Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Naturkräfte'

Alle Wunder werden durch unsere Verlangen hervorgebracht

Eine Frage, die ich erhielt: Ich bin ein orthodoxer Priester und interessiere mich seit sechs Jahren für die Kabbala, wie sie in Ihrem Ashlag Forschungsinstitut gelehrt wird. Meine Frage ist: Haben die unerklärlichen Phänomene der Natur spirituelle Wurzeln? Ich war Zeuge einer übernatürlich weinenden Ikone. Das geschah vor drei Wochen in einer Kirche, während ich am Altar meinen Dienst verrichtete. Die Schlieren und Tropfen der Myrrhe sind noch nicht getrocknet und verströmen noch immer einen sehr starken Duft. Mit mir ist alles in Ordnung – es ist nicht notwendig, einen Notarzt zu rufen. Außerdem war ich nicht der einzige Zeuge des Phänomens.

Meine Antwort: All die „unerklärlichen“ Phänomene der Natur können ganz einfach erklärt werden: die Verlangen eines Menschen können Wunder Wirklichkeit werden lassen. Wenn man sich wahrhaftig etwas wünscht, kann alles geschehen. Das gleiche gilt für Wunder – besonders in religiösen Praktiken, auch wenn wir uns dieser Erwartung nicht voll bewusst sind.

Wenn wir die Wahrnehmung in der Kabbala studieren, lernen wir, dass das Weltbild in unserm Innern und durch uns dargestellt wird. Es hängt vollständig von unseren Verlangen ab. Es ist also nichts unmöglich. Wenn ein Mensch an etwas denkt oder sich etwas wünscht, bedeutet das, dass es einen Ort dafür in dieser Welt gibt und es in irgendeiner Form möglich ist. Andernfalls wäre dieses Verlangen in ihm nie aufgekommen. Jedoch das Wichtigste ist, etwas Gutes zu wünschen!

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Eine neue Kraft wirkt in der Welt – die Kraft der totalen Verbundenheit


Wir behaupten, dass die moderne Welt global und ganzheitlich geworden ist und dass alle Leute in der Welt jetzt untereinander verbunden sind. Ist das eine Tatsache, die in irgendeinem Buch beschrieben wurde oder in einem Vertrag oder in einer Übereinkunft? Oder ist es eine unbestrittene Tatsache, die in der Welt existiert? Woher stammt dieses Phänomen?

Genauso wie die Schwerkraft alles auf der Welt beeinflusst, genauso ist die Kraft unserer Verbindung heute offenbart worden. Bisher war diese Kraft – die Verbindung zwischen uns – nicht offenkundig, und jedermann war frei zu tun, was immer er wollte. Heute allerdings sind wir abhängig von dieser Kraft und von ihr kontrolliert.

Diese Kraft verbindet jedermanns Gedanken, Wünsche und Taten mit allen anderen. Es ist so, als würden wir uns in einem Netz befinden, das von oben auf uns gelegt wurde und das uns zusammenhält. In ihm beeinflusst jede Person wider ihren Willen die anderen, und alle beeinflussen jeden und alles von uns – durch Gedanken, Wünsche und Taten.

Diese Kraft, diese absolute gegenseitige Abhängigkeit, wurde uns offenbart, damit wir danach verlangen, uns als Einheit zu vereinigen und die „Gegenseitige Bürgschaft“ zu erreichen. Wenn wir diesen Zustand erreichen, werden wir eine Höhere Intelligente Kraft offenbaren – den Schöpfer.

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Die ganze Menschheit kommt jetzt aus Ägypten heraus

Eine Frage, die ich erhielt: Wenn sich ein Mensch unter der Autorität eines anderen befindet, strebt er danach, frei zu werden. Doch wenn er die Freiheit erhält, weiß er nicht, was er damit anfangen soll. Warum geschieht das? Was ist der Grund dafür?

Meine Antwort: Genau das geschieht, wenn wir Nöte erleben und Unterbrechungen zwischen den Notzeiten. Zwischen den schwierigen Zeitabschnitten atmet jeder erleichtert auf und sagt: „Gott sei Dank!“ Es ist die Natur des Menschen, so zu empfinden. Auf diese Weise arbeitet unser Ego, weil es Schicht für Schicht verstehen muss, was geschieht.

Doch Unterbrechungen zwischen den Bedrängnissen bedeuten nicht, dass die Bedrängnisse vorbei sind. Wir haben keine Wahl: Wir müssen durch diese schwierigen Phasen hindurchgehen, welche Ägyptisches Exil und die Zehn Ägyptischen Plagen heißen. Diese sich verändernden Phasen werden die Menschheit in die Lage versetzen, zu verstehen, dass sie ein neues Programm anwenden muss, wenn sie weiter vorankommen will. Sie muss so schnell sie kann, dem vorherigen Programm entkommen – dem Ego – und ihre vorherige Existenzform abwerfen.

Dann werden wir „aus Ägypten herauskommen“ und all unsere früheren Lebensweisen, einschließlich der Systeme, durch die alle Banken, Industrien und die anderen Systeme funktionierten, hinter uns lassen. Wir werden ein neues Programm annehmen und wir werden „wie ein Mensch mit einem Herzen“ handeln.

Dazu wird die Welt gezwungen werden – die neue Regel „liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ zu akzeptieren, sie zu lernen und herauszufinden, wie wir alle miteinander leben können, indem wir sie ausführen.

Doch wie können wir das tun? Schließlich können wir unsere Egos nicht bändigen. Darum benötigen wir eine Methode, die uns erlaubt, die richtigen Verbindungen miteinander zu bilden. Sonst werden wir uns gegenseitig lebendig auffressen und unser ganzes Leben zerstören! Daher werden wir nach der Kraft verlangen, die es ermöglicht, dass wir uns vereinen. Dann werden wir das Licht, das uns umgestaltet, enthüllen – die Wissenschaft der Kabbala – und dieses Licht wird uns helfen, damit zu beginnen, zur Spiritualität aufzusteigen.

 
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Weshalb hungert eine Milliarde Menschen, wenn die Erde sogar noch mehr Menschen ernähren könnte?

In den Nachrichten (aus WFP): „UN Ernährungsagenturen treffen die G8 Minister in Treviso“. Um fast eine Milliarde hungernde Menschen ernähren zu können, braucht die Welt eine politische Führung und gut investierte Ressourcen. Das WFP (Welternährungsprogramm) schätzt, dass es mehr als 100 Millionen Menschen ernähren muss.

Mein Kommentar: Fische in einem Aquarium wachsen abhängig davon, wie viel Nahrung sie erhalten und wie groß des Aquarium ist. Dasselbe passiert überall in der Natur. Wir sind jetzt auf einer Stufe angelangt, wo das Wachstum der Erdbevölkerung aufgehört hat und sie darüber hinaus wieder auf ihre „natürliche“ Grösse schrumpfen muss. Das heißt, dass die Bevölkerung auf eineinhalb Milliarden oder eine Milliarde reduziert werden muss, denn das ist die Menge an Menschen, die der Planet ernähren kann, ohne sich selbst zu zerstören. Das ist auf jeden Fall die Meinung der Wissenschaftler. Wir verwüsten den Planeten und dessen Ressourcen und als Resultat davon, zerstören wir ihn.

Wenn wir jedoch auf eine neue Art der interpersonellen Beziehungen umschalten, wo jeder nur das konsumieren wird, was er braucht, um zu überleben, und wo jeder verbunden sein wird durch Bündnisse der gegenseitigen Unterstützung, gegenseitiger Bürgschaft und Liebe, dann wird uns die Natur anders behandeln. Wenn wir diese Verbindung zwischen uns erschaffen, werden wir im Gleichgewicht zur Natur stehen. Und dann kann die Erdbevölkerung grenzenlos wachsen!

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