Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Der Lautsprecher des Schöpfers

Kongress in Arava. Gespräch beim Essen.

Ihr versteht nicht, wie sehr wir alle von oben gesteuert werden. Der Lehrer ist hier wie ein Lautsprecher, Teil eines höheren Systems, der euch Wissen vermittelt, und nichts weiter. Ihr verehrt doch auch nicht den Lautsprecher dafür, dass er euch etwas Interessantes erzählt. Genauso solltet ihr auch den Lehrer betrachten – ihr solltet das Gerät respektieren, über das euch von oben etwas vermittelt wird, aber mehr auch nicht.

Ich möchte euch warnen, denn genau darin liegt der Unterschied zwischen blinder Verehrung und der Wahrheit. Ich spüre mehr als alle anderen, dass ich von oben gesteuert werde und nichts von mir selbst habe. Ich spiele euch nichts vor, ich führe wirklich nur Befehle von oben aus. Und die ganze Arbeit des Menschen besteht darin, gesteuert zu werden. Je höher er steht, desto mehr wird er gesteuert. Das nennt man ein Sklave des Schöpfers sein, die Stufe Mosche.

Deshalb dürfen wir nicht vergessen, dass wir sensibel dafür sein müssen, was der Schöpfer uns sagt – in uns sagt! Und dann müssen wir entsprechend handeln. Ich spüre, dass dies bereits näher rückt. Und dann steigen wir bereits auf die Stufe von  Bina – wir können hören, was der Schöpfer sagt, das ist bereits die Stufe von Bina. Und danach erlangen wir „das Sehen“.

Lasst uns also versuchen, nicht vom Lehrer abhängig zu sein (er ist begrenzt und vergänglich), sondern alle zusammen zu einem „Gefäß“ (Kli) zu werden, das, wenn es verbunden ist, sehen und auf das reagieren kann, was der Schöpfer ihm sagt. Das ist das Wichtigste. Lechaim! Dieses Hören, dieses Empfinden, das ist das Leben.

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Aus einem Gespräch bei einem Essen vor dem Kongress in der Arava-Wüste

Entwicklung des Gefühls der Einzigartigkeit des Schöpfers

Frage: Wie sollte man auf das Auftreten physischer Probleme im Leben reagieren?

Antwort: Wenn ein physisches Problem vor mir auftaucht, sollte ich es physisch lösen, während ich gleichzeitig verstehe, dass es mir vom Schöpfer gegeben wird. Dies sollte mich ständig daran erinnern, dass „es niemanden außer Ihm gibt“ und dass sowohl gute als auch schlechte Probleme von Ihm ausgehen.

Unser Hauptproblem besteht darin, die Welt als ein vom Schöpfer gesandtes Bild wahrzunehmen und alles, was uns widerfährt, mit Ihm in Verbindung zu bringen. Es gibt keine andere Kraft in der Welt, die alles lenkt. Alles, was uns als von Ihm getrennt erscheint, wird absichtlich vom Schöpfer geschaffen, um uns zu verwirren.

Warum verwirrt Er uns? – Damit wir in uns ein scharfes Gefühl für Seine Einzigartigkeit entwickeln. Dann werden wir beginnen, Seine Manifestation in allem, was uns umgibt, zu spüren. Sowohl das, was in uns im Herzen und Verstand existiert, als auch das, was außerhalb von uns in der unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Natur existiert, wird allein von Ihm geschaffen, bestimmt und gesandt.

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Bringen unsere Pläne den Schöpfer zum Lachen?

Kommentar: Es gibt eine Anekdote: Ein Mann fragt Gott: „Herr, wie kann ich Dich am besten zum Lachen bringen?“. Gott antwortet: „Erzähle mir deine Pläne.“
Sagen Sie mir, warum bringen unsere Pläne den Schöpfer zum Lachen?

Antwort: Wenn der Mensch Pläne schmiedet, glaubt er, Herr über das Geschehen zu sein, so als könne er die Zukunft bestimmen und das ist falsch,  einfach nur lächerlich.

Frage: Aber ganz objektiv betrachtet, wenn jemand Pläne für den nächsten Tag, das nächste Wochenende oder für den Sommerurlaub macht. Heißt das „Pläne machen“?

Antwort: Ja, das sind Pläne und ein Mensch ist nicht in der Lage, solche für seine Zukunft zu machen. Erinnerst du dich, was Woland gesagt hat? Ein Mensch kann sich nicht für die Zukunft programmieren. Dazu müsste er mindestens 1.000 Jahre im Voraus wissen. Ich würde nicht sagen, dass wir irgendetwas programmieren können.

Frage: Ist es denn möglich, ohne Pläne zu leben?

Antwort: Ja, das geht, man kann die eigenen Pläne zur Seite legen und die Pläne, der nächsten, höheren Stufe akzeptieren. 

Frage: Welche Pläne sind das? Nach welchem Plan lebe ich dann?

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Alle vollständig korrigiert sehen

Frage: Ein Freund unternimmt große Anstrengungen, um zum Kongress zu kommen, er beteiligt sich auch an Diensten und stellt dann fest, dass er im Freund nicht dessen Anstrengungen und Fürsorge für das gemeinsame Ziel erkennen kann. In solchen Momenten kann er diesen nicht rechtfertigen. Was kann man hier tun?

Antwort: Wenn jemand den anderen nicht rechtfertigen kann, dann ist das sein eigenes Problem. Wir sollten jeden Freund als vollkommen betrachten, als jemanden, der absolut alles tut und mit all seiner Kraft auf das spirituelle Ziel hinarbeitet. Wenn wir ihn nicht so sehen, sondern schlechter, zeigt das, dass wir uns selbst korrigieren und auf die Ebene gelangen müssen, auf der wir alle Freunde als vollkommene Gerechte sehen, und uns selbst ebenfalls als ein Teil davon.

Frage: Wie kann ich helfen, was kann ich tun, um den Freund zu unterstützen, damit er die Freunde rechtfertigen kann?

Antwort: Wie man helfen kann? Ich weiß es nicht. Ich sehe vielleicht einige Fehler bei den anderen, aber sie zeigen mir, was ich bei mir selbst korrigieren muss. Dann bin ich dem Schöpfer und dem Freund dankbar, dass sie mir meine Fehler aufzeigen.

Generell sollte mir die Welt vollkommen erscheinen. Ich sollte die Gegenwart des Schöpfers, seine Führung und Lenkung in allem wahrnehmen. Wenn ich das nicht sehen kann, dann bedeutet das, dass ich mich weiter korrigieren muss, und zwar solange, bis ich alles um mich herum in Seiner Vollkommenheit erkenne.

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Aus dem Unterricht zum Thema „Den Kongress im Aufstieg fortsetzen“, 15.09.2024

Baal HaSulam und mein Interview im amerikanischen Radio (Teil 2)

Es ist notwendig, den Schöpfer zu verhüllen und, dass Er gleichzeitig wirklich in uns ist und jede Zelle, jedes Verlangen, jedes Molekül, jedes Atom kontrolliert – alles, was in uns geschieht. Es ist das allgemeine Gesetz der Schöpfung, das allgemeine Licht, das alles Verlangen erschaffen hat, das jeden Teil davon beherrscht, es füllt, hineingeht, hinausgeht, usw.

Es ist das Überlaufen des Lichts innerhalb des Verlangens, das dieses Verlangen durch alle Stadien trägt, die Metamorphose vom absoluten Egoismus zum absoluten Altruismus. Die persönliche Lenkung des Schöpfers ist uns absichtlich verborgen, sie kann nur in dem Maße enthüllt werden, in dem wir sie entdecken, richtig einschätzen, ihr zustimmen, sie mit unserem Herzen vollständig rechtfertigen können.

Wenn ich es entdecke, werde ich sagen: „Gott sei Dank, der Schöpfer tut es!“, – und mich ihm hingebe… Es ist gut, dass Er es in mir tut. Ich bin mit Seinem Handeln völlig einverstanden. Mehr und mehr werde ich mir bewusst, was in mir vorgeht, in meinen Gedanken, in meinen Wünschen. Und alles, was in mir aufgewühlt wird, alle meine Reaktionen – all das fange ich an, dem Schöpfer zuzuschreiben, und befreie mich so von jeder vermeintlichen Beteiligung an diesem Prozess.

Ein solcher Zustand wird „ubar“ – Embrio – genannt. Unsere Handlungen in diesem Zustand sind vergleichbar mit den Handlungen eines physischen Fötus, wenn er sich im Inneren der Mutter befindet und sich entwickelt. Der Fötus ist absolut nicht an irgendetwas beteiligt, er wird nicht nach etwas gefragt. Was notwendig ist, kommt in ihn hinein, was notwendig ist, verlässt ihn, und die Hauptsache ist, dass er sich im Inneren entwickelt.

Wenn der Mensch, nachdem er sich von dem Wunsch befreit hat, sich in die Lenkung einzumischen, bereit ist, sich vollständig dem Schöpfer zu überlassen…. Was bedeutet es, sich zu „überlassen“? – Wenn ich auf der minimalsten Ebene für alles bereit bin – das nennt man einen Punkt, einen Samen, eine Keimung , ein Reschimo.

Und dann muss ich, trotz meines Egoismus, anfangen zu spüren, dass ich mich dem Schöpfer ganz hingebe. Das ist eine unsagbar harte Arbeit. Unbeschreiblich schwer.

Denn weder Wissen, noch Glaube, noch Wünsche, noch irgendwelche Definitionen, Prinzipien, die wir heute verstehen, können uns hier überhaupt helfen. Das ist eine Veränderung, eine innere Natur, in der Tat. Nun, wir werden dazu kommen.

Wir befinden uns jetzt in einem Zustand, in dem der Schöpfer völlig vor uns verborgen ist. Man sagt uns, dass er uns vollständig kontrolliert, aber wir können diese Kontrolle nur in dem Maße entdecken, wie wir sie rechtfertigen, dass wir uns dieser Kontrolle tatsächlich hingeben wollen und nichts anderes als Ihn wünschen.

Was auch immer im nächsten Moment geschieht, wenn der Schöpfer es tut, d. h. die Eigenschaft der Hingabe – ich wünsche es mir mehr als alles andere. Ich schließe die Augen und beteilige mich überhaupt nicht an den Mitteln, an der Handlung, an den Folgen und an dem, was am Ende dabei herauskommt.

Baal haSulam. Das Buch “die Früchte der Weisheit.” Brief 1. Teil 3

“...Aber es gehört sich nicht für einen König, einen Bürgerlichen (d.h. einen, der die Zeit der Korrektur noch nicht erreicht hat)  plötzlich über alle zu erheben , ohne einen besonderen Grund, der allen klar ist. Aber es ist angemessen, dass ein König den Grund für sein Handeln allen in großer Weisheit offenbart.”

Das heißt, es sollte dem Menschen, der mit dem Schöpfer in Kontakt kommt, der zur Offenbarung der Einheit, zur Offenbarung der Einheit der Lenkung des Schöpfers kommt, klar sein, was mit ihm geschieht. Und auch für all die anderen, die sich auf seiner Ebene und darüber befinden.

…Was hat der König getan? Er machte seinen Diener zu einem Wächter, um die Schatzkammer zu bewachen.

Der Schöpfer beeinflusst uns mit Hilfe eines riesigen Kontrollsystems, in dem eine Kraft Seines Gebens in eine Vielzahl von wirkenden Kräften zerlegt wird, in drei Linien, in zehn Sefirot, in 125 Stufen, von denen jede ihre eigenen Eigenschaften hat, usw. Es ist bereits ein ganzes internes geschlossenes System.

Was Baal haSulam sagen will, ist dies: dass es keinen Fortschritt des Menschen geben kann, wenn er nicht auf irgendeiner Stufe seiner Korrektur, seiner Entwicklung, wenigstens irgendeine kleine Bedingung erfüllt, mit der kleinen spirituellen Kraft übereinstimmt, die an dieser ganzen Lenkung beteiligt ist. Das bedeutet, dass Sein „Sklave“ allen Ministern des Königs vollständig unterworfen sein muss und die Bedingungen, die für ihn vorgesehen sind, vollständig erfüllen muss.

“...Aber es gehört sich nicht für einen König, einen Bürgerlichen plötzlich über alle zu erheben, ohne einen besonderen Grund, der allen klar ist. Aber es ist angemessen, dass ein König den Grund für sein Handeln allen in großer Weisheit offenbart, – in Übereinstimmung mit allen einzelnen Kräften der Herrschaft (seinen Ministern) – Was hat der König getan? Er machte seinen Diener zu einem Wächter, um die Schatzkammer zu bewachen.

Was ist die Bedeutung der Schatzkammer? Der Mensch entdeckt, dass das, was ihm vom Schöpfer gegeben wurde, sein eigenes egoistisches Verlangen ist. Das ist es, was er steuern muss. Darin muss er seine Korrekturen vornehmen.

Und er befahl einem Minister, der wusste, wie man Streiche spielt, sich zu verkleiden und sich als Rebell auszugeben, der in den Krieg ziehen wollte…”

Angeblich ist eine der Kräfte, die an der allgemeinen Lenkung des Universums beteiligt sind, nicht in perfekter Harmonie mit allen anderen Lenkungskräften des Schöpfers. Sie scheint vom Schöpfer in einer eher egoistischen als altruistischen Form zu kommen. Es scheint, dass dies zum Vorteil des Menschen ist – er selbst ist immer noch ein Egoist. Er sollte sich mit dieser Kraft solidarisieren.

Wenn es also einen verkleideten Minister gibt, der einen Rebellen gegen den König spielt – der Mensch ist ja ein hundertprozentiger Rebell -, dann wird es ihm leicht fallen und gut tun, sich mit dieser egoistischen Kraft zu solidarisieren, die zu ihm zu passen scheint, ihm ähnlich ist. Er wird sich freuen – gut, endlich habe ich eine Stütze in der spirituellen Welt gefunden. Und auf diese Weise spielt der Schöpfer dem Menschen einen Streich.

Der Rebell fängt also an, so zu tun, als ob “er in den Krieg zieht, um den königlichen Palast zu stürmen, während die Wachen abwesend sind…” (aber das ist völlig glaubwürdig).

Als ob es außer ihm keine anderen Kräfte gäbe. Er ist der Einzige, und es wird ihm anstelle des Schöpfers vorgeschlagen, das ganze Universum mit seiner egoistischen Macht, mit seiner egoistischen Einstellung zu beherrschen. Du wirst ewig sein, du wirst glücklich sein, du wirst sein, was und wer immer du willst, das heißt, diese Eigenschaft ist eine der Kräfte von Klipot.

Klipot, die unreinen Kräfte sind die verkleideten Kräfte des Schöpfers, es ist der verkleidete Schöpfer. Es ist das genaue Gegenteil von Ihm, das absichtlich so vor uns auftaucht.

Wir lernen, dass es reine BYA-Welten gibt, von denen wir spirituell altruistische Einflüsse erhalten, und es gibt unreine BYA-Welten, von denen wir spirituell egoistische Einflüsse erhalten. Beide kommen von oben, von der gleichen Kraft – vom Schöpfer, nur in Bezug auf uns manifestieren sie sich von zwei Seiten.

Der Baal Sulam offenbart uns dieses Bild: Es ist, als ob der Mensch innerhalb der Lenkung des Schöpfers ist und plötzlich sieht, wie schön alles ist. Ich kann wissen! Ich kann verstehen! Ich kann in das Geschehen mit meinem Kelim eingreifen. Ich kann alles tun! Ich fange jetzt an, die Höhere Welt zu beherrschen, alles zu kontrollieren, auch den Schöpfer.

Der Schöpfer ist nur verschiedene Eigenschaften, Kräfte. Sie gehen in meine Hände über, und ich beginne, Ihn zu lenken. Das heißt, ich befinde mich in einer ziemlich guten Position, ich kann mit Hilfe dieser Kraft das ganze Schloss des Schöpfers einnehmen und das ganze Reich, das ganze Universum beherrschen. Was könnte besser sein als das?

Glauben Sie mir, niemand von uns würde das ablehnen. Keiner von uns! Denkt jemand so? Ihr seid bescheiden!

 Es ist nur eine unaufhaltsame Gelegenheit, dir wird alles gegeben: nimm sie, herrsche für immer, absolut. Niemand wird jemals deinen Platz einnehmen, niemand, keine Kraft wird dich zurück beeinflussen, das heißt, du bist der König. Alles andere ist unter dir, und du bist ewig. Was will man sonst?! Das ist es, was die Klipa, die unreinen Kräfte, uns präsentieren können. So arbeiten sie, Verführung auf einer Ebene, die ein wenig höher ist als unsere wirkliche. Was werden wir also tun?

Baal haSulam. Das Buch „Die Früchte der Weisheit. Briefe“. Brief 1. Teil 2

Zunächst einmal sind solche Umstände, in denen ein Mensch den Schöpfer in sich entdecken, seine Lenkung ergreifen könnte – diese Umstände, diese Gedanken, diese Handlungen – nicht gut. Ich selbst schäme mich, dass ich sie in mir habe – einerseits. Andererseits kann ich nur in ihnen den Schöpfer spüren.

Um einen Menschen zu dieser Möglichkeit zu bringen, trotz schlechter Handlungen, Gedanken, Wünsche, in ihnen den Einen zu finden, der sie dir gibt – zu diesem Zweck spielt der Schöpfer mit einem Menschen. Und nun wird Baal HaSulam uns sagen, welches die beiden Arten der Spiele des Schöpfers mit uns sind, damit wir im Prozess Seiner Spiele mit uns beginnen, Seine Lenkung zu suchen und zu finden und zu verstehen, trotz der schlimmsten Umstände, genau in ihnen.

Welche Art von Umständen gibt es? Sind sie in bestimmte Gruppen unterteilt, in denen sich der Schöpfer jeweils auf besondere Weise verbirgt? Er gibt mir zum Beispiel Gedanken an Essen, Sex – das ist eine Sache, Gedanken an Ruhm, Geld, Macht, Wissen – das ist eine andere. Sind diese Manifestationen der vermeintlich negativen Kontrolle des Schöpfers in mir irgendwie aufgeteilt? In welche Arten sind sie aufgeteilt, so dass ich Ihn dort in einem bestimmten Bild finden kann, wo Er in mir ist und mit Ihm in Kontakt treten kann?

…Und die beiden Mitteilungen weisen aufeinander hin,  aber  die Kraft der Verhüllung überwiegt.” Baal HaSulam

Das heißt, dass der Schöpfer den Menschen auf zweierlei Weise dazu anregt, seine Herrschaft zu offenbaren, obwohl er in diesen scheinbar schlechten Zuständen verborgen ist.

“Es ist wie in der Geschichte von dem König, dessen Diener in seinen Augen so erhaben war, dass der König ihn über alle seine Minister erheben und stellen wollte, weil er in seinem Herzen absolute Treue und Liebe sah.“

Der Mensch ist durch Jahrtausende von Lebenszyklen in einen Zustand gekommen, in dem er bereit ist (natürlich nicht aus eigenem Kalkül, sondern aus dem Kalkül des Schöpfers), die Lenkung des Schöpfers trotz all seines Wissens und Verstehens wirklich auf sich zu nehmen – als absolut gut und freundlich. Wenn der Schöpfer einen Menschen in einen solchen Zustand gebracht hat, weiß Er natürlich, dass dieser Mensch bereits dafür geeignet ist, und nun ist es möglich, mit ihm weiter zu arbeiten.

“Aber es gehört sich nicht für einen König, einen Bürgerlichen plötzlich über alle anderen zu erheben, ohne einen besonderen, klaren Grund. Aber es gehört sich für einen König, den Grund für sein Handeln allen in großer Weisheit zu offenbaren.”

Was bedeutet das? Wem soll der Schöpfer Rechenschaft ablegen und daran denken, dass Er nicht schlecht angesehen wird, dass Er jemandem einen Gefallen getan hat oder dass er als gerecht, als gut usw. bezeichnet wird? Was ist mit diesen Worten gemeint?

Gemeint ist die absolute Güte und Gerechtigkeit in Bezug auf jeden der Beteiligten – der Seelen von Adam Rishon, dass der Schöpfer in dieser Hierarchie der inneren Struktur der Gesamtseele Adams niemanden aus der Ordnung herausnehmen kann. Es gibt Seelen, die lichtvoller sind, es gibt Seelen, die mehr mit Egoismus belastet sind, es gibt solche, die von der rechten Seite kommen, es gibt solche, die von der linken Linie kommen, usw.

Jeder von uns unterscheidet sich sowohl in der Menge des Egoismus als auch in der Qualität des Egoismus. Und hier gibt es eine absolute Wechselbeziehung und Interaktion zwischen allen Elementen der Schöpfung innerhalb der allgemeinen Schöpfung Adams, d.h. zwischen allen einzelnen Seelen innerhalb dieser allgemeinen Seele.

Und es kann nicht sein, dass irgendeine Seele, irgendein Element, irgendeine Bestimmung plötzlich anfängt, sich zu offenbaren (oder der Schöpfer anfängt, es zu offenbaren), bevor das Vorherige, das Vorangegangene. Denn es ist alles in einem gemeinsamen System verbunden wie in einem Organismus. Und es kann nicht funktionieren, wenn es nicht in voller Verschmelzung, nicht in voller Wechselwirkung, nicht in vollem gemeinsamen Akkord, in Harmonie miteinander arbeitet.

Aus der Kongresslektion „Die Früchte der Weisheit“, Brief 1

Baal HaSulam. Das Buch „Die Früchte der Weisheit. Briefe“. Brief 1. Teil 1

“…Und nur denjenigen, die dem Schöpfer wirklich nahe sind, wird zuerst die Erkenntnis der persönlichen Lenkung offenbart, dass Er ihnen das alles Selbst sendet – sowohl das Gute als auch das Schlechte, alles kommt gleichermaßen von Ihm, und dann, wenn sie es begreifen (nicht nur im Verstand, sondern in der Offenbarung) , verschmelzen sie mit der persönlichen Lenkung, denn wer mit dem Höchsten verschmilzt, wird Ihm gleich. “

Wenn ich in der Lage bin, mit der Höheren Lenkung, mit dem Schöpfer zu verschmelzen, dann werde ich wie Er. Oder umgekehrt, wenn ich in der Lage bin, wie Er zu werden, dann verschmelze ich in diesem Maße mit Ihm, mit Seiner Lenkung.

“Und da das Lenkende und die Lenkung im Verständnis des Menschen vereint sind, ist die Unterscheidung zwischen schlecht und gut völlig ununterscheidbar, und alle sind liebend, korrigiert (finden sich selbst so), weil alle ein Gefäß des Schöpfers sind (von Ihm erfüllt), bereit zu leuchten und stolz auf seine Füllung zu sein.”

Das heißt, der Mensch spürt, dass er vom Schöpfer erfüllt ist. Wir sind so geschaffen, dass wir, wenn wir Ihn spüren, nichts anderes wollen. So ist auch unser KIi (Gefäß). Es wird durch Licht geschaffen. Sobald das Licht es erfüllt, verschwinden absolut alle Mängel: auf physischer, moralischer, materieller und natürlich spiritueller Ebene.

Werden Kabbalisten nicht krank, sterben sie nicht, leiden sie nicht? Natürlich tun sie das. Aber sie bewerten es aus einer ganz anderen Perspektive. Die Leiden, die den Kabbalisten durchlaufen, werden von ihm mit der Rechtfertigung des Schöpfers bewertet, er ist trotz dieser Leiden in die Höhere Leitung einbezogen.

Und in dem Maße, in dem das Gefäß mit Licht, (die Schöpfung durch den Schöpfer) gefüllt wird, wird die Erkenntnis geboren, dass alles, was geschehen ist, alle Handlungen und alle Gedanken, sowohl die schlechten als auch die guten, ein Gefäß, ein Aufnahmegefäß des Schöpfers sind, und Er hat sie erschaffen, und aus Ihm sind sie hervorgegangen, und dies wird allen am Ende der Korrektur bekannt sein.

Wenn das Licht nicht nur jeden einzelnen, sondern das gesamte gemeinsame Kli vollständig ausfüllt, dann erst wird die gesamte Lenkung offenbart werden – von seinem Anfang bis zu seinem Ende.

Aber bis dahin ist es ein langes und schreckliches Exil. Und die Hauptsache ist, dass ein Mensch, wenn er eine unwürdige Handlung sieht, vermeintlich unrein, falsch aus Sicht des Schöpfers, von der spirituellen Stufe herabfällt…..

Das heißt, er denkt, dass es nicht der Schöpfer ist, dass der Schöpfer nicht daran beteiligt ist – ich selbst oder eine andere Kraft. Er scheint den Schöpfer rechtfertigen zu wollen.

– Wie kannst du sagen, dass es vom Schöpfer kommt! Der Schöpfer hat sechs Millionen verbrannt?!, (Chabad Rebbe bei unserem Interview im amerikanischen Radio) – er hat sich gerade verschluckt.

– Ja. Ja! Und nicht weniger schreckliche Leiden, die unsere ganze Menschheit in all den Jahrtausenden ihrer Entwicklung durchlaufen hat, – auch von Ihm. Und woher kamen sie denn sonst?

Baal HaSulam schreibt darüber in seinem Brief. Der Schöpfer kümmert sich nicht um das Leiden des Körpers. Der Körper ist gezwungen, zu leiden. Bis der Mensch aus ihm herauskommt, wird er immer noch leiden. Durch keine Tricks können wir es vermeiden, nur indem wir uns über den Körper erheben. Das ist es, was er schreibt – „ki bishwil se nolad“ (weil er zum Leiden geschaffen wurde).

Und die Hauptsache ist, dass der Mensch, wenn er eine unwürdige Handlung sieht, sofort von der spirituellen Stufe herabfällt und vergisst, dass er nur ein Werkzeug in den Händen des Schöpfers ist , dass der Schöpfer in Wirklichkeit in ihm ist und handelt, weil er sich einbildet, in dieser unwürdigen Handlung unabhängig zu handeln (als ob er es unabhängig getan hätte – ich bin es, nicht der Schöpfer), und die Quelle aller Ursachen vergisst….

Dieses Vergessen wird uns absichtlich von oben gegeben. Absichtlich wird der Schöpfer vor uns verborgen. Angeblich ist es nicht Er, der das tut. Nicht weil Er sich vor uns schämt, weil Er all die negativen Dinge in unserem Leben durch den Mangel an Seinem Licht verursacht – nicht deswegen. Er muss sich nicht vor uns schämen. Sondern damit wir die Einheit Seiner Herrschaft entdecken können.

Und der Mensch denkt, dass unwürdige Handlungen von ihm (dem Menschen) kommen, stellt sich vor, dass er in diesen unwürdigen Handlungen unabhängig handelt, und vergisst die Quelle aller Ursachen, und dass alles von Ihm kommt, und dass es niemanden gibt, der im Universum handelt, außer Ihm.

Das ist unser Problem. Wenn wir in der Lage wären, den Schöpfer innerlich festzuhalten – Er ist und wirkt in mir, zumindest bis zum Beginn seiner Entfaltung in mir (dies ist bereits der Entwicklungszustand des Embryos) – wäre es leichter, in diesem Zustand zu bleiben. Dieser Übergang von Machsom, den wir uns alle wünschen, ist die Verbindung zum Gefühl des Schöpfers in mir. Nicht nur in mir, sondern auch außerhalb – hinter allem, was mich umgibt.

Und das muss klar erlernt werden, denn es ist zwar bekannt – und ihr hört es jetzt von mir – aber es wird nur als Erstinformation gegeben, und deshalb wird ein Mensch im richtigen Moment nicht in der Lage sein, dieses Wissen zu besitzen.

„Im richtigen Moment“ ist der Moment, in dem der Schöpfer dem Menschen eine Handlung gibt, in der er sich mit Ihm verbinden kann. Aber da diese Handlung ein schlechtes Gefühl im Menschen hervorruft, ist der Schöpfer im Ausmaß dieser schlechten Gefühle verborgen.

Es stellt sich heraus, dass wir Ihn in der Tat in den schlimmsten Gefühlen, den schlimmsten Umständen, den gröbsten schlechten Gedanken und Motiven finden können – in ihnen ist Er zu finden. Und in dem Maße, in dem sie uns als schlecht, unrein, unwürdig erscheinen, ist Er verborgen.

Und das muss klar begriffen werden, denn es ist zwar (rein theoretisch) bekannt, aber es ist nur als Erstinformation gegeben, und deshalb wird der Mensch im richtigen Moment nicht in der Lage sein, dieses Wissen zu besitzen, um alle Handlungen auf ihre einzige Quelle zurückzuführen und damit die Waage auf die Seite des Guten zu neigen.

Aus der Kongresslektion „Die Früchte der Weisheit“, Brief 1

Die persönliche Lenkung Teil 3

Die Aneignung der Eigenschaften von Bina führt dazu, dass wir auf die Ebene von Bina gestellt werden, sofern wir die entsprechenden Eigenschaften beherrschen. Anstatt unbewusst kontrolliert zu werden, sind wir nun in der Lage, gegen unseren Wunsch zu handeln, da unsere Wünsche der Eigenschaft von Bina ähnlich werden. In diesem Sinne werden Aba we Ima, in dem Maße, in dem wir in ihnen enthalten sind, ein Teil von Bina. Der Wunsch zu handeln resultiert aus der Eigenschaft von Bina, die sich in unseren Wünschen widerspiegelt. In dem Maße, in dem wir in ihnen enthalten sind, werden Aba we Ima zu einem Teil von Bina. Dies bedeutet, dass wir uns selbst kontrollieren.

Es spielt also keine Rolle, ob der Schöpfer lenkt oder ich lenke. Es ist ein und dasselbe, denn ich erwerbe die Eigenschaften von Aba we Ima der Welt Azilut, dem Kontrollsystem, in dem ich eingeschlossen bin und somit Teil  von ihm.

Daher wird die persönliche Lenkung des Schöpfers über mich auf mich übertragen. Ich beginne also, mich selbst in dem Maße zu lenken, indem ich die Eigenschaft von Bina erwerbe. Zuerst korrigiere ich  Galgalta we Ejnaim (GE), alle Verlangen zu Geben – die Awiut Stufen null, eins, zwei. Und dann, wenn ich GE, die Kelim de Hashpaa, die Verlangen zu Geben, vollständig gemeistert habe, kann ich beginnen, auch die Verlangen zu Empfangen zu korrigieren. Dieser Zustand der Korrektur der Verlangen zu empfangen wird Tchiyat ha Metim genannt, Auferstehung der Toten.

Warum werden sie so genannt? Weil ich, wenn ich beginne, zu Aba we Ima der Welt Azilut aufzusteigen, zu Bina der Welt von Azilut, einen Zimzum (Einschränkung) auf meinem ACHaP mache, auf die dritte, vierte Ebene meiner Verlangen. Sie werden daher tot genannt. Das heißt, ich erkenne, ich weise darauf hin, dass sie in mir tot sind. Weil sie egoistisch sind, benutze ich sie nicht, und sie werden als tot betrachtet.

Es gibt vier Stufen „der Tötung“ dieser Verlangen, da jede von ihnen wiederum vier Stufen von Awiut hat. Wir werden studieren (das ist interessant), was mit Steinigung, Hängen, Enthauptung mit dem Schwert, Verbrennung gemeint ist, was in der spirituellen Welt diese Behandlung unserer egoistischen Begierden darstellt, als ob wir sie auf diese Weise kasteien würden. Jede Awiut braucht ihren Zimzum, ihre Korrektur, ihren Verzicht, der auf diese Weise ausgedrückt wird.

Und dann, wenn wir diese empfangenden Verlangen bereits vollständig korrigiert haben, wenn wir die gebenden Verlangen, GE, gemeistert haben, wenn wir die Eigenschaften von Bina vollständig an uns selbst angepasst haben, dann können wir wieder die Eigenschaften von Malchut – die dritte, vierte Stufe von Awiut – aufnehmen und damit beginnen, uns noch höher über die Eigenschaften von Bina zu erheben, von Bina zu Keter. 

Eine solche Korrektur unseres ACHaP wird „Auferstehung der Toten“ genannt. Die Auferstehung der toten Körper, die Auferstehung des toten Egoismus. Der Egoismus wird Körper genannt.

Aus der Kongresslektion „Die Früchte der Weisheit“, Brief 1

Die persönliche Lenkung Teil 2

Um Freiheit zu erlangen, müssen wir die Eigenschaft von Bina, Kelim de-Hashpaa, erwerben, um uns über den Egoismus zu erheben und um aus ihm herauszukommen. Dann werden wir frei sein. Während wir uns im Egoismus befinden, treibt der Schöpfer jeden von uns mit Hilfe der Anziehung zu Freuden oder der Flucht vor Leiden – mit diesen beiden Zügeln, ohne zu fragen, was wir wollen. Denn es gibt eigentlich niemanden zu fragen. Es ist nur das Verlangen nach Vergnügen, das mit diesen beiden Zügeln konsequent belehrt werden muss, dass es sein eigener Gefangener und Kerkermeister ist.

Nun erwacht in uns nur noch die Bedingung der Möglichkeit der Freiheit, indem wir uns über die egoistische Ebene, über unsere Materie erheben, die das Licht automatisch von oben her steuert, indem es sich entweder selbst reduziert, indem es Leiden in uns verursacht oder indem es sich selbst vermehrt – uns mit Genuss anzieht. Und wir erfüllen automatisch alles.

Und so werden Dutzende oder Hunderte von Lebenszyklen lang auf diese Weise gesteuert – ständig, jede Sekunde, auf jeder Ebene. Können Sie sich das vorstellen?! Jede Zelle, jedes Organ, jeder Wunsch, jeder Gedanke – all das wird von Aba we-Ima und SON de-Azilut kontrolliert, die alle unsere Seelen als ihren unteren Teil, als ihr ACHaP, einschließen.

Dies ist die Art von Lenkung, die man die persönliche Lenkung des Schöpfers nennt. Obwohl der Mensch es nicht spürt, lenkt der Schöpfer jeden persönlich, entsprechend der Wurzel seiner Seele als Ausgangspunkt, und endet mit der letzten Stufe, dem Endzustand, wenn der Mensch die vollständige Verschmelzung mit dem Schöpfer, die vollständige Rückkehr zu seiner Wurzel erreichen muss.

Der gesamte Weg muss vom Menschen in Übereinstimmung mit allen anderen Seelen zurückgelegt werden, so dass er, indem er sich in sie einfügt, ihnen auf negative oder positive Weise helfen kann. Alles in einem gemeinsamen System, so dass diese gemeinsame Seele allmählich von ihrem ursprünglichen, absolut egoistischen Zustand zum endgültigen, absolut altruistischen Zustand übergehen kann. Und so steuert der Schöpfer jeden einzelnen von uns.

Der Schöpfer – d.h. die Bina-Ebene der Azilut-Welt, d.h. Aba we-Ima – dieses System wird Elo-kim genannt. Elo ist GE, kim (yud, mem) ist ACHaP. Elokim ist die Gematrie des Wortes Teva – Natur, d.h. dieses System regiert uns durch die Natur. Durch unsere gesamte Natur – sowohl die Natur um uns herum als auch unsere innere Natur, sowohl innerlich als auch äußerlich,bringt uns in einen solchen Zustand. Wenn wir in Bezug auf dieses System der Kontrolle Elokims, Aba we-Ima, zu verstehen beginnen, dass wir uns selbständig steuern können, indem wir Eigenschaften von Aba we-Ima, von der Ebene von Bina, übernehmen.

Aus der Kongresslektion „Die Früchte der Weisheit“, Brief 1