Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Aus dem Abdruck den Stempel erkennen

Frage: Wie ist der eigene Aufstieg zu bemessen: nach dem Wachsen der Selbstsucht oder nach der Größe des Gebens?

Meine Antwort: Man kann das Geben niemals bemessen. Es hat so lange keine Grenzen, keine Form und keine Umrisse, bis es sich auf den Wunsch zu erhalten einkleidet.

Wir befinden uns immer in den egoistischen Gedanken. Aber wenn wir sie überwinden und uns auf den Schöpfer ausrichten, dann werden dadurch die Höhe und die Form des Wunsches zu geben sichtbar.

Nach der Höhe wird er mit der Größe des Wunsches zu erhalten verglichen, über dem wir uns im Geben aufhalten wollen. Somit wenden wir uns in der genauen Übereinstimmung mit unserem egoistischen Impuls an den Schöpfer.

Denn Er hat in uns diesen egoistischen Wunsch, diesen fremden Gedanken gebildet. Indem ich mich erhebe und meine Bitte an Ihn ausrichte, ziehe ich eine Art Maske an, ich kopiere Ihn und finde auf diesem Wege Seine Form.

Der Schöpfer kopierte Seine Form auf meinen Wunsch der Genüsse, und ich mache die Rückkopie von diesem Wunsch, wodurch ich zur Grundform des Schöpfers, zum Wunsch des Gebens zurückkehre.

So komme ich zur Erkenntnis, zum Verständnis und zur Empfindung des Schöpfers: vom Stempel zum Abdruck – und zurück.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel von Rabasch „Wenn  das Gute wächst,  wächst auch das „, 04.12.2011Böse

„Und Gott schuf den Menschen nach Seinem eigenen (Ab)Bild“


Eine Frage, die ich erhielt: Können Sie mehr über die Bedeutung der Aussage machen, dass der Mensch nach dem Bildnis seines Schöpfers geschaffen wurde? Die Kabbala erklärt den Begriff Bild als Abdruck, wie wenn ein Abdruck durch eine Form gemacht wird, um eine Maske herzustellen, oder wie bei einem Siegelring, wo die Höhere Kraft das Design des Ringes darstellt, und die Menschheit ist der Wachsabdruck, welcher gegensätzlich zur Form (oder Essenz) des Schöpfers ist. In meiner Kultur wird uns üblicherweise gelehrt, dass wir nach dem Bild Gottes geschaffen wurden, und zwar im positiven Sinn, wie in dem Ausspruch „er ist seinem Vater wie aus dem Gesicht geschnitten“. Die ganze Kabbala scheint mir auf dieser Definition des Wortes „Bild“ zu gründen, insofern halte ich es für notwendig, die Definition des hebräischen Wortes für „Bild“ in Begriffen, die aus den Quellentexten stammen, welche die Genesis beinhaltet, zu erklären.

Meine Antwort: Das Licht (der Genuss) prägte sich in das Verlangen ein, wodurch ein entsprechendes Verlangen geschaffen wurde, welches durch dieses Licht gefüllt werden wollte. Danach enthüllte das Licht seine „gebende“ Essenz gegenüber diesem „Verlangen, welches gefüllt werden wollte“, und zeigte dem Verlangen dadurch dessen gegensätzliche Natur. Dies zwang das Verlangen, sich dem Licht anzugleichen – also „gebend“ zu werden.

Wir sind diejenigen, die durch diesen Prozess gehen, entweder unfreiwillig oder freiwillig. Wir gehen solange unfreiwillig, bis in uns ein Wunsch erwacht, es freiwillig zu tun. Wir kommen dann unfreiwillig zur Kabbala, welche die Methode ist, sich dem Schöpfer aus freien Stücken anzugleichen.

Sobald jemand freiwillig beginnt, sich dem Schöpfer anzugleichen, erhält er Kontrolle über sich und seine Welt. Jeder wird dies erreichen, egal ob durch Leiden oder die Erkenntnis der Notwendigkeit, gefolgt durch die Realisierung und die Liebe.

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Artikel von Baal HaSulam: Materie und Form in der Wissenschaft Kabbala
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