Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Menschlichkeit'

Wir sind unser eigener Krebs

Vom Beginn der Schöpfung bis heute hat sich das Universum als ein System entwickelt, dessen Elemente alle miteinander verwoben und voneinander abhängig sind. Da alles von einem Punkt ausging, ist alles miteinander verbunden, wird immer verbunden bleiben, und was immer an einem Ort geschieht, wirkt sich auf das gesamte System aus.

Als sich das Universum entwickelte, manifestierten sich höhere Ebenen der Existenz, eine nach der anderen. Das Substrat von allem ist natürlich die mineralische Ebene. Mit dem Auftreten von Leben entstanden dann neue Ebenen – die vegetative, dann die belebte und schließlich die menschliche Ebene. Jede neue Ebene übersteigt die vorangegangenen Ebenen und ist gleichzeitig für ihr Überleben auf sie angewiesen. Dementsprechend ist jede Ebene so aufgebaut, dass sie sorgfältig das dynamische Gleichgewicht aufrechterhält, das der Erde und dem gesamten Universum Stabilität und Wachstum bringt. So hat sich unser schönes Universum über Milliarden von Jahren entwickelt.

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Die guten Seiten der Probleme

Die heutigen Probleme mögen nicht so schlimm erscheinen wie die, die die Menschheit in der Vergangenheit erlitten hat. Selten werden Dutzende von Menschen getötet, es gibt keine Seuche, die die halbe Bevölkerung Europas zu dezimieren droht, kein Tyrann hat die halbe Welt erobert, zumindest noch nicht, und der Hunger droht nicht, Milliarden von Menschenleben zu fordern. Es gibt sicherlich viele der Probleme, auf die ich gerade hingewiesen habe, und noch viele mehr, aber nichts so kolossales, wie wir es in der Chronik der Menschheit erlebt haben.

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Einheitliche Erziehungsmethode für Kinder

Frage: Die Universitäten der ganzen Welt betreiben alle Arten von Forschung im Bereich der Erziehung. In North Carolina sind Wissenschaftler zu dem Schluss gekommen, dass alles vom Geburtsort des Kindes abhängt. In Kenia wird zum Beispiel jeder Schritt eines Kindes bewacht während das in Europa als gewalttätig betrachtet wird.

Gibt es eine einheitliche Methode, nach der die Kinder erzogen werden könnten?

Antwort: Es gibt verschiedene Möglichkeiten ein Kind groß zu ziehen. Das Wichtigste für ein Kind ist das Gefühl einer starken Schulter, die es von einem nahestehendem Menschen bekommt.

Die psychologische Grundlage der Menschen kann unterschiedlich sein. Die Menschen müssen begreifen, dass sich ihr Gemeinwesen, ihr gegenseitiges Verständnis, ihre Annäherung zueinander, entwickeln mussen. Es geht dabei nicht um die körperliche, sondern um die innere Entwicklung, es würde vielleicht sonst nicht viel von der Menschheit übrig bleiben.

Wir müssen verstehen, dass wir in einem integralem Umfeld leben, in dem alles zusammenhängt. Dies sollte einem Kind von Anfang an beigebracht werden. Es sollte wissen, dass die Menschen nur auf diese Weise ein Existenzrecht haben, deshalb soll es die anderen mit Achtung behandeln und umgekehrt.

Gegenseitige Hilfe, Verbindung, Verständnis – diese Begriffe müssen von Geburt an im Kind entwickelt werden! Damit sich der kleine Mensch auf die Zusammenarbeit mit anderen ausrichten kann, braucht es die richtige Erziehung. Selbst wenn er das nicht mag, wird die Gewohnheit zur zweiten Natur.

Die ganze Menschheit muss begreifen, dass wir uns selbst in eine Katastrophe führen!

Sieht man sich die Zeichentrickfilme von heute an, so prügelt man sich dort gegenseitig und lacht dabei! Was für ein grausames Spiel! All das ist sehr hart, schrecklich und böse. Es sollte doch genau das Gegenteil davon geben! Es tut mir sehr leid, dass die Menschen nicht hören, aber es überrascht mich auch nicht, da darin unsere ganze Natur liegt. Die Tatsache, dass man diese Natur korrigieren und sich darüber erheben muss, wird die Menschheit letztendlich doch verstehen müssen. In der Zwischenzeit wird es leider nicht erkannt.

Es ist ein weltweites, organisiertes Team erforderlich, dass alle Menschen zur Vereinigung bewegt. Die Welt wird sonst nicht überleben. 

Aus dem TV Programm „Nachrichten mit Michael Laitman“, 24.08.2016

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Wenn der Egoismus keine Grenzen kennt

Eine Frage, die ich erhielt: Wie ist unser anwachsendes Ego mit den Dingen verbunden, über die wir jeden Tag in den Nachrichten lesen: „Vater vergewaltigt Tochter“, „Lehrerin belästigt ihre Schüler“ und so weiter?

Meine Antwort: Die Nachrichten berichten uns nur einen kleinen Teil von dem, was tatsächlich geschieht. Über vieles wird schweigend hinweggegangen. Seit Jahren kommen Leute wegen ihrer persönlichen Probleme zu mir und jedes Jahr sprechen sie offener über die Dinge, die sie vorher nicht ansprechen konnten. Sie haben innere Impulse, Verlangen, Gedanken, Verwirrungen und Abweichungen enthüllt, die niemals vorher in solch einem großen Maß und solcher Qualität enthüllt wurden.

All das wird durch unser ständig anwachsendes egoistisches Verlangen, Genuss zu empfangen, verursacht. Dieses Verlangen wird größer und größer und es gibt nichts, was wir dagegen tun können. Das einzige, was wir tun können, ist anzufangen, es zu korrigieren.

Jetzt erkennen wir die gesamte „Dicke“ unseres egoistischen Verlangens, das uns vom Schöpfer trennt und uns niederdrückt. Das wird die Verschlimmerung des Exils, Verhüllung oder Trennung von der Spiritualität genannt. Und so wird es weitergehen, bis wir solche Monster werden, dass wir uns selbst nicht mehr ausstehen können.

Dieses Böse muss entweder durch Handeln oder durch die Erkenntnis des Egoismus enthüllt werden. Letzeres kann durch Erziehung oder Bildung geschehen. Ein Mensch kann nur durch die Enthüllung des Bösen in seinem Innern korrigiert werden, indem er spürt, dass sein Egoismus böse und nachteilig für ihn ist. Nur dann wird ein Mensch fähig sein, das Böse zu korrigieren, das er anderen antut.

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Verwandtes Material:
Blog-post: Unser wachsender Egoismus ist die Ursache all unserer Sorgen
Blog-post: Der Hass und das Böse sind Wederspiegelungen unserer inneren Zustände
Blog-post: Die Krise ist die Enthüllung unserer zerbrochenen Beziehungen

Wir müssen uns auf eine höhere Bewusstseinsebene erheben, um unsere Probleme zu lösen


Wir haben eine Krankheit offenbart, aber es ist noch nicht ganz klar, wie wir sie behandeln sollen, also suchen wir weiter. Bis wir die Behandlung gefunden haben, werden wir uns weiter krank fühlen – machen eine Krise durch. Doch die Behandlung wird allmählich offenbart. Wir wissen, wenn die Menschheit ein Problem oder eine Krankheit enthüllt, dass die Menschen Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte mit der Suche nach einem Heilmittel verbringen. Im Mittelalter waren die Epidemien, die in Europa ausbrachen, so gewaltig, dass sie die Hälfte der Bevölkerung töteten. Aber schließlich fanden die Menschen die Heilmittel.

Leiden treibt die Menschheit voran, nach dem Heilmittel zu suchen und es zu finden. Es läutert, sensibilisiert die Menschen, bringt sie dazu, zu suchen und zu verstehen. Unser Verlangen öffnet die Türen zur Natur und dann finden wir, wonach wir suchen. Es gibt für alles eine Antwort.

In unserem Fall ist es das Gleiche. Als Folge des Leidens werden wir das Heilmittel für die Krise finden. Das ist schwierig, weil sich das Problem in unserer Innenwelt abspielt, in unserem Verlangen und der Psyche, und das ist etwas, wovon wir nicht wissen, wie wir es behandeln sollen. In letzter Zeit sehen wir, dass alle Unglücke, die der Menschheit zustoßen, auf der psychologischen Ebene passieren – ob es nun Scheidung, Drogen, Depression, die Beziehungen zwischen Eltern und Kinder, die Krise in der Erziehung, in der Wissenschaft, in der Einstellung des Menschen gegenüber der Welt oder unsere Missachtung gegenüber der Natur sind. All das geschieht auf der Ebene der Psychologie.

Wir sind völlig schwach, wenn es darum geht, unsere psychologischen Probleme zu überwinden, da ein Problem nur gelöst werden kann, wenn man darüber steht. Dann kann man es von oben her untersuchen und es verstehen. Unser Verstand ist dann in der Lage, das Problem aus allen möglichen Richtungen zu erfassen und das Problem wird sozusagen durch das Bewusstsein „gepackt“. Ein Mensch studiert es und führt eine Analyse und Synthese durch.

Psychologische Probleme erscheinen jedoch auf der gleichen Ebene, auf der wir uns befinden – der menschlichen Ebene. Deshalb haben wir eine schwierige Zeit, sie zu lösen. Wenn wir diese Probleme lösen wollen, müssen wir uns auf eine höhere Ebene erheben. Und wir können sowohl instinktiv, als auch bewusst herausfinden, wie wir das machen sollen, wenn wir uns nur wünschen, uns über uns selbst zu erheben. Andernfalls, wie es in dem Buch Esther heißt, „wird diese Generation zum Tode verurteilt“. Zweifellos sind wir damit nicht einverstanden und darum werden wir dazu gezwungen, dieses Problem zu lösen.
(Aus dem Unterricht über Baal HaSulams Artikel „Ein Gebot“ am 05.03.2009)

Kabbala Akademie

 

 

Ökonomen sprechen schöne Worte, können sie jedoch nicht umsetzen


Shari Arison, die berühmte israelisch-amerikanische Geschäftsfrau (und die reichste Staatsangehörige Israels), sagte Folgendes über die Finanzkrise:

Wir gehen durch eine schwierige, aber extrem wichtige Zeit – wichtig für das jüdische Volk und die gesamte Menschheit.

Wir spielen eine sehr wichtige Rolle – die Fackel emporzuheben und sie zu entzünden. Wir werden durch Bewusstheit, Menschlichkeit, Wahrheit, Werte, Liebe und Frieden führen. Wir müssen vereint sein – nur dann werden Aufruhr, Schmerz und Hass vertrieben.

Die heutige Welt befindet sich am Rande der Zerstörung. Überall wo man hinschaut gibt es Chaos und es fängt im Kleinen an – in den zwischenmenschlichen Beziehungen. Aufruhr, Schmerz und Gefahr durchdringen alle Aspekte des Lebens: persönlich, zwischenmenschlich, ökologisch und ökonomisch. Heute versteht das jeder und es ist schade, dass wir die Lösung nicht erkennen.

Ich stehe heute vor Ihnen und sage Ihnen: Es gibt eine Lösung und sie liegt in unserem Wertesystem. Die Lösung ist in dem Vers „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ verborgen. Wir alle wollen die gesamte Situation verändern und wir können es. Jeder einzelne von uns muss jedoch die individuelle Verantwortung und persönliche Verpflichtung übernehmen.

Mein Kommentar: Dies sind schöne Worte, allerdings gibt es keinen Weg, sie durchzuführen. Ich hoffe nur, dass die Menschen den Egoismus bald als Ursache all ihrer Schwierigkeiten erkennten und dann schnell realisieren, dass die einzige Methode ihn zu korrigieren darin liegt, die Naturkräfte von außen heranzuziehen.

Es steht geschrieben: „Ich erschuf den Egoismus und ich gab die Tora zu seiner Korrektur, denn das Licht in ihr führt einen zur Quelle zurück.“ Dieses Licht kommt nur durch die richtige Anwendung der Kabbala auf einen Menschen herab – siehe Punkt 155 von Baal HaSulams „Einführung zu Talmud Esser HaSfirot“.