Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Leber'

Die Natur herrscht über alles mit Ausgewogenheit

Frage: Sie sprechen von der Korrektur der Menschheit. Aber was geschieht mit der Korrektur auf den pflanzlichen und tierischen Stufen der Natur? Wie können sie zur Einheit mit dem Schöpfer gebracht werden?

Antwort: Der Egoismus der Menschen ist die alleinige Ursache des ganzen Übels. Die richtige Wechselwirkung des Menschen mit der Natur bedeutet, nur soviel zu nehmen, wie gemäß seiner Gewohnheit für seine Existenz notwendig ist – aber nicht mehr. Alles was darüber liegt, was für eine normale Existenz gebraucht wird, gehört allen.

Dieser Grundsatz ist der Verbindung unter den Teilen eines lebenden Organismus ähnlich: Das Herz, die Lungen, die Leber, die Nieren, und alle anderen Teile des Körpers erhalten Energie für ihre Lebenserhaltung. Und keiner beansprucht mehr, als für die Existenz und Aufrechterhaltung der Funktion des Organismus zum Wohle des Ganzen notwendig ist.

Auf diese Weise sollten wir uns in der Gesellschaft – unserem Organismus – verhalten. Wenn eine Person mehr verbraucht als notwendig, ist das für ihn sowie für jeden anderen schädlich. Mehr zu verbrauchen als erforderlich, wird als Ego bezeichnet.

Wir müssen von der leblosen, pflanzlichen und tierischen Stufe der Natur lernen, wie wir auf der Stufe des „Menschen“ in Harmonie mit der Natur sein können.

Eine Person braucht eine Familie, ein Haus, Arbeit, Einkommen, Urlaub, Altersvorsorge, und Versicherungen. Jedoch mehr zu beanspruchen als notwendig, zerstört die Welt, da es die Natur aus der Balance bringt. Jedenfalls wird die Natur uns zwingen, in Gleichgewicht mit ihr zu kommen.

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Die Realisierung der Seele: lernen und lehren

Kongress in Toronto. Lektion 7

Unser Körper besteht aus verschiedenen Teilen, die sich sowohl durch das Aussehen als auch durch die Funktionsweise voneinander unterscheiden. Wenn wir sie getrennt betrachten, dann ist es schwierig zu verstehen, wie die Nieren, das Herz, die Leber, das Gehirn, die fünf Sinnesorgane, das Gedächtnis, das Verdauungssystem miteinander verbunden sind.

Sie sind ganz verschieden, aber das Wichtigste ist hier, dass sie durch das allgemeine Programm verbunden sind, welches alle Organe in einem Organismus vereint. Dieses Programm bestimmt das Tempo und die Funktionen, regelt die Wechselbeziehungen und gewährleistet die Existenz in der einheitlichen Harmonie.

Das Programm, das alle Körperteile vereinigt, heißt „Leben“. Es schafft das höhere Niveau – unser menschliches Bewusstsein.

Nach demselben Prinzip müssen wir untereinander zusammenwirken. Es gibt verschiedene Gruppen, verschiedene Menschen, jeder hat seine Besonderheit und aufgrund unserer Individualität soll die Beziehung entstehen. Wir wollen das universelle Programm offenbaren. Dadurch werden wir das Licht der Unendlichkeit anziehen, das uns beleben, unterstützen und verbinden wird. Die Empfindung dieses Programms ist die Enthüllung des Schöpfers.

Außer unserem tierischen Körper empfinden wir, dass in uns der Mensch, die höhere Stufe, existiert. Genauso, wenn wir uns miteinander verbinden, wird das höhere Programm offenbart, das auch als die „Offenbarung des Schöpfers seinem Geschöpf gegenüber“ genannt wird.

Einen mächtigen Impuls bekommen wir auf den Kongressen. Und in den Pausen können wir die riesige Arbeit nach der Vereinigung in den Gruppen und zwischen den Gruppen durchführen, damit wir unsere Botschaft, unser Beispiel, an die Menschheit verbreiten können. Denn die Welt beginnt langsam nach einer Erklärung der Situation zu suchen.

Der Schöpfer öffnet sich zwischen uns in der Finsternis. Mit ihrer Hilfe teilt Er uns mit, dass es uns an Ihm mangelt. Würden wir es begreifen, dann würden wir uns sofort an Ihn richten. Denn ohne das Licht wird es uns nicht gelingen, ein gutes Leben einzurichten. Die Krise, das Gefühl der Hilflosigkeit und allerlei unangenehmer Empfindungen sind Seine Instrumente, um uns zu erwecken. Wie können wir andernfalls, als Egoisten, zu Ihm streben? Wir können Ihn niemals enthüllen, wenn wir kein wirkliches Verlangen nach Ihm haben.

Mit jedem Tag taucht die Welt in die Verwirrung und die Finsternis ein, verliert die Kräfte und die Hoffnung. Das spiegelt sich auch im Leben der gewöhnlichen Menschen wider. Allmählich reift in den Menschen die Empfindung des Mangels. Anfangs wissen sie nicht, woran es mangelt . Dann begreifen sie, dass es ihnen an den Zukunftsperspektiven, an der Hoffnung und Sicherheit mangelt, die für das gewöhnliche Leben heute notwendig sind.

Das ist keine Philosophie oder das Gedankengut der Intellektuellen. Es ist auch nicht das, was uns über das gewöhnliche Leben, den Menschen mit dem Punkt im Herzen, geöffnet wird. Wir entwickeln das Programm, machen die spirituelle Arbeit, die Galgalta we Ejnaim eigen ist. Wir wollen in das Wesen des Programms eindringen, das Netz unserer Beziehung empfinden und dadurch die Gesetze des Schöpfers erkennen. Nicht alle haben das Streben dazu.

Der einfache Mensch will nur wissen, wie er am Prozess teilnehmen kann, damit seine Bedürfnisse wie Essen, Familie, Kinder, Rente, Gesundheit, Finanzen befriedigt werden. Auf diese Weise reiht er sich ins große Programm ein; allerdings nicht so, wie wir es tun.

Genauso wird er weiterleben, nur mit der Absicht der Teilnahme am allgemeinen Programm zusammen mit allen Menschen. Das ist seine spirituelle Arbeit. Denn anders kann er sie nicht gewährleisten. Ebenso funktionieren die Körperzellen, die das Programm vom Gehirn bekommen.

Wir sollen den Menschen das Programm und die damit verbundene neue Lebensweise in der globalen Welt erklären, die wir gleichzeitig entwickeln und zwischen uns erforschen. Und deshalb ist jeder von uns verpflichtet, zu verstehen, welche Verantwortung er trägt. Jeder ist somit verpflichtet, selbst zu lernen und die anderen Menschen zu lehren. Tatsächlich ist es die Realisierung der eigenen Seele.

Auszug aus der siebten Kongresslektion in Toronto, 18.09.2011

Hat die Leber eine Seele?!

Eine Frage, die ich erhielt: Im Buch „Die Grundlagen der Absicht“ schreibt Baal HaSulam, dass sich die Höhere Seele (Neschama) im Gehirn, der Geist (Ruach) im Herz, und die Untere Seele (Nefesch) in der Leber befinden! Wie ist das zu verstehen?!

Meine Antwort: Die Kabbalisten benutzen die Wörter dieser Welt, weil alles, was es darin gibt, aus der spirituellen Welt gekommen ist.

Deshalb kann muss man die Höheren Kräfte beschreiben, indem man Begriffe aus dieser Welt verwendet. Was kann man sonst machen, wenn es in der Höheren Welt keine Sprache, sondern nur Kräfte gibt. Man kann sie benennen oder durchnummerieren. Doch diese Bezeichnungen sollen etwas erklären.

Deshalb haben die Kabbalisten eine einfache Lösung gefunden, indem sie Begriffe aus unserer Welt nahmen und damit die Höheren Kräfte beschrieben.

Sie sind in die spirituelle Welt eingegangen und haben ihre Kräfte, ihre Erscheinungen, ihre Handlungen empfunden. Sie leben dort! Sie sehen die spirituelle Welt durch diese Welt, als ob diese durchsichtig wäre. Hinter jedem Gegenstand dieser Welt sehen sie die Kräfte, die dahinter, hinter dem ganzen Bild gelten.

Als ob man die spirituelle Kraft durch ein durchsichtiges Glas sehen würde. Hinter jedem Menschen und hinter jeder Handlung dieser Welt sehe ich die Kraft, die sie bewegt, weshalb es leicht für mich ist, alles zu begreifen!

Sie unterscheiden sich nur bezüglich des Menschen, der sie öffnet, entweder öffnet er sie in den 5 körperlichen Sinnesorganen, oder in 5 spirituellen Sinnesorganen.

Aber es sind dieselben Erscheinungen, weil unsere Welt illusorisch ist, sie wird auf diese Weise in unseren Empfindungen wahrgenommen. Und wenn du die zusätzlichen Organe der Empfindung entwickelst, dann siehst du das Geschehende auf zwei parallelen Bildschirmen.

Folglich verstehst du alles und bist nicht mehr verwirrt. Dir ist klar, was „Gehirn“, „Herz“, „Leber“ und „Ibur – Enika – Mochin“ (Keim – Ernährung – Erwachsener) bedeuten.

Alle Wörter, die aus dieser Welt genommen wurden, werden in der Spiritualität klar sein: was „Aufstiege“, „Fallen“, „Umarmung“, „Verschmelzung“, „rechts“, „links“ bedeuten. Alles ist so eindeutig, dass es anders nicht sein kann.

Denn die spirituelle Welt wird nur durch die materielle Welt begriffen, sie ist ihre Wurzel. Sie wird immer mehr klar sein, weil du immer die Sprache aus dieser Welt verwendest, als ob man sie auf den durchsichtigen Film auflegen würde.

Du hattest irgendwelche materiellen Gestalten, an deren Stellen jetzt nur die Definitionen bleiben, die du parallel auf den anderen Bildschirm verlegst, in die Spiritualität, worin sie auf die passenden Stellen angeklebt werden.

Du kannst sie benutzen und wirst niemals verwirrt, du musst sie den anderen nicht erklären. Denn sie sehen folglich dasselbe Bild, die spirituelle Welt und begreifen, welche optische Täuschung die materielle Welt war.

„Die Seele im Gehirn“ bedeutet, dass sich das Licht (Neschama, Seele) ins Kli (das Gehirn) einkleidet. Es gibt nichts außer dem Licht und dem Wunsch.

Aus dem Unterricht nach „Bejt Schaar a-Kawanot“, 25.11.2010

Stammzellen der Seele

In der Spiritualität verschwindet nichts. Ganz im Gegenteil werden die Unterschiede zwischen den Seelen immer klarer und jede individuelle Seele besitzt besondere Eigenschaften, die, gerade durch ihre Verbindung und die Gegensätzlichkeit zu den Eigenschaften anderer Seelen, den ganzen Reichtum der Wahrnehmung des Schöpfers entstehen lassen, 620fach größer als die Wahrnehmung einer einzelnen Seele.

Denn die Größe unseres spirituellen Gefäßes (Kli) wird nicht durch dessen Quantität, sondern durch die Qualität bestimmt. Deshalb enthüllt sich jede Seele mit einer größeren Kraft, Stärke, Einzigartigkeit.

Dies ist mit den universellen Stammzellen zu vergleichen, aus denen wie aus Bausteinen alles andere aufgebaut werden kann. Sowohl das Herz als auch die Leber, die Nieren oder auch die Lungen können aus dieser Grundlage, genannt Stammzelle, entwickelt werden.

Das Gleiche geschieht in der Spiritualität. Denn noch befindet sich jeder von uns in der „Stammzelle“ seiner Seele.

Später aber, wenn wir uns mit dem Gesamtsystem, der Gruppe, verbinden, sie an uns anschließen, wenn wir uns mit dem System der Seelen, das wir in der Gruppe enthüllen, und mit dem Schöpfer, der sich in dem System der Seelen enthüllt, verbinden, dann beginnen wir auch damit uns selbst zu ergründen: wer sind wir, wozu gehören wir, was stellt meine Seele dar, was ist meine Mission, was ist meine wichtigste Eigenschaft aus der Gesamtheit von Eigenschaften, von denen diese begleitet wird.

Aus diesem Grund verbindet sich jeder, der in der Spiritualität vorankommt, immer mehr mit den anderen und sticht gleichzeitig immer mehr durch seine Einzigartigkeit hervor, weil er durch die Verbindung mit den anderen seine „Stammzelle“ vergrößert.

Deshalb schreibt Baal haSulam in dem Artikel „Die Freiheit“, dass jeder Mensch seine einzigartigen Eigenschaften entwickeln und nicht unterdrücken soll, und dass wir gerade durch die Einzigartigkeit jedes Einzelnen das unvorstellbar große vollkommene Gefäß der Seele erlangen, in dem wir die gesamte spirituelle Welt und den Schöpfer 620fach stärker als am Schöpfungsbeginn wahrnehmen können.

Aus dem Sohar-Unterricht vom 01.09.2010

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Die Anatomie der Seele


Nehmen wir an, wir lesen ein Buch über die Funktion unseres physischen Körpers. Es erklärt, wie unser Gehirn, unser Herz, unsere Leber und andere Organe arbeiten, wie sie Substanzen austauschen, was geschieht, wenn wir fühlen oder etwas essen, wie unser Blut und andere Flüssigkeiten zirkulieren, wie elektrische Signale weitergegeben werden. Es beschreibt im Wesentlichen, wie unsere Physiologie funktioniert.

Indem wir einem Unterricht in menschlicher Anatomie und Physiologie zuhören, lernen wir etwas über die Teile des Körpers und wie alle Komponenten eines einzigen Körpers miteinander handeln, jedes an seinem eigenen Platz gemäß seiner Funktion. Das Resultat ist die Empfindung des Lebens. Gleichermaßen beschreibt der Sohar die Physiologie des Körpers einer Seele (Kli), seine Organisation, seine inneren Verbindungen und seine Funktionalität. Indem wir ihn lesen und uns beim Studium anstrengen, fangen wir allmählich an, unsere Seele zu enthüllen, in der wir die Enthüllung der gesamten Welt und des Schöpfers erlangen.

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Manche Organe im Körper der Menschheit sind wichtiger als andere

Es gab viele Kabbalisten nach dem Ari, aber kein einziger von ihnen war in der Lage, Ari’s Methode vom Ansatz her zu verstehen. Nur Baal HaSulam war dazu fähig, weil er dieselbe Seele wie der Ari erhielt. Es war nicht so, dass andere Kabbalisten niedriger waren als er, sondern weil die Methode des Ari nur durch eine Seele aus demselben Teil der gemeinsamen Seele verstanden werden kann, von demselben „spirituellen Organ“ des Körpers wie die Seele des Ari. Andere Seelen verstehen dieselbe Sache aus der Perspektive ihres Organs, ob es nun das spirituelle Herz, das Gehirn, die Leber oder die Lungen sind.

Deine Seele mag von einem sehr wichtigen spirituellen Organ herkommen; sie mag sogar höher als die Seele des Ari sein. Da er jedoch anders ist als du und andere Eigenschaften besitzt, bist du unfähig, seine Methode wirklich zu spüren und dich damit „zuhause“ zu fühlen, als ob du dich in Wasser auflösen würdest. Du kannst es nicht wie dein Leben fühlen, wenn du nicht auf dieselbe Weise aufgebaut bist wie er.

Deshalb beurteilen wir die Kabbalisten nicht anhand der Höhe ihrer Errungenschaft, sondern danach, wie sehr sie helfen können, uns zu korrigieren und aufzusteigen. Dies hängt vom Typ und Charakter ihrer Seelen ab und ihrer Fähigkeit, uns zu helfen.

Deshalb gibt es keinen anderen, von dem wir lernen sollten, außer von Baal HaSulam, und wir können niemand anderem folgen, um die Höhere Welt zu enthüllen. Schließlich war er der Einzige, der dieselbe Seele wie die des Ari verdiente.

Jede Person, die ein Streben nach der spirituellen Welt verspürt und sich entwickeln möchte, ist Teil eines der wichtigsten spirituellen Organe. Der Rest der Seelen ist da, um die Räume zwischen den wichtigen Organen zu füllen, und deshalb führen sie eine passive Rolle aus.

Aus dem täglichen Unterricht.