Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Leidenschaft'

Wenn der Neid zur Hilfe kommt…

Wenn wir um unser zukünftiges Zustand bitten, meinen wir damit, dass über unserem gegenwärtigen Egoismus das Gute offenbar werden möge. Denn wir empfinden das Ego als Entfernung, Abstoßung, als Unmöglichkeit einer guten Verbindung miteinander , was bedeutet gut für den anderen, nicht für mich.

Stellen wir uns den zukünftigen Zustand vor, erkennen wir, wie sehr wir ihm nicht entsprechen können. Ich bin nicht in der Lage, einem anderen etwas Gutes zu wünschen. Ich habe diese Natur nicht.

Und dann bleibt mir nur eine einzige Möglichkeit, mich zu ändern: mich an den Schöpfer zu wenden, um vom Empfänger zum Geber zu werden und an andere zu denken. Doch ich kann das nicht tun, denn es ist, als würde man von einem Stein verlangen, ein Baum zu werden, oder von einem Baum, ein Tier zu werden, oder von einem Tier, ein Mensch zu werden. Es ist unmöglich! Es bedeutet den Aufstieg auf eine völlig andere Stufe der Existenz. Wie kann ich darum bitten?

Hier kommen uns einige egoistische Elemente zur Hilfe: Neid, Leidenschaft und Ehrgeiz.

Neid entsteht, wenn ich auf andere schaue und sehe, dass es ihnen gelingt, eine höhere Stufe, einen höheren Zustand zu erreichen, und mir nicht. Ich bin so geschaffen, dass ich neidisch bin. Selbst wenn es sich um Zustände des Gebens, der Liebe und des Einschlusses anderer in sich selbst handelt, bin ich dennoch neidisch auf sie. Denn diese Zustände kommen aus dem korrigierten System Adams zu mir, das vor seinem Zerbrechen erschaffen wurde.

Aber wir haben eine Gruppe. Wenn wir in ihr das System unserer Verbindung entwickeln, werden wir – entgegen dem Wunsch, Einzelgänger zu bleiben – dennoch beginnen, uns miteinander zu verbinden, uns zu überwinden, uns kraftvoll auf ein zunächst künstliches Zusammenkommen auszurichten, und zumindest mechanisch, wenn nicht schon fühlbar, einander näherkommen.

Hierbei ist der Neid besonders wichtig, denn durch ihn schließe ich mich in andere ein; ich will das, was sie haben.

[339076]

Aus einer Lektion zum Thema „An den Schöpfer wenden“.

Der zweifache Boden des Internets

Frage: Sie sagten mal, dass das Böse sich innerhalb der Beziehung zwischen Freunden offenbart. Doch wenn der Mensch alleine studiert, durch das Internet, und er keine gemeinsame Arbeit mit den Anderen macht, wie offenbart er das Böse?

Meine Antwort: Ich sehe, dass die Menschen ins Facebook gehen, oder in andere soziale Netzwerke, und einfach leben innerhalb dieser Netzwerke. Dort ist Leidenschaft, Liebe, die Menschen verheiraten sich sogar, wenn sich danach rausstellt, daß es tasächlich Mann und Frau sind 🙂  .

Obwohl dieses Netzwerk voller Lügen und Schmutz ist, sollte es respektiert werden. Vor langer Zeit gingen wir mit Rabash an einem Stadion vorbei, er sagte: „Dieser Platz sollte respektiert werden, er bringt den Menschen Freude!“.
Das gleiche ist es mit dem Internet. Mit seinem Müll, welchen es beinhaltet, verbindet es die Menschen. Es provoziert sie, zwingt sie, das Böse aus sich heraus zu lassen, das sich tief in ihrem Inneren verbirgt, die Eifersucht, der Hass, die Wollust, das Streben nach Ruhm, die Lügen. Was gibt es dort nicht alles… Doch dadurch realisieren wir eine große Anzahl an Reshimot (Informationsgenen).

Die ganze Menschheit befindet sich dort, und alle lügen ständig, möchten einander überlisten, wetten miteinander und schieben aufeinander alles ab. Habt ihr eine Ahnung, was es für eine Arbeit mit dem Ego ist?! Auf welchem Feld hättest du sie zusammen führen können?.. Auf welchem Platz?..

Und so, mit der Hilfe der virtuellen Verbindung, realisieren die Menschen ihre Reshimot, und im Bewusstsein der Natur ihres Ego´s schreiten sie voran.
Warum können wir, die das Verlagen nach der Offenbarung des Schöpfers/der Eigenschaft des Gebens besitzen, unsere spirituellen Reshimot nicht richtig durch die virtuelle Verbindung realisieren? Ich bin überzeugt, dass das gesamte Internet sich nur dafür entwickelt hat. Die Zeit der Beschleunigung des Endweges ist gekommen, und wie in anderen Dingen, haben die Menschen aus ihrem Bedürfnis heraus solch eine Verbindung entwickelt.

Deswegen sollen wir zwischen uns so ein soziales Netzwerk organisieren, damit jeder Freund, unabhängig davon, ob er in einer physischen Gruppe ist oder nicht, in der Lage ist, alle zu fühlen und ständig verbunden mit uns zu sein, in gemeinsamen Ideen, gemeinsamen Bemühungen, Arbeit, dem Studium und dem Umgang miteinander.
Auszug des Unterrichtes nach dem Artikel, „Charakter der Wissenschaft der Kabbala“, 20.01.2011

Sohar: Die Erzählung über Hass und Liebe

Frage: Wenn ich im Unterricht sitze, den Sohar lese, und mich mit allen zusammen anstrenge, dann heißt es doch „die Aufopferung des Wunsches“?

Meine Antwort: Nein. Woher soll ich wissen, wie Sie lesen? Vielleicht genießen Sie einfach , was der Sohar Ihnen auf solch leichte, schöneund aufregende Sprache erklärt.

Aber warum beunruhigt er uns, was möchte er erklären? Der Sohar erklärt uns, dass man solche Zustände erleben wird, wenn man die Verbindung erreichen will!

Was schreiben die Autoren des Sohar? – „Wir versammeln uns trotz des gegenseitigen Hasses und des vollkommenen Bruches. Dann beginnen wir uns um unsere Verbindung zu bemühen“.

Damals hatten sie kein Buch Sohar, sie wollten es selbst schreiben. Und was schreiben sie genau? Sie beginnen miteinander zu arbeiten und danach zu suchen: „Wie man einander näher kommt? Was zu machen ist, damit irgendwelche Nähe entsteht?“

Sie schreiben darüber, wie die Verbindung zwischen uns, das gemeinsame Netz, zu offenbaren ist. Welche Beziehungen gibt es in diesem Zusammenhang, welche Etappen? Welche Kräfte existieren in uns: der Neid, die Leidenschaft, der Hass, das Streben nach Ehre, die rechte, linke, mittlere Linie?

Wenn wir sie korrigieren, darauf die Beschränkung und den Schirm machen, dann steigen wir über unseren Wunsch, zu genießen hinauf. Wie erreichen wir etwas? Wie verzichtet man auf etwas, wie handelt man so oder anders …?“

Dann beginnen sie, das Buch Sohar zu schreiben, ihre Zustände in der gegenseitigen Verbindung zu erklären. Bis sie solch hohe Stufen erreichen, dass jeder von ihnen um das Zehnfache höher ist als vorher: von den Einsen – zu den Dutzenden, dann zu den Hunderten, Tausenden und Zehntausenden (Ribo).

Sie sehen, welche Niveaus sie erreichen?! Es ist die Macht der Vereinigung zwischen ihnen. Und darüber schreiben sie.

Wenn du dich im selben Zustand vorstellen willst, dann wird das Geschriebne auf dich einwirken, damit du dich ebenso mit den anderen verbinden kannst und dieselben Zustände öffnest – bis du einst solchen Zustand erreichen wirst, wo das vollkommene Kli/Wunsch mit dem unendlichen Licht ausgefüllt ist.

Auszug aus dem Unterricht über das Buch Sohar. Das Vorwort, 27.12.2010

Im Prisma der Umgebung

Eine Frage : Wie sind eigene Gedanken durch die Gruppe auszuführen ?

Meine Antwort : So, dass damit der Schöpfer in unseren Augen gross wird, damit wir Ihn als den Gebenden schätzen, damit wir unsere Tendenz, die Absicht zu Empfangen, hin zum Geben verändern.

Der Schöpfer ist verpflichtet sich abzugrenzen, sich zu verhüllen. Anderenfalls würden wir unaufhörlich Seine Grösse, Seine Ewigkeit, alles was Er uns verspricht, nur egoistisch wahrnehmen. Darum ist der Schöpfer vor uns verhüllt, als ob Er nichts hätte wovon wir abhängig sein könnten.

Seine Kraft des Gebens kannst du durch die Gruppe erlangen. Absichtlich hat Er den Wunsch in Teile zerbrochen, um uns so zu demonstrieren was der Hass, der Neid, die Leidenschaft, der Ehrgeiz und weitere Erscheinungsformen des Wunsches sind. Im Zusammenspiel mit den anderen kann man sich selbst besser verstehen.

Zunächst will man einfach nur „haben“, man unterscheidet im Inneren keine Eigenschaften, Schattierungen. Wenn du dem einfachen Menschen sagst dass in ihm Stolz, Neid, Hass….u.s.w. leben, dann wird er dies nicht verstehen weil er es nicht sieht.

Es ist eine sehr grosse und besondere Entwicklung notwendig (nicht im menschlichen Sinne) in den Bemühungen die gegen das Licht gerichtet sind. Dann beginnt der Mensch diese Sachen richtig zu verstehen, aber eben nicht in den Definitionen der menschlichen Psychologie, sondern in einem höhergelegenen Sinn bezüglich des Lichtes.

Für diesen Zweck befindet sich der Mensch in einer besonderen Gruppe. Er prüft sich nicht in Bezug auf den „Mann von der Strasse“, sondern bezüglich der besonderen Gesellschaft die zum Schöpfer strebt und bereits beginnt spirituelle Werte zu offenbaren. Er kann so Neid, Leidenschaft, Ehrgeiz, die Grösse der Selbstsucht bemessen. Der Mensch beginnt sich selbst zu erforschen : wer er ist und was er ist.

Der Schöpfer ist verhüllt, kann sich dem Menschen nicht zeigen, auch deshalb weil sonst der Mensch verlangen würde, sich in Seinen Augen als „barmherzig“ zu zeigen um sofort die Verbindung mit Seiner Grösse zu empfinden. Von Ihm hängt mein ganzes Leben ab – wie könnte ich Ihn je vernachlässigen wenn Er offenbar wäre ?

Darum gab uns der Schöpfer die Gruppe. Wir befinden uns in Opposition zu den Freunden, sind einander entgegengesetzt und können uns somit entsprechend den spirituellen Werten verhalten. Diese spirituellen Werte sind nur deshalb entgegengesetzt weil sie von den Freunden kommen die ich hasse und ablehne.

Und genau das gewährt mir die Möglichkeit zum Verständnis des Übels zu gelangen und dann zu beginnen mich und die spirituelle Realität kennenzulernen. Die Gruppe, die Umgebung, eröffnen mir spirituelle Details der Wahrnehmung von Eigenschaften und Werten.

Dadurch dass ich die Gruppe ablehne, decke ich die Wahrheit auf und wenn ich den Weg fortsetze, mit den Freunden lerne und gemeinsam Handlungen durchführe, die gegen meinen egoistischen Wunsch gerichtet sind, um mit ihnen innerlich vereinigt zu werden, dann fange ich allmählich an die Zustände und Werte zu schätzen über welche wir sprechen.

In dem Mass meiner Forderung bekomme ich durch die Gruppe das umgebende Licht (Or Makif) und beginne, mehr und mehr, mit den Freunden vereinigt zu sein. Innerhalb dieser Verbindung offenbare ich das Licht, den Schöpfer.

Alles wird in ein Ganzes gefügt, alles ist einheitlich, sowohl das Kli, als auch das Licht.

Im Endeffekt wird alles auf einen Begriff zurückgeführt: das einheitliche Begreifen.

Auszug aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabasch, 27.12.2010

Dort, wo das Herz ist…

Eine Frage, die ich erhielt: Wie sollen wir das Licht darum bitten, uns zu verändern, wenn wir es nicht wahrnehmen?

Meine Antwort: Das stimmt, als erstes muss das Verlangen vorhanden sein, und erst dann kann man sich an das Licht wenden.

Wenn ich mir aufs Papier schreibe: „Ich muss das Licht bitten!“ und es hundertmal durchlese, wird nichts geschehen. Es wird zur Gewohnheit, ich werde diese Worte automatisch wiederholen und nicht mehr.

Doch uns ist die Möglichkeit gegeben worden, das Verlangen mit Hilfe der Umgebung zu verändern. Denn wir existieren nicht allein, sondern unter anderen Menschen.

Wenn ich ihnen zuhöre und sie durch das Prisma des Neides, der Leidenschaft und des Ehrgeizes – all jener Eigenschaften, die in meinem Verlangen zu genießen enthalten sind – betrachte, will ich alles Gute, was sie haben, von ihnen bekommen und höher als sie aufsteigen.

Wenn sie danach streben, Diebe zu werden, will ich der wichtigste, der stärkste und der erfolgreichste Dieb werden, denn sie schätzen das.

Wenn meine Umgebung der Erreichung der Eigenschaft des Gebens Wichtigkeit beimisst, werde ich natürlich mehr Erfolg als alle Anderen dabei haben wollen, denn das wird wichtig für mich sein.

Aus diesem Grund kann ich das Verlangen meines Herzens mit Hilfe der Umgebung verändern. Und deshalb steht geschrieben: „Wir werden tun und wir werden hören!“, weil ich in der Lage bin, Handlungen auszuführen, infolge deren ich plötzlich das haben wollen werde, was nicht von Anfang an in mir enthalten ist: an den Anderen geben, dem Wichtigkeit beimessen, auf irgendeine Weise egoistisch ein Verlangen danach entwickeln, mich im Geben befinden zu wollen.

Denn ich befinde mich in einer egoistischen Gesellschaft, und wenn diese Gesellschaft anfängt, mich zu überzeugen, dass es sich zu geben lohnt, beginne ich natürlich ebenso wie alle meine Freunde zu denken, dass es sich wirklich zu geben lohnt.

Doch dabei denke ich, dass es für mich von Vorteil sein wird – ich werde wichtig für sie, groß sein, erlange die höhere Welt, bekomme den Schöpfer in die Finger. Geben – OK, das Wichtigste ist, ich kann daran verdienen. Das nennt sich „lo liShma“.

Wenn ich, von einem solchen Bestreben getrieben, dennoch will, dass das Licht kommt und mich verändert, beginnt es, mich zu verändern, und ich stecke mich plötzlich mit irgendeinem „Virus“ an – ich erlange das, was ich vorher nicht hatte, nicht wollte und nicht vorhatte, zu erhalten. Ich beginne plötzlich tatsächlich zu denken, dass das Geben etwas Besonderes, Gutes und Erhabenes ist.

Woher kommt das? Es entsteht wie eine Krankheit, mit der man gar nicht gerechnet hat. Ich beginne, ernsthaft darüber nachzudenken, dass es gut ist, nicht an sich, sondern an die Anderen zu denken, ohne jegliches Nutzen und Belohnung für sich selbst.

Natürlich gibt es hier eine Abfolge von Veränderungen, die ich durchlaufe. Zuerst denke ich, dass ich mich von meinem egoistischen Verlangen zu genießen losreißen sollte – dadurch würde ich mich besser und freier fühlen.

Dann denke ich, ich sollte an die Anderen geben, weil ich dadurch immerhin irgendeinen Vorzug erhalte, denn letztendlich werde ich dem Schöpfer nah sein, und das hat auch seinen Wert…

Und so weiter, bis das Licht schrittweise so auf mich einwirkt, dass ich eine reine Absicht, genannt „liSchma“, erlangt habe – ausschließlich „um des Gebens willen“, ohne jegliche Rückkehr an mich selbst. Und ich spüre es, ich überprüfe, dass das ohne jegliche Rückkehr an mich selbst geschieht.

Aus dem Unterricht nach einem Artikel von Rabash vom 26.11.2010

Zum Kabbalalernzentrum –>

Die Verhüllung des Schöpfers hilft uns, das richtige Verlangen nach Ihm zu erschaffen


Der Schöpfer erschuf die Verhüllung, die uns von Ihm entfernt, trennt, uns weg stößt und verwirrt. Anstatt Sich Selbst sofort und offen zu enthüllen, verbirgt Er sich, um Streben, Leidenschaft und ein Verlangen, Ihn zu erreichen, zu erwecken!

Das ist der ganze Zweck der Verhüllung und der Grund, unreine Kräfte (Klipot) zu erschaffen, die uns so lange stärken, bis wir das richtige Verlangen nach dem Schöpfer erreichen. Sie halten uns zurück wie Hunde, die an der Leine ziehen, um sich irgendwann loszureißen.

Der Schöpfer verbirgt sich, bis wir das richtige, vollständig gebende Verlangen erlangen, das nicht mehr durch eine Begegnung mit Ihm ausgelöscht werden kann.

Durch die Enthüllung des Schöpfers in diesem korrigierten Verlangen, verschwindet es nicht wie die Verlangen unserer Welt, wo wir aufhören, etwas wertzuschätzen, sobald wir bekommen haben, was wir wollen. Im Gegenteil, wir müssen diesen Genuss immer mehr schätzen und lieben, da er die Haltung des Gebers uns gegenüber enthält.

Daher müssen wir alle diese Verhüllungen und das Wegstoßen, das vom Schöpfer erschaffen wurde, als Flirt, als Spiel betrachten, das zum richtigen Verlangen führt, was nicht nur ein Verlangen mit einer riesigen Kraft ist, sondern ein Verlangen mit der richtigen Form. Das muss so sein, damit wir nach Genuss von einer Begegnung mit Ihm streben, anstatt nach Genuss von einer Begegnung mit der Erfüllung.

Das gleicht einer Frau, die eine innere Verbindung von einer äußeren Handlung fordert, die von einem Mann durchgeführt wird. Wir müssen etwas über die Spiritualität von der Psychologie in unserem Leben lernen. Wir müssen das Wesen der Verhüllung verstehen, den Flirt und das ganze Spiel, wodurch uns der Schöpfer uns sich annähert oder uns wegstößt.

Wir werden nicht fähig sein, die Enthüllung zu erlangen, bevor wir nicht anfangen, Ihn wertzuschätzen und mit Seiner Hilfe die richtige Einstellung für eine Begegnung mit Ihm zu bilden. Dann werden wir die Fähigkeit haben, eine Verbindung mit Ihm als ein Weg zum Genuss zu betrachten! Er wartet darauf, dass wir Ihn mehr wollen, als den Genuss, den Er bringt. Dann werden wir bereit sein, diesen Genuss anzunehmen und den Schöpfer darin zu enthüllen.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Die Schweinegrippe zwingt zu richtigem Verhalten

In den Nachrichten (übersetzt aus Critica de la Argentina): „Keine Küsse mehr in Soap Operas“ Während die Nachrichten Bilder von Mexiko City ausspucken – seine Bewohner mit Gesichtsmasken geschützt, Aktivitäten lahmgelegt und der Stornierung von kulturellen Darbietungen, gibt das Sendernetz (TV Azteca) bekannt, dass es Berührungs- und Kuss-Szenen in seinen Soap Operas vorrübergehend ausgesetzt hat.

Mein Kommentar: Was wird dann für diese Soaps übrigbleiben, die nichts weiter zu zeigen haben, als animalische Liebe und Hass? Denk mal darüber nach, ist nicht das das wahre schweinische?

Verwandtes Material:
Blog-post: Die Schweinegrippe versetzt der Wirtschaft einen weiteren Schlag
Blog-post: Wir haben alle die Grippe

Baal HaSulam beschreibt das Gesetz der Einzigkeit


Baal HaSulam, Artikel „Frieden in der Welt“:

Der Mensch spürt, dass alle Geschöpfe der Welt sich in seiner Macht befinden sollen und nur zu seinem persönlichen Nutzen geschaffen wurden. So ist das unumstößliche Gesetz, das von Anfang an in uns veranlagt ist. Der ganze Unterschied zwischen Menschen besteht lediglich in der Wahl, wie er die Geschöpfe nutzt. Der Eine wählt die Nutzung der Menschen zur Erreichung von niederen Genüssen, der Andere zur Erreichung von Macht, der Dritte- zur Erreichung von Ehre. Mehr als das, wenn das nicht riesige Mühen kosten würde, wäre jeder damit einverstanden, die Welt zur Erreichung von allem zusammen zu nutzen: des Reichtums, der Macht und der Ehre- doch man ist gezwungen, gemäß seinen Möglichkeiten und Fähigkeiten zu wählen. Und dieses Gesetz kann man als das „Gesetz der Einzigkeit“ bezeichnet, welches im Herzen des Menschen lebt. Und keiner kann vor seinem Einfluss fliehen, jeder bekommt seinen Teil, der Große – gemäß seiner Größe, und der Kleine – gemäß seiner Kleinheit.

Und obwohl wir klärten, dass ihr ein hoher, schöner und erhabener Sinn innewohnt, da diese Eigenschaft uns direkt vom Schöpfer gegeben wurde – dem Einzigen, der die Wurzel aller Geschöpfe ist, doch damit einher entfaltet diese Empfindung der Einzigkeit eine zerstörerische Wirkung, sobald sie sich mit unserem engen Egoismus verbindet, sodass sie zur Quelle allen Unheils in der Welt wurde, des vergangenen sowie des kommenden. Und wie wir gesagt haben gibt es keinen einzigen Menschen in der Welt, der frei von dieser Eigenschaft wäre, und alle Unterschiede zwischen Menschen werden lediglich durch Mittel zu deren Nutzung definiert: zur Befriedigung einer Leidenschaft des Herzens, der Erreichung von Macht oder von Ehre – wodurch sich die Geschöpfe eben voneinander unterscheiden.

Die Beziehung des Menschen mit dem Schöpfer ist wie eine dramatische Liebesgeschichte


Zwei Fragen, die ich zum Thema Liebe erhielt:

Frage: Sie sagen oft, unsere Beziehung mit dem Schöpfer sollte dem ähneln, wie ein Bräutigam seine Braut umwirbt, wie sie sich verhüllt usw. Zusätzlich haben Sie gesagt, dass in der Vergangenheit Frauen für Geld gekauft wurden, und es ausreichte, jemanden nur einmal zu treffen, bevor man ihn heiratete. Aber wo sind darin Leidenschaft und Spannung?

Meine Antwort: Auf der körperlichen Stufe gibt es keinen Bedarf an Liebe, denn dieser wird später durch gegenseitigen Kompromiss und Gewohnheit erzeugt. Indessen sind Leidenschaft und Spannung in unserer Beziehung mit dem Schöpfer notwendig, weil diese Gefühle höher sind – entgegengesetzt zum Egoismus. Das kann beispielsweise mit einer dramatischen Liebesgeschichte verglichen werden, in der die Liebenden (Mensch und der Schöpfer) zueinander streben (durch Schenken), gegen die Verlangen der gesamten Welt (gegen all ihre egoistischen Verlangen) – und das erzeugt Leidenschaft und Spannung.

Frage: In einer TV-Show wurden Sie gefragt: „Was ist Liebe?“ – und Sie sagten: „Sie ist die grundlegende Eigenschaft des Universums, gegenseitiges Schenken, das alle Stufen der Natur durchdringt, außer den Menschen. Wir sind uns selbst überlassen, und wir tun alles in dieser Welt, nur nicht das. Allerdings sagen Sie auch, dass der Mensch keine Handlungsfreiheit hat und alles vom Schöpfer bestimmt ist.

Meine Antwort: So wurden die Dinge anfangs vom Schöpfer festgelegt: Die gesamte Natur in unserer Welt ist egoistisch, infolge des egoistischen Niedergangs des Menschen, und die Korrektur der gesamten Natur hängt vom Menschen ab. Bis zum Abschluss korrigiert der Mensch seine unbelebten, pflanzlichen und tierischen Verlangen, er korrigiert auch die äußeren unbelebten, pflanzlichen und tierischen Stufen der Natur.

 

Bewusste Beschleunigung in Richtung Sinn des Lebens


Eine Frage, die ich erhielt: Ich habe unterschiedliches kabbalistisches Material über das letzte Jahr hinweg gelesen und gesehen. Manchmal interessiere ich mich sehr für Kabbala und an anderen Tagen bin ich zu beschäftigt mit Alltäglichem und der Suche nach Vergnügen. Über diesen Zeitraum hinweg begann ich langsam zu fühlen, dass in mir etwas passiert. Ich wurde betrübter und unzufriedener. Aber vor einiger Zeit haben meine früheren Gefühle und mein Leben die Veränderungen vervollständigt, durch die sie gegangen waren. Ich habe einen Verlust erfahren und plötzlich begann mein Herz so stark zu schmerzen, dass ich nicht wusste, wo ich mich vor diesem Schmerz verstecken konnte. Ich verstand, dass es nichts anderes in dieser Welt gibt, was mich befriedigen kann. Zum ersten Mal in meinem Leben begann ich Kabbala mit Leidenschaft zu studieren. Ich fing an, den Anfängerkurs im Internet zu sehen. Die erste Lektion war wie der Himmel für mich. Ich weiß nicht, warum ich mich während des Sehens so unglaublich gut fühlte. Mein Herz tut immer noch dann weh, wenn ich keine Lektionen sehe.

Meine Antwort: Es gibt einen Weg für jeden und niemand kann einen anderen Weg wählen. Es gibt eine Möglichkeit, den Weg in Richtung des Ziels der Schöpfung bewusst zu nehmen, während andere ihn gegen ihren Willen und viel langsamer gehen. Ein Mensch der dem bewussten Weg folgt, erfährt auch sehr viel Traurigkeit und seelische Belastung, aber alles hängt vom Umfeld ab. Man muss seine Augen schließen und sich völlig der Umgebung überlassen. Jeden Tag gibt es mehr unglückliche und zerstörte Menschen in der Welt. Stellen Sie sich einfach vor, dass Sie an den selben Ort gehen, an dem sie sind und dass der einzige Unterschied darin besteht, dass sie gehen, während Sie parallel zu ihnen auf einer Rolltreppe vorbeifliegen. Die schnellen Änderungen Ihrer Stimmung, Gedanken und Ihres Inneren passieren, weil Sie im Vergleich zu anderen Ihre Geschwindigkeit beschleunigen.

Kabbala Akademie