Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Faden aus der Unendlichkeit                                   

Die Kabbalisten schreiben, dass sich der Schöpfer in der Verbindung zwischen uns, im Zentrum der Gruppe, offenbart. Und alles, was zwischen uns, im Zentrum unserer Gruppe geschieht, wird für uns auf der höchsten Stufe wahrgenommen, die „der Schöpfer“ genannt wird.

Wir befinden uns auf einer spirituellen Leiter, auf der wir zur nächsthöheren Stufe aufsteigen müssen, und dann noch höher und noch höher, immer weiter. Wir erhalten ständig Anweisungen, Licht, Signale und Erweckungen von einer höheren Stufe.

Deshalb muss man danach streben, eine Verbindung zur höheren Stufe herzustellen und sich in sie einschließen. Diese Verbindung wird durch die Größe der höheren Stufe erreicht.

Die höhere Stufe gilt im Verhältnis zur niedrigeren Stufe immer als der Schöpfer im Verhältnis zum Geschöpf. Denn wir sind auf diesen Stufen von der Welt der Unendlichkeit über die Parzufim von Galgalta, AB, SAG, bis zur Stufe dieser Welt hinabgestiegen: über fünf Welten, fünf Parzufim in jeder Welt und fünf Sefirot in jedem Parzuf – insgesamt 5x5x5=125 Stufen.

Über dieselben Stufen steigt man wieder auf. Jedes Mal wird eine höhere Stufe im Verhältnis zur niedrigeren als „der Schöpfer“ bezeichnet. Erstens, da sie beim Abstieg von oben nach unten die niedrigere Stufe hervorgebracht hat. Zweitens, da man durch sie wieder aufsteigen kann, indem man, den Schöpfer (hebräisch: bo-re), „komme und siehe“ erkennt. Von dort aus kann man noch höher aufsteigen und so voranschreiten.

Für jede Zehnergruppe gibt es einen Faden, der von der Welt der Unendlichkeit zu ihr gezogen ist. Entlang dieses Fadens muss man bis zur Welt der Unendlichkeit aufsteigen, bis zum Ende der Korrektur.

Wenn man den Ratschlägen der Kabbalisten folgt, steiget man von Stufe zu Stufe auf: von Malchut zu Bina, und erneut von Malchut zu Bina.

Die untere Stufe wird Malchut genannt im Verhältnis zur höheren Stufe, die Bina heißt. Die aufsteigende Kraft wird „Glaube über dem Verstand“ genannt – die Kraft des Gebens, die Kraft von Bina über der Kraft von Malchut, dem Verlangen zu empfangen. Wenn man das Verlangen zu geben, die Verbindung zwischen Freunden, bevorzugt, dann kann man von Malchut zu Bina aufsteigen – von der unteren Stufe zur höheren.

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Aus dem Unterricht zum Artikel „Shamati“ Nr. 14

 

Erhebe die Freunde in deinen Augen

Rabash, Artikel Nr. 21 (1986), „Über den Verstand erheben“: Deshalb sagten sie, wenn die böse Neigung kommt und ihm die Niedrigkeit der Freunde zeigt, soll er sich über den Verstand erheben. Aber sicherlich wäre es besser und erfolgreicher, wenn er innerhalb des Verstandes sehen könnte, dass die Freunde auf einer höheren Stufe stehen als er selbst.

Ich darf nicht vergessen, dass alles, was ich in meinen fünf Sinnen wahrnehme, durch meinen Egoismus dargestellt wird. Dieser zeigt mir, welche Art von Welt mich umgibt und was die Gruppe ist. Und ich nehme das nur durch meinen Egoismus wahr.

Wenn ich also das Verlangen habe, die Welt anders zu sehen, als mein Ego sie darstellt, und das kann ich nur durch eine äußere Anstrengung, durch die Anstrengung der Gruppe erreichen, dann kann ich mich über dieses egoistische Bild erheben und beginnen, stattdessen die Welt des Schöpfers zu fühlen. Und das kann man sehr einfach tun.

Wenn die böse Neigung kommt und ihm die Niedrigkeit der Freunde zeigt, muss er sich über den Verstand erheben. Das heißt, über das, was er sieht, obwohl er jeden Freund in einer unschönen Form sieht, muss er sich bemühen, seinen Freund so hoch wie möglich zu erheben.

Aber es wäre sicherlich besser und erfolgreicher, wenn er innerhalb des Verstandes – innerhalb seines Verstandes – sehen könnte, dass die Freunde auf einer höheren Stufe stehen als er selbst.

Wenn er dies aber nicht in seinem Verstand sieht, dann muss er sich im Glauben über den Verstand vorstellen, dass seine Freunde entgegen seiner Meinung über ihm stehen.

Hieraus ergibt sich die Schlussfolgerung: Der einzig richtige Ausweg aus jedem Zustand ist, die Freunde in den eigenen Augen zu erhöhen. Zu jeder Zeit muss ich darüber nachdenken, wie ich sie in meinen Gefühlen, meinem Verstand und meinen Eindrücken höher und höher halten kann. Das sollte unsere ständige Arbeit sein. Und dann werde ich den Zustand erreichen, in dem ich den Schöpfer durch sie sehe.

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Vom internationalen Kongress „Über uns selbst hinauswachsen“ am 7.1.22, „An den Freunden festhalten“ Lektion 3