Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Lassen Sie andere sich selbst entwickeln


Eine Frage, die ich erhielt ich: Seit ungefähr sechs Monaten sehe ich nun über das Internet Ihre Unterrichte an. Mein Bruder, der sich gerade in einem Prozess des Religiös-Werdens befindet, hat sich auch ein wenig mit Ihren Büchern befasst. Außerdem studiert er die Mischna von Rabbi Nachman und eine jüdische Interpretation des Yogas, die einmal wöchentlich von Or Aganuz unterrichtet wird. Wir haben interessante und tiefe Gespräche, aber es fällt mir schwer, einige Dinge zu akzeptieren, die er sagt, welche nichts mit dem zu tun haben, was Sie unterrichten. Würden Sie mir raten, offener zu sein für die Lehren aus Likkutei Moharan, der Breslaver Pamphlete und den Materialien, die bei Or Aganuz studiert werden? Und welchen Rat kann ich meinem Bruder geben?

Meine Antwort: Mein Rat an Sie ist: Studieren Sie nicht bei Or Aganuz, belehren Sie nicht Ihren Bruder und sprechen Sie mit ihm nicht über Ihre Studien, so als ob Sie Kabbala überhaupt nicht studieren würden. Ihr befindet euch auf absolut entgegengesetzten Wegen – er auf dem Weg von Chassidut und Sie auf dem der Kabbala. Kommt Euch nicht in die Quere.

Sie sollten ihn sich selbst entwickeln lassen. Bald wird er spüren, dass Yoga die Erreichung des Schöpfers nicht ergänzt, und dass die einzige studierenswerte Sache die Arbeiten von Baal HaSulam sind (vorausgesetzt, sie sind korrekt interpretiert – gemäß meinen Unterrichten).

Das Wichtige sind nicht die Bücher, die Sie studieren, sondern wie Sie diese studieren. Alle großen Weisen schrieben von ihrer spirituellen Errungenschaft. Sie lebten alle in der Erlangung der Oberen Welt, des Schöpfers, und nur darüber schrieben sie. Daher lesen Sie beide heilige Bücher. Aber sie sind heilig, weil sie von der Heiligkeit sprechen – der Eigenschaft des Schenkens und der Liebe, die sich jenseits von uns befindet. Der Zweck des Studiums dieser Bücher liegt darin, diese Eigenschaft in ihrem Inneren zu enthüllen oder anders gesagt, den Schöpfer zu offenbaren.

Verwandtes Material:
Blog-post: Mit wem kann ich über Kabbala sprechen?
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Spirituelle Wehen und die Zukunft der Kabbala (Fortgeschrittene)


11 Fragen, die ich zur Zukunft der Kabbala, der Geburt der letzten Generation und zu spirituellen Führern der Zukunft erhalten habe

Frage: Können wir aufgrund von Punkt 12, Talmud Esser Sefirot, welcher den Prozess der Empfängnis der Seele beschreibt, sagen und uns vorstellen, dass der gegenwärtige Zustand der Menschheit (die nahenden globalen Krisen) die Wehen während der Geburt der letzten Generation sind?

Meine Antwort: Die uns bedrängenden Kräfte sind die Wehen, die uns dazu zwingen, unseren vorigen Zustand zu verlassen.

Frage: Gibt es eine Verbindung zwischen dem Prozess des Fötus, wo er sich von dem Zustand von „Kopf oben“ zu dem Zustand von „Kopf unten“ verändert, der Einheit von Keter und Malchut und den Anstrengungen der Kabbalisten?

Meine Antwort: Absolut, denn die Menschheit muss ihre Betrachtungsweise der Welt gegenüber, ihre Zielsetzung und Werte verändern und anfangen, das Beschenken dem Empfangen vorzuziehen; Liebe für den Nächsten über Liebe für sich selbst.

Frage: Sind Kabbalisten verantwortlich dafür, sicherzustellen, dass die letzte Generation normal geboren wird?

Meine Antwort: Ja, denn Menschen werden sich ohne die Verbreitung der Kabbala nicht verändern. Das Leid und der Mangel an Verständnis davon was geschieht, werden sich nur anhäufen. Die Geburt ist eine harmonische Wechselbeziehung zwischen dem Organismus der Mutter und dem Fötus.

Frage: Ist es dann, wenn dem so ist nötig, ein System von Menschen zu erschaffen und vorzubereiten, die Diener des Schöpfers sind?

Meine Antwort: Diese Menschen sind Kabbalisten, die den Plan des Schöpfers (der Natur) und wie dieser ausgeführt wird erklären.

Frage: Im Buch Sohar, Kapitel „Die Vision von Rabbi Chiya“, Punkt 57, heißt es: „…denn all die rechtschaffenen Menschen dort sind die Köpfe der Versammlungen. Und all die Mitglieder jeder Versammlung steigen von dieser Versammlung hier, zur himmlischen Versammlung auf. Und der Messias besucht all diese Versammlungen und unterzeichnet die Tora mit dem Siegel der Lehren, die von den Mündern der Rechtschaffenen kommen.“ Dieses Zitat lies mich über die letzten Ereignisse in den Gruppen nachdenken. Ich denke, dass wir die Gruppen, welche an der Verbreitung arbeiten, von den Gruppen der „spirituell vorankommenden“ Menschen trennen sollten und die letztere sollte die Gruppe sein, wo Kabbalisten vorbereitet sind, die für die Geburt der neuen Generation verantwortlich sein werden. Ich habe mir ein Modell einer Pyramide ausgemalt, welche aus kleineren Pyramiden besteht, die wiederum Gruppen aus der ganzen Welt sind, die spirituelle Arbeit machen (und die Gruppen für die Verbreitung werden separat sein). Die Führer dieser Gruppen werden auf verschiedenen spirituellen Stufen sein und durch ihr Streben nach oben verbunden sein. Diese werden das spirituelle Hauptmanagement (nennen Sie es Sanhedrin, wenn Sie wollen) bilden. Ist dies korrekt?

Meine Antwort: Wenn die Gruppen so unterteilt werden würden, wie Sie das vorschlagen, dann wird dies das grundlegende spirituelle Gesetz missachten, wonach alle Seelen das gleiche Recht haben sich spirituell zu entwickeln. Sie kennen nicht die Wurzeln der Seelen und folglich werden Sie nicht fähig sein, diese zu trennen. Nur gleiche, „einfache“ Verbreitung wird alle „Zahnräder“ zu ihrem eigentlichen Zustand bringen, wo sie harmonisch zusammenarbeiten. Es kann von unserer Seite keine Aussonderung geben. Jede Teilung bedeutet Klipa. Alle möglichen Menschen werden sich in jeder Gruppe zusammenschließen und sie werden alle zusammenarbeiten.

Frage: Ich fühle bei Ihnen ein starkes Verlangen danach, diesen funktionierenden Körper erfolgreich zu erschaffen, um die Menschen zu entdecken, die würdig sind, ein Teil davon zu werden und die die dafür benötigte spirituelle Stufe erreicht haben. Dies ist eine völlig andere Stufe der Arbeit und ich kann mir nicht einmal vorstellen, wie mächtig diese „Antenne“ darin ist, das Licht anzuziehen.

Meine Antwort: Nichts kann unter Zwang geschehen. Auf dieser Stufe sind unsere Ziele:

– Die Menschen sollen das korrekte Verständnis über sich selbst, das Universum, dessen Sinn und wie man diesen erreichen kann, erlangen.

– Dies sollen sie in der weltweiten Gruppe, durch die Verbreitung, in die Praxis umsetzen.

Diese Handlungen werden in der jetzigen „formlosen“ Konstruktion (ein „Haufen“, wenn Sie so wollen) eine Veränderung herbeiführen und stattdessen wird es eine Pyramide geben – ein Zentrum mit Abteilungen. Im Moment befindet sich dies im Prozess des Wiederaufbaus.

Wie bei einer Geburt oder jeglicher anderer Entwicklung, können wir nichts, was wir in der Kabbala tun, überstürzen. Nur die Wahrnehmung des Bösen im jetzigen Zustand wird den nächsten Zustand hervorbringen und uns dazu zwingen, diesen zu erreichen. [Rest des Beitrags lesen →]

Kabbala und andere Lehren


Ein Kommentar, den ich erhielt: Ich lese Ihre Arbeiten nun schon eine lange Zeit und sehe viele Parallelen zum Gnostizismus. Ich bin darüber erstaunt, wie Sie dieses mit einer so materiellen Lehre wie dem Judentum kombinieren und wie die Philosophie Theodizee sich in der Kabbala zeigt, denn offenkundig ist die materielle Welt extrem böse und ihr Schöpfer kann nicht böse sein. Die einzig mögliche Aussicht kann es sein, dass ein Feind, von wem auch immer, diese materielle Welt erschuf.

Meine Antwort: In unserer Welt manifestiert sich der Schöpfer Sich Selbst gegenüber als gegensätzlich, denn anstatt Ihn wahrzunehmen, nehmen wir durch unseren Egoismus wahr und deshalb sehen wir das Negative. Um die Spiritualität wahrzunehmen, wie sie wirklich ist, müssen wir in unserem Inneren Eigenschaften erzeugen, die ihr ähnlich sind und die ihre Wahrnehmung nicht verzerren.

Dies ist genau das, was Kabbala mit jedem macht, der sie studiert. Kabbala erschafft neue spirituelle Eigenschaften in einer Person, die dann, wenn sie diese Eigenschaften gebraucht, das Höhere verborgene Reich verspüren, das andere nicht verspüren.

Ich ignoriere einfach alles außer Kabbala und vergleiche sie nicht mit etwas anderem. Das erlaubt es mir zu verhindern, dass ich verwirrt werde und zu gewinnen. Ich lasse alle Philosophien, die ich kannte und studierte, außer acht. Ich ziehe es vor, zu erlangen, anstatt klug zu sein und mich in Überlegungen zu verlieren und ich empfehle Ihnen, dasselbe zu tun. Es hilft.

Gehen Sie die Baal HaSulam-Artikel durch – praktisch alle, durch die ganze Liste (Red.. alle Links unter „Kabbala Quelltexte“ sind Artikel von Baal HaSulam, außer Talmud Eser Sefirot, das ein Buch ist).

Sie sollten zuerst diese Artikel studieren und dann, wenn Sie immer noch einen inneren Drang danach verspüren, eine vergleichende Analyse über Kabbala und etwas anderem zu machen, dann können Sie sich dran machen. Viel Glück!

Verwandtes Material:
Mythen über Kabbala
Chapter 7 of the Book: The Kabbalah Experience – Beliefs, Mysticism and the Supernatural