Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Die Lenkung des Schöpfers erfassen

Frage: Sie sagten einmal: „Wenn man von Oben nicht abgetrennt wird.“ Das ist vielen Kabbalisten widerfahren, als sie gegen ihren Willen vom Spirituellen abgetrennt wurden.

Antwort: Von Oben aus könnte alles gemacht werden, absolut alles! Schließlich sind wir in diese Maschine hineingesetzt worden. Wir existieren in ihr.

Dennoch haben wir die Möglichkeit, über unserer Existenz in dieser Maschine zu fühlen, dass wir in ihr leben, in ihr arbeiten, nach einem bestimmten Plan ins Leben gerufen werden und ein bestimmtes Programm ausführen. Das heißt, wir können in uns das Verständnis entwickeln, dass wir kontrolliert werden, und so den Lenkenden verstehen, Ihn rechtfertigen, alles über Ihn erfahren und Ihm gleich werden.

Wir werden aber dennoch immer absolut alles tun, was Er in uns hervorruft. Wir stehen ständig unter seinen Befehlen.

Doch seine Lenkung über uns zu offenbaren, sie als gut, richtig, wahr, unendlich harmonisch und vollkommen zu erkennen und so durch das Erfassen des Lenkenden an Ihn anzuhaften – das ist unser Ziel. Dadurch erheben wir uns auf die Ebene des Lenkenden, auf die Ebene des Schöpfers, wir erfassen, verstehen und werden wie Er. Es ist, als würden wir unser eigenes Programm starten, uns selbst verwirklichen.

Im Prinzip widersprechen wir Ihm in keiner Weise. Wir erkennen einfach, dass dies das Vollkommenste ist, und tun es ohne Aufforderung. Es stellt sich heraus, dass wir auf der höchsten Ebene der Erkenntnis, selbst wenn es keine Befehle von Seiner Seite gäbe, genau dasselbe tun würden. Das heißt, wir ersetzen gewissermaßen den Schöpfer.

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Aus dem Gespräch „Bei mir klingelte das Telefon. Existenz in Erkenntnis“

 

Blitz- Kabbalatips- 1.7.18

Frage: Jede Sekunde gibt es in der Welt Milliarden von Veränderungen. Ändere ich mich jede Sekunde, wenn die Welt um mich herum anders zu sein scheint als die Übereinstimmung meiner Veränderungen?

Antwort: Ja, Sie ändern sich jede Sekunde, die Welt ist nur die Projektion ihrer selbst. Alles was Sie empfinden, beobachten Sie auch in der äußeren Welt, so als ob es dort geschehen würde.

Frage: Wenn die Höhere Kraft ewig und vollkommen ist, wie kann sie verschwinden, wenn ich mich selbst bzw. die gemeinsame Seele korrigiere?

Antwort: Die Höhere Kraft verschwindet nicht. Korrektur ist meine absolute Verbindung mit der Höheren Kraft.

Frage: Woher wissen Sie, dass die materielle Welt verschwindet? Haben Sie diese Zustände auf Ihrem spirituellen Weg erfahren?

Antwort: Erstens, wird es in den kabbalistischen Quellen beschrieben. Zweitens, wird es von Menschen empfunden, die Kabbala studieren.

Frage: Was soll das Hauptkriterium für mich sein, um der Führung des Schöpfers zuzustimmen oder nicht?

Antwort: Seien Sie in jeder Situation fröhlich, freundlich, lächeln und genießen Sie das Leben. Das wäre schon eine Anerkennung dessen, was der Schöpfer mit Ihnen tut.

Frage: Sie wollen die Egoisten nicht miteinander verbinden? Ich dachte, der ganze Sinn der Kabbala wäre die Verbindung?

Antwort: Es ist unmöglich Egoisten zu verbinden. Wir müssen sie über den Egoismus erheben und in dem gleichen Maß verbinden. Der Wunsch eines jeden ist anders. Wir können uns nicht mit dem Wunsch zu empfangen verbinden – nur mit dem Wunsch zu geben. An dem Schnittpunkt unserer Wünsche zum Geben zu gelangen, bauen wir die Höhere Welt zwischen uns auf.

Frage: Gleiches zieht sich an, kann man das auch von Kabbalisten sagen?

Antwort: Ja und nein. Wenn ein Kabbalist nicht will, kann man ihn weder offenbaren noch fühlen. Auf der anderen Seite, wenn beide es wollen, können sie sich über die Empfindungen der Höheren Welt austauschen.

Frage: Wie kann man sich, wenn man sich im Egoismus befindet, darüber erheben? Ist es wie beim Baron Münchhausen, der sich selbst aus dem Sumpf gezogen hat?

Antwort: Nein, Baron Münchhausen hatte keine äußere Kraft, die ihn aus dem Sumpf zog. Im Gegensatz zu uns – wir haben das höhere Licht! Wir wenden uns an das Licht und es zieht uns aus dem Sumpf heraus.

Frage: Was ist für einen Kabbalisten schlimmer: wenn er keine Möglichkeit hat, den Menschen vom Schöpfer zu erzählen, d.h. zu verbreiten, oder wenn seine Schüler sich nicht einigen können und dadurch die Gruppe zerbricht?

Antwort: Der Zusammenbruch in der Gruppe ist das Schlimmste. Der innere Teil ist der weichste und daher der empfindlichste. Allerdings sind Fehler manchmal unerlässlich, um beim nächsten Mal nach einer sinnvolleren Lösung zu suchen.

Frage: Wie kann man die Reaktion eines kabbalistischen Lehrers richtig verstehen? Wenn ein Kabbalist „nein“ sagt und mit uns schimpft, müssen wir es dann annehmen?

Antwort: Grundsätzlich ja. Es muss aber klar sein, dass er alles zum Vorteil seiner Schüler macht.

Aus dem russischsprachigen Unterricht, 01.07.2014

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Die einzige Angst des Kabbalisten.

Frage: Hat ein Kabbalist im Leben vor etwas Angst? 

Antwort: Er hat Angst, dass er nicht mehr zum Schöpfer strebt, den Schöpfer nicht mehr schätzt, sich nicht mehr bemüht, Ihm ähnlich zu werden.

Frage: Hat er keine Angst um seinen Körper, um seine Gesundheit usw.? 

Antwort: Wenn der Mensch sich vollständig dem Schöpfer hingibt, dieser höheren Kraft, die ihn immer und vollständig kontrolliert und er mit dieser Führung einverstanden ist, dann lässt er alles andere los. In dem Maß, in dem er damit nicht einverstanden ist, leidet er. Daher sind alle Krankheiten ein Maß der Differenz zu der Lenkung des Schöpfers. 

Frage: In Extremsituationen wird beim Menschen Adrenalin freigesetzt- er hat Angst um sein Leben. Wie ist das bei einem Kabbalisten?

Antwort: Es hängt davon ab, auf welcher Stufe er sich befindet. Wenn er sich bereits auf einer ernsthaften Stufe den Schöpfer zu erreichen befindet, heißt seine einzige Angst Ehrfurcht –  er möchte alles in ganzem Ausmaß mit dem Schöpfer, der absolut gut ist und alle Zustände bestimmt, in Verbindung bringen.  Diese Ehrfurcht blockiert die tierische Angst, wir empfinden sie dann nicht mehr. Das bedeutet jedoch nicht, dass die tierische Angst vernichtet wird. Sie kann nicht verschwinden, nur überwunden werden.

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