Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kraft'

Jahrtausende jenseits des Verständnisses

Frage: Was gibt uns ein gemeinsames universelles Bewusstsein?

Antwort: Das Gefühl für den Schöpfer.

Wenn man die absolut vollständige gegenseitige Durchdringung, die Kombination aller getrennten, voneinander entfernten Seelen, ihre vielfache Verflechtung ineinander und ihre Verbindung bis zu dem Punkt, dass sie alle verschieden sind begreift, dass alle einander in ihrem multidimensionalen Raum entgegengesetzt und gleichzeitig alle in denselben multidimensionalen Räumen vereint sind, all dies wird zu einem so verflochtenen, multidimensionalen Empfindungsgefäß. Auf diese Weise versteht man die primäre Urkraft, die man Schöpfer nennt.

So können wir Ihn endlich erfahren, zu Ihm gelangen! Er ist da. Er ist nicht verborgen, Er ist in unserem Inneren, wir beginnen ihn wahrzunehmen.

Frage: Wer hat diese Urkraft, den Schöpfer hervorgebracht?

Antwort: Das wissen wir nicht. Wir stellen diese Frage nicht, da wir erst zum Schöpfer gelangen müssen. Wir verstehen nicht einmal, auf welche Weise wir das tun.

Sobald wir anfangen, Ihn zu erfassen, nimmt Er uns, vereint mit Ihm mit, da wir Seinen Zustand erreicht haben, Seinen äußere Manifestation gegenüber uns und wir gehen zusammen mit Ihm. Er nimmt uns von diesem Zustand aus irgendwohin mit, – wir wissen nicht wohin. Zu einer nächsten Erkenntnis, die man als das siebte, achte, neunte, zehnte Jahrtausend bezeichnet.

Unsere maximale Vereinigung wird „6.000 Jahre“ genannt. Dann kommt – das so genannte „siebte Jahrtausend“, der „Shabbat“ , wenn wir vollständig miteinander verbunden sind und wir die Höhere Kraft offenbaren, die diesen Zustand geschaffen hat. Anschließend, nachdem wir bereits im Zustand des „siebten Jahrtausends“ miteinander verbunden sind, gehen wir gemeinsam mit dieser Kraft an einen unbekannten Ort und zum nächsten Zustand über.

Baal HaSulam schrieb bereits über das zehnte Jahrtausend, aber das ist für uns völlig unverständlich. Man kann es sich nicht vorstellen, denn eine solche Vereinigung liegt jenseits unserer Sinne oder der Analyse im Verstand.

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Aus dem Vortrag „Mein Telefon hat geklingelt. Das Gefühl des Schöpfers“.

Wie kann man die Wünsche von Milliarden von Menschen erfüllen?

Frage: Es gibt zwei Kräfte, mit denen die Natur oder der Schöpfer arbeitet: die Kraft des Empfangens und die Kraft des Gebens. Über die Kraft des Empfangens ist schon viel geschrieben worden. Was ist die Kraft des Gebens, Wie äußert sie sich?

Antwort: Die Kraft des Gebens drückt sich darin aus, dass ich, anstatt meine Wünsche zu spüren und mich selbst zu füllen, das Verlangen außerhalb von mir – in einem anderen – spüre und sie erfülle.

Frage: Ich fühle also die Wünsche von acht Milliarden Menschen und möchte ihnen, als ob sie alle meine Freunde wären, geben?

Antwort: Wie kannst du ihnen etwas geben? Was hast du denn?

Anmerkung: Zumindest eine gute, freundliche Ausstrahlung.

Antwort: Nein. Um ihre Wünsche zu erfüllen, musst du dich mit dem Schöpfer verbinden und ein Kanal für das höhere Licht werden.

Frage: Womit füllt der Schöpfer sie?

Antwort: Mit dem Licht. Du musst ihre Wünsche an dich binden, das wollen, was sie wollen, den Schöpfer bitten, ihre Wünsche in dir zu erfüllen und dann werden sie sich von dir trennen.

Das ist es, was der Kabbalist tut. Auf diese Weise erfasst er das ewige, vollkommene System, durch seine Einbeziehung in dieses System bringt er es zu weiterer Vollkommenheit.

Frage: Was wollen die Menschen? Sie haben doch tausende von Wünschen.

Antwort: Das spielt keine Rolle. Die Tatsache, dass sie in unserer Welt Milliarden von allen möglichen Dingen, Gegenständen, Zuständen begehren, spielt keine Rolle. Sie sehnen sich nach dem Licht des Schöpfers.

Frage: Sind das alles nur Gedanken, oder muss man auch physisch etwas für sie tun?

Antwort: Du musst keine physischen Handlungen unternehmen. Du solltest innerlich an ihnen arbeiten, und sie werden nicht einmal merken, wie du sie erfüllst.

Indem du an ihnen arbeitest, füllst du vor allem dich selbst, denn du empfängst es selbst und gibst es ihnen. Wenn du sie füllst, bereitest du sie auf die gleiche unabhängige Arbeit vor, die du jetzt an ihnen durchführst.

Frage: Hat ein Mensch, der zum Kanal des Lichts wird es irgendwann verdient?

Antwort: Das ist Schicksal. Es ist sein Zustand im Gesamtsystem der Seelen. Es gibt Knotenseelen, es gibt höhere, niedere, bestimmende, ergänzende, einfache Seelen und so weiter.

Es spielt keine Rolle, denn am Ende wird es keinen Unterschied zwischen uns geben – jeder wird das Gleiche in gleichem Maße begreifen. Bis wir alles korrigiert und uns gegenseitig erfüllt haben, gibt es höhere und niedrigere Seelen und viele weitere verschiedene Konfigurationen und Unterschiede.

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Aus dem Unterricht, 12.03.2017

Die Welt ist wunderschön!

Frage: Der König hatte einen treuen Freund, sie verbrachten die meiste Zeit zusammen. Und egal was passierte, der Freund sagte immer: „Das ist gut.“

Eines Tages gingen sie auf die Jagd. Dem König explodierte das Gewehr, dabei wurde sein Finger abgerissen. Der Freund sagte: „Das ist gut!“. Der König wurde wütend und sperrte ihn für viele Jahre ins Gefängnis.

Es verging einige Zeit, der König reiste weit von zu Hause weg. Seine Karawane wurde von Kannibalen angegriffen. Die Kannibalen aßen alle außer dem König auf. Sie hatten den Aberglauben, niemals Menschen mit körperlichen Mängeln zu essen.

Als der König nach Hause kam, lief er als Erstes ins Gefängnis und bat seinen Freund um Verzeihung. Der Freund rief aus: „Aber es ist gut, dass du mich ins Gefängnis gesteckt hast!“. „Warum?“ „Ich wäre sonst bei dir auf dieser Reise gewesen“. Das bedeutet, auch er wäre von den Kannibalen gegessen worden.

Frage: Kann man über alles, absolut alles, sagen, dass es gut ist?

Antwort: Absolut richtig! In unserer Welt stimmt das in allen Fällen.

Erwiderung: In unserer Welt ist das fast unmöglich zu behaupten, aber Sie sagen, dass das in allen Fällen stimmt.

Antwort: Richtig. Alles führt zum Besten.

Frage: Sagen Sie, wie kann man das lernen? Eine Frage für alle. Wie kann man das in unserer Welt lernen, in der alle das Gegenteil behaupten, nämlich dass alles zum Schlechten führt: Kriege, Leiden, der Tod von Angehörigen?

Antwort: Wenn wir alles, was vom Schöpfer kommt, akzeptieren, dann müssen wir sagen, dass alles zum Besten ist und alles auf Besserung hinarbeitet. Tatsächlich wird die Welt nicht schlechter, sondern besser.

Erwiderung: Also gibt es hier nur eine Tür, die geöffnet werden muss – das wir glauben, dass alles vom Schöpfer kommt. Wir müssen es spüren oder erkennen, dann wird alles gut.

Antwort: Ja.

Frage: Erklären Sie, wie man das erreichen kann. Kann man das durch mechanische Wiederholung, durch Übungen lernen? Wie erreicht man es, dass es niemanden außer Ihm gibt, dass alles von Ihm kommt?

Antwort: Es gibt nur eine Kraft, die alles lenkt und uns dazu bringen will, auf ihre Stufe zu steigen.

Frage: Sie wissen doch, es gibt Theorien, dass der Schöpfer die Welt verlassen hat, uns zurückgelassen hat, dass Er nicht gut ist und so weiter. Es gibt solche Versionen. Warum sollte ich zu der Interpretation kommen, dass das gut ist und alles gut ist, was von Ihm kommt?

Antwort: Die Kabbalisten sagen es. Ich akzeptiere ihre Meinung ohne Zweifel. Ich entdecke allmählich, dass es wirklich so ist.

Frage: Sie sagen, dass wir uns an diese Meinung klammern und an die Kabbalisten festhalten müssen, egal was passiert? Wird das auch als „Glaube über den Verstand“ bezeichnet?

Antwort: Ja.

Frage: Mir geht es schlecht, aber ich halte daran fest und glaube, dass alles zum Besten ist.

Sagen Sie, warum ist das alles vor uns verborgen? Warum kann man einem Menschen nicht in einem bestimmten Moment einen kleinen Hinweis geben, wie man sich öffnen und sich für einen Moment dem Schöpfer hingeben kann?.

Antwort: Nein! Das wäre völlig falsch!

Frage: Auch wenn man es nur ein bisschen öffnet?

Antwort: Es gäbe keinen Halt, denn es wäre dann alles bekannt, das Spiel wäre verloren.

Erwiderung: Es eröffnen sich also solche verrückten Freuden…

Antwort: Nicht nur Freuden – die Wahrheit offenbart sich.

Frage: Man versteht, dass das die Wahrheit ist?

Antwort: Ja. Danach gibt es keine Zweifel mehr und keinen Grund zu leben, es gibt keine Rechtfertigungen für irgendetwas. Dann erklärt sich: Gut -Böse, Verbrechen – Strafe und so weiter.

Frage: Man braucht also Zweifel und Erfahrungen? Benötigt man Höhen und Tiefen?

Antwort: Unbedingt!

Frage: Braucht man Böses, Gutes, Wahrheit, Unwahrheit, all das?

Antwort: Dazwischen lebt der Mensch in Verwirrung.

Erwiderung: Das ist schön, aber nicht einfach.

Antwort: Das ist das Leben. In der Welt gibt es nichts Schlechtes. So wie es gestaltet ist, ist es wunderschön!

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Aus der Fernsehsendung „Nachrichten mit Michael Laitman“, 04.01.2024.

Besondere Umgebung

Frage: In dem Artikel „Das Ziel der Gemeinschaft (2)“, schreibt Rabash, dass der Mensch egoistisch erschaffen wurde, da er nicht die Kraft aufbringt, eine Handlung um der anderer willen auszuführen. Es stellt sich die Frage: „Woher soll die Kraft für diese unnatürliche Arbeit kommen?“ Die Antwort lautet: aus der Umgebung.

Um welche Art von Umgebung handelt es sich, denn das Leben eines Menschen spielt sich in der Familie, am Arbeitsplatz und unter Freunden ab.

Antwort: Der Mensch muss sich eine besondere Umgebung schaffen, am besten mit zehn Freunden einschließlich sich selbst. In dieser Gemeinschaft sollten sie sich gegenseitig so behandeln, wie es von Rabash, Baal HaSulam und anderen Kabbalisten empfohlen wird. Das  Band zwischen ihnen soll zu einer Verbindung mit dem Schöpfer führen.

Das hat nichts mit Arbeitskollegen oder der Familie zu tun. Hier muss es eine Verbindung zwischen Menschen geben, die, das gemeinsame Ziel haben, mit dem Schöpfer zu verschmelzen und bereit sind, sich für andere zu opfern.

Frage: Warum kann das nicht in der Familie erreicht werden? Immerhin gibt es dort eine gewisse Verbindung auf der Grundlage wirtschaftlicher Verhältnisse und instinktiver Liebe.

Antwort: Der Punkt ist, dass es für die spirituelle Arbeit wünschenswert ist, zehn Männer oder zehn Frauen, nach dem ideologischen Grundsatz zu versammeln, die zwischen sich besondere Bedingungen für die Offenbarung des Schöpfers schaffen.

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Aus der Fernsehsendung „Praktische Kabbala“, 05.12.2023

Das Zerbrechen des einheitlichen Systems „Adam HaRishon“

Vor dem Zerbrechen existierte im Universum ein einziges System – Adam HaRishon.

Dieser Organismus befand sich in vollständiger Harmonie mit dem Schöpfer, mit einem positiven Verlangen zu geben, zu nähren und zu lieben.

Doch um etwas Gegensätzliches zu erschaffen und aus Gegensätzen unsere Welt hervorzubringen, durchlief das System ein Zerbrechen, das als die Sünde Adams bezeichnet wird.

Genauer gesagt wurden nicht die Verlangen selbst zerbrochen, sondern gerade die Verbindungen, das heißt die Absichten. So erwies sich die gesamte Natur als vollständig in kleinste Teile zerbrochen. Diese begannen sich anschließend wieder zusammenzufügen – jedoch nicht mehr gemäß dem Gesetz des gegenseitigen Gebens, der Anziehung und der Liebe, sondern im Gegenteil, auf der Grundlage gegenseitigen Nutzens. So entstand die egoistische Natur unserer Welt.

Mit anderen Worten: Das Zerbrechen der altruistischen Verbindungen zwischen allen Kräften führte zum Entstehen egoistischer Verbindungen. All dies geschah, wie die Kabbala beschreibt, noch vor dem Urknall in der Welt der Kräfte. Und danach, durch die allmähliche Vergröberung dieser Kräfte, entstanden unsere irdische Natur und wir selbst.

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Aus der Fernsehsendung „Einführung in die Weisheit der Kabbala“, 10.10.2023

Verlangen Sie das Eingreifen des Schöpfers

Frage: Ich habe aufgehört, ein Vorbild für meinen Zehner zu sein. Es war mir wichtig, die Herzen meiner Freunde zu erwecken, aber mein Egoismus hat mich sehr tief runtergezogen und nichts hilft. Wie komme ich aus diesem Zustand wieder heraus?

Antwort: Man muss für alle ein Beispiel geben, anderen vorleben, wie man aus diesem Zustand herauskommt. Es spielt keine Rolle, wie man sich fühlt, man muss sich nur öffnen und sich mit allen verbinden. Das war’s.

Der Schöpfer hat dir früher Kraft gegeben du warst Anfänger, jetzt bist du weiser, erfahrener geworden, deshalb musst du den Schöpfer bitten.

Du musst dich mit deinen Freunden verbinden, damit ihr euch gegenseitig helfen könnt und an einen Punkt gelangt, an dem ihr das Eingreifen des Schöpfers fordert.

Frage: Worum sollen wir beim gemeinsamen Gebet bitten und vom Schöpfer fordern?

Antwort: Ihr solltet nur um eines bitten: euch über euer egoistisches Herz zu erheben und um die gegenseitige Verbindung bitten. Schließlich ist jeder von euch nur ein kleines Teilchen.

Wenn ihr euch verbindet, habt ihr die Kraft, den Schöpfer zu bitten, zu fordern, zu überzeugen, euch spirituell zu erheben, damit ihr nicht zerbrochen, getrennt und wertlos bleibt.

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Aus der Lektion zur Vorbereitung auf die Öffnung des Herzens im Kongress, 29.9.2023

Fragen zur spirituellen Arbeit – 13

Frage: In Shamati 115 schreibt Baal HaSulam: „Da er mit der Gesellschaft mitfühlt und mit ihr leidet, kann er sich an den Wohltaten der Gesellschaft erfreuen. Wie können wir richtig damit arbeiten, um sich an den Wohltaten der Gesellschaft zu erfreuen?

Antwort: Wenn ein Mensch versucht, seine ganze Kraft darin zu investieren, mit den Freunden als eine Einheit zusammen zu sein, dann empfindet er alles, was ihm widerfährt, als einen richtigen Fortschritt.

Frage: Können wir die spirituellen Leiden der Welt fühlen und versuchen, sie zu füllen?

Antwort: Nein: Wir fühlen entweder nur unser eigenes spirituelles Leiden oder das Leiden der Menschen, mit denen wir verbunden sind oder das Leiden des Schöpfers- dies wird als das Leiden der Shechina bezeichnet.

Frage: Kann ein Mensch den tierischen Selbsterhaltungs- und Fortpflanzungstrieb unterdrücken, um dem Schöpfer und den Freunden zu dienen?

Antwort: Er ist dazu nicht verpflichtet, keineswegs.

Frage: Was bedeutet es, einen Freund auf die Stufe des Schöpfers zu erheben?

Antwort: Ihn für dich genauso wichtig zu machen wie den Schöpfer.

Frage: Welcher Egoismus ist schlimmer und zerstörerischer: der tierische oder der spirituelle?

Antwort: Der Spirituelle. Er ist der härteste, schwierigste und schädlichste Egoismus.

Frage: Ist es möglich, sich mit den Gefühlen eines Freundes zu identifizieren und mit seinen inneren Gefühlen zu verschmelzen?

Antwort: Ja. Du wirst seine Gefühle spüren und dein Freund wird deine spüren.

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Aus dem Unterricht „Die Gefühle des Nächsten wahrnehmen“,

Hinter dem Schleier der Verhüllung

Frage: Viele Dinge sind vor uns verborgen, z.B. das Potenzial des Menschen, unsere Zukunft, die göttliche Lenkung oder Lenkung der Natur usw. Was ist das Wichtigste dieser Verhüllung?

Antwort: Vor uns verborgen ist die allgemeine Kraft der Natur, die man Schöpfer nennt. Sie umfasst alles und zieht alle, die in der Natur sind – die unbelebten, pflanzlichen, tierischen und menschlichen Teile davon, zu einem bestimmten Ziel.

Wir würden gerne wissen, wo unser Teil liegt, was unsere Bestimmung ist, aber das können wir leider noch nicht enthüllen.

Wir enthüllen ein wenig von hier, ein wenig von dort, aber im Prinzip, je mehr wir es tun, desto eher erkennen wir das etwas sehr Großes, Gemeinsames, Ganzes vor uns verborgen ist und wir uns nicht darin befinden.

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Aus der Fernsehsendung „Vorwort zum Buch Sohar“, 21.05.2023

Die Seele ist stärker als der Körper

Das Buch Sohar sagt: „Ein Mensch braucht einen schwachen Körper und eine starke Seele um Schwierigkeiten zu überwinden, dann wird er vom Schöpfer geliebt“.

Das Verlangen zu empfangen wird Körper genannt und die spirituelle Kraft wird Seele genannt. Je stärker die Seele ist, umso mehr Möglichkeiten hat ein Mensch, sich richtig zu entwickeln.

Wie kann man die Seele stärker als den Körper machen? Wenn wir uns um unsere Verbindung bemühen, wird diese immer stärker. So steigen wir, bis wir anfangen den Schöpfer, die wahre Realität, die höheren Welten und die spirituellen Stufen zu fühlen, höher und höher. All dies hängt von dem Grad unserer gegenseitigen Verbindung ab.

Durch eine immer stärker werdende Verbindung steigen wir zur Offenbarung, zu immer höheren Stufen der Empfindung auf.

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Aus dem Unterricht nach dem Buch Sohar „Liebe“, 04.01.2023

Münze für Münze wird zu einer großen Summe

Kommentar: Wenn man sich über die Behauptungen des Egoismus erhebt, die einen überzeugen wollen, dass diese Arbeit sinnlos ist und der spirituelle Weg nicht für jeden ist – dann geht man über den Verstand hinaus. So wird „Münze für Münze zu einer großen Summe gesammelt“, das heißt alle Überwindungen werden bis zu einem notwendigen Maß angesammelt, um ein Gefäß für den Empfang des höheren Lichts zu werden.

In dieser Form schreitet man voran. Hier ist der Grad der Verbindung zwischen den Menschen sehr wichtig. Im Zustand der Schwäche findet man keine Kraft, kein Verlangen, kein Erwachen das einen auch nur ein wenig aufrichten und erwecken könnte. Zusätzliche Kraft kann nur aus der Verbindung mit den Freunden entstehen.

Man muss sich darüber im Klaren sein, dass die Kraft für das Vorankommen aus der Gruppe kommen muss – es gibt keine andere Möglichkeit. Es gibt nur zwei Wege: entweder aus dem Egoismus oder aus der Verbindung mit der Gruppe. Das sind die einzigen Werkzeuge, die uns in unserem System zur Verfügung stehen. Wenn wir dem Ende der Korrektur entgegen streben wollen, müssen wir uns, so weit wie möglich, mit dem Zehner verbinden und von dort aus Kraft für das Erwachen und die Verbindung schöpfen.

Dann immer mehr und mehr, alles von dort aus extrahieren. Selbst wenn es aussieht als gäbe es keine Ressourcen mehr, muss man noch die letzte Kraft aus sich herausholen, als würde man die Reste vom Boden des Topfes kratzen. So sollte man aus der Gruppe die Kraft zur Verbindung gewinnen. Das ist es, was echte Arbeit, die uns voranbringt, ausmacht.

Aus dem Unterricht, 08.08.2022

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