Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'korrigieren'

Wofür wir bürgen

Die Umsetzung der Bedingung „Glaube über dem Wissen“ muss in jedem von uns mithilfe einer Methode namens „gegenseitige Bürgschaft“ erfolgen.

Wir können uns nicht selbst erheben und korrigieren, aber wenn wir in einer Gruppe sind, kann jeder für den anderen bürgen.

Wir versprechen, dass wir unsere Freunde inspirieren, mit gutem Beispiel vorangehen und uns gegenseitig unterstützen werden, sodass jeder versteht, wie sehr er für andere verantwortlich ist, und sich dadurch auch selbst hilft.

Unsere Aufgabe ist zwar, uns selbst zu korrigieren, aber eigentlich führt das dazu, dass wir die ganze Welt korrigieren, und es gibt keinen Unterschied zwischen mir und der Welt, ich muss mich um alle kümmern.

Deshalb ist die gegenseitige Bürgschaft das Gesetz der Verbindung zwischen allen einzelnen Seelen zu einer einzigen Seele „Adam”.

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Aus Lektion Nr. 6 des Internationalen Kongresses „Wir erheben uns über uns selbst“

 

Zeichne in dir ein Bild des Schöpfers

Frage: Wenn wir den Schöpfer nicht spüren, wie können wir dann Seine Eigenschaften erlangen und Ihm ähnlich werden?

Antwort: Der Mensch empfindet nichts außerhalb seiner selbst, außerhalb seines eigenen Körpers – sei es nun der Schöpfer, ein Freund oder die Gruppe. Deshalb müssen wir zunächst an unserer Fähigkeit arbeiten, dem Nächsten zu geben, um ihn zu lieben wie uns selbst. Wenn man es schafft dem Nächsten zu geben wird man auch in der Lage sein, dem Schöpfer zu geben.

Wenn man jedoch bereit ist, nur für den Schöpfer zu arbeiten, nicht aber für seinen Nächsten, ist das ein Zeichen dafür, dass man nicht wirklich bereit ist, für den Schöpfer zu arbeiten. Denn man führt noch keine selbstständige Berechnung „außerhalb seines eigenen Interesses“ durch – man bleibt in sich selbst und möchte das Ergebnis seiner Arbeit, die Belohnung, empfangen.

Das heißt: Die gesamte Arbeit bezieht sich nur auf die Gruppe, in der wir den Ort für die Offenbarung des Schöpfers schaffen.

Wir empfangen kein Licht von außen – wir füllen uns mit unserer eigenen Hingabe! Der Mensch „erzeugt“ diese Eigenschaft in sich, mithilfe der Kraft, die zu ihm kommt und ihm die Möglichkeit verleiht, im Geben zu sein. Gerade in dieser Hingabe empfindet man die Kraft des Schöpfers, die sich in einem kleidet. Das bildet die wahre Erfüllung.

Niemals werden wir etwas „außerhalb von uns“ enthüllen – selbst wenn gesagt wird, dass wir „aus uns heraustreten“ und uns mit anderen verbinden. All das findet in unserer Wahrnehmung statt: es erscheint uns lediglich so, als würden wir uns über uns selbst erheben.

Es heißt, dass Malchut der Welt Azilut „das Bild des Schöpfers“ genannt wird.

Es heißt ebenfalls, dass wir dem Schöpfer Freude bereiten sollen – durch alle Zustände, die wir von Ihm erhalten. Doch was bedeutet es, Zustände von Ihm zu empfangen, wenn sie doch von dem in uns erwachten Verlangen abhängen. Sind sie größer oder kleiner, je nachdem, wie wir unser egoistisches Verlangen überwinden und korrigieren? Wie hängt dies mit dem Schöpfer zusammen, der sich niemals verändert?

Was kann der Mensch Ihm überhaupt geben? Es gibt niemanden, dem wir etwas geben könnten, niemanden, der unsere Arbeit empfängt.

Letztlich enthüllen wir, dass wir einzig unsere Eigenschaften korrigieren und niemals aus ihnen heraustreten. Die Eigenschaft des Gebens ist eine reine, makellose Eigenschaft – man kann nicht „für ihren Vorteil“ arbeiten. Man kann sie nur als besondere, erhabene Eigenschaft wertschätzen, entsprechend der eigenen ehrfürchtigen Haltung gegenüber dem Licht und dem Nächsten, die uns das Gefühl der Größe von Hingabe und Liebe vermitteln.

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Aus einem Unterricht zum Artikel aus dem Buch “Shamati“




Freue dich über doppelte Arbeit

Es gibt eine Bedingung: „Wenn du Mich für einen Tag verlässt, werde ich dich für zwei Tage verlassen.“ Ähnlich heißt es, dass der Höchste, indem er eine Maßnahme offenbart, doppelt so viel verbirgt – denn dies sind die notwendigen Bedingungen für die Schaffung eines spirituellen Gefäßes.

Dem Menschen wird absichtlich die Möglichkeit gegeben, einen Fehler zu begehen, was als „den Schöpfer für einen Tag verlassen“ bezeichnet wird. Dann ist er gezwungen, zwei Tage lang zu arbeiten und dies zu korrigieren. Das heißt, er steigt von der Stufe ab, auf der er sich befand, fällt und begeht eine Sünde. Aber er fällt bereits auf die schlimmere Stufe – nicht auf die egoistische Stufe, die derjenigen entgegengesetzt ist, auf der er sich befand, sondern noch eine Stufe tiefer – nicht auf die erste Minusstufe (-1), sondern auf die zweite Minusstufe (-2). Dann muss er auf die +2. Stufe steigen.

Wenn er endlich die +2. Stufe erreicht, fällt er auf die Minus-3. Stufe und muss sich auf die +3. Stufe erheben. So verläuft unser spiritueller Fortschritt, deshalb sind solche Handlungen nur zu unserem Vorteil, wenn wir fallen und dann doppelt so hart arbeiten müssen. Das Wichtigste ist, die Kraft nicht zu verlieren, die es uns ermöglicht, durchzuhalten – denn man sieht, dass man keine Belohnung erhält. Deshalb müssen wir jedes Mal versuchen, eine immer höhere Belohnung für uns zu finden, die immer weiter vom materiellen Leben entfernt ist. Man muss lernen, seine Belohnung im Verhältnis zum allgemeinen Nutzen zu messen: inwieweit unsere Arbeit nicht uns selbst, sondern der Gesellschaft zugutekommt. Der Mensch sollte sich bemühen, dass das Licht, das zur Quelle zurückführt, ihn zu einer inneren Haltung führt, durch die er immer mehr „Treibstoff“ für seine Arbeit erhält – eine Arbeit, deren Früchte nicht er selbst, sondern die anderen empfangen. Daran misst sich unser Fortschritt.

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Aus dem Unterricht über einen Artikel aus dem Buch „Shamati“,

 

Lebenskraft anziehen

Kommentar: Vor dem Sündenfall am Baum der Erkenntnis war der Unterhalt des Menschen nicht vom Brot abhängig, das heißt, er musste kein Licht und keinen Unterhalt anziehen – das Licht leuchtete ihm auch so. (Baal HaSulam, Shamati 36. Was sind die drei Körper im Menschen?)

Frage: Was bedeutet „Lebenskraft anzuziehen”?

Antwort: Solange man nicht mit dem Baum der Erkenntnis von Gut und Böse arbeitet, besteht keine Möglichkeit, in Verbindung mit Gut und Böse zu sein, um sie voneinander zu unterscheiden, voneinander zu trennen und sich selbst zwischen ihnen einzuordnen.

Frage: Können wir diese Lebenskraft im Zehner erkennen?

Antwort: Nein. Im Zehner müssen wir so handeln, dass wir mit dem inneren Körper arbeiten, d. h. mit dem, was die Heiligkeit betrifft (Guf de Kedusha), und das von der Klipa Noga trennen, was wir trennen können und es dem inneren heiligen Körper anhaften. Was wir im Moment noch nicht korrigieren können, lassen wir unberührt.

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Aus dem Unterricht zum Artikel aus dem Buch „Shamati“

 

Das Gespräch des Schöpfers mit dem geliebten Geschöpf

Wenn ich beginne, meine Beziehung zur ganzen Welt zu korrigieren – zu allen anderen Seelen, zu meinen Freunden in der Gruppe und beim Studium –, entdecke ich plötzlich, dass es nur mich und den Schöpfer gibt – und sonst niemanden …

Das bedeutet: Alle Freunde, die ganze Welt, die unbelebte, pflanzliche und tierische Natur, die Menschen, die Seelen – all das sind im Grunde Erscheinungsformen des Schöpfers mir gegenüber. Denn der Schöpfer kann sich mir nicht als Licht ohne Gefäß (Kli) offenbaren – ich hätte nichts, womit ich Ihn wahrnehmen könnte.

Deshalb teilt der Schöpfer die Schöpfung in zwei Teile: das Geschöpf selbst, seine Seele – und alle übrigen Wünsche außerhalb dieses Geschöpfes, die dem Schöpfer zugeordnet sind.

Der hebräische Begriff für Schöpfer, Bore, setzt sich zusammen aus den Worten Bo – Re, also: „Komm und sieh“. Wenn sich das Geschöpf mit diesem scheinbar äußeren Kli verbindet, drückt es dadurch seine Beziehung zum Schöpfer aus – und in diesem Gefäß offenbart sich das Licht. All dies gibt dem Geschöpf die Möglichkeit, die Höhere Kraft zu enthüllen.

Dann beginnt das Geschöpf, die „Sprache“ des Schöpfers zu verstehen – das Gespräch, das der Schöpfer mit ihm führt. Manchmal scheint es ihm, als sei dieses „äußere“ Kli höher, über ihm, manchmal niedriger, unter ihm. Manchmal erscheint ihm die Welt wie ein leerer Raum, in dem es absolut nichts gibt. Aber wenn das Geschöpf versteht, dass der Schöpfer für es absichtlich diesen leeren Raum freigemacht hat, damit es ihn selbst mit seinem Verlangen zu geben füllen kann – dann hat es ein Arbeitsfeld erhalten.

In dieser Leere fehlt das Licht des Glaubens, das Licht des Gebens – Chassadim. Und wenn das Geschöpf bereits in der Lage ist, diesen leeren Raum mit dem Licht von Chassadim zu füllen, dann verbindet es sich dadurch mit dem Schöpfer und kann darin auch das Licht von Chochma (Weisheit) offenbaren.

Und es gibt auch umgekehrte Zustände, in denen der Schöpfer das Geschöpf spüren lässt, dass es erfüllt ist. Zuerst fühlt es sich an, als würde man vor einem gewaltigen Licht stehen, das sich aber noch außerhalb von einem befindet – dieses Empfinden wird uns in den ersten neun Sefirot (den TET Rishonot) gegeben.

Der Mensch muss auf diesen Genuss ein Zimzum (eine Einschränkung) machen, seine innere Grenze – bis zu welcher er das Licht aufnehmen kann – auf die Höhe von Nikwej Ejnaim (Öffnungen der Augen) anheben und in den drei Linien arbeiten, um mit dem Massach (Schirm) dieses Licht zu messen, das vor ihm steht – um zu klären, inwieweit man es um des Gebens willen annehmen kann.

So schreiten wir voran, durchlaufen verschiedene Zustände – oft auch unbewusst. Aber sie offenbaren sich nur unter der Bedingung, dass wir nicht vergessen: Es gibt nur ein Licht und ein Gefäß – das für uns in viele Teile aufgeteilt wurde, die wir nach und nach mit der Absicht zu geben an uns anschließen müssen.

Auf diesem Weg stehen uns zwei Hauptetappen bevor:

  1. Die Stufe von Bina (Chafez Chessed, das Verlangen nach Barmherzigkeit), auf der der Mensch noch nicht wirklich in Verbindung mit anderen treten kann. Er lernt lediglich, seinem Egoismus zu widerstehen, sich über seine Wünsche, über all seine enthüllte böse Neigung zu erheben, und erlangt so die Gefäße von GE (Galgalta we Ejnaim – Kopf und Augen).

  2. Danach beginnt er mit der ”Verbindung der Eigenschaften der Barmherzigkeit und des Gerichts“  zu arbeiten– das heißt, er beginnt auch seine empfangenden Wünsche, die in ihn eingeschlossen sind, zum Geben zu nutzen.

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Aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash

„620“ Brücken von mir zu dir

Die ganze Wahlfreiheit, die jeder von uns besitzt – als ein Teil des multidimensionalen „Legos“ der Schöpfung – besteht darin, seine vollständige Verbindung mit allen anderen zu offenbaren, und zwar so weit, wie er es nur ertragen kann.

Er verbindet sich mit allen anderen sowohl durch seinen oberen Teil (GE) als auch durch seinen unteren Teil (ACHaP), und ihm selbst bleibt nur der Punkt, an dem er sich entscheidet, sein Geben an diejenigen zu verwirklichen, die über ihm und unter ihm stehen.

Dieses Bewusstwerden des eigenen Zustands müssen wir schrittweise durchlaufen – entsprechend der Stufen des in uns erwachenden Verlangens, in seiner ganzen Tiefe (Awiut) und in all seinen Formen. Jedes Mal wird uns die Möglichkeit einer neuen, vielschichtigeren Verbindung mit Höheren und Niedrigeren offenbart.

Der leere Raum, der sich uns jedes Mal in der Verbindung mit dem Höheren oder dem Niederen eröffnet, ist das Verlangen, das wir korrigieren müssen. Dieses Verlangen besteht immer aus „620“ Teilen – und deshalb wird seine Korrektur als „Erfüllung der 620 Gebote“ durch das Licht, das zur Quelle zurückführt, bezeichnet – dieses Licht wird „Tora“ genannt.

Deshalb heißt es, dass der Mensch jeden Tag die „620 Gebote“ erfüllen muss – durch das Studium der „Tora“. Das bedeutet, er lernt, wie er diese „620“ Verlangen im Sinne des Gebens nutzen kann, um sich vollkommen mit allen über ihm und unter ihm befindlichen Teilen der Schöpfung zu verbinden.

So erkennen wir unseren Zustand, in dem wir uns von Anfang an befinden, den wir jedoch erst allmählich für uns selbst aufdecken. Und die Kraft dazu erhalten wir von der Umgebung – das heißt, von eben jenen „Lego-Teilen“, mit denen wir verbunden sind: von den höheren Teilen unserer Seele, deren ACHaP sich mit unserem GE verbinden, oder von den niederen, mit deren GE wir uns durch unseren ACHaP verbinden.

Der Schöpfer gibt uns immer die Möglichkeit, Kraft für den Fortschritt in dieser „multidimensionalen“ Verbindung zu finden. Es gibt immer einen leeren Bereich, in dem sich die „Tora“, das Licht, und die „620“ Verlangen offenbaren, die wir korrigieren und über die wir uns miteinander verbinden können. So ist dieses ganze System aufgebaut.

Aus dem Unterricht über einen Artikel von Rabash, 15.03.2011

Das 50. Tor von Bina

Viele verborgene Schätze liegen in diesem Palast, einer auf dem anderen. In diesem Palast gibt es Tore, die extra zum Verhüllen gemacht wurden, um die Lichter am Eintritt zu hindern. Fünfzig sind es.„(Einführung in Das Buch Sohar, Kapitel „ Schloss und Schlüssel“)

Kommentar: Wenn man das Buch Sohar studiert, muss man glauben, dass dieses Buch der Vermittler zwischen uns, den Niederen und dem Schöpfer, dem Höheren, ist und dass diese Verbindung durch die Gruppe von Rabbi Shimon stattfindet.

Die Tore sind die Bedingungen, die wir erfüllen müssen. Um das Tor zu durchschreiten, müssen wir uns ihm nähern und uns auf bestimmte Eigenschaften einstellen. Dann öffnet sich ein Teil des Tores, ein Teil hebt sich auf und einen Teil müssen wir korrigieren, indem wir uns in das Tor einfügen.

Mit jedem Tor, das wir öffnen, werden wir zunehmend bereit sein, zu geben, dem Schöpfer näher zu kommen und das ganze System, das die Schöpfung mit dem Schöpfer verbindet, besser zu verstehen. Mit jedem Tor, das wir passieren, gelangen wir weiter in den Palast des Schöpfers.

Jenseits des letzten, fünfzigsten Tores wird absolut alles offenbart – die Gesamtheit von Malchut, vollständig mit der höheren Kraft verschmolzen.

Aus einer Lektion über das Buch Sohar.

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Wenn der Schöpfer die Seele nicht baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst

Es steht geschrieben: “ Wenn der HERR das Haus nicht baut, dann haben diejenigen, die es bauen, vergeblich gearbeitet.“ (Psalm 127.1-2).

Um in den Zustand der Seele, Adam HaRishon, einem Kli und einem Licht zurückzukehren, in welchem alle miteinander verschmolzen sind und sich gegenseitig unterstützen, sollte man nicht erwarten, dass ein Mensch seine Seele, seinen Tempel, sein Haus der Heiligkeit bauen kann, in welchem er die Verbindung zu allen Geschöpfen, zu allen Seelen und mit dem Schöpfer, der sie erfüllt, offenbart.

Wenn der Schöpfer diese Struktur nicht aufbaut, sie nicht ordnet, füllt und stützt, gibt es keine Hoffnung für den Menschen, auch nur ein wenig voranzukommen.

Ich bin nicht in der Lage, alleine, aus meinem unkorrigierten Verlangen ein spirituelles Kli zu bauen und doch sage ich: „Wenn ich mir nicht selbst helfe, dann wird mir niemand helfen.“ Nur wenn ich mich anstrenge und schließlich verzweifle, kann ich den Schöpfer bitten, mir ein Haus der Heiligkeit zu bauen und sagen: “ Wenn der Schöpfer das Haus nicht baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst.“

Einen Tempel zu bauen bedeutet, alle Eigenschaften des Menschen nach dem Vorbild des Schöpfers zu korrigieren. Dann wird der Schöpfer dieses Haus, das Herz des Menschen, nach der Ähnlichkeit seiner Eigenschaften füllen.

Wenn wir uns wirklich anstrengen, sehen wir, dass wir nicht in der Lage sind, uns um des Gebens willen zu verbinden. Wir sind nicht in der Lage, einen Tempel zu bauen, d.h. eine geeignete Verbindung herzustellen, in der sich der Schöpfer offenbaren kann. Dann rufen wir: “ Wenn der Schöpfer das Haus nicht baut, dann ist alle Mühe der Bauleute umsonst „! Dann bekommen wir Hilfe von oben.

Der Schöpfer tut dies. Er hilft keinem Einzelnen, sondern nur allen zusammen, indem er aus uns allen die Verbindung baut, die das Haus der Heiligkeit genannt wird, die Struktur der Seele, in dem sich, je nach Stärke unserer Verbindung, der Schöpfer, das innere Licht, offenbart.

Aus einem Unterricht, 30.08.2022

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Das Fest Sukkot – Beginn der Seelenbildung

Der Feiertag Sukkot symbolisiert den Beginn der Bildung der Seele. Die Seele beginnt mit der Eigenschaft des Schöpfers, der Eigenschaft von Abraham, die Chessed bzw. Geben genannt wird- ein offenes Herz in dem alles auf die Liebe zu den Geschöpfen und auf ihr Wohl ausgerichtet ist.

Es ist sicherlich unmöglich, den Zweck der Schöpfung in dieser Form zu erreichen, denn die Eigenschaft Abrahams enthält noch nicht die Eigenschaft der Schöpfung, den Wunsch zu empfangen, der in diesem ganzen Prozess vorhanden sein muss.

Wir müssen uns korrigieren, denn es ist der Schöpfungsgedanke, den Menschen auf die Stufe des Schöpfers zu bringen, um mit Ihm zu verschmelzen und Ihm ähnlich zu werden. Die Eigenschaft von Abraham reicht dafür nicht aus; wir müssen sie mit der Materie der Schöpfung verbinden, mit dem Willen zu empfangen.

Die Eigenschaft von Abraham, Chessed, füllt den gesamten, vom Schöpfer erschaffenen Raum aus. Dort möchte der Schöpfer alle erschaffenen Wesen in Liebe miteinander verbunden und mit Ihm vereint sehen. Bis jetzt gibt es dort kein Geschöpf. Die Schöpfung erscheint erst nach der Geburt von Isaak, dem Willen zu empfangen, der sich der Eigenschaft des Gebens von Abraham anschließt.

Abraham und Isaak sind einander entgegengesetzt. Das was aus ihrer Verbindung entsteht reicht nicht aus, um das Ziel der Schöpfung und die vollständige Anhaftung an den Schöpfer zu erreichen, aber es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Es ist vor allem durch das Opfer von Isaak die wichtigste Handlung, mit der Eigenschaft, dem Willen zu empfangen, dem der zweite Tag von Sukkot gewidmet ist.

Die Vorväter: Abraham, Isaak, Jakob, Moses, Aaron, Josef und David sind keine Menschen, sondern die grundlegenden spirituellen Eigenschaften, die es in dem vom Schöpfer geschaffenen System gibt. Es sind die Eigenschaften, aufgrund derer wir unsere Seelen korrigieren können.

Jeder Mensch muss alle diese Veränderungen in seinem Innern durchlaufen. Zuerst muss er sich vor der Eigenschaft von Chessed vollständig annullieren. Dann muss er seine kritische Haltung erwecken und zulassen, dass der Wille zu empfangen zum Vorschein kommt. Dann beginnt er, die Eigenschaft von Abraham, Chessed, mit der Eigenschaft von Isaak, Gwura, durch den Glauben über den Verstand zu verbinden.

Das bedeutet, dass wir unseren Willen zu empfangen nur dafür benutzen, um die Macht des Willens zu geben, darüber zu stellen. Nur in dieser Form erlauben wir uns, mit unserem Egoismus zu arbeiten. Wenn wir ihn auf diese Weise korrigieren, entsteht daraus die mittlere Linie- Jakob.

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Wie erreicht man, dass die linke Linie im Zehner der rechten Linie folgt? Alle verneigen sich und erlauben dem anderen, höher zu stehen. Wir wetteifern darum, wer sich am stärksten annullieren kann. Derjenige, der niedriger als alle anderen ist, wird am meisten gewinnen und steigt höher als die anderen auf. Das ist ein Wettstreit, bei dem es darum geht, den Willen zu empfangen mit dem Willen zu geben einzutauschen.

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Aus dem Unterricht zu „Sukkot“ 

Im Plan des Schöpfers gibt es keine Kriege

Können wir den schrecklichen Schlag in Form eines Krieges, den der böse Egoismus der Welt, der gesamten Natur zufügt, abmildern? Zuallererst müssen wir uns an die einfache Wahrheit erinnern, dass wir über den Willen zu empfangen sprechen, der aus vier Stufen besteht.

Was der Wille zu empfangen in seinen vier Stufen – unbelebt, pflanzlich, belebt und menschlich – empfindet, erscheint uns als in der Welt existierend. Schließlich ist unsere gesamte Welt der Wille zu empfangen.

Wir müssen alles tun, um das egoistische Verlangen aufzuspüren und zu korrigieren. Es gibt in dieser Welt nichts außer dem Egoismus. Er muss beruhigt, ausbalanciert und zu einem Bewusstsein gebracht werden. Woher kommt er, warum kommt er und was ist sein Zweck?

Wir müssen erkennen, dass der Zustand der Welt vom Maß der Verbindung zwischen uns abhängt. Wenn wir uns mehr verbinden, ist das gut für die Welt und wenn wir uns nicht verbinden, ist das schlecht für die Welt. Auf dieser Grundlage werden wir als böse oder rechtschaffen eingestuft. Wir geben dem Schöpfer Zufriedenheit oder, Gott bewahre, wir geben Ihm Kummer.

Der Schöpfer will keinen Krieg, er ist gut und Gutes tuend, deshalb gibt es in seinen Plänen keine Kriege. Vielmehr möchte Er uns dazu bringen, das Böse zu erkennen und das Gute zu tun, damit wir Ihm ähnlich werden.

Es gibt nichts Negatives, was vom Schöpfer kommt, überhaupt keine schlechte Einstellung. Wenn wir mit den Korrekturen nicht einverstanden sind und dadurch Ärger bekommen, dann ist das unsere Schuld. Wir sollten nicht den Schöpfer dafür verantwortlich machen; es ist unsere Schuld, dass wir nicht korrigieren, was wir von Ihm erhalten.

Wir erhalten alles vom Schöpfer durch das System so, dass wir es annehmen, verstehen, darauf reagieren und korrigieren können. Wir können es, aber wir wollen es nicht! Aus diesem Grund erhalten wir einen Abstieg, der uns wie eine Strafe erscheint.

Dies ist tatsächlich eine Korrektur, die uns auf eine tiefere Stufe zurückbringt. Wenn ich in der vierten Klasse bin und nicht in der Lage bin, das zu tun, was ein Viertklässler tun sollte, dann werde ich in die dritte Klasse zurückversetzt. Wenn ich die Arbeit in der dritten Klasse erledige, steige ich wieder in die vierte Klasse auf und dann in die fünfte, sechste und so weiter. Das heißt, alles geschieht nach einem System.

Aus dem Unterricht, 16.5.22, Baal HaSulam, „Vorwort zum Buch Zohar“.

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