Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Bedeutung des „Zusammenseins“

Eine Frage, die ich erhielt: Wie sollen wir uns täglich auf das Lesen des Sohar vorbereiten?

Meine Antwort: Wir sollten gemeinsam nach dem Licht, das uns erneuert, streben. Dies ist ein sehr einfaches Motto, bei dem „zusammen sein“ die Bedeutung von „sich verbinden“ hat. Aber wofür verbinden wir uns? Es geschieht, damit jeder von uns durch das Licht, das erneuert, beeinflusst wird, welches unsere böse Natur korrigiert, nämlich den Mangel an Verlangen, sich zu verbinden.

Alles kann innerhalb einer Absicht gefunden werden. Da ist Malchut, die Versammlung der Seelen, und wir müssen uns darin durch eine gemeinsame Bitte an Yesod verbinden, damit es uns das Licht der Korrektur und das Licht der Fülle gibt. Das ist alles. Das sollte die Absicht für den kommenden Kongress sein.

Wenn wir darüber nachdenken und verstehen, dass unsere gesamte Zukunft von dieser Verbindung abhängt, da sie uns an die Kraft des Gebens angleicht, dann brauchen wir nichts anderes. Wir sollten die Geschichte über den Empfang der Tora am Fuße des Berges Sinai erneut lesen, da wir genau in derselben Situation sind. Es steht geschrieben, dass sich jeder Mensch beim Berg Sinai stehend sehen soll, um die Tora zu empfangen.

Die Tora wird uns jeden Tag gegeben. Aber wir werden erst dann imstande sein, sie entgegen zu nehmen, wenn wir uns alle als ein Mensch mit einem Herzen verbinden und gegenüber dem Schöpfer stehen, der ebenso Einer ist. Dann werden wir den Kontakt mit Ihm aufbauen und das Umgebende Licht empfangen.

Wir müssen uns für diesen Zustand vorbereiten, wo unsere Seelen ihr individuelles Ego abstreifen und sich verbinden, um das Licht der Korrektur anzuziehen. Das Licht ermöglicht uns unsere Verbindung und in ihr werden wir den Schöpfer enthüllen.

Die Krise ist für uns notwendig, um eine Verbindung untereinander zu erreichen


In den Nachrichten (übersetzt aus Russian Newsweek): Westeuropa hat eine starke kollektive Ideologie. Die Menschen sind offener füreinander und sind es gewöhnt, einander zu helfen. In Russland jedoch leben die meisten nach dem Motto: “ Wer ist die Nummer eins?“ Dennoch wendet auch Russland nun den westlichen Stil an: es entwickelt gerade aktiv seine sozialen Netze und die Menschen schaffen Verbindungen und lernen miteinander zu kommunizieren.

Mein Kommentar: Dafür war die Krise notwendig. Wie viel mehr Leiden wird jedoch notwendig sein, damit wir ihren Zweck erkennen?! Wenn wir nur verstehen würden, dass wir uns selbst Leid zufügen, dadurch dass wir uns im geschlossenen System der menschlichen Gesellschaft auf egoistische Weise benehmen.
Wenn wir dies nur erkennen könnten, wären wir fähig ohne Leid aufeinander zuzuwachsen. Wir würden Perfektion erfahren, weil das System der Menschheit auf korrekte Weise funktionieren würde.

In den Nachrichten (The Telegraph): Die Rezession hat uns mitfühlender gemacht. Umfragen ergeben, dass eine von drei Personen der Ansicht ist, dass die Gesellschaft nach der Rezession mehr Fürsorge und Mitgefühl zeigen wird.

Mein Kommentar: Man kann sehen, dass jetzt sogar ein Mister Förmlich von einem Engländer, das Bedürfnis nach Gemeinschaft hat. Die Menschen spüren, dass die Welt globaler geworden ist und es notwendig ist, sich zu verbinden und den anderen zu verstehen.