Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Wie man das Höhere Licht wahrnimmt

Frage: Ich bin sehr neugierig, was das „Licht, das zur Quelle zurückführt“, ist. Wie erleben wir das Licht – als etwas Angenehmes, das uns den Weg erhellt?

Antwort: Dieses Licht ist eine Kraft, die etwas in mir zu verändern beginnt. Ich fange an zu spüren, dass ich die Welt anders sehe – ich nehme die Dinge anders wahr, ich ändere meine Einstellung zu den Menschen.

Ich werde toleranter gegenüber anderen, ich beginne sie zu verstehen und ihnen zuzustimmen. Ich werde mitfühlend und kann Menschen so annehmen, wie sie sind. Ich habe das Gefühl, dass wir alle in einem einzigen System verbunden sind.

Sie nähern sich mir an! Und so beginne ich, ihnen zu vergeben, als wären sie meine Kinder. Ich behandle sie wie einen Teil von mir selbst. Ich bin mir dessen vielleicht nicht einmal bewusst, aber so geschieht es plötzlich – ich sehe, wie ich plötzlich anfange zu verzeihen.

Was ich früher gehasst habe und nicht ertragen konnte, scheint jetzt nicht mehr so schlimm zu sein. Ich mache Zugeständnisse, als ob ich mit jemandem zusammen wäre, der mir sehr nahe steht.

Das ist es, was das Licht für uns tut. Wir sehen es nicht, es leuchtet uns nicht in die Augen wie eine Fackel – es offenbart sich in uns. Wir ziehen es an, so dass es in uns wirkt und unsere Eigenschaften verändert.

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Aus einer Lektion über „Die Wissenschaft der Kabbala und ihre Essenz“, 16.07.2010

Wie man lernt, anderen zuzuhören

Auszug aus einem Leserbrief: „Mit Schrecken stelle ich fest, dass ich anderen nicht mehr zuhören und sie verstehen kann. Kann ich es wieder lernen?“

M. Laitman: Ich finde nicht, dass man Jedem zuhören muss. Man sollte zunächst lernen, an sich selbst zu arbeiten, und erst dann beginnen, den Menschen zuzuhören. Menschen einfach so zuhören? Das wird Sie nur mit deren Problemen überladen. Sie werden sich grämen. Es wird nichts Gutes dabei herauskommen.

S. Vinokur: Sie sagen also: Man sollte sich darauf vorbereiten, anderen zuzuhören?

M. Laitman: Ja, man muss über eine sehr gute Wahrnehmung verfügen, um die Informationen richtig zu verarbeiten und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Erst dann können gute Beziehungen entstehen und Sie werden in der Lage sein, zu verbinden und zu heilen.

Was wollen Sie sonst tun? Wollen Sie die da sitzen, weinen und mitfühlen? Niemand braucht das.

S. Vinokur: Sie meinen also, nur wenn das Ziel ist, der Person zu helfen, dann kann er richtig hören und zuhören?

M. Laitman: Ja. Deshalb wird unsere Verbindung mit anderen Menschen durch eine Art Schutzschild hindurch aufgebaut, das als Machsom bezeichnet wird.  Es ist eine Art Schild, durch das ich sehr hart zu mir selbst und zu anderen bin und beginne, ernsthaft zu sortieren, was ich von ihnen bekomme, was ich ihnen gebe und so weiter.

S. Vinokur: Aber ich muss mir selbst gegenüber hart sein, haben Sie gesagt.

M. Laitman: Ich muss zu mir und zu anderen hart sein, damit auch sie beginnen, sich richtig zu verhalten, ohne sich gehen zu lassen.

S. Vinokur: Es ist also kein höfliches Verhalten. Wollen Sie damit sagen, dass dies bereits eine Korrektur ist?

M. Laitman: Es geht nicht um Höflichkeit, es geht um Korrektur. Das ist  kein kabbalistisches Märchen. Es sind keine egoistischen Tränchen. Das alles ist sehr, sehr ernst. Es muss gut durchdacht und abgewogen sein und auf ein gemeinsames Ziel ausgerichtet werden.

Die Schlussfolgerung ist ganz einfach: Eine nachhaltige Zukunft ist nur dann möglich, wenn die Menschen ihren Egoismus überwinden und gemeinsam daran arbeiten, ein völlig neues System zu schaffen, ein neues Netz der Kommunikation und der Interaktion untereinander. Dann verschwinden alle Probleme und die Menschen werden in eine völlig neue Gesellschaft integriert.

Aus KabTv: https://www.michaellaitman.com/ru/video/kak-nauchitsya-slyshat-drugih/