Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Lügen'

Kabbala ist die Wissenschaft über die Korrektur der Welt


Frage: Vor zwei Monaten sprach mein Rabbi mich bezüglich meiner Rede vor der Gemeinde über die Kabbala in unseren wöchentlichen Gottesdiensten an. Normalerweise sind 10 bis 15 Personen in unseren Gottesdiensten. Wir sind eine sehr kleine reformierte Gemeinde in Nordost-Pennsylvania. Können Sie mir bitte in dieser Angelegenheit ein wenig Anleitung geben?

Antwort: Sie sollten ihnen erklären, dass die Kabbala die Wissenschaft von der Korrektur der Welt ist. Heute ist die Welt dabei, zu entdecken, wie verkehrt sie ist und deshalb wird die Kabbala der Welt zum ersten Mal in der Geschichte enthüllt. Alles, was in der Vergangenheit über die Kabbala gesagt wurde, war eine Lüge, aber niemand wusste davon, da die Kabbalisten darüber geschwiegen haben.

Der erste, der diese Tatsache enthüllte, war Baal HaSulam. Vor ihm sprachen die Chassidut über die persönliche Korrektur, aber sie sagten wenig und in einer verhüllten Form. Anstatt die innere Korrektur durchzuführen, fingen die Menschen an, sich auf die äußeren Handlungen und Rituale zu konzentrieren.

Die Kabbala wurde im alten Babylon von Abraham enthüllt, um die Menschheit zu korrigieren. Damals erkannte die Menschheit, dass sie an einem Ort vereint war, doch dann trennten die Menschen sich und zerbrachen die Verbindung. Heutzutage wird diese Verbindung abermals in globalem Maßstab enthüllt und darum werden die Menschen es zwangsläufig verstehen – entweder bewusst oder durch Leiden. Dann werden sie die Kabbala nutzen, um den Egoismus der Menschheit zu korrigieren.

Kabbala Akademie

 

Mit dem Schöpfer Verstecken spielen


Frage: Warum ist Er verborgen? Manchmal bringt mich dieses Versteckspiel zur Verzweiflung… Ich versuche mit all meiner Stärke in Richtung der Eigenschaft des Gebens und der Enthüllung des Schöpfers voranzukommen, doch mein irdisches Leben behindert mich wirklich und bringt mich oft zum Fluchen. Wie kann ich die Tatsache akzeptieren, das alles was von oben kommt mir dabei hilft, dem Schöpfer näher zu kommen, wenn Er mir weiterhin Schläge schickt? Ich weiß, dass Er das aus Liebe tut, doch dies drängt mich weg, anstatt mit anzuziehen. Ich habe all diese Spiele und Lügen bereits satt! An wen kann ich mich wenden, wenn Er der einzige ist, der dies alles für mich arrangiert?

Antwort: Es gibt niemanden an den man sich wenden kann, außer an die Kraft (Licht), welche Sie korrigieren kann, wenn Sie dies wollen. Diese Kraft existiert in der Natur und sie wird Sie in dem Maße beeinflussen, wie Sie danach streben sich von einem „Empfänger“ zu einem „Geber“ zu verändern. Außerdem gibt es niemanden auf den man fluchen müsste. Das ist alles die Natur! Die Kraft, die Sie verändern kann, ist nur in einem Studium der Kabbala (Studium in einer Gruppe und Verbreitung) zu finden, in dem die Bücher von Baal HaSulam verwendet werden. Diese Kraft wird Or Makif (Umgebendes Licht) genannt. Streben Sie also danach!

Kabbala Akademie
 

Ich lüge, aber ehrlich

Frage: Eine Sache ist es, mit jemandem oder mit etwas zu spielen, und eine andere, in meinem Inneren, künstlich zu spielen. Wie geht das?

Meine Antwort: Du bist dir darüber im Klaren, dass du von einem Zustand in den anderen übergehen musst. Der eine Zustand kommt jetzt in dir zum Vorschein, und der, den du erreichen willst, bleibt erst einmal in deiner Einbildung. Du malst ihn dir, stellst ihn dir so vor, wie er sein soll.

– Was genau stellst du dir vor? Was willst du erreichen?

– Das Geben und die Liebe.

– Du lügst es vor.

– Natürlich lüge ich es vor. Doch mir wird gesagt, dass ich geben soll, und ich stimme dem scheinbar zu.

– Sehr gut. Du hast deine Freunde – fang an, diese Beziehung der Liebe und des Gebens zwischen ihnen aufzubauen. Bitte. Was, du willst nicht?

– Natürlich nicht.

– Du musst es auch nicht wollen. Führe nur einfache mechanische Handlungen durch. Setz dich zusammen mit ihnen hin, denke wenigstens ein bisschen daran, soviel du kannst. Und was das Wichtigste ist: während du studierst, kommt das Licht – und plötzlich spürst du, wie du dieser Bestrebung, dieser Entwicklung zustimmst.

Nun ist es für dich wichtig, dich in diese Richtung zu bewegen. In deinem Inneren willst du es noch nicht besonders, verstehst jedoch bereits, dass es wichtig ist. Die Zustände ändern sich weiterhin – auf diese Weise kommst du voran. Du kommst unter Einwirkung des Lichts voran, kannst aber selbst das tun, was in deiner Hand liegt.

Genau dafür hat das Zerbrechen von Kelim stattgefunden – um die nötige Bedingung für uns zu schaffen: selbst ohne es zu wollen, allein durch physische Handlungen können wir anfangen, das Licht, das zur Quelle zurückführt, anzuziehen.

Ich bin von allen umgeben und hasse alle, ich bin nicht darauf bedacht, ja kann noch nicht einmal an die Liebe und das Geben denken. Die Freunde interessieren mich nicht, ich will allein auf der ganzen Welt sein, allein mit dem Schöpfer… Und dennoch führe ich äußerlich nach und nach irgendwelche Handlungen durch, selbst wenn sie mir unangenehm sind und mir diktiert werden – doch damit fangen wir an.

Und anschließend kommt der Hass noch mehr zum Vorschein. Doch zusammen mit dem Hass kommt auch die Wichtigkeit des Ziels. Ich sehe, wie wichtig es ist, das Geben zu erreichen, und wie weit ich davon entfernt bin.

Letztendlich steigert sich die Wichtigkeit ins Unermessliche, du willst nur geben, hasst es jedoch andererseits, bist dazu nicht in der Lage und vollkommen davon getrennt. Wenn diese beiden Pole eine endgültige Form in deiner Wahrnehmung angenommen und finale Stärke erreicht haben, dann schreist du.

Genau das bedeuten die „Tore der Tränen für die Armen im Geiste“. Du fühlst, dass du nichts hast und kannst dich nicht mehr damit abfinden.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 15.02.2011

Der zweifache Boden des Internets

Frage: Sie sagten mal, dass das Böse sich innerhalb der Beziehung zwischen Freunden offenbart. Doch wenn der Mensch alleine studiert, durch das Internet, und er keine gemeinsame Arbeit mit den Anderen macht, wie offenbart er das Böse?

Meine Antwort: Ich sehe, dass die Menschen ins Facebook gehen, oder in andere soziale Netzwerke, und einfach leben innerhalb dieser Netzwerke. Dort ist Leidenschaft, Liebe, die Menschen verheiraten sich sogar, wenn sich danach rausstellt, daß es tasächlich Mann und Frau sind 🙂  .

Obwohl dieses Netzwerk voller Lügen und Schmutz ist, sollte es respektiert werden. Vor langer Zeit gingen wir mit Rabash an einem Stadion vorbei, er sagte: „Dieser Platz sollte respektiert werden, er bringt den Menschen Freude!“.
Das gleiche ist es mit dem Internet. Mit seinem Müll, welchen es beinhaltet, verbindet es die Menschen. Es provoziert sie, zwingt sie, das Böse aus sich heraus zu lassen, das sich tief in ihrem Inneren verbirgt, die Eifersucht, der Hass, die Wollust, das Streben nach Ruhm, die Lügen. Was gibt es dort nicht alles… Doch dadurch realisieren wir eine große Anzahl an Reshimot (Informationsgenen).

Die ganze Menschheit befindet sich dort, und alle lügen ständig, möchten einander überlisten, wetten miteinander und schieben aufeinander alles ab. Habt ihr eine Ahnung, was es für eine Arbeit mit dem Ego ist?! Auf welchem Feld hättest du sie zusammen führen können?.. Auf welchem Platz?..

Und so, mit der Hilfe der virtuellen Verbindung, realisieren die Menschen ihre Reshimot, und im Bewusstsein der Natur ihres Ego´s schreiten sie voran.
Warum können wir, die das Verlagen nach der Offenbarung des Schöpfers/der Eigenschaft des Gebens besitzen, unsere spirituellen Reshimot nicht richtig durch die virtuelle Verbindung realisieren? Ich bin überzeugt, dass das gesamte Internet sich nur dafür entwickelt hat. Die Zeit der Beschleunigung des Endweges ist gekommen, und wie in anderen Dingen, haben die Menschen aus ihrem Bedürfnis heraus solch eine Verbindung entwickelt.

Deswegen sollen wir zwischen uns so ein soziales Netzwerk organisieren, damit jeder Freund, unabhängig davon, ob er in einer physischen Gruppe ist oder nicht, in der Lage ist, alle zu fühlen und ständig verbunden mit uns zu sein, in gemeinsamen Ideen, gemeinsamen Bemühungen, Arbeit, dem Studium und dem Umgang miteinander.
Auszug des Unterrichtes nach dem Artikel, „Charakter der Wissenschaft der Kabbala“, 20.01.2011

Die Offenbarung beantwortet alle Fragen!

Frage: Es steht geschrieben, dass wir jeden Tag auf die Rettung des Schöpfers warten sollen. Aber, wie sollte ich die Schärfe der Empfindung bewahren, damit ich ständig auf der Schwelle der Offenbarung bleiben kann, um dieses nicht zu verlieren?
Meine Antwort: Du solltest die Empfindung der Erwartung für dich sehr angenehm gestalten! Über die angenehme Dinge ist der Mensch immer bereit nach zu denken. Und wenn du müde bist darüber nach zu denken, das heißt ist es dir unangenehm.
Wir sind alle aus dem Verlagen zu Genießen geschaffen, und wenn wir den Genuss verspüren, dann streben wir danach, und wenn nicht, dann möchten wir es loswerden. Aus diesem Grund, sollen wir unsere Gedanken so lenken, dass die Offenbarung des Schöpfers und der spirituellen Welt uns angenehm und süss erscheinen. Dann kann ich es nicht mehr vergessen!
Ich muss mich ständig selbst überzeugen, dass es mich erfüllt und mir alles, notwendige bringt: Es stillt alle meine Verlagen – den Hunger, den Durst, die Müdigkeit! Die spirituelle Offenbarung beantwortet alle Fragen! Deswegen vergesse ich es nicht und werde danach immer verlangen. Dieser Gedanke wird mich immer verfolgen auf dem Hintergrund von allem anderen.

Doch wenn für mich der Gedanke über die Spiritualität eine schwere Verpflichtung ist, dann wird es mich selbstverständlich sehr viel Kraft kosten. Doch das ist keine Arbeit, es sollte ein Genuss sein, wie „der Balsam für meine Seele“.
Du hast doch in Wirklichkeit noch nie die Liebe zu den Kameraden empfunden, wie eine süsse spirituelle Erfüllung. Es war für dich einfach angenehm, mit ihnen die Zeit zu verbringen. Doch stell dir vor, es führt dich zu einer höheren, unbeschreiblichen, angenehmen und erfüllten Empfindung. Du hast so etwas früher noch nie erlebt, es ist ein unbeschreibbares Gefühl der Ruhe, wie in stillen, zärtlichen Wassern, dann beginnst du danach zu streben.
Natürlich ist es noch ein egoistisches Streben, „Lo Lishma“, und du eine angenehme Empfindung suchst – aber es wird dir helfen in diesem Gedanken zu bleiben. Gleichzeitig fängst du an, zwischen der Wahrheit und den Lügen zu unterscheiden, so schreitest du voran.

Auszug aus einem Unerricht über einen Brief von Baal HaSulam, 10.12.2010

Die Wahrheit ist mir teurer als das Leben!

Eine Frage, die ich erhielt: Während des Tages bekommen wir jede Sekunde irgendwelche Probleme, von allen Seiten, und müssen sie ständig bekämpfen. Welche Wundermittel bietet denn Kabbala, die es nirgendwo sonst gibt?

Meine Antwort: Die Wissenschaft der Kabbala erklärt uns, woher das ganze Böse kommt und warum wir uns so schlecht fühlen. Sie behauptet, dass das Böse nicht von irgendeiner Quelle ausserhalb kommt, von anderen Menschen oder üblen Umständen, sondern weist den Blick direkt nach innen, indem sie mir sagt: Du bist die Quelle des ganzen Übel!

Es fällt dem Menschen sehr schwer diesem zuzustimmen, deshalb stösst er die Kabbala sofort von sich ab. Aber nachdem die Kabbala uns die Ursache des Bösen gezeigt hat, erklärt sie, dass nur eine einzige Möglichkeit existiert, zum Guten zu gelangen: Das Böse in sich zum Guten korrigieren! Und, dass es nicht mir gut gehen muss, sondern allen anderen!

Es stellt sich heraus, dass es nicht reicht zu erkennen, dass das ganze Böse in mir ist, und mich zu korrigieren, damit es den anderen in meiner Nähe gut geht, sondern ich muss noch daran Spass haben, meinen eigenen Zustand gar nicht spüren, und mich nur darum kümmern, dass es den anderen gut geht? Wer, bitteschön, wird das kaufen?!

Deshalb eignet sich diese Methode nur für diejenigen, die einen Punkt der Wahrheit in sich haben und entsprechend ihrer Natur, sind sie nicht mehr in der Lage, in den Lügen zu bleiben. Egal um welchen Preis, sie brauchen die Wahrheit! Solch eine Forderung kommt zum Menschen von der Seite der Natur, und nicht, weil er ein ach so guter und besonderer Held ist.

Bloss, das Verlangen die Wahrheit zu entdecken, wird ihm wichtiger als der Rest seines Lebens. Es enthüllt sich in ihm auf diese Weise ein neues Verlangen nach Wahrheit, das davor nicht existierte.

Und diejenigen, die nur das Verlangen für unsere Welt haben, sind auch mit einer Täuschung einverstanden. Deshalb befinden sie sich in einer Verfolgungsjagd, bei all dem, was diese Täuschung fordert, um ihren Egoismus zu befriedigen.

Nur diejenigen, in denen ein Verlangen nach der Wahrheit erwacht ist, die sich nicht in der Lage fühlen das Verlangen zu unterdrücken, nehmen mit einer grossen Freude die Methode der Kabbala entgegen. Denn sie haben keinen anderen Ausweg, und nichts anderes kann ihnen helfen. Und solche Menschen schreiten voran.

Und wenn der Mensch noch nicht bereit ist, irgendwelche Kompromisse einzugehen, wird er abhauen. Man darf ihn auf keinen Fall dafür beschuldigen, oder ihn vernachlässigen, denn an seiner Stelle würdest du das Gleiche tun…

Das ist die Natur: Die Kraft, welche stärker ist, wird die andere aufheben. Dieser Mechanismus ist sehr einfach.

Aus einem Unterricht über einen Artikel “ Eine Dienerin, die zur Erbin ihrer Herrin wird“, 16.12.2010

Das Zeugnis des Schöpfers

Die Kraft des Glaubens – das Leuchten, das von oben kommt, heißt das Zeugnis des Schöpfers, wie es gesagt ist: „Der Schöpfer wird bekunden, dass man nicht mehr zur Selbstsucht zurückkehren wird“.

Wie macht es und der Schöpfer kund? – Mit dem Leuchten, das zu uns in der mittleren Linie kommt. Der Schöpfer leuchtet uns mit Seiner Eigenschaft, mit dem einfachen Licht, aber da es durch das System der Welten geht, entwickelt sich das einfache Licht zum Leuchten der drei Linien und leuchtet uns gerade in der mittleren Linie.

Es ermöglicht mir das Begreifens des Übels (die Gegenüberstellung des Guten, der rechten Linie, mit dem Übel, mit der linken Linie), die Analyse Wahrheit \Lüge über bitter \süß, den Aufstieg des Gebens über dem Erhalten (mit dem Glauben über dem Verstand) und ich entwickele mich in der mittleren Linie nach dem Vorbild des zu mir absteigenden Lichtes \Eigenschaft der mittleren Linie des Schöpfers, Seines Zeugnisses.

Ich sehe das Beispiel des Schöpfers, ich bekomme von Ihm die Kräfte und möchte mich mit Ihm vergleichen. Aber das alles funktioniert, solange der Schöpfer mir leuchtet, denn ich werde niemals sine Kraft des Glaubens haben. Das heißt eben das Zeugnis des Schöpfers.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 17.09.2010

Zum Kabbalalernzentrum–>

Der süße Geschmack der Wahrheit

Eine Frage, die ich erhielt: Ich fühle schon das „Süße-Bittere“, wie kann ich auch das fühlen, was die „Wahrheit – Lüge“ ist?

Meine Antwort: In unserer Welt hat die Wahrheit keinen Geschmack, wir empfinden nur das Süße oder das Bittere. Und die Wahrheit – Lüge klären sich mit der Vernunft, und nicht mit dem Herz.

Uns kommt es vor, dass der Betrug unangenehm ist – aber wir verstehen nicht, was Wahrheit und Lüge sind! Wir haben keine Meßinstrumente, um sie zu empfinden.

Für uns ist es angenehm, die Wahrheit zu sagen – aber es geht uns nicht um Wahrheit, sondern einfach um die süße Empfindung. Wir verwandeln die Analyse „Wahrheit – Lüge“ in Süßigkeit und Bitternis für unser Ego. Das bedeutet eben, dass wir nur ein Kriterium „süß-bitter“ benutzen, denn sogar unsere Vernunft funktioniert, um unserem „Bauch“ zu gefallen, das heißt die Vernunft des Menschen ordnet sich seiner Selbstsucht unter. Und die Wahrheit und Lüge, über welche die Kabbala spricht, klären sich in der Eigenschaft des Gebens, die wir momentan nicht besitzen. Nur darin kann man klären, dass das Geben – die Wahrheit ist, und das Ganze ist nicht damit verbunden, was in unserem Wunsch zu genießen geschieht, – ob es dort eine Füllung gibt oder nicht.

Aber, um die Macht des tierischen Körpers loszuwerden, benötigt man die höhere Kraft, das Licht, das zur Quelle zurückführt. In unserer Welt gibt es solche Kräfte nicht, unsere Welt ist vollständig auf dem egoistischen Wunsch aufgebaut.

Um zu lernen, das Gute und das Übel zu unterscheiden, muss man auf die Höhe des Adam HaRischon, „des ersten Menschen“ hinaufsteigen, dem die Schlange die Augen für das Gute und das Böse geöffnet hat. Und obwohl es Gift war, können wir es in ein Medikament umwandeln. Warum beginnt Adam HaRischon – die erste Stufe, die für die Seele geöffnet wird, sich sofort zu teilen? Es war doch früher nur ein Wunsch, warum wird er folglich auf den Mann und die Frau, auf Adam und Eva geteilt, und später auf viele Milliarden Seelen?

Weil die Korrektur unmöglich ist, wenn sie nicht auf eine Menge der Seelen geteilt ist, damit jeder eine kleine, genaue und besondere Aufgabe hat – die Mission eines bestimmten Charakters, wie die Körperzellen, die ihre enge Funktion erfüllen. Wie das binäre System des Computers, wo es nur „0´´ oder „1´´ gibt, ohne jegliche Weisheiten – aber wir sehen, welche Ergebnisse wir später aufgrund dieser einfachen Handlungen erreichen. Gerade darin besteht der Sinn der Teilung der Seelen, andernfalls wären wir nicht in der Lage, mit der Korrektur zurechtzukommen. Denn sogar jetzt, wo wir das vollständige Zerbrechen empfinden, kann jeder Einzelne seine besondere, begrenzte Mission nicht finden – schaut euch an, wieweit wir verwirrt sind.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „das Vorwort zu“ Panim Meirot „“, 18.07.2010

Zur Kabbala Akademie—>

Es ist schwer, ein Mensch zu sein

Ein Mensch muss zwischen Wahrheit und Lüge wählen. Zwischen süß und bitter gibt es nichts zu wählen – es ist klar, dass ich immer Gutes, Süßes, und nicht Böses, Bitteres, für mich aussuchen werde. Ich bin nicht in der Lage, einen schlechten Zustand einem guten vorzuziehen.

Doch wenn ich gegenüber süß/bitter – Wahrheit/Lüge stehe, werde ich wahrscheinlich die bittere Wahrheit, eine schlechte Empfindung, wählen, weil die Wahrheit für mich wichtiger ist.

Das sind zwei unterschiedliche Ebenen: die Stufe „Tier“ – die Analyse „süß/bitter“ – und die Stufe „Mensch“ – die Analyse „Wahrheit/Lüge“-, auf der im „Glauben über dem Verstand“ gearbeitet wird.

Wenn du bis zur einzigen Berechnung „Wahrheit“ aufgestiegen bist, in der alle anderen Kräfte und Möglichkeiten enthalten sind, bedeutet das, dass du die Verschmelzung mit dem Schöpfer erreicht hast.

Doch wenn du nur „süß/bitter“ bewertest, ist es eine tierische Analyse (Wahl). Und das „Tier“ irrt sich auf seiner Stufe niemals, es wählt immer das, was gut für das Tier ist! Doch auf der Stufe „Mensch“ gibt es kein Vorankommen.
Die Natur erlaubt es aber nicht, nur auf der Stufe „Tier“ zu bleiben, sie zwingt einen, sich zu entwickeln.

Auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe der Natur läuft die Verhaltensanalyse nur auf die Analyse „süß/bitter“ hinaus, mit Vorzug für das Süße.

Während es für den Menschen einen Unterschied zwischen zwei Stufen gibt: der Stufe „Tier“ in ihm, mit der Analyse „süß/bitter“, und der Stufe „Mensch“ in ihm, mit der Analyse „Wahrheit/Lüge“.

Aus diesem Grund befindet sich der Mensch in einem ständigen Hin und Her zwischen dem Tier und dem Menschen in sich, auf der Suche nach „was soll ich wählen“ und sucht nach Kompromissen – denn er will das Süße, sieht jedoch, dass die Wahrheit von Vorteil ist.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 17.08.2010

Wie kann ich Freunden gegenüber Liebe zeigen…

Eine Frage, die ich erhielt: Wie kann ich Freunden gegenüber Liebe zeigen, wenn ich mich noch nicht in der spirituellen Welt befinde?

Meine Antwort: Du musst allen zeigen, wie feinfühlig, wie konsequent du in deinem Bestreben nach Spiritualität bist, wie sehr du dich an der Arbeit, an der Verbreitung beteiligen willst, wie bereit du bist, dich mit den Freunden zu verbinden und sie zu lieben – wie sehr du dich eben einbringst.weiter…
Du musst offen mit Beispiel vorangehen, das wird die anderen erwecken. Schaut mal, wie wir in dieser Welt mit unseren Kindern umgehen – wir gehen ständig mit Beispiel voran und erwecken sie so zum Handeln. Wenn wir wollen, dass das Baby uns anlächelt, lächeln wir es an.
Genauso muss man sich gegenüber einem Freund verhalten. Wenn ich irgendetwas für ihn mache, lasse ich mich im nächsten Moment von seiner Reaktion beeinflussen.
Selbst wenn ich meine Begeisterung für die Spiritualität vorgespielt haben sollte, hat diese vorgetäuschte Begeisterung ihn angesteckt und erweckt. Und seine Begeisterung erweckt mich tatsächlich.
Ich habe mit einer Lüge begonnen und mich dadurch wirklich begeistern lassen! Genau dafür baue ich mir die Umgebung auf, um ihr Verlangen für mich als Gesetz gelten zu lassen.
Die ganze Zeit beeinflusse ich die Umgebung, indem ich meine Liebe zu Freunden, die Wichtigkeit des Ziels und die Bereitschaft, mich zu annullieren, zeige und daraufhin von ihr all diese Komponenten, mit deren Hilfe ich den Schöpfer erreiche, zurückbekomme. Und ich bekomme so viele davon, wie viele Menschen es in der Gruppe gibt.
Von der Gruppe bekomme ich die korrigierten Kräfte, die es nicht in mir gibt!