Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Menschenverstand'

Wie erhält man eine höhere Intelligenz?

Frage: Ist es möglich zum Geben überzugehen, ohne Schmerzen und Leiden dabei erdulden zu müssen?

Antwort: Ja. Man kann solch einen Übergang ohne Leiden durchführen, wenn er unter dem Einfluss von der Umgebung geschieht.

Die Umgebung ist dazu in der Lage, mir ein Streben zu jeglichem, sogar einem irrealen Ziel aufzudrängen. Wenn alle Menschen um mich herum danach streben, werde ich das auch tun.

Und dann wird es gar nicht so schwierig sein, die Eigenschaft des Gebens wie eine große Belohnung zu schätzen, anstatt des heutigen egoistischen Empfangens, unter der Bedingung dass die anderen auch so denken und handeln.

Der Mensch ist einem Rechner ähnlich und die Gesellschaft kann sein altes Programm löschen und ein neues, fortgeschrittenes Programm mit neuen Daten installieren. Dementsprechend entwickle ich mich.

Es steht geschrieben, dass das Volk Mosche und Aaron wie eine Herde folgte [Ps, 77:21]. Es heißt nicht, dass sie, wie Tiere, Mosche und Aron folgten.

Ich gebrauche meinen Verstand nur dafür, um denen zu folgen, die mir den spirituellen Weg zeigen. Das ist gar nicht so einfach ihnen zu folgen, denn so wirst du nicht zu einem Roboter, sondern du wächst!

Dir werden die ganze Zeit Störungen gegeben, auf allen Stufen: bewegungslos, pflanzlich, tierisch und sprechend, die dich daran hindern dem spirituellen Weg zu folgen.

Und du musst dich von der Stufe deines hohen Egoismus verbeugen und erniedrigen, um den spirituellen Mentor folgen zu können. Deshalb wird das deine Größe sein,wenn du ihm folgst und nicht deine Kleinheit.

Deshalb musst du eine große Vernunft haben, um alle Intrigen und Komplotte des eigenen Egoismus zu entziffern, und anstatt deinen Egoismus zu befolgen, über dem eigenem Verstand hinter deinem Lehrer zu gehen.

Dir werden solche Verwirrungen und Zustände geschickt, wo du beginnst den Lehrer so gering zu schätzen in jeder Sache; manchmal hasst du ihn sogar.

Und wenn du in der Lage bist dich darüber zu erheben und aus dir selbst eine „Null“ zu machen, so wie geschrieben steht:“Staub unter den Füßen der Gerechten“, so bedeutet es das du ihnen folgst, den Rechtschaffenen auf dem spirituellen Weg.

Dann bist du groß, du bist so wie Er. Du bekommst all das, was in Seinem Kopf ist. Alles hast du vom Schöpfer erhalten, durch Ihn.

Das ist eine besondere Form der Entwicklung, wo du dich gegenüber dem Lehrer annullierst,vor Mosche und durch ihn annullierst du dich gegenüber dem Schöpfer.

Genauso wie man von der Liebe zu den Geschöpfen, zur Liebe zum Schöpfer gelangt, so haben wir hier selbst, keine andere Möglichkeit uns zu verändern. Die frühere Form wird gegen eine neue, die dem Schöpfer ähnlich ist, von oben, ersetzt.

Solche Wörter wie „sich annullieren“, „wie eine Herde dem Hirten zu folgen“ drücken keine Geringschätzung aus. Damit ist nicht gemeint, dass wir wie Tiere ohne Verstand sind.

Wenn du dich auf der Stufe der Klipot, von Assija, Jetzira, Brija und Atzilut annullierst und deinem Lehrer folgst, steigst du auf die Höhe dieser Welten hinauf. Alles hängt nur von der Größe des Widerstandes gegen die Störungen ab.

Das nennt man „mit dem Glauben über dem Wissen (Verstand) gehen“. Denn ich habe kein solches Wissen, wie mein Lehrer und ich annulliere mich im Bezug auf ihn, annulliere mein Verstand und bekomme von ihm ein neues Wissen, ein Wissen der höheren Stufe, den „Glauben“.

Der untere Teil seines spirituellen Parzufs, ACHaP, senkt sich in mich und ich nehme die Dunkelheit als Licht an, obwohl dieses mir als Dunkelheit in meinem egoistischen Willen vorkommt. Auf diese Weise kann ich auf dem spirituellen Weg weiterkommen.

Aus einem Unterricht über „Einführung zu „Panim Meirot“, 01.08.2010

Kabbala Akademie

Stufen der spirituellen Arbeit

Die Arbeit muss so weit wie möglich vom Körper entfernt stattfinden. Man kann in ihr verschiedene Stufen hervorheben:

Zuerst strebt der Mensch nur nach Erfüllung – in dieser oder in der zukünftigen Welt.

Danach fängt er an, außer an die Erfüllung, auch daran zu denken, „mit wem er es zu tun hat“, von wem diese Erfüllung abhängt. Dann beginnt er, die Erfüllung mit der Quelle der Erfüllung, dem Gebenden, zu verbinden. Es entsteht eine Beziehung zum Gebenden, weil von ihm die Erfüllung abhängt.

In der nächsten Phase fängt der Mensch an, den Gebenden zu achten, weil Er der Gebende ist, für Seine Eigenschaft an sich der Gebende zu sein, und nicht für den Genuss, den er von Ihm bekommt.
Hier kommt es zu einer gewissen inneren Zwiespalt in ihm – einerseits ist die Erfüllung wichtig, andererseits kommt ein Bestreben, sich an den Gebenden anzugleichen, auf. Ist die Erfüllung als Energie für die Arbeit wichtig oder um der Erfüllung selbst willen? Wovon genau bekommt er die Energie, was ist sein Ziel – die Erfüllung oder die Verbindung mit dem Gebenden?
Auf diese Weise kommt er nach und nach in einen Zustand, in dem er nur an die Übereinstimmung seiner Eigenschaft und der des Schöpfer denkt.
Doch auch hier ist nicht alles so einfach. Es sind verschiedene Sachen:  die Übereinstimmung der Eigenschaften einerseits und andererseits das Verlangen, Genuss dem Gebenden zu bereiten.
Bei dem Bestreben nach der Übereinstimmung der Eigenschaften denke ich dennoch an mich. Obwohl ich geben, Genuss bereiten, lieben will, will ich das für mich selbst, dabei bin ich präsent.
Auch was das Bereiten des Genusses betrifft – werde ich ihn bereiten oder gibt es jemanden, der es besser kann als ich? Wie werde ich es so anstellen, dass ich keine Belohnung dafür bekomme?
Das heißt, wir sehen, dass es hier eine Menge Stufen, ganze fünf Welten gibt, wo der Mensch seine Motivation, seine Prinzipien überdenkt: wofür ist er bereit, sich anzustrengen, worin besteht seine Erfüllung, wie ist seine Haltung dem Gebenden gegenüber?
Dadurch verändert sich sein Zustand und er steigt von einer Welt zur nächsten auf.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 05.07.2010.

Kabbala Akademie

Die Ansprüche sind rechtfertigt, aber unpassend

Der Sohar. Einleitungen. Artikel „Die Weisen der Welt“: Rabbi Schimon hat gesagt: „Einmal ist zu mir ein Philosoph aus den Völkern der Welt gekommen und sagte:“ Sie sagen, dass Ihr Gott in der ganzen himmlischen Höhe herrscht und alle Heere und Lager Ihn nicht begreifen, und Seinen Ort nicht finden können.

Es dient aber nicht Seinem Ruhm. Denn es ist doch gesagt: „Unter allen Weisen aus den Völker und in ihrem ganzen Reich gibt es niemanden, der Dir ähnlich sein würde“. Warum vergleicht man Ihn mit den vergänglichen Menschen?“

Auf dem spirituellen Weg entstehen im Menschen die Fragen, als ob in seinem Inneren, ein Philosoph sprechen würde. In diesem Fall geschah es mit Rabbi Schimon. Er stieß an den philosophischen Gedanken – auf eine vollkommen logische und für unsere Welt rationale Frage über den Schöpfer.

Natürlich, ist dieser „Philosoph“ sehr klug, und seine Postulate und Argumente sind wahrhaft. Es ist gesagt: „Die Weisheit liegt bei den Völkern – glaube das“. Mit anderen Worten, in unserer Welt wird nichts der Logik und dem gesunden Menschenverstand entgegenstehen können.

Die Wissenschaft der Kabbala verneint es nicht, sondern es gilt darin ein anderes Programm, andere Vernunft, anderes Herangehen. Und deshalb misslingt sie dem Menschen, wenn er versucht, die Logik dieser Welt an die spirituelle Realität anzuwenden. Denn die Rede ist über die unvergleichbaren Sachen, über verschiedene Kelim.

Selbstverständlich entstehen in dir die Fragen, und es gibt keinen Zweifel, dass du in allem dein Recht beweisen kannst. Denn die anderen Menschen haben auch dieselbe Logik.

Laut der Informationen, die im egoistischen Wunsch vorhanden sind, sind ihre Ansprüche rechtmäßig. Der Ausgangspunkt, das Herangehen an die Sache, die Analyse und das Ergebnis stimmen. Was sich zu unserer Welt verhält, unterliegt auch ihren Gesetzen.

Wir sprechen aber über die Forschung der spirituellen Welt, wo unsere Gesetze nicht gelten, wo unsere Logik und unsere Empfindung kraftlos sind. Das versuchen uns die Autoren des Buches Sohars zu erklären.

Was kann ich in diesem Fall überhaupt machen? Was bleibt mir ohne Vernunft und ohne Gefühl übrig? Der Samentropfen? So ist das aber. Mir wurde der Punkt im Herzen gegeben, und die Arbeit an ihm erfolgt vom Anfang an oberhalb dieser Welt.

Ich werde mit anderen Punkten vereinigt, zu denen ich gebracht wurde, und ich ziehe die Kraft der Vereinigung mit Hilfe der Bücher heran, die auch dieser Welt nicht angehören. Und das alles, um die Kraft des Gebens zu öffnen.
Das Feld meiner Tätigkeit ist vom Anfang an und bis zum Ende von unserer Welt isoliert. Hier ist das irdische Herangehen untersagt. Es ist ein ganz anderes „Territorium“, der Staat der höheren Ordnung, wo die Fragen „der Philosophen“ jede Rationalität verlieren.

Aus dem Unterricht nach dem Buch. Das Vorwort, 24.11.2010

Den Sohar verstehen


Der Sohar berichtet uns, was in der spirituellen Welt geschieht. Er beschreibt die Handlungen des Gebens durch das Geschöpf. Weil wir zu solchen Handlungen jedoch noch unfähig sind, sind wir nicht in der Lage, sie zu verstehen. Wir existieren in unserem egoistischen Verlangen. Wir kennen nur das Empfangen von Vergnügen und Befriedigung sowie die Handlungen, die uns dahin führen.

Demzufolge erscheinen uns die Handlungen, die im Sohar beschrieben werden, wie in einer fremden Sprache geschrieben, wie ein geheimer Code. Er scheint über etwas völlig Irreales zu sprechen. Es spielt keine Rolle, ob in der Sprache der Kabbala über Sefirot, Parzufim und Welten geschrieben wird oder in märchenähnlichen Allegorien über die Sonne, den Mond, Berge, Menschen, Tiere und so weiter. Wir verstehen oder fühlen nichts von dem, weil wir nicht in der Eigenschaft (Bedeutung, Natur) des Gebens existieren, sondern in der Eigenschaft des Empfangens.

Wenn unsere körperlichen egoistischen Eigenschaften von Oben durch Eigenschaften der Liebe und des Gebens ersetzt würden, könnten wir unmittelbar verstehen, was der Sohar uns berichtet. Wenn wir ihn lesen, würden wir die Höhere Welt enthüllen. Sie würde nicht nur in unserer Vorstellung enthüllt werden, etwa so als würden wir ein Abenteuerbuch lesen, sondern in der Wirklichkeit.

Obwohl wir diese spirituellen Eigenschaften noch nicht besitzen und der Text unwirklich für uns bleibt, wird das Lesen des Buches Sohar als Segula bezeichnet, als ein besonderes Heilmittel. Selbst wenn wir ihn nicht verstehen, lesen wir ihn und versuchen, die Kräfte von dieser anderen Welt auf uns herab zu ziehen, die in diesem Buch beschrieben sind. Indem wir uns Veränderung und das Empfinden des Textes wünschen, „scheint“ es auf uns mit dem „Licht, das erneuert“, (Or Makif – das Umgebende Licht).

Diese Kraft beeinflusst uns und enthüllt neue Eigenschaften des Gebens in unserem Innern, welche im Sohar beschrieben werden. Er wurde aus der Natur des Gebens heraus geschrieben, nicht des Empfangens, und daher kann er nur verstanden werden, wenn wir uns an die Natur des Gebens halten.

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Würde mir endlich jemand sagen, worum es im Sohar geht?


Ich erhalte viele Fragen über das Studium des Sohar, sowohl von erfahrenen Studenten wie auch von absoluten Anfängern. Die Leute schreiben, „Wir waren bisher gewohnt, zu verstehen, was wir studieren. Talmud Esser HaSfirot und „Einführung zur Weisheit der Kabbala“ (Pticha) gaben uns Wissen über den Aufbau des Universums. Die Artikel über die Gruppe führten uns zum Nachdenken über die Einheit und das Ziel, welche die Gruppe erreichen muss. Die Artikel von Baal HaSulam erklärten die Verbindung der Kabbala zu anderen Wissenschaften und ihre Einstellung zu Religion, Philosophie und der Freiheit des Willens. Es war klar, dass diese Artikel sich mit der Struktur der äußeren Gesellschaft ebenso befassten, wie mit der inneren Struktur des Menschen. Aber was zum Teufel studieren wir im Buch Sohar?

Diese Fragen verdeutlichen die falsche Einstellung gegenüber dem Studium, weil letztendlich muss sich alles zu einem verbinden. Beispielsweise ist die Gruppe eine Ansammlung von Seelen, die sich zusammen vereinigen müssen. Es erscheint nur unserer Vorstellung und Empfindung so, dass es verschiedene, fremde Seelen und Verlangen um uns gibt, und dass wir diese an uns anheften wollen, um das wahre Bild zu sehen.

Es ist unmöglich, Kabbala theoretisch zu studieren; diese Weisheit kann ausschließlich praktisch erlangt werden. Dies ist das Hauptanliegen beim Studium der Wissenschaft der Kabbala: Es geht darum, den Schöpfer gegenüber den Geschöpfen in dieser Welt zu enthüllen.

Der Schöpfer (Bo-reh) bedeutet „Komm und siehe“ – komm und erfahre die Eigenschaft des Gebens durch deren Offenbarung in dir, indem du von der „Nächstenliebe“ zur „Schöpferliebe“ gehst. Die wirkliche Wahrnehmung der Realität besteht dann, wenn die Wirklichkeit nicht mehr in „ich“ und „die anderen“ geteilt ist, sondern alle zusammen in einem einheitlichen Ganzen verbunden sind. Aber wie können wir diese Einheit und Wahrnehmung erlangen, wenn wir immer noch unfähig sind, alle Seelen als einen Menschen mit einem Herzen zu spüren, sie mit dem Schöpfer zu vereinen und diese gesamte Welt in uns zu fühlen? Wie können wir das aufdecken und verstehen?

All das muss durch das Höhere Licht für uns getan werden. Das Licht muss uns zum Zustand „Es gibt niemanden außer Ihn“ und „Er ist gut und Gutes tuend“ bringen, trotz allem was uns widerfährt. Diese zwei Formen der Enthüllung müssen gemeinsam kommen und sich verbinden; wir wissen bloß nicht, wie das geschehen soll.

Genau das ist unser Ziel, wenn wir mit dem Studium des Sohar beginnen: Wir müssen das Verlangen danach haben, dass uns die wahre Realität enthüllt wird, dass sich der Schöpfer hier und jetzt der Schöpfung offenbart, dass sich das Verlangen gemeinsam mit dem Licht darin enthüllt! Zusätzlich müssen wir dieser Einstellung ein wenig Sensibilität und Sorge hinzufügen. Jeder von uns sollte sich fragen: Tue ich alles, was mir bestimmt ist? Führe ich das erforderliche Maß an Anstrengung aus, das ich tun sollte? Dies wiederum hängt von unserem Empfinden für die Wichtigkeit des spirituellen Ziels und einer beständigen inneren Sorge darum ab. Dann ist uns der Erfolg garantiert.

Die Wirklichkeit durch die Brille des Sohar wahrnehmen


Im „Vorwort zum Buch Sohar“ schreibt Baal HaSulam, dass, obwohl es mir so erscheint, als würde alles außerhalb von mir, vor meinen Augen stattfinden, jeder vernünftige Mensch weiß, dass alle diese Bilder nur im Gehirn existieren. Wenn ich mir dessen bewusst werde, bin ich bereit anzufangen, mich den Dingen zu nähern, von denen in der Wissenschaft der Kabbala gesprochen wird.

Der Mangel an diesem Bewusstsein ist die Ursache, warum das Buch Sohar vor uns verborgen ist und wir nicht wissen, wie man es öffnet und liest. Dies ist so, weil der Schlüssel zu seinem Verständnis darin liegt, die korrekte Wahrnehmung der Wirklichkeit zu besitzen. Dem Buch Sohar darf man sich nur annähern, indem man sich die Beschreibungen in sich selbst vorstellt.
Terminologie, Laute, Welten, spirituelle Objekte, Seelen und Beziehungen sind alles Vorstellungen in mir. Das ist insbesondere wahr, wenn man sich mit den Parametern der Wahrnehmung der Wirklichkeit befasst: Welt, Jahr und Seele – die sich alle über Zeit, Raum und Bewegung befinden.

Wenn ich den Text als ein sich entfaltendes Muster von Beziehungen zwischen Kräften und Eigenschaften in meinem Innern empfinde, werde ich allmählich zunehmend tiefere innere Zustände enthüllen. Dann wird es klar werden, dass diese äußere Wirklichkeit nicht wirklich wahr ist, selbst wenn sie mir wirklich erscheint. Ich nehme sie lediglich als außerhalb und unabhängig von mir existierend wahr.

Es ist meine gegenwärtige Torheit, zu denken, dass nicht ich diese Wirklichkeit hervorbringe, indem ich irrtümlicherweise denke, dass sie sich von selbst vor mir entfaltet und bereits vor meiner Geburt existiert hat und sicherlich nach meinem Tod bestehen wird. Ich muss versuchen, alle diese überzeugungen zu ändern, um verstehen zu können, was der Sohar mir erklären will.

Der Schlüssel und der Eingang zum Buch Sohar liegen genau darin, alles in mein Inneres zu transportieren, gemäß dem Prinzip „Ein Mensch ist die ganze Welt.“ Ich kann sagen, ob mein Studium korrekt ist oder nicht, indem ich überprüfe: „Wie sehr erwarte ich, meine gesamte Zukunft in meinem Innern zu fühlen und zu enthüllen?“

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Frage eines Kindes, die vom Herzen kam


Eine Frage, die ich erhielt: Wenn Sie unterrichten, verstehe ich gar nichts. Wie kann ich die Lektionen im Herzen fühlen?

Antwort: Ich verrate dir ein Geheimnis – keiner versteht sie und sie hören trotzdem zu. Sie lauschen und verstehen nichts. Sie lauschen wieder und verstehen wieder nichts, und hören immer wieder und wieder zu. Schritt für Schritt jedoch entwickelt sich der Verstand und ein neues Sinnesorgan entsteht in einem Menschen, mit welchem er beginnt, zu erkennen und zu fühlen.

Babies haben auch kein Verständnis am Anfang, doch wachsen sie jeden Tag, sie fangen an zu laufen und zu sprechen und dann werden sie wie du und werden älter.

Man versteht heute nicht, was man morgen wissen wird. Ein Mensch lebt, wächst und hört zu, und langsam entfaltet sich in seinem Herzen eine Möglichkeit, dass er mehr fühlen und verstehen kann. Eine ganze Reihe von Gefühlen werden in seinem Herzen enthüllt und viele Gedanken erscheinen in seinem Verstand. So erweitert sich seine Welt immer mehr.

Doch unsere Welt hat ihre Grenze und wir wollen über diese Grenze hinaus. Wir stehen an dieser Grenzlinie und wollen aus dieser „Blase“ herauskommen. Damit wir frei werden können, müssen wir zuhören und fühlen lernen. Wir müssen einen großen innerlichen Druck schaffen, der gegen eine unsichtbare Trennwand gerichtet ist. Wir drücken immer und immer wieder dagegen, bis sie bricht und wir endlich in die große, äußere Welt eindringen.

Hier gibt es nun eine kleine Abschweifung für die Erwachsenen: Unser Leben in dieser Welt beginnt mit dem Eindringen eines männlichen Samens in die weibliche Eizelle, was ein Eindringen einer kleinen Eigenschaft des Gebens in die Sphäre oder Eigenschaft des Empfangens bedeutet. Somit beginnt sich darin ein neues Leben zu entwickeln.

Heute müssen wir jedoch diese „Blase“, die sich während unserer Entwicklung aufgebläht hat, verlassen. Es wird Zeit nach außen hin zurückzukehren.

(Aus dem Unterricht für Kinder am 17.10.2009 am nordamerikanischen Kongress)

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Die Mechanik des Glaubens, die Fähigkeit zu geben

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist Glaube in der Kabbala?

Meine Antwort: Glaube ist gleich Geben in der Kabbala; wenn man geben kann, trotz seines Willens zu empfangen. Dies wird „Glaube über den Verstand“ genannt.

Die Natur eines Menschen ist der Wille zu empfangen, und Glaube ist die Eigenschaft zu geben, welche entgegengesetzt zu unserer Natur ist. Wir können die Eigenschaft des Gebens nur mit der Hilfe des Höheren Lichtes erreichen, weil es uns dazu verhilft, uns über uns zu erheben und aus einem anderen Verlangen heraus zu handeln: um der anderen willen oder um des Schöpfers willen. Dann handelt man aus diesem Verlangen heraus, anstelle des eigenen, angeborenen Verlangens. Und aus diesem Grund wird man von der Höheren Stufe abhängig (man wird zum Sklaven des Schöpfers), anstatt Sklave von sich selbst.

Wenn du daher Glauben an mich hast, bedeutet das, dass du mit all deinen Fähigkeiten um meinetwillen handelst. Du wirst sogar wie ich. Das ist so, weil gewöhnlich jeder Mensch jedem anderen entgegengesetzt ist. Wenn aber jemand Glaube an mich besitzt,bedeutet das, dass er seine Verlangen mir gegenüber neutralisiert hat und durch diese Wünsche sind er und ich eins.

Das Gegenteil von Glauben ist Wissen, wobei wir dann für unsere eigenen Wünsche handeln. Glaube bedeutet, wenn wir mit der Absicht handeln, die Wünsche der anderen zu erfüllen. Wenn ein Mensch diese Eigenschaft besitzt, dann spürt er die Dinge außerhalb von sich, durch die Verlangen der anderen. Und was man durch diese Verlangen spürt, ist die höhere spirituelle Welt. Darum steht der Glaube auch der Liebe so nahe (Liebe für den Nächsten), weil die Liebe die Eigenschaft ist, das eigene Verlangen durch das Verlangen des anderen zu ersetzen und dieses Verlangen zu erfüllen.

Wie man sieht, in der Kabbala ist Glaube, wenn ein Mensch die Eigenschaft des Gebens meistert – eine höhere Eigenschaft. Dies steht natürlich nicht im Zusammenhang mit dem Glauben, wie er in unserer Welt verstanden wird: Wenn man etwas glaubt, was jemand anderer sagt und das als Tatsache akzeptiert. Mit dieser Art Glauben würde ich auch die Fehler oder den falschen Glauben eines anderen als Tatsache akzeptieren, und sie dann als Grundlage all meiner Handlungen und meines gesamten Leben verwenden.

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Welchen Anfang wird die Gesellschaft von morgen nehmen?

Eine Frage, die ich erhielt: Welche Art von Regierung wird sich am ehesten dem Experiment stellen, eine zukünftige Gesellschaft zu erschaffen – eine, die bereits den Begriff Sozialismus gespeichert hat oder im Gegenteil eine, die bereits die Nase voll vom Kapitalismus hat?

Meine Antwort: Ich glaube, dass dies nicht vom physischen Zustand der Regierung abhängt, sondern davon, wie weit die Menschen bereit sind, den Grund der Krise und die Notwendigkeit zu erkennen, sich über sie zu erheben, durch Vereinigung zu überwinden und zu begreifen, dass es kein anderes Mittel zum Überleben gibt.

Und wie Baal HaSulam schon sagte, diese Methode kann in jedem Land wirken (wenn auch nicht unbedingt auf der ganzen Welt). Das hängt jedoch vom Grad der Erkenntnis der Menschen und ihrer Entwicklungstufe ab. Damit sie wirklich funktioniert, müssen die Leute merken oder wirklich verstehen, dass es keinen anderen Ausweg aus unserer Situation gibt und es der einzige Überlebensweg ist. Dies darf jedoch nicht durch Zwang oder durch Massennötigungen, wie es bei der Machtübernahme der Sowjets geschah, geschehen.

Die Gesellschaft selbst sollte überzeugt sein, dass die alten Sichtweisen, Entscheidungen, Ansätze und Regulatoren einfach nicht mehr funktionieren. Zuerst könnte es in Amerika geschehen, dann in Russland gefolgt von Europa. Ich glaube nicht, dass dies technologisch und sozial unterentwickelte Länder, sowie Länder, die noch von Diktatoren gelenkt werden, betrifft. Diesen Ländern fehlt noch der notwendige Grad an öffentlichem Bewußtsein und fortgeschrittener Entwicklung. Sie werden dieses Prinzip erst akzeptieren, wenn sie dazu aus wirtschaftlichen und sozialen Gründen zur Teilnahme gezwungen sein werden.

Ich bin der Meinung, dass ein internationaler Fond und eine einheitliche Weltregierung, auch wenn sie widerwillig gebildet wird, eine Bewegung in Richtung Zusammenarbeit

schaffen wird, indem sie ein gutes Beispiel gibt und moralischen Druck ausübt. Immerhin ist die Menschheit pyramidenartig angeordnet: Ein Teil der Menschheit ist schon bereit, die Wichtigkeit integrierter Entwicklung anzuerkennen, während andere erst teilnehmen, wenn sie merken, dass es keinen anderen Weg gibt. Doch wird jeder gemäß dem Naturgesetz vollständige Harmonie und Gleichheit mit der Natur erreichen müssen.

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Auf einem wunderbaren Weg mit der Natur verschmelzen


Eine Frage, die ich erhielt: Wir wissen, dass der Weg der spirituellen Entwicklung nicht einfach ist und ein Individuum ständig zwischen links und rechts hin und her geworfen wird. Wenn die ganze Menschheit beginnt, spirituell aufzusteigen, wie wird sie durch diesen Prozess gehen, wenn wir davon ausgehen, dass es nicht ein einfacher Weg ist?

Meine Antwort: Zuerst einmal sind diejenigen, die sich mit der spirituellen Entwicklung befassen, nicht die einzigen Menschen, die im Leben in verschiedene Richtungen geworfen werden. Wenn sich jedoch die ganze Menschheit auf den Weg des spirituellen Aufstiegs aufmacht, wird sie nicht von Zustand zu Zustand geworfen, sondern wird ruhig und planmäßig aufsteigen.

Tatsache ist, die ganze Welt wird anfangen, sich wie ein einziger Mensch zu erheben, eine große Masse, die eine bessere Wertschätzung der Natur haben wird. Dies wird die Gedanken der Menschen dazu veranlassen, sich zu ändern, und Schritt für Schritt werden sich ihre Verlangen in Richtung gegenseitiger Annäherung verändern.

Die Menschheit als Ganzes wird keine spirituellen Aufstiege und Abstiege erfahren und wird keinen inneren Widerstand der Kraft des Gebens gegenüber der Kraft des Empfangens fühlen, wohingegen ein einzelner Mensch entweder seinen Eigenschaften des Gebens oder den egoistischen Verlangen seines Herzens anhaftet. Der Widerstand der Kräfte ist der Grund für das Erfahren der Aufstiege und der Abstiege.

Umgekehrt wird die Menschheit als Ganzes ein gemeinsames Verlangen haben, mit der Natur in Einklang sein und mit ihr mehr und mehr verschmelzen, indem sie sich auf die Natur einstimmt und sich einfügt. Dies wird ein schönes und gleichmäßiges Vorwärtskommen und eine Offenbarung sein – ein wunderschöner Weg!

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