Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Massach'

Vorbereitungen für die Arbeit von David

Frage : Wie zeigt sich die Geschichte von David und Bat – Sheva in der Gruppenarbeit.

Antwort : Eine berechtigte Frage. Wir arbeiten ja nicht an einem privaten Wunsch des Menschen, sondern an dem Wunsch,der in uns allen besteht. Gerade wurde er zerbrochen und nun müssen wir ihn korrigieren.

Jeder befindet sich im gemeinsamen Wunsch der Genüsse, in privater Selbstsucht, die überhaupt nicht berechnet wird.

In mir existieren Wünsche des tierischen, des pflanzlichen und des leblosen Niveaus, die der direkten Korrektur nicht nachgeben.
Sie werden, je nach dem Grad meiner Arbeit, auf der menschlichen Stufe korrigiert.

Wir müssen unsere Beziehungen korrigieren, die roten Fäden innerhalb unserer Verbindung. Unser gemeinsame Wunsch bringt jedoch auch die Darstellung des Bösen mit sich – unsere Absicht zu empfangen.

Alles andere lass in Ruhe – beschäftige dich nur mit dem Menschen in dir, mit Adam, der dem Schöpfer ähnlich (dome) sein soll.
Und alle übrigen Wünsche werden ihm automatisch folgen.

Aus diesem Grund liegt unsere ganze Arbeit in der Gruppe.
Malchut, Bat – Sheva sind ein gemeinsames, zerbrochenes Kli, das wir korrigieren und vereinen sollen.

Es kommt das Licht von AB – SAG und nimmt uns einen Teil des Lichtes weg – so geht Urija weg – d.h. das Licht Jud – Kej,
und es bleibt nur Waw – Kej, mit welchem man arbeiten kann.

Dann nimmt David den Teil des Seir Anpin, der für die Korrektur von Malchut vorbestimmt ist, und arbeitet damit.

Er stellt den Massach mit der Absicht zu geben dar, und korrigiert Bat – Sheva. Dadurch kommt er zum richtigen Sivug,
zur Einheit mit ihr, um dem Schöpfer Genuss zu bereiten.

Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar, Vorwort, 18.11.2010

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Gibt es ein Leben ohne den Schirm?

Mit Hilfe von umgebenden Lichtern (Or Makif) und runden Kelim (Kelim de Gilgulim) schreiten wir vorwärts und bewegen uns im spirituellen Raum von einem Zustand zum nächsten.

Runde Kelim, Verlangen, Gefäße unterscheiden sich dadurch, dass ihnen der Schirm (Massach) fehlt und sie keinen Austausch durch den Schlag (Siwug de Hakaa) in dem Ausmaß der Ähnlichkeit mit dem Licht durchführen.

Nur der Schirm verleiht dem Gefäß diese Ähnlichkeit, diese Verbindung, wodurch das Kli selbst über die Richtung der Bewegung bestimmt.

Allerdings verfügt das runde Kli noch nicht über einen Schirm, welcher seine Verlangen nach einer Geraden, von oben nach unten, in dem Maße ihrer Ähnlichkeit mit der Eigenschaft des Gebens ausrichten würde. Nichtsdestotrotz existieren, bewegen sich und verändern sich die Gefäße auch ohne den Schirm – unter der Einwirkung der umgebenden Lichter.

In der Tat, wie hätten wir uns aus unserer Welt durch die gesamte Vorbereitungszeit dem Machsom und dem Eintritt in die spirituelle Welt entgegen bewegen können, wenn die umgebenden Lichter keine Einwirkung auf uns hätten?

Welche Mittel hätten wir benutzen können? Denn wir haben keinen Schirm. Also wären wir dem Strom und dem Zufall ausgeliefert?

Wenn die Kelim jedoch dem Schirm entgegenstreben, wenn sich der Punkt im Herzen in ihnen erwacht und den Anfangsanstoß zur Korrektur, zur Wahrheit gibt, gelangen sie unter die Einwirkung von umgebenden Lichtern.

Diese Lichter wirken in Übereinstimmung mit den Anstrengungen des Kli, mit dessen Verlangen und Forderung, wie „sinnlos“ sie auch erscheinen mögen. Genauso wissen die Kinder noch nicht genau, wie sie sich vorwärts bewegen sollten, verstehen den Sinn ihrer Handlungen nicht und wachsen und entwickeln sich dennoch weiter. All das geschieht dank der umgebenden Lichter.

Ich wurde in die Gruppe geführt und mache das, was in den Augen der Freunde gut ist. Ohne Verständnis und Kraft zu haben, begreife ich noch nicht ganz, was geschieht, spüre jedoch, dass es wichtig für mich ist.

Solange der Mensch noch nicht in die spirituelle Welt eingetreten ist, weiß er nicht, ob er lebt oder tot ist, versteht nicht, wodurch und wie er lebt. Wir kennen uns absolut nicht mit dem realen Stand der Dinge aus, solange wir den Schöpfer wenigstens im kleinsten Maße nicht enthüllt haben.

Und darum führen uns die umgebenden Lichter. Wir ziehen sie an und wollen, dass sie auf uns einwirken.

Im Dunkeln, ohne den Schirm, ohne die Absicht zu geben, in der egoistischen Absicht lo liShma, die unweigerlich aus dem Zerbrechen hervorgeht, streben wir dennoch liShma, dem Geben entgegen. Selbst wenn wir es fürchten, selbst wenn wir es nicht wollen – aber wir sind nicht mehr gleichgültig dem gegenüber.

Und deshalb wirkten in einer solchen Situation Lichter auf uns ein, die nicht zur Linie, sondern zum Kreis gehören – zu der Umgebung von Freunden, in der wir auch arbeiten.

Aus dem Unterricht nach „Beit Shaar HaKavanot“ vom 15.11.2010

Der Aufstieg der Braut

Das Buch Sohar. Einleitungen. Artikel „Die Nacht der Braut“:

„Die Zeit der Korrektur heißt die Nacht. Und am nächsten Tag geht die Braut zu Chupa …“

Über diese Welt, in den Welten Brija, Jezira und Assija befinden sich unsere zerbrochenen Seelen, sowie neun unteren Sfirot Malchut der Welt Azilut (von Chochma bis Malchut). Ihr Keter befindet sich oben, in der Welt Azilut, und stellt nur den Punkt dar, und die übrigen neun Sfirot sind unter Parsa, in den Welten BE“А

Der Zustand der Seelen in den Welten BE“A heißt „die Nacht“. Während sie zur Malchut der Welt Azilut hinaufsteigen, verpflichten sie sie, ihre unteren neun Sfirot zu erheben, die unbemerkt in der Finsternis bleiben.

Nachdem wir uns in Malchut einreihen, beginnt sie ihre Sfirot in Azilut zu erheben und verwandelt sich in ein Kli. Es lässt ihr zu, sich in ein Ganzes mit S“A zu verbinden, was „Chupa“ (Hochzeitsbaldachin, der Bettvorhang – Massach, unter welchem, die Eheschließung geschieht) symbolisiert. Mit anderen Wörtern, spricht man hier über die Vereinigung, Siwug.

S“A ist der Schöpfer, und Malchut – Schchina. Ihre Verbindung sollen wir eben erreichen. Wann geschieht sie? Wenn wir unsere Wünsche in Azilut erheben, dann rufen wir den Aufstieg aller Welten hervor. Мalchut (BON) steigt auf die Stufe SAG hinauf, und S“A (МА) – auf die Stufe АB. Das ist ihre Zukunft eben.

Wir begreifen und empfinden das alles in unserer Vereinigung. Aus dem Niveau Siwug AB-SAG bekommen wir das Licht und füllen damit die Seelen aus, die sich unten, in Malchut befinden.

Aus dem Unterricht nach dem Vorwort um Buch Sohar, 14.11.2010

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Wie kann man dem Schöpfer Genuss bereiten?

Indem wir kabbalistisches Wissen verbreiten, vereinen wir unsere Seelen zu einem Gefäß und erschaffen einen „Ort für die Enthüllung des Schöpfers“ für alle Geschöpfe!

Dadurch erfüllen wir Seinen Wunsch und bereiten Ihm den größten Genuss.

Wenn wir alle unsere Leiden addieren und mit „Pi tarach“ (620) multiplizieren würden, würde sich ein Wert ergeben, der vergleichbar wäre mit dem Leiden des Schöpfers aufgrund der Verhüllung, in der zu sein Er gezwungen ist, um uns die Möglichkeit zu geben zu wachsen.

Durch jede unserer Handlung, die auf die Einheit gerichtet ist, fügen wir der Einheit zusätzliche Kraft hinzu(Massach und Or Choser), eine zusätzliche Seele zu der Gesamtheit der Seelen, die wir zur Enthüllung des Schöpfers brauchen.

Dadurch lösen wir solche Veränderungen zwischen allen Seelen aus, dass letztendlich alle in der Welt plötzlich in ihrem Inneren spüren werden, dass es eine höhere Kraft gibt, die auf die gesamte Welt einwirkt und sie bewegt und jeden ihrer Zustände bestimmt.

Nicht zufällig gibt es Erdbeben in Neuseeland, Feuer in Russland, Taifune in Amerika – das sind alles Teile des Gesamtzustandes, der vom Schöpfer erschaffen wird, damit wir aus diesem Zustand heraus anfangen, zu Ihm aufzusteigen.

Und wenn wir anfangen, in den spirituellen Raum aufzusteigen und dieses materielle Leben nur als eine notwendige Komponente wahrzunehmen, werden wir eines wunderbaren Lebens in dieser Welt würdig. Dazu fehlt uns nur, wenigstens ein wenig den Schöpfer zu enthüllen.

Sonst hilft unserer Welt nichts, außer wahrzunehmen, dass es im Universum, in der Natur, zwischen uns eine Kraft gibt, die alles lenkt.

Und wir nähern uns dem Verständnis dessen dank der Verbreitung der Kabbala an.

Aus dem Unterricht nach einem Rabash-Artikel vom 08.09.2010
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„Die Nahrung der Welt ist schwer für den Schöpfer“

Der Sohar, Kapitel „Wajigash„, Punkt 55: Die Nahrung vor dem Schöpfer ist so schwer wie das Teilen des Roten Meeres. Dies ist so, weil die Nahrung der Welt von oben ist, von Seir Anpin; aus dem Massach de-Chirik in der Mittleren Linie. Es ist so, weil Söhne, Leben und Nahrung nicht vom Verdienst abhängen, sondern vom Glück (Masal).

Und aus diesem Grund ist die Nahrung des Menschen vor Ihm schwer, denn sie hängt vom Glück ab, aus dem Söhne, Leben und Nahrung kommen. Deshalb ist die Nahrung der Welt schwer vor ihm, denn sie haben diese nicht, es sei denn, er ist vom Glück (Masal) gesegnet.

Das Glück (Masal) bedeutet „laufend“ (Nosel) und bezeichnet den höchsten Überfluss, der zu uns deshalb nur tropft, und nicht ununterbrochen strömt, weil wir beschränkt und unfähig sind, etwas mehr zu bekommen.

Der Höhere möchte uns die ganze Welt der Unendlichkeit geben, und ist gezwungen, das Licht nun tropfenartig – im Maß unserer Wahrnehmungsfähigkeit – zu geben.

Deshalb ist geschrieben, dass „die Nahrung des Menschen mühsam (schwer) für den Schöpfer ist, wie das Teilen des Roten Meeres“, denn Seine Natur ist – Barmherzigkeit, Er ist der Gebende und schafft nur das Gute, und Ihm fällt es schwer, Sich davon abzuhalten, dem Menschen das ganze Wohl sofort zu geben. Und deshalb ist es für den Schöpfer schwer – das Glück in Tropfen zu geben.

Aus dem Abendunterricht nach dem Buch Sohar, 07.06.2010

Der Sohar enthüllt sich nur in der Einheit

Sohar, Abschnitt „WaJeze„, Punkt 51: … Nukwa ist wie ein geschliffener Spiegel, welcher dazu bestimmt ist, nicht seine eigene Form zu zeigen, sondern nur die Form der anderen, jener, die in ihn blicken, oder vor ihm stehen. Sie ähnelt auch einem Spiegel, weil sich der ganze Effekt des Spiegelglases in der trüben Schicht auf seiner anderen Seite verbirgt, welche die Strahlen des Lichtes reflektiert. Denn wenn der Spiegel transparent wäre, würde keine Form in ihm zu sehen sein. So ist auch Nukwa – ihre ganze Stärke verbirgt sich in ihrem Massach, welcher das Licht davon abhält, nach unten zu scheinen. Gäbe es diesen Massach nicht, gäbe es überhaupt kein Licht in ihr.

Wir lesen den Sohar und verstehen nichts, lesen und empfinden nichts. Letztendlich müssen wir zu einem solchen Zustand gelangen, in dem die Frage: „Wozu?“ uns zur Verzweiflung, zur Enttäuschung, zur inneren Explosion und zur Erkenntnis dessen treibt, dass wir keine andere Wahl haben, als uns zu vereinen und in dieser inneren Einheit zu enthüllen, wovon das Buch Sohar erzählt.

Es gibt keine andere Methode, keinen anderen Weg. Wir müssen dieses Hindernis überwinden. Es gibt viele Hindernisse auf dem Weg: Faulheit, Unverständnis, Ablehnung seitens des Verstandes, es will nicht in unsere Köpfe hinein. Doch das alles spielt keine Rolle.

Wichtig ist nur die Hartnäckigkeit, die uns zum Zerbrechen und zur Erkenntnis dessen bringt, dass es keine Wahl gibt – wir müssen genau hier, in unserer Verbindung, enthüllen, wovon das Buch Sohar erzählt. Das enthüllt sich nur in der Verbindung zwischen uns.

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Wenn du durch einen kleinen Lichtfunken verführt wirst, verlierst du alles

Eine Frage, die ich erhielt: Wie ist es möglich, dass ein Mensch die Kabbala und die Tora egoistisch verwendet? Ist es überhaupt möglich, dass jemand ohne Massach und die Kraft des Gebens in dieser Welt die Kraft der höheren Welt anzieht? Es existiert doch ein ganzes System von Welten und Einschränkungen, die es verhindern sollen, dass wir das Licht egoistisch empfangen?

Meine Antwort: Wenn du die Tora nimmst und daraus die Kraft schöpfen möchtest, bekommst sie auch, denn du liest dann aus der Urquelle, die einen Bezug zur spirituellen Welt hat, sie wurde von einem Menschen verfasst, der sich in einer Erkenntnis der spirituellen Welt befand.

Wenn du sie individuell verwendest, um den eigenen Egoismus zu füllen, für deine eigenen Ziele, verwendest du nur eine sehr geringe Kraft. Aber wir sehen, wie viel egoistischer die Menschen davon werden. Die „Magd“ nimmt den Platz der „Herrin“ ein (Sprüche, 30:9).

Der Mensch bleibt nicht nur unkorrigiert, er wird viel schlimmer! Er denkt, dass ihm jetzt beide Welten gewährt sind, diese und die andere, dass ihm eine Belohnung zukommt, denkt dass er auserwält und höher als die anderen ist. Das alles macht die Tora aus ihm, die zur tödlichen Droge wird.

Wenn er aber die Tora richtig anwenden möchte, lernt er in der Gruppe, die sich wie eine Seele aufbaut, wie es bei der Gabe der Tora gesagt wurde, wie ein Mensch mit einem Herzen. Für ein solches Studium ist die Tora gegeben, sonst steht es geschrieben, dass darin der Ort ihres (spirituellen) Todes ist!

Aus einem Unterricht zu „Einführung zu TES“, 03.06.2010

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