Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Zusammenlöten durch das höhere Licht

Wir sollten ständig daran denken, dass wir den Sohar lesen, nur damit sich unsere auf die Einheit gerichteten Verlangen unter der Einwirkung des Lichts verbinden.

Ich kann nur der Einheit entgegenstreben, wenn ich vom Lesen des Sohar und von TES erwarte, dass das Licht uns alle vereint. Ich muss mir vorstellen, dass alle außer mir vereint sind und nur ich mich in alle einfügen muss.

Ich selbst bin dazu nicht in der Lage, und nur infolge des Studiums kann dieser „Klick“ kommen, der mich mit allen verbindet. So führen wir auch zwei Drähte beim Zusammenlöten aneinander und behandeln die Kontaktstelle durch Einwirkung hoher Temperatur, wobei das Lot, das sie miteinander verbindet, geschmolzen wird.

Deshalb stelle ich Kontakt mit der Gruppe her, stelle mir vor, dass ich mich mit ihnen verbinde – und erwarte vom Studium, dass es uns im Punkt unserer Verbindung zusammenlötet.

Auszug aus dem Sohar-Unterricht. Das Vorwort, 21.02.2011

Hören Sie auf, an die Vergangenheit zu denken!

Eine Frage, die ich erhalten habe: Ich habe eine sehr schwierige Frage. Ich habe meinen Sohn vor sechs Jahren verloren. Er war 19 Jahr alt. Ich fühle noch immer unheimlichen Schmerz, über den ich jedoch nicht einmal mit denen, die mir am nächsten sind, sprechen kann. Ich gebe mich nach außen stark und weine nur, wenn ich alleine bin. Ich fühle mich, also ob ich meinen Sohn nicht gehen lassen könnte, wohin er sollte. Oder ist er es, der nicht von mir gehen möchte? Mit meinem Verstand weiß ich, dass er nicht länger existiert, und dass der Allmächtige mir seine einzigartige Seele für eine kurze Zeit anvertraut hat. Dafür sollte ich dankbar sein. Aber es funktioniert so nicht. Ich bin mit dieser Situation vollkommen alleine und es kommt mir so vor, dass Gott mich verlassen hat, wie ein Waisenkind. Wie kann ich endlich Frieden finden?

Meine Antwort: Man sollte unter keinen Umständen zurückblicken. Man sollte nur vorwärts schauen. Sonst werden sie unreine Gedanken und Kräfte anziehen, die egoistisch sind und sie nur vom Weg abkommen lassen. Es gibt keine Wahrheit in solchen Gedanken.

Eine Frage, die ich erhalten habe: Wie kann ich mit Fehlern zurechtkommen, die ich in der Vergangenheit gemacht habe und die ich erst jetzt verstehe? Wie kann ich mich vorwärts bewegen, ohne Bitterkeit über diese Fehler zu verspüren?

Meine Antwort: Es gibt keine Zeit und es gibt keine Vergangenheit. Sie sollten nur vorwärts streben, sonst werden sie eine „Salzsäule“ wie die Frau von Lot, d.h., sie werden aufhören sich vorwärts zu bewegen.

Verwandtes Material:
Pri Chacham Igrot S. 70 (Ausschnitt) – Baal HaSulam