Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Menscheit'

Öffnet Eure Augen für die gegenseitige Verbindung der Menschheit

Eine Frage, die ich erhielt: Was ist das allgmeine Ego und wie kann man sich um sieben Milliarden Menschen kümmern? Was soll ich für sie tun und was soll ich fühlen, während ich es tue?

Meine Antwort: Es gibt kein besseres Beispiel als die Familie. Die Menschheit ist eine Familie, jedoch nicht von der modernen Art, wo jedes Mitglied bereit ist, dem anderen den Rücken zu kehren; sondern von der traditionellen Art, wo alle zusammenhalten durch starke Verbindungen untereinander. Jeder achtet auf die Gesundheit, den Lebensunterhalt, das Wohlbefinden und den Erfolg aller Familienmitglieder. Wenn ein Mitglied der Familie in Not gerät, leidet die ganze Familie. Genau so müssen wir uns um alle sieben Milliarden Menschen sorgen.

Eigentlich könnte nichts leichter sein. Sie müssen sich nur über Ihr egoistisches Verlangen erheben, und dann werden Sie entdecken, dass es keinen Unterschied in der Beziehung zu sieben Milliarden Menschen, einer Person, dem Schöpfer oder mehreren Freunden gibt. Der schwierige Teil ist, sich selbst vom Egoismus zu befreien. Um das zu erreichen, müssen Sie erfahren, wie wir miteinander verbunden sind. Kabbala hilft, für diese Verbindung „Ihre Augen zu öffnen“.

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Warum geht es mir schlecht, obwohl ich alles habe?

Eine Frage, die ich erhielt: Was muss ein Mensch tun, wenn er sich in dieser Welt zurecht finden will? Bis jetzt musste er nur an sich selbst denken, aber nun entdeckt er, dass er sich mit anderen aktiv vereinigen muss. Reicht es aus, dass seine alleinige Absicht seine eigene Erlösung ist?

Meine Antwort: Ja, es ist genug. Der Beginn des Erwachens eines Menschen ist die Frage: „Was ist der Sinn meines Lebens?“ Aber wenn jemand diese Frage stellt, ist es wichtig, genau zu verstehen, was es bedeutet. Entweder geht es ihm schlecht in materieller Hinsicht: Er wurde vom Arbeitgeber entlassen und hat alle Arten von Problemen, Krankheiten und Schwierigkeiten. Oder er fühlt sich schlecht und leer, obwohl er alles hat und nichts im Leben ihn erfüllt; alles ist sinnlos und leer.

Es gibt Menschen, die in materieller Hinsicht Schlechtes tun, und das ist der Teil der Menschheit, der sich im unteren Teil der Pyramide befindet. Sie wollen nur etwas darüber erfahren, wie sie sich in der materiellen Welt erfüllen können. Und dann gibt es Menschen, die sich schlecht fühlen, nicht nur weil sie materielle Vergnügen vermissen. Selbst wenn sie alles haben, fühlen sie sich, als ob sie nichts haben. Der Grund dafür ist, dass ein neues, nicht-materielles Verlangen in ihnen erwacht ist – der Punkt im Herzen.

Wenn der Punkt im Herzen in einem Menschen erwacht, bedeutet es, dass ein neues Verlangen oder eine neue Eigenschaft in ihm entsteht. Von diesem Verlangen spricht die Kabbala und erklärt, warum Sie kein Glück in dieser Welt mehr finden können. Also, fangen Sie an und enthüllen Sie die Höhere Welt. Entdecken Sie, wie wundersam der Schöpfer ist. Letzten Endes haben Sie gar keine andere Wahl.

Warum verliert jeder seinen Sinn für Verantwortlichkeit?

Der einzige Weg, irgendetwas zu erreichen, ist, sich zu vereinigen. Und doch verhalten sich die Länder weiterhin so, als ob sie sich nicht darum sorgen, was mit dem Rest geschehen wird, obwohl klar ist, dass dieselben Schwierigkeiten ihnen morgen widerfahren werden. Aber wer sorgt sich schon um morgen!

Wir sprechen nicht über ein einzelnes Individuum, hilflos und verwundbar, sondern über ganze Länder und sogar über die gesamte Menschheit. Es geht hier nicht nur um Einzelne, sondern um das gesamte Kollektiv, das plötzlich den Sinn für Verantwortung und Wirklichkeit verloren hat.

Das ist die Höhere Kraft, die uns unseren globalen Egoismus zeigt. Die ganze Welt ist bereit, nur im Moment zu leben und ihre Augen vor den künftigen Folgen zu verschließen.

Kabbala warnt die Menschen, dass es im Hinblick auf das drohende Leiden ein tödlicher Fehler ist, zu denken: „Lasst uns trinken und glücklich sein, bis wir morgen sterben werden!“ Die gegenwärtigen Verhältnisse werden durch die Natur absichtlich programmiert, um uns zu einer neuen Dimension zu erheben. Mehr dazu siehe Artikel 122 der „Einführung zu Talmud Esser HaSefirot.“

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Wir entwickeln uns in einem integralen System wie Teile des Körpers


Eine Frage, die ich erhielt: Weshalb erwacht der Punkt im Herzen nicht in allen Menschen? Weshalb beginnen einige Leute ihren Punkt im Herzen mit 20 und andere mit 50 zu spüren?

Meine Antwort: Das geht uns nichts an und wir sollten nicht einmal darüber nachdenken, weil wir diesbezüglich keinen freien Willen haben. Es hängt alles vom grösseren System der Seelen ab, welches vorankommen muss.

Das kann man mit unserem Körper vergleichen, der aus Milliarden von kleinen Zellen besteht. Jede Zelle muss sich entwickeln, aber sie sind alle miteinander verbunden. Deshalb sind sie auch alle voneinander abhängig, wenn es um ihre Korrektur geht: eine kommt als erste voran, dann eine andere usw. oder sie können das paarweise tun.

Es ist dasselbe System wie bei einem Embryo, der sich im Bauch seiner Mutter entwickelt. Seine Körperteile entwickeln sich eines nach dem anderen, zum Beispiel der Kopf, die Arme, die Beine, Nase und Ohren. Ihr Wachstum muss in einer bestimmten Reihenfolge geschehen.

Es ist ein sehr komplexes System. Einstweilen fehlt uns das Basiswissen über unser materielles Leben ganz zu schweigen das Wissen über die Spiritualität. Wie können wir also fragen: Weshalb wurde jemand jetzt erweckt anstatt vor 10 Jahren? Wissen Sie zu welcher Gruppe von Seelen Sie gehören und welche Rolle für Sie bestimmt ist?

Wenn Sie auf der anderen Seite danach streben, dies zu verstehen, werden Sie beginnen zu fühlen, wohin Sie geführt werden. Das ist es, worin unser freier Wille besteht: Herauszufinden, welche Aufgabe uns zugwiesen wurde, und diese auszuführen.

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Ist eine Ego-freie Gesellschaft überhaupt möglich?

Eine Frage, die ich erhielt: Ich denke, das Bild, das Sie über die Ego-Gesellschaft zeichnen, sieht recht düster aus. Nehmen wir an, dass eine solche Gesellschaft geschaffen wird, in der unser Leben frei von allem ist, was auf dem Egoismus basiert. Wir werden keinen Sport mehr haben, da dieser auf Egoismus oder dem Verlangen zu gewinnen basiert. Es wird auch keine Wissenschaften mehr geben, da alle Wissenschaftler nach Anerkennung und Ruhm in der Welt streben. Alle beruflichen Aktivitäten werden verschwinden, da die Menschen kein Verlangen mehr nach Erfolg haben werden. Es wird auch so etwas wie Familie nicht mehr geben, da Familien ja darauf beruhen, dass ein Mann eine schöne Frau möchte, und umgekehrt eine Frau einen smarten Mann. Die Verbindung zwischen Eltern und Kindern wird sich auflösen, wenn sich alle gleich nahe sind. Logistik, Industrie und Handel wird ebenfalls zum erliegen kommen, da das eigene Interesse die treibende Kraft war.

Die Menschheit wird auf eine primitive Ebene der Existenz degradiert, in der alle gleich sind, wie eine graue Masse, ohne Bildung und Schutz. Ohne das Ego wird alles aufhören! Dies wird zum Aussterben führen, da es keine Liebe mehr für Kinder geben wird und somit auch kein Verlangen zur Fortpflanzung. Aber wenigstens werden wir dann in der Höheren Welt sein…

Ist meine Vision Ihres behaupteten Systems richtig? Sagen Sie mir, wenn ich mich irre, und warum.

Meine Antwort: Der Egoismus ist unsere Natur. Wenn wir diesen vernichten, würden wir uns des Fundamentes des Lebens berauben. Doch wenn wir den Egoismus durch das Geben ersetzen, werden wir die Fähigkeit erlangen, die gleichen Dinge wie gewöhnlich zu tun, währenddessen wir aber grenzenlose Erfüllung erhalten.

Das Einzige, was sich ändern wird, ist die Absicht des Menschen, während alle ihre Handlungen die Gleichen bleiben werden. Die Menschen werden empfangen, mit der Absicht um zu geben – zum Wohle des Nächsten. Dadurch werden sie im Stande sein, alles klar zu erkennen und sich selbst zu erfüllen.

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Die sozialen Hierarchien der Vergangenheit gelten nicht mehr

Bis heute fand die Entwicklung der Menschheit innerhalb definierter Grenzen und klarer Hierarchien wie Religion statt. Ein Mensch wusste immer, was er mit seinem Leben anfangen wird, und wie er sich entwickeln würde. Wenn sein Vater ein Schmied war, würde er Schmied werden. War er im Schneiderei-Geschäft, musste er sich anziehen, wie sich ein Schneider anziehen sollte. Alles und jeder hatte verschiedene Rollen und Funktionen, und Leute akzeptierten diese Grenzen, weil sie ihre Beziehungen brauchten, um einer Hierarchie zu folgen.

Was sind die Vorteile einer Hierarchie? Angenommen, ich bin auf einer bestimmten Stufe. Daraus folgt, dass ich will, dass die Leute über mir so stark wie möglich sind, damit sie im Stande sind, mich vor denjenigen zu schützen, die unter mir sind und eine Gefahr für mich darstellen könnten. Außerdem, wer auch immer an der Spitze dieser Pyramide ist, muss gnadenlos und stark sein; er muss Angst und deshalb auch Liebe erwecken. Das Einzige, das höher sein kann als er, ist die Höhere Kraft, die ihn schützt.

Diese Pyramide bestand immer – bis zu unserer Generation. Leute haben sie immer geschützt, sich darin entwickelt und sie bewahren wollen. Diese Hierarchien, wo eine Person von einer anderen unterjocht wird, waren für die Menschen sehr wichtig. Zum Beispiel: Hauptmann, Leutnant, Unteroffizier, usw.

Aber heute liegt die Pyramide in Trümmern. Ehemalige Rollen gelten nicht mehr. Von jetzt an müssen wir weitergehen und ein neues System von Beziehungen bauen. Und die einzige Art, wie wir sie bauen können, ist durch das Studium der Kabbala.

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Eine Wunderheilung für die Seele

Egal was wir tun, wir handeln stets im Interesse unseres Egoismus und nie gegen ihn. Um unserem Egoismus zu entfliehen und in die Höhere Welt einzutreten, wurde uns das Licht der Korrektur gegeben. Dieses Licht wirkt auf uns, selbst wenn wir uns für ein egoistisches Ziel bemühen, als ob wir davor Angst haben, unser Leben zu beenden, ohne auch nur etwas Höheres erreicht zu haben, wenn wir uns wünschen, die Ewigkeit und Vollkommenheit zu spüren und in die ewige spirituelle Welt einzutreten.

Der Mensch erkennt, dass er nichts von seinem physischen Leben erhält. Es ist kurz und leer und es bleibt nichts davon übrig, sobald es vorbei ist. Wir als Menschheit, mussten durch Jahrtausende der egoistischen Entwicklung gehen, nur um zu eben dieser Erkenntnis zu kommen. Die Mehrheit der Menschen hört immer noch nicht auf so zu denken und ist nur mit den weltlichen Angelegenheiten des täglichen Lebens beschäftigt.

Im Moment denken sie noch nicht viel über den Sinn des Lebens nach, wie darüber, wie man am meisten im Leben bekommen können. Ihre inneren Verlangen sind noch nicht reif genug, um nach dem Sinn des Lebens zu fragen.

Aber sobald der Punkt im Herzen des Menschen erwacht, beginnt er, sich Sorgen über sein Leben nach dem Tod zu machen. Später versteht er dann, dass er bereits in dieser Welt ein Gefühl für ewiges Leben erreichen kann.

So beginnt er kabbalistische Bücher zu studieren, obwohl seine Ziele immer noch egoistisch sind: Er will Herr über die Welt der Unendlichkeit werden, diese fühlen, verstehen und alles kontrollieren. Aber allmählich verändert das Licht in diesen Büchern ihn und flößt ihm neue Werte ein. Er lernt, wie man seinen eigenen Körper verleugnet und ihn zwingt auf das spirituelle Ziel hin zu arbeiten. Schließlich akzeptiert er den Weg, den der Schöpfer für ihn vorgesehen hat.

Das Licht erhebt ihn dann über sein Ego und bringt ihn zur Eigenschaft des Gebens. Er erwirbt dadurch einen neuen Verstand und ein Verständnis für das gesamte System der Realität, der Höheren Welt und des Schöpfungsgedankens.

(Aus der Vorbereitung zum Morgenunterricht)

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Werden sich die Menschen an die Krise gewöhnen, so wie es die Regierungshäupter erhoffen?

Eine Frage, die ich erhielt: Als Kind befragte ich meine Großmutter über den Krieg, den sie durchgemacht hatte, und sie antwortete: „Weißt du, man gewöhnt sich an alles, auch den Krieg.“
Kann man daher annehmen, dass das, was zur Zeit in dieser unsicheren wirtschaftlichen Lage geschieht, gar nicht so schlimm ist, weil die Menschen sich einfach daran gewöhnen werden, kleinere Gehälter zu bekommen, und irgendwann wird die Krise dann einfach vergessen sein.

Meine Antwort: Genau dies erhoffen sich die Regierungen: dass sich unser Lebensstandard langsam senkt und wir eine bescheidene Existenz mit einem sehr viel niedrigeren Lebensstandard als heute erreichen. Somit werden ebenfalls die Ökologie und die Öffentlichkeitsarbeit verbessert. Wenn man gemeinsam leidet, dann tröstet dies die Menschen und alle sind einer Meinung.

Die Menschen merken jedoch nicht, dass die Krise nicht durch Überproduktion oder Marktspekulationen verursacht wurde, sondern durch die Tatsache, dass unser Egoismus gewachsen ist und wir jede Kontrolle darüber verloren haben. Wir sind nun an der Endstation der Entwicklung unseres Egos angelangt, und die Natur führt uns nun in die nächste Phase unserer Entwicklung – den Altruismus. Die Tatsache, dass wir eine totale Verbindung unter uns und der der Natur enthüllen, zeigt, dass diese Stufe bereits da ist. Sie wurde enthüllt und wir müssen uns an sie anpassen.

Das Einzige, was uns ein wenig leichter durch diese Phase hilft, ist die Verbreitung der Weisheit der Kabbala, die diese Situation und die Mittel, mit der wir sie korrigieren können, erklären kann. Die Regierungshäupter sind nicht fähig, irgendetwas zu verbessern, sie können sich nicht einmal auf irgendetwas einigen. Es wäre gut, wenn sie an ihren G8 oder G20 Treffen zu einer Vereinbarung kommen könnten und entscheiden würden, wie jedes Land seinen Lebensstandard zugunsten des Gemeingutes senken könnte.

Stattdessen verfangen sie sich in Protektionismus, wobei jeder sich von allen getrennt hält. Und diese Art von Verhalten führt oft zu Krieg.

Dennoch bin ich optimistisch, dass die Situation gut ausgehen wird, und ich hoffe sehr, dass sie den wahren Grund für die Krise und ihre Lösung entdecken werden, die in der Kabbala erklärt werden. Das Programm für alles existiert bereits in der Natur. Dieses Programm enthält aber nichts Künstliches, wie die Maßnahmen, die sie nun ergreifen wollen.

Leider sprechen sie bisher darüber nur, wie gewöhnliche Führer es eben tun: „Ich habe Macht, eine Armee, Polizei und Geld“. So beherrschen sie die Welt und jedes individuelle Land verwendet zwei Dinge: Die Autorität des Geldes und die Autorität der Macht.

Was die Menschen heutzutage jedoch brauchen, ist das Wissen und die Kenntnis über die globale Welt, in der wir nun leben, und die Tatsache, dass all unser Leiden durch die fehlerhafte globale Beziehung unter uns verursacht wird.

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Blog-Post: Die Krise ist ein Aufruf, uns über diese Welt zu erheben
Blog-Post: Steuert die Welt auf  Nazismus oder spirituelle Entwicklung zu?
Blog-Post: Die Wurzel des neuen Wirtschaftsmodells
Blog-Post: Können diejenigen, die leiden, die Welt retten

Die Zeiten von „im Strom des Lebens dahintreiben“ sind vorbei


In der Einführung zu Talmud Esser HaSfirot schreibt Baal HaSulam über das Verlangen des Menschen, den Sinn des Lebens klar zu verstehen. Er sagt: „Und dennoch bleibt die Frage:’Was ist der Sinn meines Lebens‘ hartnäckig und unerbittlich wie nie zuvor. Manchmal trifft sie uns ungebeten, läßt uns nicht in Ruhe und demütigt uns, bevor wir wieder zum alten Trick zurückgreifen und wie gestern geistlos im Lebenstrom weiterschwimmen.“

Menschen mit kleinen Verlangen sind wie kleine Kinder: Sie wollen Richtlinien. Sie setzen sich Grenzen und leben innerhalb derer, damit sie sich sicher fühlen. Dazu wollen diese Leute, dass ihre Beziehungen einer Hierarchie folgen. Sie wollen wissen, „der steht höher als ich und dieser unter mir, diesen muss ich fürchten und jenen kann ich respektieren“.

Viele Politiker, Psychologen und Soziologen nutzen dies zu ihrem Vorteil, und auch die Religion basiert darauf. Die Geschichte hindurch haben die Menschen die Kräfte der Natur gefürchtet und glaubten, dass diese machtvoller seien als sie. Sie versuchten, die Gegebenheiten abzumildern, indem sie diese Kräfte mit Respekt behandelten, und errichteten folglich besondere Systeme, mit denen sie ihre Einstellung zu den Naturgesetzen zum Ausdruck brachten.

So wurden Religionen geschaffen. Und Religion war gut für die Menschen, weil sie ihnen ein klares Verständnis von dem gab, was von ihnen verlangt wurde. Diese Institution war für alle sehr zufriedenstellend, weil die Menschen sich mit der Religion schützen konnten.

Heute leben wir jedoch in einer gänzlich anderen Zeitepoche. Heute hat der Wille, Genuss zu empfangen, alle Grenzen überschritten, und ob die Menschen nun weltlich oder religiös sind, sie können sich nicht mehr in den bisher gesetzten Grenzen halten. Sie können nicht länger „im Strom des Lebens“ dahintreiben, wie bisher.

In der Vergangenheit führten die Menschen vorbestimmte Handlungen aus, ohne viel darüber nachzudenken oder zu debattieren. Sie handelten auf bestimmte Weise und waren froh darüber, weil sie wussten, dass sie ihr Leben auf die richtige Weise lebten. Heute jedoch können die Menschen von diesem Lebenstil nicht mehr befriedigt sein, weil keine dieser Handlungen ihnen die Antwort auf die Frage gibt: „Wofür lebe ich?“

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Verwandtes Material:
Blog-Post:  Die Religion ist lediglich ein kulturelles System in unserer Welt.
Die gesamte Evolution ist darauf  ausgerichtet uns dazu zu bringen die Höhere Bewusstseinsebene zu erlangen.
Baal HaSulam Artikel: Das Wesen der Religion und  ihr Ziel.

Warum man bei einem Kabbala Kongress dabei sein soll

Warum treffen wir uns an Kongressen und haben den Wunsch, uns zu treffen?

Wir sehen nicht nur den Lehrer, den wir jeden Tag auf dem Bildschirm erleben, sondern wir lernen auch uns kennen und vereinen uns immer mehr. So sieht die praktische Verwirklichung der Wissenschaft der Kabbala aus, und ohne sie wird ein Mensch nie die spirituelle Welt erreichen.

Es ist unmöglich für Menschen sich zu verbinden, wenn sie sich noch nie getroffen haben oder nicht wenigstens ein bisschen Zeit zusammen verbracht haben. Wir müssen verstehen, dass unsere Welt nicht von der spirituellen getrennt ist. Sie wurde nicht einfach „so“, ohne Zweck erschaffen.

Außerdem hat die Menschheit nicht per Zufall so viele wichtige, moderne Kommunikationsmedien entwickelt. Sie geben uns die Möglichkeit und verpflichten uns, jeden von uns zu treffen, auch wenn wir weit entfernt voneinander wohnen, damit wir eine innere spirituelle Verbindung aufbauen können.

Obwohl es manchen erscheint, dass man sich nicht unbedingt mit anderen treffen muss und es gibt nichts, womit die anderen diese inspirieren könnten, werden wir dennoch von anderen auf diese Art inspiriert, wenigstens zur Zeit. Daher liegt es in unserer Verantwortung, Kabbala Kongresse zu besuchen, wenn wir spirituell vorankommen wollen.

Viele Menschen studieren zuhause für sich allein, virtuell, über Internet, und sie haben Angst zu den Kongressen zu kommen, weil sie niemanden kennen. Wenn sie vorankommen möchten, dann ist es ihre Aufgabe, dem Rat der Kabbalisten, die diesen Weg bereits gegangen sind, zu folgen. Ich kann garantieren, dass einem Menschen die richtigen Umstände von Oben gegeben werden, wenn er die Möglichkeit sieht, an einem Kongress teilzunehmen. Und wenn er nicht kommt, dann hat er einfach keine Möglichkeit, Fortschritte zu machen.

Manchmal hat man wirklich nicht die Möglichkeit zu kommen, wie z.B. manche unserer Studenten aus Lateinamerika, die davon träumen, an einem Kongress teilzunehmen, können aber nicht, weil sie nicht das Geld für die Busfahrt haben und ihr Dorf verlassen können.

Diese Umstände werden auch von Oben arrangiert, und sie müssen auf ihre Art und Weise vorankommen.

Wenn dir aber die Gelegenheit gegeben wird, zu einem Kongress zu kommen, dann gibt es keine Ausrede, nicht teilzunehmen, wenn man spirituelle Fortschritte machen will.

Ich warne Euch, damit Ihr Euch nicht in zwei Jahren beklagt, dass Ihr schon solange Kabbala studiert und es immer noch eine Theorie ist, ohne irgendetwas erreicht zu haben, eine Wahrnehmung oder Enthüllung der spirituellen Welt. Immerhin sind dies genau die Dinge, die wir von unserem Studium erwarten können.

(Aus dem dritten Teil des täglichen Kabbala Unterrichtes über den Artikel von Baal HaSulam „Die handelnde Intelligenz“).

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