Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Zu einer neuen Gesellschaftsordnung

Frage: Sie sagten, dass die körperliche Welt keinen Kabbalisten interessiert. Kann ein Kabbalist gleichgültig dem gegenüber sein, was in der körperlichen Welt, in der er vorübergehend lebt, geschieht?

Antwort: Tatsache ist, dass die physische Welt eine Konsequenz unseres Verhaltens ist. Wir können unser Verhalten nur mit Hilfe der spirituellen Welt verändern. Aus diesem Grund sind alle menschlichen Versuche, etwas in dieser Welt zu tun, nutzlos. Es geht alles auf die Art und Weise zurück, wie es vorher war. Wir machen immer die gleichen Fehler und als Resultat erhalten wir die selben Schläge. Es wäre besser, wenn wir gar nichts tun würden. Das Beste für einen Menschen ist es, sich nur in seiner spirituellen Entwicklung zu engagieren. Deshalb ist diese Welt für die Kabbalisten uninteressant. Sie ist eine Art Reflexion ihres Fortschritts. Baal HaSulam schreibt, dass wir zu einer kommunistischen Gesellschaft werden. Nicht in der Art wie die Methoden von Lenin und Marx, sondern zu einer wirklichen, egalitären und gerechten Gesellschaft.

Diese Gesellschaft ist nicht das eigentliche Ziel, sondern sie ist ein Spiegelbild des inneren Zustands der Menschen, die auch in Zukunft auf dieser Welt leben werden. Die Beziehungen zwischen ihnen ermöglichen es, eine Gesellschaft zu schaffen, in der die Menschen ebenbürtiger und sich näher sind, da das höhere Licht sie mehr und mehr beeinflussen und zu einer einheitlichen Struktur verbinden wird. Marx sah das genau vor sich; die Menschheit wird unweigerlich dazu zurückkehren. Er schrieb über eine neue Gesellschaft und verwies dabei nicht auf Russland oder irgendein anderes Land. Er glaubte an eine solche zukünftige Gesellschaft, da dies der natürliche Verlauf unserer Evolution ist; die Evolution führt uns dazu. Es stellte sich heraus, dass er Recht hatte. Dazu braucht man kein Prophet zu sein. Man muss nur den Verlauf unserer Evolution richtig verstehen.

Aus der russischen Kabbala Lektion, 1/1/17

(201963)

Bildung – die Lösung zu allen Problemen

Frage: Das Jahr 2016 war ein Jahr der europäischen Zersplitterung und Teilung. Wie kann Europa richtig verbunden sein?

Antwort: Das ist keine Zersplitterung und Teilung, sondern die Enthüllung dessen, was es in Europa schon immer gegeben hat; es ist geblieben, wie es immer war.

Nur durch Bildung kann es vereint werden! Das ist das Einzige, das die Welt braucht. Das größte und einzige Problem ist die Erziehung der Menschen! Niemand hat jemals danach gehandelt!

Erziehung ist ein Ansatz zu einem Verständnis und der Möglichkeit, andere zu lieben und sich mit ihnen zu verbinden. Entgegen unserer Natur, in der wir niemanden lieben. Die Weisheit der Kabbala zeigt uns, wie wir das trotzdem ausführen können. Ein Mensch muss zu Adam (Mensch) werden, der das System der Natur, in dem er existiert, versteht.

Dies ist ein geschlossenes integrales System, welches sich ständig entwickelt, verändert und vorwärts bewegt! Heute befinden wir uns an der Schwelle von sehr ernsten Veränderungen: Sowohl in der menschlichen Gesellschaft als auch in der Natur der Umwelt. Lassen Sie uns herausfinden und lernen, wie man das, was von uns abhängt, realisiert. Alles hängt nur vom Menschen ab.

Frage: Mit anderen Worten, möchten Sie ein Fach in einer Schule hinzufügen, dass über die innere Welt eines Menschen, über seine Situation unterrichtet?

Antwort: Nicht nur über seine innere Welt, sondern auch über die äußere Welt. Ich möchte einem Menschen ein Verständnis für die Welt geben, in der er lebt!

Kommentar: Der Mensch erhält das auch heute, wenn er die Naturwissenschaften in der Schule studiert.

Meine Stellungnahme: Ich sehe nicht, dass jemand, einschließlich der Medien, etwas über das System in dem er lebt weiß. Wenn Politiker und öffentliche Persönlichkeiten, egal wer, die Welt in der sie leben, verstehen würden, würden sie sich dann so verhalten, wie sie es tun?! Sie sind so kurzsichtig, dass sie für sich selbst alles zerstören würden.

Frage: Es gab einen ähnlichen Versuch; Karl Marx schrieb ein ausgezeichnetes Buch „Das Kapital“. Es wurde so umgesetzt und verzerrt, dass die eigentliche Idee, Armut zu bekämpfen, in einen Kampf gegen den Reichtum umgewandelt wurde. Wir wissen, was das Ergebnis daraus war. Wo gibt es die Garantie, dass so etwas Ähnliches nicht in der Zukunft geschieht?

Antwort: Marx war auf seine Weise ein Genie; Ich habe kein Argument dafür. Er verstand alles, bis auf die Sache, dass die Menschen dafür gebildet werden müssen.

Auch wenn dies in seinen Schriften hier und da vorkommt, so ist es doch nicht klar und deutlich. Ihm fehlte der Nachdruck. Um die Gesellschaft zu verändern, muss der Mensch erzogen werden. Sein voraussehender Geist hatte die Erwartung, dass sich der Kapitalismus selbst vernichten würde. In der Tat geschieht dies alles in unserer Zeit. Heute sehen wir, dass sich der Kapitalismus, obwohl es in den vergangenen 50 Jahren keine Anstrengungen gab das zu verbergen, sich selbst ausgebeutet hat!

Doch was kommt als nächstes? Es ist wirklich notwendig, nach Marx zu arbeiten, aber es ist nicht möglich, die Menschheit zu einem sozialistischen oder gar kommunistischen Regime, von dem er sprach, zu bringen. Wir müssen das durch Bildung und der einzigartigen Energie, die in der Natur existiert, realisieren! Dann können wir die menschliche Natur verändern, ansonsten werden wir das Ego nicht los. Es wird uns verschlingen.

(200325)

Aus dem Webinar 26/12/16

Wir werden in den Trichter der Rezession gezogen

Meinung: (A. Kobjakov, Dozent der Staatlichen Lomonosow-Universität in Moskau“, mit M. Chasin als Koautor, Autor des Buches „Der Untergang des Dollar Imperiums“): Diese Krise beschränkt sich nicht nur auf den Finanzbereich, sie ist in die reale Wirtschaft eingetreten.

Wir leben nun unter der Macht der Finanzen, in einer verkehrten Welt. Bei Marx war die reale Wirtschaft – die Basis, die Produktion, und die Finanzen sollten eine bedienende Funktion erfüllen. Aktuell haben die Basis und der Aufbau die Plätze getauscht. Die Finanzen wurden autark.

Es gibt einen Weg, die Wirtschaft zu retten und alle mit Arbeit zu versorgen – mithilfe der Kriegstechnologien. Die Rüstungsindustrie entsorgt die alten Waffenvorräte (indem ein Krieg provoziert wird), um neue Waffenaufträge zu bekommen. Für sie stellt dies zusätzlich eine Möglichkeit der Bereicherung dar.

Kommentar: Die Kabbala will den Krieg als ein Mittel der Geburt einer neuen Welt nicht abstreiten, sie warnt aber: es wird unmöglich sein, sich auf einen lokalen Krieg zu beschränken; denn jeder lokale Krieg wird sich zu einem globalen Krieg entwickeln.

Russland und Europa: Auf dem Weg zur Spiritualität

Um mit der Natur im Gleichgewicht zu sein ist es notwendig, sie verständnisvoll zu nützen, und zwar im Sinne der Notwendigkeit, und in Abhängigkeit der Bedürfnisse jedes Einzelnen.
Baal HaSulam schreibt darüber im Artikel “Frieden in der Welt” und in anderen Artikeln.

Allerdings kann diese Vorgehensweise nicht durch Terror aufgezwungen werden. Sie kann nur mittels Erziehung stattfinden. Doch die russischen Revolutionäre haben aber einen anderen Weg eingeschlagen, indem sie die Prinzipien der Erziehung verwarfen.

Außerdem fand dies in einem unterentwickelten Staat statt, mit der am wenigsten entwickelten Bevölkerung, die bis zum heutigen Tag praktisch unter feudalistischen Bedingungen leben muss. Die Bevölkerung Russlands, die gutherzig und freundlich ist, akzeptiert nach wie vor diese feudalistischen Gegebenheiten, mit denen Russland bis heute lebt.

Es ist kein kapitalistisches, sondern ein feudales Land mit seinen Gebräuchen, seiner Struktur, Korruption und all seinen sozialen Beziehungen. Es ist eine Feudalherrschaft.

Wir könnten meinen: “Aber wie kann das sein? In einer modernen Gesellschaft? Ist dies nicht längst vorbei? “
Genau, im Westen hat der Feudalismus nicht einmal 300 Jahre existiert, aber in Russland besteht er immer noch.

Das heißt, jederman ist damit nach wie vor einverstanden. Die Menschen haben sich noch nicht über diese Stufe hinaus entwickelt.

Nur ein kleiner Teil der Bevölkerung, etwa 10-20%, kann diese Voraussetzungen nicht tolerieren, während alle anderen damit einverstanden sind, damit zu leben. Es kümmert sie nicht, dass sie einen Hierarchen haben, dass sie sich jemandem ohne Recht und Ordnung unterwerfen müssen, dass alles erkauft und verkauft werden kann und dass die Reichen mächtig und im Recht sind. Die Menschen sind damit einverstanden! Deshalb gilt es noch immer als feudale Stufe der sozialen Entwicklung.

Marx hat absolut nicht angenommen, dass genau dieses Land versuchen würde, seine Idee in die Tat umzusetzen. Er hat eigentlich die Kabbala in Form von wirtschaftlichen Gesetzen ausgelegt. Jedoch ist der Egoismus im ehemaligen Sowjetischen Reich komplett anders. Dieser Egoismus ist feudal und noch nicht für eine ernsthafte Entwicklung bereit.

Wenn wir allerdings mit Einzelpersonen oder mit unseren Gruppen in Russland zusammen arbeiten, sehen wir verblüffende Resultate, weil die Menschen Punkte im Herzen haben. Sie sind sehr begeistert und zielorientiert.

Die Frage is: Wird die Gesellschaft fähig sein zu verstehen, dass sie sich – jedoch nicht durch die Gesetze durch die sie vom Sowjet Regime großgezogen wurde – verbinden muss? Die Einheit hat durch Gesetze stattzufinden, durch die jederman gleich ist, bewusst, und sich bewusst verbindet. Die russische Bevölkerung ist nicht daran gewohnt, sich bewusst zu verbinden. Werden sie es erzielen, werden sie fähig sein, das zu tun? Das ist wirklich die Frage.

Darum sind unsere Gruppen in Russland für uns sehr wertvoll. Ich persönlich kenne diese Nation sehr gut, weil ich dort aufgewachsen bin und meine Muttersprache Russisch ist. Aber können wir in Russland das Land sehen, das die Fähigkeit hat, die kabbalistischen Prinzipien leicht zu realisieren? Das ist etwas, was ich nicht weiß.

Andererseits ist alles, was man in Europa – ungeachtet der Tatsache, dass die Menschen sehr unterschiedlich zum russischen Image sind – tun muss, einen bestimmten äußeren Widerstand, eine bestimmte Schale oder Hülle überwinden. Danach werden sie, sobald diese Idee die Gedanken der Menschen durchdringt, realisieren, dass es richtig ist, und werden es in ihrem Inneren durch ihre Entwicklung wahrnehmen.

In Russland ist es einfach dem Individuum näher zu kommen. In Europa ist das wesentlich schwerer. Dennoch glaube ich, dass, wenn wir ins Innere der Europäer durchdringen, sie die Kräfte und Fähigkeiten in sich finden werden, um sich zu verbinden. Ihr bewusster Kollektivismus wird sich entwickeln.

Andererseits entwickelt sich der Kollektivismus in Russland trotzdem nicht. Die Gesellschaft dort ist nicht gemeinam entwickelt. Ich denke, dass es noch nicht möglich ist.

Dennoch, trotz all dieser Mutmaßungen, müssen wir die Kabbala erschließen und überall weiter verbreiten. Natürlich gibt es in den ehemaligen sozialistischen Ländern große Barrieren. Aber das sollte uns nicht aufhalten. Wir sollten nicht darüber nachdenken, wo es leichter und wo es schwerer ist, warum und wie. Wir sollten arbeiten, das ist alles. Ich stelle nie irgendwelche Berechnungen an. Wir wissen nicht, was besser oder schlechter ist, und wie alles stattfinden wird.

Aus der 3. Lektion vom Berliner Kongress, am 28.1.2011

Über die globale Erziehung

Frage: Was ist globale Erziehung? Wer wird sie überwachen? Eine einzige Behörde für die gesamte Welt?

Meine Antwort: Das ist die Mission der UNESCO, eine spezialisierte Agentur der Vereinten Nationen, die der Erziehung in der gesamten Welt gewidmet ist.

Globale Erziehung bedeutet Erklärung der Naturgesetze. Wir müssen erklären, dass wir alle miteinander verbunden sind, gelenkt von einer einzigen höheren Kraft und dass wir dementsprechend handeln müssen.

Ein einziges Ganzes zu sein bedeutet, die Interessen jedes anderen zu berücksichtigen. Andernfalls werden wir die Schläge der Natur auf uns ziehen, bis wir erkennen, dass wir keine andere Möglichkeit haben, als uns zu vereinen. Die Schläge werden den Menschen zwingen, seinem Egoismus abzuschwören; er wird willens sein, alles zu tun, um Leiden zu vermeiden. Doch all das kann auf eine bessere Weise erreicht werden – durch die Kraft des Lichtes, das umwandelt.

Natürlich habe ich das während meines Treffens mit dem Leiter der UNESCO nicht erklärt, doch irgendwann einmal werde ich es müssen. Das ist es, was Marx tun wollte. Er dachte, wenn Menschen anfangen sich zu vereinen, den Sozialismus zu errichten, werden sie in der Praxis erkennen, dass sie es nicht können. Dass sie anfangen werden, zu suchen und erkennen würden, dass es nur ein Mittel zur Korrektur gibt: die höhere Kraft. Deshalb war Marx ein Atheist und glaubte nicht an irgendwelche Götter, sondern nur an die höhere Kraft des Gebens.

Eine einfache Beobachtung der Natur lehrt uns, dass auch wir verbunden sein müssen. Und später, indem wir versuchen, uns zu verbinden, werden wir enthüllen, dass wir es nicht können. Dann wird die Lösung offenbart. Und dazu müssen wir die Kabbala aktiv in Umlauf bringen. Die Welt wird sie immer mehr brauchen.

Aus dem 4. Teil des Täglichen Kabbala Unterrichtes, „Die Freiheit“

Was Marx nicht ausgesprochen hat

Frage: Was ist eine globale Erziehung? Wer wird sie leiten? Ein Bildungsministerium für die ganze Welt?

Meine Antwort: Das ist die Aufgabe der UNESCO, einer Abteilung der UNO für Erziehungsangelegenheiten weltweit.

Eine globale Erziehung beinhaltet Erklärung von Naturgesetzen. Es muss erklärt werden, dass wir alle verbunden sind und der Lenkung einer höheren Kraft unterliegen, dementsprechend müssen wir uns auch verhalten.

Zu einem Ganzen zu gehören bedeutet, sich um die gegenseitigen Interessen zu kümmern. Ansonsten erwarten uns Schläge von der Natur, bis wir begreifen, dass wir keine Wahl haben und uns verbinden müssen. Die Schläge werden den Menschen zwingen, auf den eigenen Egoismus zu verzichten, bloß um nicht mehr zu leiden. Doch all das kann auf einem guten Wege erreicht werden, durch die Kraft des Lichtes, das zur Quelle zurückführt.

Natürlich habe ich während meines Treffens mit den führenden Vertretern der UNESCO nicht darüber gesprochen, doch es wird sich letztendlich enthüllen. Und das ist das, was Marx machen wollte. Er glaubte, dass, wenn die Menschen anfangen, sich zu verbinden und den Sozialismus aufzubauen, sie in der Praxis begreifen werden, dass es unmöglich ist. Sie werden anfangen zu suchen und enthüllen, dass es nur ein Mittel zur Korrektur gibt, und zwar die höhere Kraft.

Aus diesem Grund war Marx Atheist und glaubte an keine Götter außer an diese höhere Kraft des Gebens.

Wir fangen mit der einfachen Beobachtung der Natur an, aus der ersichtlich wird, dass wir ebenfalls miteinander verbunden sein müssen. Und anschließend, indem wir versuchen, uns zu verbinden, stellen wir fest, dass wir dazu nicht in der Lage sind. Und dann wird die Lösung enthüllt – dafür müssen wir aktiv Kabbala verbreiten. Die Welt wird sie immer mehr brauchen.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Die Freiheit des Willens“, 11.02.2011

Karl Marx über den Einfluss der Umgebung

K. Marx: „Unsere Bedürfnisse und Genüsse entspringen aus der Gesellschaft; wir messen sie daher an ihr; wir messen sie nicht an den Gegenständen ihrer Befriedigung. Weil sie gesellschaftlicher Natur sind, sind sie relativer Natur“.
(K. Marx. Lohnarbeit und Kapital, 1849)

Kommentar: Unterschied in den Methoden, eine vollkommene Gesellschaft nach Marx und nach Kabbala zu erreichen:
Kabbala sagt, dass die Veränderung der menschlichen Natur durch die Tora, d.h. das Licht der Korrektur, erreicht wird. Marx sagt, dass die Veränderung der menschlichen Natur durch den Einfluss der Umgebung, der gesellschaftlichen Beziehungen möglich ist.

Doch es ist wahrscheinlich, dass Marx sich darüber im Klaren war, dass er nur die erste Stufe der Korrektur, sprich die Verbindung, beschreibt. Und später, bei dem Versuch sich zu verbinden, werden die Menschen begreifen, dass sie nicht in der Lage sind, ihre Natur zu besiegen, und dann werden sie die Möglichkeit enthüllen, das höhere Licht für die Verbindung zu benutzen (Siehe, was Baal haSulam im der Zeitung „Ha Uma“, in dem Artikel „Kritik am Marxismus“ darüber geschrieben hat).

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Wird uns die Krise dem Marxismus näher bringen?


Eine Frage, die ich erhielt: Würden Sie zustimmen, dass die Kabbala dem Marxismus sehr ähnlich ist? Unterstützen Sie tatsächlich den Marxismus, der in Russland so kläglich versagt hat?

Mein Kommentar: Der Marxismus hat versagt, weil die Methode des Übergangs zu einem altruistischen Regime, welche aus zwei gegensätzlichen Prozessen besteht, nicht richtig gehandhabt wurde. Gemäß der Kabbala muss zuerst ein Verlangen eingeschränkt und dann ein Schirm darüber erlangt werden (die Absicht zu geben).

Der erste Teil des Übergangs ist, das alte egoistische soziale Regime zu beenden. Der einzige Weg davon loszukommen ist, es zu hassen oder diejenigen, die an der Macht sind.

Der zweite Teil des Übergangs ist, die Massen altruistisch zu entwickeln, um der Schaffung einer altruistischen Gesellschaft näher zu kommen. Marx wusste, dass die Taktik auf der Mitte des Weges wechseln muss – von einer egoistischen Zerstörung der Vergangenheit zu einer altruistischen Erschaffung der Zukunft. Letzten Endes ist eine altruistische Gesellschaft nur möglich, wenn sie auf einer altruistischen Grundlage basiert und um dies zu erreichen, ist es notwendig, die Massen vorzubereiten (zu erziehen).

In Russland vollendete der Marxismus nur den ersten Teil – die Entthronung. Doch er konnte die Massen nicht erziehen, um den Egoismus, der am Beginn der Entthronung eingeprägt wurde, zu Altruismus zu transformieren – der Basis für ein kollektives Regime.

Der einzige Weg, das Verhalten der Menschen diametral zu verändern – vom Egoismus zum Altruismus – ist es, die Massen zu erziehen und die Erkenntnis zu fördern, dass diese Veränderung notwendig ist. Nur danach kann die neue Gesellschaft vollendet werden.

Können Sie sich daran erinnern, wie die ganze Welt den Atem anhielt und auf die erfolgreiche Errichtung des Sowjetsystems wartete – dem zweiten Teil der Korrektur? Wenn sie darin Erfolg gehabt hätten, dann hätte die gesamte Welt dieses kollektive Regime sofort übernommen. Doch die egoistische Richtung des ersten Teils des Übergangs wurde für das kollektive Regime des zweiten Teils zerstörerisch.

Schlussfolgerung: In unserer Zeit macht die Enthüllung der Naturgesetze die Notwendigkeit für ein kollektives Regime immer offensichtlicher. Durch unser Versagen, die Naturgesetze zu befolgen, ziehen wir nur weiteres Leiden auf uns. Deshalb müssen wir den Menschen praktische und wissenschaftliche Beispiele und eine Erklärung der Tatsache geben, dass der Egoismus zerstörerisch ist. Das muss kontinuierlich weitergehen, bis die Massen anfangen zu verstehen. Wir sollten uns nicht der Menschheit entgegenstellen, sondern ihrem Egoismus. Schließlich ist unsere Botschaft Verbindung, Geben und Liebe!

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