Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

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Es gibt nichts Besseres, als die Umarmung des Schöpfers zu spüren

Der Schöpfer will, dass wir Genuss von Ihm empfangen. Das ist der Schöpfungsgedanke. Denn wenn Er „gut ist und Gutes tut“, dann mangelt es Ihm nur an jemandem, dem Er Gutes tun kann. Aus diesem Grund hat Er uns aus dem Material erschaffen, das sich „Verlangen zu genießen“ nennt. Doch was sollen wir genießen? – Genau Ihn. Und wenn unser Verlangen den Schöpfer als nah, als es erfüllend und mit ihm verschmolzen wahrnimmt, genießt es. Und wenn es sich von dem Schöpfer entfernt, verspürt es eine Abkühlung Ihm gegenüber und empfindet sogar Leiden und Leeregefühl. Wir nehmen immer nur den Schöpfer wahr!

Wenn unser Material, welches der Wahrnehmung des Schöpfers und Seiner Anwesenheit gegenüber empfindlich ist, den Schöpfer mehr spürt, dann nimmt es Ihn als Genuss wahr, und wenn es Ihn weniger spürt, dann empfindet es Ihn als Leiden.

Und es geht so weiter, solange das Verlangen, den Schöpfer zu genießen, sich immer mehr von Ihm entfernt und zu einem Zustand gelangt, als es vollkommen den Kontakt mit Ihm verliert. Und dann findet sich das Verlangen zu genießen in dieser Welt wieder, wo es gar keine Verbindung weder zum Genuss selbst noch zu dessen Quelle gibt.

Die Notwendigkeit einer solchen Entfernung besteht darin, dass wir selbst den Wunsch verspüren, Ihm näherzukommen, von Ihm Genuss zu empfangen und zu begreifen, dass es nichts Angenehmeres und Besseres gibt, als sich in einer Verschmelzung mit Ihm zu befinden.

Diese gemeinsame Handlung nennt sich „Siwug“ (spirituelle Vereinigung), wenn wir uns in einem solchen Maß ineinander einfügen, dass es unmöglich ist, uns voneinander zu trennen und zu unterscheiden. Zu einer solchen Verbindung müssen wir kommen. Und wenn wir ein richtiges Bedürfnis danach erlangen, fangen wir an, Ihn zu spüren, uns mit Ihm zu verbinden und Seine Umarmung wahrzunehmen.

Aus dem öffentlichen Vortrag „Kabbala den Menschen“ vom 02.11.2010 

In der Gewalt des Mangels

Eine Frage, die ich erhielt: Es gibt ein bekanntes Gebet „Ich danke dir dafür, dass du mich nicht als Frau erschaffen hast“.

Warum heißt es nicht „Ich danke dir dafür, dass du mich nicht als Mann erschaffen hast“, empören sich zu Recht die Frauen.

Meine Antwort: Die Rede ist von der Kraft der Überwindung. Wenn der Mensch sein egoistisches Verlangen überwindet, preist er den Schöpfer dafür, dass Er ihm die Kraft der Überwindung geschenkt hat. Wir alle, sowohl Männer als auch Frauen, befinden uns unter dem Einfluss des weiblichen Teils, in der Gewalt des Mangels.

Frau bedeutet „Nekew“, „Nekewa“, „Nukwa“, d.h. Leere, Bedürfnis, ein Ort des Mangels. Die Männer erleben kein geringeres Mangelgefühl als Frauen und ein noch größeres Leeregefühl.

Deshalb, wenn wir von der spirituellen Korrektur sprechen, dankt jeder von uns, der sein egoistisches Verlangen überwinden kann, ob Mann oder Frau, dass er dieser Analyse und dieser Korrektur würdig geworden ist und sich über seinen Egoismus erheben, sich mit den anderen verbinden und die Verschmelzung und die Enthüllung des Schöpfers erreichen kann.

Wir kommen zu solchen Korrekturen, in denen Männer und Frauen die gleichen Etappen durchlaufen. Frauen, die mit uns zusammen den spirituellen Weg gehen, durchlaufen die gleichen Prozesse, verstehen uns sehr gut, studieren das gleiche Material, nehmen es auf und setzen es um.

Aus dem Programm „Kabbala für Anfänger“ vom 14.10.2010

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