Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Eineinhalb Milliarden Dollar!

Meinung: In USA beträgt der höchste Lottogewinn 1,5 Milliarden Dollar. Wie üblich wird nicht bekannt gegeben, wer gewonnen hat. Jemand hat das Ticket einfach in Kalifornien gekauft und plötzlich stellte sich heraus, dass er gewonnen hat. Um die Lottogewinne gibt es immer viele Spekulationen und unglaubliche Geschichten.

Meine Antwort: Normalerweise gewinnen im Lotto die Menschen, die Zahlenkombinationen spielen oder systematische Berechnungen durchführen, oder immer im selben Lottoladen den Schein kaufen und so weiter. Es ist aber absolut zufällig.

Frage: Wieso gewinnt ein Mensch im Lotto? Was bedeutet dieses Schicksal?

Meine Antwort: Das ist ein großes Unglück! Von diesem Moment an  ist dieser Mensch nur damit beschäftigt, sich zu überlegen, wie er das ganze Geld investieren soll. Er hat seine Freiheit verloren. Von der kabbalistischer Seite verbirgt sich dahinter eine enorme Verantwortung: Was mache ich mit so einer Macht, die ich vom Schöpfer bekommen habe und die ich in dieser Welt benutzen darf – wie kann ich richtig über sie verfügen? Wenn ich wenig Kraft habe, wenn ich ein kleiner Mann bin und irgendwie in meinem Leben über die Runden komme, passiert nicht viel: Hier habe ich ein bisschen mir die Fingen verbrannt, da habe ich bisschen geholfen.

Aber wenn ich über große Macht verfüge und diese auch noch von Oben bekommen habe? Der Schöpfer gibt sie mir und sagt: „Jetzt überprüfe Ich, was für einen Kerl Ich da habe. Was tust du mit einer solchen Macht? Wie veränderst du die Welt mit diesem vielen Geld?“

Und hier kommt das Problem. Wir sehen, wie viele reiche Menschen ihr Geld spenden – doch das Ganze verschwindet wie Sand zwischen den Fingern bringt nichts. Daher fühlen sich alle aus Wohltätigkeit handelnden menschen so unglücklich und verzweifelt.

Frage: Und wenn Sie eine Milliarde gewinnen würden?

Meine Antwort: Auf keinen Fall! Das darf man nicht! Ein Mensch darf nur so viel bekommen und annehmen, dass er richtig und nutzbringend darüber verfügen kann! Das ist sehr große Verantwortung!

Damit ich eine Milliarde annehmen würde, bräuchte ich tausende von gut ausgebildeten Leuten, die für diese Milliarde ein Bildungssystem aufbauen und die ganzen Menschheit umkrempeln. Die Summe ist zwar sehr groß, aber die Menschen zu ändern ist wohl auch mit einer Milliarde nicht möglich. Zu meinem Bedauern sind wir noch nicht dazu bereit. Wenn Sie mir also so eine riesige Summe schenken wollen, warten Sie bitte noch ein bisschen.

Aus der TV Programm: „News mit Michael Laitman“ 14.01.2016

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Hütet euch davor, Lotto zu spielen

Frage: Was bedeutet der Weg des Lichts und der Weg der Leiden? Für wen sind es Leiden – für den Egoismus?

Meine Antwort: Selbstverständlich empfinden wir Leiden in unserem Verlangen zu genießen. Aber auch in dem Verlangen zu geben ist es möglich, Leiden zu empfinden. Alles hängt davon ab, was du unter Leiden verstehst.

Stell dir vor, ich hätte Kabbala gefunden, mich der Gruppe angeschlossen und lange Zeit studiert. Und plötzlich gewinne ich mehrere Millionen im Lotto!

Nun verändert sich mein Leben. Was meinst du, ist es der Weg des Lichts oder der Weg der Leiden?

Ich könnte es als den Weg der Leiden bezeichnen, weil ich nun mit diesem Geld durcheinander gebracht wurde und nicht weiß, was ich damit machen soll. Ich war ganz und gar mit Kabbala beschäftigt und muss jetzt an das Geld denken, denn es geht um eine riesige Summe: wo soll es angelegt werden, damit es nicht an Wert verliert, und wie soll es vernünftig verwendet werden?

Also ist es der Weg der Leiden. Denn anstatt ruhig auf einem einfachen und geraden Weg voranzuschreiten, wurde ich gezwungen, eine lange Umleitung zu machen, und ob ich es will oder nicht, muss ich mich nun mit materiellen Dingen beschäftigen, Zeit damit verbringen und mir Gedanken darüber zu machen.

Ich kann das nicht loswerden, und das ist ein sehr großes Problem – das ist wahrhaftiges Leiden hinsichtlich des Verlangens zu geben, des spirituellen Ziels.

Doch hinsichtlich des Verlangens zu genießen müsstest du sagen, dass es der Weg des Lichts sei und dass du eine Belohnung für deine gerechte Arbeit bekommen hättest! Du denkst, dass es ein Segen ist, der dir von oben gegeben wurde.

Deshalb hängt alles davon ab, auf welche Waage du das legst – was du zum Empfangen von Genuss ausgesucht hast.

Auszug aus dem Unterricht über den Artikel „Die Freiheit des Willens“, 18.02.2011