Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Lieben'

Den Lehrer lieben

Frage: Wie werden im spirituellen System der Lehrer und seine Schüler definiert? Wie suchen sie sich gegenseitig aus? Es ist, als folgten wir alle einem Ruf, einem Erwachen.

Antwort: Es kommt auf unsere Verbindung der gemeinsamen Seele an, die sich in unserer Welt zeigt.

Als ich das letzte Mal in England war, habe ich dort einen der spirituellen Sufi-Lehrer getroffen. Er war ein sehr alter Mann, er kam nicht einmal mehr aus dem Bett. Um ihn herum war die ganze Zeit ein junger Mann, ein gebürtiger Engländer, John, etwa 30-35 Jahre alt. Er kroch buchstäblich auf den Knien vor dem Lehrer, half ihm und schaute nach ihm.

Ich habe mich mit diesem Sufi Lehrer, der in der arabischen Welt sehr berühmt ist, unterhalten. Er stammte aus dem Iran, hat jedoch das Land rechtzeitig verlassen, da dort die Sufis verfolgt wurden.

Ich erzählte ihm von meinem Lehrer und das er kürzlich gestorben war. Als ich ihn fragte, ob er mein Lehrer sein könnte, antwortete er: „Weißt du, dass du mich lieben musst?“

Eine sehr direkte Antwort. Das ist richtig, so wählt man aus. Das heißt, wenn man beginnt, den Lehrer für das zu lieben, was man von ihm hört, was man von ihm bekommt, dann ist man der Schüler und er ist der Lehrer, und wenn nicht, ist man es nicht.

Frage: Und für nichts anderes? Denn viele Menschen suchen eine Art Beschützer, eine Art Vaterfigur.

Antwort: Nein, denn das ist keine Spiritualität.

Bemerkung: Wenn man sich Ihre Lektionen anhört, dann ist man von großer Freude und Aufregung überwältigt. Das Gefühl, das einen erfüllt, inspiriert, tröstet – ist das die richtige Reaktion? Man kann es nicht bestellen, entweder man spürt es oder nicht.

Antwort: Das ist richtig. Es hängt alles von der Entfaltung der Seele im Schüler ab. Er hört was der Lehrer sagt und seine Seele antwortet darauf.

Bemerkung: Und wenn die Seele darauf nicht antwortet, es aber ein Mensch trotzdem machen will?

Antwort: Es bedeutet, dass man bald eine Antwort bekommt.

Aus dem Gespräch zum Thema „Lehrer-Schüler“, 07.02.2019

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Liebe dich selbst

Frage: Sie wiederholen immer wieder einen Satz: „ Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ –Sie sagen, das ist der Weg zu leben. Wenn ich mich aber selbst hasse, was soll ich dagegen tun? Zuerst muss ich mich selbst lieben und dann meinen Nächsten, nicht wahr? Oder habe ich etwas falsch verstanden?“

Antwort: Sie haben Recht. Das ist es, worum es bei diesem Satz wirklich geht. Sie sind tatsächlich auf dem richtigen Weg, die Bedeutung dieses großen Satzes zu verstehen. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ – das bedeutet, du sollst dich selbst und deinen Nächsten wie dich selbst lieben.

Sie sind in der Welt. Was bedeutet es, sich selbst zu lieben? Sie fühlen sich gut, warm, geborgen und sicher in dieser Welt. Wie würden Sie es für den Mensch, den Sie lieben machen? Stellen Sie sich statt aller Menschen um Sie herum, nur sich selbst vor. Sie werden dann sehen, dass wirklich die ganze Welt nur aus Ihnen besteht.

Aus der Fernsehsendung „ Nachrichten mit Michael Laitman“, 07.01.2021

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Covid – ein Katalysator für soziale Veränderungen

Während sich alle beeilen, sich impfen zu lassen, oder, alternativ, erklären, dass die Impfstoffe ein Regierungsplan gegen das Volk sind, scheinen wir etwas sehr Wichtiges zu ignorieren, warum das Virus überhaupt auftauchte. Solange wir diese Frage nicht beantwortet haben, werden wir das Virus nicht los, ganz gleich, wie effizient die Impfstoffe zu sein scheinen.

Auch wenn das Coronavirus wie ein normales Virus aussieht, ist es viel mehr als das. Das Virus verändert unsere Gedanken und Wünsche, die Beziehungen zwischen den Menschen und den Ländern, und das auf der ganzen Welt. Covid -19 ist eine vielschichtige Krankheit. Sie soll uns nicht nur lehren, dass wir uns die Hände waschen und Masken tragen müssen. Vielmehr soll sie uns vor allem lehren, wie wir mit unserem Leben umgehen sollen.

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Leben und Tod, Teil 1o

Das Leben hingebungsvoll bevorzugen

Es wird gesagt:“ Es stehen Leben und Tod vor dir, wähle das Leben“. Wähle also die Eigenschaft den anderen zu geben und zu lieben. Es ist nicht leicht, denn die Wahl wird über unseren Egoismus getroffen. Das ist es, wofür wir leben.

Wir müssen viel durchmachen, um dies wirklich zu verstehen, um im Gegenzug das Leben zu bevorzugen, um anderen Menschen zu dienen, um sie dazu zu bringen, sich untereinander zu verbinden und damit dem Schöpfer die Möglichkeit zu geben sich zwischen ihnen zu offenbaren.

Genau das ist der Zweck des Menschen in unserem Leben, das ist es was mit ihm geht. Alles andere verschwindet, es gibt nichts anderes.

Wir können uns nicht einmal vorstellen, wie das gesamte Universum außerhalb unseres gegenwärtigen, unwahren Zustandes aufgebaut ist. Durch unseren Egoismus ist es völlig falsch und verzerrt. Wenn wir die Möglichkeit hätten, wie in einer Kamera unseren Blick auf das Geschehen zu schärfen, würden wir sehen, wie mit einer deutlichen Reduzierung oder Zunahme des Egoismus, die Welt anders werden würde. Anders gesagt, wenn wir näher oder weiter weg von anderen sind, verändert sich dadurch die Welt.

Hoffen wir, dass dies zwischen uns immer deutlicher wird.

Es ist ein Muss in einer Gruppe, in einem Zehner zu sein. Nur dort, in einer Gruppe, die danach strebt, den Sinn des Lebens zu verstehen, können wir ein Modell zusammenstellen, das Leben nach dem Tod oder die Höhere Welt genannt wird. Das kann man gestalten, während wir in unserer Welt, in unserem Leben sind.

Wenn also jemand diesen Wunsch hat, sollte er einfach zu unserer Gruppe kommen und an den praktischen „Labor-Übungen“ teilnehmen. Dann wird er sehen, dass all dies sehr wirkungsvoll und verständlich ist. Wir warten auf euch.

Aus der TV Sendung „ Grundlagen der Kabbala“14.01.2019

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Hat der Schöpfer Gefühle?


Fragen über den Schöpfer, die ich erhielt

Frage: Was ist der Schöpfer? Hat er Wünsche und Gefühle?

Antwort: Der Schöpfer ist die allgemeine Kraft der Natur, die alles vereinigt. Seine Eigenschaft ist Geben (Liebe). Das ist seine einzige Kraft. Aus seiner Eigenschaft des Liebens und Gebens, schuf er die Schöpfung mit der Eigenschaft „zu empfangen“ – zu empfangen, was Er verlangt ihr zu geben. Selbst wenn er die Schöpfung mit dem Willen zu empfangen schuf, führt Er sie dahin, die Eigenschaft des Gebens zu erwerben, auf Seine Stufe, welche grenzenlos, einzigartig und vollkommen ist.

Frage: Im Artikel „Die Enthüllung der Göttlichkeit (Matan Tora)“ schreibt Baal HaSulam, dass die erste Bedingung ist, dass „niemand ohne einen Grund handelt“ und „es gibt einen Schöpfer in der Welt, der alles aus einem Grund schuf“. Was bedeutet die „erste Bedingung“?

Antwort: Die erste Bedingung ist das Grundgesetz der Natur.

Frage (fortgesetzt): Muss ich das als eine Tatsache akzeptieren, selbst wenn ich nicht der Meinung bin, dass der Schöpfer real ist?

Antwort: Sie sollten es akzeptieren, um es an Sich selbst zu testen, um den Schöpfer in sich zu enthüllen, in der Eigenschaft des Gebens, die Sie erwerben werden. Es ist genau wie bei einem Wissenschaftler, der über die Entdeckung eines anderen Neues erfährt – er akzeptiert es und testet dann, ob es wahr ist. Wenn ein Mensch die Offenbarung der Handlungen des Schöpfers erreicht, dann wird er Ihn in dem Maße rechtfertigen, wie er es enthüllt und deswegen wird er selbst als „rechtschaffen“ bezeichnet. Man kann sagen, in Kabbala testet man alles praktisch und jeder Mensch tut das in sich selbst.

Kabbala Akademie

Ärzte haben eine neue Diagnose: “Das Krisensyndrom”

In den Nachrichten (übersetzt aus Newland.ru): „Das Krisensyndrom“ ist eine neue Diagnose, die Mediziner und Psychiater bei Patienten mit Stimmungsschwankungen, Kopfschmerzen, Bluthochdruck und Schlafstörungen stellen.

Mein Kommentar: Es steht geschrieben „Der Schöpfer ist der Arzt aller Ärzte“. Das bedeutet, dass die Menschen sich an den wahren Arzt wenden werden, wenn wir einen Punkt erreichen, an dem kein Doktor fähig sein wird, einem Menschen zu helfen! Die Kabbala kennt schon das Heilmittel: Der Egoismus ist die Ursache der Krankheit und die Heilung wird sein, den Egoismus durch die Eigenschaft des Gebens zu ersetzen. Indem ein Patient dieses Heilmittel anwendet, wird er vollkommene Gesundheit erlangen.

Es heißt in der „Einführung zum Buch Sohar„: Der Egoismus ist die einzige Ursache für alles Unheil, alle Krankheiten und alles Scheitern. Wenn wir uns alle vereinen, werden wir mit dem Licht des Lebens erfüllt, aber wenn wir getrennt sind, verlässt uns das Licht des Lebens.

Kabbala Akademie

Was ist die Seele?


Ich erhielt Fragen über die Seele und ihre Beziehung zum Körper:

Frage: Sie beharren darauf, dass sich die Seele im Herzen befindet. Wie erklären Sie dann, dass der Mensch nach einer Herztransplantation derselbe ist wie vorher?

Meine Antwort: Ich denke, Sie verwechseln mich mit jemand anderem. Ich habe nie so etwas gesagt. Die Seele befindet sich überhaupt nicht im menschlichen Körper. Sie ist die Eigenschaft der Liebe und des Gebens, die ein Mensch erwirbt.

Frage: Was ist die Seele für Sie?

Meine Antwort: Die Seele ist die Eigenschaft der Liebe und des Gebens – die Eigenschaft des Schöpfers. Es steht geschrieben, „Die Seele ist ein Teil des Schöpfers“ und der Schöpfer ist das Verlangen zu lieben und zu geben. Das ist alles!

Frage: Wann wird die Seele in den menschlichen Körper wiedergeboren: Während der Empfängnis oder während der Geburt?

Meine Antwort: Die Seele ist auf keine Weise mit irgendeinem körperlichen Prozess verbunden und sie wird in nichts wiedergeboren. Sie kommt zu einem Menschen, wenn er die Eigenschaft des Gebens erreicht.

Kabbala Grundkurs

Verwandtes Material:
Blog-Post: Warum müssen wir immer wieder hierher zurückzukommen?
Blog-Post: Spirituelle und physische Babys

Einfach über Liebe

Eine Frage: Was ist die wahre Liebe und gibt es sie überhaupt?

Die Antwort: Wir sind so kompliziert Geschaffen, dass wir den Mann, die Frau, die Eltern, die Kinder, uns umgebende Menschen, die Menschheit, den Schöpfer nicht lieben können, wenn sich nicht alles vereint!

Wir entwickeln uns so, dass unsere Natur uns nicht erlaubt nur einen bestimmten Menschen zu lieben. Es scheint dem Menschen, dass er seine Kinder, seine Frau, irgendwelche Freunde liebt, aber das stimmt nicht. Es wird ihm bewusst, dass seine Liebe nicht vollkommen ist, sie zerbricht, obwohl er lieben möchte! Warum nur?!

Hier eröffnet uns die Kabbala das Geheimnis, sie sagt, dass es nur absolute gemeinsame Liebe geben kann! Wenn du nicht alle Menschen liebst, dann wirst du keine Liebe zu jemandem empfinden können.

Es bedeutet alles existierende zu lieben: den Schöpfer, die Menschheit, die Welt, Bekannte und Fremde,wie ein Ganzes, nur so kann die Liebe erlangt werden. Anders geht es nicht, es tut mir leid, aber es ist so.

Darüber hinaus denken wir, dass Liebe etwas höheres, auf den Wolken existierendes ist. In Wirklichkeit ist die Liebe tierisch, sehr einfach, die körperliche Vereinigung. Wenn wir aber über die „tierische Liebe“ hinaus wachsen wollen, müssen wir ihr ein Futter geben, das „gegenseitig nachgeben“ heißt.

Ich gebe dir nach, und damit füttere ich unsere Liebe, bis sie dicker wird. Dann gibst du mir nach, und so wächst unsere Liebe. Denn solange wir Egoisten sind, ist es unsere einzige Handlung, die uns in dem Wachstum unserer Liebe helfen kann.

Wir sollen lernen nachzugeben! Es gibt immer zwei Prinzipien der Liebe: erstens – die Liebe lernen nachzugeben, zweitens – es gibt nur eine gemeinsame Liebe, dann kann man auch jemand Bestimmten lieben…

Aus dem Gespräch mit Arkadi Duchin 22.12.10

Antworten auf Ihre Fragen zu „Kabbalisten über das Ziel der Schöpfung“, Teil 1

Eine Frage, die ich erhielt: „… Keinesfalls kann Er jemandem auch nur einen winzigen Schaden zufügen oder mit Verdruss betrüben“. Doch sehe ich das Leiden der Menschen!?
 
Meine Antwort: Alles Gute, das vom Schöpfer kommt, wird von den Menschen umgekehrt, also als das Böse wahrgenommen, und zwar entsprechend dem Maß der Gegensätzlichkeit zu der Eigenschaft des Schöpfers – dem Geben und dem Lieben.
 
Eine Frage, die ich erhielt: Soll man es so verstehen, dass alle Ereignisse vom Schöpfer vorbereitet und entsprechend der EIGENHEITEN der Seele ausgelöst werden?

Meine Antwort: Alle Ereignisse sind durch den Anfangs- und Endzustand jeder Seele vordefiniert. Diese Ereignisse werden von den Seelen in einem Spektrum ihrer Zustände von  äußerstem Leiden bis zum riesigen Genuss, je nach Ähnlichkeit der Seelen dem Schöpfer wahrgenommen.

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Spirituelle Entwicklung kann sich wie ein stürmischer Ritt anfühlen


Viele Leute fragen mich: Was soll ich mit meinen Verlangen anfangen und wie soll ich gegen die Störungen ankämpfen?

Der Zerbruch oder die Verdorbenheit bedeuten, dass die vereinte Schöpfung (die Seele, das Kli) sich in viele widerstreitende Teile aufgeteilt hat bzw. zerbrochen ist. Ihre Korrektur liegt darin, sie alle wieder zusammen zu bringen, trotz der Kraft ihrer Abstoßung. Mit anderen Worten, die Kraft der Einheit (Licht, Geben, Liebe) muss stärker sein als die Kräfte der gegenseitigen Abstoßung (Egoismus, Hass). Allerdings heben sich diese Kräfte nicht gegenseitig auf, so wie geschrieben steht: „Der Held ist nicht jener, der den Feind tötet, sondern jener, der ihn dazu bringt, ihm zu dienen.“

Daher sollten wir nicht auf die böse Neigung in unseren täglichen Angelegenheiten achten, sondern nur in unserem Widerstand, um unsere Verlangen in Richtung Korrektur zu vereinigen, was Angleichung an den Schöpfer bedeutet. Sobald das Ego eines Menschen genügend gereift ist, um damit zu beginnen, es zu korrigieren, wird in ihm ein Punkt im Herzen erscheinen, was der Beginn seines Strebens zur Einheit ist. Er wird dann zur Gruppe gebracht, wo der Schöpfer all jene zusammenbringt, die zur Korrektur reif sind.

Wenn ein Mensch sich an der Gruppe beteiligt, um die individuellen Bestrebungen für den Schöpfer in ein einziges, starkes Verlangen nach Einheit zu vereinen, dann ruft dies die Kraft der Korrektur während des Studiums hervor. Dann leuchtet die Kraft auf das gemeinsame Streben nach Verbindung zwischen uns und dem Schöpfer, der die Kraft des Schenkens und der Liebe ist. Das löst den Prozess des „Strebens“ aus.

Ein Mensch fühlt sich, als ob er einen feurigen Hengst reiten würde, der Amok läuft und ihn weiterträgt, während er selbst hilflos ist, irgendetwas zu tun. Je stärker du in der Gruppe wirst, umso schneller korrigierst du dies und umso schneller und stärker steigst du innerhalb der Gruppe auf die nächste Ebene auf. Dieses wiederum offenbart dir dein Ego noch mehr und du findest dich abermals auf dem Rücken des Hengstes nach vorne fliegend. Dies beschreibt, wie du das Ende der Korrektur schnell erreichen kannst.

Eines Tages wird das Rennen zu Ende sein, denn die Kräfte des Egos sind nicht unbegrenzt. Jeder Mensch hat sein eigenes Maß, die Kapazität der Seele, und er muss alles davon offenbaren und korrigieren.