krise zeigt, inwiefern wir uns alle in «einem Bündel» befinden. Bald werden wir auch andere Wechselbeziehungen und Abhängigkeiten entdecken. Wir entdecken, dass wir gemeinsame Krankheiten haben, das heißt, dass meine Gesundheit von der Gesundheit eines Anderen, womöglich einem Neuseeländer, abhängt. Daraufhin wird klar, dass der Schlüssel meines Lebens sich in den Händen von jedem Menschen auf der Welt befindet. Und er kann mit meinem Leben alles anstellen, was ihm in den Sinn kommt.

Wenn wir alle keine einheitliche Ganzheit darstellen, so werden wir entgegengesetzt den Naturgesetzen, und dieses Gegenteil wird von uns wie Leiden oder Krisen empfunden. Als Nächstes kann eine ökologische Krise kommen, oder plötzlich bricht eine Epidemie aus.

Wenn wir beginnen, an diese Abhängigkeit nur zu denken, ohne zu widersprechen und dies auch in der Masse der Menschen geschehen wird, so finden wir uns sofort in einem komfortablen Zustand, in Bezug auf die Natur wieder und werden ihren positiven Einfluss fühlen. Wir werden plötzlich fühlen, dass alles sich ändert. Und «die schwarzen Wolken» lösen sich plötzlich auf.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Die Gesellschaft der Zukunft
Blog-post: Die Lösung – Auszüge aus den Schriften der zukünftigen Generation (Baal HaSulam)