Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Materie'

Würdest du durch eine Wand gehen, die du nicht wahrnehmen kannst?


Frage: Ich bin ein Student des virtuellen Lernzentrums und zusammen mit anderen bin ich in ungeduldiger Erwartung auf eine Rückmeldung dieser Frage. Im Buch Kabbala, Science and the Meaning of Life auf Seite 128 fand ich folgendes Zitat: „Da ein Höhlenbewohner nicht die Sinneswahrnehmung haben würde, um eine Wand als Materie oder als Form in der Materie wahrzunehmen, wäre er fähig, durch Wände zu gehen, als ob sie Luft wären.“

Wenn ich die Information nicht missverstanden habe, ist diese Aussage in sich falsch. Nur weil jemand ein Objekt nicht kennt, bedeutet das nicht, dass er damit nicht interagieren kann. Der Text vermischt Konzepte aus der Quantenmechanik und der Realität der Makrowelt. Die angewendete Logik ist nicht logisch. Materie wird immer als solche wahrgenommen werden, unabhängig von der Form, die sie annimmt, denn unsere Sinne sind dafür gemacht, um Materie wahrzunehmen. Dort wo unsere Sinne nicht ausreichend sind, kann Materie durch geeignete Instrumente wahrgenommen werden.

Beispiel: Als ich meinen ersten Tauchgang gemacht habe, war ich von einer riesengroßen Anzahl neuer Formen und Gestalten umgeben, die ich zuvor nie gesehen hatte. Trotzdem waren meine Sinne fähig, sie wahrzunehmen. Bitte erklären Sie obige Aussage.

Antwort: Lasst uns vom Gegenteil beginnen: Es gibt Wände, die wir nicht wahrnehmen. Werden wir darüber stolpern oder werden wir durch sie hindurchgehen, ohne sie zu bemerken?

Alles existiert in uns, in unseren Eigenschaften oder in unseren fünf Sinnen. Wenn sie anders wären, würden sie uns eine andere Welt darstellen. Das Buch spricht über einen „Höhlenmenschen“, denn neben unseren Eigenschaften haben wir auch gespeicherte Informationen und Systeme, welche die „umgebende“ Illusion erschaffen.

Bis wir eine Eigenschaft erlangen, die uns entgegengesetzt ist – das Geben, werden wir die Eigenschaften der Anti-Materie nicht verstehen und werden nicht erkennen, dass die Welt innerhalb von uns selbst „abgebildet“ wird.

 

Verwandtes Material:
Blog-post: Neue Studie: Die Augen sehen mehr, als das Gehirn unserem Bewusstsein meldet
Blog-post: Die Wahrnehmung der Welt
 
 
interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie

 

Die Physik des Höheren Lichtes


Attacke: Wie wird das Höhere Licht zu einem Stoff in unserer Welt? Wissen Sie von dieser Tatsache? Nein, wissen Sie nicht! Hier ist also mein Vorschlag, diesen Fehler in der Kabbala zu korrigieren. Wenn die Einheit von Materie und dem Höheren Licht, Partzufim und Sefirot, wissenschaftlich dargestellt werden würde, dann würde die Lehre der Kabbala die Welt erobern! Solange jedoch die Physik nicht Teil der Kabbala wird, wird dies nie geschehen.

Ein Versuch, mich selbst zu rechtfertigen: Wer ist heutzutage grundsätzlich? Die Einheit der Materie und des Höheren Lichts – Nein! Sie können das Höhere Licht nicht wahrnehmen, nicht, weil es verborgen ist, sondern weil das Höhere Licht ganz einfach überhaupt nicht existiert, bis Sie es in sich selbst erschaffen. Darüber hinaus fehlen Ihnen die entsprechenden Sinne, die es bedarf, um das Höhere Licht in Ihnen zu erschaffen und folglich müssen Sie diese Sinne entwickeln. Die Kabbala ist die Methode um diese Sinne zu entwickeln. Sie enthüllt Ihnen die Höhere Welt und hilft Ihnen die Eigenschaften zu entwickeln, mit welchen Sie das Höhere Licht für sich selbst generieren.

Unsere Welt ist etwas, das unsere natürlichen Sinne, die uns von Geburt an gegeben sind, in uns erschaffen. Das was wir in diesen Sinnen wahrnehmen (Bild), wird als „Materie“ oder als unsere Welt bezeichnet.

Die Höhere Welt ist etwas, das durch die spirituellen Sinne innerhalb von uns erschaffen (abgebildet) wird, die wir uns durch die Kabbala aneignen. Was wir durch die spirituellen Sinne wahrnehmen, wird als „das Licht“ bezeichnet.

Die Wissenschaft der Kabbala wird nie die Wissenschaft in unserer Welt niederschlagen, da wir Wissenschaft und Kabbala durch zwei völlig verschiedene Systeme wahrnehmen: das körperliche und das spirituelle.

Wie wird das also geschehen? Die Menschen werden einfach zu der Wahrnehmung gelangen, dass ihre Empfindungen, die sie durch ihre natürlichen Sinne (das körperliche Leben, unsere Welt) erhielten, unerfüllt sind und dass die körperliche Wissenschaft, die dafür gedacht ist, diese Sinne zu verbessern, nutzlos ist. Die Menschen werden die Wissenschaft und ihre Wahrnehmungen ablehnen und diese nur zu dem Maße nutzen, wie dies für das Überleben nötig sein wird, bis sie die nötigen Eigenschaften entwickeln und gemäß dem die Wahrnehmungen der Höheren Welt in ihnen. Dann werden sie sich an die Wissenschaft der Kabbala wenden, was die Erschaffung einer ewigen und perfekten Welt (Wahrnehmung) in ihnen selbst ist.

Das können Sie selbst ausprobieren. Viele Menschen haben diese Wahrnehmung bereits erreicht.

Verwandtes Material:
Article: The Science of Kabbalah – A Method of Researching Man and the World
Article: Kabbalah As Compared with Other Sciences
 
 
interessiert an der „Wissenschaft der Kabbala“  >    Kabbala Akademie
 
 

Es gibt keine Magie in der Kabbala, nur Wissenschaft


Frage: Ich habe eine Frage. Der Film „Nächte der Kabbala“ zeigt, wie Kabbalisten die Zukunft voraussagen können. Doch das war in Bezug auf die Kabbalisten der Vergangenheit. Sie erwähnten ebenfalls, dass es heute keine Lehrer gibt, die Baal HaSulam gleichen.

Doch ich habe jemanden sagen gehört, dass es heute lebende Menschen gibt, die besondere Kräfte haben und die physische Welt um sie herum verändern können. Zum Beispiel können sie Steine in Sand verwandeln und sie können sich zur gleichen Zeit an verschiedenen Orten befinden. Doch diese magischen Tricks sind nicht ihre Zielsetzung. Ihr Ziel ist es, den Schöpfer zu erkennen.

Sie sind fähig, diese Dinge auf völlig natürliche Weise zu tun, ohne Zaubersprüche, esoterische Praktiken oder Mystizismus. Also bei allem Respekt, ich möchte gerne wissen: Wie ist es möglich, dass die Kabbala die einzige Wahrheit ist? Wie kann es sein, dass nur die Kabbalisten die ganze Wahrheit kennen?

Antwort: In dieser Welt gibt es keine Wunder. Siehe Baal HaSulam Artikel „Das Wesen der Wissenschaft Kabbala“, in dem er erklärt, dass die Kabbala eine Wissenschaft ist, was bedeutet, dass sie sich auf Daten gründet, die durch die Methode des Experimentes erlangt und enthüllt wurden. Sie sollten ebenfalls „Die Einführung in das Buch Sohar“ lesen, wo es um die Begrenzungen der Kenntnisse geht – dass man nur die Materie und ihre Form erkennen kann, jedoch nicht die abstrakte Form und das Wesen.

Verwandtes Material:
Blog-post: Wie man eine Reise in die „jenseitige Welt“ antritt
 
Kabbala Akademie
 

Unser Ego ist wie ein Schwarzes Loch

Frage: Kann man die Spiritualität mit Schwarzen Löchern vergleichen, die unwiederbringlich alle Materie aufsaugen?

Antwort: Alle astronomischen Phänomene sind Derivate des geschaffenen Verlangens auf der unbelebten Stufe. Deshalb gibt es sie in solch einem gigantischen Ausmaß. Sogar die pflanzliche Stufe der Natur, die sofort nach der unbelebten folgt, kann man mit der Weite des Universums nicht vergleichen.

Die unbelebte Stufe der Materie und des Verlangens erfordert im Vergleich zur höheren pflanzlichen Stufe quantitative Macht. Dieser Unterschied unterstreicht nur die qualitative Differenz zwischen den zwei Stufen der Natur, der unbelebten und der pflanzlichen.

Soweit die Schwarzen Löcher reichen, sind sie doch genau wie unser Ego – ein Verlangen zu genießen, das die ganze Welt in sich verzehrt. Wir sind schon dabei zu sehen, dass das gesamte Bild des Universums in uns geformt wird. Das wird der Treffpunkt zwischen der Physik und der Kabbala sein.

Kabbala Akademie

 

Verbreitung ist eine Partnerschaft mit dem Schöpfer


Ich wiederhole immer, dass wir die Kabbala verbreiten müssen, wenn wir Erfolg haben wollen. Jedoch spüre ich, dass „Verbreitung“ kein gutes Wort ist, da ich mich wie ein Verkäufer anhöre oder wie ein Versicherungsagent, der jedem seine Versicherung aufdrückt. Wenn wir über die Verbreitung der Kabbala sprechen, könnte es sich anhören, als ob wir versuchen, anderen etwas aufzunötigen.

Heute wird das Wort „Verbreitung“ mit Kommerz und Verteilung von Waren in Verbindung gebracht. Daher denken jene, die den Begriff nicht kennen, dass es mit Kommerz oder Geschäft zu tun hat, dass wir etwas verkaufen und Profit machen. Anders ausgedrückt: Dieses Wort ist sehr schlüpfrig.

Aber tatsächlich besteht unser ganzes Leben aus Verbreitung, denn die wahre Bedeutung dieses Wortes ist, sich dem Schöpfer anzunähern, auszustreuen, auszudehnen, zu enthüllen und zu erlangen. Die gesamte Schöpfung beginnt mit Verbreitung. Das heißt, sie beginnt aus einem winzigen Punkt, wo plötzlich aus dem Nichts etwas, das existiert, geboren wird – Yesh Mi Ain (etwas aus nichts) und dann geht es mit der Verbreitung durch die vier Phasen des Direkten Lichts weiter und es werden alle Welten, herunter bis zu unserer Welt erschaffen.

Die letzte spirituelle Stufe bricht als eine einzelne winzige spirituelle Füllung in unsere Welt. Die gesamte Materie unserer Welt, das ganze Universum, wurde aus diesem einen Funken in einem Prozess, der als Big Bang oder als Urknall bezeichnet wird, geboren und verbreitet sich fortwährend. Auf diese Weise entwickelt es sich, bis sich unser Solarsystem bildet, unser Erdball und alles, was hier existiert.

All das gehört zur Verbreitung des Schöpfers hinaus zu seinen geschaffenen Wesen, um die Schöpfung Ihm anzugleichen. Dies geschieht unter der Einwirkung des Lichts, Seiner Eigenschaft des Gebens. In der Tat stellt jede Geburt oder Entwicklung Verbreitung dar. In anderen Worten ist die wahre innere Eigenschaft der Verbreitung eine Partnerschaft mit dem Schöpfer. Das bedeutet, durch Zusammenarbeit mit dem Schöpfer, bei der Überbringung und Enthüllung Seines Plans an die Welt zu helfen.

Zur Kabbala Akdemie

Die richtige Antimaterie befindet sich in der Antiwelt!

Meinung: Materie und Antimaterie sind Spiegelbilder zueinander, wenn wir den Aussagen der Wissenschafter glauben, die sehr genaue Experimente durchgeführt haben. Materie ist aus Protonen, Neutronen oder Elektronen aufgebaut. Diese Teilchen haben Analoga, die als Antiteilchen bekannt sind – Antiprotonen, Antineutronen und Positronen, die die gleiche Masse besitzen aber die gegenteilige elektrische Ladung haben (…)

Das uns bekannte Universum ist aus einfacher Materie aufgebaut. Das tiefste Geheimnis aber ist, wieso besteht das Universum nicht aus den gleichen Teilen von Materie und Antimaterie. Und wenn Materie und Antimaterie Spiegelbilder sind, müsste eigentlich die ganze Materie verschwinden, weil bei dem Zusammenprall der beiden, sich Materie und Antimaterie aufheben.

Die Physiker vermuten, dass der Unterschied zwischen der Menge der Materie und Antimaterie im Universum (Barionisches System) das Ergebnis gewisser Unterschiede in den Eigenschaften der beiden ist. Was das für Unterschied ist, ist den Wissenschaftern noch nicht bekannt.

Erwiderung: Der Materie liegt keine zur Materie gegenteilige Eigenschaft zugrunde, sondern das gegenteilige Verlangen „Egoismus – Altruismus“, anziehen – abstoßen, weil beide aus einem Verlangen entstehen, sich nutzbringend verwirklichen, sich füllen und stabiler sind.

Die echte Antiwelt stellt sich nur in unseren Anti-Eigenschaften dar. Denn wir fühlen unsere Welt auch nur in unseren weltlichen Eigenschaften. Und wenn wir nicht existieren, existiert auch unsere Welt nicht. Und die von Physikern ergründbare Antimaterie ist nur nach ihrer Feststellung als solche zu bezeichnen und nicht als echte Antimaterie an sich.

[#167233]

Was sieht ein Kabbalist?

mit hutFrage: In dem Artikel,“Die Essenz der Weisheit der Kabbala,“ schreibt Baal HaSulam, dass alle Welten in allen Details identisch sind. Was bedeutet das?

Antwort: Die gesamte Welt ist eine Kopie der höheren Welt. Das Material ist unterschiedlich, die Absichten sind anders, die Erfüllung und die Essenz sind anders, aber dennoch ist es eine Kopie des Höheren, mit den Charakteristika des Niederen.

Nehmen wir an, es gibt eine Blume in unserer Welt und es existiert eine „Blume“ in der höheren Welt. Eine „Blume“ in der höheren Welt ist eine Ansammlung von Charakteristiken, die solche Verbindungen untereinander herstellen, dass in unsere Welt eine Blume entsteht. Ein Kabbalist, dem sich die höhere Welt offenbart, öffnet die Augen und beginnt diese Verbindung zu sehen. Im Gleichklang mit diesem inneren Bild unserer Welt, das er in sich findet, beginnt er, die höhere Welt zu sehen und die Wurzeln dieser Weltanschauung zu erkennen. Er sieht, dass eine Blume in der unteren Welt das Resultat von speziellen Kräften der höheren Welt sind, die sich miteinander versammeln. Auf diese Art und Weise hat er nun „Wurzel“ und „Zweig“, die „Wurzel“ oben, den „Zweig“ unten und die Verbindung zwischen ihnen.

Er benennt diese höheren Prozesse mit irdischen Namen, wie zum Beispiel die „Rose“ mit ihren Dornen und Blättern. Er versteht, wie er Prozesse und Dinge benennen muss. Sonst hätte er keine Möglichkeit, dies zu tun. Die Sprache der Wurzel und Zweige kommt daher. Ohne diese Sprache könnten die Kabbalisten nicht über die höheren Welten sprechen, die nur aus Kräften besteht. Um sich untereinander auszutauschen, brauchen Kabbalisten keine Sprache, da sie in diese Kräfte einbezogen sind und diese aktivieren.

Um ihre Erkenntnisse von Generation zu Generation weiterzugeben und die Menschen zu lehren, brauchen sie die Sprache der Zweige. Diese Sprache ist sehr präzise, da sie jede Wurzel, für jeden Zweig kennen und da jeder Prozess einen Name hat, können sie die Verbindung zum Höheren dadurch herstellen. Für uns stellt das ein Problem dar. Wenn wir ein Kabbalistisches Buch öffnen, sehen wir, dass alles in unserer materialistischen Sprache geschrieben ist. Dies verwirrt uns und wir verwechseln die Prozesse mit jenen unserer Welt. Die Kabbalisten beziehen sich überhaupt nicht auf unsere Welt. Nur die Naturwissenschaften sprechen von unserer Welt.

Frage: Gibt es Wurzeln für jeden Zweig in unserer Welt?

Antwort: Ja. Für alles was in unserer Welt existiert, gibt es Wurzeln in der höheren Welt, aber diese sind uns noch unbekannt. Diese Frage könnte man auch anders stellen: Gibt es mehr Wurzeln in der höheren Welt als Zweige in unserer? Nein. Es gibt für jeden Zweig eine Wurzel. Es gibt kein Licht oder Phänomen in Olam Ejn Sof (die Welt der Unendlichkeit), das nicht den untersten Punkt dieser Welt erreicht.

In unserer Welt sehen die Kabbalisten sogar das Licht, das im Material wirkt, während wir nur die Verpackung und die Substanz sehen. Er sieht das Licht und die Energie, die alle Komponenten der Substanz antreibt, er sieht die Absicht des Geschaffenen, er sieht das Ziel der Schöpfung, den Schöpfungsgedanken.

Hinter all den Gesichtern, dem Unbelebten, Pflanzlichen und der tierischen Natur sieht er die Realisierung des Zieles der Schöpfung in jedem einzelnen Moment. Manches wird am Wege des Leidens sichtbar, in seiner Zeit (Beito), oder mehr in Richtung des Lichtes, „ich werde es beschleunigen“ (Achishena). Er sieht die permanente Entwicklung dieser Welt, als ob sie auf der Waage balancieren würde.

[149748]

Aus dem 4. Teil der täglichen Morgenlektion. 15/12/2014, Schriften von Baal HaSulam

Wo ist der Ort der spirituellen Welt?

Frage: Wo befindet sich der Ort der spirituellen Welt?

Meine Antwort: Der Ort der spirituellen Welt ist ein Verlangen, das dem Wunsch des Schöpfers gleicht. Und der Ort der materiellen Welt ist ein Verlangen, welches dem Schöpfer entgegengesetzt ist.

Dieser Ort ist ein Verlangen, welches geschaffen wurde. Außer diesem Verlangen gibt es nichts. Nur wir selbst sind der Wunsch. Mir scheint es nur so zu sein, dass es mich, meinen physischen Körper und die ganze Welt gibt: Steine, Pflanzen, Tiere, Menschen, und dass der Wunsch einfach das ist, was ich jetzt will.

Die ganze Welt um mich ist auch mein Verlangen, nur in den verschiedenen Erscheinungsformen. Die Materie ist auch nur ein Wunsch. Jedes Atom ist ein Wunsch, die Wechselwirkung zwischen den negativen und positiven Ladungen, der mir in meinen Empfindungen als irgendwelche unabhängige Materie erscheint.

Aber in Wirklichkeit existiert nur mein Verlangen – ein Wunsch innerhalb eines anderen Wunsches. Es gibt die einfachen und die komplizierten Wünsche, die instinktiven Wünsche, in denen die natürliche Kraft eingeschlossen ist, und solche Wünsche, für die schon ein bestimmtes Programm gilt, das heißt, nicht nur die Wünsche selbst, sondern auch das Programm ihrer Handlung beinhalten. Deshalb verbinden und teilen sich die Wünsche und bauen untereinander allerlei Formen.

Aber alles ist nur ein Wunsch. Ich selbst, meine Umgebung und diese Welt sind nur die Wünsche und nicht mehr als sie. Innerhalb meines Wunsches empfinde ich die unterschiedlichen Wünsche, die verschiedene Formen haben. Bezüglich meines Wunsches sind diese anderen Wünsche kleiner, denn ich empfinde mich zuerst und dann alle anderen auf den unteren Stufen. Deshalb werden sie in meinen Wunsch eingeschlossen und bewirken so in meiner Wahrnehmung verschiedene Gestalten und Zustände. Der große Wunsch verschluckt die kleineren, welche in ihm die verschiedenen Erscheinungen hervorrufen.

Es gibt nichts außer dem Wunsch. Die Physik kommt jetzt zum Entschluss, dass es nichts außer dem Kräftefeld gibt. Aber mit diesem Feld ist eigentlich das Verlangen gemeint. Und innerhalb dieses Feldes nehmen wir alle Veränderungen wahr, die uns die ganze Realität zeichnen. Wir haben uns einfach daran gewöhnt, in diesem Bild zu existieren und verstehen nicht, wie irreal es ist, und deshalb nennen wir diese Erscheinungen, die innerhalb unseres Wunsches geschehen – unsere Welt.

Auszug aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Shamati“, 09.09.2011

Die Evolution des Bewusstseins

Wir beginnen unsere Entwicklung in dieser Welt, auf der untersten Realität, welche aus der Welt der Unendlichkeit entlang der 125 Stufen durch die fünf Welten bis zu ihrem niedrigsten Punkt herabfiel. Auf diesem niedrigen Niveau hat der Funke des Lichtes die letzte spirituelle Stufe durchbrochen und in unserer Welt begonnen, die Materie zu bilden.

Die Materie fing an, sich zu konzentrieren, sich zu entwickeln, sich zu verbinden. Das war der Anfang der Korrektur. Damit fing unser Universum an: das unbelebte, pflanzliche und tierische Niveau der Natur.

All dieseStufen sind das Ergebnis der Vereinigung der Materie mit den komplizierten Strukturen, deren einzelne Teile auf das gemeinsame Wohl abgestimmt sind. Die Kraft des Lichtes, die Kraft der Natur, verbindet die separaten Elemente, und so entsteht die unbelebte Materie in ihrer ganzen inneren Vielfältigkeit. Somit entsteht die Materie aus entgegengesetzten Teilchen, die sich nach bestimmten Gesetzen verbinden.

Und dann entsteht die pflanzliche Materie, in der sich die entgegengesetzten Teilchen zu den noch komplizierteren Strukturen verbinden. Sie sind voneinander weiter entfernt, können sich aber trotzdem verbinden.

Folglich entsteht die tierische Materie, deren einzelne Teil sich abgesondert empfinden und in der egoistischen Form eine eigene Existenz sichern wollen. Aber die Kraft der Natur verbindet jedes Teil mit den anderen, so dass sie zusammen das Tier, den lebendigen Körper bilden, der fähig ist, trotz der Verbindung von polaren und widersprüchlichen Elementen zu existieren.

Diese Teile verbindet eine besondere Kraft, die Kraft des Lichtes, die Kraft des Schöpfers, die Kraft des gegenseitigen Gebens, ungeachtet der Kraft der Schöpfung, der egoistischen Kraft, die sich innerhalb jedes Teiles befindet. Diese zwei Kräfte entfalten ihre Wirkung in der allgemeinen Harmonie.

Es gibt keine Harmonie ohne die Verbindung zweier entgegengesetzter Kräfte, die sich für ein Ziel, für das gemeinsame Interesse oder für die Erreichung eines höheren Zustandes zusammentun. Dabei ist der höchste Zustand des Pflanzlichen oder des Tierischen das allgemeine Interesse des Körpers.

Und dann, dank der Entwicklung der Materie auf dem tierischen Niveau, wird das Niveau des Menschen in dieser Welt erreicht, eines noch komplizierteren Wesens, welches aggressiver und egoistischer ist. Jedes Wesen auf der Stufe „des Menschen dieser Welt“ empfindet sich im Widerstand gegenüber allen übrigen Menschen.

Und wenn er bis zur Grenze seiner egoistischen Entwicklung geht, dann begreift er, dass für seine Existenz die zweite, entgegengesetzte Kraft, die Kraft des Gebens, notwendig ist. Die Kraft der Selbstsucht hat ihre volle Entwicklung erreicht, aber was kann man mit ihr tun? Sie zerstört uns nur. Folglich begreifen wir, dass wir verpflichtet sind, uns die Kraft des Gebens, die Kraft der Vereinigung, anzueignen.

Die Empfindung des Mangels der Vereinigung, ohne die wir nicht weiter existieren können, ist die Krise, das Zerbrechen, der Verlust der Werte. Wir entdecken es innerhalb unserer Existenz, innerhalb unseres Lebens. Wir beobachten in absolut allen Gebieten des Lebens, bei allen Beschäftigungen des Menschen in dieser Welt, dass wir das Gleichgewicht, die Harmonie, das Gefühl des „Lebens“ nicht erreichen können.

Denn das Leben ist auf der Basis zweier Kräfte aufgebaut: des Empfangens und des Gebens. Es ist unmöglich, eine eigene Existenz nur auf der Basis der egoistischen Kraft zu führen. Auf diese Weise führt uns die Natur infolge unserer Entwicklung, unserer stufenweisen Evolution, Schritt für Schritt, zu der Schlussfolgerung, dass wir die zweite Kraft, die Kraft der Vereinigung brauchen, um weiterhin im Gleichgewicht und in der Harmonie leben zu können.

Wir sind ein Ökosystem

Meinung (F.Kappa, PhD, Physiker): Als standfest wird eine Gesellschaft bezeichnet, die fähig ist, ihre Bedürfnisse zu befriedigen, und diese auch den zukünftigen Generationen zu ermöglichen. Standfeste menschliche Gesellschaften kann man nach dem Vorbild der Naturökosysteme bauen, welche in den standfesten Gesellschaften der Pflanzen, der Tiere und der Mikroorganismen zu finden sind. Hier gibt es sechs Prinzipien des Lebensunterhaltes:

Die Netze: Auf allen Niveaus des Lebens enthüllen wir die Systeme im Rahmen anderer Systeme – die Netze innerhalb der Netze. Dabei sind ihre Grenzen nicht die Grenzen der Trennung, sondern die Grenzen der Individualität. Alle lebendigen Systeme agieren miteinander und wechseln gegenseitig ihre Ressourcen durch die Grenzen.

Die Zyklen: Alle lebendigen Organismen brauchen für ihre Lebenstätigkeit die Ströme der Materie und der Energie seitens ihrer Umgebung, und sie alle erzeugen Abfälle. Jedoch ist das Ökosystem, das Netz wie das Ganze abfallfrei, weil die Abfälle eine biologische Art die Nahrung für die anderen sind. Somit zirkuliert die Materie ununterbrochen im Spinngewebe des Lebens.

Die Sonnenenergie: Die ökologischen Zyklen werden mit Hilfe der Sonnenenergie intakt gesetzt und in die chemische Energie mittels der Fotosynthese der grünen Pflanzen umgewandelt.

Die Zusammenarbeit: Der Austausch von Energien und Ressourcen wird in den Ökosystemen dank der allgemeinen Zusammenarbeit unterstützt. Deshalb wurde das Leben auf unserem Planeten nicht infolge der Gewalt, sondern dank der Zusammenarbeit, der Partnerschaft und der Netzwechselwirkung geboren.

Die Vielfältigkeit: Die Ökosysteme erwerben die Stabilität und die Lebensfähigkeit aufgrund der Vielfältigkeit und der Komplexität eigener ökologischen Netze. Je mehr sie biologisch vielfältiger sind, desto lebensfähiger sind sie.

Das biologische Gleichgewicht: Das Ökosystem ist ein flexibles Netz. Ihre Flexibilität ist eine Folge der zahlreichen Rückkopplungen, die das System im Zustand des dynamischen Gleichgewichtes erhalten. Das System selbst gewährleistet ein Maximum seiner separaten Parameter nicht, sie alle finden ihre optimalen Zustände selbst.