Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Lächeln'

Katz-und-Maus-Spiel mit dem Egoismus

Weltweiter NOI! Kongress, Rom, Lektion 1

Frage: Durch Kabbala habe ich gelernt, allen Schlägen mit einem Lächeln zu begegnen. Ist das falsch?

Meine Antwort: Die Wissenschaft der Kabbala gibt einem Menschen die Kraft, nach allen Schlägen zu spüren, dass sie einen Grund haben. Und es ist unwichtig, ob du nach den Schlägen weinst oder lachst – wichtig ist, ob du sie dazu nutzt, einen Schritt nach vorne zu machen. Ein Schlag muss als eine Kraft aufgenommen werden, die dich zum Vorankommen bewegt.

Man sollte jedoch versuchen, vorwärts zu kommen, noch bevor man einen Schlag bekommt. Es ist wie in dem Zeichentrickfilm, in dem ein großer Kater hinter einer kleinen Maus herjagt.

Die ganze Zeit wird gezeigt, wie die Maus vor dem Kater, der sie jeden Augenblick zu schnappen scheint, wegläuft, und die Maus schafft es jedes Mal, davonzulaufen. So müssen auch wir dem Ziel entgegenlaufen, und Probleme werden uns die ganze Zeit auf den Fersen sein. Versuche jedoch, vor ihnen wegzulaufen!

Und begreife, dass wir gerade durch sie zum richtigen Ort gelangen, und das auch noch so schnell. Wir sollten versuchen, so schlau wie diese Maus zu sein.

Auszug aus der 1. Lektion des NOI! Kongresses in Rom, 21.05.2011

Das Recht, den Freunden zu dienen

Wie können wir Erfolg auf dem spirituellen Weg erreichen? Es gibt kein anderes Mittel, außer einer noch größeren Vereinigung.

Der Vereinigung muss die höchste Wichtigkeit beigemessen werden, in ihr muss das einzige Mittel gesehen werden.

Wir wissen, dass unsere Wahl nur darin besteht, mit Hilfe der Umgebung stärker zu werden und uns mit ihr zu verbinden. Wir erheben die Umgebung in unseren Augen und beugen uns vor den Freunden und dem Ziel.

An jede Handlung muss die Absicht angeschlossen werden: Wozu mache ich das alles? Wie versuche ich, mich mit den Anderen zu verbinden? Erschaffen wir ein Kli, ein Gefäß, ein Ort, in dem sich das Licht enthüllt?

In Wirklichkeit, wenn wir der Gruppe dabei helfen, erfüllen wir das Prinzip „wir werden tun und wir werden hören“. Wir sind in der Lage, das zu verwirklichen. Selbst wenn wir es nicht besonders wollen, selbst wenn es uns anwidert, aber wir können dennoch einander ein Lächeln schenken, Geschenke machen, zueinander höflich sein und uns, ohne es zu wollen, an der gemeinsamen Sache beteiligen.

Wir organisieren alles selbst, unter anderem auch Kongresse. Selbst wenn wir unbegrenzte finanzielle Mittel hätten, würden wir trotzdem alles selbst machen.

Hier sind für uns gerade die gemeinsamen Anstrengungen wichtig: von überall her kommen Menschen und handeln gemeinsam. Nur eine solche Vorbereitung bringt uns Erfolg.

Genau das sind unsere Geschenke: wir bereiten gemeinsam alles, was nötig ist, vor, wir hängen von niemandem ab und wollen unsere Teilnahme an niemanden Fremden abtreten.

Für uns ist die Möglichkeit, durch die äußeren Handlungen die innere Vereinigung zu erreichen, dermaßen wichtig, dass wir nicht darauf verzichten und an niemanden das, was wir selbst machen können, abtreten wollen. Denn das ist ein Mittel zur Erreichung unserer Vereinigung.

In den verbleibenden zwei Tagen und auf dem Kongress selbst bietet sich uns eine einzigartige Gelegenheit, einander zu bedienen. Diese Chance darf nicht verpasst werden, denn in ihr ist der Erfolg des gesamten Unternehmens verborgen.

Genau das bedeutet Vereinigung, so „kaufen“ wir Freunde: ich bemühe mich ihretwegen und sie bemühen sich meinetwegen, und zusammen bauen wir ein gemeinsames Kli auf.

Aus dem Unterricht nach einem Brief von Rabash vom 07.11.2010

Glaube nicht, dass alles gut wird ohne dass Du dich daran beteiligst


Eine Frage, die ich erhielt: Viele Menschen reagieren auf die Probleme des Lebens nach dem Motto: „ Lächeln! Es wird schon alles vorbei gehen“, womit sie meinen, dass am Ende alles gut werden wird. Bedeutet dies, dass diese Leute niemals aus ihrem Egoismus herauskommen werden?

Meine Antwort: Diese Art der Herangehensweise ist destruktiv. Man denkt, wenn man lächelt, wie ein Idiot, dann wird alles gut. Man erwartet, dass die Dinge nicht durch eigene Bemühungen und Arbeit gut werden, sondern einfach so, von alleine.

Wo kommt diese Haltung her? Sie rührt von der Tatsache her, dass die Menschen nichts im Leben haben und doch bereits wissen, dass es nichts gibt, was sie tun können. Sie fühlen, dass alles durch ein blindes Schicksal bestimmt ist und dies bedeutet, dass alles irgendwie funktionieren sollte. Also denken sie: Man kann nicht wirklich etwas ändern, aber wenigstens kann man lächeln, wie ein Idiot.

Diese Herangehensweise bringt einen Menschen davon ab zu handeln. Verneint seine Freiheit zu Wählen und sich zu korrigieren. Und deshalb ist sie destruktiv.

Zum Kabbalalernzentrum –>

Verwandtes Material:
Blog-post: Der einzige Punkt, an dem Freiheit möglich ist, ist Ihre reaktion gegenüber dem Schöpfer