Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Meinung'

Der Turm im Himmel

Frage: Kann das Studium des Sohar dem Menschen helfen zu erkennen, dass er vom Weg abgekommen ist, und diesen Fehler zu korrigieren?

Meine Antwort: In Wirklichkeit gibt die Meinung der Gruppe, die allgemeine Empfindung, die in der Gruppe herrscht, die beste Ausrichtung dabei.

Wenn die Gruppe den Ratschlägen des Lehrers und der Verfasser der Bücher folgt, formt sie in ihrem Inneren eine solche Empfindung, die jedem Menschen die Möglichkeit gibt, das Ausmaß seiner Abweichung von der Ausrichtung auf das Ziel der Schöpfung zu überprüfen. Es gleicht einem Turm, der im Himmel hängt. Doch ich muss mich im Inneren dieses Turms befinden.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht, 28.03.2011

Wünsche niemandem ein Leid

Frage: Aus Erfahrung weiß ich, das Menschen nicht verstehen, über welche Art von Einheit wir sprechen. Wie können wir ihnen das wenigstens ungefähr erklären?

Antwort: Einheit bedeutet nicht, dass wir in einem gemeinsamen Raum leben oder jeden kennen. Praktisch gesehen bedeutet es, dass ich zuallererst einen Weg finden muss, um mich selbst zu korrigieren, sodass ich keinem ein Leid wünsche. Das ist der erste Schritt. Wir sind nicht durch die Massenmedien, SMS oder das Internet verbunden. Das sind lediglich die Manifestationen des Systems, indem wir uns befinden. Sie sind die Mittel, die es uns ermöglichen zu fühlen, wie verbunden wir sind. Das Internet wird den Menschen keine Einheit bringen. Es wird nicht erklären, dass wir miteinander verschweißt sind, doch in negativer Weise. Letzten Endes gebrauche ich dieses Kli (Gefäß) ausschließlich zu meinem eigenen Nutzen und möglicherweise, um anderen zu schaden.

Die erst Korrektur beläuft sich daher darauf, damit aufzuhören, einem Mitmenschen Leid zu wünschen. Ich beginne zu fühlen, dass wir als integrale Teile miteinander verbunden sind und buchstäblich ineinander eingebettet sind. Ich muss dieses System enthüllen, da die Natur mir dies sonst in einer sehr unerfreulichen Weise zeigen wird. Sie schlägt mich an der einen Stelle und ich erleide an einer völlig anderen Stelle, scheinbar ohne Bezug dazu, ein Unglück.

Doch das ist deine Sache und du musst diesen Schlag selbst spüren. Wenn du immer noch nicht spürst, was die anderen tun, bedeutet es, dass du dich nicht zusammen mit ihnen im gleichen Organismus, dem gleichen System befindest. Du musst immer noch Korrektur erhalten: Entweder du wünschst dir, sie zu akzeptieren oder die Natur wird sie dir aufzwingen.

Erst einmal sehen wir, wie jeder sich am Kummer der anderen freut, jedesmal, wenn jemand traurig ist. Das ist unsere Natur. Heute wird dies enthüllt und dementsprechend müssen wir eine Korrektur durchführen.

Mithilfe von was? Die Kabbalisten sagen, dass es die Meinung der Umgebung ist. Wir müssen die Umgebung künstlich um uns herum herstellen, die uns dann verpflichtet, anders zu denken und sie wird uns erziehen.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, 16.03.2011, über die Prinzipien globaler Erziehung

Die Seele des Menschen lehrt ihn

In der materiellen Welt ändern sich unsere Vorstellungen von der Schönheit ständig, und wir sind gezwungen, der Meinung der Mehrheit zu folgen.

Denn wir leben in der menschlichen Gesellschaft, und ob wir das wollen oder nicht, achten wir deren Werte – so ist unsere Natur. Jeder wird letztendlich das achten, was von der Mehrheit in seiner Umgebung geachtet wird.

Wir begreifen noch nicht einmal, wie haltlos all diese Werte sind. Die Mode hat sich bereits so oft geändert – in der Erziehung, in der Kultur, in der Industrie, in dem schöpferischen Schaffen, selbst in den Essgewohnheiten. Und wir sehen, dass sie kommt und geht, ohne einen wahren Wert unter sich zu haben. Alles, was über die Grenzen unseres tierischen notwendigen Daseins, das vom Körper benötigt wird, hinausgeht: einfaches Wohnen, Familie, Nahrung – alles Andere wird von uns nur geschätzt, weil es von der Gesellschaft geschätzt wird.

Doch die Spiritualität unterscheidet sich dadurch, dass niemand uns dorthin hinter sich herzieht. Wir müssen selbst eine Gesellschaft für uns aufbauen und sie selbst erwecken, damit sie uns hinter sich und durch sich in die Spiritualität zieht. Das heißt, in der spirituellen Entwicklung ist uns die Freiheit des Willens überlassen, und keiner wird uns mit Gewalt dazu zwingen!

Natürlich spornt uns der Schöpfer an und macht uns das Leben in dieser Welt schwer und beraubt uns der Erfüllung. Doch andererseits ist das Leben nicht so schwer wie in der Vergangenheit, und wir sterben nicht vor Hunger. Und doch spüren wir die innere Leere, die uns zur Entwicklung vorantreibt. Und wenn wir diese Leere in uns feststellen und darüber nachdenken, wozu wir leben, worin der Sinn und das Geheimnis des Lebens besteht, und diese Fragen nicht beantworten können, dann stellt sich heraus, dass keiner uns das sagen und erklären kann, keiner zieht uns hinter sich her.

Wir schauen uns um und sehen keine Beispiele. In allem anderen bekommen wir im Leben Beispiele: welchen Beruf man erlernen, welches Haus man bauen, was man kaufen, wie man etwas regeln und wem man ähnlich sein sollte. Die menschliche Gesellschaft gibt uns in allem ein Beispiel. Und nur die Spiritualität bleibt ohne Beispiele, als ob du dich in einem Vakuum befinden und jeden Tag oder sogar jeden Augenblick aufs Neue vor die Frage gestellt würdest, was du tun sollst – wohin du gehen sollst, wo du ein Vorbild, spirituelle Werte, ein Ziel finden sollst?

Das ist ein großes Problem. Doch andererseits müssen wir verstehen, dass das die Folgen der uns gegebenen Freiheit sind! Denn der Mensch, wenn er in die Spiritualität eintritt, baut seine Seele selbst auf. Keiner bringt ihm das bei. Es gibt viele Ratschläge und Bücher, doch das sind alles nur allgemeine Erklärungen um dieses Thema herum, die uns lediglich ein wenig unterstützen.

Doch letztendlich hängt alles vom Menschen ab. Und wenn er keine Umgebung für sich aufbaut, die ihm spirituelle Werte, die Ausrichtung vermittelt, die genauso gründlich ist wie in unserer Welt, die uns so viele Beispiele zeigt – dann wird er natürlich nicht wissen, wie er vorankommen soll.

Darin besteht der Hauptunterschied im spirituellen Vorankommen vom materiellen.

Auszug aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash, 04.03.2011

 

Kabbala Akademie

Kinder über den Wege zum Frieden

Ein Clip über die Stimmen der neuen Generation  und ein von der UN zusammengestellter Clip wurde  auf dem Weißen Haus blog veröffentlicht. Letzterer besteht aus den interessantesten Fragmenten, in denen Teenager aus verschiedenen Ländern ihre Meinung zum Schwerpunkt der Probleme in der heutigen  Welt äußern. Darin befindet sich auch ein Ausschnitt, der über unsere Teenager im kabbalistischen Kinderzentrum (MALAM) gefilmt wurde (4. Minute im UN Clip):

Die Kinderphantasie, der Glaube und die Realität

Frage: Wie kann man dem Kind helfen, damit es nicht in die unbegründete Philosophie gerät, sondern alles prüft und auf der wahrhaften Grundlage forscht?

Meine Antwort: Gerade in solchem Herangehen an das Leben muss das Kind methodisch ausgebildet werden, anhand dem Geben von Beispielen. Das Kind hat eine Neigung, daran zu glauben, was der Erwachsene sagt. Aber man muss es lehren alles zu prüfen, weil dies sehr wichtig ist.

Man muss ihm erklären: „Wenn ich dir etwas sage, wie kannst du dann sicher sein, dass du es richtig gehört hast? Woher kannst du wissen, dass ich es selbst weiß und deshalb das Richtige sage? Denn sogar die Erwachsenen irren sich, jeder kann sich irren! Du bist verpflichtet, alles selbst zu prüfen und kommst nur auf diese Weise voran.“

Sie können fragen, wie es dann wachsen wird, wenn es dem Erzieher nicht glauben wird? Aber das Kind soll uns nur so viel glauben, um die Übung zu machen, die wir ihm geben. Es soll dann anhand dieser Übung selbständig lernen, was richtig ist, und was nicht. Es soll nur daran glauben, dass es sich lohnt diese Übung zu machen, und selbst daraus später die Schlüsse zu ziehen.

Das heißt man muss das Kind lehren, die Antworten nur aufgrund der eigenen Lebenserfahrung zu suchen. Andersfalls wird er lernen, alles anzunehmen und wird denken, dass das Geschriebene in der Zeitung eine ubestreitbare Wahrheit ist.

Wir lesen die Zeitung, und nehmen unterbewusst das ganze Geschriebene als Fakten wahr, denn so hat man uns in der Kindheit erzogen, das gedruckte Wort für richtig zu halten. Und wenn man tiefer gräbt, dann stellt sich heraus, dass alles mit dem einfachen Gewinn verbunden und auftragsgemäß geschrieben ist. Wir nehmen alles als die Wahrheit wahr und ernähren uns aus dieser Quelle. Muss man auch solches Herangehen dem Kind beibringen?

Man muss ihm eher das kritische Herangehen an alles, was im Leben geschieht, vermitteln, damit es nicht an alles glaubt. Erstens soll das Kind alles selbst prüfen! Es soll zwar die andere Meinung annehmen, die Meinung eines „Fachmanns“, aber nur, um einen folgenden, selbständigen Schritt vorwärts zu machen.

In allem anderen muss es sich nach dem folgenden Prinzip orientieren: Man soll nur aufgrund der notorischen Tatsachen entscheiden, wie es geschrieben steht: „Der Richter hat nicht mehr, als seine Augen sehen können (Babylonischer Talmud, Baba Batria 131:1)“.

Die Kinder neigen zur Phantasie, die man zur Prüfung neigen soll. Jede Phantasie braucht eine Prüfung. Es ist schön, dass das Kind eine entwickelte Phantasie hat, aber sie soll mittels der realen Beweise bestätigt werden.

Die einzige Ausnahme betrifft die Muse bzw. die Kunst: Die Musik und das Bildende Kunst, die Kultur. Die Kultur ist keine Wissenschaft, dort gibt es keine solchen Beschränkungen und man kann mit seiner Einbildung arbeiten. Aber sie ist mit den lebenswichtigen Prinzipien auf keine Weise verbunden.

Die Kultur befindet sich über dem Wissen, über der Vernunft, weil sie aus der Suche nach dem Höheren, nach dem Schöpfer stammt. Deshalb muss man die Kunst vom egoistischen Verlangen abtrennen.

Auszug aus einem Unterricht über den Artikel „Die Kabbala und die Philosophie“, 09.01.2011

Berliner Kongress

Vom 28. bis 30. Januar findet in Berlin ein großer Kabbala-Kongress statt. Ich fiebere diesem Ereignis sehr entgegen und hoffe, dass alle unsere Freunde aus Europa, unter anderem auch viele Anfänger, kommen werden.

Es ist äußerst wichtig, an diesem Kongress teilzunehmen. Dort werden Gäste aus Osteuropa und von den anderen Kontinenten erwartet.

Ich empfehle, ja bitte sogar darum: wenn ihr immer noch glaubt, dass ihr diesen Kongress verpassen könnt, dann habe ich diesbezüglich eine andere Meinung. Ihr werdet es später bereuen. Man sollte, wie es heißt, „um jeden Preis“ kommen.

Wir werden dort einige Tage verbringen, wir werden studieren, wir werden zusammen sein und viele Sachen klären können. Europa ist das Zentrum der Welt, von dort sind alle Neuerungen hervorgegangen. Die Europäer müssen die spirituelle Stärke der Wissenschaft der Kabbala enthüllen.

Um unsere Kräfte zu bündeln, um noch besser den Weg und das Ziel ausleuchten zu können, um es schnell und leicht zu erreichen, müssen wir an diesen Tagen zusammenkommen.

Ich würde mich sehr freuen, euch alle zu sehen.

Bis bald!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Frieden in der Welt“ vom 22.12.2010

Glaube und Verstand

Im Gegensatz zu unserer Welt, wo Glaube die Annahme eines angeblichen Ereignisses eine Tatsache genannt wird, bedeutet Glaube in der Kabbala das Empfinden des Schöpfers.

Glauben ist Bina, die Eigenschaft des Gebens, und wenn wir diese erwerben, enthüllen wir die gemeinsame Kraft, die diese Welt erfüllt. Dann spüren wir sie und befinden uns mit ihr in einer Verbindung und erkennen sie. Und dies wird Wissen genannt.

Warum spricht man dann von Glauben über dem Verstand? Wenn ich mich in meiner egoistischen Natur befinde, habe ich ein bestimmtes Wissen oder eine bestimmte Meinung.

Um auf eine spirituelle Stufen aufzusteigen, brauche ich eine äußere Kraft, die mich ändert und somit auf eine andere Ebene der Wahrnehmung, über den Egoismus in die Eigenschaft des Gebens, erhebt.
Diese Wahrnehmung heißt Glauben, die Kraft von Bina. Und unser materielles Wissen, wird [direkt] in uns aufgenommen, wenn man sich in der Eigenschaft des Empfangens, das heißt, in Malсhut befindet.

Wenn ich die Eigenschaft des Gebens,des Glaubens, bzw. des Lichtes Chassadim erreicht habe, erfülle ich mich mit dem Licht Chochma, bzw. mit dem Wissen. Mit dem Wissen komm ich in den nächsten Zustand – Malchut. Ich soll noch weiter zu eine höheren Stufe aufsteigen. Wodurch? Durch Glauben, Licht, Bina, das Licht Chassadim, die Eigenschaft des Gebens. Wenn ich das Licht Chassadim habe, erfülle ich es wieder mit dem Licht Chochma, und dann hab ich wieder das Wissen.

So bewege ich mich mit dem Glauben über den Verstand. Dies ist der Hebel, mit dem ich mich jedes Mal immer höher nach oben bringe.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“, 24.11.2010

Vergleiche dich mit dem Vorbild

Eine Frage, die ich erhielt: Kann ich genau wissen, von was ich im Moment beherrscht werde: vom Verlangen zu empfangen oder vom Verlangen zu geben?

Meine Antwort: Das hängt davon ab, zu welcher Umgebung du dich hingezogen fühlst. Es gibt kein anderes Überprüfungskriterium.

Unser Ausgangspunkt ist das Verlangen zu genießen. Mit Hilfe der richtigen Umgebung beginne ich, die Situation zu analysieren und meine egoistische Absicht zum Vorschein zu bringen.

Früher habe ich die Macht des bösen Triebes in mir nicht bemerkt, und nun habe ich die Überprüfungskriterien geändert. Ich habe den Schöpfer nicht vor mir, darum überprüfe ich mich anhand der Umgebung und bestimme entsprechend ihren Werten, von welchem Trieb ich beherrscht werde: vom guten oder vom schlechten.

Es kann durchaus sein, dass ich ganz darauf brenne, das spirituelle Ziel zu erreichen, meine Verwandten und ehemaligen Freunde aber sagen: „Der Teufel hat dich geritten. Was hast du dort gefunden? Was bringt dir das? Das nimmt ein schlimmes Ende, komm lieber mit uns mit und lass uns das Leben genießen“.

Ihrer Meinung nach bin ich vom Bösen besessen und verfolge Ziele des bösen Triebes.

Alles ist relativ, jeder bestimmt für sich selbst, von was er beherrscht wird. Wenn du deshalb eine Meinung seitens des Schöpfers bilden willst, musst du dich mit einer guten Umgebung, mit der Gruppe vergleichen, nehme sie als Vorbild.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 01.11.2010

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Rede auf dem Kongress der Spezialisten alternativer Heilmethoden, 27.10.10

Heute reden alle von Alternativen – Energie, Nahrung, man sucht einen anderen Planeten zum Leben, eine andere Erziehung etc. – weil uns täglich bewusst wird, dass unsere egoistische Einstellung zur Welt und zur Gesellschaft erschöpft ist und ihr ganzes Unvermögen und Verderben offenbart hat.

Im Gegenzug zum individuellen Egoismus, der Konsumgesellschaft, entdecken wir, dass die Welt global, wechselseitig verbunden ist, wir aber nicht an sie angepasst sind und nicht wissen, wie wir fortfahren müssen.

Die Welt offenbart uns diese wechselseitige Verbindung und zwingt uns, miteinander in Wechselseitigkeit und Güte verbunden zu sein, und so wird unser gewohnter Egoismus von uns immer mehr als Feind wahrgenommen.

Alle unseren Versuche jedoch, aus dem Egoismus auszubrechen, führen uns zu Methoden von dessen Verkleinerung, und das heißt, zur Rückkehr auf vorausgegangene Entwicklungsstufen. Alle Methodiken setzen die Unterdrückung oder Verkleinerung des Ego’s voraus.

Das Ego des Menschen ist jedoch im ständigen Wachstum begriffen, und dessen Unterdrückung widerspricht der Natur, wir werden es daher nicht schaffen, es zu verringern. Diese Herangehensweise ist unnatürlich und es ist vollkommen unklar, wie die „Alternativen“ sie überhaupt akzeptiert haben.

Hier tritt in wahrer Alternative zu unserer ganzen egoistischen Welt die Wissenschaft der Kabbala zutage. Gerade mit der Enthüllung des Ego’s als Grund allen Übels in der Welt, tritt die Kabbala zutage und bietet sich als Methodik der Korrektur des Ego’s und des Aufbaus einer neuen Welt an.

Die Kabbala ist eine wahre Alternative, weil sie statt einer egoistischen Welt die altruistische Welt bietet.

Denn in der neuen Welt, die sich nun zeigt, der integralen und globalen Welt, müssen wir, ob wir es wollen oder nicht, die Gesetze der Verbindung zwischen den Menschen und des Gleichgewichts des Menschen mit der Natur einhalten, müssen wir untereinander im System von „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ verbunden sein!

Die Kabbala studiert das gesamte System der Schöpfung und erklärt, dass wir, indem wir uns korrigieren, dadurch wird auch die ganze Natur heilen – die unbelebte, pflanzliche, tierische, wir werden alle von Problemen und Krankheiten befreien – denn alle Leiden und Krankheiten sind die Empfindung unseres Ungleichgewichts mit der gesamten Natur.

Und nur in einer Sache kann der Mensch frei werden – indem er sich über die egoistische Zwangslenkung hinaus erhebt. Das ist nur möglich, indem man eine Umgebung bildet. Denn in unserem Ego ist die Meinung der Umgebung für uns wichtiger als die eigene Meinung.

Die Kabbala bietet uns also an, eine Gesellschaft zu erschaffen, die jeden dazu zwingen wird, „Liebe und Geben zu spielen“ – während wir gleichzeitig verstehen, dass es sich um ein Spiel handelt. Wir verpflichten aber einen jeden, sich so nach außen zu zeigen.

Diese Anstrengungen werden eine verborgene Kraft der Natur erwecken, die all ihre Teile im Gleichgewicht hält wie die Lebenskraft eines Organismus – und diese Kraft wird unsere egoistischen Absichten in Geben und Lebe verwandeln.

So erreicht der Mensch eine vollkommene Verbindung aller Teile der Natur: Sich, der Gesellschaft, der gesamten Natur und deren höherer Kraft. Zu diesem Zustand treibt uns die Natur durch Zwang, wir können ihn aber auch bewusst und leicht erreichen.

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Unsere erste spirituelle Stufe

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich mich an die Gruppe wenden, wenn ich trotz allem, was ich mache, egoistische Gedanken habe? Wie kann man auf dem Kongress das umgebende Licht empfinden und es in das innere Licht verwandeln?

Meine Antwort: Sich in die Gruppe einzureihen bedeutet, den allgemeinen Wunsch zu erreichen, keinen einzelnen Gedanken, kein eigennütziges Ziel oder Meinung zu haben, sondern nur das Gemeinsame, „wie ein Mensch mit einem Herzen“. Das heißt, ich will mein Ego nicht empfinden, mit meinem Verstand nicht richten – und möchte nur mit allen verbunden sein.

Ich weiß nicht, was die allgemeinen Gedanken und Wünsche sind – aber sie sollen sich an allen anderen Menschen ausrichten. Je mehr wir uns zusammen in einem Herz und einer Vernunft verbinden, desto eher bezeichnet man uns als Gruppe, und anderenfalls nicht! Und dank dieser Vereinigung können wir vorankommen.

Auf dem Kongress beeinflussen wir sehr stark einander: wenn der Mensch das Verlangen hat, diese Kraft der allgemeinen Eingebung zu nutzen, dann wird er in der Lage sein, die Wünsche der Freunde zu empfinden.

Hierfür ist die ernste innere Arbeit, die Bemühung, nötig. Dann kann er sich den Anderen anschließen und den allgemeinen Verstand und das Gefühl empfinden, woran alle Seelen teilnehmen, die schon in unserer Welt alle spirituellen Stufen erreichten.

für den winzigen Anteil eines Prozentes verbunden werden – dann werden wir uns ins allgemeine System der Seelen einreihen, das auf uns einwirken wird: die Kabbalisten aller Generationen und die Propheten werden beginnen, mit uns zusammen zu arbeiten! Wir werden die Stufe erlangen, auf die sie sich befinden, und wir werden uns mit ihnen im allgemeinen Gefühl vereinigen.

Wir können uns neben ihnen, wir die Kleinkinder neben Erwachsenen aufhalten – aber trotzdem über dieselbe Empfindung und dieselbe Vernunft verfügen – und wir werden beginnen, diese allgemeine Seele zu begreifen.

Und diese Verbindung bleibt uns ewig erhalten, selbst wenn sie später aus unserer Empfindung verschwinden wird! Aber sie wird auf unsere „Rechnung“ geschrieben, dass wir sie schon erreicht haben!

In der Geisteswelt verschwindet nichts – alle deine Enthüllungen schreiben sich auf deine „Rechnung“ ein, selbst wenn du später diese Empfindung verlierst – damit du noch in die höhere Stufe hinaufsteigen kannst. Aber diese Stufe ist – schon deine!

Aus einem Unterricht über den Artikel von Baal HaSulam „Die schaffende Vernunft“, 28.10.2010

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