Kabbala und der Sinn des Lebens - Michael Laitmans persönlicher Blog

Beiträge in der Kategorie 'Kontakt'

Methode zur spirituellen Erziehung

Eine Frage, die ich erhielt: Wie zieht der Höhere den Niedrigeren die spirituelle Leiter hoch?

Meine Antwort: Der Höhere geht zu seinem Zustand des Kleinseins (Katnut) über und steigt zum Niedrigeren herunter, so zeigt er sich ihm klein.

Genauso wie wir, wenn wir mit Kindern spielen, mit ihnen auf gleicher Höhe sein müssen – wir müssen sie das Spiel gewinnen und erfolgreich sein lassen.

Wir nehmen mit ihnen Kontakt auf, wie ein Erzieher, der sich unter Kindern befindet und sich so verhält, als ob er einer von ihnen wäre, und dann fängt er allmählich an, sich zu verändern, damit sie in ihm ein Beispiel eines korrigierten Kindes – ein Muster des erwünschten Verhaltens – sehen können.

Aber er muss ihnen unbedingt ein Beispiel eines Kindes und nicht eines Erwachsenen geben, denn von einem Erwachsenen werden sie nicht lernen.

Sie lernen nur von Kindern, die wie sie selbst sind , denn bekanntlich übt die Umgebung nur dann einen Einfluss aus, wenn die Menschen gleich sind.

Freunde müssen untereinander gleich sein, dann können sie einander als Beispiel dienen. Wenn ich spüre, dass ein Freund größer ist, als ich, dann ist er kein Freund mehr für mich. Ich lerne nur von denen, die so sind wie ich.

Das Gleiche geschieht in der Spiritualität: der Höhere steigt zu dem Niedrigeren herunter und wird ihm in allem gleich, deshalb verbindet er sich mit ihm.

Der Niedrigere annulliert sich nicht vor dem Höheren, denn sie sind quasi gleich, deswegen verbinden sie sich auf gleicher Ebene. Danach kann der Höhere selbst aufsteigen und den Niedrigeren mit sich hochziehen.

Um mit dem Höheren aufsteigen zu können, muss der Niedrigere seine empfangenden Verlangen (ACHaP) annullieren, aber mit den gebenden Verlangen (Galgalta we Ejnaim) mit ihm auf der gleichen Ebene in Verbindung bleiben.

Wenn der Höhere zu mir heruntersteigt, empfinde ich ihn nicht mehr als den Höheren, er wird genauso wie ich.

Wenn ein Zweimeter-Mann mit einem Kind spielt und sich mit ihm zusammen freut oder ärgert, sich wie ein Kind verhält, dann empfindet das Kind ihn nicht als einen Erwachsenen. Es denkt, dass er genauso ist, wie es selbst. Sonst kann zwischen ihnen kein Kontakt entstehen!

Die Wahrheit ist, dass ich mich mit keinem verbinden kann, wenn er sich nicht auf der gleichen Stufe, auf der gleichen Ebene, in genau den gleichen Eigenschaften wie ich befindet – nicht mehr und nicht weniger. Dann entsteht zwischen uns eine Verbindung, sonst nicht!

Das ist wie bei Hochfrequenzwellen, bei denen im Unterschied zu Langwellen selbst bei einer kleinen Überschreitung der Frequenzgrenze die Verbindung unterbricht.

So müssen wir auch für die spirituelle Verbindung eine absolut genaue Übereinstimmung erreichen – nicht mehr und nicht weniger, auf gleicher Ebene. Sonst kann kein Kontakt entstehen und der eine nicht in den anderen eindringen.

Eine weibliche Unterstützung für das schwache Geschlecht

Eine Mitteilung (www.eurekalert.org) der Zeitschrift Psychological Science : Die Wissenschafter der Kolumbianischen Universität haben bewiesen, dass die Berührung einer Frau einen Mann zwingen kann, für sie zu riskieren, was sich mit dem entstandenen Gefühl der Geborgenheit erklärt, wie bei einem Kind, das die Mutter berührt und die Geborgenheit weitergibt.

Die Gruppe der Freiwilligen nahm an den Sportspielen teil. Vor dem Spielanfang trafen sich die Testpersonen mit einem Mann oder einer Frau, die sie entweder mit dem Händedruck berührten, oder ohne jeglichen physischen Kontakt begrüßten.

Die Wissenschafter haben festgestellt, dass die Berührung einer Frau die Spieler beider Geschlechter zwang, während des Spiels mehr zu riskieren, in der Hoffnung, später mehr Belohnung zu bekommen.

Wenn die Frau die Schulter berührte, dann verstärkte sich der Effekt und beim Händedruck war er schwächer. Das Verhalten des Mannes wurde aber durch den physischen Kontakt keineswegs verändert.

Weil dieser Effekt mit dem Gefühl der Geborgenheit verbunden ist, das bei den Kindern infolge der mütterlichen Berührung entsteht, zwingt gerade diese Empfindung die Kinder, nach Abenteuern zu suchen.

Meine Antwort: Die Kabbala teilt die spirituelle Arbeit der Geschlechter in zwei Teile: wobei der weibliche Teil hilft, begeistert, richtet an, gibt ihren Wunsch (Malchut) weiter, und der männliche Teil (Bildschirm und Or Choser), welcher vom weiblichen Teil an das Ziel (an die Beute) gerichtet wird, auf „die Jagd“ geht und ist bereit zu riskieren, sowie über die Natur zu herrschen. Ohne weibliche Teilnahme wird es den Männern und den Frauen nicht gelingen, das angestrebte Ziels zu erreichen.

„Die Wissenschafter haben festgestellt, dass die Berührung einer Frau die Spieler beider Geschlechter zwang, während des Spiels mehr zu riskieren, in der Hoffnung, später mehr Belohnung zu bekommen“.

Die Frauen sind auch dazu fähig, sich gegenseitig zu begeistern, und in ihrer Umgebung die großen Wünsche aufzuziehen – darin besteht eben das Ziel der Aufbau weiblicher kabbalistischen Organisation, und nicht im individuellen Einfluss einer Frau auf „ihren“ Mann.

Die richtige Wechselwirkung der beiden Geschlechter kann uns die bessere Zukunft gewährleisten.

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Der Kontaktpunkt mit dem Licht

Der Sohar, Abschnitt „Miketz“, Punkt 101: „Und all ihre Wege sind Frieden.“ Ihre Wege sind die Spuren, die von Oben hervortreten, aus Aba we Ima (AWI), dem Türschloss, welches in Aba we Ima dient, von dem die Schrift sagt, „Und Euer Weg in den großen Wassern.“ Sie werden so genannt, weil sie nicht jedem, sondern nur einigen wenigen offen stehen. Und alle werden nur durch das Bündnis zusammen gehalten, gemeint ist Jessod, welches „Frieden“ genannt wird – Frieden zu Hause. Und es bringt sie in das große Meer, wenn es an der Macht ist, und dann bringt es ihm Frieden. Das ist die Bedeutung von „Und alle ihre Wege sind Frieden“. Josef war das Friedensbündnis, er wurde mit diesen Wegen belohnt, und er war ein König in Ägypten und der Herrscher über das Land.

Das Ziel all dieser Eigenschaften ist, sich zu vereinigen mit der Hilfe von Jessod und der Arbeit Malchuts. Es besteht Oben keine Notwendigkeit zur Korrektur und Vereinigung der Sefirot. All dies ist die Arbeit von Malchut, welche zu verstehen versucht und sich auf die gleiche Weise entwickeln muss, wie ein Kind, wenn es spielt und lernt. Gelingt ihm das Zusammensetzen der Legosteine, lernt es dadurch, wie man es richtig macht. Aber dies bedeutet nicht, dass das Spiel selbst kaputt ist. Dies ist absichtlich so gemacht, damit das Kind lernen kann, wie man es wieder zusammenfügt.

Auf die gleiche Weise gibt es keine Beschränkungen oder kleinen Zustände in den Höheren Parzufim. Nur Malchut, welche ein „Abbild des Schöpfers“ genannt wird, fühlt all diese Phänomene und beschließt, dass Seir Anpin sie auf diese Weise behandelt und entsprechend ihrer eigenen Grenzen beurteilt.

Jessod wird als „alles“ bezeichnet, weil darin alle Eigenschaften, Zustände und Kräfte, welche im Höheren existieren, eingeschlossen sind. Entsprechend dem Gesetz der Gleichheit der Form müssen wir uns dem angleichen. Dies ist nur möglich, wenn wir alle das Verlangen haben, uns in einem Punkt zu vereinigen, welcher Jessod entspricht – einer gegenüber dem anderen.

Wenn sich die Seelen innerhalb Malchuts vereinigen und bereit sind, sich zu annullieren, um zu einem Punkt in Bezug auf Jessod zu verschmelzen, einer gegenüber dem andern, dann können wir das Licht der Korrektur und das Licht der Erfüllung von Jessod empfangen. Daher ist das Einzige, was man braucht, um das Licht von Jessod zu empfangen, die Vereinigung zu einem Punkt, wie ein Mann mit einem Herzen. Dies ist die Bedingung, um uns ihm angleichen zu können.

Das ist, wenn der erste Kontakt mit dem Licht stattfinden wird, und dieser Kontakt wird als Empfang der Tora bezeichnet.

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Weltweiter Sohar Kongress vom 7. bis 9. Mai 2010 –>

Erwartest du die Erlösung?

Der Sohar, Abschnitt Shemot (Exodus), Punkt 247: Sechzig ist Malchut, die Mächtigen oben, von der Seite der Gwura, die sich an die Schnitzereien heften, das heißt, an die Äußerlichkeit der heiligen Chaja von Israel, was Malchut ist. Daher sind sie nach ihr benannt, sechzig Königinnen (Malchujot). Diese sind Engel, ernannt über die Völker. Achtzig Dienerinnen sind die Engel, die von den Schnitzereien der Malchut ernannt sind, unterhalb der sechzig Königinnen. Daher werden sie Dienerinnen genannt und nicht Königinnen. Und die Mädchen haben keine Zahl….

Alles worüber wir im Sohar lesen, spricht über innere Verlangen. Es gibt nichts anderes als Verlangen. Wir lesen über innere Phänomene, Veränderungen und verschiedene Beziehungen zwischen diesen Teilen.

Es ist jenes große Konstrukt, zusammengefasst als Malchut bezeichnet, welches sich verändern muss, jedes Mal wenn es sich mehr dem Licht angleicht. Daher existieren alle Namen und Bezeichnungen, die im Sohar geschrieben stehen, innerhalb Malchut, innerhalb unserer Verlangen, in deren verschiedenen Beziehungen zueinander.

Daher brauchen wir nur darüber nachzudenken, wie wir das Licht auf das Verlangen ziehen, so wie es im Sohar beschrieben wird. Obwohl wir nicht die speziellen Eigenschaften und deren Veränderungen oder irgendetwas, was dort vor sich geht, verstehen können, erwarten wir dennoch Erlösung: damit das Licht dieses Verlangen beeinflusst, damit wir das Verlangen und das Licht, welches es füllt, verstehen und wahrnehmen und diese dann zusammen verspüren. In der Tat ist es unmöglich, dass eine ohne das andere zu fühlen, sondern erst wenn es einen Kontakt zwischen ihnen gibt, sogar im allerersten, minimalsten Ausmaß.

Das ist es, worauf wir warten. Und alle Wörter und Buchstaben, welche wir im Buch Sohar lesen, existieren einzig und allein in diesem Verlangen – in unserer Seele.

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Die Bedeutung des „Zusammenseins“

Eine Frage, die ich erhielt: Wie sollen wir uns täglich auf das Lesen des Sohar vorbereiten?

Meine Antwort: Wir sollten gemeinsam nach dem Licht, das uns erneuert, streben. Dies ist ein sehr einfaches Motto, bei dem „zusammen sein“ die Bedeutung von „sich verbinden“ hat. Aber wofür verbinden wir uns? Es geschieht, damit jeder von uns durch das Licht, das erneuert, beeinflusst wird, welches unsere böse Natur korrigiert, nämlich den Mangel an Verlangen, sich zu verbinden.

Alles kann innerhalb einer Absicht gefunden werden. Da ist Malchut, die Versammlung der Seelen, und wir müssen uns darin durch eine gemeinsame Bitte an Yesod verbinden, damit es uns das Licht der Korrektur und das Licht der Fülle gibt. Das ist alles. Das sollte die Absicht für den kommenden Kongress sein.

Wenn wir darüber nachdenken und verstehen, dass unsere gesamte Zukunft von dieser Verbindung abhängt, da sie uns an die Kraft des Gebens angleicht, dann brauchen wir nichts anderes. Wir sollten die Geschichte über den Empfang der Tora am Fuße des Berges Sinai erneut lesen, da wir genau in derselben Situation sind. Es steht geschrieben, dass sich jeder Mensch beim Berg Sinai stehend sehen soll, um die Tora zu empfangen.

Die Tora wird uns jeden Tag gegeben. Aber wir werden erst dann imstande sein, sie entgegen zu nehmen, wenn wir uns alle als ein Mensch mit einem Herzen verbinden und gegenüber dem Schöpfer stehen, der ebenso Einer ist. Dann werden wir den Kontakt mit Ihm aufbauen und das Umgebende Licht empfangen.

Wir müssen uns für diesen Zustand vorbereiten, wo unsere Seelen ihr individuelles Ego abstreifen und sich verbinden, um das Licht der Korrektur anzuziehen. Das Licht ermöglicht uns unsere Verbindung und in ihr werden wir den Schöpfer enthüllen.

Indem man die Tür ein wenig öffnet, kann man einen Blick auf die Höhere Welt erhaschen

Eine Frage, die ich erhielt: Sie erklärten, dass alle Welten, von der Welt der Unendlichkeit bis zu unserer Welt, einander in allen ihren Details als Zweige und Wurzeln gleich sind. Wenn ich im Buch Sohar über diese Welten mit dem Verlangen, Spiritualität zu erreichen, lese und mich mit dem Text verbinde, dann werde ich in die Höhere Welt eintreten und das spirituelle Bild durch irdische Bilder und durch das Buch erkennen. Ist das zutreffend? Geschieht dieser Kontakt nur dann, wenn man im Unterricht studiert?

Meine Antwort: Wenn wir durch den Text des Buches Sohar voranschreiten, beginnen wir ein inneres geistiges Bild zu erkennen, indem wir Eindrücke und Eigenschaften aus dem Text bekommen, über die das Buch spricht. Wir beginnen Namen von Charakteren, Objekten und Orten unserer Welt als Eigenschaften des Empfangens und Gebens zu erkennen, die groß oder klein, gut oder böse sind.

Eine Gruppe von Eigenschaften tritt parallel zum Bild dieser Welt hervor. Dieses spirituelle Bild verbleibt in uns als ein Modell, das sich auf die allegorische Handlung bezieht. Der Sohar benutzt Worte aus unserer Welt, um die Welt der Eigenschaften des Empfangens und Gebens zu erklären, die alles, was existiert, darstellen. Diese beiden Eigenschaften zeichnen ein Bild unserer Welt für uns, und sie formen ebenso das Bild der Höheren Welt.

So wie wir Beispiele für die Entsprechung der beiden Sprachen und der beiden Welten anhäufen, während wir das Buch Sohar lesen, so wie wir lernen und sie in unserem Innern ordnen, sind wir dazu in der Lage, mehr spirituelle Eindrücke zu empfangen.

Frage fortgesetzt: Fürs Erste besteht mein ganzes Studium daraus, vor einem Buch zu sitzen und zu versuchen, zu spüren, was darin geschrieben ist, damit es spirituelle Modelle in mir bildet?

Meine Antwort: Das Ergebnis aller unserer Handlungen in der Gruppe und in der Verbreitung und das Ergebnis aller unserer Anstrengungen, um die spirituelle Welt zu erreichen, wird in unserem Innern als Bild des Empfangens und Gebens offenbart und als Eigenschaften des Geschöpfs und des Schöpfers sowie deren mannigfaltige Kombinationen. Die Offenbarung der Seele, was die Empfindung und das Verständnis des Schöpfers ist, geschieht als Ergebnis dieser Handlungen.

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Der Mangel an Verlangen manifestiert sich als Mangel an Erfüllung

Das Kli (Gefäß) ist ein Abdruck des Lichtes im Verlangen. Es ist der Versuch des Gefäßes, einen besonderen Zustand zu erreichen, um Erfüllung zu erlangen. Wenn ich nach einer speziellen Form von Erfüllung suche, dann bedeutet dies, dass mein Verlangen bereits die „Form“ und Eigenschaft dessen erreicht hat, wonach ich mich sehne.

Dieses Licht ist bereits in mir vorhanden, aber es existiert in der Form eines Informationsträgers (Reshimo), in Form von Leere, einem hohlen Gebilde. Ich empfinde dies weder als Erfüllung noch als Freude.

In der Spiritualität sind diese Zustände nebeneinander. Das Gleiche gilt für die materielle Welt: Wenn ich etwas möchte und ich es sehen und fühlen kann, was muss ich sonst noch machen, um es zu bekommen? Ich muss mir Mühe geben!

In anderen Worten, ich muss meinem bereits bestehenden Verlangen eine neue Wendung geben, um möglich zu machen, das große Licht, welches wir als Erfüllung bezeichnen, innerhalb des kleinen Lichtes, „Reshimo“ genannt, zu offenbaren. Die Größe des Lichtes hängt von der Größe des Verlangens ab.

Ich fühle einen Mangel an Erfüllung, weil das Licht bereits existiert und auf mich aus einer Entfernung her scheint, mein Reshimo erweckt und mich zwingt, zu ihm zu streben. Der Unterschied zwischen Reshimo und Füllung ist nur abhängig von meinem Verlangen, da das Licht ewig und dauerhaft ist. Reshimo ist das Licht in mir, welches sich noch nicht in meinen Verlangen manifestiert hat.

Ich muss meine Anstrengungen erhöhen, um die Intensität meiner Verlangen zu vergrößern und die Fülle, die bereits in mir existiert, zu enthüllen. Aufgrund der geringen Intensität meiner Verlangen nehme ich sie als Reshimo war, als Mangel an Erfüllung.

Ich lebe in einem Ozean aus ewigem, konstantem und endlosem Licht, aber ich kann das nicht fühlen, da ich weder einen Kontakt dazu noch gemeinsame Eigenschaften damit habe. Wenn auch nur das kleinste Verlangen nach dem Licht in mir entsteht, beginne ich das Licht zu fühlen.

Auf der einen Seite bestätigt das geringste Gefühl mir, dass das Licht existiert, und auf der anderen Seite bedauere ich es, dass ich es nicht in vollem Ausmaß wahrnehmen kann. Das Bedauern, das ich als Resultat davon fühle, weil ich das Licht nicht in vollem Umfang wahrnehme, wird „Chissaron“ (Mangel an Erfüllung) genannt und drängt mich dazu, noch stärker das Licht erreichen zu wollen.

Wenn ich beginne, meinen Grad an Anstrengungen zu erhöhen, wird das Licht, welches ich in meinem schwächeren Verlangen als Reshimo verspürt habe, sich in Fülle verwandeln. Das Licht ist unveränderbar, aber wenn mein Verlangen wächst, wird das, wonach ich mich sehne, Wirklichkeit.

Ich befinde mich immer in einem Ozean aus Licht und der ganze Unterschied liegt darin, ob ich mich selbst darin in einem kleineren oder größeren Ausmaß erkenne.

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Ein Kabbala Buch ist ein Abdruck der Seele


Eine Frage, die ich erhielt: Warum ist es so wichtig, Kabbala Bücher zu lesen?

Meine Antwort: Informationen kommen in vielen Formen vor. In unserer Zeit bewegen sich die Menschen allmählich vom Lesen hin zum Hören von Audiodateien, und vom Hören zum Anschauen von Videos. Dies sind jedoch nicht die gleichen Dinge.

Etwas zu sehen und zu hören geschieht auf der tierischen Ebene, jedoch Lesen geschieht auf der menschlichen Ebene. Das ist vollkommen verschieden. Indem man ein Buch liest, verbindet man sich mit einem spirituellen Kanal.

Es ist großartig, wenn Sie die Unterrichte anschauen oder hören, jedoch nichts kann ein Buch ersetzen, denn es lässt Sie den intimeren Kontakt finden, selbst wenn Sie dies nicht klar spüren. In unserer Zeit sind die Leute nicht mehr so sehr daran gewöhnt, Bücher zu lesen, jedoch ändert dies nichts an der Tatsache, dass Lesen auf der menschlichen Ebene geschieht.

Wenn Sie zum Beispiel das Buch Sohar lesen, entdecken Sie die Wichtigkeit der Buchstaben, ihre Formen und ihre Ordnung. Und es spielt keine Rolle, in welcher Sprache das Buch geschrieben ist. Kabbalisten haben uns einen Code in einer Sprache übermittelt – Hebräisch (oder Aramäisch) anstatt in anderen Sprachen.

Die Gestalt der Buchstaben gibt das Modell der Seele wieder, als ihren Abdruck. Die Seele hat verschiedene Gestalten und auf diese Weise ist sie jedes Mal in einer anderen Form „eingeprägt“.

Wenn wir den Text lesen, gehen wir von einem Buchstaben zum nächsten und demzufolge verändert sich unsere Seele, indem sie eine Form nach der anderen annimmt. Deshalb ist ein Buch mit der Seele eines Menschen verbunden.

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Vor allem behalte Kontakt mit dem Schöpfer

Frage: Was soll ich tun, wenn ich mich schlecht fühle und über den Schöpfer ärgerlich bin?

Meine Antwort: Es ist wichtig, mit dem Schöpfer Kontakt zu behalten, Ihm Fragen zu stellen und Ihm zu antworten, zu flehen und zu fordern. Doch der Schöpfer bleibt verborgen, wartet auf dich, damit du dein Verlangen nur auf Ihn allein richtest.

Frage: Sogar wenn ich über ihn ärgerlich bin?

Meine Antwort: Du darfst Ihn ausschimpfen, aber hör nicht auf, denn das Wichtigste ist, in Kontakt mit Ihm zu bleiben. Wenn du diesen Kontakt behältst, ist das die beste Belohnung und wenn du die Verbindung unterbrichst, ist das die schlimmste Strafe. Die Art Seiner Antwort ist völlig unwichtig, solange du Kontakt behältst. Du solltest bereit sein, alles außer einer abgebrochenen Verbindung anzunehmen. Das würde bedeuten, dich nur um den Schöpfer zu kümmern und nicht darum, was du von dieser Beziehung haben könntest.

Unter der Bedingung eines konstanten Kontaktes fange an, deine Wirklichkeit zu analysieren. Ob du dich gut oder schlecht fühlst, sehnst du dich nach dieser Verbindung? Ich gründe meine Einstellung zu Ihm über den unangenehmen Empfindungen, wie geschrieben steht: „Die Liebe bedeckt alle Sünden.“ Liebe wird sie bedecken, aber sie bleiben trotzdem.

Das Licht kann all unsere Leiden beseitigen

Die Geschichte zeigt, dass das Flehen des Menschen an den Schöpfer keine klaren Antworten hervorgebracht hat. Dies wirft eine Frage auf: Wenn der Schöpfer überhaupt existiert, können wir mit Ihm auf irgendeine Weise kommunizieren? Wird diese Frage immer ein Rätsel für uns bleiben, wie Ufos und Leben auf anderen Planeten, wo wir im Dunkeln tappen, bis hin zu anderen Zivilisationen außerhalb der Erde, die vielleicht existieren könnten, aber keinen Wunsch haben, mit uns in Kontakt zu treten?

Um in Verbindung mit dem Schöpfer zu treten, müssen wir eine Verbindung zu den Menschen, die bereits in Kontakt mit Ihm stehen, herstellen. Wir müssen uns mit jenen, welche an das Höhere System angeschlossen sind, verbinden. Wir werden dadurch wie ein Kind, welches einen Erwachsenen nachahmt, und damit alles erhält, was der Erwachsene hat. Dies ist der Weg, auf welchem wir in Richtung Spiritualität vorankommen.

Wenn wir wollen, dass unsere Gedanken und Verlangen die Gleichen sind, wie die der großen Kabbalisten (Baal HaSulam und Rabash), dann werden wir von dem gleichen Licht beeinflusst, das sie erfüllte. Dies wird alle unsere Probleme beheben, einschließlich aller Krankheiten unserer Körper und Seelen. Das Licht weiß, was zu korrigieren ist, und ordnet alles in der bestmöglichen Art und Weise an.

Die Wahrheit ist, dass wir nicht wissen, was wirklich gut für uns ist. Wir brauchen nur das Verlangen, näher an das Licht zu kommen, und Es wird alles tun. Daher liegt unsere gesamte Arbeit darin, uns so nah wie möglich den Schriften der Kabbalisten zu nähern. Wir sollten uns mit unseren Herz daran anheften.

Auf diese Weise können wir einen Schritt nach dem anderen vorwärts schreiten. Egal was mit uns passiert, trotz aller Probleme, Fehler und Verwirrungen müssen wir danach streben, das Licht auf uns zu ziehen.