Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Motivation'

Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Verlangen und Motivation

Frage: Es gibt verschiedene Arten von Motivation: äußere- innere, positive- negative, andauernde (Durst, Hunger, etc.) und gelegentliche (Nikotinentzug, Einhaltung der Diät). Es gibt Motivationen, die Menschen zum Handeln bewegen (Selbstbestätigung, Respekt, Macht, Selbstentfaltung).

Welche Prozesse laufen in einem Mensch ab, wenn er motiviert ist? Was empfindet er?

Antwort: Es gibt eine klare Richtung, wohin, in welcher Form, zu welchem Ziel er kommen will. Zur Motivation gehört eine klare Vision der Zukunft, einschließlich der Lösung des Problems, wie diese Zukunft erreicht und verwirklicht werden kann.

Frage: Können wir den Zusammenhang zwischen der Entwicklung von Verlangen und Motivation nachvollziehen?

Antwort: Natürlich, denn die Entwicklung von Verlangen ist auch die Entwicklung von Motivation. Wenn ein Mensch anfänglich nur den Wunsch nach Nahrung hatte, so bekam er später das Bedürfnis, sich fortzupflanzen, eine Familie zu gründen, ein Haus zu bauen.

Erst anschließend tauchte der Wunsch auf, sich über andere zu erheben, zu kämpfen um eine komfortablere Existenz zu erreichen usw. Wir mussten all diese Facetten und Abstufungen in unserer Geschichte durchlaufen.

Frage: Heute funktioniert die interne Motivation, d.h. die Selbstverwirklichung besser, als die externe Motivation, wie Geld und Karriere. Was ist der Grund dafür?

Antwort: Tatsache ist, dass wir uns aufgrund unserer Entwicklung, immer mehr von spirituellen als von materiellen Werten angezogen fühlen. Wir entfernen uns kontinuierlich vom tierischen Zustand.

Aus der Fernsehsendung „Managementfähigkeiten“, 20.08.2020

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Familie und Ehe, Teil 4

Aussage: Auf der einen Seite wird die Familie durch den sich ständig weiterentwickelnden Egoismus zerstört, auf der anderen Seite steht die Zerstörung der Ehe im Widerspruch zu den Gesetzen der Natur. Schließlich hat die Natur die Familieneinheit als eine Umgebung geschaffen, in der sich Menschen entwickeln können.

Antwort: Früher war die Familie von einem rein egoistischen Interesse geprägt. Heute wird sie von unserer Natur zerstört.

Frage: Was ist hier die Tendenz aus der Sicht der Kabbala?

Antwort: Die Tatsache, dass wir auf die nächste Stufe aufsteigen werden.

Frage: Wird es in Zukunft noch so eine Einheit wie die Familie geben?

Antwort: Die Familie wird anders sein. Die wichtigste Frage wird sein: „Wie kommen wir spirituell voran?“ –sonst bin ich nicht bereit, die Last zu tragen, eine andere Person um mich herum zu haben. Ich bin nicht in der Lage, mich die ganze Zeit um sie und um die Kinder zu kümmern.

Ich bin bereit, für meine „Sünden der Jugend“ zu bezahlen, indem ich die Verantwortung für höchstens 2 Kinder übernehme, mehr nicht. Das ist jedoch keine Familie. Um die Familie zusammenzuhalten, brauche ich einen höheren Wert als die Kinder. Keiner wird ausschließlich für die Kinder leben. Wenn es heute noch solche Menschen gibt, werden diese in ein oder zwei Generationen weg sein. 

Frage: Kabbalistisch betrachtet, wird die Familie, welche nicht das Ziel hat, den Schöpfer zu enthüllen, nicht existieren können. Die Menschen werden dann keine Motivation haben, zusammenzuleben. Außerdem wird die Technik auf einem Niveau sein, dass der Bedarf an einer Familie verschwindet.

Antwort: Wir kommen dazu, dass man kein Bedürfnis, auch nicht das Körperliche, nach jemand anderem haben wird. Wir bewegen uns hin in Richtung Unisex- zu allem anderen als zu der Gründung einer Familie.

Fortsetzung folgt…

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Spirituelle Werbung

Wir sind aus der Materie „Verlangen zu genießen“ erschaffen, um daher eine beliebige Handlung, ob physisch oder mental, durchzuführen, brauchen wir Energie in Form von „Genuss“.

Anders gesagt, in unserer Welt wird nichts ohne egoistischen Ansporn bewegt.

Ob bewusst oder unbewusst, wir wägen alles in unserem „Verlangen zu genießen“ ab, und in der Bewertung dieses Verlangens bekommt jede Sache „ihre“ Eigenschaften: Farbe, Gewicht, Größe, Entfernung.

Um erfolgreich in dieser Welt handeln zu können, brauchen wir die richtige Werteskala, anders ausgedrückt, die richtige Einstellung des „Verlangens zu genießen“ – und dies bringen wir unseren Kindern bei: nach dem Guten zu streben und das Schlechte zu vermeiden. Vom Schlechten fernzubleiben bedeutet, keine Energie aufzuwenden, um dafür zu arbeiten.

Doch unser „Verlangen zu genießen“ besitzt keine Motivation für das Erreichen der Spiritualität, für den „Willen zu geben“! Denn die spirituelle Welt ist mir entgegengesetzt – das ist der Wille zu geben und nicht zu empfangen.

Ich verfüge gar nicht über eine solche Eigenschaft, deshalb nehme ich die spirituelle Welt nicht wahr. Ich kann nur das „sehen“, was ich in dem „Willen zu genießen“ als mehr oder weniger wertvoll bewerte und es als nah, wichtig für mich, oder fern, weniger wichtig für mich, bestimme.

In der Spiritualität aber, in der „Eigenschaft zu geben“, beruhen alle Kriterien, Gedanken und Handlungen nur auf dem Geben. Doch mein „Wille zu genießen“ versteht nicht, was das ist.

Das Geben geht durch mich hindurch wie eine unsichtbare Strahlung, die ich überhaupt nicht wahrnehme. Ganze Welten und Handlungen existieren neben mir, doch ich bemerke es in meinem „Verlangen zu genießen“ nicht, so wie ein Tier die Empfindungen eines Menschen nicht versteht.

Was soll ich tun, wenn ich so erschaffen wurde? Für mich bleiben alle Welten und, was das Wichtigste ist, derjenige, der mich lenkt, der Schöpfer selbst, unbemerkt!

Um das spüren zu können, muss ich beginnen die „Eigenschaft des Gebens“ zu schätzen. Genau dafür ist uns die Umgebung gegeben worden: Bücher, Lehrer und Freunde, damit sie mir die Wichtigkeit des Gebens deutlich machen.

Obwohl ich persönlich es überhaupt nicht glaube! Doch sie sagen es, und mir ist ihre Meinung wichtig. Ich bin so erschaffen, dass ich den Einfluss der Umgebung annehme und für mich das wichtig ist, was für die Umgebung wichtig ist.

Aus diesem Grund beginnt selbst das Geben, das für mich nicht den geringsten Wert besitzt, wichtig zu werden, wenn alle darüber erzählen – es wird in meinem „Verlangen zu genießen“ wichtig! Wie eine gute Anschaffung!

Und ich bin bereit, mich anzustrengen, um das höhere Licht, welches das „Verlangen zu geben“ mit sich bringt, anzuziehen, weil das für mein „Verlangen zu empfangen“ wichtig ist. In der Kabbala nennt sich das spirituelle Arbeit für sich selbst – „lo liShma“.

Doch das von mir angezogene höhere Licht verändert mich und ersetzt das „Verlangen zu genießen“ durch das „Verlangen, Genuss zu schenken“ (von lo liShma zu liShma), und ich gehe in die Wahrnehmung der höheren Welt hinaus!

Aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel vom 30.07.2010

interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

Das Ego und die Liebe

Frage: Kann das Genießen der Spiritualität egoistisch sein?

Antwort: Natürlich. Spiritualität bedeutet Geben und Liebe. Ich bin dazu bereit, dich zu lieben und dir zu geben, wenn es mir dabei gut geht! Und wenn nicht, wozu soll ich dich dann lieben?! Das nennt sich Klipa, das ist keine Spiritualität, sondern Materialität.

So zu lieben ist jeder von uns in der Lage: ich liebe meine Kinder, weil das meine sind. Doch wenn das nicht meine Kinder sind, habe ich keinen Bezug zu ihnen. Ich kann jemanden lieben, von dem mein Wohl abhängt, andernfalls brauche ich ihn nicht.

Mit anderen Worten: ich bringe mich ein und liebe, weil ich daraus einen persönlichen Nutzen ziehe. Es ist jedoch kein Geben und keine Liebe, sondern Ausnutzung des Nächsten.

Das Geben und die Liebe, von denen in der Wissenschaft der Kabbala die Rede ist, hat nichts mit dem Empfangen für sich selbst zu tun. Ich liebe diesen Menschen, damit es ihm gut geht – das war es. Das ist mehr als die Liebe zu unseren Kindern, denn sie werden von uns instinktiv geliebt. [Rest des Beitrags lesen →]

Warten nützt nichts

Nur die Kraft, die ich vor mir entwickle, damit sie mich zum Geben zieht, ist ein Anzeichen für das spirituelle Vorankommen. Manchmal begreifen wir nicht, was geschieht – warum es kein Vorankommen gibt, nachdem so viele Anstrengungen unternommen wurden. Wir befinden uns bereits seit so vielen Jahren auf diesem Weg, können aber immer noch die Vorbereitungszeit nicht abschließen. Was wird von uns noch verlangt?

Und wir begreifen nicht, dass wir diese ganze Zeit nur darauf gewartet haben, dass irgendeine Kraft kommt und uns vorantreibt, anstatt selbst, durch eigene Handlungen, eine solche Kraft zu erschaffen, die uns nach vorne zieht und nicht von hinten schiebt, damit wir durch die Größe des Ziels, des Gebens vorankommen – und die Motivation dazu bekommen wir von der Umgebung.

Genau darin besteht unsere Arbeit, unser freier Wille, die Annullierung unserer selbst und Erhebung der Umgebung. Und das alles, damit wir uns von dem Ziel begeistern und es erheben können. Die Wichtigkeit, die ich selbst dem Ziel beimesse, genügt nicht. Ich brauche eine starke Anziehungskraft, damit sie meinen Egoismus überwiegen und mich zwingen kann, mich Tag und Nacht um dieses Ziel zu kreisen, ohne zu schlafen.

Wenn es mir gelingt, dermaßen große Anziehungskräfte zu entwickeln, werde ich vorankommen.

So sieht die menschliche Stufe aus, die allen vorangegangenen Stufen entgegengesetzt ist. Es ist keine natürliche Entwicklung, die von der Natur ausgeht und von alleine läuft. Hier helfen keine Leiden – sie werden mich nicht vorantreiben. Dabei helfen mir nur meine eigenen Anstrengungen und Bündelung der Kräfte, Umsetzung aller Ratschläge der Kabbalisten und aller Mittel, die mich beeinflussen und mir die Wichtigkeit des Ziels einreden, damit ich dem Ziel entgegenstrebe.

Und das Ziel ist das Geben, dem ich ohne jegliche anderen Berechnungen, Ziele und Belohnungen entgegenstrebe. Das reine Geben – und nichts anderes.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Shamati-Artikel, 28.12.2011

Die Generation der bei der Arbeit Ausgebrannten

Aus den Nachrichten: Warum man ausbrennt und wie man wieder auflebt., von J. Borysenko, „The Daily Mail“: In dieser Woche zeigt eine Studie, dass die, die mehr als einen acht-Stunden Tag haben, fünf Tage die Woche, sechs mal öfter dazu neigen, am Burn-Out Syndrom zu erkranken…

„Tatsächlich ist das ein Thema, das immer problematischer wird, jetzt, da die Arbeitslosigkeit die übrig gebliebenen Arbeitnehmer mit einer untragbaren Arbeitslast zurückgelassen hat, zu ängstlich aus der Angst heraus, dass sie die Nächsten sein werden, die gefeuert werden.

Dr. Borysenko, ein in Harvard ausgebildeter Wissenschaftler und Psychologe, glaubt, dass Frauen so schwer leiden, weil sie umsichtiger als Männer sind, dass sie Menschen zufriedenstellen wollen und ihre eigenen Bedürfnisse ignorieren… „Burn-Out ist eine Schädigung der Hoffnung. Es saugt das Leben aus kompetenten, hart arbeitenden Menschen heraus. Man verliert die Motivation und die Kraft“ sagt Dr. Borysenko.

„Es gibt bestimmte Veränderungen im Gehirn, wenn wir überwältigt werden. Das Angstzentrum im Gehirn ist aktiviert, unser Frontallappen arbeitet anders und wir verlieren die emotionale Kontrolle“… „Man kann sich so nicht am Arbeitsplatz verhalten, also hält man sich zurück. Aber wenn man nach Hause kommt, ist es einfach, es herauszulassen, bei dem Menschen, der einen liebt oder den Kindern. Die Gefahr ist, dass das die Beziehungen und das Familienleben vergiftet.“

Kommentar: Eltern, die es möchten, sollten mit ihren Kindern zu Hause bleiben. Kinder (und Eltern) sollten von zu Hause aus über Fernsehen und Internet studieren und werden so eine Allgemeinbildung für alle bekommen, und es ist erforderlich, an Diskussionen teilzunehmen und an körperlichem Training, das sie selbst auswählen. Wir müssen weniger arbeiten und nur das Notwendigste produzieren; wenn nicht, werden wir ausbrennen und erst aufhören, wenn wir die Erde verbraucht haben, wir werden herausfinden, dass es nichts anderes zu tun gibt.

Die Behandlung der Depression

Meinung: Die Mehrheit der Amerikaner arbeiten viel, essen zwischendurch und führen ihr Leben immer mehr im Sitzen und isoliert. Eine solche Lebensweise führte zur Massendepression.

Die Menschen sind von vornherein für das Leben unter solchen Bedingungen nicht geschaffen: der Überfluss an Essen, die bewegungsarme Lebensweise in geschlossenen Räumen, der Schlafmangel, die soziale Isolierung und der chaotische Lebensrhythmus. Die Depression ist also eine Reaktion unseres Gehirns auf den ständigen Stress.

Kommentar: Die Depression ist eine Reaktion auf die innere Leere. Der Mensch kann alles im Leben ertragen, wenn er die Rechtfertigung für seine Probleme sieht. In diesem Fall verstärken die Schwierigkeiten den Eindruck des Sieges und der Errungenschaften. Der Hauptgrund der Depression ist somit der Verlust der Motivation und des Ziels.

Wenn die Umgebung die besonderen Werte vorgibt, welche für alle Mitglieder der Gesellschaft gleich und wichtig sind, dann nimmt der Mensch sich als ein Teil der Gesellschaft wahr, übernimmt diese Ziele als seine eigenen. In diesem Fall gibt es keine Leere. Der Mensch stützt sich auf die Meinung der Gesellschaft und findet etwas, wofür es sich lohnt zu leben. Wenn der Grund der Depression (die innere Leere) nicht beseitigt wird, dann bleibt uns nur eine medikamentöse Therapie übrig.

Eine Motivation, um eher geboren zu werden

Frage: Baal HaSulam schreibt, dass es nötig ist, zu verstehen, was Kabbala ist, bevor man sie studiert. Wie kann jeder ihre Sprache lernen, wenn sie so kompliziert ist?
Meine Antwort: Zu verstehen, was die Weisheit der Kabbala ist, bedeutet den Schirm zu erwerben, um sich über seinen Egoismus zu erheben und spirituelle Handlungen zu erkennen. Dann wirst du fähig sein, einen kabbalistischen Lehrer zu verstehen und zu lernen, was als nächstes zu tun ist. Du wirst begreifen und du wirst sofort alles praktisch bestätigen können, was er dir sagt, wie es auch bei Studenten in der normalen Welt geschieht.

Wie kann ich dir aber irgendwas erklären, bevor du in der Spiritualität geboren wirst? Es ist, als ob ich einem ungeborenen Kind im Leib seiner Mutter etwas über diese Welt erzählen würde. So erzählen Kabbalisten uns etwas von einer anderen Welt. Wir wohnen in dieser Welt innerhalb ihrer Sphäre, wie in einer Blase, während uns etwas über einen Ort außerhalb davon erzählt wird.

Darum arbeiten kabbalistische Texte wie „Wundermedizin“ (Segula) für uns. Die Artikel sind für Anfänger geschrieben, aber „Das Studium der zehn Sefirot“ ist für jene geschrieben, die in die Spiritualität geboren wurden, die schon „spirituelle Babies“ sind, denen von der Höhren Welt erzählt werden kann. Deswegen werden sie fortschreiten und anfangen, die neue Welt zu erkunden, in die sie geboren wurden.

Was jene betrifft, die noch immer im Leib ihrer Mutter sind, ist es nur ein Ansporn, eine Motivation, um so bald wie möglich geboren zu werden.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 14.02.2011, „Das Wesen der Weisheit der Kabbala“

Wofür es in der Spiritualität Strafen gibt

Die Natur dieser Welt ist egoistisch, in dieser Natur des Verlangens zu genießen sind wir geboren worden.

Aus diesem Grund zieht und schiebt dieses Verlangen mich immer zu den Genüssen, ohne mich nur für eine Sekunde in Ruhe zu lassen.

Jedes Mal erzeugt es neue Verlangen in mir und lockt mich zu diesen oder jenen Genussquellen hin.

In dieser Welt befinde ich mich also ständig unter dem Druck der mich zur Entwicklung treibenden Naturkraft, die in mir das Empfinden von Leiden hervorruft.

Darum, wenn ich nichts mache, kann ich auch nicht bestraft werden. Denn die Motivation, irgendetwas zu tun, kommt zu mir jedes Mal von der Natur, weil ich von der mich von hinten anschiebenden Kraft gelenkt werde.

Während es hingegen in der spirituellen Entwicklung keine Kraft gibt, die uns zum Vorankommen zwingt, denn dort gibt es keinen Zwang. Ich muss die Kraft, die mich vorwärts treibt, selbst in mir erreichen, sammeln, speichern, organisieren.

Und um uns, die wir uns im Egoismus, im Verlangen zu genießen, befinden, zu helfen, spirituell voranzukommen, werden wir bestraft, wenn wir nicht arbeiten – also eine Strafe für die Untätigkeit.

Wenn wir auf alle unsere Empfindungen achten und begreifen, dass sie alle vom Schöpfer kommen, wird uns das sehr helfen, besser zu reagieren und voranzukommen.

Wenn wir anfangen, in jedem Zustand das Verhalten des Schöpfers uns gegenüber, also die Bestrafung für unsere Faulheit bei der Arbeit zu sehen, werden wir uns jeden Augenblick auf jede Handlung besser vorbereiten können.

Dann werden wir sehen, dass der Schöpfer immer der Anfang ist, dass Er derjenige ist, der uns zu der Handlung einlädt und uns lenkt, und wir einfach nur sensibler werden müssen, um zu hören, was Er sagt, wie Er in uns arbeitet, und dementsprechend Einzelheiten in unserer Arbeit zu erkennen.

Denn im Großen und Ganzen besteht unsere Arbeit in der Verbindung zwischen den Seelen, um in ihr den Schöpfer zu enthüllen.
Und innerhalb dieser Verbindung fangen wir an, zu spüren, wie der Schöpfer uns lenkt, und das direkte Licht, das reflektierte Licht und alle Handlungen, die wir in der Wissenschaft der Kabbala studieren, wahrzunehmen, wir spüren, wie sie sich zwischen uns vollziehen.
So treibt uns der Schöpfer zu der Verbindung, damit unsere Verlangen Ihm genau entsprechen. Und aus diesem Grund sind das von der Seite des Schöpfers keine Strafen, sondern die Korrektur unserer Richtung.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 18.07.2010

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Belohnung für das Geben

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich meine Motivation zum Geben beibehalten, wenn ich kein Resultat meiner Handlungen sehe? Muss ich denn blind daran glauben, dass der Text, den wir studieren, eine solche Wirkung auf mich hat?

Meine Antwort: Hier gibt es zweierlei Probleme. Einerseits muss ich darum bitten, geben zu können, woran ich nicht im Geringsten interessiert bin. Andererseits, wenn ich plötzlich wie durch ein Wunder geben will, erwarte ich nach wie vor das Resultat dieser Handlung in den empfangenden Kelim, die nicht mit der Belohnung für das Geben gefüllt werden können.

Das ist einfach unmöglich. Wenn ich gebe, dann empfinde ich das Resultat auch in den gebenden Kelim. Wenn ich jedoch gebe, das Resultat aber in den empfangenden Kelim erwarte, dann bleibe ich in doppelter Hinsicht leer. Aus diesem Grund ist es natürlich, wenn der Mensch das Resultat seiner guten, richtigen Handlungen, die er vielleicht auch vollbringt, nicht sieht, weil er an falscher Stelle sucht. Er überprüft seinen Geldbeutel – na, wo ist denn die Bezahlung für das Geben? Wo sind das Geld, der Ruhm, die Macht, die Gesundheit, wenigstens etwas? Doch in diesen Kelim gibt es kein Resultat, sogar im Gegenteil, sie sind in doppelter Hinsicht leer. Es wurden so viele Anstrengungen unternommen, und es gibt nichts.

Wenn ich mich wenigstens nicht so angestrengt hätte – wer nicht arbeitet, bekommt nichts (obwohl ich auch bereit wäre, ohne zu arbeiten zu bekommen), dann kann man sich auch bei niemandem beschweren. Doch wenn ich gebe und nichts bekomme, dann ist das doppelt schlecht. Was kann man da tun? Um die Reaktion auf die gebenden Handlungen, deren Nutzen wahrzunehmen, muss man die gebenden Kelim enthüllen. Man muss richtig verstehen, wie das Resultat des Gebens aussehen soll.

Wie geschrieben steht, besteht die Bezahlung für das Gebot in dem Gebot selbst. Oder auch: Die Bezahlung für das Gebot besteht in der Erkenntnis desjenigen, der das Gebot gibt. Ich enthülle die Eigenschaft des Gebens, die plötzlich in mir zum Vorschein kommt, die Höhere Kraft, die über alles regiert und zu der ich plötzlich eine Verbindung wahrnehme.

Oder ich spüre, dass ich ein Verlangen danach habe, in dieser Richtung weiterzumachen. Darin besteht die Bezahlung. Nach ihr muss gesucht werden. Unser Problem besteht nur darin, dass wir Falsches und am falschen Ort suchen.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 14.07.2010

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