Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Lüge'

Das Geheimnis der Gruppe

Wir sind vollständig von der Spiritualität, von der Eigenschaften des Gebens abgerissen, aber es gibt „das Demonstrationstrainergerät“ – die Gruppe, den Teil der Menschheit, der bereit ist, sich im gegenseitigen Geben aufzuhalten, um dem Licht verglichen zu werden.
Deshalb, können wir uns nur bezüglich der Gruppe prüfen. Inwiefern wir fähig sind, ihr zu geben, insofern erkennen wir uns selbst.

Es ist die richtige Arbeit in ihrer Grundlage, weil ein Fremder uns den Schöpfer, das Licht ersetzt. Denn wir hassen ihn, und geben ihm nur, um daraus den Vorteil herauszuziehen.

Wenn wir aber verstehen, dass die einzige Möglichkeit das Licht zu erlangen, unser Geben an die Gruppe ist, sogar dann wenn es egoistisch ist, dann rufen wir dadurch das Licht der Korrektur hervor.

Denn die Korrekturen erfordern keine Absicht (mizwot lo zrichot kavana), und die Handlungen des Gebens in der Gruppe führen zur Korrektur, nach der Regel „Tue und erhöre“ (naasse we nischma), aus den Handlungen wirst du die Eigenschaften der Bina (schmia, lo lischma) erreichen.

Infolge dessen, anstelle der Einschätzung „bitter-süß“, gehen wir zur Skala “ Wahrheit-Lüge“ über, wir möchten die Freunden nur als korrigiert, als groß wahrnehmen, und in sich die falschen Eigenschaften sehen.

Somit haben wir alle Bedingungen für die Korrektur: die Gruppe, in der wir uns aus der vollen Selbstsucht korrigieren können, und prüfen können, inwiefern wir dem Licht, dem Schöpfer entsprechen.

Denn der Schöpfer hat absichtlich unser Kli zerschlagen und ließ uns seine Teile als etwas fremdes fühlen – damit wir lernen, sich zu diesen Teilen, wie zu Ihm zu verhalten. Er gab diesen fremden Teilen die Eigenschaft des Gebens, die uns entgegengesetzt ist, und deshalb uns verhasst ist.

Die ganze Schwierigkeit der Korrektur besteht darin, sich in der Prüfung bezüglich der Umgebung zu verpflichten, die egoistisch nicht für wichtig gehalten wird.

Aber gerade diese Prüfung bestimmt die Größe der Selbstsucht in uns eben. Nach dem man eigenen Egoismus enthüllt hat, kann man dieser Empfindung nicht mehr entlaufen, so dass man sie zur Korrektur, mittels der Handlung in der Gruppe und der Bitte im Studium führt.

Es erweist sich, dass die Gruppenarbeit für die Erreichung der Verbindung, das in ihr verborgene Licht, den Schöpfers erweckt, damit man durch die Gruppe, um die Korrektur bittet.

Also haben wir vor uns nur zwei verborgene Stufen: die Gruppe, die uns allmählich geöffnet wird, und den Schöpfer, der vollständig verborgen ist.

Infolge unserer Arbeit in der Gruppe, sollen wir in uns den Hass, die Abtrennung enthüllen, um dann mit Hilfe des in ihr vorhandenen Lichtes, die Korrektur zu erreichen. Im Endeffekt werden ich, die Gruppe und der Schöpfer in ein Ganzes verbunden, damit das Gefäß und das Licht einheitlich werden.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabasch, 06.10.2010

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Die Erziehung durch die Wahrheit

Die Erziehung des Kindes bedeutet seine Einführung sowohl in unsere, als auch in die spirituelle Welt.

In dem kurzen Zeitraum, hauptsächlich im Alter von 9 bis 13 Jahren, soll es sich in allem zurecht finden.

Im Alter von 12-13 Jahren hört die Erziehung auf, weil die Kinder nicht mehr auf uns hören möchten, sie handeln und begreifen selbst, wollen von uns nichts mehr bekommen.

Deshalb sollen wir ihnen die Wahrheit darüber erklären, was in der Welt geschieht.

Wenn wir sie mit der Lüge vergiften, dann geht dieses Gift nicht mehr aus dem Bewusstsein heraus, verzerrt die Weltwahrnehmung und reißt die Kinder von der Realität ab, bildet eine Illusion.

Natürlich bedeutet es nicht, dass man in der Erziehung keine Analogien oder Allegorien vorführen darf, ihre Form und Rahmen sollen jedoch deutlich bestimmt werden.

Eine Sache ist es, wenn das Kind versteht, dass man gerade metaphorisch spricht, und eine ganz andere Sache ist es, wenn es denkt, dass im Wald nur die sprechenden Tiere leben, die es auf den Bildern gesehen hat.

Alles hängt von unserer Vorgabe ab: Im ersten Fall lernt das Kind die reale Welt kennen, und im zweiten Fall werden die falschen Gestalten in sein Bewusstsein und sein Gedächtnis imprägniert.

Außerdem muss man sich daran erinnern, dass alle Märchen in vieler Hinsicht dem altertümlichen Glauben und den Mythologien entspringen, als jedem Objekt die Seele, die höhere Kraft und der besondere Einfluss auf den Menschen verliehen wurden.

Aus dem Gespräch über die Erziehung, 29.09.2010

Kabbala Akademie

Wenn die Kräfte nachlassen

Der Mensch kommt voran, wenn er in der Lage ist, den beiden Linien – der rechten und der linken – zu widerstehen.

In der Linie, die sich von oben nach unter erstreckt, erlebt er einen Abstieg, Enttäuschung, Verzweiflung, Kraftlosigkeit und Niedergeschlagenheit. Und in der Linie, die von unten nach oben führt, ist alles umgekehrt: hier kommen wir zur Analyse.

Nehmen wir an, ich verspüre eine vollkommene physische, mentale und moralische Entkräftung – ich bin nicht in der Lage, meine Gedanken zu ordnen, mein Bewusstsein ist benebelt, nichts ist mir wichtig. Wie es in einem Lied heißt: „Ich will mich vergessen und einschlafen“, um nichts zu spüren.

Doch wenn ich mich für einen Moment über diesen Zustand erhebe, schätze ich ihn als gut ein. Wie in einem der Psalme geschrieben steht: „Wer gestorben ist, der ist frei!“ – genau jetzt bin ich frei von meinem Egoismus, er ist gestorben und verlangt nichts mehr von mir.

Wenn noch ein wenig Licht kommt, werde ich den Grund für diesen Zustand verstehen – ich werde verstehen, dass er vom Schöpfer kommt. Er will, dass ich anfange, mich darin zurechtzufinden: wozu brauche ich ein Verlangen, das nichts will und zu nichts in der Lage ist, wozu hat Er es mir gegeben?

Das Licht hebt den momentanen niederdrückenden Zustand hervor, deckt seine Ursachen auf, welche für mich zum Ausgangspunkt für ein neues Wachstum werden.

Die Weisen sagten: „Wo ein Egoist fällt, steigt ein Gerechter auf“ – der Egoist in mir ist gefallen und aus ihm ist ein Gerechter entstanden. In einer Linie sehe ich, dass ich untergehe, und in zwei Linien fange ich den Aufstieg an.

Die Verzögerung liegt nur an der Einwirkung des Lichts – das Licht muss mir diese zweite Linie dazu geben, mir helfen, anzufangen, über der Empfindung selbst zu denken, mich über die Empfindung „bitter/süß“ zur Analyse „Wahrheit/ Lüge“ erheben.

Man muss sich immer unter die Einwirkung des Lichts stellen, damit es über die Empfindung erheben und die Wahrheit, die Ursache, Wer das alles bewirkt, aufzeigen kann.

Selbst ein unklares Empfinden/Wissen der Ursache – des Schöpfers, der in mir das Weltbild zeichnet – verändert dessen Wahrnehmung durch mich zum Gegenteil, und ich freue mich, dass der Schöpfer mir ein dermaßen negatives und niederes Empfinden gab – ein Schwächegefühl, das zum Handeln anregt.

Die Situation ist klar, nun habe ich ein Ziel und die Mitteln. Wenn ich aufgewacht bin, stehe ich auf.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 04.10.2010

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Der Geschmack der Wahrheit

Wir haben jetzt die Möglichkeit, die Zeit des Aufstiegs zu beschleunigen, indem wir egoistisch das kleinere Übel auswählen. Natürlich ist es noch nicht die eigentliche Freiheit des Willens.

Die Freiheit des Willens lässt zu, das zu wählen, was man will, und hier werden einem die Leiden und die Genüsse angeboten und man sagt folglich: „Wähle“.

Baal HaSulam beschreibt zwei Skalen eines Koordinatensystems: „bitter-süß“ und „Wahrheit-Lüge“. Wir sollen auf die Stufe der Wahrheit, anstelle der Lüge und der Süßigkeit, oder Bitternis hinaufsteigen.

Jedem ist klar, dass es hier keine freie Wahl gibt, und nur die Analyse: in welchem Maß ich der Vernunft und in welchem Maß dem Gefühl untergeordnet bin.

Hier hängt alles davon ab, was mir geöffnet ist, und was nicht – und was folglich wichtiger sein wird: die Wahrheit oder das Bittere? Normalerweise werde ich entsprechend meinem heutigen Zustand auswählen.

Und die wahre Freiheit des Willens ist nur in der Gruppe möglich. Die Gruppe stellt jenen äußerlichen Faktor dar, mittels dessen ich den Begriff der äußerlichen Wahrheit kläre.

So bedeutet „die Wahrheit“, dass ich in der Gruppe sein soll. Und zwischen der Wahrheit und der Gruppe gibt es den Widerstand – meine Selbstsucht, den Wunsch der Genüsse.

Es ist schon das vollwertige System. Sie hängt nicht von meiner Fähigkeit ab, die Wahrheit und die Lüge, Bitternis und die Süßigkeit zu unterscheiden. Hier bin ich nicht verpflichtet, klug und feinfühlig zu sein.

Es spielt keine Rolle, wer feinfühliger, klüger, scharfsinniger oder schlauer ist. Denn wir betrachten alles bezüglich der Gruppe, der Vereinigung, mit anderen Worten, bezüglich des Schöpfers.

Im Schema des geistigen Transistors ziehe ich das Licht, das von oben nach unten strahlt,nur im Maß meiner Vereinigung mit der Gruppe heran.

Es ist die freie Wahl im mittleren Drittel Tiferet. Einerseits gibt es das Ego, andererseits die Gruppe, und ich führe die Analyse entsprechend den Skalen „Wahrheit – Lüge“ und „bitter – süß“ durch, in Bezug auf mich und die Gruppe.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel aus dem Buch „Schamati“, 24.09.2010

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Noch heute in den Garten Eden eingehen

Um sich über die Empfindung „bitter-süß“ zu erheben, um sie nicht zu beachten, und um zur Klärung „Wahrheit-Lüge“ überzugehen braucht man die Kraft der Umgebung, im Maß des Strebens, sich über die gegenseitige Trennung zu verbinden.

Alle Zustände werden bleiben, nichts wird verloren gehen, wir steigen nur immer mehr über die vorherigen Zustände hinauf, und so wachsen wir auch.

Und deshalb bleiben alle Probleme bestehen, wir bekommen aber den antiegoistischen Schirm und so erheben wir uns. Die voherige Erfahrung verwandelt sich in das von uns geschaffene System.

Wenn wir die vollständige Korrektur, die Vereinigung erreichen, dann werden im Endzustand sowohl die schlechten, als auch die guten Eigenschaften beständig sein. Nichts wird uns verloren gehen, alle Verbrechen und Fehler werden bleiben – aber sie werden sich in Verdienste verwandeln!

Denn nur dann, wenn sie tatsächlich existieren, können sie korrigiert werden. Aufgrund zwei dieser entgegengesetzten Formen, von ihrem Unterschied her und der Anspannung zwischen ihnen, begreifen wir die wahrhafte Realität, die „620 Mal“ größer ist, als der ursprüngliche Punkt, worin wir weder uns, noch den Schöpfer empfanden.

Daraus können wir die folgenden Schlussfolgerungen ziehen:

Alles, was in der Vergangenheit geschah – sollte auch auf diese Weise geschehen. „Es gibt niemanden, außer Ihm“.

Alle Zustände, die uns in der Zukunft erwarten, schließen die Aufzeichnungen (Reshimot) über die Etappen ein, die wir folglich durchgehen müssen.

Aber in welcher Form wir diese Etappen erleben werden, hängt nur von uns ab. Wir können uns im Voraus anstrengen, Erläuterungen geben, wonach unter unserem Druck die folgenden Etappen in Ähnlichkeit mit dem Schöpfer verlaufen werden.

Oder eben nicht – wobei auch in diesem Fall das Gute erreicht wird, nur wird hierfür mehr Zeit gebraucht, so dass das Licht in uns die Leiden spüren lässt, und zwar im Maß unseres Gegensatzes zum Licht. Das heißt, wir werden in der Zeit und in der Empfindung der Leiden verlieren.

Deshalb: die Vergangenheit war so, wie sie eben hatte sein sollen, in der Zukunft – hängt alles von mir ab, und in der Gegenwart muss man sich die ganze Zeit an einem Zustand festhalten, der „die Bürgschaft“ heißt. Sie ist das Maß der Verbindung zwischen uns, die „das Licht erweckt, das zur Quelle zurückführt“.

Es gibt den Wunsch, es gibt den Punkt in diesem Wunsch – Reshimo, und es gibt das Licht – alle Komponenten. Und die Verbindung, die ich zwischen ihnen schaffen soll – heißt die Bürgschaft.

Wenn ich sie erreiche, komme ich leicht und schnell voran, empfinde die Begeisterung und die Freude, und fühle mich schon so, als ob in den Garten Eden eingegangen bin!

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Bürgschaft“ „, 17.09.2010

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Kabbala und Geldverdienen

Frage: Auf Bitte eines Freundes möchten wir eine Frage, die ihn sehr beschäftigt, stellen: Darf er sich als Ihr Schüler vorstellen und den Menschen für Geld den Segen erteilen und ihnen dadurch in schwierigen Lebenssituationen helfen?
Außerdem schlägt er vor, das zu einer lokalen Gruppenaktivität zu machen, weil er meint, es habe etwas mit der Verbreitung zu tun und erwecke bei den Menschen Interesse für Kabbala.
Da er Geldsorgen hat, steht er im Moment vor der Wahl, einen riskanten Job anzunehmen oder zu versuchen, mit solchen Segnungen Geld zu verdienen. Wir wissen nicht weiter und fragen deswegen Sie, um keine Fehler zu machen.

Meine Antwort: Auf keinen Fall darf man mit Kabbala Geld verdienen, wobei man auch noch Menschen betrügt. Und wenn sich so etwas in der Gruppe beobachten lässt, muss derjenige sofort aus der Gruppe ausgeschlossen werden.
Man darf niemals Kabbala zum Geldverdienen benutzen – das schneidet den Menschen völlig vom spirituellen Weg ab. Es darf kein Segen erteilt werden – das ist eine Lüge!
Nur das Verlangen der Gruppe und die Gedanken an den Freund, wenn sie uneigennützig sind, können ihm helfen. Mit Kabbala Geld verdienen darf man auf gar keinen Fall!
Das betrifft ebenfalls solche Flüche wie Pulsa de Nura, als ob man mit deren Hilfe jemandem schaden könnte. Es gibt keine Wunder auf dieser Welt!
Wir müssen nur nach dem Licht, der Kraft des Gebens und der Liebe, streben, das ist die einzige positive Kraft in der Welt. Sie hervorzurufen, ist unsere einzige Möglichkeit, etwas in der Welt zu bewegen, unser einziger freier Wille.

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Um den Schatz nicht zu vergeuden

Vorwort zum Buch „Panim Meirot„, Punkt 19: Das egoistische Empfangen von Genuss trägt einen Tropfen des tödlichen Giftes in sich, auf diese Weise vergrößert sich unsere Schuld um das Zweifache…

Letztendlich nimmt das Ego dem Menschen den letzten verbliebenen Lebensfunken, so als ob ihm „der Todesengel mit einem Tropfen Gift an der Spitze des Schwertes begegnen würde, und der Mensch gehorsam den Mund öffnen und diesen Tropfen schlucken und sterben würde“.

Wir sind Geschöpfe und müssen den Genuss des Schöpfers in unseren Genuss um des Gebens willen verwandeln, um doppelt zu genießen: sowohl den Genuss an sich als auch die Verschmelzung mit dem Schöpfer, wenn es gleichzeitig sowohl süß als auch Wahrheit ist.

Noch handeln wir aber absolut entgegengesetzt und genießen die doppelte Lüge – wir „kratzen unsere Wunde auf“ und verspüren Genuss dadurch, dass wir uns dem Tod nähern!

Das ist der direkte Gegensatz zum wahren Leben, denn unser inneres System sollte im entgegengesetzten Modus arbeiten – empfangen um zu geben. Bei uns ist aber alles umgekehrt.

Also schafft es der Mensch, seine eigenen Leiden zu genießen, und ist auch noch stolz darauf – das ist die Basis für die Macht aller bösen Kräfte. Doch die Spiritualität beginnt eben über all dem.

Sonst kommt letztendlich der Todesengel und nimmt dem Menschen den letzten Lebenstropfen. Und warum stirbt der Mensch?

Er trennt die Verbindung mit dem Licht, mit dem Geben, die ihm von der Natur als ein kleiner Funken gegeben wurde, den er nach dem Schöpfungsgedanken zu einem großen Geben, zum ewigen Leben, zu einer großen Flamme, zum Licht entwickeln soll.

Doch wir vergeuden diesen Funken für das egoistische Leben – und sterben, anstatt ihn zu entwickeln und das wahre Leben zu erlangen.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 18.07.2010

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Kinder, die gealtert sind

Der Mensch wächst so auf, dass er zu Beginn neue Verlangen und Erfüllungen erhält, die für seine Entwicklung notwendig und für ihn gut sind.

Denn das ist die Richtung, die für ihn von der Natur vorherbestimmt wurde, die ihn großziehen und ihm auf die Beine helfen will – so wachsen Kinder in dieser Welt auf.

Dies gilt nicht als verbotener Genuss, denn ich muss dieses natürliche Entwicklungsstadium durchlaufen bis ich „erwachsen“ werde. Wir sehen wie Kinder für gewöhnlich voll von verschiedenen Wünschen sind und dieses Leben genießen.

Doch in dem Augenblick, als ich erwachsen werde und nun bereits bewusst und nicht durch die Kraft der Natur weiter wachse und mich entwickeln soll, dann schaden mir die ganzen Genüsse, die ich empfange, weil ich sie nicht auf das Geben ausrichte.

Zuvor lag die ganze Verantwortung auf der Natur – der Schöpfer bestimmte meinen Weg und führte mich, sagen wir mal, bis zu einem Alter von 15-20 Jahren entlang dieses Weges. Und alles, was ich von diesem Leben bekam, war gut für meine Entwicklung.

Doch sobald diese „kindliche“ Entwicklungsphase abgeschlossen ist und ich die Richtung von nun an selbst bestimmen soll, muss ich meinerseits die Absicht um des Gebens willen hinzufügen, sonst wird jeglicher von mir empfangene Genuss mich nicht größer werden lassen und vorwärtsbringen sondern töten!

Er wird mich auf einem umgekehrten Wege dazu bringen, zu fühlen, dass es so nicht weitergeht und ich mich nicht durch meinen Egoismus und Genüsse, sondern durch die Absicht zu geben entwickeln muss.

Aus diesem Grund schaden dem Menschen alle Genüsse, die er nach der Phase des Großwerdens erfährt, – ähnlich einem Menschen, der seine Wunde aufkratzt.

Doch wie tief müssen wir in dieses Übel eintauchen, um zu begreifen, dass wir so nicht weitermachen können – wie groß gewordene Kinder, die die Natur nicht mehr unbekümmert das Leben genießen lässt, sondern von ihnen zu geben verlangt?

Wie tief wir „unsere Wunde aufkratzen“ müssen, hängt bereits von uns ab – uns sind alle Mittel und Erklärungen gegeben: wir werden zum Studium, zu den Büchern, in die Gruppe geführt – dorthin, wo wir zur Vernunft kommen und darüber nachdenken können, was wir dem Leben hinzufügen müssen, um uns richtig zu entwickeln.

Und das, was wir hinzufügen, ist die Klärung von Wahrheit/Lüge als Ergänzung zu süß/bitter, im Gegensatz zu Kindern, die nur süß/bitter verstehen.

Und damit wir nicht unser Leben lang Kinder bleiben, wie geschrieben steht: „Was soll man mit den Kindern machen, die gealtert sind?“, müssen wir beginnen nach dem Prinzip Wahrheit/Lüge vorzugehen.

Doch wir dürfen süß/bitter nicht auslöschen, sondern darüber eine neue Lebenseinstellung aufbauen. Und das ist nur möglich, wenn man durch das Kabbala-Studium das höhere Licht anzieht.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 18.07.2010

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Es ist schwer, ein Mensch zu sein

Ein Mensch muss zwischen Wahrheit und Lüge wählen. Zwischen süß und bitter gibt es nichts zu wählen – es ist klar, dass ich immer Gutes, Süßes, und nicht Böses, Bitteres, für mich aussuchen werde. Ich bin nicht in der Lage, einen schlechten Zustand einem guten vorzuziehen.

Doch wenn ich gegenüber süß/bitter – Wahrheit/Lüge stehe, werde ich wahrscheinlich die bittere Wahrheit, eine schlechte Empfindung, wählen, weil die Wahrheit für mich wichtiger ist.

Das sind zwei unterschiedliche Ebenen: die Stufe „Tier“ – die Analyse „süß/bitter“ – und die Stufe „Mensch“ – die Analyse „Wahrheit/Lüge“-, auf der im „Glauben über dem Verstand“ gearbeitet wird.

Wenn du bis zur einzigen Berechnung „Wahrheit“ aufgestiegen bist, in der alle anderen Kräfte und Möglichkeiten enthalten sind, bedeutet das, dass du die Verschmelzung mit dem Schöpfer erreicht hast.

Doch wenn du nur „süß/bitter“ bewertest, ist es eine tierische Analyse (Wahl). Und das „Tier“ irrt sich auf seiner Stufe niemals, es wählt immer das, was gut für das Tier ist! Doch auf der Stufe „Mensch“ gibt es kein Vorankommen.
Die Natur erlaubt es aber nicht, nur auf der Stufe „Tier“ zu bleiben, sie zwingt einen, sich zu entwickeln.

Auf der unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufe der Natur läuft die Verhaltensanalyse nur auf die Analyse „süß/bitter“ hinaus, mit Vorzug für das Süße.

Während es für den Menschen einen Unterschied zwischen zwei Stufen gibt: der Stufe „Tier“ in ihm, mit der Analyse „süß/bitter“, und der Stufe „Mensch“ in ihm, mit der Analyse „Wahrheit/Lüge“.

Aus diesem Grund befindet sich der Mensch in einem ständigen Hin und Her zwischen dem Tier und dem Menschen in sich, auf der Suche nach „was soll ich wählen“ und sucht nach Kompromissen – denn er will das Süße, sieht jedoch, dass die Wahrheit von Vorteil ist.

Aus dem Unterricht nach dem Artikel „Vorwort zu Panim Meirot“ vom 17.08.2010

Wer wird dem Menschen die Wahrheit enthüllen?

Frage: Wie kann der Mensch, der sich in der tauben Kapsel der Selbstsucht befindet, erkennen, was die Wahrheit und was die Lüge ist?
Antwort: Nun werdet Ihr verstehen, was für eine riesige Hilfe uns Nahasch (Schlange) geleistet hat, indem sie uns zur Sünde des Baumes der Erkenntnis verführt hatte.

Dank der Enthüllung dieses riesigen, egoistischen Wunsches, der Nahasch (Schlange) heißt, haben wir nun die Möglichkeit von der Stufe „Tier“, auf die Stufe „Mensch“ hinaufzusteigen.
Der Unterschied zwischen zwei Stufen heißt „Nahasch“ (Schlange). Wenn du von einer Stufe auf die andere hinaufsteigen willst, dann bitte sehr, steig hinauf, aber du musst gegen Nahasch (die Schlange), gegen das leere Gebiet arbeiten, dass sie in dir geschaffen hatte. Ansonsten würdest du wie ein „Tier“ bleiben.

Eben die egoistische Kraft der Nahasch zieht in uns den Menschen auf. Alle Zerlegungen, Sünden und Verbrechen, die in der Tora beschrieben sind, sind nützliche Handlungen und das Ausgangsmaterial der bösen Wünsche, mit deren Korrektur wir den Schöpfer enthüllen.
Den zusätzlichen Wunsch für den Aufstieg gibt uns das Ego, die Nahasch und ihre Korrektur geschieht dank der Bücher, der Gruppe, dem Lehrer, dem Betrieb.

Aus dem Unterricht vom 17.08.2010 zum Thema „Panim Meirot“.

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