Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Baal HaSulam und Rabash öffneten für uns die Tür zur spirituellen Welt

Eine Frage, die ich erhielt: Außer den Schriften von Baal HaSulam studieren wir ebenfalls die Schriften von Rabash. Was geben sie uns?

Meine Antwort: Rabash gibt eine detaillierte Erklärung der Phasen der inneren Arbeit, doch wir verstehen die gesamte Breite und Tiefe seiner Erklärungen noch nicht. Es gibt Stellen, an denen Baal HaSulam sehr präzise Erklärungen für Anfänger gibt und Rabash fährt fort, sie auszuweiten. Dadurch erschafft er ein weites Eintrittstor für jene, die in die spirituelle Arbeit eindringen wollen. Wenn ein Mensch Zeile für Zeile liest, erlebt er verschiedene Empfindungen. Deshalb führt Rabash den Leser mit seinen ausführlichen Erklärungen wie man ein Kind an der Hand von einem Spiel und von einem Eindruck zum nächsten führt.

Denkt jedoch nicht, dass seine Artikel ausschließlich für Anfänger bestimmt sind. Sie bergen eine enorme Tiefe in sich. Nur dass Rabash sich selbst vor seinem Vater Baal HaSulam erniedrigt hat und dachte, dass es nichts Weiteres mehr nach Baal Hasulam hinzuzufügen gibt. Darum hat er wegen seiner Bescheidenheit nichts von sich selbst veröffentlicht und hat nicht viele Manuskripte verfasst. Doch er war ein großer Kabbalist und wir sind dabei, ihn zu enthüllen.

Wie präzise ist die kabbalistische Chronologie der Vergangenheit und Zukunft?


Eine Frage, die ich erhielt: Die Kabbala gründet einen Teil ihrer Argumentation auf eine bestimmte chronologische Ordnung, eingeteilt durch Tausende von Jahren der Existenz des babylonischen Reiches und den Daten von Adams Leben in Babylon. Die Arbeit eines modernen Mathematikers (Anatoly Fomenko, Mathematikprofessor an der Moskauer Staatsuniversität und Mitglied der russischen Akademie der Wissenschaften) im Bereich der geschichtlichen Chronologie, wirft jedoch Zweifel auf diese allgemein akzeptierte Abfolge und die datierten Geschehnisse. Zum Beispiel datiert er die ägyptischen Pyramiden auf das 11. bis 14. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung, gemäß der Datierung der Tierkreiszeichen-Bilder, die in ihnen gefunden wurden. Das bedeutet, dass der Egoismus nicht 2000 Jahre lang gewachsen ist. Die Daten der Bücher können auch falsch sein, durch irrtümlicherweise älter datierte Manuskripte, wenn sie in Wirklichkeit später geschrieben wurden.

Kabbala, die eine Erweiterung der Wissenschaft jenseits unserer Welt ins Spirituelle ist, verlässt sich auf die Wissenschaften dieser Welt, einschließlich Geschichte und Chronologie. Was wäre, wenn die eigentliche Chronologie radikal revidiert würde: könnte es sein, dass sich auch die Kabbalisten bei der Beschreibung der geschichtlichen Geschehnisse (der Datierung von Adams Leben und der anderer Kabbalisten) geirrt haben?

Meine Antwort: Bis heute haben sich alle Zweifel über den Wahrheitsgehalt der Bibel vom historischen Standpunkt als falsch erwiesen, was die Authentizität der Bibelgeschichte bekräftigt. Der biblische Kalender beginnt mit Adam – dem Beginn der menschlichen Korrektur in dieser Welt, und endet mit der abschließenden Korrektur aller Menschen nach 6000 Jahren.

In den letzten 5769 Jahren wurde alles wahr, was in der Bibel vorausgesagt wurde (wie wir Kabbalisten wissen). Das Buch Sohar, welches vor 2000 Jahren geschrieben wurde, sagt, dass unsere Zeit (angefangen von 1995) die Zeit der Enthüllung dieses Buches ist und das wird gerade wahr! Es gibt mehr Dinge im Himmel und auf Erden, als in unserer Philosophie erträumt werden.

Jeder hat jedoch das Recht, alles in dieser Welt anzuzweifeln. Dies ist das Recht eines jeden Wissenschaftlers!

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Große Schriften sterben nie

Eine Frage die ich erhielt: Warum haben so viele Kabbalisten ihre Manuskripte verbrannt?

Meine Antwort: Für Kabbalisten ist es manchmal genug Offenbarung des Verhüllten, etwas schriftlich festzuhalten oder laut auszusprechen. Es kann sogar für einen Kabbalisten genug sein nur daran zu denken, da er die Schöpfung nur durch seine Gedanken und Verlangen korrigiert.

Dies ist auch der Grund, warum es für sie nichts Schlechtes war, ihre Texte nach dem Schreiben zu verbrennen. Kabbalisten behalten nur ihre Manuskripte, wenn die Generation in der Lage ist, sie richtig zu verwenden. Dies ist der Grund, warum so viele Kabbalisten, einschließlich Baal HaSulam, ihre Bücher und Aufzeichnungen verbrannten. Und es gab auch große Kabbalisten, wie Baal Shem Tov, die ihr ganzes Leben lang kein einziges Wort aufgeschrieben haben.

Darüber hinaus sieht ein Kabbalist sofort die Auswirkung seiner Korrektur in den Seelen. Dies unterscheidet sich sehr von dem, wie Menschen in unserer materiellen Welt zunächst etwas „Gutes“ für ihren Nächsten tun, dieses sich später in etwas Böses umwandelt. Wenn ein Mensch nicht korrigiert, was er korrigieren soll und wir es für ihn tun, ist es, als ob wir ihn berauben und wir handeln auch gegen den Schöpfer.

Wenn das Leben eines Menschen nicht in den richtigen Bahnen läuft, so ist dies vom Schöpfer so beabsichtigt, um ihn zu zwingen, seine Haltung zu den Menschen, die um ihn sind, zu korrigieren. Doch anstatt die die Probleme zu korrigieren, indem die Verbindung zwischen uns in Ordnung gebracht wird, versuchen wir dies durch Almosen und Wohltätigkeit in der materiellen Welt. Als Folge davon geht es mit der Welt nur weiter bergab und erreicht sogar noch gravierendere Zustände als zuvor.

Daher führen Kabbalisten wirklich große Korrekturen durch ihre spirituelle Arbeit durch, während alle anderen Maßnahmen nur zum gegenteiligen Effekt führen. Wir haben dies nur noch nicht enthüllt.

(Aus dem dritten Teil des Morgenunterrichtes)

 

Ein Kabbala-Museum – ist so etwas möglich?

Außer dem Ausstellen von Quelltext-Manuskripten, kann es so etwas wie ein Kabbala-Museum nicht geben, da authentische Kabbala nichts auszustellen hat. Eine Ankündigung, die ich erhielt, behauptet jedoch etwas anderes: „Ein Museum, das sich exklusiv der Kabbala widmet, dem mystischen Aspekt des Judentums, wird am 25. Juni in Jerusalem, Israel, eröffnet.

Das Jerusalemer Kabbala-Museum – eines der ersten seiner Art – wird Artefakte, Amulette, Gewänder und historische Manuskripte ausstellen.

Das Museum wird eine Zeitachse der Kabbala offenbaren – von seinem Beginn bis zur modernen Zeit.

Das Museum wird einen starken Aufklärungssaspekt haben und für Interessierte persönliches Kabbalatrainung anbieten, als auch Israeltouren mit dem Schwerpunkt auf Plätzen von kabbalistischem Interesse.

Die Ausstellungen werden detaillierte Beschreibungen der berühmtesten Kabbalisten, Rabbis und Kabbalaschulen, ihrer Arbeit und Errungenschaften beinhalten.

Mein Kommentar: Es gibt ein Kabbalamuseum im Archiv des Bnei Baruch Centers, das Manuskripte von Baal HaSulam und anderen Kabbalisten beinhaltet. Authentische Kabbalah hat nichts mit „Artefakte, Gewänder und Amulette“ zu tun . Es geht um ausschließlich handgeschriebenes oder gedrucktes Material, das seinen Lesern die Gedanken der Kabbalisten enthüllt.

Spiritualität inkarniert nicht ins Körperliche und daher hat nichts in unserer Welt kabbalistischen Gehalt – außer Manuskripte. Genauso gibt es nichts Heiliges oder Spirituelles („spirituell“ meint die Eigenschaft des Schenkens) in Kleidung, Amuletten oder anderen „Exponaten“. Ein kabbalistisches Museum kann nicht existieren, weil es nichts „auszustellen“ gibt – Kabbala kann nicht ausgestellt werden. Es wäre treffender, dieses Museum „Mystik des Judentums“ zu betiteln.

hl

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